Das populäre Sommerkino im Städel Garten geht in die nächste Runde: Vom 12. bis 15. Juli 2017 bietet das grüne Dach des Städel Erweiterungsbaus die atmosphärische Freiluft-Kulisse für ein besonderes Filmprogramm. Passend zur parallel laufenden Sonderausstellung „Fotografien werden Bilder. Die Becher-Klasse“ (noch bis 13. August 2017) werden an den ersten drei Abenden Filme rund um das Thema Fotografie gezeigt. Bei freiem Eintritt werden nach Anbruch der Dunkelheit der Fotografie-Klassiker Blow-Up (1966) von Michelangelo Antonioni, Wim Winders Palermo Shooting (2008) sowie Christopher Nolans Memento (2000) zu sehen sein. Zur Einstimmung auf die große Städel Herbstausstellung „Matisse – Bonnard. ‚Es lebe die Malerei!‘“ stehen die Filme am Samstag, 15. Juli, ganz im Zeichen der Freundschaft. Bereits um 15.00 Uhr findet die Vorführung für junge Besucher im Metzler-Saal statt: Gezeigt wird dort der Film Pünktchen und Anton (1998). Welcher Film am Samstagabend läuft, kann das Publikum selbst entscheiden: Zur Auswahl stehen Adam Elliots Mary & Max – oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet? (2009), Jean Beckers Das Labyrinth der Wörter (2010) und Ziemlich beste Freunde (2011) von Olivier Nakache und Eric Toledano. Abgestimmt werden kann bis einschließlich 9. Juli per Stimmzettel vor Ort im Museum oder auf der Facebook-Seite des Städel (https://www.facebook.com/staedelmuseum).

Der Eintritt zum Sommerkino im Städel Garten ist an allen Tagen frei. Einlass ist ab 19.00 Uhr, der Film beginnt jeweils bei Anbruch der Dunkelheit. Es wird darum gebeten, eigene Decken und Sitzgelegenheiten (keine Stühle) mitzubringen und auf die Mitnahme von großen Taschen und Rucksäcken zu verzichten. Für kalte Getränke sowie herzhafte und süße Speisen vor und während der Filmvorstellungen ist gesorgt. Schon vor Filmbeginn sorgt DJ Biffy (Discocaine) für sommerlich-entspannte Stimmung. Bei schlechtem Wetter finden die Vorführungen im Metzler-Saal des Städel Museums statt.

Sommerkino im Städel Garten

Programm

Mittwoch, 12. Juli, Einlass 19.00 Uhr, Filmbeginn bei Anbruch der Dunkelheit
Blow-Up
UK 1966, Regie: Michelangelo Antonioni, 107 Minuten, deutsche Fassung, FSK 16
Das Leben des Londoner Fotografen Thomas (David Hemmings) spielt sich zwischen Modeshootings, Partys, Drogen und schnellem Sex ab und langweilt ihn zusehends. Auf einem Streifzug durch die Stadt fotografiert er heimlich ein sich streitendes Liebespaar im Park. Auf den Vergrößerungen der Fotos glaubt er später Indizien dafür entdecken zu können, dass vor seinen Augen ein Mord geschah. Doch stimmt das tatsächlich? Michelangelo Antonionis Studie der sich immer weiter steigernden Paranoia von Thomas ist ein stilvolles Porträt der „Mod“-Generation im London der Swinging Sixties.

Donnerstag, 13. Juli, Einlass 19.00 Uhr, Filmbeginn bei Anbruch der Dunkelheit
Palermo Shooting
D/IT 2008, Regie: Wim Wenders, 104 Minuten, deutsche Fassung, FSK 12
Wim Wenders begleitet in diesem Psychodrama den erfolgreichen Fotografen Finn (Campino von den „Toten Hosen“), der sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere befindet und ein ausschweifendes Leben führt. Nachdem Finn eines Nachts nur knapp dem Tod entkommen ist, reist er gemeinsam mit seinem Team für ein Fotoshooting nach Palermo. Als die Aufnahmen abgeschlossen sind, schickt Finn seine Mitarbeiter wieder nach Hause und bleibt allein auf Sizilien zurück. Während zielloser Wanderungen durch die Stadt macht er nicht nur die Bekanntschaft der Restauratorin Flavia (Giovanna Mezzogiorno), sondern trifft auch auf den Tod – beide geben ihm eine neue Perspektive auf das Leben.

Freitag, 14. Juli, Einlass 19.00 Uhr, Filmbeginn bei Anbruch der Dunkelheit
Memento
USA 2000, Regie: Christopher Nolan, 108 Minuten, deutsche Fassung, FSK 16
Nach einem Überfall durch zwei Einbrecher, bei dem seine Frau vergewaltigt und ermordet und er selbst verletzt wurde, leidet der Versicherungsagent Leonard (Guy Pearce) an anterograder Amnesie, wodurch er keine neuen Erinnerungen mehr speichern kann. Seitdem behilft er sich mit Polaroid-Fotos und Notizen, die er sich auf seinen Körper tätowieren lässt. Trotz des Verlusts seines Kurzzeitgedächtnisses ist Leonard fest entschlossen, den Tod seiner Frau zu rächen – selbst angesichts der Tatsache, dass er auch einen geglückten Rachefeldzug gegen ihren Mörder wieder vergessen wird. Der komplex komponierte Film wird in zwei Handlungssträngen erzählt, von denen der eine in chronologischer und der andere in entgegengesetzt chronologischer Reihenfolge verläuft.

Samstag, 15. Juli, Einlass 14.00 Uhr, Filmbeginn 15.00 Uhr, Metzler-Saal
Pünktchen und Anton
D 1998, Regie: Caroline Link, 105 Minuten, deutsche Fassung, FSK 0
Die zehnjährige Pünktchen (Elea Geissler) und der elfjährige Anton (Max Felder) sind beste Freunde. Anton stammt aus ärmlichen Verhältnissen und arbeitet jeden Abend in einer kleinen Eisdiele, um seine kranke Mutter (Meret Becker) zu versorgen. Pünktchen möchte ihrem Freund helfen, doch obwohl ihre Eltern (Juliane Köhler und August Zirner) sehr reich sind, haben sie für ihre Tochter weder Zeit noch Geld übrig. Dank ihres Einfallsreichtums findet das Mädchen trotzdem eine Möglichkeit, um heimlich Geld für Anton aufzutreiben: Während ihre Eltern in der Oper sind, singt Pünktchen in der Münchner Innenstadt. Die Lieder hat sie von ihrem französischen Au-Pair Laurence (Sylvie Testud) gelernt, dessen Freund Carlos (Benno Fürmann) jedoch nicht ganz ungefährlich ist. Zum Glück ist Anton zur Stelle, als es brenzlig wird.

Samstag, 15. Juli, Einlass 19.00 Uhr, Filmbeginn bei Anbruch der Dunkelheit
Publikumsfilm
Zur Abstimmung stehen:
„Mary & Max – oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet?“ (2009), „Das Labyrinth der Wörter“ (2010) und „Ziemlich beste Freunde“ (2011)

Mary & Max – oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet?
AUS 2009, Regie: Adam Elliot, 93 Minuten, deutsche Fassung, FSK 12
Mary Daisy Dinkle ist ein einsames und unscheinbares, achtjähriges Mädchen, das Mitte der 1970er Jahre in einem Vorort von Melbourne in Australien lebt. Ihre Mutter ist eine kleptomanische Alkoholikerin, ihr Vater arbeitet in einer Teebeutelfabrik und beschäftigt sich in seiner Freizeit mit der Präparierung toter Vögel. Um zu erfahren, wie in Amerika Babys geboren werden, wählt Mary einen zufälligen Namen aus dem Telefonbuch von Manhattan – Max Jerry Horowitz – und schickt dieser Person einen Brief. Max ist 44 Jahre alt, übergewichtig und hat das Asperger-Syndrom, wodurch es ihm schwerfällt, mit anderen Menschen zu interagieren. Mit seiner Antwort auf Marys Brief beginnt eine 20 Jahre andauernde Korrespondenz, unterbrochen vom Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik und einigen Missverständnissen. Doch werden sich die beiden ungewöhnlichen Brieffreunde jemals persönlich treffen?

Das Labyrinth der Wörter
F 2010, Regie: Jean Becker, 78 Minuten, deutsche Fassung, FSK 6
Es ist die Geschichte zweier ungleicher Menschen, die sich über Literatur annähern: In einem Park setzt sich Germain (Gérard Depardieu) zufällig neben Margueritte (Gisèle Cadadesus). Germain ist um die 50 und praktisch Analphabet, Margueritte eine zierliche, ältere Dame und leidenschaftliche Leserin. Dieses Zusammentreffen ist das erste von zahlreichen weiteren, bei denen Magueritte Germain Passagen aus Romanen vorliest und ihn so in die Welt der Bücher einführt, zu der er glaubte, keinen Zugang zu haben. Als Margueritte ihm eröffnet, dass sie allmählich ihr Augenlicht verliert, bewegt ihn dieser Umstand dazu, für sie Lesen bzw. Vorlesen zu üben. Ihre besondere Freundschaft lässt Germain schließlich sogar zum „Entführer“ werden.

Ziemlich beste Freunde
F 2011, Regie: Olivier Nakache, Eric Toledano, 108 Minuten, deutsche Fassung, FSK 6
Philippe (François Cluzet) ist reich, adlig, gebildet und hat eine Heerschar von Hausangestellten. Doch ohne Hilfe geht in seinem Leben nichts, denn er ist vom Hals an abwärts gelähmt. Ein junger Mann namens Driss (Omar Sy), der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde und plötzlich in Philippes geordnetem Leben auftaucht, bringt dieses gehörig durcheinander. Eigentlich will Driss nur einen Bewerbungsstempel für seine Arbeitslosenunterstützung und auf den ersten Blick eignet sich das charmante Großmaul aus der Vorstadt auch überhaupt nicht für den Job als Pfleger. Doch seine unbekümmerte, freche Art macht Philippe neugierig. Spontan engagiert er Driss und gibt ihm zwei Wochen Zeit, sich zu bewähren. Es ist der Beginn einer verrückten und wunderbaren Freundschaft, die Philippe und Driss für immer verändern wird.


Sommerkino im Städel Garten
Mittwoch, 12. Juli, bis Samstag, 15. Juli 2017

Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de, Telefon +49(0)69-605098-200, Fax +49(0)69-605098-111
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Zeit: Mittwoch, 12. Juli, bis Samstag, 15. Juli, Einlass für die Abendvorführungen jeweils 19.00 Uhr, Filmbeginn bei Anbruch der Dunkelheit
Eintritt: frei