KOLLWITZ

20. März bis 9. Juni 2024
Ausstellungshaus

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Pressetexte

PRESSEINFORMATION
LETZTE CHANCE: NOCH ZWEI WOCHEN „KOLLWITZ“ IM STÄDEL

Noch bis zum 9. Juni zeigt das Städel Museum die Ausstellung „KOLLWITZ“ und lädt ein, die Vielfalt, Sprengkraft und Modernität der Künstlerin Käthe Kollwitz zu entdecken. In den nächsten zwei Wochen wird es noch Workshops und zahlreiche Überblicksführungen auf Deutsch und Englisch sowie Online-Touren geben. Zu einem umfassenden Besuchserlebnis wird die Schau durch die digitalen Angebote wie das Digitorial® in Deutsch und Englisch oder den Film zur Ausstellung sowie durch weitere Veranstaltungen, etwa eine Lesung in der Romanfabrik mit Birgitta Assheuer und Wolfram Koch.

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KOLLWITZ

20. MÄRZ BIS 9. JUNI 2024
Ausstellungshaus

Sie ist die berühmteste deutsche Künstlerin des 20. Jahrhunderts und doch eine Ausnahmeerscheinung: Käthe Kollwitz (1867–1945). In diesem Frühjahr widmet ihr das Städel Museum eine große Ausstellung und nimmt die Vielfalt, Sprengkraft und Modernität ihres Werks in den Blick. Kollwitz ging als Künstlerin eigene Wege: Sie entschied sich ebenso kühn wie zielstrebig nicht für Malerei, sondern vor allem für Druckgrafik und Zeichnung und fand darin zu einer eigenständigen Bildsprache von eindringlicher Unmittelbarkeit. In ihrer Kunst verhandelte sie aus neuer Perspektive existenziell menschliche Fragen, auch unbequeme Themen, und wollte damit auf die Gesellschaft einwirken. Künstlerin und Werk wurden nicht zuletzt deshalb in Deutschland nach 1945 politisch vereinnahmt – eine Rezeption, die in der breiten Öffentlichkeit bis heute nachwirkt.

Ausgehend von dieser komplexen Rezeptionsgeschichte sowie dem umfangreichen, eigenen Bestand und bereichert um Werke aus führenden Museen und Privatsammlungen zeigt die Ausstellung mehr als 110 eindrucksvolle Arbeiten auf Papier, Plastiken und frühe Gemälde der Künstlerin, darunter herausragende Leihgaben unter anderem aus dem Berliner Kupferstichkabinett, dem Käthe Kollwitz Museum Köln, dem Art Institute of Chicago, dem Sprengel Museum Hannover oder der Staatsgalerie Stuttgart. Pointiert bezeugen diese Werke Kollwitz’ Entscheidung für das Medium Grafik sowie ihre Experimentierfreude und Unangepasstheit. Sie offenbaren die Besonderheit ihrer Themen, ihres Formenvokabulars und ihrer kompositorischen Dramaturgie. Darüber hinaus befasst sich die Ausstellung mit dem Spannungsfeld zwischen Ästhetik und Politik in ihrem Werk. Ein Überblick über die deutsch-deutschen Lesarten der Künstlerin nach 1945 reflektiert abschließend die Wirkmacht kulturpolitischer Erzählungen.

Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, über die Ausstellung: „Es gibt neben Käthe Kollwitz wohl keine andere Künstlerin in Deutschland, die sich so selbstbestimmt und zielstrebig eine derart frühe und anhaltende Karriere erstritt. Ihr Schaffen wirkte bis in die USA und nach China – und wurde von vielen gesellschaftlichen wie politischen Ismen instrumentalisiert, gerade auch im Nachkriegsdeutschland. Diesen deutschen ‚Mythos Kollwitz‘ zu beleuchten und das Gesamtwerk dieser bedeutenden Künstlerin der Klassischen Moderne in den Blick zu nehmen, erscheint daher umso zwingender. Für unser Haus gilt dies erst recht, als das Städel Museum Werke von Käthe Kollwitz bereits zu ihren Lebzeiten erwarb und seit dem Ankauf der Sammlung Goedeckemeyer durch die Stadt Frankfurt 1964 einen fundierten Bestand vor allem ihrer Druckgrafik bewahrt. Unsere Besucherinnen und Besucher erwartet im Frühjahr die Begegnung mit einer Künstlerin, deren Werk bis heute nichts an Aktualität verloren hat.“

Regina Freyberger, Leiterin der Graphischen Sammlung ab 1800 am Städel Museum und Kuratorin der Ausstellung: „Es ist äußerst herausfordernd, völlig unvoreingenommen zu bleiben, denn wir tragen immer – bewusst oder unbewusst – unsere eigenen Vorstellungen und Erfahrungen mit uns. Dies gilt besonders bei einer Künstlerin wie Kollwitz, die durch Schul- oder Straßennamen, Briefmarken und Reproduktionen ihrer Werke seit Jahrzehnten zu unserem Alltag gehört. Dass sie zu den großen Ausnahmeerscheinungen in der Kunst der Klassischen Moderne zählt, kann dadurch schnell in Vergessenheit geraten. Dabei ist das Werk von Kollwitz experimentierfreudig, unkonventionell und außerordentlich konsequent. Kollwitz weigerte sich, Kunst nur um ihrer selbst willen zu schaffen, und traf daher die radikale Entscheidung, vor allem grafisch zu arbeiten. Sie wählte anti-bürgerliche, letztlich auch politische Themen und verhandelte sie aus neuen Blickwinkeln in einer einprägsamen, bis heute packenden Bildsprache. Ihre Kunst ist, wie große Kunst immer, zeitlos und zeitlos aktuell.“

Kuratorin: Dr. Regina Freyberger (Leiterin Graphische Sammlung ab 1800, Städel Museum)
Gefördert durch: DZ BANK, Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH, Städelscher Museums-Verein e.V. mit den Städelfreunden 1815
Mit weiterer Unterstützung durch: Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, Wolfgang Ratjen Stiftung, Aventis Foundation
Medienpartner: Süddeutsche Zeitung, ARTE, Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main

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Pressebilder

Ausstellungsansicht „KOLLWITZ“
Foto: Städel Museum – Norbert Miguletz

Ausstellungsansicht „KOLLWITZ“

Ausstellungsansicht „KOLLWITZ“
Foto: Städel Museum – Norbert Miguletz

Ausstellungsansicht „KOLLWITZ“

Ausstellungsansicht „KOLLWITZ“
Foto: Städel Museum – Norbert Miguletz

Ausstellungsansicht „KOLLWITZ“

Ausstellungsansicht „KOLLWITZ“
Foto: Städel Museum – Norbert Miguletz

Ausstellungsansicht „KOLLWITZ“

Ausstellungsansicht „KOLLWITZ“
Foto: Städel Museum – Norbert Miguletz

Ausstellungsansicht „KOLLWITZ“

Ausstellungsansicht „KOLLWITZ“
Foto: Städel Museum – Norbert Miguletz

Ausstellungsansicht „KOLLWITZ“

Ausstellungsansicht „KOLLWITZ“
Foto: Städel Museum – Norbert Miguletz

Ausstellungsansicht „KOLLWITZ“

Ausstellungsansicht „KOLLWITZ“
Foto: Städel Museum – Norbert Miguletz

Ausstellungsansicht „KOLLWITZ“

Ausstellungsansicht „KOLLWITZ“
Foto: Städel Museum – Norbert Miguletz

Ausstellungsansicht „KOLLWITZ“

Ausstellungsansicht „KOLLWITZ“
Foto: Städel Museum – Norbert Miguletz

Ausstellungsansicht „KOLLWITZ“

Ausstellungsansicht „KOLLWITZ“
Foto: Städel Museum – Norbert Miguletz

Ausstellungsansicht „KOLLWITZ“

Käthe Kollwitz (1867–1945)
Selbstbildnis mit aufgestütztem Kopf
1889/91
Feder und Pinsel in Sepia auf Bütten
200 x 160 mm
Käthe Kollwitz Museum Köln
Foto: Käthe Kollwitz Museum Köln

Käthe Kollwitz, Selbstbildnis mit aufgestütztem Kopf, 1889/91

Käthe Kollwitz (1867–1945)
Studienblatt mit Skizzen
nach Rubens und Selbstbildnis
um 1890/91
Feder in schwarzer Tusche, teils laviert, Bleistift
553 × 431 mm
The Fritsch Collection, Berlin
Foto: The Fritsch Collection, Berlin

Käthe Kollwitz, Studienblatt mit Skizzen nach Rubens und Selbstbildnis, um 1890/91

Käthe Kollwitz (1867–1945)
Selbstbildnis mit vorgestreckter Hand
um 1900
Schwarze Kreide auf graugrünem, festem Zeichenkarton
565 x 440 mm
Käthe Kollwitz Museum Köln
Foto: Käthe Kollwitz Museum Köln

Käthe Kollwitz, Selbstbildnis mit vorgestreckter Hand, um 1900

Käthe Kollwitz (1867–1945)
Losbruch
Blatt 5 aus dem Zyklus Bauernkrieg
1902/03
Strichätzung, Kaltnadel, Aquatinta, Reservage sowie Vernis Mou mit Durchdruck von zwei Stoffen und Zieglerschem Umdruckpapier auf Velinpapier
Blatt: 656 × 784 mm
Städel Museum, Frankfurt am Main
Foto: Städel Museum, Frankfurt am Main

Käthe Kollwitz, Losbruch, Blatt 5 aus dem Zyklus Bauernkrieg, 1902/03

Käthe Kollwitz (1867–1945)
Weiblicher Rückenakt auf grünem Tuch
1903
Kreide- und Pinsellithografie mit Schabnadel im Zeichenstein in zwei Farben (Braun und Grün), blaue Lichter im Hintergrund mit Pastellkreide aufgesetzt, auf hellbraunem Tonpapier
589 × 460 mm
Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett
Foto: Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Dietmar Katz

Käthe Kollwitz, Weiblicher Rückenakt auf grünem Tuch, 1903

Käthe Kollwitz (1867–1945)
Brustbild einer Arbeiterfrau mit blauem Tuch
1903
Kreide- und Pinsellithografie mit Schabeisen im Zeichenstein in zwei Farben (Blau und Braun) auf Velinpapier
Darstellung: 345 × 316 mm
Städel Museum, Frankfurt am Main
Foto: Städel Museum, Frankfurt am Main

Käthe Kollwitz, Brustbild einer Arbeiterfrau mit blauem Tuch, 1903

Käthe Kollwitz (1867–1945)
Pariser Kellerlokal
1904
Kreide und Gouache auf Bütten
472 x 476 mm
bpk / Sprengel Museum Hannover, Vermächtnis Konrad Wrede, Hannover (1947) / Herling/Gwose/Werner

Käthe Kollwitz, Pariser Kellerlokal, 1904

Käthe Kollwitz (1867–1945)
Zwei Studien einer Arbeiterfrau
1910
Schwarze Kreide auf Bütten
624 x 480 mm
Sammlung David Lachenmann
Foto: Sammlung David Lachenmann

Käthe Kollwitz, Zwei Studien einer Arbeiterfrau, 1910

Käthe Kollwitz (1867–1945)
Tod und Frau
1910
Strichätzung, Kaltnadel, Schmirgel und Vernis mou, etwas Roulette
728 × 560 mm
Städel Museum, Frankfurt am Main
Foto: Städel Museum, Frankfurt am Main

Käthe Kollwitz, Tod und Frau, 1910

Käthe Kollwitz (1867–1945)
Die Eltern
Blatt 3 aus dem Zyklus Krieg
1921/22
Holzschnitt
479 × 650 mm
Städel Museum, Frankfurt am Main
Foto: Städel Museum, Frankfurt am Main

Käthe Kollwitz, Die Eltern, Blatt 3 aus dem Zyklus Krieg, 1921/22

Käthe Kollwitz (1867–1945)
Turm der Mütter
Modell: 1937/38, Guss: 1969 (?)
Bronze
27 × 27 × 28 cm
Museum Folkwang, Essen
Foto: Museum Folkwang, Essen – ARTOTHEK

Käthe Kollwitz, Turm der Mütter, Modell: 1937/38, Guss: 1969 (?)
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Pamela Rohde

Leitung Presse und Onlinekommunikation
rohde@staedelmuseum.de
+49(0)69-605098-170

Franziska von Plocki

Stellvertretende Leitung Presse und Onlinekommunikation
plocki@staedelmuseum.de
Telefon +49(0)69-605098-268

Elisabeth Pallentin

Referentin Presse und Onlinekommunikation
pallentin@staedelmuseum.de
+49(0)69-605098-195

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fuhr@staedelmuseum.de

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