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Städel Digitale Sammlung

11.1.2017

Städel Digitale Sammlung

11.1.2017

Kunstgeschichte Online – der Städel Kurs zur Moderne

11.1.2017

Kunstgeschichte Online – der Städel Kurs zur Moderne

9.1.2017

Veranstaltungsprogramm Februar 2017 9.1.2017

Veranstaltungsprogramm Februar 2017

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Veranstaltungsprogramm Januar 2017 2.1.2017

Veranstaltungsprogramm Januar 2017

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Weihnachten und Neujahr im Städel Museum und in der Liebieghaus Skulpturensammlung 12.12.2016

Mit über 8000 Besuchern blickt das Liebieghaus zufrieden auf seinen ersten Weihnachtsmarkt vom vergangenen Adventswochenende zurück. „Die intime und gefühlvolle Atmosphäre in unserem weihnachtlich beleuchteten Garten und ein passgenaues Begleitprogramm haben viele neue Besucher angelockt“, ist Direktor Philipp Demandt überzeugt. Mit weihnachtlichem Spezialprogramm geht es auch weiter: Erstmals bieten Städel und Liebieghaus über Weihnachten und Neujahr ein umfangreiches eigenes Familienprogramm mit Kinder- und Familienführungen sowie zahlreichen Ferienkursen an. Die Teilnahme an allen Führungen – täglich vom 25. Dezember bis 7. Januar – ist dabei im Eintrittspreis inbegriffen. Um möglichst vielen Besucherinnen und Besuchern den Kunstgenuss während der Feiertagszeit zu ermöglichen, sind beide Museen zusätzlich am Montag, dem 26. Dezember und am Montag, dem 2. Januar von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Im Städel Museum sorgen neue Familienführungen Spezial für Unterhaltung und Kreativität in den Winterferien. So erforscht die Führung „Z wie Zimt und Ziegelstein“ Kunstwerke mit ungewöhnlichen Materialien, und bei „Kaspar, Melchior, Balthasar“ erkunden junge Besucher die auf verschiedenen Städel Gemälden abgebildeten drei Weisen aus dem Morgenland. Mit glänzenden Buntstiften werden anschließend die kostbaren Gaben und prächtigen Gewänder in Zeichnungen festgehalten. Viele der Führungen sind mit kreativem, praktischem Arbeiten verbunden. Zudem gibt es die Atelierkurse Spezial, zum Beispiel zum Thema Familiengeschichten: Wie haben Künstler das Thema Familie dargestellt? Anschließend malen die Kinder ein eigenes Familienbild.

In der Liebieghaus Skulpturensammlung zeigen Kinder- und Familienführungen verschiedene Aspekte der Ausstellung „Heilige Nacht. Die Weihnachtsgeschichte und ihre Bilderwelt“ oder befassen sich mit den Skulpturen der Sammlung. Die Familienführungen Spezial in der Sonderausstellung widmen sich Themen wie „Wunderliches Jesuskind“ oder „Himmlische Gesandte“. In der Sammlung geht es um „Kleine Ohren, große Nasen“ von Skulpturen. Im Offenen Atelier werden aus Ton und Papier Krippenfiguren hergestellt. Die Atelierkurse Spezial nehmen sich unter anderem prächtige Klappaltäre zum Vorbild und leiten zum Nachfalten aus Papier und zum Punzieren an.

Sonderöffnungszeiten zu Weihnachten und Neujahr im Städel Museum und in der Liebieghaus Skulpturensammlung:

Sa, 24.12.2016 geschlossen
So, 25.12.2016 10.00–18.00 Uhr
Mo, 26.12.2016 10.00–18.00 Uhr
Sa, 31.12.2016 geschlossen
So, 1.1.2017 11.00–18.00 Uhr
Mo, 2.1.2017 10.00–18.00 Uhr

Das vollständige Winterferien-Sonderprogramm für Kinder und Familien finden Sie mit Erläuterungen und Angaben zu Anmeldungen und Preisen unter www.staedelmuseum.de/winterferien bzw. unter www.liebieghaus.de/winterferien. Die Übersicht aller Veranstaltungen und Angebote der beiden Museen finden Sie unter www.staedelmuseum.de/kalender bzw. www.liebieghaus.de/kalender.

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Dr. Corina Meyer erhält Johann David Passavant-Preis 16.11.2016

Der Johann David Passavant-Preis für kunsthistorische Forschung geht in diesem Jahr an Dr. Corina Meyer. Die Stuttgarter Kunsthistorikerin wird damit für ihre umfassende Forschungstätigkeit zu Johann Friedrich Städel und der Gründung des Städelschen Kunstinstitutes geehrt. Der von einem privaten Unterstützer gestiftete Johann David Passavant-Preis wird seit 1996 vergeben und ist mit 5.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am Sonntag, 20. November 2016, im Metzler-Saal des Städel Museums statt. In der diesjährigen Jury saßen Prof. Dr. Wulf Raeck (Goethe-Universität, Frankfurt am Main), Dr. Julia Voss (Frankfurter Allgemeine Zeitung) sowie Prof. Dr. Hans Aurenhammer (Goethe-Universität, Frankfurt am Main), der auch die Laudatio zur Preisverleihung halten wird. Der Preis erinnert an die wegweisende wissenschaftliche Arbeit von Johann David Passavant, der dem Städel Museum von 1840 bis 1861 als Inspektor vorstand.

Dr. Corina Meyer studierte Kunstgeschichte und Filmwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Ihre Magisterarbeit schrieb sie über das Kunstgewerbemuseum Berlin (Museale Präsentation und Vermittlung von Kunstgewerbe – am Beispiel des Kunstgewerbemuseums Berlin). Sie forschte unter anderem am Getty Research Institute zu Prinzipien der Gemäldehängung – Europäische Hängungspläne des 18. Jahrhunderts im Vergleich, zu Passavant und Charles Eastlake in einer binationalen Forschungskooperation mit der Londoner National Gallery und lehrt seit mehreren Jahren unter anderem an den Universitäten Frankfurt am Main und Göttingen. Meyer veröffentlichte ihre Forschungen in zahlreichen Aufsätzen in internationalen Zeitschriften und verschiedenen Museumskatalogen. Sie hält seit 2007 Vorträge auf unterschiedlichen Kongressen im In- und Ausland. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Sammlungs- und Museumsgeschichte, Kunsthistoriographie/Rezeption sowie sozialhistorische Einflüsse auf die Bewertung von Kunst.

In ihrer nun ausgezeichneten Dissertation Die Geburt des bürgerlichen Kunstmuseums – Johann Friedrich Städel und sein Kunstinstitut in Frankfurt am Main erforscht Meyer die Entwicklung und den Wandel des Städelschen Kunstinstituts hin zu einem bürgerlichen Kunstmuseum. Der aufklärerische Bildungsgedanke der Stiftung stieß europaweit auf großes Interesse und bemerkenswerte Resonanz. Corina Meyer untersuchte, wie heftig in der Folge unter den von Johann Friedrich Städel eingesetzten Administratoren und vielen Persönlichkeiten aus ganz Europa um die Weiterentwicklung des Sammlungskonzepts und die Ankaufsrichtlinien gerungen wurde. Sie zeigt einen ab 1819 einsetzenden Geisteswandel auf, der eine Teilhabe der Bürger an der Konzeption ermöglichte und in der Folge ein völlig neuartiges bürgerliches Kunstmuseum hervorbrachte.

Die Verleihung des Passavant-Preises sowie die im Wechsel ausgerichteten Passavant-Kolloquien, finden seit 1996 in regelmäßigen Abständen von ungefähr drei Jahren statt und werden von einem privaten Förderer gestiftet. Die Auszeichnung exzellenter Forschung und die regelmäßige Veranstaltung wissenschaftlicher Kolloquien am Städelschen Kunstinstitut und der Liebieghaus Skulpturensammlung befördern die wissenschaftliche Tätigkeit auf den Gebieten der Kunstgeschichte und Archäologie und festigen den wissenschaftlichen Ruf der Institutionen im In- und Ausland. Die bisherigen Passavant-Preisträger sind: Prof. Dr. Peter C. Bol, Dr. Bodo Brinkmann, Dr. Rudolf Hiller von Gaertringen, Prof. Dr. Jochen Sander, Dr. Maraike Bückling, Dr. Stefan Roller und nun Dr. Corina Meyer. Die Themen der zahlreichen bisher veranstalteten Passavant Kolloquien umfassen unter anderem „Zeichnen in Rom“, „Hans Holbein und der Wandel in der Kunst des frühen 16. Jahrhunderts“, „Aus der Nähe betrachtet. Bilder am Hochaltar und ihre Funktionen im Mittelalter“ und „Circumlitio. Internationales Colloquium zur Polychromie der antiken und mittelalterlichen Skulptur“.

Das Kolloquium und der Preis erinnern an eine der herausragendsten Persönlichkeiten in der Geschichte des Städel Museums. Mit Johann David Passavant (1787–1861), Mitglied der Künstlervereinigung der Nazarener, begann im Städel ab 1840 nicht nur die wissenschaftliche Erfassung der Objekte. Mit seinem Namen ist auch das einsetzende Bestreben nach einer Systematik der Sammlung und der Kunstankäufe verbunden. Passavant, der das Städel von 1840 bis 1861 leitete, war ein ausgewiesener Kenner der altniederländischen Malerei sowie der deutschen und italienischen Malerei der Renaissance. Mit seiner Abhandlung über Raffael schuf er ein epochemachendes Werk der Kunstwissenschaft. Für die Sammlung des Städel kaufte er unter anderem bedeutende Werke wie die Flémaller Tafeln (1428–1430) des Meisters von Flémalle, die Lucca Madonna (1437) von Jan van Eyck sowie eine Vielzahl hochrangiger italienischer Zeichnungen an.

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Veranstaltungsprogramm Dezember 2016 10.11.2016

Veranstaltungsprogramm Dezember 2016

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Ausstellungsprogramm 2017 3.11.2016

Watteau. Der Zeichner
bis 15. Januar 2017
Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung
Bis zum 15. Januar 2017 zeigt das Städel Museum eine umfassende Ausstellung zu Antoine Watteau (1684–1721) – einem der hervorragendsten Zeichner der französischen Kunstgeschichte. Die Präsentation in der Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung versammelt 50 Zeichnungen Watteaus, ergänzt durch sechs Gemälde des Künstlers sowie eine kleine Auswahl an Zeichnungen von Zeitgenossen und Nachfolgern. Die in Zusammenarbeit mit dem Teylers Museum im niederländischen Haarlem entstandene Ausstellung „Watteau. Der Zeichner“ ist die erste monografische Präsentation des Künstlers in Deutschland seit über 30 Jahren. Sie widmet sich hierzulande zum ersten Mal explizit dem Phänomen des Zeichners Watteau in seinen vielfältigen Facetten. Die Zeichnungen, die der Künstler in großer Zahl und in den verschiedensten Situationen anfertigte, waren die Grundlage für seine malerische Arbeit.
Kuratoren: Dr. Martin Sonnabend (Städel Museum), Dr. Michiel Plomp (Teylers Museum)


Geschlechterkampf. Franz von Stuck bis Frida Kahlo
bis 19. März 2017
Ausstellungshaus
Die Ausstellung behandelt die künstlerische Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Die traditionelle Definition von männlich und weiblich als aktiv/passiv, rational/emotional, Kultur/Natur war in der Kunst der Moderne ein intensiv behandeltes Thema: Viele Künstler führten ihrem Publikum den Geschlechtern zugeschriebene überzogene Charaktereigenschaften vor Augen und untermauerten in ihren Werken stereotype Rollenbilder. Andere griffen gängige Rollenklischees an und versuchten, diese durch Strategien wie Ironie, Überzeichnung, Maskerade und Hybridisierung aufzubrechen. Anhand von 150 Werken der Malerei, Skulptur, Grafik und Fotografie sowie Filmen macht es sich das groß angelegte Ausstellungsprojekt zur Aufgabe, besonders prägnante künstlerische Positionen zu bestimmen und in einen Dialog zu stellen. Die Ausstellung baut auf dem Sammlungsbestand des Städel Museums auf, der mit Gemälden von Max Liebermann, Edvard Munch und Franz von Stuck, Skulpturen von Auguste Rodin sowie Fotografien von Frank Eugene oder Man Ray wichtige Arbeiten zu der Thematik umfasst. Anhand von bedeutenden Leihgaben werden bekannten Namen der Kunstgeschichte, wie Gustave Moreau, Édouard Manet, Gustav Klimt, Otto Dix, Meret Oppenheim oder Frida Kahlo, gezielt Entdeckungen zur Seite gestellt, die den Kanon um aussagekräftige Positionen erweitern, darunter Künstlerinnen und Künstler wie Leonor Fini, Jeanne Mammen, Rudolf Jettmar oder Gustav Adolf Mossa. Vor dem Hintergrund der intensiven Diskussion um Genderfragen und die sich stetig wandelnden Rollen von Frau und Mann bietet das Projekt einen Einblick in die Komplexität der Problematik und beleuchtet die kunsthistorische Dimension eines hochrelevanten gesellschaftspolitischen Themas.
Kuratoren: Felicity Korn (Städel Museum), Dr. Felix Krämer (Städel Museum)


In die dritte Dimension. Raumkonzepte auf Papier vom Bauhaus bis zur Gegenwart
15. Februar bis 14. Mai 2017
Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung
Uns scheinbar vertraute Merkmale wie Form, Volumen, Grenzen, Leere und Strukturen bilden den Raum und stiften somit Orientierung. Doch wie werden diese Elemente einer dritten Dimension in Zeichnung und Druckgrafik, also in der Fläche, dargestellt? Dieser Frage widmet sich die Ausstellung „In die dritte Dimension. Raumkonzepte auf Papier vom Bauhaus bis zur Gegenwart“ in der Graphischen Sammlung des Städel Museums. Zu sehen sind ausgewählte Arbeiten von 13 Künstlern, darunter Lucio Fontana, Eduardo Chillida, Donald Judd, Sol LeWitt, Giò Pomodoro, Blinky Palermo, James Turrell und Michael Riedel. Die Schau setzt bei den geometrischen Kompositionen von El Lissitzky und Laszlo Moholy-Nagy aus dem Jahr 1923 an und führt bis zu Druckgrafiken der gegenwärtigen Konzeptkunst. So treffen Lithografien mit konstruktivistischen Perspektivdarstellungen auf in den Raum drängende Prägedrucke. Schlitzungen, die imaginative Räume eröffnen, werden Entwürfen für Wandarbeiten gegenübergestellt. Das Objekthafte evozierende Druckgrafiken von Künstlern der Minimal Art, der Raum- und Lichtkunst begegnen Kreidezeichnungen, Faltungen und Collagen von Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Um vielfältige Raumerfahrungen zu ermöglichen, werden die gezeigten Druckgrafiken und Zeichnungen zudem mit Skulpturen kombiniert, sodass die verschiedenen Dimensionen in einen angeregten Dialog treten können. Die Ausstellung versammelt bedeutende Blätter aus der Graphischen Sammlung und ausgewählte Werke der Sammlung Deutsche Bank im Städel Museum.
Kuratorin: Jenny Graser (Städel Museum)


Fotografien werden Bilder. Die Becher-Klasse
27. April bis 13. August 2017
Ausstellungshaus
Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Thomas Ruff, Jörg Sasse, Thomas Struth – mit diesen Namen und mehr noch mit jenen ihrer Lehrer, Bernd und Hilla Becher, verbindet sich eine der radikalsten Veränderungen der Kunst unserer Gegenwart in Bezug auf ihre ästhetischen, medialen und ökonomischen Rahmenbedingungen. Diese Generation von Künstlern, zu der auch Namen wie Volker Döhne, Tata Ronkholz oder Petra Wunderlich gehören, bildete die erste von vielen folgenden „Becher-Klassen“ an der Düsseldorfer Kunstakademie. Die Ausstellung „Fotografien werden Bilder. Die Becher-Klasse“ versammelt über 180 teils großformatige Hauptwerke, aber auch Frühwerke dieser bedeutenden Künstlerinnen und Künstler. Sie haben die Fotografie in den 1990er-Jahren nicht nur international wesentlich geprägt, sondern auch Stellenwert und Wahrnehmung der künstlerischen Fotografie vollkommen neu bestimmt. In ihren formal wie konzeptuell argumentierenden Bildschöpfungen befragen sie den Natur- und Lebensraum des Menschen, dessen unmittelbare Umgebung, private oder globale Dimensionen ebenso wie gesellschaftliche und ästhetische Organisationsprinzipien. Ihr Œuvre kennzeichnet, bei aller Heterogenität, stets ein ambivalentes Verhältnis zur Malerei, das sich zwischen Aneignung und Abgrenzung bewegt. Ihre Werke sind Ausdruck einer selbstbewussten Emanzipation der Fotografie als künstlerisches Medium und reflektieren zugleich jenen – nicht nur digitalen – Moment, in dem sich die Grenzen der beiden ehemals konkurrierenden Medien auflösen.
Kurator: Dr. Martin Engler (Städel Museum)
Ko-Kuratorin: Dr. Jana Baumann (Städel Museum)


Géricault bis Toulouse-Lautrec. Französische Lithografien des 19. Jahrhunderts
22. Juni bis 10. September 2017
Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung
Im Sommer widmet sich die Graphische Sammlung des Städel Museums der reichen Vielfalt der französischen Lithografie. Mit dieser Ende des 18. Jahrhunderts erfundenen Technik (Lithografie: Steindruck) brach eine gänzlich neue Epoche des Druckens von Bildern an: Die gestalterischen Möglichkeiten wurden vielfältiger, das Drucken schneller und immer höhere Auflagen möglich. In Frankreich experimentierten bedeutende Künstler seit etwa 1820 mit dem neuen Verfahren und erweiterten im Verlauf des 19. Jahrhunderts in entscheidendem Maße die damit verbundenen künstlerischen Möglichkeiten.
Das Spektrum der ausgestellten Arbeiten umfasst ausdrucksvolle Kompositionen Théodore Géricaults, eine der seltenen Lithografien, die Goya während der 1820er Jahre im Exil in Bordeaux geschaffen hat, Eugène Delacroix‘ meisterhafte Goethe- und Shakespeare-Illustrationen oder Honoré Daumiers politische und gesellschaftliche Stellungnahmen in Zeitungskarikaturen. Des Weiteren werden auch Edouard Manets virtuose Erfindungen, die symbolistischen Werke Rodolphe Bresdins und Odilon Redons sowie Meisterwerke der Farblithografie von Henri de Toulouse-Lautrec und den „Nabis“ Edouard Vuillard und Pierre Bonnard, die Ende des 19. Jahrhunderts entstanden, zu sehen sein. Die rund 80 gezeigten Blätter der Sonderausstellung zeigen Höhepunkte aus dieser Zeit und in dieser Technik; sie stehen stellvertretend für die hohe Qualität und Bandbreite des Bestandes der Graphischen Sammlung in diesem Bereich.
Kurator: Dr. Martin Sonnabend (Städel Museum)


Matisse – Bonnard. „Es lebe die Malerei!“
13. September 2017 bis 14. Januar 2018
Ausstellungshaus
„Es lebe die Malerei!“ – mit diesem programmatischen Ausruf grüßte Henri Matisse (1869–1954) seinen Freund Pierre Bonnard (1867–1947) am 13. August 1925. Die kurzen Worte auf einer Postkarte aus Amsterdam waren der Beginn eines Briefwechsels zwischen den beiden Künstlerkollegen, der bis 1946 andauerte und ihre gegenseitige Wertschätzung deutlich macht. Die groß angelegte Sonderausstellung im Städel nimmt die über 40 Jahre andauernde Freundschaft vor dem Hintergrund des jeweiligen Beitrags der beiden Künstler zur Klassischen Moderne in den Blick und zeigt den Stellenwert der Beziehung für ihr Œuvre. Anhand von etwa 100 Gemälden, Plastiken und Zeichnungen eröffnet die Schau einen Dialog zwischen den beiden Künstlern und bietet damit neue Perspektiven auf die Entwicklung der europäischen Avantgarde vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Wie eng der Austausch zwischen den Künstlern war, zeigt sich in ihrer intensiven Auseinandersetzung mit ganz ähnlichen Themen. In mehreren Kapiteln zu zentralen Sujets wie Interieur, Stillleben, Landschaft und Akt werden die unterschiedlichen künstlerischen Umsetzung verdeutlicht. Die hochkarätigen Exponate umfassen Meisterwerke aus international bedeutenden Sammlungen wie dem Art Institute of Chicago, dem Baltimore Museum of Art, der Tate Modern in London, dem Museum of Modern Art in New York, dem Centre Pompidou in Paris, der Eremitage in Sankt-Petersburg, der Ny Carlsberg Glyptotek in Kopenhagen sowie der National Gallery of Art in Washington. Bereichert wird die umfangreiche Werkauswahl durch eine Reihe von Fotografien Henri Cartier-Bressons, der 1944 sowohl Bonnard als auch Matisse in Südfrankreich besuchte.
Kurator: Dr. Felix Krämer (Städel Museum)
Ko-Kurator: Dr. Daniel Zamani (Städel Museum)


Maria Sibylla Merian und die Tradition des Blumenbildes
11. Oktober 2017 bis 14. Januar 2018
Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung
Die in Frankfurt geborene und aufgewachsene Maria Sibylla Merian (1647–1717) zählt zu den berühmtesten Töchtern der Stadt. 2017 jährt sich ihr Todestag zum 300. Mal. Aus diesem Anlass zeigt das Städel Museum in Zusammenarbeit mit dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin eine Ausstellung, die sich der Blumendarstellung in Zeichnungen und Druckgrafiken vom 15. bis zum 18. Jahrhundert widmet. Maria Sibylla Merian – Kupferstecherin, Blumen- und Insektenmalerin, Naturforscherin und Forschungsreisende – steht im Zentrum dieser Präsentation. In der Tradition von Florilegien (Blumenbüchern) und Tulpenbüchern ausgebildet, entwickelte sie sich zu einer Naturforscherin, die zunächst der Metamorphose von Raupen und Schmetterlingen, dann der Symbiose von Insekten und Pflanzen nachging. Die Ergebnisse ihrer Forschungen publizierte Merian in illustrierten Büchern mit Kupferstichen und Radierungen sowie in Deckfarbenzeichnungen von höchster künstlerischer Qualität. Eingebettet werden diese zentralen Arbeiten der außergewöhnlichen Künstlerin in Blumendarstellungen ihrer Vorläufer, Zeitgenossen und Nachfolger. Gärten und wertvolle Pflanzen, darunter speziell Tulpen, waren insbesondere im 17. Jahrhundert ein kostbares Gut. Florilegien aus dieser Zeit mit prachtvollen Deckfarbenzeichnungen auf Pergament oder als exklusive Kleinauflagendrucke mit kolorierten Kupferstichen im Riesenformat, wie etwa der berühmte Hortus Eystettensis des Basilius Besler, vermitteln einen Eindruck dieses besonderen Stellenwerts. Daneben umfasst die Ausstellung florale Ornamentstiche etwa von Martin Schongauer, Apothekerbücher aus dem 15. und 16. Jahrhundert, Pflanzenstudien aus dem Umkreis von Albrecht Dürer sowie Naturstudien von Georg Flegel und Georg Hoefnagel aus der Zeit um 1600. Außerdem werden eine Gruppe von Blumenzeichnungen von Bartholomäus Braun, der ebenso wie Maria Sibylla Merian in Nürnberg tätig war, sowie Blumenkompositionen von Barbara Regina Dietzsch und ihrem Umkreis aus dem 18. Jahrhundert gezeigt.
Kuratoren: Dr. Martin Sonnabend (Städel Museum), Dr. Michael Roth, (Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett)

Titel- und Laufzeitänderungen vorbehalten

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