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Meister des Frankfurter Paradiesgärtlein, um 1410/20, Paradiesgärtlein, um 1410/20
24. Februar bis 27. Juni 2027
Ausstellungshaus
Pressevorbesichtigung: Dienstag, 23. Februar 2027, 11.00 Uhr
Das Paradies – ein Ort der Sehnsucht, der seit Jahrhunderten die menschliche Vorstellungskraft beflügelt. Als irdischer wie himmlischer Garten und als Sinnbild ursprünglicher Harmonie zwischen Mensch und Natur wurde er zum Projektionsraum religiöser, philosophischer und künstlerischer Ideen. In diesem Spannungsfeld bewegt sich die groß angelegte Ausstellung „Im Paradiesgarten. Kunst und Naturwahrnehmung um 1400“, die den Blick auf eine entscheidende Umbruchzeit in der europäischen Kunst richtet.
Ausgangspunkt ist eines der berühmtesten und zugleich rätselhaftesten Gemälde des Städel Museums: Das Paradiesgärtlein (ca. 1410/20). Kaum größer als ein aufgeschlagenes Buch, entfaltet die Tafel eine erstaunliche Fülle von Details. Die Muttergottes erscheint darin inmitten einer höfischen Gesellschaft; der umschlossene Garten wird zugleich als religiöses Symbol und als Ort weltlicher Liebe lesbar. Besonders beeindruckt das Werk durch seine unvergleichliche Naturnähe: Mehr als 25 Pflanzen-, 12 Vogel- und 3 Insektenarten sind mit erstaunlicher Präzision dargestellt und verweisen auf ein neu erwachtes Interesse an der Natur als Beobachtungs- und Erkenntnisraum. Die Ausstellung rückt diese bahnbrechende Verbindung von Kunst und Naturwahrnehmung in den Mittelpunkt und bettet das Paradiesgärtlein umfassend in den historischen und künstlerischen Kontext der Zeit um 1400 in Europa ein – eine Zeit des Umbruchs, der Konflikte und des intellektuellen Austauschs.
Gefördert durch: Städelscher Museums-Verein e.V.
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Tizian, Bildnis eines jungen Mannes, ca. 1510
Raffael, Karyatide, ca. 1520
Hans Multscher, Heilige Dreifaltigkeit, ca. 1450
François Gérard, Orpheus versucht Eurydike festzuhalten, ca. 1791
Dora Maar, Mannequin mit Dauerwelle, 1935
2. Dezember 2026 bis 28. Februar 2027
Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung
Mit rund zwei Quadratmetern ist die Haut das größte Organ des Menschen. Sie bedeckt und umhüllt den Körper, begrenzt und schützt ihn, ermöglicht zu fühlen. Auf ihrer Oberfläche schreiben sich Erfahrungen und Empfindungen ein; sie ist identitätsbildend, aber auch Projektionsfläche für unser Gegenüber. Die Ausstellung „SurFace. Über Haut“ rückt das faszinierende Thema der menschlichen Haut ins Zentrum. Ausgehend von ausgewählten Arbeiten der Graphischen Sammlung werden über 60 Werke verschiedener Medien und Epochen präsentiert: Zeichnung, Malerei oder Skulptur – von den Alten Meistern bis zur Gegenwartskunst entfaltet sich ein vielschichtiges Panorama, das die Wiedergabe der Haut als eine der grundlegenden Aufgaben künstlerischer Praxis vor Augen führt. Dabei zeigt sich die Haut als Spiegel von Schönheit und Verletzlichkeit, von Jugend und Alter und als Ort der Emotionen, Berührung und Begehrlichkeit. Die Ausstellung versammelt sowohl wenig bekannte Werke als auch Arbeiten namhafter Künstler wie Hans Baldung gen. Grien, Raffael, Tizian, Peter Paul Rubens, Auguste Rodin oder Robert Mapplethorpe. Die Gegenüberstellung der Werke macht Gemeinsamkeiten und Brüche in der Darstellung der Haut sichtbar und verdeutlicht die Vielfalt gestalterischer Ansätze. Durch die verwendeten Materialien und Techniken – ob Pinsel und Farbe, Metallstift, Kreide oder Kohle oder als dreidimensionales Objekt – wird die Körperoberfläche sinnlich erfahrbar.
Gefördert durch: Städelscher Museums-Verein e.V.
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Presseinformation
Städel und Fresenius verlängern erfolgreiche Partnerschaft
Das Städel Museum und Fresenius setzen ihre erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit fort und verlängern ihre Partnerschaft um weitere zwei Jahre. Damit bekräftigen sie ihre Verbundenheit und ihr gemeinsames gesellschaftliches Engagement. Seit dem Start der Partnerschaft im Jahr 2024 haben das Städel Museum und Fresenius bereits zahlreiche gemeinsame Veranstaltungsformate entwickelt und umgesetzt. Als älteste deutsche Museumsstiftung wird das Städel Museum durch die Unterstützung von Unternehmen, Stiftungen, privaten Förderern sowie durch die Stadt Frankfurt und das Land Hessen getragen. Es versteht sich als Ort der Begegnung, des Austauschs und der Auseinandersetzung mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Für das Gesundheitsunternehmen Fresenius steht das Wohl der Menschen im Mittelpunkt. Seit mehr als 100 Jahren folgt Fresenius dem Anspruch, Leben zu retten und die Lebensqualität und Gesundheit zu verbessern. „Committed to Life“ steht dabei für das Versprechen, verantwortungsbewusst zu handeln, Innovationen voranzutreiben und sich heute für ein besseres Morgen zu engagieren.
Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums zur Verlängerung der Partnerschaft mit Fresenius: „Die wertvolle Zusammenarbeit der vergangenen zwei Jahre hat gezeigt, wie gut Städel Museum und Fresenius zusammenpassen. Wir freuen uns daher umso mehr, unsere Partnerschaft um weitere zwei Jahre zu verlängern und gemeinsam die Zukunft zu gestalten. Unser Stifter Johann Friedrich Städel hat mit seiner visionären Idee, Kunst und Bildung der Gesellschaft zugänglich zu machen, einen Gedanken begründet, der uns bis heute leitet. Mit Fresenius verbindet uns das Verständnis, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und Räume für Dialog, Begegnung und neue Perspektiven zu schaffen. Diesen Weg wollen wir gemeinsam weitergehen und neue Impulse für Austausch und Bildung setzen.“
Michael Sen, Vorstandsvorsitzender Fresenius, über die Partnerschaft: „‚Committed to Life‘ bedeutet für Fresenius, über das eigene Kerngeschäft hinaus das Leben der Menschen zu verbessern und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Kunst ist Ausdruck einer freien, pluralistischen Gesellschaft und zugleich ein Motor für Innovation und Fortschritt. Sie erweitert unseren Blick und macht gesellschaftliche Veränderungen erfahrbar. Die vergangenen zwei Jahre haben gezeigt, wie viel wir gemeinsam mit dem Städel Museum bewegen können. Unsere Partnerschaft bringt Menschen zusammen und spiegelt zugleich unsere Verbundenheit mit der Region, in der Fresenius verwurzelt ist. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Städel Museum fortsetzen.“
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