Navigation menu

Städel Newsroom Städel Museum

Bilder & Texte

Hier finden Sie alle unseren aktuellen Pressematerialien in der Übersicht. Nutzen Sie gern die Filter oder die Suchfunktion, um gezielt zu suchen.

„Ein ausgezeichnetes Frauenporträt“ – Bildnis von Therese Karl für das Städel wiedererworben 3.5.2023

„EIN AUSGEZEICHNETES FRAUENPORTRÄT“ – BILDNIS VON THERESE KARL FÜR DAS STÄDEL WIEDERERWORBEN

Das Städel Museum hat das eindrückliche Damenbildnis (Porträt Therese Karl) (1890) von Fritz von Uhde für die Sammlung wiedererworben. Die Stadt Frankfurt hatte das Gemälde aus dem Bestand der Städtischen Galerie im Jahr 2022 an die Erben des im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Eigentümers Gustav Rüdenberg restituiert. Dank des großzügigen Entgegenkommens der Erben, vertreten durch das Holocaust Claims Processing Office (HCPO) in New York, konnte es zurückerworben werden und verbleibt im Städel. Das Gemälde ist in der Dauerausstellung der Sammlung Kunst der Moderne zu sehen. Eine Gedenktafel am Werk erinnert an die tragische Geschichte von Gustav Rüdenberg.

Dr. Ina Hartwig, Kultur- und Wissenschaftsdezernentin der Stadt Frankfurt am Main, über die erfolgte Restitution: „Es ist wichtig, die historische Verantwortung der Stadt Frankfurt zu benennen und Ergebnisse der Provenienzforschung zu teilen und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im letzten Jahr konnten wir ein Gemälde von Fritz von Uhde aus dem Bestand der Städtischen Galerie des Städel Museums an die Erben Gustav Rüdenbergs restituieren. Ich danke den Erben und dem Holocaust Claims Processing Office in New York aufs Herzlichste für ihr Vertrauen.“

Dr. Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, sagt: „Die Provenienzforschung gehört zu den Kernaufgaben der Museumsarbeit am Städel. Es ist unser Ziel, für jedes Objekt, das nach 1933 in die Sammlung aufgenommen wurde und vor 1946 datiert werden kann, eine möglichst lückenlose Provenienz nachzuweisen. Unser ‚Damenbildnis‘ des Malers Fritz von Uhde befand sich einst im Besitz des Unternehmers und Kunstsammlers Gustav Rüdenberg, bis dieser es unter dem Druck der NS-Diktatur veräußern musste. An sein Leben und Schicksal zu erinnern und es im Museum sichtbar zu machen, ist unsere historische und gesellschaftliche Verantwortung. Mein tief empfundener Dank geht an die Erben nach Gustav Rüdenberg, die dem Wiederankauf des Gemäldes zustimmten, und an das Holocaust Claims Processing Office für die Vermittlung. Durch das großzügige Entgegenkommen der Erben bleibt dieses herausragende Porträt für das Städel Museum erhalten.“

Das Damenbildnis stellt Therese Karl dar, die Uhdes Lieblingsmodell und Tänzerin am königlichen Hoftheaterballett in München war. Es handelt sich dabei um eines der wenigen Porträts, die der eher für seine religiösen und genrehaften Szenen bekannte Künstler Fritz von Uhde (1848–1911) malte. Er hatte sich 1880 in München niedergelassen und mit Max Liebermann angefreundet, der ihn zur Freilichtmalerei und dem Anfertigen von Porträts animierte. Uhde zeigt sich in diesem Werk auf der Höhe der Bildniskunst seiner Zeit. Souverän erfasst der zwischen Realismus und Impressionismus stehende Künstler mit lockerem Duktus die verschiedenen Stofflichkeiten, die dem Gemälde seine Leichtigkeit verleihen. Das Porträt erhielt bereits kurz nach seiner Entstehung lobende Kommentare in der zeitgenössischen Presse und trug zu Uhdes Popularität entscheidend bei. So bezeichnete die Zeitschrift „Kunst für alle“ das Gemälde schon im Entstehungsjahr 1890 als „ein ausgezeichnetes Frauenporträt“.

Den kompletten Pressetext können Sie hier als PDF herunterladen.

PDF anzeigen

Herausragend! Das Relief von Rodin bis Picasso 24.4.2023

PRESSEINFORMATION
HERAUSRAGEND! DAS RELIEF VON RODIN BIS PICASSO
24. MAI BIS 17. SEPTEMBER 2023
Ausstellungshaus

Rodin, Matisse, Gauguin, Picasso, Hans Arp oder Yves Klein – sie alle schufen im wahrsten Sinne des Wortes herausragende Kunst: Reliefs. Das Städel Museum präsentiert diesen Sommer eine große Ausstellung über das Relief von 1800 bis in die 1960er-Jahre. Ist es Malerei oder Skulptur, Fläche oder Raum? Kaum ein anderes künstlerisches Medium fordert unser Sehen so heraus wie das Relief: Das macht es für die berühmtesten Künstlerinnen und Künstler seit jeher so reizvoll. Die Ausstellung zeigt vom 24. Mai bis 17. September 2023 bedeutende Kunstwerke aus rund 160 Jahren von Bertel Thorvaldsen, Jules Dalou, Auguste Rodin, Medardo Rosso, Paul Gauguin, Henri Matisse, Pablo Picasso und Alexander Archipenko sowie Hans Arp, Kurt Schwitters, Sophie Taeuber-Arp, Yves Klein, Louise Nevelson, Lee Bontecou und anderen. Dafür vereint das Städel Museum – in Kooperation mit der Hamburger Kunsthalle – Kunstwerke aus den eigenen Sammlungen und aus führenden europäischen Museen in Frankfurt, etwa aus dem Musée d’Orsay, dem Musée Picasso und dem Centre Pompidou in Paris, dem Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam, dem Kunstmuseum Basel oder dem Musée des Beaux-Arts de Lyon. Darüber hinaus werden auch selten zu sehende Arbeiten aus Privatsammlungen vorgestellt.

„Herausragend! Das Relief von Rodin bis Picasso“ wird durch die Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH und den Städelschen Museums-Verein e. V. mit den Städelfreunden 1815 gefördert. Zusätzliche Unterstützung erfährt die Ausstellung durch die Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung.

Städel Direktor Philipp Demandt über die Ausstellung: „Diesen Sommer können unsere Besucherinnen und Besucher im Städel Museum einem aufregenden künstlerischen Medium begegnen: dem Relief. Eine Kunstform zwischen Malerei und Skulptur, die den sprichwörtlichen Rahmen und die Grenzen unseres Sehens sprengt! Wir widmen dieser bisweilen verkannten Kunstform eine große Ausstellung. Es ist eine einmalige Chance, rund 140 bedeutende Werke von knapp 100 wegweisenden Künstlerinnen und Künstlern des 19. Jahrhunderts, der Klassischen Moderne und der internationalen Nachkriegskunst in Frankfurt zu erleben und das Relief als das zu würdigen, was es ist: Ausdruck großer Kunst.“

„Das Relief ist eines der ältesten Bildmedien der Menschheit. Als Hybrid steht es nicht nur zwischen den künstlerischen Gattungen Malerei und Skulptur, sondern in der Wahrnehmung auch im Spannungsfeld zwischen Sehen und Berühren. Unsere Ausstellung widmet sich den besonderen Möglichkeiten und Chancen des Reliefs in der Kunst vom Klassizismus bis in die 1960er-Jahre. Mit der Rückbindung an die klassische Antike beginnt um 1800 eine deutliche Zäsur für die Bedeutung und die Ästhetik des Reliefs und in den 1960er-Jahren markieren der ‚Ausstieg aus dem Bild‘ und der damit verbundene Transfer bildhauerischer Konzepte in Raumkonzepte einen abermaligen Dreh- und Angelpunkt. Die Ausstellung liefert keine umfassende Geschichte des Reliefs, sie wirft vielmehr einzigartige Schlaglichter auf den heute wenig bekannten Diskurs rund um die Kunst des Reliefs“, erläutern die Kuratoren der Ausstellung, Alexander Eiling und Eva Mongi-Vollmer.

Eine Ausstellung des Städel Museums, Frankfurt am Main und der Hamburger Kunsthalle.

Kuratoren: Dr. Alexander Eiling (Sammlungsleiter Kunst der Moderne), Dr. Eva Mongi-Vollmer (Kuratorin für Sonderprojekte)
Projektleitung: Dr. Friederike Schütt
Gefördert durch: Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH, Städelscher Museums-Verein e.V. – Städelfreunde 1815
Mit Unterstützung von: Georg und Franziska Speyer'sche Hochschulstiftung
Medienpartner: Süddeutsche Zeitung, ARTE, Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main
Kulturpartner: hr2-kultur

Den kompletten Pressetext können Sie hier als PDF herunterladen.

PDF anzeigen

Wandtexte "Herausragend! Das Relief von Rodin bis Picasso" 24.4.2023

Wandtexte
HERAUSRAGEND! DAS RELIEF VON RODIN BIS PICASSO
24. MAI BIS 17. SEPTEMBER 2023
Ausstellungshaus

Einleitung
Ist es Malerei oder Skulptur, Fläche oder Raum? Kaum ein anderes künstlerisches Medium fordert unser Sehen so heraus wie das Relief: Man kann Reliefs wahrnehmen wie ein Gemälde und ihre Oberfläche zugleich mit dem Blick ertasten wie eine Skulptur. Aus der Antike ist das Relief vor allem als Schmuck von Architekturen bekannt. In der Renaissance spielte es eine wichtige Rolle im Wettstreit der Maler und Bildhauer, die um die Nachahmung der Wirklichkeit konkurrierten. Als das Relief um 1800 vermehrt Eingang in kunsttheoretische Debatten fand, wurde es als Zwischengattung unter den Künsten bezeichnet. In der Zone zwischen der zweiten und der dritten Dimension blieb es aber eine überwiegend bildhauerische Aufgabe. Mit der Zeit wuchs das künstlerische Interesse, die traditionellen Gattungsgrenzen zu überwinden. Maler schufen Skulpturen, Bildhauer näherten sich der Malerei an. Das Relief wurde dabei zu einem Spielfeld für Experimente mit neuen Formen, Materialien und Techniken. Reliefs wurden jetzt nicht mehr vorrangig aus den klassischen Werkstoffen Stein, Ton, Gips oder Bronze hergestellt. Die Künstlerinnen und Künstler griffen zu Alltagsgegenständen und Fundstücken, um die plastischen Gebilde aus der Fläche hervortreten zu lassen. Ob geklebt oder genagelt, unter Verwendung von Naturschwamm oder einer Schöpfkelle gefertigt – das Relief zeigt völlig neue Erscheinungsformen. Seine gesellschaftliche Bedeutung erweiterte sich im Zuge der umwälzenden Veränderungen des frühen 20. Jahrhunderts: Das Relief wurde zum Ort für Utopien und zum Spiegel des Aufbruchs in eine neue Welt. Der Ausstellungsrundgang präsentiert die enorme Bandbreite des Reliefs von 1800 bis 1970 in 13 Kapiteln. Sie umspannen zum Teil den gesamten Untersuchungszeitraum, zum Teil sind sie gezielt auf kürzere Perioden hin zugeschnitten. Die einzelnen Kapitel befragen die besonderen Möglichkeiten und die Grenzen der Reliefkunst jenseits entwicklungsgeschichtlicher Linien oder stilistischer Schubladen.

Den kompletten Pressetext können Sie hier als PDF herunterladen.

PDF anzeigen

MEINUNGSBILDER. ANDERS SEHEN. EINANDER VERSTEHEN 20.4.2023

MEINUNGSBILDER. ANDERS SEHEN. EINANDER VERSTEHEN

NEUES DIGITALES ANGEBOT // DER 1. MAI IM STÄDEL MIT GROSSEM KOSTENFREIEM PROGRAMM ZU DEN THEMEN KUNST UND DEMOKRATIE // MEINUNGSBILDER-PROGRAMMWOCHE BIS 5. MAI

Wissen, was ist, was gewesen ist und was kommen könnte, sich Meinungen zu bilden, Debatten und Diskurse zu führen, um eine lebendige demokratische Kultur zu leben, steht im Zentrum der großen kulturellen Bildungsinitiative des Städel Museums mit dem Titel „Meinungsbilder. Anders sehen. Einander verstehen“. Dem Verständnis folgend, dass ein Museum ein Ort für vielfältige gesellschaftliche Aspekte des Lebens ist, entwickelt das Städel Museum seit Jahren eine zeitgemäße publikumsorientierte Kunstvermittlung. Die Meinungsbilder-Initiative soll demokratieförderndes Denken und Handeln unterstützen: Durch eine aktive Auseinandersetzung mit den Kunstwerken des Städel Museums lassen sich historische Entwicklungen und Prozesse, die das gesellschaftliche Wertesystem von Freiheit und Demokratie herausgebildet haben, eindrücklich nachvollziehen. Was erzählt uns die Kunst von gestern über das Heute? Und was hat das eigentlich alles mit mir zu tun? Die Kunstwerke der Sammlung von 1300 bis zur Gegenwart geben Antworten und erzählen Geschichten u. a. von Globalisierung, Widerstand, Utopie, Emanzipation, Macht, Unterdrückung oder Populismus.

Wenige Tage vor dem 175. Jubiläum der deutschen Nationalversammlung in der Paulskirche widmet das Städel Museum im Rahmen der Meinungsbilder-Initiative eine Woche den Themen Kunst und Demokratie. Die Besucher sind eingeladen, ins Städel Museum zu kommen und an einem großen und abwechslungsreichen Programm teilzunehmen. Es gibt Angebote für die ganze Familie und alle Altersgruppen. Den Auftakt der Programmwoche bildet der 1. Mai im Städel Museum. Offene Workshops und Führungen laden dazu ein, die Kunstwerke der Sammlung lesen zu lernen, gemeinsam darüber zu diskutieren und so gesellschaftliche Entwicklungen und Phänomene unserer Zeit besser zu verstehen. Der Eintritt ins Städel und die Teilnahme am Programm sind kostenfrei.

Zum Auftakt am 1. Mai startet das Städel Museum ein neues digitales Angebot: die sechsteilige Filmreihe „Meinungsbilder“, die historische Zusammenhänge der Kunstwerke mit aktuellen gesellschaftlichen Diskursen verknüpft. Im Mittelpunkt steht jeweils ein Kunstwerk aus der Städel Sammlung, das durch den persönlichen Blick von Enissa Amani, Bless Amada, Theresia Enzensberger, Mirna Funk, Friedemann Karig und Nikeata Thompson vorgestellt wird. Sie entschlüsseln die Kunstwerke und spannen den Bogen zu den Themen der Gegenwart. Die Filmreihe ist auf staedelmuseum.de/meinungsbilder und allen gängigen Plattformen zu sehen.

Weitere Höhepunkte der Meinungsbilder-Programmwoche sind der Workshop „Let’s Talk About … Kunst und Demokratie“ am 4. Mai, Online-Sessions am 2. und 3. Mai sowie eine Abendführung am 4. Mai. Während der Meinungsbilder Programmwoche vom 2. bis 5. Mai bietet das Städel Museum zwei Lehrerfortbildungen zu dem neuen thematisch überarbeiteten Schulklassenprogramm an. Für Schulklassen, Kita- und Hortgruppen sowie Jugendgruppen und Vereine wird der Museumsbesuch mit altersgerechten Führungen und spannenden künstlerischen Workshops zu einem einzigartigen Erlebnis.

Den kompletten Pressetext können Sie hier als PDF herunterladen.

PDF anzeigen

Besucher im Städel Museum

19.4.2023

Führung für Erwachsene im Städel Museum

19.4.2023

Vermittlungsprogramm für Kinder und Jugendliche im Städel Museum

19.4.2023

Kostenfreie Audioguide-App im Städel Museum

19.4.2023

Kostenfreie Audioguide-App im Städel Museum

19.4.2023

Digitale Sammlung des Städel Museums

19.4.2023

Städel Newsroom

Presseverteiler abonnieren
und nichts mehr verpassen.

Aktuelle Presseinformationen und Pressebilder unserer Ausstellungen und Projekte direkt in Ihr Mail-Postfach.