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„GROSSE REALISTIK & GROSSE ABSTRAKTION“ 16.10.2019

PRESSEINFORMATION

„GROSSE REALISTIK & GROSSE ABSTRAKTION“
ZEICHNUNGEN VON MAX BECKMANN BIS GERHARD RICHTER

13. November 2019 bis 16. Februar 2020, Städel Museum

„Große Realistik und große Abstraktion“ – zwischen diesen beiden Polen bewegt sich der etwa 1.800 Blätter umfassende Bestand an deutschen Zeichnungen des 20. Jahrhunderts in der Graphischen Sammlung des Städel Museums. Eine Auswahl von rund 100 Zeichnungen wird vom 13. November 2019 bis zum 16. Februar 2020 in einer konzentrierten Ausstellung präsentiert, die eindrucksvoll die Qualität der Sammlung und ihre historisch gewachsenen Schwerpunkte widerspiegelt. Den Auftakt bilden meisterhafte Zeichnungen von Max Beckmann (1884–1950) und Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938), die auch einen umfassenden Einblick in die Zeichenkunst der beiden Künstler gewähren. Darauf folgen Arbeiten von Mitgliedern der Künstlervereinigung „Brücke“, darunter Erich Heckel (1883–1970), Karl Schmidt-Rottluff (1884–1976) und Emil Nolde (1867–1956). Anknüpfend an den Expressionismus und dessen abstrahierende Tendenzen werden Zeichnungen von Rolf Nesch (1893–1975), Werner Gilles (1894–1961) und Ernst Wilhelm Nay (1902–1968) gezeigt, ebenso Aquarelle von Paul Klee (1879–1940), dessen Arbeiten sich zwischen Gegenstandsnähe und Abstraktion bewegen. Auch im geteilten Deutschland der Nachkriegszeit ist diese Auseinandersetzung mit dem Gegenständlichen und Ungegenständlichen für die Künstler prägend. Dies zeigt sich in Werken des Informel genauso wie in neoexpressionistischen Strömungen oder der Pop-Art, etwa bei Karl Otto Götz (1914–2017), Joseph Beuys (1921–1986), Gerhard Richter (1932), Georg Baselitz (1938), A. R. Penck (1939–2017), Sigmar Polke (1941–2010) und Anselm Kiefer (*1945). Insgesamt sind in der Ausstellung Werke von rund 40 Künstlern versammelt.

Der Zeichnung kommt im 20. Jahrhundert eine besondere Rolle zu. Sie ist seit jeher Medium des Suchens, Erfindens und Experimentierens. In der Moderne gewinnt sie zudem an Eigenständigkeit und Autonomie und wird – vor allem in Zeiten staatlicher Überwachung und Unterdrückung – zu einem Medium des freien Denkens. In ihrer Vielfalt spiegelt sie nicht zuletzt auch die Komplexität der rasantem Wandel unterworfenen Kultur und Gesellschaft des 20. Jahrhunderts.

Zu verdanken ist die wissenschaftliche Erforschung der deutschen Zeichnungen des 20. Jahrhunderts der Stiftung Gabriele Busch-Hauck, Frankfurt am Main. Diese Stiftung hat dankenswerterweise in den vergangenen Jahrzehnten in einem kontinuierlichen Engagement die kunsthistorische Erschließung ausgewählter Zeichnungsbestände des Städel Museums ermöglicht. Auch zu dieser Ausstellung erscheint ein Katalog, der den Bestand der deutschen Zeichnungen des 20. Jahrhunderts im Städel Museum erstmals exemplarisch erschließt.

Den kompletten Pressetext finden Sie hier als PDF zum Download.

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Veranstaltungen im Städel Museum

7.10.2019

Veranstaltungen im Städel Museum

7.10.2019

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7.10.2019

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Veranstaltungsprogramm November 2019 4.10.2019

Veranstaltungsprogramm November 2019

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Vincent van Gogh, Bildnis des Dr. Gachet, 1890

18.9.2019

Finding Van Gogh – Der Städel Podcast 18.9.2019

Auf der Suche nach dem legendären Bildnis des Dr. Gachet / Kostenfrei in Deutsch und Englisch / Verfügbar auf findingvangogh.de, Spotify, Deezer, Apple und Google Podcasts

Mit FINDING VAN GOGH präsentiert das Städel Museum seinen ersten Podcast. In fünf Folgen erzählt die Serie vielstimmig die bewegte Geschichte des legendären Gemäldes Bildnis des Dr. Gachet (1890), des letzten großen Porträts von Vincent van Gogh. Im Podcast trifft der Journalist Johannes Nichelmann auf Zeitzeugen, Experten und Van-Gogh-Begeisterte in Deutschland, Frankreich, London, New York und der Schweiz. Sie erzählen von der Entstehung des Gemäldes, von seiner Geschichte im Nationalsozialismus und geben aus erster Hand Einblicke in die Mechanismen des heutigen Kunstmarkts. Nicht zuletzt geht es in FINDING VAN GOGH um die Frage: Wie werden ein Kunstwerk und sein Künstler zum Mythos? Der Podcast als neues digitales Vermittlungsangebot des Städel ist kostenfrei in deutscher und englischer Sprache auf findingvangogh.de sowie über alle gängigen Podcast-Plattformen verfügbar.

Den kompletten Pressetext finden Sie hier als PDF zum Download.

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Der leere Bilderrahmen von Vincent van Goghs „Bildnis des Dr. Gachet“

15.9.2019

Alice Ruben Faber (1866–1939)

14.9.2019

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