PRESSEINFORMATION
Bruegel. Printed
18. Juni bis 20. September 2026
Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung
Pressevorbesichtigung: Mittwoch, 17. Juni 2026, 11.00 Uhr
Pieter Bruegel der Ältere (1526/30−1569) zählt zu den herausragenden Künstlern der niederländischen Kunst des 16. Jahrhunderts. Seine Werke entführen in eine faszinierende Welt humorvoller Bildideen und rätselhafter Motive. Heute vor allem als Maler bekannt, machte er sich bereits früh mit dem Entwerfen von Druckgrafiken einen Namen. Das Städel Museum versammelt in der Ausstellung „Bruegel. Printed“ rund 45 außergewöhnliche Druckgrafiken nach Zeichnungen Bruegels. Sie zeigen ihn als einzigartigen Erfinder und unverwechselbaren Erzähler: Seine Motive reichen von weiten Landschaften über weltliche und religiöse Sinnbilder bis hin zu Alltagsszenen.
Bruegels Werke entstanden in enger Zusammenarbeit mit dem Antwerpener Verleger Hieronymus Cock und dessen Frau Volcxken Diericx. Sie vermitteln einen lebendigen Eindruck von der einzigartigen Bildwelt des Künstlers, die Beobachtung und Fantasie vereint. Aus seiner Vorliebe für die kleinteilig-grotesken Motive des Hieronymus Bosch und seiner breiten Kenntnis von Bild- und Motivtraditionen entwickelt er neue Darstellungsformen für traditionelle Themen. Dabei bringen seine Kompositionen, die vielfach mit Übertreibungen arbeiten, das Publikum zum Lachen und regen zugleich zum Nachdenken an. Bruegel thematisiert menschliche Schwächen und Missstände, verweist auf die Größe der Natur und richtet den Blick zugleich auf das alltägliche Miteinander. Bis heute eröffnen seine Werke überraschend aktuelle Perspektiven auf grundlegende Fragen menschlicher Werte.
Den Ausgangspunkt der Präsentation im Städel bilden die Druckgrafiken Bruegels aus der eigenen Sammlung, von denen rund 30 gezeigt werden. Ergänzt wird diese Auswahl durch Leihgaben aus der Albertina in Wien und der Staatlichen Graphischen Sammlung München. Darüber hinaus sind in der Ausstellung zwei Gemälde seines Sohnes Pieter Brueghel d. J. sowie weitere Blätter aus dem eindrucksvollen Bestand niederländischer Druckgrafik des Städel Museums zu sehen, darunter Werke nach Frans Floris, Lambert Lombard und Raffael.
Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums betont: „Mit unserer Ausstellung zu Bruegels Druckgrafiken öffnet das Städel erneut den Blick auf die außergewöhnlichen Schätze seiner Graphischen Sammlung, die mit rund 100.000 Zeichnungen und Druckgrafiken vom Spätmittelalter bis in die Gegenwart zu den bedeutendsten Sammlungen ihrer Art in Deutschland zählt. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, sich auf eine eindrucksvolle Entdeckungsreise durch Bruegels vielschichtige Bildwelten voller erzählerischer Kraft, feinsinniger Beobachtungen und überraschender Details zu begeben.“
„Die Bilderfindungen Bruegels waren bereits zu seinen Lebzeiten überaus gefragt. Sie dienten nicht nur dem Vergnügen, sondern bildeten den Gegenstand gelehrter Diskussionen. Der besondere Reiz seiner Werke entsteht durch das Zusammenspiel von Naturnähe, Einfallsreichtum und humorvoller Übertreibung. Als fantasievolle Erfindungen und kritische Reflexionen menschlicher Werte und Verhaltensweisen geschätzt, laden sie bis heute zum Entdecken, Nachdenken und auch zum Lachen ein.“, so Astrid Reuter, Leiterin der Graphischen Sammlung bis 1800 des Städel Museums.
Die Ausstellung wird durch die Förderung des Städelschen Museums-Vereins e. V. ermöglicht.
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