Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam

6. OKTOBER 2021 BIS 30. JANUAR 2022
Ausstellungshaus

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Presseinformation

NENNT MICH REMBRANDT! DURCHBRUCH IN AMSTERDAM
6. OKTOBER 2021 BIS 30. JANUAR 2022

Ausstellungshaus
Pressevorbesichtigung: 5. Oktober 2021, 11.00 Uhr

Es ist heute kaum vorstellbar: Doch als der junge Maler Rembrandt Harmenszoon van Rijn (1606–1669) im Jahr 1631 von Leiden nach Amsterdam zog, war er nur einer von vielen, die sich in der florierenden Kunst- und Kulturmetropole einen Namen machen wollten. In nur wenigen Jahren hatte er es geschafft: Rembrandt erwarb weitreichende Wertschätzung, bildete Dutzende angehender Künstler aus, engagierte sich im Kunsthandel und im aktiven Vertrieb seiner Gemälde und Druckgrafiken. Parallel dazu veränderte sich sein Stil in radikaler Weise von den kleinen, präzise gemalten Gemälden der Leidener Frühzeit zu den großen, dramatisch erzählenden und alle Register der Lichtregie ziehenden Leinwandbildern der Amsterdamer Zeit.
In einer großen Ausstellung thematisiert das Städel Museum gemeinsam mit der National Gallery of Canada erstmals Rembrandts Aufstieg zu internationalem Ruhm in seinen Jahren in Amsterdam. Die Schau vereint den Städel Bestand an Werken Rembrandts, darunter die Blendung Simsons (1636), mit herausragenden Leihgaben internationaler Museen u. a. aus dem Amsterdamer Rijksmuseum, der Gemäldegalerie Berlin, der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden, der National Gallery in London, dem Museo del Prado in Madrid oder der National Gallery of Art in Washington. Darüber hinaus tritt Rembrandts Kunst in einen unmittelbaren Dialog mit den Meisterwerken der älteren und jüngeren Künstler seiner Zeit, darunter Nicolas Eliasz. Pickenoy und Bartholomeus van der Helst oder die Rembrandt-Schüler Govaert Flinck und Ferdinand Bol. Im Zentrum werden Gruppierungen eng verwandter Gemälde stehen, die Rembrandts Rolle und die seiner Zeitgenossen in diesem kreativen Netzwerk verdeutlichen. Rembrandts Bildproduktion war erstaunlich breit und umfasste neben Landschaften, Genreszenen und Stillleben vor allem Historienbilder und Porträts. Die Auseinandersetzung mit seinen Konkurrenten prägte seine künstlerische Entwicklung wie auch seine unternehmerischen Ambitionen. In Amsterdam wetteiferte eine Vielzahl talentierter Künstler um die Aufmerksamkeit und Patronage des wohlhabenden und kunstliebenden Bürgertums. Es war genau diese ebenso aufregende wie anregende Atmosphäre, die den jungen Künstler aus Leiden zu dem weltberühmten Meister machte, der er bis heute ist: Rembrandt.

Die Ausstellung wird organisiert vom Städel Museum, Frankfurt am Main, und von der National Gallery of Canada, Ottawa.

Kuratoren: Prof. Dr. Jochen Sander (Stellvertretender Direktor und Sammlungsleiter Flämische, holländische und deutsche Malerei vor 1800, Städel Museum) und Prof. Dr. Stephanie Dickey (Gastkuratorin an der National Gallery of Canada, Ottawa)
Gefördert durch: ING AG, Dagmar-Westberg-Stiftung


Pressebilder

Rembrandt Harmensz. van Rijn (1606–1669)
Landschaft mit Steinbrücke, um 1638
Öl auf Holz, 29,5 × 42,5 cm
Rijksmuseum, Amsterdam, erworben mit Unterstützung der Vereniging Rembrandt und A. Bredius, Amsterdam
Foto: Rijksmuseum, Amsterdam

Rembrandt Harmensz. van Rijn, Landschaft mit Steinbrücke, um 1638

Ferdinand Bol (1616–1680)
Selbstbildnis, um 1647
Öl auf Leinwand, 97,5 × 77,5 cm
Michele and Donald D’Amour Museum of Fine Arts, Springfield, The James Philip Gray Collection
Foto: David Stansbury - The James Phillip Gray Collection

Ferdinand Bol, Selbstbildnis, um 1647

Rembrandt Harmensz. van Rijn (1606–1669)
Tronie eines Mannes mit Federbarett, um 1635–1640
Öl auf Holz, 62,5 × 47 cm
Mauritshuis, Den Haag
Foto: Mauritshuis, Den Haag

Rembrandt Harmensz. van Rijn, Tronie eines Mannes mit Federbarett, um 1635–1640

Rembrandt Harmensz. van Rijn (1606–1669)
Ganymed in den Fängen des Adlers, 1635
Öl auf Leinwand
177 × 129 cm
Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen, Dresden
Foto: Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Rembrandt Harmensz. van Rijn, Ganymed in den Fängen des Adlers, 1635

Rembrandt Harmensz van Rijn (1606–1669)
Selbstbildnis mit Samtbarett und einem Mantel mit Pelzkragen,1634
Eichenholz, 58,4 × 47,7 cm
Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie
Foto: Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie - Christoph Schmidt

Rembrandt Harmensz van Rijn, Selbstbildnis mit Samtbarett und einem Mantel mit Pelzkragen, 1634

Rembrandt Harmensz. van Rijn (1606–1669)
Die Blendung Simsons, 1636
206 × 276 cm
Öl auf Leinwand
Städel Museum, Frankfurt am Main
Foto: Städel Museum - U. Edelmann

Rembrandt Harmensz. van Rijn, Die Blendung Simsons, 1636

Rembrandt Harmensz. van Rijn (1606–1669)
Judith am Bankett des Holofernes, 1634
Öl auf Leinwand
143 × 154,7 cm
Museo Nacional del Prado, Madrid
Foto: Museo Nacional del Prado, Madrid

Rembrandt Harmensz. van Rijn, Judith am Bankett des Holofernes, 1634
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Leitung Presse und Onlinekommunikation
rohde@staedelmuseum.de
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