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2. DEZEMBER 2026 BIS 28. FEBRUAR 2027
Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung
Pressevorbesichtigung: Dienstag, 1. Dezember 2026, 11.00 Uhr
Die Haut ist seit jeher ein zentrales Motiv der Kunst. Sie bedeckt und umhüllt den Körper, begrenzt und schützt ihn, ermöglicht zu fühlen. Als hoch sensibles Sinnesorgan und sichtbare Grenze zwischen Körper und Außenwelt prägt sie die menschliche Erscheinung. Mit der Ausstellung „SurFace. Über Haut“ rückt das Städel Museum die Materialität, Darstellungsweise und Ausführung der Haut als künstlerisch gestaltete Oberfläche in den Fokus. Ausgehend von ausgewählten Zeichnungen und Druckgrafiken der Graphischen Sammlung versammelt die Schau rund 70 Werke verschiedener Medien und Epochen aus den Beständen des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung, darunter auch Fotografien, Gemälde und Skulpturen. Von der Antike über die Alten Meister und die Kunst der Moderne bis zur Gegenwart entfaltet sie ein vielschichtiges Panorama, das die Wiedergabe der Haut als eine der grundlegenden Aufgaben künstlerischer Praxis beleuchtet.
Die Körperoberfläche in der Kunst ist Spiegel von Erfahrungen und Emotionen, von Jugend und Alter und gleichzeitig sensibler Ort von Verletzlichkeit und Begehrlichkeit. Die Ausstellung stellt Kunstwerke von Hans Baldung gen. Grien, Pierre Bonnard, Albrecht Dürer, Hendrick Goltzius, Dora Maar, Raffael, Rembrandt Harmensz. van Rijn, Tizian und anderen einander gegenüber und verdeutlicht damit die Vielfalt gestalterischer Ansätze. Die Wahl der Materialien und Techniken prägt den künstlerischen Prozess, die Oberfläche, Haptik und Plastizität der Körperoberfläche wie auch ihre individuelle Wirkung auf den Betrachter. Die Ausgestaltung von Gesicht und Körper zeigt die Besonderheiten der Haut, ihre Beweglichkeit und Veränderlichkeit. Wunden erscheinen als Eingriffe in die geschlossene Körperoberfläche, Kleidung als formende Hülle, Berührungen als Grundlage zwischenmenschlicher Kommunikation und der physische Abdruck der Haut als einzigartige, individuelle Signatur. Die Ausstellung im Städel Museum schärft den Blick für die Oberfläche in der Kunst und macht sie für die Betrachter sinnlich erfahrbar.
Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, über die Ausstellung: „Die Darstellung der menschlichen Haut gehört zweifellos zu den faszinierendsten und zugleich herausforderndsten Themen der Kunst. Mit ‚SurFace. Über Haut‘ präsentieren wir erneut Schätze aus unserer Graphischen Sammlung gemeinsam mit bedeutenden Gemälden, Fotografien sowie plastischen Arbeiten aus der Liebieghaus Skulpturensammlung. Die Ausstellung entfaltet damit einen epochen- und medienübergreifenden Überblick von der Antike bis ins 20. Jahrhundert. Im Zentrum stehen Fragen der künstlerischen Praxis: Mit welchen Mitteln, Techniken und Materialien gelingt es, die Sinnlichkeit, Haptik und Wandlungsfähigkeit der Körperoberfläche erfahrbar zu machen? Haut wird heute zurecht als Ausdruck von Identität verstanden; diesen Blick ergänzen möchte unsere Ausstellung um einen kunsthistorischen Ansatz, der die Darstellung und Entwicklung in den Medien der Kunst betrachtet und damit einlädt, die eigene Wahrnehmung zu schärfen.“
Astrid Reuter, Leiterin der Graphischen Sammlung bis 1800 des Städel Museums: „Bereits der Ausstellungstitel ‘SurFace‘ verweist darauf: Wenn wir uns mit der Haut beschäftigen, dann bewegen wir uns an der Oberfläche des menschlichen Körpers, die – übersetzt in Zeichnung, Malerei und Skulptur – eins mit der Oberfläche des Kunstwerks wird. Wir nehmen sie als rau oder glatt, verletzlich, spröde und hart oder verführerisch weich wahr, möchten sie fühlend erkunden oder schrecken vor der Berührung zurück. Dieses Höchstmaß an Sensibilität, Beweglichkeit und Ausdruckskraft der Haut macht sie zu einem faszinierenden Thema der Kunst, das wir in der Ausstellung anhand von bekannten, aber auch bisher selten oder noch nie gezeigten Werken beleuchten.“
„SurFace. Über Haut“ wird durch die Förderung des Städelvereins ermöglicht.
Lesen Sie den gesamten Pressetext hier.
Max Beckmann, Der Traum vom Krieg, 1946
Rembrandt Harmensz. van Rijn, Adam und Eva, 1638
Pierre Bonnard, Liegender Akt auf weiß blau kariertem Grund, ca. 1909
Parmigianino, Bärtiger Männerkopf nach rechts, ca. 1523–1525 (?)
Hendrick Goltzius, Bildnis des Gillis van Breen, 1588
Hans Baldung Grien, Brustbild einer Frau, 1527
Claude Mellan, Das Antlitz Christi (Formatur unicus una), 1649
Albrecht Dürer, Adam und Eva (Der Sündenfall), 1504
Zustiftungen in das Städel Endowment sichern die Grundfinanzierung / Besucher geben der Endowment-Botschaft des Museums ihr Gesicht
Als Wahrzeichen Frankfurts hat das Städel Museum seit mehr als zweihundert Jahren den Auftrag, die Freiheit der Kunst zu bewahren und sie allen Menschen zugänglich zu machen. Nun führt das Städel die Vision seines Gründers Johann Friedrich Städel, ein unabhängiges und finanziell eigenständiges Kunstmuseum zu schaffen, verantwortungsvoll in die Zukunft. Als erstes deutsches Kunstmuseum hat das Städel dieses Jahr eine umfassende Endowment-Kampagne gestartet. Ziel ist es, das auf Dauer zu erhaltende Grundstockvermögen der gemeinnützigen Stiftung Städelsches Kunstinstitut sukzessive auf mindestens 100 Millionen Euro zu erweitern.
Unter dem Leitgedanken Städel bleibt Städel sind ab jetzt alle aufgerufen, mit Zustiftungen in den Zukunftsfonds das Endowment des Museums zu unterstützen. Alle Zustiftungen an das Städel Museum sind von Rechts wegen unveräußerlich. Das Städel Endowment soll zukünftig die Grundfinanzierung des Museums bilden. Es wird nicht ausgegeben, sondern bleibt späteren Generationen erhalten; die Erträge indessen werden für die Finanzierung aller Kernaufgaben des Museums verwendet.
Zustiftungen in das Städel Endowment sind einfach und digital über die eingerichtete Aktionsseite und über eine Zustiftungssäule im Foyer des Museums möglich. Die Endowment-Kampagne betont die besondere Verbundenheit der Stadtgesellschaft mit dem Städel: Bis heute wird das Städel durch ein breites bürgerschaftliches Engagement getragen. Das Museum richtet sich gemeinsam mit seinem Förderverein, dem Städelschen Museums-Verein e.V., an die Öffentlichkeit. Um der Endowment-Botschaft ihr Gesicht zu geben, haben sich Besucher des Städel Museums an einem öffentlichen Fotoshooting beteiligt. Was sie mit dem Museum verbinden und welche Bedeutung es für sie hat, äußern sie eindrücklich in einem Kampagnen-Video. Entstanden ist eine nahbare und persönliche Kampagne, die sowohl digital als auch in der Stadt sichtbar wird.
Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, über den öffentlichen Aufruf: „Das Städel Endowment ist unser großes Zukunftsvorhaben. Vor mehr als zweihundert Jahren legte Johann Friedrich Städel, unser Museumsgründer, mit seinem Erbe den Grundstein für ein einzigartiges, unabhängiges Museum, getragen durch bürgerschaftliches Engagement. Dieses Vermächtnis möchten wir jetzt gemeinsam mit der ganzen Stadtgesellschaft in die Zukunft führen. Bis heute sind wir als Museum eine gemeinnützige Stiftung, die mit einem Grundstockvermögen, unserem Städel Endowment, für kommende Generationen gesichert werden soll. Alle sind eingeladen, sich mit einer Zustiftung in das Endowment zu beteiligen und eine neue Ära für das Städel Museum zu begründen. Im Namen des gesamten Städel Teams danke ich allen Zustifterinnen und Zustiftern aufrichtig! Ein großer Dank gilt dem Städelverein und denjenigen Besucherinnen und Besuchern, die unserer Endowment-Botschaft ihr Gesicht geben.“
Den gesamten Pressetext finden Sie hier als PDF.
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