Die Nachfolge für Dr. Felix Krämer am Städel Museum ist entschieden. Zum 19. Februar 2018 wechselt Dr. Alexander Eiling von der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe an das Frankfurter Städel Museum, wo er neuer Sammlungsleiter für die Kunst der Moderne (1800–1945) wird. Mit Eiling gewinnt das Städel einen renommierten Kunsthistoriker und Experten für die Kunst des 19. bis 21. Jahrhunderts, der sowohl langjährige Erfahrung in der Konzeption von Ausstellungen als auch in der Betreuung von Sammlungen mit sich bringt und aufs engste mit der Städelschen Sammlung vertraut ist. Eiling promovierte an der Goethe-Universität in Frankfurt über die Expressionismus-Sammlung der Deutschen Bank und war unter anderem Sammlungskurator am Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen sowie zuletzt Kurator für Neuere Malerei und Plastik (1800 bis heute) an der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. Von 2002 bis 2007 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Graphischen Sammlung des Städel Museums. Eiling folgt auf Felix Krämer, der zum 1. Oktober 2017 neuer Generaldirektor und künstlerischer Leiter der Stiftung Museum Kunstpalast in Düsseldorf wird.

„Mit Alexander Eiling haben wir unseren Wunschkandidaten für die Leitung unserer Kunst der Moderne gefunden. Mit seiner internationalen Erfahrung als versierter Ausstellungsmacher sowie seinen spannenden Ideen für die Weiterentwicklung der Städelschen Sammlung ergänzt Alexander Eiling unser Kuratorenteam auf perfekte Weise. Ich freue mich auf eine gemeinsame Zusammenarbeit in Frankfurt“, kommentiert Städel Direktor Dr. Philipp Demandt die Personalentscheidung.

„Ich freue mich sehr über meine Rückkehr ans Städel und in meine Heimatstadt. Frankfurt ist auf Grund seiner Mischung aus Bürgersinn und Weltoffenheit mit kaum einer anderen Stadt in Deutschland zu vergleichen. Dies und die großartige Sammlung des Städel sind ideale Voraussetzungen, um auch weiterhin attraktive und international beachtete Ausstellungen realisieren zu können. Daran werde ich mit meinen Kollegen in den nächsten Jahren mit Freude arbeiten“, so Dr. Alexander Eiling.

Dr. Alexander Eiling wurde 1974 in Frankfurt am Main geboren. Er studierte Kunstgeschichte, Rechtswissenschaften und Skandinavistik an den Universitäten Passau, Edinburgh und Frankfurt am Main und wurde im Fach Kunstgeschichte an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt mit der Arbeit „Beletage und ‚Kunst am Arbeitsplatz‘: Die Sammlung Deutsche Bank zwischen zeitgenössischer Kunst und deutschem Expressionismus“ promoviert. Von 2002 bis 2007 arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent in der Graphischen Sammlung des Städel Museums, wo er unter anderem an der Konzeption, Organisation und Realisierung von Ausstellungen zu Albrecht Dürer, Max Beckmann oder Ernst Wilhelm Nay mitarbeitete. Anschließend wechselte er 2008 an das Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen. Als Sammlungskurator für Malerei, Skulptur und Graphik vom Mittelalter bis in die Moderne – mit einem Schwerpunkt auf Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts – zeichnete er dort u.a. verantwortlich für die wissenschaftliche Aufarbeitung und Neupräsentation des Bestandes im Rahmen der Neueröffnungsausstellung „Alles“ (2009) sowie für Ausstellungen zu Ernst Ludwig Kirchner, Anton Henning oder Gert und Uwe Tobias. Seit 2010 ist Eiling Kurator für Malerei und Plastik des 19. bis 21. Jahrhunderts an der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. Seine Forschungs- und Ausstellungsschwerpunkte liegen im Bereich der französischen Kunst des 19. Jahrhunderts, der Kopienforschung sowie des deutschen Expressionismus. In Karlsruhe war er zuletzt Kurator der erfolgreichen Ausstellungen „Déjà-vu? Die Kunst der Wiederholung von Dürer bis Youtube“ (2012), „Degas. Klassik und Experiment“ (2014/15) sowie der groß angelegten Ausstellung „Cézanne. Metamorphosen“, die vom 28. Oktober 2017 bis 11. Februar 2018 an der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe zu sehen sein wird. Alexander Eiling ist Herausgeber und Autor zahlreicher Publikationen und wissenschaftlicher Beiträge.