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Open-Air-Kino im Städel Garten zeigt Helden der Geschichte 1.7.2016

Auch in diesem Jahr können sich Open-Air-Kino-Fans wieder auf das beliebte Sommerkino im Städel Garten freuen. Vom 13. bis 16 Juli bietet das grüne Dach des Städel Erweiterungsbaus die einzigartige Freiluft-Kulisse für ein ausgewähltes und vielfältiges Filmprogramm. Passend zur parallel laufenden Sonderausstellung „Georg Baselitz. Die Helden“ (30. Juni bis 23. Oktober 2016) widmet sich das Sommerkino in seiner vierten Ausgabe Filmen, die Geschichten von außergewöhnlichen Helden erzählen. Bei freiem Eintritt werden nach Anbruch der Dunkelheit an den ersten drei Abenden die Dokumentation „Georg Baselitz“ (2013) von Evelyn Schels, Giulio Ricciarellis „Im Labyrinth des Schweigens“ (2014) sowie „Searching for Sugar Man“ (2012) von Regisseur Malik Bendjelloul zu sehen sein. Am Samstag, 16. Juli, findet zudem eine Vorführung für junge Zuschauer im Metzler-Saal statt: Gezeigt wird dort bereits nachmittags um 15.00 Uhr der Film „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ (2014). Welcher Film am letzten Abend, 16. Juli, läuft, kann das Publikum wieder selbst entscheiden. Zur Auswahl stehen Sönke Wortmanns „Das Wunder von Bern“ (2003), Carol Reeds Klassiker „Der dritte Mann“ (1949) und „Der Staat gegen Fritz Bauer“ (2015) von Lars Kraume. Abgestimmt werden kann vom 27. Juni bis einschließlich 11. Juli per Stimmzettel vor Ort im Städel Museum oder auf http://facebook.com/staedelmuseum.de.

Der Eintritt zum Sommerkino im Städel Garten ist an allen Tagen frei. Einlass ist an jedem der Abende ab 19.00 Uhr, der Film beginnt jeweils bei Anbruch der Dunkelheit. Es wird darum gebeten, eigene Decken und Sitzgelegenheiten (keine Stühle) mitzubringen. Für kalte Getränke sowie herzhafte und süße Speisen vor und während der Filmvorstellungen ist gesorgt. Schon vor Filmbeginn sorgt DJ Biffy (Discocaine) für sommerlich-entspannte Stimmung. Bei schlechtem Wetter finden die Vorführungen im Metzler-Saal des Städel Museums statt.

Das Sommerkino wird unterstützt durch die Städel Gartengesellschaft.

Das Sommerkino ist Teil einer Initiative, mit der das Städel Museum seine frei zugängliche Gartenfläche für wechselnde Installationen, Performances und Veranstaltungen zur Gegenwartskunst öffnet. Bereits im Zuge der Neupräsentation der Skulpturensammlung im Städel Garten 2013 sowie der Reihe „Im Städel Garten“ wurde der Außenraum des Städel in jüngerer Vergangenheit immer wieder zum Ort für performative und installative Arbeiten, zum Beispiel von Adrian Williams („Watering Hole“, 2013), Adolf Luther („Architektur als Licht und Spiegelung“, 2013), Erwin Wurm („One Minute Sculptures“, 2014) oder Franz Erhard Walther („Schreitsockel und Standstellen“, 2014). In diesem Jahr wird der belgische Künstler David Claerbout vom 28. September bis 6. November 2016 eine neue Arbeit im Städel Garten präsentieren.

Sommerkino im Städel Garten

Programm

Mittwoch, 13. Juli, Einlass 19.00 Uhr, Filmbeginn bei Anbruch der Dunkelheit
Georg Baselitz
D 2013, Regie: Evelyn Schels, 105 Minuten, deutsche Fassung, FSK 0
Für die Regisseurin Evelyn Schels hat der Maler und Bildhauer Georg Baselitz erstmalig seine Ateliers in Deutschland und Italien für Filmaufnahmen geöffnet. Sie durfte ihn drei Jahre aus nächster Nähe begleiten, folgte ihm nach New York, Paris, und Berlin, befragte seine Ehefrau nebst Weggefährten und vollzieht in diesem sehr privaten dokumentarischen Filmporträt die wichtigsten Lebensstationen des Künstlers nach. Darüber hinaus wohnt der Zuschauer den sensiblen Entstehungsphasen von Bildern sowie Skulpturen bei und bekommt im Laufe des Films einen sehr persönlichen Eindruck von Baselitz.

Donnerstag, 14. Juli, Einlass 19.00 Uhr, Filmbeginn bei Anbruch der Dunkelheit
Im Labyrinth des Schweigens
D 2014, Regie: Giulio Ricciarelli, 123 Minuten, deutsche Fassung, FSK 12
Das Jahr 1958 bedeutet für Deutschland in erster Linie eines: Aufschwung durch den Wiederaufbau und das Wirtschaftswunder. Von „Auschwitz“ haben die einen nie gehört – die anderen wollen es so schnell wie möglich vergessen. Auch als ein Freund des Journalisten Thomas Gnielka (André Szymanski) einen Lehrer als ehemaligen Auschwitz-Aufseher wiedererkennt, scheint sich daran zunächst nichts zu ändern und niemand interessiert sich für den Fall – niemand bis auf den jungen Staatsanwalt Johann Radmann (Alexander Fehling). Gegen den Willen seiner Vorgesetzten übernimmt Radmann den Fall. Auf seiner schwierigen Suche nach Aufklärung stößt er auf ein Dickicht aus Lügen, Verdrängung und Verleugnung, wird dabei jedoch neben Gnielka auch vom Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (Gert Voss) unterstützt.

Freitag, 15. Juli, Einlass 19.00 Uhr, Filmbeginn bei Anbruch der Dunkelheit
Searching for Sugar Man
S/GB 2012, Regie: Malik Bendjelloul, 86 Minuten, Orginal mit Untertiteln, FSK 0
Der Folksänger Sixto Rodriquez aus Detroit war in den 1970er-Jahren ein Star – allerdings nicht in den USA, sondern in Südafrika und vor allem ohne dass er selbst etwas davon wusste. Fernab seines Heimatlandes wurde sein Album „Cold Fact“ zum Soundtrack der Anti-Apartheid-Bewegung. Zwei seiner südafrikanischen Fans machen sich eines Tages auf die Suche nach ihrem Idol, um das sich zahlreiche Gerüchte ranken, insbesondere um dessen vermeintlichen Selbstmord. In seinem Dokumentarfilm erzählt Regisseur Malik Bendjelloul die unglaubliche Geschichte dieses Musikers.

Samstag, 16. Juli, Einlass 14.00 Uhr, Filmbeginn 15.00 Uhr, Metzler-Saal
Rico, Oskar und die Tieferschatten
D 2014, Regie: Neele Vollmar, 96 Minuten, deutsche Fassung, FSK 0
Der zehnjährige Rico lebt allein mit seiner Mutter im Berliner Stadtteil Kreuzberg. Er ist ein etwas ungewöhnlicher Junge, der sich selbst als „tiefbegabt“ bezeichnet und ein Auge für „die kleinen Dinge“ hat. Eines Tages lernt er den zwei Jahre jüngeren Oskar kennen, der so ganz anders ist als Rico: nämlich „hochbegabt“ und ängstlich. Die beiden ungleichen Kinder freunden sich an und begeben sich gemeinsam auf die Spur des berüchtigten Kindesentführers „Mister 2000“. Als Oskar plötzlich verschwindet, muss Rico seinen ganzen Mut und seine Hartnäckigkeit unter Beweis stellen, um den Freund auf eigene Faust wiederzufinden.

Samstag, 16. Juli, Einlass 19.00 Uhr, Filmbeginn bei Anbruch der Dunkelheit
Publikumsfilm
Zur Abstimmung stehen:
„Das Wunder von Bern“ (2003), „Der Dritte Mann“ (1949) und „Der Staat gegen Fritz Bauer“ (2015)

Das Wunder von Bern
D 2003, Regie: Sönke Wortmann, 118 Minuten, deutsche Fassung, FSK 6
Nach seinem Dienst als Soldat im Zweiten Weltkrieg geriet der Bergmann Richard (Peter Lohmeyer) aus Essen in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Nach über zwölf Jahren kehrt er 1954 schließlich zu seiner Familie zurück, die ihm und der er fremd geworden ist. Der ältere Sohn hinterfragt die Rolle des Vaters in der NS-Zeit kritisch, die Tochter bandelt mit britischen Besatzungssoldaten und damit dem ehemaligen Feind an und der elfjährige Sohn Mattes (Louis Klamroth), der in Richards Abwesenheit geboren wurde, hat in dem Fußballnationalspieler Helmut Rahn ein Vorbild und eine Vaterfigur gefunden. Während sich das Verhältnis zwischen Richard und Sohn Mattes allmählich verbessert, nimmt Helmut Rahn bei der Fußballweltmeisterschaft eine immer tragendere Rolle in der Mannschaft ein und gelingt es der deutschen Elf, sich als Außenseiter bis ins Endspiel des Turniers vorzuarbeiten.

Der Dritte Mann
UK 1949, Regie: Carol Reed, 104 Minuten, deutsche Fassung, FSK 12
Der arbeitslose Romanautor Holly Martins kommt ins Wien der Nachkriegszeit, das von den siegreichen Alliierten in Sektoren unterteilt wurde. Der Grund für Martins Reise ist eine Einladung seines früheren Schulfreundes Harry Lime, der ihm einen Job angeboten hat. In Wien muss er jedoch feststellen, dass Lime vor Kurzem in einem sonderbaren Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist. Während Holly Martin sich bei Freunden und Bekannten des Opfers umhört, bemerkt er bald, dass einige der Geschichten nicht zusammenpassen und ist entschlossen herauszufinden, was Harry Lime wirklich zugestoßen ist.

Der Staat gegen Fritz Bauer
D 2015, Regie: Lars Kraume, 105 Minuten, deutsche Fassung, FSK 12
Die junge Bundesrepublik erweckt im Jahr 1957 den Eindruck, die NS-Zeit hinter sich lassen zu wollen. Doch der engagierte Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (Burghart Klaußner) setzt alles daran, die Täter im eigenen Land vor Gericht zu bringen. Zwölf Jahre nach Ende des Krieges bekommt er einen entscheidenden Hinweis darauf, wo sich der ehemalige SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann versteckt halten soll. Zusammen mit dem jungen Staatsanwalt Karl Angermann (Ronald Zehrfeld) beginnt Bauer, die Hintergründe zu recherchieren. Währenddessen verschwinden plötzlich Akten, formiert sich Widerstand bis in höchste Kreise und behindern Oberstaatsanwalt Ulrich Kreidler (Sebastian Blomberg) und BKA-Mitarbeiter Paul Gebhardt (Jörg Schüttauf) die Ermittlungen von Bauer und Angermann.

Sommerkino im Städel Garten
Mittwoch, 13. Juli, bis Samstag, 16. Juli 2016

Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de, Telefon +49(0)69-605098-0, Fax +49(0)69-605098-111
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Zeit: Mittwoch, 13. Juli, bis Samstag, 16. Juli, Einlass für die Abendvorführungen jeweils 19.00 Uhr, Filmbeginn bei Anbruch der Dunkelheit
Eintritt: frei

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Städel Museum und Frankfurter Volksbank laden Kinder und Jugendliche ein 30.6.2016

Bereits zum vierten Mal in Folge laden das Städel Museum und die Frankfurter Volksbank vor Beginn der Sommerferien alle Schulen, Kindertagesstätten und Horte der Region zur großen Bildungswoche ins Museum ein. Unter dem Motto „Eintauchen in die Kunst! 700 Jahre Kulturgeschichte“ öffnet das Städel vom 11. bis 14. Juli 2016 seine Türen für ein einzigartiges Bildungserlebnis. Eine ganze Woche lang können Kinder und Jugendliche auf spielerische Weise die Städelsche Sammlung entdecken und – von dieser inspiriert – selbst kreativ werden. Aufgrund des großen Interesses an dem einzigartigen Programm zur ästhetischen Bildung wird eine baldige Anmeldung empfohlen. Die Teilnahme an der Bildungswoche ist für alle Schulen, Kindertagesstätten und Horte völlig kostenfrei. Das Anmeldeformular ist unter www.staedelmuseum.de abrufbar, eine Anmeldung ist erforderlich.

Die überaus positive Resonanz auf die Bildungswochen in den vergangenen Jahren waren für das Städel Museum und die Frankfurter Volksbank Ansporn, die Erfolgsgeschichte „Städel ohne Grenzen“ auch in diesem Jahr fortzusetzen. „Wir waren uns sofort einig, dass wir diese einmalige Veranstaltung, die nicht nur die Kinder, Lehrer und Eltern begeistert, sondern auch auf spielerische Art wertvolles Wissen vermittelt, weiterführen wollen“, teilten Eva Wunsch-Weber, Vorstandsvorsitzende der Frankfurter Volksbank und Heinz-Jürgen Bokler, stellvertretender Direktor des Städel Museums, mit.

Die Teilnehmer erwarten abwechslungsreiche, altersgerechte Programmpunkte zu verschiedenen Themen in allen Sammlungsbereichen des Museums. Workshops, die sich unter anderem dem Rätsel der Farbe oder Naturgewalten in der Malerei widmen, sowie Experimente mit der geometrischen Darstellung oder eine Anleitung zum eigenen Kunstwerk bieten vielfältige Möglichkeiten zum handlungsorientierten Lernen, zur kreativen Auseinandersetzung mit Kunst sowie zur praktischen Vertiefung von Kenntnissen und Fähigkeiten. Das Museum präsentiert einen bunten Strauß an Angeboten, der das Interesse für Kunst weckt. Darüber hinaus stellen junge Kunstvermittler die wichtigsten Werke der Städel Sammlung vor und geben an zahlreichen Wissensstationen im gesamten Museum Auskunft über spannende Themen aus mehreren Jahrhunderten Kunstgeschichte: von faszinierenden Stillleben über ungewöhnliche Materialien in der Kunst bis hin zum „Malen“ mit der Kamera. Ein Quiz führt die jungen Museumsbesucher schließlich auf spielerische Art durch die Sammlung des Städel und damit durch 700 Jahre Kunst und Kultur.

Am Sonntag, 17. Juli 2016, findet die Bildungswoche mit einem „Familiensonntag“ ihren Abschluss und Höhepunkt: Alle teilnehmenden Schul-, Kita- und Hortkinder erhalten einen exklusiven Eintrittsgutschein, der sie und ihre Familien für diesen Tag zum kostenfreien Museumsbesuch einlädt. So können die Kinder ihren Eltern zeigen, was sie in der Woche zuvor alles erlebt haben.

Unterstützt wird die Bildungswoche durch die Frankfurter Volksbank.

Schulklassen, Kita- und Hortgruppen können sich noch bis Freitag, den 8. Juli, kostenfrei auf der Städel Website (www.staedelmuseum.de/de/angebote/bildungswoche) bzw. unter info@staedelmuseum.de für die Bildungswoche anmelden.

BILDUNGSWOCHE „EINTAUCHEN IN DIE KUNST! 700 JAHRE KULTURGESCHICHTE"

Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt
Veranstaltungsdauer: 11. bis 14. Juli 2016 jeweils zwischen 9.00 Uhr und 14.00 Uhr für Schulklassen, Kita- und Hortgruppen, 17. Juli 2016 zwischen 10.00 Uhr und 18.00 Uhr für Familien

Download des Anmeldeformulars unter www.staedelmuseum.de/de/angebote/bildungswoche

Pressekontakt Städel Museum: Axel Braun (Pressesprecher); Telefon +49(0)69-605098-170; Fax +49(0)69-605098-188; braun@staedelmuseum.de

Pressekontakt Frankfurter Volksbank: Michael Kröhle (Leiter Vorstandsstab und Pressesprecher); Telefon +49(0)69-2172-10193; Fax +49(0)69-2172-20199; michael.kroehle@frankfurter-volksbank.de

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Philipp Demandt wird neuer Direktor von Städel und Liebieghaus 24.6.2016

Die Suche nach einem Direktor für das Städel Museum und die Liebieghaus Skulpturensammlung ist abgeschlossen. Der promovierte Kunsthistoriker Dr. Philipp Demandt (45) übernimmt die Leitung der beiden Museen zum 1. Oktober 2016. Demandt ist seit Januar 2012 Leiter der Alten Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz und gilt als einer der renommiertesten Kunsthistoriker und Ausstellungsmacher Deutschlands. Er bringt zudem umfassende Erfahrungen im modernen Kulturmanagement mit.

Der Findung vorausgegangen war eine intensive nationale wie internationale Suche, die die Administration des Städel Museums unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Nikolaus Schweickart durchgeführt hat. Frankfurts Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Schirn Kunsthalle Frankfurt, Peter Feldmann, der scheidende Frankfurter Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth und die designierte Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig begrüßen die Entscheidung.

"Wir freuen uns sehr, dass es schon kurz nach dem Weggang von Max Hollein gelungen ist, mit Philipp Demandt einen der kreativsten Köpfe der deutschen Museumslandschaft für die Führung der beiden Häuser zu gewinnen. Als Leiter eines der bedeutendsten deutschen Museen und als zentraler Protagonist der Berliner Museumswelt hat er seine Fähigkeiten mehrfach unter Beweis gestellt – und ist darum genau der Richtige für den verantwortungsvollen Posten in Frankfurt", kommentiert der Vorsitzende der Administration des Städel Museums Prof. Dr. Nikolaus Schweickart.

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann, Aufsichtsratsvorsitzender der Schirn Kunsthalle Frankfurt, betont: "Frankfurt und Philipp Demandt: Das passt. Ich freue mich, dass Philipp Demandt sich entschieden hat, das Städel Museum und die Liebieghaus Skulpturensammlung zu leiten. Er ist ein hervorragender Wissenschaftler und Kunstvermittler – ein Museumsmann von Format. Ich bin mir sicher, dass Demandt die Kultur in Frankfurt nachhaltig und zukunftsorientiert mitgestalten und weiter ausbauen wird."

Über die Leitung der Schirn Kunsthalle Frankfurt wird nach Amtsübernahme der designierten Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig von den zuständigen politischen Gremien entschieden. Sowohl der Oberbürgermeister als auch Dr. Hartwig sehen in der gemeinsamen Leitung der drei Häuser generell eine sinnvolle und zukunftsweisende Konstellation, die sich in der Vergangenheit als großer Gewinn für die Kulturstadt Frankfurt erwiesen hat.

"Die erfolgreiche Arbeit am Städel Museum und der Liebieghaus Skulpturensammlung gemeinsam mit allen Kolleginnen und Kollegen fortzusetzen, ist eine Herausforderung, der ich mit Spannung entgegensehe. Zugleich blicke ich mit großer Dankbarkeit auf rund fünf erfüllte Jahre an der Nationalgalerie. Auf Frankfurt, das sich zu einem der aufregendsten Kunstzentren Deutschlands und darüber hinaus entwickelt hat, freue ich mich sehr – ganz persönlich auch, da mir Stadt und Region lange vertraut sind", so Dr. Philipp Demandt über seine Berufung nach Frankfurt.

Der 1971 in Konstanz geborene Demandt studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Publizistik und promovierte 2001 am Institut für Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit zur Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der Königin-Luise-Porträts von Johann Gottfried Schadow und Christian Daniel Rauch sowie zur historischen Mythologie des preußischen Staates im Spiegel des "Luisenkults". Nach einer Ausstellungsassistenz im Bröhan-Museum 2002 wurde Demandt 2004 Dezernent bei der Kulturstiftung der Länder. Zu seinen Aufgaben zählten die Beratung und Unterstützung deutscher Kultureinrichtungen beim Erwerb und der Finanzierung von Kunstwerken von der Vor- und Frühgeschichte bis zum 19. Jahrhundert sowie bei Ausstellungsvorhaben. Von 2007 bis 2010 war er zudem Mitkurator der Ausstellung „Luise. Leben und Mythos der Königin“ der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Darüber hinaus konzipierte und leitete er die von der Kulturstiftung der Länder herausgegebene Zeitschrift "Arsprototo" sowie deren wissenschaftliche Publikationsreihe „Patrimonia“ und veröffentlichte zahlreiche Artikel zur Kunst- und Kulturgeschichte, unter anderem in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Süddeutschen Zeitung und der Welt.

Im Januar 2012 wurde Demandt zum Leiter der Alten Nationalgalerie in Berlin ernannt. Hier hat er unter anderem mit einer umfassenden Neukonzeption der Schausammlung sowie mit ebenso innovativen wie erfolgreichen Ausstellungen auf sich aufmerksam gemacht. Zu den Höhepunkten unter seiner Leitung zählten die Ausstellungen "Rembrandt Bugatti", "Impressionismus/Expressionismus. Kunstwende" oder zuletzt "Der Mönch ist zurück", eine Sonderpräsentation zur Restaurierung von Caspar David Friedrichs Meisterwerken Mönch am Meer und Abtei im Eichwald. Die Alte Nationalgalerie beherbergt Gemälde und Skulpturen vom späten 18. Jahrhundert bis zum frühen 20. Jahrhundert. Ihre Sammlung ist Teil der Nationalgalerie, zu der auch die Neue Nationalgalerie, der Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin, das Museum Berggruen und die Sammlung Scharf-Gerstenberg gehören.

Dr. Philipp Demandt tritt in Frankfurt die Nachfolge von Max Hollein an, der zum 1. Juni 2016 als neuer Direktor an die Fine Arts Museums of San Francisco (FAMSF) gewechselt ist.

Pressekontakt:
Axel Braun, Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Städel Museum, Dürerstraße 2, D-60596 Frankfurt, E-Mail: braun@staedelmuseum.de; Telefon: +49 (0)69 60 50 98-170, Mobil +49 (0)171 5644061, Fax: +49 (0)69 60 50 98-188

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Georg Baselitz. Die Helden 14.6.2016

Fünfzig Jahre nach ihrer Entstehung präsentiert das Städel Museum vom 30. Juni bis 23. Oktober 2016 Georg Baselitz’ berühmte „Helden“-Bilder in einer umfassenden monografischen Sonderausstellung. Georg Baselitz (geb. 1938) zählt zweifelsohne zu den prägendsten Malern und Bildhauern unserer Zeit. Seine kraftvolle Werkgruppe der „Helden“ und „Neuen Typen“ gilt weltweit als Schlüsselwerk der deutschen Kunst der 1960er-Jahre und wird in der von Max Hollein kuratierten Schau erstmals in großem Umfang gezeigt. Zu sehen sind 70 Gemälde und Arbeiten auf Papier, deren monumentale Figuren, aggressiv und trotzig gemalt, bis heute ambivalent, schicksalhaft und verletzlich wirken. Es sind zerschlissene Soldaten, resignierte Maler, denen ihr latentes Scheitern ebenso eingeschrieben ist wie ihre ungewisse Zukunft. Die inhaltliche Brüchigkeit und Widersprüchlichkeit der „Helden“ findet ihr Äquivalent im Formalen. Die stets mittig frontal gegebene und klar konturierte Figur kontrastiert mit der Wildheit der Farbwahl und Heftigkeit der Malweise. Leihgaben aus bedeutenden internationalen Museums- und Privatsammlungen eröffnen dem Publikum einen umfassenden Blick auf diese Ikonen der deutschen Nachkriegskunst, die der damals erst 27-jährige Baselitz 1965/66 in explosionsartiger Produktivität entwickelte. Nach ihrem Auftakt im Frankfurter Städel Museum wandert die groß angelegte Ausstellung weiter an das Moderna Museet Stockholm, in den Palazzo delle Esposizioni Rom und an das Guggenheim Museum Bilbao.

Die Ausstellung „Georg Baselitz. Die Helden“ wird gefördert durch Goldman Sachs.

„Die ‚Helden‘-Bilder sind Markstein und vehementer Dreh- und Angelpunkt im Werk von Georg Baselitz. Sie sind aus tiefster innerer Notwendigkeit entstanden, als bewusste Auseinandersetzung mit einer virulenten, inhaltlich aufgeladenen Thematik und stellen eine zeitlose Reflexion der künstlerischen Existenz an sich dar. Anhand einer eindrucksvoll veranschaulichten, selbst empfundenen Isolation, Entwurzelung und Haltlosigkeit etablieren die Arbeiten den prekären Erfahrungszustand des Künstlers in einer gebrochenen Welt und konfrontieren mit einem paradigmatischen Künstlerbild“, so Max Hollein, Kurator der Ausstellung.

Georg Baselitz hatte 1965 eine in vielerlei Hinsicht zerstörte Ordnung vor Augen: Zwanzig Jahre nach Kriegsende standen in Deutschland Ideologien und politische Systeme sowie künstlerische Stile zur Diskussion. Dem Künstler kam dieser Mangel an Ordnungen entgegen, denn jegliche Vereinnahmung durch kategorische Einteilungen war und blieb ihm fremd. In seiner skeptischen Grundhaltung betonte er die zwiespältigen Aspekte seiner Gegenwart. Entsprechend widersprüchlich wirken seine monumentalen „Helden“ im zerschlissenen Kampfanzug, die von Versagen und Resignation gezeichnet sind. Dass Baselitz sich in dieser Zeit überhaupt dem Thema der Helden zuwandte, war per se provokant. Das (männliche) Heldentum und seine einstigen Vertreter waren durch Krieg und Nachkriegszeit fragwürdig geworden. Der Künstler lässt Gestalten aus einer bereits verschüttet geglaubten Vergangenheit wiederauferstehen und bildet damit eine Wirklichkeit ab, wie sie in der bundesrepublikanischen Erfolgsgeschichte des Wirtschaftswunders nur ungern gesehen wurde. Und das in der damals vermeintlich obsoleten Form der figurativen Malerei. Es ging in dieser Auseinandersetzung aber um weit mehr als um allgemeine Gesellschaftsfragen. In zahlreichen Rollenbildern, die vom bisher unbeanspruchten „Neuen Typ“ über den historisch-politisch konnotierten Rebell und Partisan und den geistigen Hirten bis hin zu dem des positionierenden Malers reichten, vergegenwärtigt Baselitz seine individuelle Haltung und seinen besonderen Weg als Maler. Hier reflektierte er selbst über seine eigene Position im Verhältnis zu dieser Gesellschaft – eine wuchtige Selbstbehauptung und Identitätsbestimmung entgegen allen aktuellen Strömungen der damaligen Zeit. „Ich habe viele Experimente gemacht in 50 Jahren. Ich denke aber, dass die ‚Helden‘ keine Nachhilfe mehr benötigen“, so Georg Baselitz über die Werkgruppe der „Helden“ und „Neuen Typen“.

„Die Ausstellung im Städel Museum präsentiert die ‚Helden‘-Bilder Baselitz’ in einem Spiel aus Leere und Verdichtung über zwei Stockwerke des Ausstellungshauses“, erklärt die Co-Kuratorin Eva Mongi-Vollmer. Besonderer Wert wird auf die Wirkung der einzelnen Bilder und Zeichnungen gelegt. So wird sowohl durch die variierenden Wandfarben als auch durch eine stark rhythmisierte und immer wieder überraschende Hängung der Ausstellungsbesuch die Wahrnehmung für die Kunstwerke schärfen und den Betrachter sensibilisieren.

Die jeweiligen „Helden“ und „Neuen Typen“ mit ihren kolossalen Körpern und extrem kleinen Köpfen sind stets in der Bildmitte zu finden. Sie taumeln, schreiten teils ungeschickt, teils souverän durch den Bildraum. Die sie umgebende trostlose Landschaft zeugt, in Analogie zu ihren geschundenen Leibern, von Verwüstung: brennende Häuser, entlaubte Bäume, aufgewühlte Erdhaufen. Die vagabundierenden „Helden“ tragen ein Repertoire an wiederkehrenden Gegenständen wie Tornister, Paletten und Malerpinsel oder Marterinstrumente mit sich. Trotz der sich wiederholenden Ausführung im gleichen Format von 162 mal 130 Zentimetern birgt jedes einzelne Werk einen eigenen Ausdruck, der stark mit der jeweiligen Malweise und Farbwahl zusammenhängt. In der losen chronologischen Abfolge der Werke in der Ausstellung zeichnet sich Baselitz’ allmähliche Loslösung vom Motiv ab. Von dort bis zur seiner späteren Umkehrung des Motivs ist es nur noch ein kurzer Weg.

Ihren Anfang nahm die Werkgruppe der „Helden“ und „Neuen Typen“ während Baselitz‘ Stipendium an der Villa Romana in Florenz. Zurück in Westberlin arbeitete er das Thema weiter aus. Die vielfach besprochene Skandalgeschichte, die mit der Ausstellung in der Galerie Werner & Katz 1963 begann, war zu diesem Zeitpunkt im Ausklang begriffen. Im Frühwerk Baselitz‘ bilden die „Helden“-Bilder einen besonderen Wendepunkt und können heute als historisches Dokument angesehen werden. Die Werke fügen sich nicht ein, in die vorherrschenden damaligen künstlerischen Tendenzen, seien es die Zukunftsvision von ZERO, die französischen und amerikanischen Abstraktionen oder die Abwandlungen des deutschen Nachkriegsinformel. Sie geben sich auch zwanzig Jahre nach Kriegsende nicht mit einem oberflächlichen Gefühl des Neuanfangs zufrieden. Kreisen die „Helden“ und „Neuen Typen“ zwar motivisch um sich wiederholende Elemente, so werden sie in ihrer malerischen Ausformulierung monströs, zerrüttet und wuchtig. Sie bilden eine wichtige Position innerhalb der deutschen Kunst nach 1945.

Zur Ausstellung erscheint im Hirmer Verlag ein umfassender Katalog, in dem Herausgeber Max Hollein einleitend über Malerei als Befreiung schreibt, während Alexander Kluges literarische Texte einen ganz eigenen eindrucksvollen Wahrnehmungsraum entstehen lassen; Uwe Fleckner wendet sich in einem Kapitel dem postheroischen Helden zu, der Kunsthistoriker Richard Shiff verschafft sich einen lebendigen Eindruck von verlorenen Helden und Städel Kuratorin Eva Mongi-Vollmer widmet sich im Katalog der Entstehungsjahre der „Helden“.

Der Audioguide zur Ausstellung (auch auf der Städel App erhältlich) wird u. a. von Georg Baselitz und Alexander Kluge gesprochen. Ein aufwendig gestaltetes Digitorial gibt ab Mittwoch, 15. Juni 2016 unter baselitz.staedelmuseum.de umfassende Einblicke in zentrale Thesen und Werke der Ausstellung.

Georg Baselitz
Der am 23. Januar 1938 in Deutschbaselitz in Sachsen geborene Georg Baselitz begann sein Kunststudium an der Hochschule für bildende Kunst in Berlin-Weißensee (Ost). Nach zwei Semestern wurde er wegen „gesellschaftspolitischer Unreife“ von der Schule verwiesen und setzte daraufhin 1957 sein Studium in Berlin-Charlottenburg (West) fort. Erste Auslandsreisen führten ihn nach Amsterdam und Paris. 1961 begann seine Ausstellungsaktivität gemeinsam mit Eugen Schönebeck in einem leerstehenden Haus, anlässlich deren das später so genannte erste „Pandämonische Manifest“ erschien. Es folgten kontrovers diskutierte Galerieausstellungen. 1966 verließ er Berlin und siedelte nach Rheinhessen (nahe Worms) um. 1969 malte Baselitz sein erstes Bild mit umgekehrtem Motiv – dieser Entscheidung blieb er in der weiteren Werkentwicklung treu. Die Bekanntheit des Künstlers wuchs und damit häuften sich seine Ausstellungsteilnahmen im Ausland; 1980 vertrat er zusammen mit Anselm Kiefer die Bundesrepublik Deutschland bei der 39. Biennale von Venedig. Es folgten vielbeachtete Ausstellungen in verschiedenen Ländern, darunter in Großbritannien und in den USA. Auch die bereits 1978 in Karlsruhe begonnene Lehrtätigkeit setzte sich zwischen 1983 und 1988, später wieder ab 1992 in Berlin fort. Zahlreiche Retrospektiven, Auszeichnungen, Preise und Ehrenprofessuren würdigen bis heute die Bedeutung seines Schaffens.

GEORG BASELITZ. DIE HELDEN

Kurator: Max Hollein, Direktor Fine Arts Museums of San Francisco
Co-Kuratorin: Dr. Eva Mongi-Vollmer, Städel Museum
Ausstellungsdauer: 30. Juni bis 23. Oktober 2016
Pressevorbesichtigung: Mittwoch, 29. Juni 2016, 11.00 Uhr
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main

Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de, Telefon +49(0)69-605098-200, Fax +49(0)69-605098-112
Besucherdienst: Telefon +49(0)69-605098-232, besucherdienst@staedelmuseum.de
Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do + Fr 10.00–21.00 Uhr
Sonderöffnungszeiten: Mo 3.10., 10.00–18.00 Uhr
Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 12 Euro, Familienkarte 24 Euro; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren;. Gruppen ab 10 Personen: ermäßigter Eintrittspreis pro Person. Für Gruppen ist vorab eine Anmeldung unter Telefon +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich
Kartenvorverkauf: tickets.staedelmuseum.de

Katalog: Zur Ausstellung erscheint im Hirmer Verlag ein von Max Hollein und Eva Mongi-Vollmer herausgegebener Katalog mit einem Vorwort von Max Hollein und Beiträgen von Uwe Fleckner, Max Hollein, Alexander Kluge, Richard Shiff und Eva Mongi-Vollmer. Deutsche und englische Ausgabe, ca. 172 Seiten, 29,90 Euro (Museumsausgabe).

Digitorial: Das Digitorial wird durch die Aventis Foundation ermöglicht. Es ist ab 15. Juni 2016 unter baselitz.staedelmuseum.de abrufbar.
Städel App: Die App ist für Android- und iOS-Smartphones optimiert und bietet mit Beginn der Ausstellung die Audiotour zum Download auf das Smartphone.
Audiotour: Die Audiotour umfasst Ausschnitte eines Interviews mit Georg Baselitz sowie Essays zu einzelnen Bildern des „Helden“-Zyklus, verfasst und gelesen von Alexander Kluge. Deutsch und englisch, 4 Euro; zwei Audioguides 7 Euro.

Social Media: Das Städel Museum kommuniziert die Ausstellung in den sozialen Medien mit den Hashtags #Baselitz und #Staedel.

Überblicksführungen durch die Ausstellung: Di 15.00 Uhr, Do 19.00 Uhr, Sa 16.00 Uhr sowie Mo 3.10., 16.00 Uhr. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten.

Gefördert durch: Goldman Sachs

Medienpartner: Frankfurter Rundschau, Andy Warhol’s Interview Magazine, Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main

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Veranstaltungsprogramm Juli 2016 8.6.2016

Veranstaltungsprogramm Juli 2016

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Jahresbericht 2015 7.6.2016

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Feierliche Verabschiedung von Max Hollein im Kaisersaal des Frankfurter Römers 22.5.2016

(Frankfurt am Main, 22. Mai 2016) Mit einer feierlichen Veranstaltung im Frankfurter Römer wurde Max Hollein heute offiziell verabschiedet. Die Ehrung des langjährigen Direktors der Schirn Kunsthalle Frankfurt, des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung fand im Kaisersaal des Römers statt, im Beisein des Kulturdezernenten Prof. Dr. Felix Semmelroth, des Vorsitzenden der Administration des Städel Museums, Prof. Dr. Nikolaus Schweickart, des Vorsitzenden der Schirn-Freunde, Christian Strenger, der Vorsitzenden des Städelschen Museums-Vereins, Sylvia von Metzler und von mehr als 350 weiteren Wegbegleitern und Freunden. Im Rahmen der Veranstaltung wurde Max Hollein das Gemälde „Das rote Flugzeug“ (1932) von Franz Radziwill präsentiert, welches ihm zu Ehren und aus Dankbarkeit für seine Verdienste für die Sammlung des Städel erworben wurde. Bevor Max und Nina Hollein mit ihren drei Kindern von einem VW-Bus aus der Hippiezeit vor dem Römer abgeholt wurden, überraschte ein Mitarbeiterchor aus den drei Häusern den scheidenden Direktor mit einem persönlichen musikalischen Dankeschön.

Der Frankfurter Kulturdezernent, Prof. Dr. Felix Semmelroth, betonte: „Die Kultur spielt in unserer Stadt eine besondere Rolle. Sie ist das entscheidende Element für unser Zusammenleben. Max Hollein hat diesen Wert früh erkannt und sich mit Nachdruck und Verve immer für das kulturelle Leben in dieser Stadt eingesetzt. Er ist ein außergewöhnlicher Kultur-Botschafter und hat sich in hohem Maße um die Kulturstadt Frankfurt verdient gemacht. Mit fachlicher Kompetenz und Esprit hat Hollein unzählige Menschen für Kunst begeistert – und das nicht nur in Frankfurt mit seiner offenen Bürgergesellschaft, sondern auch im Ausland.“

Der Vorsitzende der Administration des Städel Museums, Prof. Dr. Nikolaus Schweickart, sagte: „In seinen insgesamt über 15 Frankfurter Jahren ist es Max Hollein gelungen, alle drei Kunsthäuser zu den aufregendsten und erfolgreichsten ihrer Art zu machen. Es ist keineswegs übertrieben zu betonen, dass er wie kaum ein anderer die Art und Weise, wie man heutzutage eine Kulturinstitution leitet, bestimmt und verändert hat.“

Der Vorsitzende der Schirn Freunde, Christian Strenger betonte: „Max Hollein bringt Menschen durch und für die Kunst zusammen. Er hat beispielgebend gezeigt, wie Menschen zu motivieren sind, für die Kunst zu 'brennen'! Die inzwischen 1.900 Schirn Freunde sind dafür lebendiger Beweis.“

Sylvia von Metzler, die Vorsitzende des Städelschen Museums-Vereins, erinnerte in ihrer sehr persönlichen Rede an Holleins Talent, viele Freunde für die drei Häuser zu gewinnen: „Du hast es geschafft, die internationale Kunstszene – von Julian Schnabel über Jeff Koons bis Yoko Ono, wichtige Galeristen, Sammler und Museumsdirektoren aus aller Welt – mit zahlreichen Frankfurter Kunstfreunden, Mäzenen und Unterstützern zusammenzubringen und damit einen lebendigen Ort des Austausches und der menschlichen Bereicherung entstehen zu lassen. Dafür gilt Dir unser aller Dank.“

Als Anerkennung und Dank für Holleins Verdienste hat das Städel Museum für die Sammlung der Kunst der Moderne Franz Radziwills „Das rote Flugzeug“ (1932) erworben. Der Künstler gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Neuen Sachlichkeit und war bislang nicht in der Städelschen Sammlung vertreten. Radziwill wuchs in der Nähe eines Flugplatzes in Bremen auf, was zu einer lebenslangen Faszination für die Luftfahrt führte. Obwohl Flugzeuge vielfach in seinem Œuvre wiederkehren, zeichnet sich dieses Hauptwerk Radziwills durch die Monumentalisierung der Maschine sowie eine äußerst detailgetreue Wiedergabe aus. Im Hinblick auf das Bildmotiv passt das Werk ausgezeichnet zur Flughafenstadt Frankfurt, in der Flugzeuge wie nirgends sonst in Deutschland ein fester Bestandteil städtischer Identität sind. Zugleich fügt sich das Werk nahtlos in eine Reihe von Gemälden von Volker Böhringer, Otto Dix, Karl Hubbuch, Lotte Laserstein und Josef Scharl aus der Städel-Sammlung ein. Da sich Max Hollein in seiner Zeit als Direktor am Städel durch signifikante Erwerbungen auch besonders für die Neue Sachlichkeit eingesetzt hat, bietet der Ankauf von Radziwills „Das rote Flugzeug“ eine einzigartige Möglichkeit, sein Engagement dauerhaft zu manifestieren. Insgesamt konnten die Sammlungen des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung unter Max Hollein um mehr als 2.800 Werke erweitert werden.

Max Hollein (*1969) studierte Betriebswirtschaft und Kunstgeschichte in Wien. Während dieser Zeit war er unter anderem freier Mitarbeiter der Tageszeitung „Der Standard“. 1995 zog er nach New York, um am Solomon R. Guggenheim Museum zu arbeiten, wo er zuletzt als „Chief of Staff and Manager of European Relations“ tätig war. 2001 kam er als Direktor der Schirn Kunsthalle nach Frankfurt am Main. Von 2006 bis Mai 2016 war er in Personalunion auch Direktor des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung. Rasch gewann Max Hollein die Unterstützung von Privatleuten, Stiftungen und Unternehmen. Publikumserfolge wie „Edvard Munch. Der moderne Blick“ in der Schirn Kunsthalle, „Monet und die Geburt des Impressionismus“ im Städel, „Bunte Götter. Die Farbigkeit antiker Skulptur“ im Liebieghaus oder der Städel Erweiterungsbau, für den er 52 Millionen Euro akquirierte, prägten sein Schaffen an der Spitze der drei Häuser. Alle drei haben sich unter seiner Leitung signifikant weiterentwickelt und zählen heute zu den erfolgreichsten Kunstinstitutionen Europas. Auch konnten die Einrichtungen dank innovativer Online-Kommunikations- und Vermittlungsprogramme ihre Bekanntheit ausbauen und ihren Bildungsauftrag weit über die physischen Grenzen der Häuser hinaus wahrnehmen. Max Hollein ist Mitglied in zahlreichen Aufsichts- und Beratungsgremien internationaler Kulturinstitutionen, u. a. der Nationalgalerie in Prag, der Eremitage in St. Petersburg, des Palais de Tokyo in Paris, der Istanbul Modern oder der Neuen Galerie in New York. Hollein wird zum 1. Juni 2016 neuer Direktor der Fine Arts Museums of San Francisco (FAMSF), der größten öffentlichen Kunstinstitution in Nordkalifornien, deren Häuser mit 1,6 Millionen Besuchern 2014 die am vierthäufigsten besuchten Museen der USA waren.

PRESSEKONTAKT:
Axel Braun, Städel Museum, Dürerstraße 2, D-60596 Frankfurt, E-Mail: braun@staedelmuseum.de; Telefon: +49 (0)69 60 50 98-170, Fax: +49 (0)69 60 50 98-188
Pamela Rohde, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Römerberg, D-60311 Frankfurt, E-Mail: pamela.rohde@schirn.de; Telefon: +49 (0)69 29 98 82-148, Fax: +49 (0)69 29 98 82-240

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Veranstaltungsprogramm Juni 2016 11.5.2016

Veranstaltungsprogramm Juni 2016

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Schaufenster des Himmels. Der Altenberger Altar und seine Bildausstattung 10.5.2016

Vom 22. Juni bis zum 25. September 2016 widmet das Städel Museum der Kunst des Mittelalters eine konzentrierte Schau mit erlesenen Exponaten. In der Ausstellung „Schaufenster des Himmels“ wird eine der eindrucksvollsten Kirchenausstattungen zu erleben sein, die sich aus dem späten 13. und frühen 14. Jahrhundert erhalten hat: Der frühgotische Altenberger Altar und seine reiche Bildausstattung. In der Schau werden das Hochaltarretabel mitsamt seinem Schreinkasten, der zentralen Muttergottesfigur und den Flügelbildern mit Passions- und Mariendarstellungen sowie das aus dem ehemaligen Prämonstratenserinnen-Kloster Altenberg an der Lahn stammende Ensemble kostbarster Ausstattungsstücke rund um den Altar wieder zusammengeführt. Werke der Tafelmalerei und Skulptur sowie der Textil- und Goldschmiedekunst lassen ein komplexes Bezugssystem von Bildern lebendig werden und führen das Zusammenspiel verschiedener Medien in einer konkreten Altarraumausstattung des frühen 14. Jahrhunderts eindrücklich vor Augen. Die 37 Exponate können innerhalb der Ausstellung erstmals seit der Säkularisation des Klosters zu Beginn des 19. Jahrhunderts zusammen gezeigt werden. Im Zentrum der Ausstellung steht das wandelbare Flügelretabel des Hochaltars, das diesen ab etwa 1330 schmückte. Die Flügeltafeln des Altarzusammenhangs wurden 1925 für das Städel erworben und zählen nicht nur zu den frühesten, sondern zugleich zu den herausragendsten Werken der deutschen Tafelmalerei. Diese zentralen Werke des Städelschen Sammlungsbereichs Alte Meister können nun umfassend in ihrem historischen, künstlerischen und funktionalen Zusammenhang präsentiert werden. Die Schau basiert auf den Ergebnissen langjähriger Forschungsarbeiten und jüngster gemäldetechnischer Untersuchungen des Retabels zu Fragen der Betrachtungsweise von Bildern auf dem Hochaltar auch außerhalb der Gottesdienste.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Kulturstiftung der Länder.

Die Bandbreite der zum Altenberger Retabel gehörigen Ausstattungsstücke, die in der Schau zu sehen sind, ist groß: Sie reicht von Reliquiaren, die ursprünglich im Inneren des Schreinkastens präsentiert wurden, über figürlich bestickte, mit Stifterinschriften versehene Altardecken von etwa 1330, Goldschmiedearbeiten und Altarkreuze des 13. Jahrhunderts bis hin zu figürlichen Glasmalereien des Chorachsenfensters aus dem frühen 14. Jahrhundert. Die Überlieferung der zugehörigen Altardecken für ein Altarensemble dieser Zeit ist einmalig. Zeitgleich mit den Tafelbildern entstanden sie als gestickte Bilder von beeindruckender Größe und Qualität, die den Altartisch vor dem Retabel schmückten. Zwei dieser bestickten Leinendecken werden in der Ausstellung gezeigt. Auch das Chorscheitelfenster, das ehemals hinter dem Hochaltarretabel einen eigenständigen Bildzyklus darstellte, kann in mehreren originalen Fensterabschnitten, die unter anderem eigens aus dem Metropolitan Museum of Art in New York nach Frankfurt entliehen werden, und ergänzenden Aquarellkopien aus dem 19. Jahrhundert präsentiert werden.

Die unterschiedlichen Ausstattungsstücke der Klosterkirche beziehen sich funktional wie auch inhaltlich aufeinander. Die Darstellung einer auf einem Thron sitzenden, von den Heiligen Drei Königen verehrten Madonna mit Kind findet sich nicht nur prominent platziert auf den schon um 1300 entstandenen Glasmalereien im zentralen Chorfenster, sie ist auch als in reichen Farben gestaltete Skulptur im Zentrum des Retabels von 1330 sowie im Bildprogramm der gestickten Altardecken erkennbar.

„Die bewusste Wiederholung ein und desselben Motivs in unterschiedlichen Medien und an verschiedenen Orten verstärkte die zentrale Bedeutung, die der hier dargestellten Figur – der Gottesmutter als Hauptpatronin des Klosters Altenberg – beigemessen wurde“, so Jochen Sander, Kurator der Ausstellung. „Dabei funktionierte der Hochaltar mit seinen gestickten, gemalten und plastischen Bildern, vor allem aber mit seinen heilsvermittelnden Reliquien der Heiligen für den mittelalterlichen Betrachter buchstäblich als Schaufenster des Himmels.“

Die Wandelbarkeit des Altarretabels, dessen Flügel in sich faltbar waren und damit neben einer vollständigen Öffnung oder Schließung des Schreins zusätzlich dessen Teilöffnung ermöglichte, erlaubte verschiedene Inszenierungen der im Schrein ausgestellten zentralen Muttergottesfigur und der sie begleitenden Reliquiare. Durch die jeweilige Auswahl einer der ursprünglich drei zugehörigen Altardecken mit ihren gestickten Bildprogrammen konnte diese Inszenierung noch weiter variiert werden.

In einer 3D-Visualiserung können die Ausstellungsbesucher über ein Bedienfeld das Zusammenwirken dieser verschiedenen Objekte des Altarraums von verschiedenen simulierten Standorten im Kirchenraum aus erleben. Eine Audiostation gibt zusätzlich Aufschluss darüber, wie Altarflügel und Hochaltar zu verschiedenen Festtagen im Kirchenjahr inszeniert wurden.

Der Altar und die übrigen Exponate der Ausstellung befanden sich bis zur Säkularisierung im Kloster Altenberg und gingen 1803 in den Besitz der Fürsten von Solms-Braunfels über. Zahlreiche Stücke befinden sich deshalb noch heute im Schlossmuseum Braunfels. Wegen der herausragenden Qualität der Altenberger Kirchenausstattung bestand allerdings schon im 19. Jahrhundert großes Interesse an den Objekten, und so gelangten viele der Kunstwerke in bedeutende Sammlungen weltweit – von hochkarätigen Privatsammlungen über die Sammlungen der Stadt Frankfurt, der Wartburg-Stiftung in Eisenach sowie des Bayerischen Nationalmuseums in München bis hin zur Eremitage in Sankt Petersburg und dem Metropolitan Museum of Art in New York. In der Präsentation im Städel Museum werden diese Objekte nun wiedervereint und in ihrem ursprünglichen Kontext als Gesamtkunstwerk zu erleben sein.

Die Schau bietet zudem einen sehr persönlichen Blick auf eine der seit dem Mittelalter wohl beliebtesten Heiligen: Elisabeth von Thüringen. Sie hatte ihre jüngste Tochter Gertrud als Kleinkind der Obhut der Altenberger Klosterschwestern anvertraut. Gertrud übernahm mit 21 Jahren die Leitung des Klosters und bestimmte die Ausstattung der Klosterkirche entscheidend mit. Ein um 1270 entstandener Wandbehang veranschaulicht die Vita Elisabeths und ihres Gatten Landgraf Ludwig IV. Dieses Werk könnte vor der Errichtung des Retabels an hohen Festtagen hinter der Altarmensa präsentiert worden und damit der textile Vorläufer des Altarretabels gewesen sein. Die gestickte Bildvita und ein zweiter großer, ebenfalls unter Gertrud entstandener, mit Figuren bestickter Behang, der an Gedenktagen der Familie gezeigt wurde, ermöglichen – zusammen mit weiteren Stücken des Klosters wie dem Armreliquiar der hl. Elisabeth, ihrer Silberkanne und dem angeblichen Ringes ihres Mannes – einen Einblick in die Geschichte Elisabeths von Thüringen und ihrer Familie. Gleichzeitig wird über die sich in diesen Werken offenbarenden, weitreichenden Verbindungen der Landgrafentochter auch politische Geschichte auf internationaler und regionaler Ebene sichtbar.

Die im Rahmen der Sonderausstellung gezeigten textilen Bildwerke führen zusammen mit den hier erstmals präsentierten Ergebnissen jüngster gemäldetechnischer Untersuchungen des Retabels zu neuen Erkenntnissen und Perspektiven bezüglich der Zugänglichkeit und nahsichtigen Rezeption von Bildern am Hochaltar. Die aktuellen Forschungsergebnisse lassen den Schluss zu, dass die Außenseiten des Altars ursprünglich ein Dekorationssystem mit weiteren Heiligendarstellungen und Inschriften aufwiesen, das sich nahtlos an die Flügelbemalung anschloss. Seiten und Rückwand waren demnach integraler Bestandteil der Retabelgestaltung und aus nächster Nähe zu betrachten. Die Altar-Rückseite ergänzte die Schauseite somit um eine zusätzliche Sinnebene und war offensichtlich auch für eine außerliturgische Nutzung, etwa zur privaten Andacht, konzipiert. Für die kunst- und kulturhistorisch höchst spannende Diskussion über die Funktion der Bilder am Hochaltar im Mittelalter werden mit diesen Entdeckungen völlig neue Grundlagen geschaffen. Die aktuellen Befunde werden im Ausstellungskatalog dokumentiert, weitere detaillierte Ergebnisse und Forschungsbeiträge zu diesen Themen präsentiert der zeitgleich zur Schau erscheinende Begleitband Aus der Nähe betrachtet. Bilder am Hochaltar und ihre Funktionen im Mittelalter, eine Publikation zum gleichnamigen Passavant-Kolloquium 2015 im Städel Museum, herausgegeben und eingeleitet von Jochen Sander, Stefanie Seeberg, Fabian Wolf und mit Texten zahlreicher internationaler Wissenschaftler. Die Ergebnisse der Röntgenfluoreszenz-Untersuchung werden zudem unter www.staedelmuseum.de/ausstellungen/altenberger-altar im Detail digital veröffentlicht und dort dauerhaft zugänglich sein.

SCHAUFENSTER DES HIMMELS. DER ALTENBERGER ALTAR UND SEINE BILDAUSSTATTUNG

Kurator: Prof. Dr. Jochen Sander, stv. Direktor und Sammlungsleiter holländische, flämische und deutsche Malerei vor 1800, Städel Museum
Ausstellungsdauer: 22. Juni bis 25. September 2016
Pressevorbesichtigung: Dienstag, 21. Juni 2016, 11.00 Uhr

Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de,Telefon +49(0)69-605098-200, Fax +49(0)69-605098-112
Besucherdienst: Telefon +49(0)69-605098-232, besucherdienst@staedelmuseum.de
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do + Fr 10.00–21.00 Uhr
Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 12 Euro, Familienkarte 24 Euro; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren; Gruppen ab 10 Personen: ermäßigter Eintrittspreis pro Person. Für Gruppen ist vorab eine Anmeldung unter Telefon +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich.
Kartenvorverkauf: tickets.staedelmuseum.de

Überblicksführungen durch die Ausstellung: Fr 19.00 Uhr, So 11.00 Uhr. Die Teilnahmegebühr ist im Eintrittspreis enthalten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Katalog: Zur Ausstellung erscheint im Deutschen Kunstverlag ein umfassender, von Jochen Sander herausgegebener Katalog mit einem Vorwort von Max Hollein und Texten von Jochen Sander, Julia Schultz, Stefanie Seeberg, Christoph Krekel, Christiane Weber und Fabian Wolf. Zweisprachige Ausgabe auf Deutsch und Englisch, 186 Seiten, 24,90 Euro (Museumsausgabe).
Begleitpublikation: Als Begleitpublikation erscheint im Deutschen Kunstverlag der Tagungsband des Passavant-Kolloquiums vom 13. und 14. November 2015 unter dem Titel Aus der Nähe betrachtet. Bilder am Hochaltar und ihre Funktionen im Mittelalter, herausgegeben von Jochen Sander, Stefanie Seeberg und Fabian Wolf, mit Beiträgen von Angela Kappeler, Stephan Kemperdick, Peter Knüvener, Christian N. Opitz, Victor M. Schmidt, Johannes Tripps, Gerhard Weilandt, Matthias Weniger, Jörg Widmaier und Susanne Wittekind; durchgängig farbige Abbildungen, 192 Seiten, 19,90 Euro.

Social Media: Das Städel Museum kommuniziert die Ausstellung in den sozialen Medien mit den Hashtags #AltenbergerAltar und #Staedel.

Gefördert durch: Kulturstiftung der Länder

Medienpartner: Weltkunst

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Veranstaltungsprogramm Mai 2016 11.4.2016

Veranstaltungsprogramm Mai 2016

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