Auch 2017 setzen das Städel Museum und das hr-Sinfonieorchester ihre besondere und erfolgreiche Zusammenarbeit fort und laden gemeinsam zu einem großen Wandelkonzert in die Galerieräume des Frankfurter Museums ein. Am Samstag, 18. November 2017, erhalten Besucher ab 20.00 Uhr die seltene Gelegenheit einer unmittelbaren Begegnung von Musik und bildender Kunst. In verschiedenen Besetzungen präsentieren die Musikerinnen und Musiker des hr-Sinfonieorchesters Kammermusik diverser Stile. Zu hören sind unter anderem Kompositionen von John Cage, Claude Debussy, Gabriel Fauré, György Kurtág, Astor Piazzolla, Sergej Prokofjew, Maurice Ravel, Franz Schubert und Antonio Vivaldi, welche die Sammlungswerke des Museums auf inspirierende Weise neu erlebbar machen. Das Publikum ist eingeladen, zwischen den Epochen und musikalischen Sphären zu wandeln, sich Zeit zum Innehalten, Betrachten und Lauschen zu nehmen.
Die Tickets im Vorverkauf sind limitiert und kosten 22 Euro, sie können unter tickets.staedelmuseum.de erworben werden. Karten an der Abendkasse sind für 25 Euro erhältlich.

Das Wandelkonzert wird gefördert durch die Sparda-Bank Hessen eG.

Beim Wandelkonzert mit dem hr-Sinfonieorchester werden zahlreiche Galerieräume des Städel zum Klingen gebracht. Dabei begegnet etwa Rembrandts Die Blendung Simsons (1636) barocker italienischer Musik von Alessandro Stradella und Dario Castello, während Luca Giordanos Die Jugend von den Lastern versucht (1664) auf Franz Schuberts berühmtes Streichquartett Der Tod und das Mädchen trifft. Die feingezeichnete Atmosphäre von Claude Lorrains Landschaft mit Christus, der Maria Magdalena erscheint (1681) wird in Beziehung gebracht zum Streichquartett von Maurice Ravel. Auszüge aus dem Stabat Mater von Antonio Vivaldi in der ungewöhnlichen Besetzung für Vibrafon und Posaune verbinden sich mit gleich zwei Werken der bildenden Kunst: Arnold Böcklins Gemälde Villa am Meer (1871–74) und Wilhelm Lehmbrucks Skulptur Sitzender Jüngling (1916–17). Umgekehrt tritt Hans Baldung Griens Zwei Hexen (1523) mit zwei kontrastierenden Kompositionen in Beziehung: mit Astor Piazzollas mitreißend-opulentem Tango Ballet für Streichquartett sowie mit dem expressiven Duo Together für Violine und Kontrabass des Koreaners Isang Yun. John Cages variable Komposition Four eröffnet hingegen die Möglichkeit, auch auf die Architektur des Museums zu reagieren: Sie wird in zwei unterschiedlichen Versionen und Situationen in den Gartenhallen realisiert – in direkter Umgebung der Installation Sandmühle (1970) von Günther Ueckert und in den lichten Weiten des Museumsraums.

Die Städelsche Sammlung
1815 als bürgerliche Stiftung von dem Bankier und Kaufmann Johann Friedrich Städel begründet, gilt das Städel Museum als älteste und renommierteste Museumsstiftung in Deutschland. Die Vielfalt der Sammlung bietet einen nahezu lückenlosen Überblick über 700 Jahre europäische Kunstgeschichte – vom frühen 14. Jahrhundert über die Renaissance, den Barock und die klassische Moderne bis in die unmittelbare Gegenwart. Insgesamt umfasst die Sammlung des Städel rund 3.100 Gemälde, 660 Skulpturen, über 4.600 Fotografien und über 100.000 Zeichnungen und Grafiken. Höhepunkte der Sammlung bilden Werke von Künstlern wie Lucas Cranach, Albrecht Dürer, Sandro Botticelli, Rembrandt van Rijn, Jan Vermeer, Claude Monet, Pablo Picasso, Ernst Ludwig Kirchner, Max Beckmann, Alberto Giacometti, Francis Bacon, Gerhard Richter, Wolfgang Tillmans oder Corinne Wasmuht.


Musikalisches Programm

John Cage: Four
Dario Castello: Sonata X
Claude Debussy: Trois Chansons für Blechbläserquintett
Viktor Ewald: Quintett Nr. 1 b-Moll
Gabriel Fauré: Aprés un reve
Gabriel Fauré: Impromptu op. 86 für Harfe solo
Phil Glass: Streichquartett Nr. 3 „Mishima“
György Kurtág: Jelek (Spiele) op. 5 für Viola solo
Raphael Lins: Trio für Horn, Trompete und Posaune (Uraufführung)
Antonio Pasculli: Omaggio a Bellini
Astor Piazzolla: Oblivion
Astor Piazzolla: Tango Ballet
Francis Poulenc: Sonata für Horn, Trompete und Posaune
Sergej Prokofjew: Quintett g-Moll op. 39 für Violine, Viola, Oboe, Klarinette und Kontrabass (Auszüge)
Maurice Ravel: Streichquartett F-Dur (Auszüge)
Franz Schubert: Streichquartett d-Moll „Der Tod und das Mädchen“ (Auszüge)
Alessandro Stradella: Sinfonia Nr. 22
Antonio Vivaldi: „Quis est Homo“ – Auszüge aus dem „Stabat Mater“
Isang Yun: Ost-West-Miniaturen für Oboe und Violoncello
Isang Yun: Together für Violine und Kontrabass


Wandelkonzert mit dem hr-Sinfonieorchester

Samstag, 18. November 2017, 20.00 Uhr

Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de, Telefon +49(0)69-605098-200, Fax +49(0)69-605098-112
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: Einlass ab 19.00 Uhr (Abendkasse), Beginn 20.00 Uhr
Eintritt: 22 Euro (limitierter Vorverkauf), 25 Euro (Abendkasse)
Kartenvorverkauf: tickets.staedelmuseum.de

Kooperationspartner: hr-Sinfonieorchester
Gefördert durch: Sparda-Bank Hessen eG

Medienpartner: hr-INFO