Zehn Jahre Städelkomitee 21. Jahrhundert

Deutschlandweit einzigartiges Gremium für den Ankauf zeitgenössischer Kunst feiert Jubiläum – Engagement der aktuell über 40 Mitglieder ermöglichte dem Frankfurter Städel Museum bereits 159 Ankäufe

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Pressetext

Vor genau zehn Jahren wurde in Frankfurt das Städelkomitee 21. Jahrhundert ins Leben gerufen. Das deutschlandweit einzigartige Gremium ermöglicht dem Städel Museum einen kontinuierlichen und strategischen Ausbau seiner Sammlung der Gegenwartskunst. Dank des besonderen Engagements der derzeit über 40 Mitglieder konnten bereits 159 bedeutende Werke der zeitgenössischen Kunst für die Städelsche Sammlung angekauft werden. Neben Highlights von Hans Hofmann, Philip Guston und Konrad Klapheck sind darunter auch viele Entdeckungen und Künstler abseits des bereits gefestigten Kanons, wie Werke von Georg Karl Pfahler, Marwan, Hermann Glöckner oder Gerhard Hoehme. Sein zehnjähriges Jubiläum feierte der Freundeskreis gestern mit einem Festvortrag von Steffen Seibert, Mitglied des Städel Kuratoriums und Sprecher der Bundesregierung, und zahlreichen Künstlervorträgen im Städel Museum. Dabei wurde auch der jüngste und im Rahmen des Jubiläums getätigte Ankauf des Komitees vorgestellt: die großformatige Arbeit „Cieszowa III“ (1973) des bedeutenden US-amerikanischen Minimal Art Künstlers Frank Stella (*1936). Gegründet wurde das Städelkomitee 21. Jahrhundert 2007 im Kontext der baulichen Erweiterung des Städel Museums von dem damaligen Städel Direktor Max Hollein und Sylvia von Metzler, der Vorsitzenden des Städelschen Museums-Vereins.

„Aus der Idee und der mäzenatischen Initiative mehrerer Bürgerinnen und Bürger ist ein unvergleichbares Gremium entstanden, welches uns ermöglicht, die Sammlung Gegenwartskunst strategisch weiterzuentwickeln. Die über 60 Persönlichkeiten, die im letzten Jahrzehnt diesem Kreis angehörten, eint ihre besondere Leidenschaft für Kunst der Gegenwart, eine enge Verbundenheit mit dem Städel sowie gelebte bürgerschaftliche Verantwortung. Für dieses außergewöhnliche Engagement sind wir zu großem Dank verpflichtet. Es ist Garant für die Weiterentwicklung und das Fortbestehen unserer Sammlungen und damit der spezifischen Identität des Städel – als Frankfurter Bürgermuseum par excellence“, betont Städel Direktor Dr. Philipp Demandt.

„Der kontinuierliche Einsatz des Städelkomitees hat Spuren hinterlassen. Das Ergebnis dieser besonderen Initiative unter der Leitung von Philipp Demandt und Martin Engler ist eine außergewöhnliche Sammlung, die sich wesentlich von anderen Sammlungen der Gegenwartskunst unterscheidet, da sie eben nicht nur einem Kunstmarkt-Kanon folgt, sondern die Geschichte der Gegenwartskunst weiterschreibt“, kommentiert Sylvia von Metzler, Vorsitzende des Städelschen Museums-Vereins.

„Durch das Städelkomitee 21. Jahrhundert konnten wir immer wieder herausragende Schlüsselwerke jenseits des gängigen Kanons erwerben, um wichtige Sammlungskonvolute zu komplettieren, zu internationalisieren und untereinander zu verknüpfen. Das Ergebnis ist eine Erzählung der Kunst der Gegenwart, die mit überraschenden Gegenüberstellungen und Nachbarschaften einen Bogen von der Kunst der Nachkriegszeit bis in unsere unmittelbare Gegenwart spannt“, so Dr. Martin Engler, Sammlungsleiter für Kunst nach 1945 am Städel Museum.

Das Städelkomitee 21. Jahrhundert, zu dem aktuell 45 Privatpersonen zählen, ermöglicht den gezielten Ankauf wichtiger Werke der Gegenwartskunst für das Städel Museum. Wer sich für diesen exklusiven Freundeskreis des Städel engagiert, leistet unverzichtbare finanzielle Unterstützung und erhält einen besonderen Einblick in die strategische Sammlungsentwicklung des Frankfurter Museums. Bei Ankaufsbesuchen in Künstlerateliers und Galerien, bei gemeinsamen Reisen zu Kunstbiennalen oder auf wichtigen Messen und Ausstellungen im In- und Ausland werden Entwicklungen beobachtet, Arbeiten begutachtet und am Ende vielleicht für die Städelsche Sammlung erworben.

Seit seiner Gründung im Jahr 2007 hat das Städelkomitee 21. Jahrhundert insgesamt 159 Arbeiten von folgenden Künstlern für die Städelsche Sammlung erwerben können:

Hans Peter Adamski; Peter Angermann; John M Armleder; Art & Language; Herbert Aulich; Enrico Baj; Christiane Baumgartner; Thomas Bayrle; Michael Beutler; Dike Blair; Armin Boehm; Robert Breer; Daniel Buren; Janet Cardiff & George Bures Miller; David Claerbout; Thomas Demand; Jean Fautrier; Adolf Fleischmann; Otto Freundlich; Bernard Frize; Günter Fruhtrunk; Rupprecht Geiger; Isa Genzken; Hermann Glöckner; Leon Golub; Gotthard Graubner; Tamara Grčić; Philip Guston; Raymond Hains; Mary Heilmann; Philipp Hennevogl; Antonius Höckelmann; Gerhard Hoehme; Hans Hofmann; Jörg Immendorf; Per Kirkeby; Konrad Klapheck; Barbara Klemm; Peter Kogler; Arthur Köpcke; Norbert Kricke; Eugène Leroy; Markus Lüpertz; Adolf Luther; Michel Majerus; Marwan (Marwan Kassab-Bachi); Jonathan Meese; Johannes Molzahn; François Morellet; Reinhard Mucha; Otto Muehl; Olaf Nicolai; A. R. Penck; Georg Karl Pfahler; Arnulf Rainer; Tobias Rehberger; Ad Reinhardt; Daniel Richter; Michael Riedel; Larry Rivers; David Salle; Wilhelm Sasnal; Jörg Sasse; Dierk Schmidt; Julian Schnabel; Thomas Schütte; Dirk Skreber; Leon Polk Smith; Haim Steinbach; Frank Stella; Jessica Stockholder; Jan Svenungsson; Wolfgang Tillmans; Günther Uecker; Victor Vasarely; Wolf Vostell; Franz Erhard Walther; Corinne Wasmuht; Amelie von Wulffen; Erwin Wurm.


Pressebilder

Frank Stella (*1936)
„Cieszowa III“ (1973)
243,8 x 228,6 cm
Acryl, Stoff, Filz und Leinwand, auf einer Konstruktion aus Spanplatten und Karton
Städel Museum, Frankfurt am Main,
Eigentum des Städelschen Museums-Verein e.V., erworben 2017 aus Mitteln des Städelkomitees 21. Jahrhundert
© Städel Museum - ARTOTHEK / VG Bild Kunst Bonn

Der jüngste und im Rahmen des Jubiläums getätigte Ankauf des Städelkomitees: die großformatige Arbeit „Cieszowa III“ (1973) des US-amerikanischen Minimal Art Künstlers Frank Stella (*1936).

Frank Stella (*1936), „Cieszowa III“ (1973)

Dr. Martin Engler, Sammlungsleiter für Kunst nach 1945 am Städel Museum, Steffen Seibert, Mitglied des Städel Kuratoriums und Sprecher der Bundesregierung, Sylvia von Metzler, Vorsitzende des Städelschen Museums-Vereins und Städel Direktor Dr. Philipp Demandt
Foto: Städel Museum

Zehn Jahre Städelkomitee 21. Jahrhundert

Dr. Martin Engler, Sammlungsleiter für Kunst nach 1945 am Städel Museum, Sylvia von Metzler, Vorsitzende des Städelschen Museums-Vereins und Städel Direktor Dr. Philipp Demandt
Foto: Städel Museum

Zehn Jahre Städelkomitee 21. Jahrhundert
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