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MEHR ALS 100.000 BESUCHER – „TIZIAN UND DIE RENAISSANCE IN VENEDIG“ BEGEISTERT
Die groß angelegte Sonderausstellung „Tizian und die Renaissance in Venedig“ begeistert: Mehr als 100.000 Besucherinnen und Besucher haben die Schau im Städel Museum mit über 100 Meisterwerken der venezianischen Malerei der Renaissance bereits gesehen. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts entwickelten die Künstler der Lagunenstadt eine eigenständige Spielart, die auf rein malerische Mittel und die Wirkung von Licht und Farbe setzt. Einer der wichtigsten Vertreter ist Tizian (um 1488/90–1576), der zeit seines Lebens die zentrale Figur in der venezianischen Kunstszene bleibt. Mit über 20 seiner Werke versammelt die Frankfurter Ausstellung die umfangreichste Auswahl, die in Deutschland je gezeigt wurde. Darüber hinaus werden unter anderem Gemälde und Zeichnungen von Giovanni Bellini (um 1435-1516), Jacopo Palma il Vecchio (1479/80-1528), Sebastiano del Piombo (um 1485-1547), Lorenzo Lotto (um 1480-1556/57), Jacopo Tintoretto (um 1518/19-1594), Jacopo Bassano (um 1510-1592) oder Paolo Veronese (1528–1588) präsentiert.
Das Bildungs- und Vermittlungsprogramm zur Ausstellung erfreut sich ebenfalls großer Beliebtheit. Neben dem umfangreichen Führungsangebot (schon 1.000 Führungsbuchungen durch Gruppen), dem Katalog sowie dem Begleitheft, bietet die Ausstellung kostenfreie digitale Vermittlungsangebote, wie das Digitorial (tizian.staedelmuseum.de, rund 41.000 Seitenaufrufe) und eine Audiotour als App (rund 11.000 Downloads), die bei den Besucherinnern und Besuchern besonders gefragt sind.
Die gesamte Presseinformation steht hier als PDF für Sie bereit.
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MAKING VAN GOGH
GESCHICHTE EINER DEUTSCHEN LIEBE
23. OKTOBER 2019 BIS 16. FEBRUAR 2020
#MakingVanGogh
Das Städel Museum widmet vom 23. Oktober 2019 bis zum 16. Februar 2020 dem Maler Vincent van Gogh (1853–1890) eine umfassende Ausstellung. Im Zentrum steht die Entstehung des „Mythos van Gogh“ um 1900 sowie die Bedeutung seiner Kunst für die Moderne in Deutschland. Mit 50 zentralen Arbeiten van Goghs ist die Ausstellung die umfangreichste Präsentation mit Werken des Malers seit fast 20 Jahren in Deutschland.
MAKING VAN GOGH thematisiert die besondere Rolle, die Galeristen, Museen Privatsammler und Kunstkritiker im Deutschland des frühen 20. Jahrhunderts für die posthume Rezeption van Goghs als „Vater der Moderne“ spielten. Knapp 15 Jahre nach seinem Tod wurde der niederländische Künstler hierzulande als einer der bedeutendsten Vorreiter der modernen Malerei wahrgenommen. Van Goghs Leben und Schaffen stießen in der Öffentlichkeit auf breites und anhaltendes Interesse; ungewöhnlich früh wurde seine Kunst in Deutschland gesammelt. Schon 1914 befand sich die enorme Anzahl von rund 150 Werken van Goghs in deutschen privaten und öffentlichen Sammlungen. Zeitgleich begannen deutsche Künstlerinnen und Künstler, sich intensiv mit seinen Werken auseinanderzusetzen. Insbesondere für die jungen Expressionisten wurde van Goghs Malerei zum Vorbild und zur maßgeblichen Inspirationsquelle – ohne seine Kunst ist die Entstehung der Moderne in Deutschland kaum denkbar.
Die Erfolgsgeschichte van Goghs ist eng mit dem Städel verbunden. Als eines der ersten Museen erwarb das Frankfurter Museum für den Aufbau einer modernen Kunstsammlung durch den Städelschen Museums-Verein 1908 das Gemälde Bauernhaus in Nuenen (1885) und die Zeichnung Kartoffelpflanzerin (1885). Drei Jahre später gelangte eines der berühmtesten Gemälde van Goghs in das Museum, das Bildnis des Dr. Gachet (1890).
Die Ausstellung wird von der Franz Dieter und Michaela Kaldewei Kulturstiftung und dem Städelschen Museums-Verein e.V. gefördert.
In drei großen Kapiteln erzählt die Ausstellung von der Entstehung und Wirkung des „Mythos van Gogh“ in Deutschland. Wie kam es, dass van Gogh gerade in Deutschland so ungeheuer populär wurde? Wer engagierte sich für sein Werk und wie reagierten die Künstler auf ihn? Die Ausstellung zeigt van Gogh als Schlüsselfigur für die Kunst der deutschen Avantgarde und leistet damit einen entscheidenden Beitrag zum Verständnis der Kunstentwicklung in Deutschland am Beginn des 20. Jahrhunderts.
Das Städel vereint in der Ausstellung mehr als 120 Gemälde und Arbeiten auf Papier. Den Kern bilden 50 zentrale Werke von Vincent van Gogh aus allen Schaffensphasen. Zu sehen sind herausragende Leihgaben aus Privatsammlungen und führenden Museen weltweit. Einfluss und Wirkung van Goghs auf die nachfolgende Generation veranschaulichen in der Ausstellung 70 Werke von deutschen Künstlerinnen und Künstlern, darunter befinden sich sowohl bekannte Namen wie Max Beckmann, Ernst Ludwig Kirchner, Alexej von Jawlensky, Paula Modersohn-Becker oder Gabriele Münter als auch wiederzuentdeckende Positionen etwa von Peter August Böckstiegel, Theo von Brockhusen, Heinrich Nauen oder Elsa Tischner-von Durant.
Die komplette Presseinformation finden Sie hier als PDF zum Download.
Ostern in Städel, Schirn und Liebieghaus
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Gemälde und ihre Geschichten – Einblicke in die Provenienzforschung am Städel Museum
#staedel #TagderProvenienzforschung
Frankfurt am Main, 8. April 2019 Am Mittwoch, dem 10. April 2019 findet erstmals der Tag der Provenienzforschung statt. Mehr als 80 Kulturinstitutionen in Deutschland, Großbritannien, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz nehmen daran teil und geben unter anderem im Rahmen von Führungen, Präsentationen, Ausstellungen oder anderweitigen Aktionen einen aktuellen Einblick in wesentliche Fragen und Ergebnisse der Erforschung der Herkunft ihrer Sammlungen und Objekte.
Das Städel Museum ist mit der Veranstaltung „Gemälde und ihre Geschichten – Einblicke in die Provenienzforschung“ Teil des internationalen Aktionstages. Dr. Iris Schmeisser, Leiterin Provenienzforschung und historisches Archiv, stellt Gemälde von Max Beckmann, Henri Matisse und Ernst Ludwig Kirchner aus der Sammlung vor. Im Mittelpunkt der Führung durch das Städel Museum stehen die mit den Kunstwerken verbundenen Menschen und ihre Biografien, wobei der historische Fokus auf der Geschichte des Städel Museums in den Jahren 1933–1945 liegt.
Provenienzforschung am Städel Museum
Bereits seit 2001 wird systematisch die Herkunft aller Objekte, die während der NS-Zeit am Städel Museum erworben wurden, bzw. in diesem Zeitraum den Besitzer wechselten oder gewechselt haben könnten, erforscht. Für jedes Objekt, das nach 1933 in die Sammlung aufgenommen wurde und vor 1946 datiert werden kann, wird versucht eine möglichst lückenlose Provenienz nachzuweisen.
Parallel hierzu hat die Administration und Direktion des Hauses, im Jahre 2008, in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle „Entartete Kunst“ (FU Berlin / Universität Hamburg), unter der Leitung von Prof. Dr. Uwe Fleckner, ein Vorhaben initiiert, das den widerspruchsvollen Weg des Städelschen Kunstinstituts durch die Jahre des nationalsozialistischen Regimes nachzeichnete. Die Ergebnisse der unabhängigen Untersuchung wurden in einem Symposium und 2010 in der umfassenden Publikation „Museum im Widerspruch“ im Akademie-Verlag Berlin veröffentlicht.
Seit Beginn der Provenienzforschung haben das Städel Museum, die Liebieghaus Skulpturensammlung und der Städelsche Museums-Verein für 17 Kunstobjekte eine faire und gerechte Lösung mit den Erben der ehemaligen jüdischen Vorbesitzer vereinbart.
Durch den internationalen Austausch und die interdisziplinäre Vernetzung von Experten haben sich die Bedingungen für die Provenienzforschung in den letzten Jahren entscheidend verbessert. Die Gründung des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste im Jahr 2015 war ebenfalls ein wichtiger kulturpolitischer Schritt zur Ausweitung, Stärkung und Vermittlung der Provenienzforschung. Das Städel ist daher mit zahlreichen Wissenschaftlern und Einrichtungen, wie z.B. dem deutsch-amerikanischen Austauschprogramm zur Provenienzforschung für Museen vernetzt.
Im Jahr 2018 lag der Fokus der laufenden Forschung auf den Sammlungszugängen nach 1945 und der Vorbereitung der Provenienzangaben für die sukzessive Veröffentlichung in der Digitalen Sammlung. Das seit Mai 2015 vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste und der Stadt Frankfurt am Main für drei Jahre geförderte Projekt „Die Erwerbungen der Liebieghaus Skulpturensammlung seit 1933“ endete im Jahr 2018.
Gemälde und ihre Geschichten – Einblicke in die Provenienzforschung am Städel Museum
10. April 2019, 16.30 Uhr bis 17.30 Uhr
Information: www.staedelmuseum.de, +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Digitale Sammlung: sammlung.staedelmuseum.de
Veranstaltungsprogramm Mai 2019
Das Städel Museum sucht im Rahmen eines Podcast-Projekts zur Ausstellung „MAKING VAN GOGH. Geschichte einer deutschen Liebe“ Zeitzeugen als Gesprächspartner. Im Mittelpunkt des mehrteiligen Podcasts steht das Bildnis des Dr. Gachet (1890), das bis heute von einem Mythos umgeben ist. Es ist das letzte Porträt, das Vincent van Gogh (1853–1890) vor seinem Tod schuf, und das seinen umstrittenen Nervenarzt Paul-Ferdinand Gachet in einem Ausdruck voller Weltschmerz und Melancholie zeigt. Das Porträt wurde 1911 erworben und war ein Schlüsselwerk der modernen Sammlung des Städel Museums – bis es im Dezember 1937 von den Nationalsozialisten beschlagnahmt wurde.
Es gelangte über Umwege nach New York, wo es 1990 für eine historische Rekordsumme versteigert wurde. Seitdem ist van Goghs Bildnis des Dr. Gachet aus den Augen der Öffentlichkeit verschwunden. Im Städel Museum erinnert bis heute nur ein leerer Rahmen an das Kunstwerk.
In die Produktion des Podcasts möchte das Städel Museum Zeitzeugen als Gesprächspartner einbeziehen, die das Bild noch selbst in den Galerieräumen gesehen haben, um sie nach ihrer Begegnung mit dem Kunstwerk und ihren persönlichen Erinnerungen dazu zu befragen. Der Podcast begibt sich auf die Suche nach dem Bildnis des Dr. Gachet und wird neben Zeitzeugen-Stimmen, Experten und Van-Gogh-Liebhaber in Europa, den USA und Japan zu Wort kommen lassen.
Gesprächspartner können sich bis zum 14. April 2019 im Städel Museum unter der Telefonnummer +49(0)69-605098-234 oder per E-Mail unter presse@staedelmuseum.de melden.
Vom 23. Oktober 2019 bis zum 16. Februar 2020 zeigt das Städel Museum eine umfassende Ausstellung zu Vincent van Gogh (1853–1890). Die bis dato größte und aufwendigste Präsentation in der Geschichte des Frankfurter Museums thematisiert die besondere Rolle, die Museen, Sammler, Kritiker und Galeristen in Deutschland für die Rezeption van Goghs als Vorreiter der Moderne spielten. Zum anderen wird die entscheidende Rolle des Malers als Vorbild für die Kunst des deutschen Expressionismus beleuchtet. Zu sehen sind mehr als 120 Gemälde und Arbeiten auf Papier, darunter über 50 zentrale Werke von van Gogh sowie 70 Werke weiterer von seinem Œuvre inspirierter Künstlerinnen und Künstler.
MAKING VAN GOGH. GESCHICHTE EINER DEUTSCHEN LIEBE
Kuratoren: Dr. Alexander Eiling (Leiter Kunst der Moderne, Städel Museum) und Dr. Felix Krämer (Generaldirektor, Kunstpalast Düsseldorf)
Projektleitung: Elena Schroll (Wissenschaftliche Mitarbeiterin Kunst der Moderne, Städel Museum)
Ausstellungsdauer: 23. Oktober 2019 bis 16. Februar 2020
Pressevorbesichtigung: Montag, 21. Oktober 2019, 11.00 Uhr
Information: www.staedelmuseum.de
Besucherservice und Führungen: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Kartenvorverkauf: Flextickets zum Preis von 25 Euro ab sofort online unter shop.staedelmuseum.de erhältlich.
Podcast: Im Vorfeld der Ausstellung launcht das Städel Museum erstmals einen Podcast, eine mehrteilige narrative Hörgeschichte. Im Mittelpunkt steht das Bildnis des Dr. Gachet (1890): Es ist das letzte große Porträt van Goghs und seit fast drei Jahrzehnten aus den Augen der Öffentlichkeit verschwunden. FINDING VAN GOGH begibt sich auf die Suche nach dem legendären Gemälde, trifft auf Zeitzeugen, Experten und Van-Gogh-Liebhaber in Europa, den USA und Japan. Ausgehend von dem ikonischen Werk geht der Podcast dem wahrscheinlich größten Künstlermythos nach und blickt dabei auch ins Räderwerk des internationalen Kunstmarkts. Der Podcast ergänzt die digitalen Angebote des Städel Museums.
Ein Podcast des Städel Museums in Zusammenarbeit mit Farstán Film, Johannes Nichelmann und Jakob Schmidt.
Gefördert durch: Franz Dieter und Michaela Kaldewei Kulturstiftung, Städelscher Museums-Verein e.V.
Frankfurt am Main, 28. März 2019. Licht, Farbe, Venedig – das Städel Museum lädt anlässlich der Ausstellung „Tizian und die Renaissance in Venedig“ am Samstag, dem 13. April, ab 21.00 Uhr zur Party. Unter dem Titel „Purple Beats“ können die Besucherinnen und Besucher eintauchen in Licht und Farbe und die venezianische Renaissance mit allen Sinnen erleben. Die Ausstellung ist bis 1.00 Uhr geöffnet. Junge Kunstexpertinnen und Kunstexperten geben in „Wissensstationen“ Einblicke in die Themen der Ausstellung und beantworten Fragen zu den Werken Tizians und seiner Zeitgenossen. Beim „Art Battle“ um 22.00 und 23.00 Uhr diskutieren eine Kunstvermittlerin und ein Kunstvermittler zu einem ausgewählten Werk. Im Metzler-Saal sorgen DJ Sets von Philipp Schultheis und Snacks für den passenden Sound zur Ausstellung. Die beiden Berliner Rene Corbett und Aljoscha Babel sind das Duo Snacks. Sie stehen für New House produziert mit Herz und Seele. Der Ex-Frankfurter und Neu-Berliner Philipp Schultheis ist mittlerweile eine feste Größe im Technoclub „Salon zur wilden Renate“. Als Gastspiel legt er bei „Purple Beats“ ausgewählte House- und Disco-Tracks auf.
Noch bis zum 26. Mai 2019 widmet sich das Städel Museum mit der groß angelegten Sonderausstellung „Tizian und die Renaissance in Venedig“ mit über 100 Meisterwerken einem der folgenreichsten Kapitel der europäischen Kunstgeschichte: der venezianischen Malerei der Renaissance. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts entwickeln die Künstler der Lagunenstadt eine eigenständige Spielart der Renaissance, die auf rein malerische Mittel und die Wirkung von Licht und Farbe setzt. Einer der wichtigsten Vertreter ist Tizian (um 1488/90–1576), der zeit seines Lebens die zentrale Figur in der venezianischen Kunstszene bleibt. Mit über 20 seiner Werke versammelt die Frankfurter Schau die umfangreichste Auswahl, die in Deutschland je gezeigt wurde.
Darüber hinaus vereint die Ausstellung Gemälde und Zeichnungen von Giovanni Bellini (um 1435-1516), Jacopo Palma il Vecchio (1479/80-1528), Sebastiano del Piombo (um 1485-1547), Lorenzo Lotto (um 1480-1556/57), Jacopo Tintoretto (um 1518/19-1594), Jacopo Bassano (um 1510-1592) oder Paolo Veronese (1528–1588) und bietet einen umfassenden Einblick in die künstlerische und thematische Bandbreite der Renaissance in Venedig.
PURPLE BEATS – DIE TIZIAN-PARTY
SAMSTAG, 13. APRIL 2019, 21.00–3.00 UHR
Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de,Telefon +49(0)69-605098-200, Fax +49(0)69-605098-111 und auf Facebook: https://www.facebook.com/events/2238947656170417/
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: 21.00–3.00 Uhr, die Ausstellung ist bis 1.00 Uhr geöffnet
Eintritt: Limitierter Vorverkauf unter shop.staedelmuseum.de: 12 Euro
Abendkasse: 14 Euro, Studierende 12 Euro
Kartenvorverkauf: shop.staedelmuseum.de
Social Media: Das Städel Museum kommuniziert die Veranstaltung in den sozialen Medien mit den Hashtags #staedel #tizian #purplebeats
Ausstellung: bis 1.00 Uhr geöffnet
Ab 21.00 Uhr Wissensstationen
22.00 Uhr und 23.00 Uhr Art Battle: Erwischt? Venezianische Frauen bei der Toilette.
Line-up: Philipp Schultheis: https://soundcloud.com/philippschultheis, https://www.facebook.com/PhilippSchultheis93/
Snacks: https://soundcloud.com/snackslive, https://de-de.facebook.com/snackslive/
Pamela Rohde hat zum 15. März diesen Jahres die Leitung der Abteilung Presse und Onlinekommunikation des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung übernommen. Sie zeichnet damit für die strategische Entwicklung und operative Umsetzung sämtlicher PR-Maßnahmen der Sammlungsbereiche und Sonderausstellungen in beiden Häusern verantwortlich. Sie tritt in dieser Position die Nachfolge von Axel Braun (Leiter für Kommunikation, Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main) an.
Johanna Pulz übernimmt die Leitung der Abteilung Presse/PR der Schirn Kunsthalle Frankfurt und ist damit für die konzeptuelle Planung und Durchführung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu den Ausstellungen und weiteren Projekten der Schirn zuständig.
Fünf Jahre verantwortete Pamela Rohde die Leitung der Presse/PR der Schirn Kunsthalle Frankfurt. In dieser Position kommunizierte sie zahlreiche Ausstellungen, darunter „Basquiat. Boom for Real“ (2018), „Magritte. Der Verrat der Bilder“ (2017), „Ulay Life-Sized“ (2016), „Doug Aitken“ (2015), „German Pop“ (2014) oder „Esprit Montmartre. Die Bohème in Paris um 1900“ (2014), sowie Sonderprojekte wie die Eröffnung der MINISCHIRN oder die Sanierung der Schirn. In ihren Bereich fielen u. a. auch das Schirn Magazin und die Konzeption neuer Video- und Bewegtbild-Formate. Von 2011 bis 2013 war sie als Mitarbeiterin für Presse und Kommunikation im zweitgrößten deutschen Museumsverbund, den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, tätig und hat dort die Onlinekommunikation sowie begleitende digitale Projekte aufgebaut und umgesetzt. Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin für internationale kunst- und kulturpolitische Ausstellungsprojekte und Initiativen in der Generaldirektion des Verbundes. Pamela Rohde studierte Kunstgeschichte und Angewandte Linguistik mit Schwerpunkt Unternehmenskommunikation.
Bereits seit 2016 ist Johanna Pulz für die Schirn Kunsthalle Frankfurt tätig, seit 2018 als Stellvertretende Leitung Presse/PR. Sie betreute die Presse- und PR-Arbeit zu Ausstellungen wie etwa jüngst „Nathalie Djurberg & Hans Berg. A Journey Through Mud and Confusion with Small Glimpses of Air“ (2019), „Glanz und Elend in der Weimarer Republik. Von Otto Dix bis Jeanne Mammen“ (2017), „PEACE“ (2017), „Giacometti-Nauman“ (2016) oder „ICH“ (2016). Zuvor arbeitete sie von 2012 bis 2015 in der Abteilung Presse und Kommunikation der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und hat dort zahlreiche Kommunikationskonzepte für die Ausstellungen und Projekte der 14 Museen und Institutionen des Verbundes entwickelt und umgesetzt. Von 2010 bis 2012 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Neuen Sammlung in München. Johanna Pulz studierte Kunstgeschichte, Psychologie und Kommunikationswissenschaften.
PRESSEKONTAKTE LEITUNG – STÄDEL MUSEUM, LIEBIEGHAUS SKULPTURENSAMMLUNG UND SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT
STÄDEL MUSEUM UND LIEBIEGHAUS SKULPTURENSAMMLUNG Pamela Rohde, Leitung Presse und Onlinekommunikation STÄDEL MUSEUM Dürerstraße 2, 60596 Frankfurt am Main, Telefon +49(0)69-605098-170, Fax +49(0)69-605098-188, E-Mail: rohde@staedelmuseum.de
SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT Johanna Pulz, Leitung Presse/PR SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT Römerberg, 60311 Frankfurt am Main, Telefon +49(0) 69 29 98 82-148, Fax +49(0)69 29 98 82-240, E-Mail: johanna.pulz@schirn.de
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Pablo Picasso (1881–1973) gilt als Inbegriff des modernen Künstlergenies. Mit unermüdlicher Kreativität und Schaffenskraft bediente er sich scheinbar mühelos aller Gattungen, Techniken und Materialien. Vom 3. April bis 30. Juni widmet sich die Graphische Sammlung des Städel Museums mit der Ausstellung „Picasso. Druckgrafik als Experiment“ speziell dem druckgrafischen Œuvre des Künstlers. Präsentiert werden mehr als 60 Werke Picassos aus dem Bestand der Graphischen Sammlung, ergänzt durch einzelne Leihgaben aus dem Museum Ludwig, Köln, und aus Privatbesitz. Die Auswahl lässt Picassos gesamte druckgrafische Entwicklung von den frühen Pariser Jahren bis in sein Spätwerk anschaulich werden.
Ob Radierung, Kaltnadel, Lithografie oder Linolschnitt, mit nie schwindender Neugier und Virtuosität eignete sich Picasso unterschiedlichste druckgrafische Verfahren an und befragte auf immer neue, experimentelle Weise das einmal Gefundene. Die Ausstellung ist nach den verschiedenen Drucktechniken gegliedert, die immer auch eng mit der Biografie des Künstlers verknüpft sind. Die grafische Folge Suite Vollard, die Picasso zwischen 1930 und 1937 schuf und mit der er die Vielfalt der Tiefdruck-Verfahren in Gänze künstlerisch ausschöpfte, erhält einen eigenen Abschnitt in der Ausstellung.
„Das Städel Museum bewahrt in seinem Bestand ein exzeptionelles Konvolut an Druckgrafik von Picasso. Nicht ohne Grund gehört die Graphische Sammlung des Städel zu den bedeutendsten Sammlungen ihrer Art in Deutschland. Mit der Ausstellung ‚Picasso. Druckgrafik als Experiment‘ präsentieren wir nun eine Auswahl dieser herausragenden Werke aus der Hand Picassos, die aufgrund ihrer empfindlichen Beschaffenheit nicht dauerhaft gezeigt werden können. Für unsere Besucherinnen und Besucher ist das eine besondere, wenn nicht sogar einmalige Gelegenheit“, so Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums.
„Insbesondere das druckgrafische Werk legt Zeugnis von Picassos schöpferischer Kraft ab. Die schwierigen technischen Verfahren verlangen vom Künstler große Sorgfalt bei seiner Arbeit, zugleich zeigen uns die Blätter aber auch Picassos oft spielerischen Wagemut im Umgang mit neuen Medien und seine immerwährende Freude am Experiment“, erläutert die Kuratorin der Ausstellung, Theresa Nisters.
Frühwerk
Die Ausstellung beginnt mit einem Hauptwerk aus dem druckgrafischen Œuvre Picassos, dem großformatigen und bildmäßig ausgearbeiteten Blatt Le Repas frugal (Das karge Mahl) aus dem Jahr 1904. Der Künstler – eben in Paris niedergelassen – widmete sich der Druckgrafik erstmals ausgiebig in der Technik der Radierung und schuf auf Anhieb ein Meisterwerk. Le Repas frugal entstand am Wendepunkt von Picassos Blauer zur Rosa Periode, in der er sich motivisch zunehmend dem Universum des Zirkus zuwandte. Die dargestellten Akrobaten und Harlekine dienten ihm dabei als Sinnbild für die prekäre, gewissermaßen „heimatlose“ Stellung des Künstlers in seiner Zeit.
Wie Le Repas frugal ist die ein Jahr später entstandene Radierung Salomé, 1905, nicht in eine für die Radiertechnik klassische Kupfer-, sondern in eine Zinkplatte geritzt, die zudem Kratzer und Spuren früherer Benutzung zeigt. Die Tatsache, dass Picasso dieselbe Platte mehrmals verwendete, wurde einerseits häufig als Indiz für seine angespannte finanzielle Lage zu jener Zeit gedeutet. Andererseits demonstrierte er seine bereits im Alter von 24 Jahren ausgeprägte Könnerschaft, indem er die vorhandenen Schraffen und Verfärbungen virtuos in die neue Komposition integrierte.
Suite Vollard
Der zentrale Mittelraum der Ausstellungshalle zeigt eine exemplarische Auswahl von 23 Blättern aus der Suite Vollard, darunter die meisterhafte Mezzotinto-Arbeit Minotaure aveugle guidé par une Fillette dans la Nuit (Der blinde Minotaurus von einem Mädchen durch die Nacht geführt) aus dem Jahr 1934. Die insgesamt 100 Radierplatten der zwischen 1930 und 1937 geschaffenen Serie entstanden in einer turbulenten Zeit im Leben des damals 50-jährigen Künstlers, der sich von seiner Ehefrau Olga Kokhlova trennte und eine Beziehung zur jungen Marie-Thérèse Walter führte. Diese Erfahrungen verarbeitete Picasso in der druckgrafischen Serie. Sie umfasst zentrale und wiederkehrende Sujets in Picassos Œuvre: das Verhältnis von Künstler, Modell und Kunstwerk, Szenen aus dem Atelier des Bildhauers, der Geschlechterkampf zwischen Mann und Frau sowie der Mythos vom Minotaurus. Die Bedeutung der Suite besteht jedoch nicht nur in ihrem thematischen, sondern auch in ihrem technischen Spektrum. Erstmals schöpfte Picasso hier die ganze Bandbreite des Tiefdrucks aus. Durch die Begegnung mit dem Pariser Drucker Roger Lacourière Ende 1934 hatte er neue Techniken wie die Aquatinta, das Mezzotinto oder das Zuckeraussprengverfahren kennengelernt, deren malerisch-flächige Effekte dem grafischen, klaren Lineament der Radierungen kontrastreich gegenüberstehen. Die Suite Vollard belegt damit Picassos außergewöhnliches handwerkliches Geschick und seine große Experimentierfreude.
Sueño y mentira de Franco (Traum und Lüge Francos)
Als Picasso im Jahr 1937 die Suite Vollard abschloss, hatte er bereits mit der Arbeit an einer anderen Radierfolge unter dem Titel Sueño y mentira de Franco (Traum und Lüge Francos) begonnen. Nachdem im Sommer 1936 der Spanische Bürgerkrieg ausgebrochen war, bat Anfang des Jahres 1937 eine Gruppe spanischer Delegierter den berühmten Künstler um einen Beitrag für den spanischen Pavillon auf der im Sommer stattfindenden Pariser Weltausstellung. Unverzüglich begann Picasso mit der Arbeit an dem Radierzyklus Traum und Lüge Francos, lehnte den Auftrag für ein großformatiges Gemälde jedoch ab. Als am 26. April 1937 die baskische Kleinstadt Gernika durch einen Luftangriff der nationalsozialistischen Legion Condor und des italienischen Corpo Truppe Volontarie zerstört wurde, änderte der spanische Künstler seine Meinung und schuf unter dem Eindruck des Schreckens innerhalb kürzester Zeit das Monumentalwerk Guernica (1937, Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid). Nach Vollendung des Gemäldes setzte Picasso seine Arbeit an den beiden Radierplatten von Traum und Lüge Francos fort. Anders als ursprünglich vorgesehen, wurden deren Einzelbilder schließlich nicht für separate Postkartenmotive auseinandergeschnitten, sondern zusammen mit einem selbstverfassten Gedicht des Künstlers in einer von ihm gestalteten Umschlagmappe zugunsten der republikanischen Regierung Spaniens auf der Weltausstellung verkauft. Anlässlich der aktuellen Schau hat die Graphische Sammlung ein seltenes Exemplar des vollständigen Mappenwerks als großzügige Schenkung erhalten und kann dieses zusammen mit den beiden aus dem Kölner Museum Ludwig geliehenen Druckplatten in der Ausstellung präsentieren.
Lithografien
Im linken Seitenflügel der Ausstellungshalle wird Picassos lithografisches Werk vorgestellt. Nachdem die verschiedenen Techniken des Tiefdrucks sein druckgrafisches Schaffen für fast 50 Jahre beherrscht hatten, widmete sich der Künstler nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erstmals ernsthaft einem anderen Verfahren, der Lithografie. Der Künstler eignete sich die Möglichkeiten des Flachdrucks sehr schnell an und schöpfte dessen Variantenreichtum in einer Vielzahl von Arbeiten aus. Für über ein Jahrzehnt dominierte die Lithografie daraufhin seine Druckgrafik. Die Motive dieser Zeit sind fröhlich und zeigen Darstellungen seiner Lebensgefährtinnen, des Stierkampfs sowie antikisierender Bacchanten, Faune und Satyrn. Dabei experimentierte Picasso mit unüblichen Werkzeugen wie Schabern und Kratzeisen und dem Gebrauch unkonventioneller Lösungsmittel zur Vorbereitung des Druckprozesses. Der Künstler versuchte sich zudem in unterschiedlichen Verfahren des Umdrucks und verwendete insbesondere nach seinem Umzug an die Côte d’Azur Ende der 1940er-Jahre neben dem herkömmlichen Lithostein auch leichter transportierbare Zinkplatten als Druckstöcke.
Linolschnitte
Im gegenüberliegenden Seitenflügel der Ausstellungshalle schließen die farbintensiven Linolschnitte aus Picassos Spätwerk die Ausstellung ab. Von 1954 an widmete er sich dieser Hochdrucktechnik, die bis dahin kein Renommee als künstlerisches Medium besessen hatte. Der inzwischen über 70-jährige Künstler verhalf dem Linolschnitt zu einer ungeahnten Blüte – in nur zehn Jahren entstanden aus seiner Hand mehr als 200 Werke. Der Linolschnitt erlaubte es Picasso, Bildmotive aus großen, strahlenden Farbflächen zu gestalten, wobei er eigene, innovative Vorgehensweisen entwickelte.
Für das jüngste Blatt der Ausstellung, L’Étreinte II (Die Umarmung), 1963, entwickelte Picasso ein vollkommen neuartiges Linolschnitt-Verfahren, bei dem es ihm gelang, die technischen Eigenheiten von Hoch-, Tief- und Flachdruck eindrucksvoll zusammenzuführen. Somit resümiert L’Étreinte II anschaulich die Experimentierfreude des Künstlers im Umgang mit den druckgrafischen Verfahren.
PICASSO. DRUCKGRAFIK ALS EXPERIMENT
Ausstellungsdauer: 3. April bis 30. Juni 2019
Kuratorin: Dr. Theresa Nisters (Städel Museum)
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Information: www.staedelmuseum.de
Besucherservice und Führungen: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de
Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do + Fr 10.00–21.00 Uhr, montags geschlossen
Sonderöffnungszeiten (10.00–18.00): Fr, 19.4., So, 21.4., Mo, 22.4., Mi, 1.5., Do, 30.5. So, 9.6., Mo, 10.6., Do, 20.6.
Eintritt: Sa, So + Feiertage 16 Euro, ermäßigt 14 Euro, Di – Fr 14 Euro, ermäßigt 12 Euro; Familienkarte 24 Euro; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren; Gruppen ab 10 regulär zahlenden Personen: ermäßigter Eintrittspreis pro Person. Für Gruppen ist vorab eine Anmeldung unter Telefon +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich.
Kartenvorverkauf: shop.staedelmuseum.de
Überblicksführungen durch die Ausstellung: Freitags 19.00 Uhr (außer 19.4.), sonntags 14.00 Uhr sowie Freitag, 19.4. und Montag, 22.4. 14.00 Uhr
Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten.
Social Media: Das Städel Museum kommuniziert die Ausstellung in den sozialen Medien mit den Hashtags #staedel und #picasso
Veranstaltungsprogramm April 2019
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