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SEIT DER ERÖFFNUNG 100.000 BESUCHER BEI „NENNT MICH REMBRANDT!“ – GROSSER ERFOLG ANGESICHTS DER CORONA-EINSCHRÄNKUNGEN
Seit Eröffnung von „Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam“ haben bereits 100.000 Besucher die Ausstellung im Städel Museum gesehen. Trotz geltender pandemiebedingter Einschränkungen begeistern die Werke Rembrandts – des größten Künstlers des niederländischen 17. Jahrhunderts – ein breites Publikum in Frankfurt. Die Schau mit herausragenden internationalen Leihgaben musste um fast ein Jahr verschoben werden und konnte am 6. Oktober 2021 ihre Türen öffnen. Großen Zuspruch erfahren auch die digitalen Vermittlungsangebote, die das Städel Museum entwickelt hat und die einen selbstständigen Ausstellungsbesuch ermöglichen. So haben über 1.300 Interessierte an dem Online-Angebot Museum für zu Hause – Live zur Rembrandt-Ausstellung teilgenommen. Das umfangreiche Digitorial® wurde bislang über 50.000 Mal aufgerufen und der eigens produzierte Podcast „Blinded by Rembrandt“ mehr als 69.000 Mal gestreamt. Auch die im Rahmen des geltenden Hygienekonzepts entwickelten Überblicksführungen vor Ort erfreuen sich reger Nachfrage, bisher konnten über 3.300 Besucher die Ausstellung in Führungen erleben. Die Ausstellung ist noch zwei Wochen bis einschließlich 30. Januar geöffnet.
„Wir sind sehr glücklich, dass unsere Rembrandt-Ausstellung bereits von 100.000 Besucherinnen und Besuchern gesehen wurde. Dieser Publikumszuspruch ist deutliches Zeichen eines ungebrochenen Kunstbedürfnisses in Zeiten der Pandemie. Mit einem klugen Hygienekonzept, Zeitfenstertickets im Online-Shop, einer digitalen Ausstellungsvorbereitung und vor allem durch Jochen Sanders faszinierende Ausstellungsidee wird eine Begegnung mit Rembrandt im Städel möglich. Das tiefe Vertrauen des Städel Publikums, unserer Förderer und Partner in unsere Arbeit motiviert uns ungemein und bestätigt uns, auch zukünftig Ausstellungsprojekte in dieser Größenordnung umzusetzen. Und so dürfen sich schon jetzt alle auf das nächste Highlight in Frankfurt ‚Renoir. Rococo Revival‘ freuen“ so Städel Direktor, Philipp Demandt.
Die Ausstellung „Nennt mich Rembrandt!“ beleuchtet die Erfolgsgeschichte des jungen, ambitionierten Künstlers aus Leiden hin zum berühmten Meister in Amsterdam. 60 Kunstwerke Rembrandts treten dafür in Dialog mit Bildern anderer Künstler seiner Zeit, insgesamt werden rund 140 Gemälde, Druckgrafiken und Zeichnungen gezeigt. Vereint wird der bedeutende Frankfurter Bestand an Arbeiten Rembrandts – darunter Die Blendung Simsons (1636) – mit Leihgaben aus dem Amsterdamer Rijksmuseum, der Gemäldegalerie Berlin, der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden, der National Gallery in London, dem Museo Nacional del Prado in Madrid oder der National Gallery of Art in Washington. Tickets sind über den Online-Shop erhältlich.
Im Rahmen der Ausstellung veranstaltet das Städel Museum am 21. und 22. Januar die internationale Tagung „Rembrandt im Spiegel neuer technologischer Untersuchungen: Gemälde – Zeichnungen – Druckgrafik“, die sich aktuellen kunsttechnologischen Forschungen zu Rembrandts Gemälden und Arbeiten auf Papier widmet. Das ausführliche Programm zur digital stattfindenden Tagung ist über www.staedelmuseum.de/de/angebote/internationale-tagung-rembrandt abrufbar. Interessierte können sich dort auch via Zoom registrieren.
Im Anschluss an die Rembrandt-Ausstellung präsentiert das Städel Museum ab 16. Februar „Andreas Mühe. Stories of Conflict“ und ab 2. März widmet sich die Ausstellung „RENOIR. ROCOCO REVIVAL. Der Impressionismus und die französische Kunst des 18. Jahrhunderts“ einem der herausragendsten Maler des französischen Impressionismus Pierre-Auguste Renoir und seinen Bezügen zum Rokoko. Early-Bird-Tickets sind ab sofort im Online-Shop erhältlich.
NENNT MICH REMBRANDT! DURCHBRUCH IN AMSTERDAM
Kurator: Prof. Dr. Jochen Sander (Stellvertretender Direktor und Sammlungsleiter Holländische, Flämische und Deutsche Malerei vor 1800, Städel Museum)
Wissenschaftliche Mitarbeit: Dr. Friederike Schütt (Abteilung Holländische, Flämische und Deutsche Malerei vor 1800, Städel Museum)
Ausstellungsdauer: 6. Oktober 2021 bis 30. Januar 2022
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Information: www.staedelmuseum.de
Besucherservice: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de sowie über das Kontaktformular unter www.staedelmuseum.de/kontakt
Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do 10.00–21.00 Uhr
Tickets und Eintritt: Tickets online buchbar unter shop.staedelmuseum.de. Di–Fr 16 Euro, ermäßigt 14 Euro; Sa, So + Feiertage 18 Euro, ermäßigt 16 Euro; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren; Gruppen ab 10 regulär zahlenden Personen: 14 Euro pro Person, Wochenende 16 Euro. Für alle Gruppen ist generell eine Anmeldung unter Telefon +49-(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich.
Städelscher Museums-Verein e.V.: Für Mitglieder des Städelvereins und des Städelclubs ist der Eintritt in die Sammlung und alle Ausstellungen jederzeit kostenfrei. Eine Anmeldung ist vor Ort oder unter www.staedelverein.de möglich. Bei Abschluss einer Neumitgliedschaft bis 30. Januar 2022 erhalten alle Neumitglieder einen Ausstellungskatalog von „Nennt mich Rembrandt!“ als Geschenk.
Vermittlungsprogramm: Die Ausstellung wird von einem vielfältigen Programm begleitet: zum einen online für eine ideale Vorbereitung des Museumsbesuchs und zum anderen vor Ort mit einer pandemiekonformen Auswahl an Führungsangeboten. Aktuelle Übersicht unter www.staedelmuseum.de.
Aktuelle Corona-Informationen für den Besuch: Eine Übersicht der jeweils geltenden behördlichen Vorgaben für Einzelbesucher und Gruppen ist auf www.staedelmuseum.de/corona-infos zu finden und unmittelbar vor dem Museumsbesuch tagesaktuell zu konsultieren.
Digitorial®: Das Digitorial® zur Ausstellung wurde entwickelt vom Städel Museum, Frankfurt, in Zusammenarbeit mit der National Gallery of Canada, Ottawa. Es ist in deutscher, englischer und französischer Sprache erschienen und abrufbar unter rembrandt.staedelmuseum.de. Das Digitorial® ist eine Marke von SCHIRN, Städel und Liebieghaus und wurde als digitales Vermittlungsangebot von den drei Frankfurter Häusern konzipiert und vielfach realisiert.
Audioguide-App: Die Audiotour führt mit einzelnen Tracks zu Kunstwerken der Ausstellung durch den Amsterdamer Kunstmarkt im 17. Jahrhundert. Dabei trifft Dirk Nowitzki, der ehemalige Profi-Basketballer und ING-Markenbotschafter, auf Rembrandt und holt die Besucher mit persönlichen Erzählungen immer wieder zurück in die Gegenwart. Die Tour ist als kostenlose App für die Betriebssysteme iOS und Android erhältlich und kann entweder bequem von zu Hause oder im Städel WiFi auf das Smartphone geladen werden. Vor Ort im Museum kann der Audioguide zu einem Preis von 5 Euro (8 Euro für zwei Audioguides) ausgeliehen werden.
Podcast: Ein Blind Date mit einem Meisterwerk in vier Folgen: Der Journalist Michel Abdollahi nähert sich in seiner bekannten Gentleman-Manier Rembrandts Gemälde Die Blendung Simsons. Und nebenbei bespricht er auch noch einige wichtige Fragen der Menschheit. Überall dort, wo es Podcasts gibt. Der Podcast wurde unterstützt durch den Städelclub des Städelschen Museums-Vereins e.V.
Katalog: Zur Ausstellung ist im Hirmer Verlag, München, ein von Stephanie S. Dickey und Jochen Sander herausgegebener Katalog erschienen: „Nennt mich Rembrandt. Kreativität und Wettbewerb in Amsterdam 1630–55“. Mit einem Grußwort von Nick Jue und einem Vorwort von Philipp Demandt und Sasha Suda sowie mit Beiträgen von Jonathan Bikker, Jan Blanc, Sonia Del Re, Stephanie S. Dickey, Rudi Ekkart und Claire van den Donk, Robert Fucci, Jasper Hillegers, Maarten Prak, Jochen Sander, Friederike Schütt und Martin Sonnabend. Deutsche und englische Ausgabe, 384 Seiten, 39,90 Euro (Museumsausgabe).
Begleitheft: Zur Ausstellung ist ein Begleitheft in deutscher Sprache erschienen, 9,50 Euro.
Die Ausstellung wird organisiert vom Städel Museum, Frankfurt am Main, und von der National Gallery of Canada, Ottawa.
Gefördert durch: ING Deutschland, Dagmar-Westberg-Stiftung, Städelscher Museums-Verein e.V.
Medienpartner: Süddeutsche Zeitung, ARTE
Kulturpartner: hr2-kultur
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PRESSEINFORMATION
VOR DÜRER. KUPFERSTICH WIRD KUNST
28. SEPTEMBER 2022 BIS 22. JANUAR 2023
Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung
Pressevorbesichtigung: 27. September 2022, 11.00 Uhr
Das Städel Museum widmet dem frühen Kupferstich als künstlerischem Bildmedium eine eigene Ausstellung. Vom 28. September 2022 bis 22. Januar 2023 werden etwa 130 bedeutende deutsche und niederländische Kupferstiche des 15. Jahrhunderts präsentiert. Die Ausstellung zeichnet die Entwicklung des Kupferstichs von einfachen Anfängen zu immer anspruchsvolleren Schöpfungen nach. Zu sehen sind herausragende Blätter u. a. von Martin Schongauer, Wenzel von Olmütz oder Israhel van Meckenem sowie von frühen, anonymen Stechern wie dem Meister ES, dem Meister mit den Bandrollen oder dem Meister b(x)g. Den Abschluss bilden einige der ersten Kupferstiche des großen deutschen Renaissancekünstlers Albrecht Dürer.
Der Kupferstich zählt zu den ältesten Techniken des europäischen Bilddrucks. Das Tiefdruckverfahren entwickelte sich um 1430/1440 aus der Kunst des Gravierens von Metall in den Goldschmiedewerkstätten. An Ober- und Niederrhein, etwas später auch in Italien, begannen Goldschmiede und Maler, religiöse und weltliche Darstellungen in Kupferplatten zu stechen, die sie anschließend auf Papier abdruckten. Die vervielfältigten Bilder wurden für die private Andacht genutzt oder dienten als Vorlagenmaterial für Maler, Glasmaler und Bildhauer – oder andere Kupferstecher. Nach und nach entstand eine im Druck verbreitete neue Bilderwelt, deren Reiz auch heute noch in einer einfachen und doch wirkungsvollen grafischen Gestaltung und einer unmittelbaren, faszinierenden Erzählfreude liegt.
Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, über die Ausstellung: „Die überaus seltenen frühen Kupferstiche geben nicht nur Einblicke in die Welt des Spätmittelalters. Sie spielen als gedruckte, vervielfältigte und verbreitete Bilder in der Kunstgeschichte eine eigene und folgenreiche Rolle. Das Städel Museum verfügt dank seines ersten Sammlungsinspektors Johann David Passavant über einen herausragenden Bestand. Unsere Ausstellung präsentiert anschaulich, wie sich der Kupferstich zu einem neuartigen, dynamischen Bildmedium entwickelte und so auch dem größten deutschen Renaissancekünstler, Albrecht Dürer, später zu Ruhm verhalf.“
Kurator: Dr. Martin Sonnabend (Leiter Graphische Sammlung bis 1750, Städel Museum)
Öffnungszeiten Studiensaal Graphische Sammlung: Mi, Fr 14.00–17.00 Uhr, Do 14.00–19.00 Uhr. Eine vorherige Anmeldung mit Angabe der Uhrzeit und Aufenthaltsdauer per E-Mail an graphischesammlung@staedelmuseum.de ist erforderlich.
Presseinformation
Andreas Mühe
Stories of Conflict
Verlängert bis 11. September 2022
Sammlung Gegenwartskunst
Andreas Mühe zählt zu den bekanntesten Künstlern in Deutschland. In seinen Fotografien befasst er sich mit soziologischen, historischen und politischen Themen, die er in besonderen Umgebungen aufwendig mit Lichtkontrasten inszeniert. Das Städel Museum zeigt vom 16. Februar bis zum 11. September 2022 eine Einzelausstellung mit rund 45 Arbeiten, darunter bekannte und unbekannte Werkzyklen aus seinem bisherigen Œuvre sowie die erstmals präsentierte Serie Biorobots II. Mühe beschäftigt sich in seinen Werken mit der Zuschreibung zu kollektiven Kategorien wie Familie, Nationalität, Politik oder Kultur als Konstrukt einer sozialen Ordnung. Ikonisch sind seine Porträts von Angela Merkel, die er als Bundeskanzlerin auf mehreren Reisen begleitete und deren Habitus er eingängig analysierte. Wie sehr diese Aufnahmen von einer politischen Bildsprache bestimmt sind, wird in weiteren Fotografien der Kanzlerin deutlich, auf denen die Mutter des Künstlers als Double zu sehen ist. Was echt, was inszeniert ist, verschwimmt – sowohl in den offiziellen wie in den nachgestellten Fotografien. Auch Mühes in Wandlitz fotografierte Häuser der SED-Führung wirken im dunklen Umraum wie Attrappen und lassen ihre historische Rolle nicht erkennen. Mühe verwendet eine Großbildkamera, die aufgrund ihrer schweren Handhabung eine komplexe Komposition voraussetzt. Mit pointierter Ästhetik zeigt er historische Ereignisse oder deren Orte in einer überzeitlichen Nachinszenierung. Er sucht nicht Abbilder, sondern Bilder, in denen er die gegebenen Inhalte – Menschen, Architektur oder Landschaften – neu interpretieren kann. Mit den Sehgewohnheiten des Betrachters spielend, schließen Mühes Arbeiten an Städel Werke seiner Fotografen-Kollegen Rodney Graham oder Thomas Demand an.
„Es sind die Auseinandersetzungen mit Brüchen in der Gesellschaft, mit Gewalt, mit deutsch-deutscher Identität sowie die Befragung seiner selbst und der eigenen, komplexen Familiengeschichte, die sein Schaffen bestimmen. Das Städel Museum präsentiert als erste Ausstellung im Jahr 2022 Fotografien von Andreas Mühe. Erst jüngst konnten wir für die Sammlung sein Werk Unterm Baum aus dem Jahr 2008 erwerben. Wie kaum ein anderer Fotograf der Gegenwart wühlt Andreas Mühe akribisch in der deutschen Geschichte und unserer Erinnerungskultur“, so Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums.
Kristina Lemke, Sammlungsleiterin Fotografie und Kuratorin, über die Ausstellung: „Andreas Mühes Fotografien fordern wie in einem Vexierspiel immer einen zweiten Blick. Seine Arbeiten wirken zunächst bekannt, doch Mühe bricht mit den Erwartungen und zeigt, wie trügerisch ästhetisierte Bilderwelten sein können.“
Andreas Mühe (geb. 1979 in Karl-Marx-Stadt, heute Chemnitz) lebt und arbeitet in Berlin. Nach einer klassischen Ausbildung zum Fotolaboranten bei PPS Berlin und Labor Pixel Grain machte sich Mühe 2001 als freischaffender Fotograf selbstständig. Spezialisiert auf Porträt- und Magazinfotografie nahm er in den ersten zehn Jahren seiner Karriere Aufträge für das „Süddeutsche Magazin“, „Die Zeit“, „Monopol“ oder „Vanity Fair“ an. Die Arbeiten von Mühe wurden national und international präsentiert. Großangelegte Einzelausstellungen fanden in den Deichtorhallen Hamburg (2017) und in der Berliner Nationalgalerie Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwartskunst, Berlin (2019) statt, und sorgten für viel Aufsehen. Der Künstler erhielt zahlreiche Fotografie-Preise.
Kuratorin: Dr. des. Kristina Lemke (Sammlungsleiterin Fotografie, Städel Museum) in enger Zusammenarbeit mit Andreas Mühe
Presseinformation
WEIHNACHTEN UND NEUJAHR IN SCHIRN, STÄDEL UND LIEBIEGHAUS
Mit Sonderöffnungszeiten ermöglichen die Schirn Kunsthalle Frankfurt, das Städel Museum und die Liebieghaus Skulpturensammlung ihren Besucherinnen und Besuchern ausgiebigen Kunstgenuss während der Weihnachtsfeiertage, in der Zeit zwischen den Jahren und an den Ferientagen.
Die Schirn widmet sich mit „Paula Modersohn-Becker“ dem Gesamtwerk einer der bekanntesten deutschen Künstlerin der Klassischen Moderne. Die umfassende Retrospektive zeigt wie entschieden sie sich über gesellschaftliche und künstlerische Konventionen ihrer Zeit hinwegsetzte und so zentrale Tendenzen der Avantgarde vorwegnahm. Die Kunsthalle versammelt 116 ihrer Gemälde und Zeichnungen aus allen Schaffensphasen, darunter Hauptwerke, die heute als Ikonen der Kunstgeschichte gelten, etwa das Selbstbildnis am 6. Hochzeitstag (1906). In der Ausstellung „A Black Hole is Everything a Star Longs to Be“ öffnet die profilierte US-amerikanische Künstlerin Kara Walker erstmals ihr Archiv und zeigt in der Schirn rund 650 Arbeiten, die provokativ und eindrücklich Rassismus, Sexismus und andere Formen der Unterdrückung und Gewalt in den Fokus nehmen. Ihre intimen Skizzen und Notizen sind Austragungsort grafischer Denkprozesse und zugleich Mittel der Satire und Karikatur, der Imagination und Subversion.
Das Städel Museum betrachtet mit „Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam“ erstmalig die Erfolgsgeschichte Rembrandts vom jungen, ambitionierten Künstler aus Leiden hin zum berühmten Meister in Amsterdam. 60 Kunstwerke Rembrandts treten dafür in Dialog mit Bildern anderer Künstler seiner Zeit. Insgesamt 140 Gemälde, Druckgrafiken und Zeichnungen von Rembrandt und seinen Zeitgenossen beleuchten den eindrucksvollen Aufstieg und Durchbruch des Künstlers in der Mitte des 17. Jahrhunderts. In der Sammlung Gegenwartskunst präsentiert das Städel die Einzelausstellung „Marc Brandenburg: Hirnsturm II“. Die rund 130 Zeichnungen, ergänzt durch eine Videoarbeit, wirken wie ein visuelles Tagebuch aus Gedanken, Erinnerungen und Sinneseindrücken der letzten 30 Jahre. Parallel ist in der Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung „Zeichen der Freundschaft“ zu sehen, in der die großzügige Schenkung der Frankfurter Fotografin Ulrike Crespo präsentiert wird. Sie hinterließ dem Haus über 90 Gemälde und Arbeiten auf Papier der Klassischen Moderne und internationalen Nachkriegskunst, darunter Werke von Wassily Kandinsky, Franz Marc, Otto Dix, Max Ernst, Fernand Léger, Jean Dubuffet, Cy Twombly und anderen. Ein Spitzenstück des Vermächtnisses ist Oskar Schlemmers Aquarell zu seinem weltberühmten Gemälde Bauhaustreppe (New York, Museum of Modern Art).
Das Liebieghaus präsentiert nach umfangreicher Restaurierung mit „MISSION RIMINI. Material, Geschichte, Restaurierung. Der Rimini Altar“ eines der weltweit bedeutendsten spätmittelalterlichen Kunstwerke aus Alabaster. Gleichzeitig sind mit „White Wedding. Die Elfenbein-Sammlung Reiner Winkler im Liebieghaus. Für immer“ kostbare Elfenbeinskulpturen aus Mittelalter, Barock und Rokoko sowie die Sammlung mit rund 3.000 Skulpturen aus der Zeit vom Alten Ägypten bis zum Klassizismus zu sehen.
Während der gesamten Weihnachtsferien findet in allen drei Häusern ein abwechslungsreiches Vermittlungs- und Veranstaltungsprogramm für Kinder, Familien und Erwachsene statt. Zu den aktuellen Ausstellungen werden Überblicksführungen, Online-Touren sowie Kinderstunden und Familienprogramm angeboten. Im Januar gibt es verschiedene Ferienangebote für Kinder von 4 bis 12 Jahren.
Für einen Besuch in Schirn, Städel und Liebieghaus sowie für die Teilnahme an öffentlichen Führungen und Veranstaltungen vor Ort gilt die 2G-Regel (geimpft oder genesen). Für Kinder ab 6 Jahren und Jugendliche bis 18 Jahren gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet).
Änderungen vorbehalten. Aktuelle Informationen und mögliche Änderungen aufgrund der Corona-Pandemie sowie Hygiene- und Verhaltensregelungen auf den Webseiten der Häuser.
Presseinformation
Zeichen der Freundschaft
Ulrike Crespo beschenkt das Städel Museum
24. NOVEMBER 2021 BIS 6. MÄRZ 2022
Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung
Es ist eines der bedeutendsten Vermächtnisse der letzten Jahrzehnte: Die Frankfurter Fotografin und Mäzenin Ulrike Crespo hinterlässt dem Städel Museum über 90 herausragende Gemälde und Arbeiten auf Papier der Klassischen Moderne und der internationalen Nachkriegskunst, darunter Werke von Wassily Kandinsky, Franz Marc, Otto Dix, Max Ernst, Fernand Léger, Jean Dubuffet, Cy Twombly und anderen. Ein Spitzenstück des Vermächtnisses ist Oskar Schlemmers Aquarell zu seinem weltberühmten Gemälde Bauhaustreppe (New York, Museum of Modern Art).
Das Städel Museum würdigt diese beeindruckende Geste Ulrike Crespos mit einer Sonderausstellung. Unter dem Titel „Zeichen der Freundschaft. Ulrike Crespo beschenkt das Städel Museum“ treten vom 24. November 2021 bis zum 6. März 2022 ausgewählte Arbeiten aus dem Vermächtnis in einen Dialog mit Werken aus der Sammlung des Städel Museums. Es werden insgesamt 72 Arbeiten gezeigt, darunter 44 aus dem Vermächtnis von Ulrike Crespo. Die geschenkten Werkgruppen und Einzelpositionen korrespondieren in der Ausstellung immer wieder mit Arbeiten aus dem Bestand des Städel Museums: Sie beziehen sich aufeinander, bereichern sich gegenseitig und schließen auch Lücken, die beispielsweise 1937 durch die Beschlagnahme von Kunstwerken im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst“ durch die Nationalsozialisten entstanden sind.
„Mit ihrem Vermächtnis reiht sich Ulrike Crespo ein in beste Frankfurter Bürgertradition, verdankt sich doch schon die Gründung des Städel Museums solch einer mäzenatischen Tat. Dabei ergänzen die Meisterwerke aus dem Nachlass von Ulrike Crespo die Bestände des Städel Museums auf das Schönste. Mit unserer Sonderausstellung möchten wir der Stifterin gedenken und ihr großartiges Geschenk für Frankfurt feiern. Das Städel Museum ist Ulrike Crespo zu größtem Dank verpflichtet“, so Städel Direktor Philipp Demandt.
„Ulli Crespo war eines sehr wichtig: Die Kunst sollte der ganzen Gesellschaft zugänglich sein. Sie wollte es noch mehr Menschen ermöglichen, ihre Persönlichkeit durch die sinnlich-ästhetische Erfahrung von Kunst und Kultur zu entfalten – und gründete auch dafür ihre Stiftung, die Crespo Foundation. Ihr Vermächtnis an das Städel Museum folgt dieser Logik. Wir sind sehr glücklich, nun diese Ausstellung zu Ehren der Werke und Werte von Ulli Crespo zu erleben“, so Christiane Riedel, Vorständin, Crespo Foundation.
Den kompletten Pressetext finden Sie hier als PDF zum Download.
Die Geschichte der Historienmalerei steht in einer langen Tradition. Wie kaum ein anderes Genre wird es von den sich stetig verändernden gesellschaftlichen und politischen Ansprüchen geprägt. Doch wie verarbeiten Künstlerinnen und Künstler politische Ereignisse aus der unmittelbaren Gegenwart? Der Fokus des neuen CLOSE UP liegt auf drei Arbeiten von Bettina Semmer, Armin Boehm und Dierk Schmidt aus der Sammlung Gegenwartskunst des Städel Museums. Sie stehen stellvertretend für den künstlerischen Umgang mit aktuellen Ereignissen in der Malerei – für zeitgenössische Historienbilder. Die gewählten Themen der Künstlerinnen und Künstler sind immer noch relevant: Vom Olympia-Attentat von 1972 über ein tragisches Schiffsunglück, bei dem hunderte Geflüchtete 2001 ums Leben kamen, bis hin zu einer Darstellung der Region Zhawar Kili, in der eine Basis der Taliban oder Al-Qaida verortet und die zwischen 1998 und 2002 bombardiert wurde. Trotz ihrer unterschiedlichen Themen und künstlerischen Ansätze haben Semmer, Boehm und Schmidt in ihrer Vorgehensweise eines gemeinsam: Sie verändern und erweitern die historische Vorlage mit den Mitteln der Malerei. Sie konfrontieren die Betrachterinnen und Betrachter, machen Unsichtbares sichtbar und zeigen verschiedene Perspektiven auf. Die Grenzen zwischen objektiver Wiedergabe und subjektiver Einfluss- bzw. Stellungnahme sind dabei fließend. Ihre Malerei verlässt das Dokumentarische und entwickelt eigene Erzählweisen. Mit den Mitteln der Kunst fordern sie – direkt oder indirekt – aktiv dazu auf, selbst Stellung zu beziehen.
Den kompletten Pressetext finden Sie hier als PDF zum Download.
Wandtexte
Die Wandtexte zur Ausstellung „Zeichen der Freundschaft. Ulrike Crespo beschenkt das Städel Museum“ finden Sie hier als PDF zum Download.
Veranstaltungsprogramm Dezember 2021
Presseinformation
Marc Brandenburg: Hirnsturm II
28. OKTOBER 2021 BIS 30. JANUAR 2022
Sammlung Gegenwartskunst
Das Städel Museum präsentiert vom 28. Oktober 2021 bis zum 30. Januar 2022 eine Einzelausstellung des Künstlers Marc Brandenburg. Rund 130 Zeichnungen und eine Videoarbeit werden in einer Rauminstallation gezeigt: In Schwarzlicht gehüllt, wirken Brandenburgs ins Negativ verkehrte Zeichnungen wie ein visuelles Tagebuch aus Gedanken, Erinnerungen und Sinneseindrücken der letzten 30 Jahre.
„Der Künstler Marc Brandenburg arbeitet seit annähernd drei Jahrzehnten an einem zeichnerischen Gesamtkunstwerk. Dabei erweitert er stetig die Grenzen des tradierten Mediums und überführt es in unsere heutige Gegenwart – immer auch an der Schnittstelle zur Fotografie, dem bewegten Bild, Sound oder Performance. Seine Kunst schlägt eine Brücke zum Städel Museum als Museum der Bilder, das allein mit mehr als 100.000 Arbeiten auf Papier eine der bedeutendsten grafischen Sammlungen Deutschlands bewahrt. Das Publikum des Städel Museums ist eingeladen, mit Marc Brandenburg eine unverwechselbare künstlerische Stimme unserer Gegenwart zu erleben“, so Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums.
Im Zentrum des künstlerischen Schaffens von Marc Brandenburg steht die Zeichnung. Seit Anfang der 1990er-Jahre entwickelt der Künstler sein zeichnerisches Werk, das auch als eine schier endlose Serie aufgefasst werden kann. Dafür greift er auf einfachste Mittel zurück: die Kamera, einen Kopierer, später Computer sowie Papier und Bleistift. Als Ausgangspunkt für seine Zeichnungen dienen ihm überwiegend selbst aufgenommene Fotografien, aber auch Fremdmaterial. Mithilfe des Kopierers oder eines Bildbearbeitungsprogramms invertiert er diese Fotografien und überträgt die so ins Negativ verkehrten Bildmotive in die Zeichnungen. Mal führt er dabei den Hintergrund genauestens aus, mal ist das Motiv freigestellt; mitunter ist es auf den leeren Bildgrund montiert, sodass es im Raum zu schweben scheint. Die Präsentation seiner Werke in Schwarzlicht erweitert die Bleistiftzeichnungen um eine zusätzliche Ebene und vereinheitlicht die unterschiedlichen Inhalte zu einer einzigen Flut an Bildern – oder wie es der Ausstellungstitel beschreibt: einem Hirnsturm.
Die komplette Presseinformation finden Sie hier als PDF zum Download.
Veranstaltungsprogramm November 2021
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