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Im Rahmen der Reihe „Im Städel Garten“ hat der Düsseldorfer Künstler Manuel Franke ( 1964) ein monumentales, 50 Meter langes und 2,5 Meter hohes Kunstwerk für den Garten des Städel Museums entwickelt. Vom 20. Juni bis 23. September erhält der Städel Garten zwischen Museum und Städelschule durch diese raumgreifende Geste eine neue, körperlich erfahrbare Begrenzung. Halb Skulptur, halb Malerei, setzt Colormaster F der auf drei Seiten von Gebäuden begrenzten Rasenfläche eine gebogene Membran in leuchtenden monochromen Farben entgegen. Als unüberwindliches Hindernis versperrt Frankes Objekt einerseits den gewohnten Blick, macht den Rasenhügel andererseits jedoch in ganz neuer Weise erfahrbar. Colormaster F* verändert nicht nur den Garten in seiner räumlichen Konstellation, sondern schafft auch einen weiteren, zusätzlichen Raum innerhalb des Gartens, der gleichermaßen offen wie abgeschlossen ist. Darüber hinaus lädt das Kunstwerk die Besucher zum Spielen, Erkunden und Verweilen ein und ermöglicht somit einen Sommer lang eine völlig neue und interaktive Erfahrung des vertrauten Städel Gartens.
„Wir wollten Manuel Franke für unseren Garten gewinnen, weil seine Fragestellungen sich stets mit den Grenzen von Kunst und Gesellschaft auseinandersetzen und wir unseren Garten mit einem seiner gattungsübergreifenden künstlerischen Eingriffe temporär bereichern wollen. Seine Skulptur, die auf einem mächtigen Fundament aus himmelblau eingefärbtem Beton ruht, ist ein Zwitter aus Industriefassade und Museum, aus Malerei und Skulptur, aus Halfpipe und Sitzbank. Sie regt die Besucher zur Partizipation an, indem sie diese etwa einlädt, sich ganz entspannt darauf niederzulassen“, so Martin Engler, Leiter der Sammlung Gegenwartskunst am Städel.
„Der Städel Garten ist für einen Künstler eine Herausforderung, weil er bereits perfekt durchgestaltet ist und ein Wahrzeichen für das Haus darstellt. Gerade deswegen habe ich diese Einladung gerne angenommen. Meine Welle dehnt sich mit der rosafarbenen Seite wie ein riesiges Segel über den Rasen – der dadurch wie ein grünes Farbfeld mit der gleichen Farbdominanz wirkt. Einerseits friedet das Objekt den Garten ein, andererseits schwappt das Museum quasi in einer rasanten Bewegung in knalligem Orange in den Stadtraum hinaus“, beschreibt Manuel Franke sein Kunstwerk.
Im Rahmenprogramm wird Manuel Franke am 24. Juli mit dem französischen Maler und Konzeptkünstler Daniel Buren ( 1938) ein Gespräch vor Publikum führen. Der Dialog findet sowohl vor Colormaster F* im Städel Garten als auch vor Daniel Burens Werken in der Städelschen Sammlung statt.
Colormaster F
Der Name Colormaster geht auf den Namen eines Farbtemperaturmessers zurück, wie er vor der digitalen Zeit in der professionellen Fototechnik zum Messen von Farbstichen eingesetzt wurde. Der Titel wurde von Franke wiederholt verwendet, wobei das F für die Stadt Frankfurt steht. Mit der Wahl des Titels verweist der Künstler auf die besondere Bedeutung, die Farbe in seinem Werk einnimmt – „mit der Farbe wechselt ein Objekt seine Identität“. Colormaster F ist nicht auf eine einzige Betrachterperspektive festgelegt, sondern lädt vielmehr dazu ein, mit der Skulptur zu interagieren und die verschiedenen Sehweisen zu erkunden, die durch sie ermöglicht und gleichermaßen versperrt werden. Zudem kann Colormaster F nie in seiner Gänze erfasst werden, sondern besteht immer aus zwei unvereinbaren Ansichten, je nachdem, ob man sich auf dem Hügel der Gartenhallen ausruht oder sich dem Museum und dem Kunstwerk von der Dürerstraße/Stadtseite nähert. Genauso wird auch die Architektur des Städel Gartens sowie des Städel Museums zum integralen Bestandteil von Colormaster F, indem sich die Skulptur auf ihr architektonisches Gegenüber bezieht.
Auffällig bei Frankes Intervention sind die Aussparungen im Bereich von Adolf Luthers Integration Stehlinsen (1990). Seit 2013 befindet sich diese Dauerleihgabe der Adolf-Luther-Stiftung halb auf der Wiese, halb auf der Wegfläche des Städel Gartens. Die Skulptur Colormaster F unterbricht ihren Weg von Rasenkante zu Rasenkante nicht, bezieht jedoch die Stelen mit ein. Wiederholt hat Franke das Einschließen anderer Kunstwerke zum Thema gemacht – so integrierte er 2006 James Lee Byars’ Arbeit Die Träne (1986) an der Außenmauer der Düsseldorfer Kunsthalle.
Technik und Herstellung
Für Colormaster F verwendet Manuel Franke Weißzement und Pigment; beides wird dem Künstler durch den Betonhersteller Dyckerhoff aus Wiesbaden bereitgestellt. Der gewöhnliche Charakter des Betons wird durch Benutzung von blaupigmentiertem Weißzement leuchtend aufgebrochen. Außerdem werden industriell bombiertes Wellblech und Hochglanzlack eingesetzt. Die Sinuswelle, die sonst vorrangig in der Landwirtschaft oder bei Fabrikgebäuden genutzt wird, erstrahlt in Colormaster F auf der einen Seite in hellem Rosa und auf der anderen in leuchtendem Orange und verliert somit ein Stück weit ihren industriellen, unsinnlichen Charakter. Der Künstler ließ das Blech mit genormten Farben lackieren, wodurch die Oberfläche einer Autokarosserie gleicht.
Manuel Franke
Manuel Franke studierte unter anderem bei Tony Cragg und Irmin Kamp an der Kunstakademie Düsseldorf sowie bei Daniel Buren und Pontus Hulten am Institut des hautes études en arts plastiques in Paris. In seiner künstlerischen Praxis nimmt er häufig Interventionen im Raum vor, die zwischen Skulptur, Installation und Bild changieren. Dabei arbeitet er stets ortsbezogen, indem er die architektonischen und urbanen Strukturen der Umgebung ebenso in sein Werk einbezieht wie den politischen, historischen und sozialen Kontext. Zuletzt gestaltete Franke eine U-Bahn-Station der Düsseldorfer Wehrhahnlinie mit seinem großflächigen Projekt Achat, für das er mit Hunderten von Glastafeln einen begehbaren Farbraum entstehen ließ, der eine sogartige Wirkung entfaltet.
Franke hat unter anderem im Kunstraum Düsseldorf, im Artspace Sydney sowie im Kunstverein Nürnberg ausgestellt und war im Kunstverein Mönchengladbach, in der Villa Massimo Rom und im Kunstmuseum Bonn in Gruppenausstellungen vertreten. Seine zumeist temporären Eingriffe thematisieren oft das Sehen selbst, da sie Dinge verstellen oder verdecken und dabei gleichzeitig neue und ungewohnte Sehweisen eröffnen. Charakteristisch für seine raumgreifenden und den Raum transformierenden Installationen sind die malerische Oberflächenbehandlung und eine besondere Farbigkeit.
„Im Städel Garten“
Mit der Reihe „Im Städel Garten“ öffnet das Städel Museum seine frei zugängliche Gartenfläche für wechselnde Installationen, Performances und Veranstaltungen zur Gegenwartskunst. Seit der Neupräsentation der Skulpturensammlung im Städel Garten 2013 wurde der Außenraum des Städel immer wieder zum Ort für performative und installative Arbeiten, zum Beispiel von Adrian Williams (Watering Hole, 2013), Adolf Luther (Architektur als Licht und Spiegelung, 2013), Erwin Wurm (One-Minute Sculptures, 2014), Franz Erhard Walther (Schreitsockel und Standstellen, 2014) oder David Claerbout (mit seinem Film Die reine Notwendigkeit, 2016).
IM STÄDEL GARTEN
MANUEL FRANKE, COLORMASTER F
Pressegespräch: Dienstag, 19. Juni 2018, 11.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 20. Juni bis 23. September 2018
Kuratoren: Dr. Martin Engler und Iris Hasler
Information: www.staedelmuseum.de
Besucherservice und Führungen: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So 10.00–18.00 Uhr; Do, Fr 10.00–21.00 Uhr; montags geschlossen
Der Besuch des Städel Gartens ist kostenfrei.
Eröffnung
Das Städel Museum eröffnet die Ausstellung Colormaster F am Dienstag, 19. Juni 2018 um 19.00 Uhr mit einem öffentlichen Gespräch zwischen Manuel Franke und Dr. Martin Engler. Im Anschluss können die Besucher den Abend bei Getränken und Gesprächen im Städel Garten ausklingen lassen.
Rahmenprogramm
Donnerstag, 21. Juni 2018, 18.30 Uhr
Abendführung zu Colormaster F und weiteren Skulpturen im Städel Garten
Dienstag, 24. Juli 2018, 18.00 Uhr
Daniel Buren und Manuel Franke im Gespräch (in englischer Sprache)
Donnerstag, 6. September 2018, 18.30 Uhr
Werkbegehung mit dem Künstler
Social Media: Das Städel Museum kommuniziert die Ausstellung in den sozialen Medien unter den Hashtags #ManuelFranke und #StaedelGarten.
Unterstützung: Die Realisierung der Arbeit wurde durch Dyckerhoff Beton unterstützt.
Veranstaltungsprogramm Juni 2018
Die Sonderausstellung „Rubens. Kraft der Verwandlung“, die seit dem 8. Februar den weltbekannten Maler Peter Paul Rubens (1577–1640) in seinem kreativen Schaffensprozess beleuchtet, wird verlängert. Aufgrund der hohen Besucherzahl von bereits über 110.000 und dem anhaltenden Interesse am Vermittlungsangebot, mit Führungen, Vorträgen und Kursen, verlängert das Städel Museum seine erfolgreiche Schau bis zum 3. Juni 2018.
„Die Idee, Rubens‘ kreativen Umgang mit seinen Vorgängern in all seiner Bandbreite und über alle Gattungen hinweg erstmalig in einer groß angelegten Sonderausstellung zu thematisieren, ist voll aufgegangen. Über das besondere Interesse sowie die durchweg positive Resonanz bei Besuchern und in Fachkreisen freuen wir uns sehr“, sagt Städel Direktor Philipp Demandt.
Alle Leihgeber der Rubens-Werke – darunter viele bedeutende Museen aus aller Welt – haben der zweiwöchigen Verlängerung der Ausstellung kurzfristig zugestimmt.
„Es zeigt die besondere Wertschätzung unserer Arbeit, dass alle wichtigen Museen genehmigt haben, großartige Rubens-Hauptwerke aus ihren Sammlungen zwei Wochen länger an das Städel auszuleihen. So haben noch mehr Besucher die einzigartige Gelegenheit in Frankfurt, Rubens‘ spannenden Schaffensprozess anhand vieler großer Meisterwerke nachzuvollziehen. Wir danken allen Leihgebern und unserem Kooperationspartner, dem Kunsthistorischen Museum in Wien, dem wir alleine fünf ihrer Rubens-Werke in der Schau verdanken“, so Jochen Sander, stellvertretender Direktor und Kurator der Ausstellung.
Die Ausstellung zeigt Rubens, der die europäische Barockmalerei prägte und schon zu Lebzeiten ein Star war, erstmals in Frankfurt in so großem Umfang. Die Schau vereint rund 100 Meisterwerke, sowohl von Rubens als auch von berühmten Vorläufern und Zeitgenossen, die ihn inspirierten, darunter Tizian, Tintoretto oder Elsheimer. Die Arbeiten kommen unter anderem aus den Uffizien in Florenz, dem Prado in Madrid, dem Musée du Louvre in Paris, dem Metropolitan Museum of Art in New York oder der Staatlichen Eremitage in St. Petersburg. Mit der im Städel präsentierten Auswahl an Werken, die aus der Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Skulptur und der angewandten Kunst stammen, wird Rubens‘ kreativer Schaffensprozess veranschaulicht und nachvollziehbar gezeigt, wie tief er in den Dialog mit anderen Künstlern und Kunstwerken eintrat. In Rubens’ umfangreichem Œuvre spiegeln sich die Einflüsse antiker Skulptur ebenso wider wie jene späterer Kunst aus Italien und nördlich der Alpen, von den Meistern des ausgehenden 15. Jahrhunderts bis zu seinen Zeitgenossen. Seine Bezugnahme auf Werke von Künstlern unterschiedlicher Epochen ist häufig erst auf den zweiten Blick erkennbar – in der aufwendig inszenierten Ausstellung kann der Besucher die zuweilen überraschenden und faszinierenden Korrelationen im Detail nachvollziehen.
Das umfassende Begleitprogramm mit täglich zwei Überblicksführungen ist im Kalender auf www.staedelmuseum.de einsehbar. Den letzten Abendvortrag im Rahmenprogramm der Ausstellung hält der Rubens-Experte Prof. Dr. Nils Büttner (Staatliche Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart) am Donnerstag, 17. Mai 2018, 19.00 Uhr im Metzler-Saal zum Thema „Rubens und der Weg zum Reichtum“.
Die Ausstellung wird durch die finanzielle Unterstützung der Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH und des Städelschen Museums-Vereins e.V. ermöglicht. Sie erfährt zusätzliche Förderung durch die Sparkassen-Finanzgruppe, vertreten durch den Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, die Deutsche Leasing, die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen und die Frankfurter Sparkasse.
RUBENS. KRAFT DER VERWANDLUNG Ausstellungsdauer: 8. Februar bis 3. Juni 2018
Kuratoren: Prof. Dr. Jochen Sander (Ausstellung im Städel Museum Frankfurt), Dr. Gerlinde Gruber (Ausstellung im Kunsthistorischen Museum Wien) und Dr. Stefan Weppelmann (Ausstellung im Kunsthistorischen Museum Wien)
Information: www.staedelmuseum.de
Besucherservice und Führungen: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do + Fr 10.00–21.00 Uhr, montags geschlossen
Sonderöffnungszeiten (10.00–18.00 Uhr): 10.5., 20.5., 21.5.
Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 12 Euro; Sa, So, Feiertage: 16 Euro, ermäßigt 14 Euro; Familienkarte 24 Euro; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren; Gruppen ab 10 regulär zahlenden Personen: ermäßigter Eintrittspreis pro Person. Für Gruppen ist vorab eine frühzeitige Anmeldung unter Telefon +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich.
Kartenvorverkauf unter: tickets.staedelmuseum.de.
Für Mitglieder des Städelschen Museums-Vereins ist der Eintritt in die Sonderausstellung frei.
Überblicksführungen durch die Ausstellung: Di, 15.00 Uhr; Mi, 13.00 Uhr; Do, 18.00 Uhr; Fr, 19.00 Uhr; Sa, 16.00 Uhr; So, 12.00 Uhr. An den Feiertagen des 10.5. und 21.5. findet die Führung jeweils um 16.00 Uhr statt.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Tickets für die Führungen sind für 5 Euro ab zwei Stunden vor Führungsbeginn an der Kasse erhältlich.
Digitorial: Das Digitorial ist unter rubens.staedelmuseum.de abrufbar.
Die Ausstellung wird von einem umfassenden Rahmenprogramm begleitet. Eine aktuelle Übersicht finden Sie unter www.staedelmuseum.de
Vortrag
RUBENS UND DER WEG ZUM REICHTUM
Donnerstag, 17. Mai 2018, 19.00 Uhr, Städel Museum, Metzler-Saal
Mit Prof. Dr. Nils Büttner (Staatliche Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart)
In Kooperation mit Kuratorium Kulturelles Frankfurt.
Förderer und Partner der Ausstellung:
Gefördert durch: Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH, Städelscher Museums-Verein e.V. und Sparkassen-Finanzgruppe (vertreten durch den Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, die Deutsche Leasing, die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen und die Frankfurter Sparkasse)
Mit zusätzlicher Unterstützung von: Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, Die Regierung Flanderns
Medienpartner: Süddeutsche Zeitung, WirtschaftsWoche, Deutschlandfunk Kultur, ARTE
Marketingpartner: VISITFLANDERS
Kulturpartner: hr2-kultur
Seit der Eröffnung am 8. Februar lockte die Schau über 100.000 Besucher ins Städel – am 28. April ist sie bis nachts im Rahmen der Party „THE SESSION“ geöffnet
Elf Wochen nach ihrem Start zählt die Sonderausstellung „Rubens. Kraft der Verwandlung“ im Städel Museum bereits 100.000 Besucher. Besonders die Nachfrage nach Überblicksführungen ist außerordentlich hoch, weshalb das Museum eine frühzeitige Buchung empfiehlt. Noch bis zum 21. Mai präsentiert die Schau den weltbekannten Künstler anhand zahlreicher Meisterwerke und internationaler Leihgaben und veranschaulicht, wie tief Peter Paul Rubens (1577–1640) in den Dialog mit Kunstwerken berühmter Vorgänger und Zeitgenossen eintrat.
„Der Name Rubens, bekannt wie eine Marke, Inbegriff des Barock, und die rund 100 hochkarätigen Leihgaben, die aus aller Welt ins Städel reisten, bieten bereits für zahlreiche Frankfurter, aber auch für Einzelbesucher und Gruppenreisende aus der ganzen Welt ein attraktives Kulturerlebnis. Besonders ist es dem Kurator Jochen Sander gelungen, mit einem sehr eingängigen wie spannenden Konzept über Rubens‘ Schaffensprozess den Künstler neu erfahrbar zu machen. Verbunden mit unseren zahlreichen Vermittlungsangeboten – vom Digitorial bis zur Sonderführung – bietet die Ausstellung die Möglichkeit, dem Barockstar beim Denken und Arbeiten über die Schulter zu schauen. Eine einmalige Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte“, so Städel Direktor Philipp Demandt.
Auf dem umfassenden Rahmenprogramm der letzten Wochen stehen noch einige Höhepunkte: Neben zahlreichen Workshops und Führungen spricht Prof. Dr. Nils Büttner (Staatliche Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart) am Donnerstag, 17. Mai, in einem Vortrag über „Rubens und der Weg zum Reichtum“.
Bei ,,THE SESSION. Die Party zur Rubens-Ausstellung‘‘ dreht sich alles um Rubens künstlerischen Schaffensprozess. Bis tief in die Nacht geben junge Kunstexperten Einblicke in die Ausstellung. Im Metzler-Saal werden die DJs Celestino und RIO gesampelte Electrobeats auflegen. Beim Sampeln werden bereits vorhandene Beats kreativ genutzt und zu etwas Neuem. Passend zu Rubens‘ flämischer Herkunft werden an drei Bars im Metzler-Foyer, im Metzler-Saal und auf der Terrasse diverse Drinks und Snacks angeboten. Tickets sind im limitierten Vorverkauf im Online-Shop des Städel erhältlich (tickets.staedelmuseum.de).
Peter Paul Rubens (1577–1640) hat die europäische Barockmalerei geprägt wie kaum ein anderer Künstler. Vom 8. Februar bis 21. Mai 2018 widmet das Frankfurter Städel Museum dem weltbekannten Künstler die umfassende Sonderausstellung „Rubens. Kraft der Verwandlung“. Anhand von etwa 100 Arbeiten – darunter 31 Gemälde und 23 Zeichnungen von Rubens – arbeitet die Schau einen bisher wenig beachteten Aspekt im Schaffensprozess des Meisters heraus: Sie zeigt, wie tief Rubens in den Dialog mit Kunstwerken berühmter Vorgänger und Zeitgenossen eintrat und wie dies sein fünfzigjähriges Schaffen prägte. In Rubens’ umfangreichem Œuvre spiegeln sich die Einflüsse antiker Skulptur ebenso wider wie jene späterer Kunst aus Italien und nördlich der Alpen, von den Meistern des ausgehenden 15. Jahrhunderts bis zu seinen Zeitgenossen. Seine Bezugnahme auf Werke von Künstlern unterschiedlicher Epochen ist häufig erst auf den zweiten Blick erkennbar – in der aufwendig inszenierten Ausstellung kann der Besucher die zuweilen überraschenden Korrelationen nun im Detail nachvollziehen. Die Gattungsgrenzen überschreitende Schau vereint Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Skulptur und Werke der angewandten Kunst. Neben Originalskulpturen von der Antike bis zur Renaissance werden auch Gemälde und Grafiken von Rubens’ Vorläufern und Zeitgenossen zu sehen sein, darunter Schlüsselwerke von Tizian und Tintoretto, von Goltzius, Rottenhammer und Elsheimer sowie von Giambologna, Van Tetrode und Van der Schardt.
Die Ausstellung wird durch die finanzielle Unterstützung der Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH und des Städelschen Museums-Vereins e.V. ermöglicht. Sie erfährt zusätzliche Förderung durch die Sparkassen-Finanzgruppe, vertreten durch den Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, die Deutsche Leasing, die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen und die Frankfurter Sparkasse.
THE SESSION.
DIE PARTY ZUR RUBENSAUSSTELLUNG
Samstag, 28. April 2018, 20.00-3.00 Uhr
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: ab 20.00 Uhr bis 3.00 Uhr
Information: www.staedelmuseum.de
Eintritt: 12 Euro (limitierter Vorverkauf), 14 Euro (Abendkasse)
Kartenvorverkauf: tickets.staedelmuseum.de
RUBENS. KRAFT DER VERWANDLUNG
Ausstellungsdauer: 8. Februar bis 21. Mai 2018
Kuratoren: Prof. Dr. Jochen Sander (Ausstellung im Städel Museum Frankfurt), Dr. Gerlinde Gruber (Ausstellung im Kunsthistorischen Museum Wien) und Dr. Stefan Weppelmann (Ausstellung im Kunsthistorischen Museum Wien)
Information: www.staedelmuseum.de
Besucherservice und Führungen: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do + Fr 10.00–21.00 Uhr, montags geschlossen
Sonderöffnungszeiten (10.00–18.00 Uhr): 1.5., 10.5., 20.5., 21.5.
Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 12 Euro; Sa, So, Feiertage: 16 Euro, ermäßigt 14 Euro; Familienkarte 24 Euro; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren; Gruppen ab 10 regulär zahlenden Personen: ermäßigter Eintrittspreis pro Person. Für Gruppen ist vorab eine frühzeitige Anmeldung unter Telefon +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich.
Kartenvorverkauf unter: tickets.staedelmuseum.de
Für Mitglieder des Städelschen Museums-Vereins ist der Eintritt in die Sonderausstellung frei.
Überblicksführungen durch die Ausstellung: Di, 15.00 Uhr; Mi, 13.00 Uhr; Do, 18.00 Uhr; Fr, 19.00 Uhr; Sa, 16.00 Uhr; So, 12.00 Uhr. An den Feiertagen des 10.5. und 21.5. findet die Führung jeweils um 16.00 Uhr statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Tickets für die Führungen sind für 5 Euro ab zwei Stunden vor Führungsbeginn an der Kasse erhältlich.
Digitorial: Das Digitorial ist unter rubens.staedelmuseum.de abrufbar.
Die Ausstellung wird von einem umfassenden Rahmenprogramm begleitet. Eine aktuelle Übersicht finden Sie unter www.staedelmuseum.de
Förderer und Partner der Ausstellung:
Gefördert durch: Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH, Städelscher Museums-Verein e.V. und Sparkassen-Finanzgruppe (vertreten durch den Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, die Deutsche Leasing, die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen und die Frankfurter Sparkasse)
Mit zusätzlicher Unterstützung von: Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, Die Regierung Flanderns
Medienpartner: Süddeutsche Zeitung, WirtschaftsWoche, Deutschlandfunk Kultur, ARTE
Marketingpartner: VISITFLANDERS
Kulturpartner: hr2-kultur
Im Zuge seiner systematischen Provenienzforschung erhielt das Frankfurter Städel Museum von dritter Seite Hinweise auf die belastete Provenienz des Werkes Eisgang (1923) von Max Beckmann (1884–1950). Das im Verzeichnis national wertvollen Kulturgutes gelistete Ölgemälde zeigt das charakteristische Mainpanorama Frankfurts mit Blick auf den Eisernen Steg und wurde 1994 vom Städelschen Museums-Verein erworben. Es stellte sich heraus, dass der erste Besitzer des Werkes Fritz Neuberger war, ein jüdischer Textilfabrikant aus Frankfurt, der das Gemälde direkt von Max Beckmann gekauft hatte. Neuberger und seine Frau Hedwig wurden von den Nationalsozialisten verfolgt, deportiert und in Ostpolen ermordet. Was mit dem Bild im Einzelnen geschah, ist über weite Strecken nicht ermittelbar. Alles spricht dafür, dass Eisgang dem Ehepaar Neuberger verfolgungsbedingt abhandenkam. Nach langjährigen Forschungsarbeiten des Städel Museums und intensiven Gesprächen zwischen dem Vorstand des Städelschen Museums-Vereins und den Erben einigten sich beide Parteien nun auf eine einvernehmliche „Goodwill - Vereinbarung“ im Sinne der Washingtoner Prinzipien zur NS-Raubkunst, welche eine faire und gerechte Lösung des Falles darstellt und die den dauerhaften Verbleib des Gemäldes in Frankfurt ermöglicht. Zudem wird mit einer Tafel am Gemälde an das tragische Schicksal des Voreigentümers Fritz Neuberger und seiner Frau erinnert werden.
Großzügige finanzielle Unterstützung für die vereinbarte Einigung erhielt der Städelsche Museums-Verein von der Bundesrepublik Deutschland. Kulturstaatsministerin Monika Grütters erklärte: „Das Gemälde Eisgang, das während der Frankfurter Jahre Beckmanns entstand, ist nicht nur ein zentrales Werk im Oeuvre dieses großen deutschen Expressionisten. Durch die Darstellung des Eisernen Stegs, eines Wahrzeichens der Stadt, ist dieses Bild für alle Menschen in der Main-Metropole und darüber hinaus ein wichtiges, beliebtes und identitätsstiftendes Zeugnis. Anliegen des Bundes ist es, durch die Förderung solcher Ankäufe zu fairen und gerechten Lösungen und Einigungen im Sinne der Washingtoner Prinzipien beizutragen. Dass der Eisgang nun endgültig seinen Platz im Städel Museum gefunden hat, ist ein Gewinn nicht nur für Frankfurt, sondern für die deutsche Museumslandschaft überhaupt.“
„Wir freuen uns sehr, dass wir eine einvernehmliche und faire Lösung erzielen konnten, die Beckmanns Eisgang für die Sammlung des Städel Museums erhält und das Bild damit weiterhin am Ort seiner Entstehung der Öffentlichkeit zugänglich macht. Mit der nun gefundenen Einigung wollen wir als Städel Museum und Städelscher Museums-Verein abermals ein deutliches Zeichen setzen, dass auch wir als nichtöffentliche Institutionen die Prinzipien der Washingtoner Erklärung anerkennen und uns der Verantwortung gegenüber historischem Unrecht stellen“, kommentiert Städel Direktor Philipp Demandt.
„Max Beckmanns Eisgang ist eines jener Gemälde, die beim Frankfurter Publikum besonders beliebt sind und die Identität der Städelschen Sammlung maßgeblich prägen. Umso glücklicher bin ich, dass es uns gelungen ist, den Verbleib des Gemäldes in Frankfurt zu erreichen, dessen Erwerb schon 1994 nur durch den Städelschen Museums-Verein ermöglicht werden konnte“, so Sylvia von Metzler, die Vorsitzende des Städelschen Museums-Vereins.
Max Beckmann: Eisgang (1923)
Die 47,5 auf 59,5 cm große Leinwand ist eine der mehr als ein Dutzend Stadtansichten in Öl aus der Frankfurter Zeit von Max Beckmann. 17 Jahre seines Lebens verbrachte der bedeutende Expressionist in der Stadt. Mit dem Städel Direktor Georg Swarzenski verband ihn eine enge Freundschaft. Bis zu seiner Entlassung durch die Nationalsozialisten im April 1933 hatte Beckmann eine Professur an der Städelschule inne. Sein Gemälde Eisgang zeigt das charakteristische Mainpanorama Frankfurts. An einem stillen Wintermorgen geht der Blick von der Untermainbrücke flussaufwärts auf die Altstadt mit dem Dom St. Bartholomäus, dem Eisernen Steg und rechts dem Ufer der Sachsenhäuser Seite. Die Ansicht war Beckmann sehr vertraut – der Weg von seiner Wohnung in der Schweizer Straße zur Innenstadt führte über die Brücke. Es ist keine topografisch exakte Ansicht: Beckmanns ganze Aufmerksamkeit gilt dem Fluss, der wie ein dunkles Band zwischen den beiden Ufern liegt. Auf dem Main treiben große Eisschollen, wodurch die dynamische Bewegung des Flusses akzentuiert wird. Das kalte Licht eines Sichelmondes betont die in kühlen Farben wiedergegebene Szenerie. Die kahlen Bäume und zwei vermummte Gestalten auf Fahrrädern am Sachsenhäuser Ufer unterstreichen die melancholische Grundstimmung der nächtlich-geheimnisvollen Darstellung. Beckmanns Pessimismus gegenüber einer oftmals als kalt und gefühllos empfundenen Moderne kommt darin beispielhaft zum Ausdruck. Über das Werk, das zu den seltenen Winterbildern in Beckmanns Œuvre zählt, schrieb der Redakteur Benno Reifenberg 1924 anlässlich einer Ausstellung im Frankfurter Kunstverein in der Frankfurter Zeitung:
„Die Stadt duckt sich; als ob sie fröre, als ob sie sich fürchte vor der Gewalt des Flusses, als ob sie sich ineinanderziehe unter dem kalten, unerbittlich grauen Himmel. […] Den dunklen Strom hinab gleiten die Eisschollen. Wie seltsame Fische mit breiten Rücken, spitzen Schnauzen. Sie quellen aus dem Mainbogen. Stumm ziehen sie, gewaltiger Schub aus der Ferne, an der Stadt vorüber. Kaum dass sie den rötlichen Kai streifen. Mit bösem Knirschen.“
Seit 2011 wird das Gemälde, das 1964 auf der Documenta III gezeigt wurde, auf der Liste national wertvollen Kulturgutes geführt. Heute beherbergt das Städel Museum insgesamt fünfzehn Gemälde, zwei Skulpturen und zahlreiche Zeichnungen und Druckgrafiken von Max Beckmann. Das für Frankfurt so signifikante Gemälde Eisgang ist fester Bestandteil der dauerhaften Sammlungspräsentation in einem eigens eingerichteten Beckmann-Saal.
Die Provenienz des Werks
Der Eisgang stammt aus der Privatsammlung des jüdischen Textilfabrikanten Fritz Neuberger (1877–1943), der es vor 1928 direkt vom Künstler erwarb und in dessen Besitz es bis mindestens Dezember 1931 nachzuweisen ist. Hier bricht die bisher vorliegende faktische Dokumentation zur Provenienz des Gemäldes ab. Erst in der Nachkriegszeit tauchte das Gemälde 1952 in Frankfurter Privatbesitz wieder auf, von wo aus es 1953 über eine Galerie an einen Privatsammler verkauft wurde, von dessen Erben der Städelsche Museums-Verein das Bild 1994 erwarb. Der Verein erwarb das Bild in gutem Glauben mit Mitteln der Kulturstiftung der Länder, der Marga und Kurt Möllgaard-Stiftung und breiter Unterstützung aus den Reihen seiner Mitglieder und der Frankfurter Bürgerschaft.
Nach heutigem Forschungsstand besteht für den Eisgang eine Provenienzlücke von ca. 20 Jahren, welche die NS-Zeit mit einschließt. Die Recherchen des Städel ergaben jedoch, dass das Gemälde Fritz Neuberger mit großer Wahrscheinlichkeit während der NS-Zeit abhandengekommen ist. Das Ehepaar Neuberger wurde im Sommer 1941 aus seiner Wohnung im Frankfurter Westend vertrieben, nach einem Zwischenaufenthalt im sogenannten Ghettohaus in der Gaußstrasse 14 1942 nach Ostpolen deportiert und vermutlich im Vernichtungslager Majdanek ermordet. Das Ehepaar hinterließ einen Sohn, der den Holocaust überlebte, weil seine Eltern ihn 1939 mit einem internationalen Hilfswerk nach England schicken konnten, von wo aus er ein Jahr später in die USA emigrierte. Wie die Recherchen des Städel rekonstruieren konnten, machte der Sohn der Neubergers bereits nach dem Krieg bis noch Mitte der 1980er Jahre in mehreren Anläufen bei unterschiedlichen Behörden den Verlust des Gemäldes geltend, ohne jedoch dessen Abhandenkommen konkret beweisen zu können und ohne Kenntnis über dessen damaligen Verbleib zu haben. Dabei erwähnte er unter anderem auch, dass sich das Gemälde seiner Erinnerung nach zum Zeitpunkt seiner Emigration im Jahr 1939 noch im Besitz der Eltern befand. Er verstarb 1997 im Alter von 75 Jahren. Im Zuge seiner eigenen Provenienzforschung hatte das Städel Museum nach möglichen Erben von Fritz Neuberger gesucht. Noch bevor es diese ausfindig machen konnte, wurde das Museum von den Bevollmächtigten der Erben angesprochen.
Provenienzforschung am Städel Museum
Bereits seit 2001 erforscht das Frankfurter Städel Museum – als eines der ersten deutschen Museen – systematisch die Herkunft aller Objekte, die während der NS-Zeit erworben wurden bzw. in diesem Zeitraum den Besitzer wechselten oder gewechselt haben könnten. Grundlage für diese Forschung bildet die 1998 auf der „Konferenz über Vermögenswerte aus der Zeit des Holocaust“ in Washington formulierte „Washingtoner Erklärung“ sowie die daran anschließende „Gemeinsame Erklärung“. Für jedes Objekt, das nach 1933 erworben wurde und vor 1945 datiert werden kann, wird versucht, eine möglichst lückenlose Provenienz nachzuweisen. Parallel zu diesem laufenden Projekt beschlossen die Administration und die Direktion des Städel Museums 2008, die Geschichte der Institution während des Nationalsozialismus in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle „Entartete Kunst“ an der Universität Hamburg durch ein unabhängiges Expertenteam aufarbeiten zu lassen. Die Forschungsergebnisse wurden 2011 in der Schriftenreihe der Forschungsstelle „Entartete Kunst“ im Berliner Akademie-Verlag unter dem Titel Museum im Widerspruch publiziert.
Bisher konnte für elf Objekte aus den Gemälde- und Grafikbeständen des Städelschen Kunstinstituts und der Städtischen Galerie sowie fünf Objekte aus dem Bestand der Liebieghaus Skulpturensammlung ein verfolgungsbedingter Vermögensverlust nachgewiesen und diese restituiert bzw. zurückerworben werden.
Bildangaben:
Max Beckmann (Leipzig 1884 – New York 1950)
Eisgang, 1923
Öl auf Leinwand, 47,5 x 59,5 cm
Erworben 1994 mit Mitteln der Kulturstiftung der Länder, der Marga und Kurt Möllgaard-Stiftung und anderer Spender. Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V. sowie der Bundesrepublik Deutschland
Foto: Städel Museum - ARTOTHEK
© VG Bild Kunst Bonn
Rudolf Jahns (1896–1983) und Hermann Glöckner (1889–1987) gehören zu den wichtigsten und zugleich unkonventionellsten Konstruktivisten der deutschen Kunst des 20. Jahrhunderts. Eine neue Sammlungspräsentation in den Gartenhallen des Städel Museums thematisiert die erstaunlichen Verwandtschaften dieser beiden Künstlerpersönlichkeiten. Darüber hinaus fokussiert die auf ein Kabinett und 22 Arbeiten sich konzentrierende Auswahl ein zentrales Anliegen der Städel Sammlung: die Verbindung von Vorkriegs- und Nachkriegsmoderne, der Zeit zwischen und nach den Weltkriegen – und ihre Bedeutung für die Kunst unserer Gegenwart.
Glöckner und Jahns sind in der Städelschen Sammlung mit außergewöhnlichen Werken vertreten. Dies verdankt das Museum unter anderem Schenkungen und Dauerleihgaben von Margarethe und Klaus Posselt und von Barbara Roselieb-Jahns, der Tochter des Künstlers, sowie der Rudolf-Jahns-Stiftung. Durch die großzügige Unterstützung des Ehepaares Posselt besitzt das Städel seit 2011 mehrere Tafeln, Objekte und Grafiken Hermann Glöckners. Mit der Rudolf-Jahns-Stiftung besteht seit einigen Jahren eine enge Zusammenarbeit. Dies zeigt sich einmal mehr in der aktuellen Kabinettpräsentation, welche die Stiftung mit mehreren Leihgaben unterstützt. Darüber hinaus kann sich das Museum über eine weitere großzügige Schenkung von Barbara Roselieb-Jahns freuen – insgesamt drei neue Werke, von denen zwei – Konstruktiv, 1928, und Häuser an der Steilküste von Boulogne-sur-Mer, 1931 – auch in der Kabinettausstellung zu sehen sein werden.
„Mit den drei uns neu übergebenen Arbeiten von Rudolf Jahns wird unsere Sammlung Gegenwartskunst in der Zeit der Zwischen- und Nachkriegsmoderne wunderbar ergänzt. Wir danken Barbara Roselieb-Jahns für die erneute, großzügige Schenkung“, sagt Städel Direktor Philipp Demandt.
„Wir freuen uns über die erstmalige gemeinsame Präsentation der beiden Künstler im Städel, die interessante Parallelen zwischen den beiden Konstruktivisten aufzeigt. Die Rudolf-Jahns-Stiftung hat den Auftrag, das künstlerische Werk von Rudolf Jahns durch wissenschaftliche Forschung zu erschließen und zu pflegen. Das Städel Museum war durch seinen Forschungsschwerpunkt prädestiniert für eine enge Zusammenarbeit, die wir durch die Förderung eines wissenschaftlichen Volontariates am Städel gerne noch untermauert haben“, so Professor Dr. Ulrich Krempel, stellvertretender Vorsitzender der Stiftung.
Hermann Glöckner und Rudolf Jahns nehmen innerhalb der avantgardistischen, ungegenständlichen Kunstströmung eine Sonderposition ein. Die geometrischen, konstruktiven Grundlagen der Malerei untersuchend und diese um neue, für die Kunst damals noch ungewöhnliche Materialien erweiternd, begrenzten sie ihre Gestaltungsmöglichkeiten nicht durch ästhetische Dogmen und Regeln. Abseits einer strengen Formgrammatik ließen sie sich von einem fast experimentellen, forschenden Erkunden und Ausprobieren leiten.
Bei Jahns wird das geometrische Vokabular aus Linie, Rechteck und Diagonale immer wieder gebrochen durch eine organische Welle oder scheinbar unsorgfältig ausgeschnittene und collagierte Papiere – ein Freimachen vom konstruktivistischen Verständnis eines klaren, entpersonalisierten Rationalismus. Ähnlich bei Glöckner, der die Pinselstriche seiner monochromen Farbflächen als „handgemacht“ erkennbar stehen lässt und dessen Positiv- und Negativ-Formen auf vorangegangene Faltungen des Papiers zurückzuführen sind. Ganz loslösen vom Gegenständlichen wollen sich beide Künstler nicht, immer wieder finden sich vor allem bei Jahns, aber auch bei Glöckner, figurative Verweise.
Der Konstruktivismus ist im Kern ein Phänomen der 1920er-Jahre, zugleich verfolgten Glöckner und Jahns ihre künstlerische Überzeugung unabhängig von den Konjunkturen der Stile und arbeiteten konsequent über Jahrzehnte hinweg an denselben ästhetischen Fragestellungen. Sie waren Freunde im Geiste, auch wenn sie sich persönlich nie kennengelernt haben.
NEUE SCHENKUNGEN VON BARBARA ROSELIEB-JAHNS 2018:
Rudolf Jahns
Komposition Nr. 18, 1924
13,9 x 20,5 cm
Schwarze Zeichenkreide auf Papier
Städel Museum, Frankfurt am Main
Erworben 2018 als Schenkung von Barbara Roselieb-Jahns
Rudolf Jahns
Konstruktiv, 1928
28,4 x 22,5 cm
Tempera auf Karton
Städel Museum, Frankfurt am Main
Erworben 2018 als Schenkung von Barbara Roselieb-Jahns
Rudolf Jahns
Häuser an der Steilküste von Boulogne-sur-Mer, 1931
32 x 46,5 cm
Öl auf Leinwand
Städel Museum, Frankfurt am Main
Erworben 2018 als Schenkung von Barbara Roselieb-Jahns
HERMANN GLÖCKNER UND RUDOLF JAHNS. GEOMETRIE ALS GESTALTUNGSPRINZIP
Kuratoren: Dr. Martin Engler (Sammlungsleiter Gegenwartskunst, Städel Museum), Iris Hasler (wissenschaftliche Volontärin Gegenwartskunst, ermöglicht durch die Rudolf-Jahns-Stiftung, Städel Museum)
Ausstellungsdauer: 28. Februar bis 27. Mai 2018
Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de, Telefon +49(0)69-605098-200, Fax +49(0)69-605098-112
Besucherdienst: Telefon +49(0)69-605098-232, besucherdienst@staedelmuseum.de
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do + Fr 10.00–21.00 Uhr, montags geschlossen
Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 12 Euro; Sa, So, Feiertage: 16 Euro, ermäßigt 14 Euro; Familienkarte 24 Euro; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren; Gruppen ab 10 Personen: ermäßigter Eintrittspreis pro Person. Für Gruppen ist vorab eine Anmeldung unter Telefon +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich.
Gefördert durch: Rudolf-Jahns-Stiftung
Peter Paul Rubens (1577–1640) hat die europäische Barockmalerei geprägt wie kaum ein anderer Künstler. Vom 8. Februar bis 21. Mai 2018 widmet das Frankfurter Städel Museum dem weltbekannten Künstler die umfassende Sonderausstellung „Rubens. Kraft der Verwandlung“. Anhand von etwa 100 Arbeiten – darunter 31 Gemälde und 23 Zeichnungen von Rubens – arbeitet die Schau einen bisher wenig beachteten Aspekt im Schaffensprozess des Meisters heraus: Sie zeigt, wie tief Rubens in den Dialog mit Kunstwerken berühmter Vorgänger und Zeitgenossen eintrat und wie dies sein fünfzigjähriges Schaffen prägte. In Rubens’ umfangreichem Œuvre spiegeln sich die Einflüsse antiker Skulptur ebenso wider wie jene späterer Kunst aus Italien und nördlich der Alpen, von den Meistern des ausgehenden 15. Jahrhunderts bis zu seinen Zeitgenossen. Seine Bezugnahme auf Werke von Künstlern unterschiedlicher Epochen ist häufig erst auf den zweiten Blick erkennbar – in der aufwendig inszenierten Ausstellung kann der Besucher die zuweilen überraschenden Korrelationen nun im Detail nachvollziehen. Die Gattungsgrenzen überschreitende Schau vereint Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Skulptur und Werke der angewandten Kunst. Neben Originalskulpturen von der Antike bis zur Renaissance werden auch Gemälde und Grafiken von Rubens’ Vorläufern und Zeitgenossen zu sehen sein, darunter Schlüsselwerke von Tizian und Tintoretto, von Goltzius, Rottenhammer und Elsheimer sowie von Giambologna, Van Tetrode und Van der Schardt.
Die Ausstellung wird durch die finanzielle Unterstützung der Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH und des Städelschen Museums-Vereins e.V. ermöglicht. Sie erfährt zusätzliche Förderung durch die Sparkassen-Finanzgruppe, vertreten durch den Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, die Deutsche Leasing, die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen und die Frankfurter Sparkasse.
Städel Direktor Philipp Demandt: „Mit diesem groß angelegten Ausstellungsvorhaben können wir unserem Publikum die Genialität eines außergewöhnlichen Künstlers in all ihren Facetten präsentieren. Die umfassende Schau eröffnet einen faszinierenden Blick auf Meisterwerke des Barock, die den Betrachter – damals wie heute – in ihren Bann ziehen.“
„Rubens war einer der produktivsten und spannendsten Künstler des Barock, der nicht nur zahlreiche nachfolgende Künstlergenerationen beeinflusste, sondern auch selbst verschiedene Quellen für seine Bilderfindungen förmlich in sich einsaugte. Unsere Ausstellung bietet die einmalige Gelegenheit, diesen kreativen und schöpferischen Prozess nun direkt nachzuvollziehen“, erklärt Jochen Sander, Kurator der Ausstellung und Sammlungsleiter für Deutsche, Holländische und Flämische Malerei vor 1800 am Städel Museum.
Die Ausstellung
Auf dem nach Bildmotiven und Themen strukturierten Rundgang treffen die Besucher auf altbekannte mythologische Sujets wie Venus und Adonis, das Parisurteil oder den an den Felsen geschmiedeten Prometheus, aber auch auf zentrale Themen des Alten oder Neuen Testaments wie die Enthauptung des Holofernes oder die Grablegung Christi. Beispielhaft verdeutlicht wird Rubens’ kreativer Arbeitsprozess gleich im ersten Ausstellungsraum anhand seiner Darstellung Christi als Ecce homo (um 1612): Mittels dreier Exponate wird die metamorphotische Verwandlung der antiken Skulptur eines Kentauren zu dem einer Zuschauermenge vorgeführten Christus veranschaulicht. Von der antiken Skulptur fertigte Rubens zunächst mehrere Zeichnungen an, die er anschließend in dem Gemälde weiterentwickelte: In einer vollständigen ikonografischen Neubestimmung verwandelte er das antike Vorbild des ungezügelten, animalischen Kentauren in eine Darstellung des leidenden, vom Betrachter Empathie und Mitgefühl einfordernden Christus. Mit Rückgriff auf die Antike wird der Leib Christi so auf überraschende Weise inszeniert und mit seinem athletisch gebildeten Oberkörper regelrecht zur Schau gestellt.
Ein weiteres prägnantes Beispiel ist die antike römische Skulptur einer kauernden Venus, die sich auf ein Bad vorbereitet: Rubens verwandelt sie mit identischer Haltung, aber völlig anderem Gemütszustand nicht nur in eine frierende Venus, die Venus Frigida (1614), sondern auch in die ihren toten Geliebten Adonis beklagende Liebesgöttin (Venus um Adonis trauernd, um 1614). Eine ähnliche Motivkette entwickelt sich ausgehend von einem Gemälde des flämischen Malers Michiel Coxcie mit dem Mord Kains an seinem Bruder Abel (Der Tod Abels, nach 1539). Rubens erwarb Coxcies Zeichnungsstudie des erschlagenen Abel und überarbeitete sie in seinem Sinne (Abel erschlagen von Kain, um 1609). Wenig später formte er sie in eine Studie eines hinterrücks zu Boden gestürzten, tragisch gescheiterten Helden um (Studie eines stürzenden Mannes, um 1610/11). Diese diente Rubens als direkte Vorlage für zwei weitere in der Ausstellung präsentierte Gemälde: das auf einer Kupfertafel ausgeführte Gemälde Tod des Hippolytus (1611–1613) und die monumentale Darstellung des an den Felsen geschmiedeten Prometheus (1611/12–1618). An diesem Meisterwerk sollte sich einige Jahre später Rembrandt Harmensz. van Rijn (1606 – ca. 1669) messen: Seine Blendung Simsons (1636), ein Hauptwerk des Städel Museums, ist nicht ohne die Auseinandersetzung mit Rubens zu verstehen und daher in die Frankfurter Ausstellung integriert.
Mittels des direkten Vergleichs von Vorbildern und Rubens-Werken gewährt die Ausstellung einen faszinierenden Einblick in die Arbeits- und Denkweise des Künstlers: in seine geistreichen Bildgenesen und überraschenden Motivverwandlungen, aber auch in das intensive Ringen um das richtige Format und die rechte Form. Gerade den bewussten Rückgriffen auf identifizierbare Vorbilder, die Rubens dabei noch – im Sinne der „Aemulatio“ der zeitgenössischen Kunsttheorie – zu überbieten suchte, verdanken seine Schöpfungen häufig ihre modern anmutende, dynamische Erscheinung. Am Ende eines jeden dieser Verwandlungsprozesse stehen Werke, die den Betrachter damals wie heute unmittelbar ansprechen.
Die Sonderausstellung ist eine Kooperation zwischen dem Städel Museum und dem Kunsthistorischen Museum in Wien, aus dessen umfassenden Rubens-Beständen alleine fünf Werke nach Frankfurt reisen. Auch Rubens-Werke aus dem Städel werden in die Ausstellung eingebunden, darunter die Ölskizze Die Mystische Vermählung der heiligen Katharina (ca. 1628, Entwurf für den Augustineraltar in der Augustinerkirche in Antwerpen) sowie einige bedeutende Zeichnungen aus der Graphischen Sammlung des Städel Museums.
Zu den zahlreichen internationalen Leihgebern zählen zudem unter anderem das Koninklijk Museum voor Schone Kunsten in Antwerpen, die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die Uffizien in Florenz, das Israel Museum in Jerusalem, die National Gallery in London, das J. Paul Getty Museum in Los Angeles, der Prado und das Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid, das Musée du Louvre in Paris, das Metropolitan Museum of Art in New York, die Staatliche Eremitage in St. Petersburg, die Vatikanische Museen und die National Gallery of Art in Washington.
Der Künstler
Peter Paul Rubens wurde 1577 als sechstes von sieben Kindern in Siegen, Westfalen, geboren und starb am 30. Mai 1640 in Antwerpen. Bereits als junger Mann fand er internationale Anerkennung als außerordentlich innovativer Künstler. Doch Rubens war nicht nur Maler, sondern auch Kunsttheoretiker und -sammler, geschätzter Gesprächspartner europäischer Gelehrter und Fürsten sowie Diplomat in europäischen Diensten – all dies ausgehend von seinem Lebensmittelpunkt Antwerpen. Er wurde unter anderem bei dem Antwerpener Maler Otto van Veen (1556–1629) zum Maler ausgebildet. Mit nur 21 Jahren wurde er 1598 als Meister in die Lukasgilde, die Antwerpener Malerzunft, aufgenommen, und erhielt so Zugang zu den intellektuellen Kreisen der Stadt. Im Jahr 1600 ging er nach Italien, wo er insgesamt acht Jahre blieb – diese Zeit, vor allem der Einfluss antiker Skulpturen, hat sein Werk nachhaltig geprägt. Nach seiner Rückkehr nach Antwerpen 1608 wurde er Hofmaler der Erzherzöge Albrecht und Isabella, der katholischen Regenten der Südlichen Niederlande, und heiratete Isabella Brant, die Tochter des Stadtsekretärs von Antwerpen. Rubens war inzwischen zu einem der meist gefragten Maler Europas aufgestiegen, der Gemälde für Könige und Fürsten, Staatsmänner und Diplomaten schuf. 1610 kaufte er ein Haus, das er zu einem italienisch anmutenden kleinen Stadtpalast mit Wohnhaus und Werkstatt ausbauen ließ. Nach dem Tod seiner ersten Frau 1626 und dem des Erzherzogs wurde Rubens Berater der Erzherzogin Isabella. Er reiste in diplomatischer Mission durch Europa, um über einen möglichen Frieden zwischen Spanien und England zu verhandeln, und um für ein Ende der Auseinandersetzungen zwischen den Nördlichen und Südlichen Niederlanden zu werben. Er trug dazu bei, dass 1630 der Friedensvertrag zwischen Spanien und England unterzeichnet werden konnte. 1630 heiratete er erneut: Helena Fourment, eine junge Frau aus gutbürgerlicher Familie, mit der er fünf Kinder bekam. Gemeinsam mit seiner Familie fand Rubens seine letzte Ruhestätte in der Gedächtniskapelle der Antwerpener St.-Jakobskirche.
Ausstellungskatalog und Tagung Der Ausstellungskatalog ist im Hirmer Verlag, München, erschienen und behandelt alle in der Ausstellung in Frankfurt und Wien gezeigten Werke. Er enthält Aufsätze internationaler Rubensforscher, die in das breitgefächerte Themenfeld einführen.
Während der Laufzeit der Ausstellung findet im Städel Museum eine internationale Tagung statt, die sich dem Thema „Kunst und Katholizismus in der niederländischen Republik“ widmet. Hier wird die Auseinandersetzung mit Rubens und seiner Kunst ein zentrales Thema sein.
RUBENS. KRAFT DER VERWANDLUNG
Pressevorbesichtigung: Mittwoch, 7. Februar 2018, 11.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 8. Februar bis 21. Mai 2018
Kuratoren: Prof. Dr. Jochen Sander (Ausstellung im Städel Museum Frankfurt), Dr. Gerlinde Gruber (Ausstellung im Kunsthistorischen Museum Wien) und Dr. Stefan Weppelmann (Ausstellung im Kunsthistorischen Museum Wien)
Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de, Telefon +49(0)69-605098-200, Fax +49(0)69-605098-112
Besucherdienst: Telefon +49(0)69-605098-232, besucherdienst@staedelmuseum.de
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do + Fr 10.00–21.00 Uhr, montags geschlossen
Sonderöffnungszeiten (10.00–18.00 Uhr): 30.3., 1.4., 2.4., 1.5., 10.5., 20.5., 21.5.
Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 12 Euro; Sa, So, Feiertage: 16 Euro, ermäßigt 14 Euro; Familienkarte 24 Euro; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren; Gruppen ab 10 regulär zahlenden Personen: ermäßigter Eintrittspreis pro Person. Für Gruppen ist vorab eine frühzeitige Anmeldung unter Telefon +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich.
Kartenvorverkauf unter: tickets.staedelmuseum.de.
Für Mitglieder des Städelschen Museums-Vereins ist der Eintritt in die Sonderausstellung frei.
Überblicksführungen durch die Ausstellung: Di, 15.00 Uhr; Mi, 13.00 Uhr; Do, 18.00 Uhr; Fr, 19.00 Uhr; Sa, 16.00 Uhr; So, 12.00 Uhr. An den Feiertagen des 30.3., 2.4., 10.5. und 21.5. findet die Führung jeweils um 16.00 Uhr statt.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Tickets für die Führungen sind für 5 Euro ab zwei Stunden vor Führungsbeginn an der Kasse erhältlich.
Early-Bird Special: 10 Euro (limitiertes Angebot im Vorfeld der Ausstellung)
Kartenvorverkauf: tickets.staedelmuseum.de
Katalog: Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Hirmer Verlag mit 312 Seiten und 304 Farbabbildungen. Hg. für das Städel Museum, Frankfurt am Main, von Jochen Sander und für das Kunsthistorische Museum Wien von Gerlinde Gruber, Sabine Haag und Stefan Weppelmann. Mit Beiträgen von G. Bisacca, N. Büttner, A. Georgievska-Shine, G. Gruber, F. Healy, N. van Hout, D. Jaffé, E. Oberthaler, G. Prast, J. Sander, I. Slama, A. Vergara, S. Weppelmann und J. Wood, sowie einem Vorwort von Sabine Haag und Philipp Demandt. Deutsche Ausgabe / englische Ausgabe, 39,90 Euro (Museumsausgabe).
Begleitheft: Zur Ausstellung erscheint ein Begleitheft in deutscher Sprache, 7,50 Euro.
Städel App und Audiotour: Die Audiotour führt in deutscher und englischer Sprache durch die Ausstellung. Die deutsche Audiotour wird von dem deutschen Theater- und Filmschauspieler Thomas Wlaschiha gesprochen, der durch die Rolle des Jaqen H’ghar in der Serie Game of Thrones international bekannt wurde. Die Tour kann bequem von zu Hause auf die Städel App geladen werden. Die Städel App ist kostenfrei im Android und Apple Store verfügbar, der In-App-Kauf für gängige IOS und Android Smartphones kostet 0,99 Cent: app.staedelmuseum.de.
Vor Ort im Museum kann der Audioguide zu einem Preis von 4 Euro (7 Euro für zwei Audioguides) ausgeliehen werden. Die Audiotour wird unterstützt von der Georg und Franziska Speyer’schen Hochschulstiftung.
Digitorial: Das Digitorial ist ab Ende Januar unter rubens.staedelmuseum.de abrufbar.
Die Ausstellung wird von einem umfassenden Rahmenprogramm begleitet. Eine aktuelle Übersicht finden Sie unter www.staedelmuseum.de
Social Media: Das Städel Museum kommuniziert die Ausstellung in den sozialen Medien mit den Hashtags #Rubens und #Staedel.
Förderer und Partner der Ausstellung:
Gefördert durch: Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH, Städelscher Museums-Verein e.V. und Sparkassen-Finanzgruppe (vertreten durch den Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, die Deutsche Leasing, die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen und die Frankfurter Sparkasse)
Mit zusätzlicher Unterstützung von: Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, Die Regierung Flanderns
Medienpartner: Süddeutsche Zeitung, WirtschaftsWoche, Deutschlandfunk Kultur, ARTE
Marketingpartner: VISITFLANDERS
Kulturpartner: hr2-kultur
Mit mehr als 200.000 Besuchern ist „Matisse – Bonnard“ eine der erfolgreichsten Ausstellungen der letzten Jahre im Städel
Die große Sonderausstellung „Matisse – Bonnard. ‚Es lebe die Malerei!‘“, die am vergangenen Sonntag endete, ist mit 200.235 Besuchern eine der erfolgreichsten der letzten fünf Jahre des Städels, nach „Monet und die Geburt des Impressionismus“ (11. März – 28. Juni 2015 mit 432.121 Besuchern) und „Dürer. Kunst – Künstler – Kontext“ (23.Oktober 2013 – 2. Februar 2014 mit 258.577 Besuchern). Besonders in den Wochen nach Weihnachten drängten sich die Besucher vor den farbintensiven Interieurs, Stillleben, Landschaften und weiblichen Akten der beiden französischen Künstlerfreunde Henri Matisse (1869–1954) und Pierre Bonnard (1867–1947).
„Mit ‚Matisse – Bonnard‘ ist es dem Städel wieder gelungen, sehr hochkarätige Leihgaben aus den renommiertesten Museen der Welt nach Frankfurt zu holen, und das Publikum mit der Ausstellungsidee und den Werken von Henri Matisse und Pierre Bonnard zum Schwärmen zu bringen. Die Besucher können sich nun auf das nächste groß angelegte Vorhaben des Städel freuen, die Ausstellung ‚Rubens. Kraft der Verwandlung‘. Die Schau bringt Rubens erstmals mit einer umfang- und facettenreichen Auswahl an Werken nach Frankfurt und eröffnet einen Blick auf Rubens´ kreativen Umgang mit seinen Vorlagen in ganzer Bandbreite“, so Städel Direktor Philipp Demandt.
Schon seit dieser Woche wird der Ausstellungsrundgang zu „Rubens. Kraft der Verwandlung“ aufgebaut. „Bisher ging es in Rubensausstellungen vor allem um die Wirkungsgeschichte des Künstlers – in unserer Präsentation hingegen wird seine Arbeitsweise, der kreative und schöpferische Prozess, für die Besucher direkt nachvollziehbar“, erklärt Jochen Sander, Kurator der Ausstellung und Sammlungsleiter für Deutsche, Holländische und Flämische Malerei vor 1800 am Städel Museum. Nach der ersten Station beim Kooperationspartner der Schau, dem Kunsthistorischen Museum Wien, werden in Frankfurt einige Werke neu in die Ausstellung eingebunden, wie die Blendung Simsons (1636) von Rembrandt Harmensz. van Rijn (1606–ca. 1669) und der Kreuzaltar (1603–1605) von Adam Elsheimer (1578–1610), beides Hauptwerke aus dem Städel.
Beim umfangreichen Begleitprogramm können die Besucher der Genialität des Künstlers weiter auf die Spur kommen: Geboten werden unter anderem wissenschaftliche Vorträge, regelmäßige Überblicksführungen, Abendführungen mit dem Kurator, die KUNSTKOLLEG-Reihe „Meister des Barock“, Kinder- und Familienführungen sowie Ferienkurse. In Atelierkursen und Workshops zu Themen wie „Sampling als kreative Strategie“ kann man Rubens‘ verschiedene innovative Techniken dann selbst ausprobieren. Mehr zur Ausstellung und zum Programm finden Sie auf der Website. Vertiefende Informationen bietet ab 23. Januar das Ausstellungsdigitorial unter rubens.staedelmuseum.de. Noch bis 25. Januar sind Early Bird Tickets für 10 Euro im Onlineshop erhältlich unter tickets.staedelmuseum.de.
Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de, Telefon +49(0)69-605098-200, Fax +49(0)69-605098-112
Besucherdienst: Telefon +49(0)69-605098-232, besucherdienst@staedelmuseum.de
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do + Fr 10.00–21.00 Uhr, montags geschlossen
Sonderöffnungszeiten (10.00–18.00 Uhr): 30.3., 1.4., 2.4., 1.5., 10.5., 20.5., 21.5.
Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 12 Euro; Sa, So, Feiertage: 16 Euro, ermäßigt 14 Euro; Familienkarte 24 Euro; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren; Gruppen ab 10 regulär zahlenden Personen: ermäßigter Eintrittspreis pro Person. Für Gruppen ist vorab eine frühzeitige Anmeldung unter Telefon +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich.
Kartenvorverkauf unter: tickets.staedelmuseum.de.
Schirn Kunsthalle Frankfurt: 2017 eines der besucherstärksten Jahre in der Geschichte / erstes Ausstellungshighlight 2018 „Basquiat. Boom For Real“ // Städel Museum: wesentlicher Besucherzuwachs 2017 / Zugriffe auf die digitale Sammlung verdreifacht / große Ausstellung „Rubens. Kraft der Verwandlung“ ab 8. Februar // Liebieghaus Skulpturensammlung: 2017 Projekte zur Provenienzforschung und Restaurierung gestärkt / Ausstellung von William Kentridge im gesamten Museum ab dem 22. März
Im Jahr 2017 haben insgesamt 834.025 Besucher die Ausstellungen in der Schirn Kunsthalle Frankfurt, dem Städel Museum und der Liebieghaus Skulpturensammlung gesehen. Damit schließen die von Philipp Demandt seit mehr als einem Jahr geführten Frankfurter Kunstinstitutionen 2017 mit einer sehr erfolgreichen Publikumsresonanz. Mit 401.514 Besuchern verzeichnet die Schirn eines der besucherstärksten Jahre ihrer Geschichte (Vorjahr: 352.285). Das Städel Museum zählte mit 390.532 Besuchern deutlich mehr als im Jahr 2016 (311.138 Besucher). Die Liebieghaus Skulpturensammlung, die mit Projekten zur Provenienzforschung und Restaurierung auf sich aufmerksam machte, verbuchte 41.979 Besucher (Vorjahr: 72.804). Besuchermagnete 2017 waren die Ausstellungen „Magritte. Der Verrat der Bilder“ (190.120 Besucher) in der Schirn, „Fotografien werden Bilder. Die Becher-Klasse“ (80.888 Besucher) und „Matisse-Bonnard. ‚Es lebe die Malerei!‘“, die bis zum 31. Dezember 2017 bereits 162.787 Besucher zählte. Die Städel-Schau ist noch bis zum 14. Januar 2018 zu sehen.
Philipp Demandt, Direktor der drei Frankfurter Häuser zum Besuchererfolg:
„2017 konnten wir mit unserem international ausgerichteten Ausstellungsprogramm und einer zeitgemäßen Kommunikations- und Vermittlungsarbeit insgesamt 834.025 Besucher begeistern. Das ist Erfolg und Ansporn zugleich. Besonders freue ich mich über den wachsenden Zuspruch zu unserer digitalen Sammlung, die auszubauen mir sehr am Herzen liegt. Gespannt starten wir nun in das neue Jahr mit Höhepunkten wie der Rubens-Schau im Städel, der Basquiat-Ausstellung in der Schirn sowie William Kentridge im Liebieghaus.“
Die Bedeutung und Relevanz der drei Frankfurter Kunstinstitutionen zeigte sich ebenfalls in den umfangreichen und stark frequentierten Bildungs- und Vermittlungsangeboten sowie den zahlreichen Veranstaltungen des vergangenen Jahres. Besonders hervorzuheben sind in der Schirn das neue kostenfreie Workshop-Angebot für Kinder und Jugendliche „Schirn Studio. Die Kunstwerkstatt“, das ausstellungsbegleitende WiFi-Special, die Kinderkunstnächte (insgesamt 6.904 Besucher), die Schirn at Nights (insgesamt 3.751 Besucher) und die Summer Hang Outs. Die MINISCHIRN, der einzigartige, dauerhafte Spiel- und Lernparcours für Kinder ab drei Jahren, feierte im Dezember 2017 dreijähriges Jubiläum und wurde bereits von rund 30.000 Kindern besucht. 2017 haben in Städel und Liebieghaus mit rund 4.500 Führungen, Workshops und Sonderevents wieder eine große Anzahl von Veranstaltungen stattgefunden: Darunter im Städel ein internationaler Welcome Day mit Führungen in 17 Sprachen (2.810 Besucher), die Bildungswoche für Kinder und Jugendliche (3.063 Teilnehmer), Artemis-Führungen für Demenzkranke, ein Wandelkonzert mit dem HR- Sinfonieorchester oder die Städel-Party „Salon des amis“. Das Liebieghaus bot ein großes Kinderfest (1.216 Besucher), den „Weihnachtszauber“ sowie die neue Veranstaltungsreihe „Liebieghaus Live“, deren drei Termine jeweils komplett ausgebucht waren.
Neben den Besuchern vor Ort erreichen die Schirn, das Städel und das Liebieghaus mit ihren verschiedenen Onlineaktivitäten und digitalen Maßnahmen auch zahlreiche Menschen im digitalen Raum und tragen damit ihren Bildungsauftrag weit über die Grenzen der Häuser hinaus. Die Schirn erreichte mit ihrer Website (www.schirn.de) rund 2.7 Millionen Nutzer. Das beliebte Schirn Magazin (www.schirn-magazin.de) hat eine Leserschaft von rund 35.000 Lesern im Monat. Die Social Community der Schirn ist auch 2017 weiter gewachsen und weist aktuell 155.000 Fans und Follower auf. Die Websiten des Städel Museums (www.staedelmuseum.de) und des Liebieghauses (www.liebieghaus.de) wurden im vergangenen Jahr zusammen rund 4 Millionen Mal aufgerufen. Auf allen Social Media Kanälen gemeinsam folgen Städel und Liebieghaus bis heute rund 158.000 Fans. Ein besonderer Fokus richtete sich 2017 auf die Produktion von Film- und Bewegtbild, dem sich die drei Kunstinstitutionen auch in diesem Jahr verstärkt widmen werden. Im Rahmen der Digitalen Erweiterung des Städel Museums konnten die seit dem Jubiläumsjahr 2015 angestoßenen Initiativen und Projekte ebenfalls erfolgreich weiterentwickelt werden. Die Digitale Sammlung konnte mit 300.000 ihre Seitenaufrufe im Vergleich zum Vorjahr verdreifachen und die Nutzerzahl des Onlinekurses zur Kunst der Moderne ist aktuell auf 25.000 Nutzer angestiegen. Das preisgekrönte digitale Vermittlungsangebot, das Digitorial, wurde 2017 für das Städel Museum sammlungs- und themenspezifisch ausgebaut. In den letzten drei Jahren haben Schirn, Städel und Liebieghaus insgesamt 17 Digitorials produziert, die – bei einer überdurchschnittlich hohen Verweildauer – bisher 800.000 Seitenaufrufe zählten.
Ausblick 2018
Die Besucher der Schirn, des Städel Museums und des Liebieghauses erwartet im Jahr 2018 ein vielfältiges Programm mit zahlreichen Höhepunkten. In der Schirn läuft noch bis zum 25. Februar 2018 die Ausstellung „Glanz und Elend in der Weimarer Republik. Von Otto Dix bis Jeanne Mammen“, die mit 190 Werken von 62 Künstlerinnen und Künstler einen Blick auf die Kunst im Deutschland der Jahre 1918 bis 1933 wirft. Mehr als 30 Jahre nach seiner letzten Einzelpräsentation in einer öffentlichen Sammlung in Deutschland widmet die Schirn dem Werk von Jean-Michael Basquiat (1960–1988) ihre erste Ausstellung 2018 – organisiert in Kooperation mit der Barbican Art Gallery, London. Vom 16. Februar bis 27. Mai 2018 wird mit „Basquiat. Boom for Real“ in über 100 Werken erstmals die Beziehung des Künstlers zu Musik, Texten, Film und Fernsehen seiner Zeit in einem übergeordneten kulturellen Zusammenhang deutlich. Die Schirn hat hierfür herausragende Gemälde, Zeichnungen, Notizbücher und Objekte aus öffentlichen wie privaten Sammlungen sowie seltene Filme, Fotografien, Musik und Archivmaterial versammelt. Die Vielfalt und Dynamik des Ausnahmekünstlers wird so eindrücklich sichtbar.
Als erste Sonderausstellung im neuen Jahr zeigt das Städel in Kooperation mit dem Kunsthistorischen Museum Wien vom 8. Februar bis 21. Mai 2018 „Rubens. Kraft der Verwandlung“. Anhand bedeutender Leihgaben aus internationalen Museen wird für das Publikum die Kreativität und der Erfindungsreichtum des weltbekannten Barockkünstlers erstmals umfassend sichtbar. Die Schau gewährt einen direkten und faszinierenden Einblick in Rubens (1577–1640) schöpferische Arbeitsweise.
Die Liebieghaus Skulpturensammlung präsentiert vom 22. März bis 26. August 2018 mit „William Kentridge. O Sentimental Machine“ ein ebenso umfassendes wie außergewöhnliches Ausstellungsprojekt in Zusammenarbeit mit einem der international bedeutendsten zeitgenössischen Künstler. In vielen künstlerischen Disziplinen beheimatet, ist William Kentridge (* 1955) eingeladen, seine Werke in einen Dialog mit dem Bestand der 5.000 Jahre umfassenden Frankfurter Skulpturensammlung zu bringen.
Die vollständigen Jahresprogramme aller drei Institutionen können online in den jeweiligen Newsrooms eingesehen werden:
Schirn Kunsthalle Frankfurt: http://www.schirn.de/m/presse/newsroom/
Städel Museum: http://newsroom.staedelmuseum.de/de/
Liebieghaus Skulpturensammlung: http://newsroom.liebieghaus.de/de/
Pressekontakt:
Alexandra Hahn, stv. Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Städel Museum, Dürerstraße 2, 60596 Frankfurt, E-Mail: hahn@staedelmuseum.de; Telefon: +49 (0)69 60 50 98-234, Fax: +49 (0)69 60 50 98-188
Pamela Rohde, Leiterin Presse/PR, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Römerberg, 60311 Frankfurt, E-Mail: pamela.rohde@schirn.de; Telefon: +49 (0)69 29 98 82-148, Fax: +49 (0)69 29 98 82-240
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