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8.1.2018Archiv

2018

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834.025 Besucher in Schirn, Städel und Liebieghaus – Das Jahr in Zahlen 8.1.2018

Schirn Kunsthalle Frankfurt: 2017 eines der besucherstärksten Jahre in der Geschichte / erstes Ausstellungshighlight 2018 „Basquiat. Boom For Real“ // Städel Museum: wesentlicher Besucherzuwachs 2017 / Zugriffe auf die digitale Sammlung verdreifacht / große Ausstellung „Rubens. Kraft der Verwandlung“ ab 8. Februar // Liebieghaus Skulpturensammlung: 2017 Projekte zur Provenienzforschung und Restaurierung gestärkt / Ausstellung von William Kentridge im gesamten Museum ab dem 22. März

Im Jahr 2017 haben insgesamt 834.025 Besucher die Ausstellungen in der Schirn Kunsthalle Frankfurt, dem Städel Museum und der Liebieghaus Skulpturensammlung gesehen. Damit schließen die von Philipp Demandt seit mehr als einem Jahr geführten Frankfurter Kunstinstitutionen 2017 mit einer sehr erfolgreichen Publikumsresonanz. Mit 401.514 Besuchern verzeichnet die Schirn eines der besucherstärksten Jahre ihrer Geschichte (Vorjahr: 352.285). Das Städel Museum zählte mit 390.532 Besuchern deutlich mehr als im Jahr 2016 (311.138 Besucher). Die Liebieghaus Skulpturensammlung, die mit Projekten zur Provenienzforschung und Restaurierung auf sich aufmerksam machte, verbuchte 41.979 Besucher (Vorjahr: 72.804). Besuchermagnete 2017 waren die Ausstellungen „Magritte. Der Verrat der Bilder“ (190.120 Besucher) in der Schirn, „Fotografien werden Bilder. Die Becher-Klasse“ (80.888 Besucher) und „Matisse-Bonnard. ‚Es lebe die Malerei!‘“, die bis zum 31. Dezember 2017 bereits 162.787 Besucher zählte. Die Städel-Schau ist noch bis zum 14. Januar 2018 zu sehen.

Philipp Demandt, Direktor der drei Frankfurter Häuser zum Besuchererfolg:
„2017 konnten wir mit unserem international ausgerichteten Ausstellungsprogramm und einer zeitgemäßen Kommunikations- und Vermittlungsarbeit insgesamt 834.025 Besucher begeistern. Das ist Erfolg und Ansporn zugleich. Besonders freue ich mich über den wachsenden Zuspruch zu unserer digitalen Sammlung, die auszubauen mir sehr am Herzen liegt. Gespannt starten wir nun in das neue Jahr mit Höhepunkten wie der Rubens-Schau im Städel, der Basquiat-Ausstellung in der Schirn sowie William Kentridge im Liebieghaus.“

Die Bedeutung und Relevanz der drei Frankfurter Kunstinstitutionen zeigte sich ebenfalls in den umfangreichen und stark frequentierten Bildungs- und Vermittlungsangeboten sowie den zahlreichen Veranstaltungen des vergangenen Jahres. Besonders hervorzuheben sind in der Schirn das neue kostenfreie Workshop-Angebot für Kinder und Jugendliche „Schirn Studio. Die Kunstwerkstatt“, das ausstellungsbegleitende WiFi-Special, die Kinderkunstnächte (insgesamt 6.904 Besucher), die Schirn at Nights (insgesamt 3.751 Besucher) und die Summer Hang Outs. Die MINISCHIRN, der einzigartige, dauerhafte Spiel- und Lernparcours für Kinder ab drei Jahren, feierte im Dezember 2017 dreijähriges Jubiläum und wurde bereits von rund 30.000 Kindern besucht. 2017 haben in Städel und Liebieghaus mit rund 4.500 Führungen, Workshops und Sonderevents wieder eine große Anzahl von Veranstaltungen stattgefunden: Darunter im Städel ein internationaler Welcome Day mit Führungen in 17 Sprachen (2.810 Besucher), die Bildungswoche für Kinder und Jugendliche (3.063 Teilnehmer), Artemis-Führungen für Demenzkranke, ein Wandelkonzert mit dem HR- Sinfonieorchester oder die Städel-Party „Salon des amis“. Das Liebieghaus bot ein großes Kinderfest (1.216 Besucher), den „Weihnachtszauber“ sowie die neue Veranstaltungsreihe „Liebieghaus Live“, deren drei Termine jeweils komplett ausgebucht waren.

Neben den Besuchern vor Ort erreichen die Schirn, das Städel und das Liebieghaus mit ihren verschiedenen Onlineaktivitäten und digitalen Maßnahmen auch zahlreiche Menschen im digitalen Raum und tragen damit ihren Bildungsauftrag weit über die Grenzen der Häuser hinaus. Die Schirn erreichte mit ihrer Website (www.schirn.de) rund 2.7 Millionen Nutzer. Das beliebte Schirn Magazin (www.schirn-magazin.de) hat eine Leserschaft von rund 35.000 Lesern im Monat. Die Social Community der Schirn ist auch 2017 weiter gewachsen und weist aktuell 155.000 Fans und Follower auf. Die Websiten des Städel Museums (www.staedelmuseum.de) und des Liebieghauses (www.liebieghaus.de) wurden im vergangenen Jahr zusammen rund 4 Millionen Mal aufgerufen. Auf allen Social Media Kanälen gemeinsam folgen Städel und Liebieghaus bis heute rund 158.000 Fans. Ein besonderer Fokus richtete sich 2017 auf die Produktion von Film- und Bewegtbild, dem sich die drei Kunstinstitutionen auch in diesem Jahr verstärkt widmen werden. Im Rahmen der Digitalen Erweiterung des Städel Museums konnten die seit dem Jubiläumsjahr 2015 angestoßenen Initiativen und Projekte ebenfalls erfolgreich weiterentwickelt werden. Die Digitale Sammlung konnte mit 300.000 ihre Seitenaufrufe im Vergleich zum Vorjahr verdreifachen und die Nutzerzahl des Onlinekurses zur Kunst der Moderne ist aktuell auf 25.000 Nutzer angestiegen. Das preisgekrönte digitale Vermittlungsangebot, das Digitorial, wurde 2017 für das Städel Museum sammlungs- und themenspezifisch ausgebaut. In den letzten drei Jahren haben Schirn, Städel und Liebieghaus insgesamt 17 Digitorials produziert, die – bei einer überdurchschnittlich hohen Verweildauer – bisher 800.000 Seitenaufrufe zählten.


Ausblick 2018

Die Besucher der Schirn, des Städel Museums und des Liebieghauses erwartet im Jahr 2018 ein vielfältiges Programm mit zahlreichen Höhepunkten. In der Schirn läuft noch bis zum 25. Februar 2018 die Ausstellung „Glanz und Elend in der Weimarer Republik. Von Otto Dix bis Jeanne Mammen“, die mit 190 Werken von 62 Künstlerinnen und Künstler einen Blick auf die Kunst im Deutschland der Jahre 1918 bis 1933 wirft. Mehr als 30 Jahre nach seiner letzten Einzelpräsentation in einer öffentlichen Sammlung in Deutschland widmet die Schirn dem Werk von Jean-Michael Basquiat (1960–1988) ihre erste Ausstellung 2018 – organisiert in Kooperation mit der Barbican Art Gallery, London. Vom 16. Februar bis 27. Mai 2018 wird mit „Basquiat. Boom for Real“ in über 100 Werken erstmals die Beziehung des Künstlers zu Musik, Texten, Film und Fernsehen seiner Zeit in einem übergeordneten kulturellen Zusammenhang deutlich. Die Schirn hat hierfür herausragende Gemälde, Zeichnungen, Notizbücher und Objekte aus öffentlichen wie privaten Sammlungen sowie seltene Filme, Fotografien, Musik und Archivmaterial versammelt. Die Vielfalt und Dynamik des Ausnahmekünstlers wird so eindrücklich sichtbar.
Als erste Sonderausstellung im neuen Jahr zeigt das Städel in Kooperation mit dem Kunsthistorischen Museum Wien vom 8. Februar bis 21. Mai 2018 „Rubens. Kraft der Verwandlung“. Anhand bedeutender Leihgaben aus internationalen Museen wird für das Publikum die Kreativität und der Erfindungsreichtum des weltbekannten Barockkünstlers erstmals umfassend sichtbar. Die Schau gewährt einen direkten und faszinierenden Einblick in Rubens (1577–1640) schöpferische Arbeitsweise.
Die Liebieghaus Skulpturensammlung präsentiert vom 22. März bis 26. August 2018 mit „William Kentridge. O Sentimental Machine“ ein ebenso umfassendes wie außergewöhnliches Ausstellungsprojekt in Zusammenarbeit mit einem der international bedeutendsten zeitgenössischen Künstler. In vielen künstlerischen Disziplinen beheimatet, ist William Kentridge (* 1955) eingeladen, seine Werke in einen Dialog mit dem Bestand der 5.000 Jahre umfassenden Frankfurter Skulpturensammlung zu bringen.

Die vollständigen Jahresprogramme aller drei Institutionen können online in den jeweiligen Newsrooms eingesehen werden:

Schirn Kunsthalle Frankfurt: http://www.schirn.de/m/presse/newsroom/
Städel Museum: http://newsroom.staedelmuseum.de/de/
Liebieghaus Skulpturensammlung: http://newsroom.liebieghaus.de/de/


Pressekontakt:

Alexandra Hahn, stv. Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Städel Museum, Dürerstraße 2, 60596 Frankfurt, E-Mail: hahn@staedelmuseum.de; Telefon: +49 (0)69 60 50 98-234, Fax: +49 (0)69 60 50 98-188

Pamela Rohde, Leiterin Presse/PR, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Römerberg, 60311 Frankfurt, E-Mail: pamela.rohde@schirn.de; Telefon: +49 (0)69 29 98 82-148, Fax: +49 (0)69 29 98 82-240

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Über 200.000 Besucher sahen „Matisse – Bonnard“ – nächster Höhepunkt: „Rubens. Kraft der Verwandlung“ 18.1.2018

Mit mehr als 200.000 Besuchern ist „Matisse – Bonnard“ eine der erfolgreichsten Ausstellungen der letzten Jahre im Städel

Die große Sonderausstellung „Matisse – Bonnard. ‚Es lebe die Malerei!‘“, die am vergangenen Sonntag endete, ist mit 200.235 Besuchern eine der erfolgreichsten der letzten fünf Jahre des Städels, nach „Monet und die Geburt des Impressionismus“ (11. März – 28. Juni 2015 mit 432.121 Besuchern) und „Dürer. Kunst – Künstler – Kontext“ (23.Oktober 2013 – 2. Februar 2014 mit 258.577 Besuchern). Besonders in den Wochen nach Weihnachten drängten sich die Besucher vor den farbintensiven Interieurs, Stillleben, Landschaften und weiblichen Akten der beiden französischen Künstlerfreunde Henri Matisse (1869–1954) und Pierre Bonnard (1867–1947).

„Mit ‚Matisse – Bonnard‘ ist es dem Städel wieder gelungen, sehr hochkarätige Leihgaben aus den renommiertesten Museen der Welt nach Frankfurt zu holen, und das Publikum mit der Ausstellungsidee und den Werken von Henri Matisse und Pierre Bonnard zum Schwärmen zu bringen. Die Besucher können sich nun auf das nächste groß angelegte Vorhaben des Städel freuen, die Ausstellung ‚Rubens. Kraft der Verwandlung‘. Die Schau bringt Rubens erstmals mit einer umfang- und facettenreichen Auswahl an Werken nach Frankfurt und eröffnet einen Blick auf Rubens´ kreativen Umgang mit seinen Vorlagen in ganzer Bandbreite“, so Städel Direktor Philipp Demandt.

Schon seit dieser Woche wird der Ausstellungsrundgang zu „Rubens. Kraft der Verwandlung“ aufgebaut. „Bisher ging es in Rubensausstellungen vor allem um die Wirkungsgeschichte des Künstlers – in unserer Präsentation hingegen wird seine Arbeitsweise, der kreative und schöpferische Prozess, für die Besucher direkt nachvollziehbar“, erklärt Jochen Sander, Kurator der Ausstellung und Sammlungsleiter für Deutsche, Holländische und Flämische Malerei vor 1800 am Städel Museum. Nach der ersten Station beim Kooperationspartner der Schau, dem Kunsthistorischen Museum Wien, werden in Frankfurt einige Werke neu in die Ausstellung eingebunden, wie die Blendung Simsons (1636) von Rembrandt Harmensz. van Rijn (1606–ca. 1669) und der Kreuzaltar (1603–1605) von Adam Elsheimer (1578–1610), beides Hauptwerke aus dem Städel.

Beim umfangreichen Begleitprogramm können die Besucher der Genialität des Künstlers weiter auf die Spur kommen: Geboten werden unter anderem wissenschaftliche Vorträge, regelmäßige Überblicksführungen, Abendführungen mit dem Kurator, die KUNSTKOLLEG-Reihe „Meister des Barock“, Kinder- und Familienführungen sowie Ferienkurse. In Atelierkursen und Workshops zu Themen wie „Sampling als kreative Strategie“ kann man Rubens‘ verschiedene innovative Techniken dann selbst ausprobieren. Mehr zur Ausstellung und zum Programm finden Sie auf der Website. Vertiefende Informationen bietet ab 23. Januar das Ausstellungsdigitorial unter rubens.staedelmuseum.de. Noch bis 25. Januar sind Early Bird Tickets für 10 Euro im Onlineshop erhältlich unter tickets.staedelmuseum.de.

Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de, Telefon +49(0)69-605098-200, Fax +49(0)69-605098-112
Besucherdienst: Telefon +49(0)69-605098-232, besucherdienst@staedelmuseum.de
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main

Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do + Fr 10.00–21.00 Uhr, montags geschlossen
Sonderöffnungszeiten (10.00–18.00 Uhr): 30.3., 1.4., 2.4., 1.5., 10.5., 20.5., 21.5.

Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 12 Euro; Sa, So, Feiertage: 16 Euro, ermäßigt 14 Euro; Familienkarte 24 Euro; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren; Gruppen ab 10 regulär zahlenden Personen: ermäßigter Eintrittspreis pro Person. Für Gruppen ist vorab eine frühzeitige Anmeldung unter Telefon +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich.
Kartenvorverkauf unter: tickets.staedelmuseum.de.

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Kabinettpräsentation: Hermann Glöckner und Rudolf Jahns. Geometrie als Gestaltungsprinzip 28.2.2018

Rudolf Jahns (1896–1983) und Hermann Glöckner (1889–1987) gehören zu den wichtigsten und zugleich unkonventionellsten Konstruktivisten der deutschen Kunst des 20. Jahrhunderts. Eine neue Sammlungspräsentation in den Gartenhallen des Städel Museums thematisiert die erstaunlichen Verwandtschaften dieser beiden Künstlerpersönlichkeiten. Darüber hinaus fokussiert die auf ein Kabinett und 22 Arbeiten sich konzentrierende Auswahl ein zentrales Anliegen der Städel Sammlung: die Verbindung von Vorkriegs- und Nachkriegsmoderne, der Zeit zwischen und nach den Weltkriegen – und ihre Bedeutung für die Kunst unserer Gegenwart.

Glöckner und Jahns sind in der Städelschen Sammlung mit außergewöhnlichen Werken vertreten. Dies verdankt das Museum unter anderem Schenkungen und Dauerleihgaben von Margarethe und Klaus Posselt und von Barbara Roselieb-Jahns, der Tochter des Künstlers, sowie der Rudolf-Jahns-Stiftung. Durch die großzügige Unterstützung des Ehepaares Posselt besitzt das Städel seit 2011 mehrere Tafeln, Objekte und Grafiken Hermann Glöckners. Mit der Rudolf-Jahns-Stiftung besteht seit einigen Jahren eine enge Zusammenarbeit. Dies zeigt sich einmal mehr in der aktuellen Kabinettpräsentation, welche die Stiftung mit mehreren Leihgaben unterstützt. Darüber hinaus kann sich das Museum über eine weitere großzügige Schenkung von Barbara Roselieb-Jahns freuen – insgesamt drei neue Werke, von denen zwei – Konstruktiv, 1928, und Häuser an der Steilküste von Boulogne-sur-Mer, 1931 – auch in der Kabinettausstellung zu sehen sein werden.

„Mit den drei uns neu übergebenen Arbeiten von Rudolf Jahns wird unsere Sammlung Gegenwartskunst in der Zeit der Zwischen- und Nachkriegsmoderne wunderbar ergänzt. Wir danken Barbara Roselieb-Jahns für die erneute, großzügige Schenkung“, sagt Städel Direktor Philipp Demandt.

„Wir freuen uns über die erstmalige gemeinsame Präsentation der beiden Künstler im Städel, die interessante Parallelen zwischen den beiden Konstruktivisten aufzeigt. Die Rudolf-Jahns-Stiftung hat den Auftrag, das künstlerische Werk von Rudolf Jahns durch wissenschaftliche Forschung zu erschließen und zu pflegen. Das Städel Museum war durch seinen Forschungsschwerpunkt prädestiniert für eine enge Zusammenarbeit, die wir durch die Förderung eines wissenschaftlichen Volontariates am Städel gerne noch untermauert haben“, so Professor Dr. Ulrich Krempel, stellvertretender Vorsitzender der Stiftung.

Hermann Glöckner und Rudolf Jahns nehmen innerhalb der avantgardistischen, ungegenständlichen Kunstströmung eine Sonderposition ein. Die geometrischen, konstruktiven Grundlagen der Malerei untersuchend und diese um neue, für die Kunst damals noch ungewöhnliche Materialien erweiternd, begrenzten sie ihre Gestaltungsmöglichkeiten nicht durch ästhetische Dogmen und Regeln. Abseits einer strengen Formgrammatik ließen sie sich von einem fast experimentellen, forschenden Erkunden und Ausprobieren leiten.

Bei Jahns wird das geometrische Vokabular aus Linie, Rechteck und Diagonale immer wieder gebrochen durch eine organische Welle oder scheinbar unsorgfältig ausgeschnittene und collagierte Papiere – ein Freimachen vom konstruktivistischen Verständnis eines klaren, entpersonalisierten Rationalismus. Ähnlich bei Glöckner, der die Pinselstriche seiner monochromen Farbflächen als „handgemacht“ erkennbar stehen lässt und dessen Positiv- und Negativ-Formen auf vorangegangene Faltungen des Papiers zurückzuführen sind. Ganz loslösen vom Gegenständlichen wollen sich beide Künstler nicht, immer wieder finden sich vor allem bei Jahns, aber auch bei Glöckner, figurative Verweise.

Der Konstruktivismus ist im Kern ein Phänomen der 1920er-Jahre, zugleich verfolgten Glöckner und Jahns ihre künstlerische Überzeugung unabhängig von den Konjunkturen der Stile und arbeiteten konsequent über Jahrzehnte hinweg an denselben ästhetischen Fragestellungen. Sie waren Freunde im Geiste, auch wenn sie sich persönlich nie kennengelernt haben.

NEUE SCHENKUNGEN VON BARBARA ROSELIEB-JAHNS 2018:

Rudolf Jahns
Komposition Nr. 18, 1924
13,9 x 20,5 cm
Schwarze Zeichenkreide auf Papier
Städel Museum, Frankfurt am Main
Erworben 2018 als Schenkung von Barbara Roselieb-Jahns

Rudolf Jahns
Konstruktiv, 1928
28,4 x 22,5 cm
Tempera auf Karton
Städel Museum, Frankfurt am Main
Erworben 2018 als Schenkung von Barbara Roselieb-Jahns

Rudolf Jahns
Häuser an der Steilküste von Boulogne-sur-Mer, 1931
32 x 46,5 cm
Öl auf Leinwand
Städel Museum, Frankfurt am Main
Erworben 2018 als Schenkung von Barbara Roselieb-Jahns



HERMANN GLÖCKNER UND RUDOLF JAHNS. GEOMETRIE ALS GESTALTUNGSPRINZIP

Kuratoren: Dr. Martin Engler (Sammlungsleiter Gegenwartskunst, Städel Museum), Iris Hasler (wissenschaftliche Volontärin Gegenwartskunst, ermöglicht durch die Rudolf-Jahns-Stiftung, Städel Museum)

Ausstellungsdauer: 28. Februar bis 27. Mai 2018

Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de, Telefon +49(0)69-605098-200, Fax +49(0)69-605098-112
Besucherdienst: Telefon +49(0)69-605098-232, besucherdienst@staedelmuseum.de
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do + Fr 10.00–21.00 Uhr, montags geschlossen

Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 12 Euro; Sa, So, Feiertage: 16 Euro, ermäßigt 14 Euro; Familienkarte 24 Euro; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren; Gruppen ab 10 Personen: ermäßigter Eintrittspreis pro Person. Für Gruppen ist vorab eine Anmeldung unter Telefon +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich.

Gefördert durch: Rudolf-Jahns-Stiftung

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Bereits 100.000 Besucher sahen die Ausstellung „Rubens. Kraft der Verwandlung“ 24.4.2018

Seit der Eröffnung am 8. Februar lockte die Schau über 100.000 Besucher ins Städel – am 28. April ist sie bis nachts im Rahmen der Party „THE SESSION“ geöffnet

Elf Wochen nach ihrem Start zählt die Sonderausstellung „Rubens. Kraft der Verwandlung“ im Städel Museum bereits 100.000 Besucher. Besonders die Nachfrage nach Überblicksführungen ist außerordentlich hoch, weshalb das Museum eine frühzeitige Buchung empfiehlt. Noch bis zum 21. Mai präsentiert die Schau den weltbekannten Künstler anhand zahlreicher Meisterwerke und internationaler Leihgaben und veranschaulicht, wie tief Peter Paul Rubens (1577–1640) in den Dialog mit Kunstwerken berühmter Vorgänger und Zeitgenossen eintrat.

„Der Name Rubens, bekannt wie eine Marke, Inbegriff des Barock, und die rund 100 hochkarätigen Leihgaben, die aus aller Welt ins Städel reisten, bieten bereits für zahlreiche Frankfurter, aber auch für Einzelbesucher und Gruppenreisende aus der ganzen Welt ein attraktives Kulturerlebnis. Besonders ist es dem Kurator Jochen Sander gelungen, mit einem sehr eingängigen wie spannenden Konzept über Rubens‘ Schaffensprozess den Künstler neu erfahrbar zu machen. Verbunden mit unseren zahlreichen Vermittlungsangeboten – vom Digitorial bis zur Sonderführung – bietet die Ausstellung die Möglichkeit, dem Barockstar beim Denken und Arbeiten über die Schulter zu schauen. Eine einmalige Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte“, so Städel Direktor Philipp Demandt.

Auf dem umfassenden Rahmenprogramm der letzten Wochen stehen noch einige Höhepunkte: Neben zahlreichen Workshops und Führungen spricht Prof. Dr. Nils Büttner (Staatliche Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart) am Donnerstag, 17. Mai, in einem Vortrag über „Rubens und der Weg zum Reichtum“.
Bei ,,THE SESSION. Die Party zur Rubens-Ausstellung‘‘ dreht sich alles um Rubens künstlerischen Schaffensprozess. Bis tief in die Nacht geben junge Kunstexperten Einblicke in die Ausstellung. Im Metzler-Saal werden die DJs Celestino und RIO gesampelte Electrobeats auflegen. Beim Sampeln werden bereits vorhandene Beats kreativ genutzt und zu etwas Neuem. Passend zu Rubens‘ flämischer Herkunft werden an drei Bars im Metzler-Foyer, im Metzler-Saal und auf der Terrasse diverse Drinks und Snacks angeboten. Tickets sind im limitierten Vorverkauf im Online-Shop des Städel erhältlich (tickets.staedelmuseum.de).

Peter Paul Rubens (1577–1640) hat die europäische Barockmalerei geprägt wie kaum ein anderer Künstler. Vom 8. Februar bis 21. Mai 2018 widmet das Frankfurter Städel Museum dem weltbekannten Künstler die umfassende Sonderausstellung „Rubens. Kraft der Verwandlung“. Anhand von etwa 100 Arbeiten – darunter 31 Gemälde und 23 Zeichnungen von Rubens – arbeitet die Schau einen bisher wenig beachteten Aspekt im Schaffensprozess des Meisters heraus: Sie zeigt, wie tief Rubens in den Dialog mit Kunstwerken berühmter Vorgänger und Zeitgenossen eintrat und wie dies sein fünfzigjähriges Schaffen prägte. In Rubens’ umfangreichem Œuvre spiegeln sich die Einflüsse antiker Skulptur ebenso wider wie jene späterer Kunst aus Italien und nördlich der Alpen, von den Meistern des ausgehenden 15. Jahrhunderts bis zu seinen Zeitgenossen. Seine Bezugnahme auf Werke von Künstlern unterschiedlicher Epochen ist häufig erst auf den zweiten Blick erkennbar – in der aufwendig inszenierten Ausstellung kann der Besucher die zuweilen überraschenden Korrelationen nun im Detail nachvollziehen. Die Gattungsgrenzen überschreitende Schau vereint Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Skulptur und Werke der angewandten Kunst. Neben Originalskulpturen von der Antike bis zur Renaissance werden auch Gemälde und Grafiken von Rubens’ Vorläufern und Zeitgenossen zu sehen sein, darunter Schlüsselwerke von Tizian und Tintoretto, von Goltzius, Rottenhammer und Elsheimer sowie von Giambologna, Van Tetrode und Van der Schardt.

Die Ausstellung wird durch die finanzielle Unterstützung der Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH und des Städelschen Museums-Vereins e.V. ermöglicht. Sie erfährt zusätzliche Förderung durch die Sparkassen-Finanzgruppe, vertreten durch den Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, die Deutsche Leasing, die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen und die Frankfurter Sparkasse.

THE SESSION.
DIE PARTY ZUR RUBENSAUSSTELLUNG

Samstag, 28. April 2018, 20.00-3.00 Uhr

Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: ab 20.00 Uhr bis 3.00 Uhr
Information: www.staedelmuseum.de
Eintritt: 12 Euro (limitierter Vorverkauf), 14 Euro (Abendkasse)
Kartenvorverkauf: tickets.staedelmuseum.de



RUBENS. KRAFT DER VERWANDLUNG
Ausstellungsdauer: 8. Februar bis 21. Mai 2018

Kuratoren: Prof. Dr. Jochen Sander (Ausstellung im Städel Museum Frankfurt), Dr. Gerlinde Gruber (Ausstellung im Kunsthistorischen Museum Wien) und Dr. Stefan Weppelmann (Ausstellung im Kunsthistorischen Museum Wien)
Information: www.staedelmuseum.de
Besucherservice und Führungen: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main

Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do + Fr 10.00–21.00 Uhr, montags geschlossen
Sonderöffnungszeiten (10.00–18.00 Uhr): 1.5., 10.5., 20.5., 21.5.

Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 12 Euro; Sa, So, Feiertage: 16 Euro, ermäßigt 14 Euro; Familienkarte 24 Euro; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren; Gruppen ab 10 regulär zahlenden Personen: ermäßigter Eintrittspreis pro Person. Für Gruppen ist vorab eine frühzeitige Anmeldung unter Telefon +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich.
Kartenvorverkauf unter: tickets.staedelmuseum.de
Für Mitglieder des Städelschen Museums-Vereins ist der Eintritt in die Sonderausstellung frei.

Überblicksführungen durch die Ausstellung: Di, 15.00 Uhr; Mi, 13.00 Uhr; Do, 18.00 Uhr; Fr, 19.00 Uhr; Sa, 16.00 Uhr; So, 12.00 Uhr. An den Feiertagen des 10.5. und 21.5. findet die Führung jeweils um 16.00 Uhr statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Tickets für die Führungen sind für 5 Euro ab zwei Stunden vor Führungsbeginn an der Kasse erhältlich.

Digitorial: Das Digitorial ist unter rubens.staedelmuseum.de abrufbar.

Die Ausstellung wird von einem umfassenden Rahmenprogramm begleitet. Eine aktuelle Übersicht finden Sie unter www.staedelmuseum.de

Förderer und Partner der Ausstellung:
Gefördert durch: Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH, Städelscher Museums-Verein e.V. und Sparkassen-Finanzgruppe (vertreten durch den Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, die Deutsche Leasing, die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen und die Frankfurter Sparkasse)
Mit zusätzlicher Unterstützung von: Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, Die Regierung Flanderns
Medienpartner: Süddeutsche Zeitung, WirtschaftsWoche, Deutschlandfunk Kultur, ARTE
Marketingpartner: VISITFLANDERS
Kulturpartner: hr2-kultur

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Aufgrund des grossen Erfolgs: Rubens-Ausstellung im Städel wird verlängert 2.5.2018

Die Sonderausstellung „Rubens. Kraft der Verwandlung“, die seit dem 8. Februar den weltbekannten Maler Peter Paul Rubens (1577–1640) in seinem kreativen Schaffensprozess beleuchtet, wird verlängert. Aufgrund der hohen Besucherzahl von bereits über 110.000 und dem anhaltenden Interesse am Vermittlungsangebot, mit Führungen, Vorträgen und Kursen, verlängert das Städel Museum seine erfolgreiche Schau bis zum 3. Juni 2018.

„Die Idee, Rubens‘ kreativen Umgang mit seinen Vorgängern in all seiner Bandbreite und über alle Gattungen hinweg erstmalig in einer groß angelegten Sonderausstellung zu thematisieren, ist voll aufgegangen. Über das besondere Interesse sowie die durchweg positive Resonanz bei Besuchern und in Fachkreisen freuen wir uns sehr“, sagt Städel Direktor Philipp Demandt.

Alle Leihgeber der Rubens-Werke – darunter viele bedeutende Museen aus aller Welt – haben der zweiwöchigen Verlängerung der Ausstellung kurzfristig zugestimmt.

„Es zeigt die besondere Wertschätzung unserer Arbeit, dass alle wichtigen Museen genehmigt haben, großartige Rubens-Hauptwerke aus ihren Sammlungen zwei Wochen länger an das Städel auszuleihen. So haben noch mehr Besucher die einzigartige Gelegenheit in Frankfurt, Rubens‘ spannenden Schaffensprozess anhand vieler großer Meisterwerke nachzuvollziehen. Wir danken allen Leihgebern und unserem Kooperationspartner, dem Kunsthistorischen Museum in Wien, dem wir alleine fünf ihrer Rubens-Werke in der Schau verdanken“, so Jochen Sander, stellvertretender Direktor und Kurator der Ausstellung.

Die Ausstellung zeigt Rubens, der die europäische Barockmalerei prägte und schon zu Lebzeiten ein Star war, erstmals in Frankfurt in so großem Umfang. Die Schau vereint rund 100 Meisterwerke, sowohl von Rubens als auch von berühmten Vorläufern und Zeitgenossen, die ihn inspirierten, darunter Tizian, Tintoretto oder Elsheimer. Die Arbeiten kommen unter anderem aus den Uffizien in Florenz, dem Prado in Madrid, dem Musée du Louvre in Paris, dem Metropolitan Museum of Art in New York oder der Staatlichen Eremitage in St. Petersburg. Mit der im Städel präsentierten Auswahl an Werken, die aus der Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Skulptur und der angewandten Kunst stammen, wird Rubens‘ kreativer Schaffensprozess veranschaulicht und nachvollziehbar gezeigt, wie tief er in den Dialog mit anderen Künstlern und Kunstwerken eintrat. In Rubens’ umfangreichem Œuvre spiegeln sich die Einflüsse antiker Skulptur ebenso wider wie jene späterer Kunst aus Italien und nördlich der Alpen, von den Meistern des ausgehenden 15. Jahrhunderts bis zu seinen Zeitgenossen. Seine Bezugnahme auf Werke von Künstlern unterschiedlicher Epochen ist häufig erst auf den zweiten Blick erkennbar – in der aufwendig inszenierten Ausstellung kann der Besucher die zuweilen überraschenden und faszinierenden Korrelationen im Detail nachvollziehen.

Das umfassende Begleitprogramm mit täglich zwei Überblicksführungen ist im Kalender auf www.staedelmuseum.de einsehbar. Den letzten Abendvortrag im Rahmenprogramm der Ausstellung hält der Rubens-Experte Prof. Dr. Nils Büttner (Staatliche Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart) am Donnerstag, 17. Mai 2018, 19.00 Uhr im Metzler-Saal zum Thema „Rubens und der Weg zum Reichtum“.

Die Ausstellung wird durch die finanzielle Unterstützung der Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH und des Städelschen Museums-Vereins e.V. ermöglicht. Sie erfährt zusätzliche Förderung durch die Sparkassen-Finanzgruppe, vertreten durch den Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, die Deutsche Leasing, die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen und die Frankfurter Sparkasse.


RUBENS. KRAFT DER VERWANDLUNG Ausstellungsdauer: 8. Februar bis 3. Juni 2018

Kuratoren: Prof. Dr. Jochen Sander (Ausstellung im Städel Museum Frankfurt), Dr. Gerlinde Gruber (Ausstellung im Kunsthistorischen Museum Wien) und Dr. Stefan Weppelmann (Ausstellung im Kunsthistorischen Museum Wien) Information: www.staedelmuseum.de
Besucherservice und Führungen: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main

Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do + Fr 10.00–21.00 Uhr, montags geschlossen
Sonderöffnungszeiten (10.00–18.00 Uhr): 10.5., 20.5., 21.5.

Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 12 Euro; Sa, So, Feiertage: 16 Euro, ermäßigt 14 Euro; Familienkarte 24 Euro; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren; Gruppen ab 10 regulär zahlenden Personen: ermäßigter Eintrittspreis pro Person. Für Gruppen ist vorab eine frühzeitige Anmeldung unter Telefon +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich.
Kartenvorverkauf unter: tickets.staedelmuseum.de.
Für Mitglieder des Städelschen Museums-Vereins ist der Eintritt in die Sonderausstellung frei.

Überblicksführungen durch die Ausstellung: Di, 15.00 Uhr; Mi, 13.00 Uhr; Do, 18.00 Uhr; Fr, 19.00 Uhr; Sa, 16.00 Uhr; So, 12.00 Uhr. An den Feiertagen des 10.5. und 21.5. findet die Führung jeweils um 16.00 Uhr statt.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Tickets für die Führungen sind für 5 Euro ab zwei Stunden vor Führungsbeginn an der Kasse erhältlich.

Digitorial: Das Digitorial ist unter rubens.staedelmuseum.de abrufbar.

Die Ausstellung wird von einem umfassenden Rahmenprogramm begleitet. Eine aktuelle Übersicht finden Sie unter www.staedelmuseum.de

Vortrag
RUBENS UND DER WEG ZUM REICHTUM
Donnerstag, 17. Mai 2018, 19.00 Uhr, Städel Museum, Metzler-Saal
Mit Prof. Dr. Nils Büttner (Staatliche Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart)
In Kooperation mit Kuratorium Kulturelles Frankfurt.

Förderer und Partner der Ausstellung:
Gefördert durch: Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH, Städelscher Museums-Verein e.V. und Sparkassen-Finanzgruppe (vertreten durch den Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, die Deutsche Leasing, die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen und die Frankfurter Sparkasse)
Mit zusätzlicher Unterstützung von: Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, Die Regierung Flanderns
Medienpartner: Süddeutsche Zeitung, WirtschaftsWoche, Deutschlandfunk Kultur, ARTE
Marketingpartner: VISITFLANDERS
Kulturpartner: hr2-kultur

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Veranstaltungsprogramm Juni 2018 9.5.2018

Veranstaltungsprogramm Juni 2018

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Jahresbericht 2017 6.6.2018

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Veranstaltungsprogramm Juli 2018 6.6.2018

Veranstaltungsprogramm Juli 2018

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Veranstaltungsprogramm August 2018 3.7.2018

Veranstaltungsprogramm August 2018

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Veranstaltungsprogramm September 2018 6.8.2018

Veranstaltungsprogramm September 2018

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Museumsuferfest 2018 im Städel Museum 17.8.2018

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Veranstaltungsprogramm Oktober 2018 11.9.2018

Veranstaltungsprogramm Oktober 2018

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Veranstaltungsprogramm November 2018 2.10.2018

Veranstaltungsprogramm Oktober 2018

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Cube Club - Das Städel Museum lädt zur großen Vasarely-Party 22.10.2018

Anlässlich der umfassenden Sonderausstellung „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“ lädt das Städel Museum am Samstag, 27. Oktober ab 20.00 Uhr zur großen Vasarely-Party unter dem Motto „Cube Club: Pulsierende Formen und flimmernde Farben“. Die Ausstellung ist bis spät in die Nacht geöffnet und junge Kunstexperten geben in Führungen Einblicke in Vasarelys vielfältiges Schaffen. Bei „Art Dimensions“ um 21 und 22 Uhr diskutieren zwei Kunstvermittler über die verschiedenen Blickwinkel auf seine Kunst. Gleichzeitig eröffnen im Metzler-Saal DJ Sets von Alan Braxe (Vulture Music, Paris), Rikki Humphrey (Manchester) und Dietmar Wacker (Gosu, Frankfurt) flirrende Klangräume bis in die frühen Morgenstunden. Alan Braxe stammt aus Vasarelys Wahlheimatstadt Paris, wo er seit den Anfängen der elektronischen Musikszene Ende der 90er-Jahre unverzichtbar ist. Mit seinem unverwechselbaren Stil überschreitet Alan Braxe musikalische Generationen und Geschmäcker. An der Bar stehen diverse Snacks und Getränkespecials zur Abkühlung während des „Cube Club“ bereit.

Der Vorverkauf zur Veranstaltung „Cube Club“ ist limitiert und kostet 12 Euro, die Karten können unter tickets.staedelmuseum.de erworben werden. Tickets an der Abendkasse sind für 14 Euro erhältlich, der ermäßigte Eintrittspreis beträgt 12 Euro.

Die große Sonderausstellung „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“ präsentiert anhand von über 100 Werken den Erfinder der Op-Art der 1960er-Jahre. Victor Vasarelys (1906–1997) Œuvre erstreckt sich jedoch über mehr als 60 Jahre und bedient sich unterschiedlichster Stile und Einflüsse. Die Entwicklung des Jahrhundertkünstlers wird in der Ausstellung mit zentralen Arbeiten aller Werkphasen nachgezeichnet. Die umfassende Retrospektive Vasarelys versteht sich als Wiederentdeckung einer zentralen Künstlerfigur des 20. Jahrhunderts, welche die Moderne wie keine andere in all ihrer Komplexität widerspiegelt.

CUBE CLUB – DIE PARTY ZUR VASARELY-AUSSTELLUNG

Samstag, 27. Oktober 2018, ab 20.00 Uhr

Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de, Telefon +49(0)69-605098-200, Fax +49(0)69-605098-111
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: ab 20.00 Uhr bis spät in die Nacht
Eintritt: 12 Euro (limitierter Vorverkauf), 14 Euro (Abendkasse; ermäßigter Eintrittspreis 12 Euro), Zutritt ab 18 Jahren
Kartenvorverkauf: tickets.staedelmuseum.de

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Veranstaltungsprogramm Dezember 2018 6.11.2018

Veranstaltungsprogramm Dezember 2018

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Veranstaltungsprogramm Januar 2019 1.1.2018

Veranstaltungsprogramm Januar 2019

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Der andere Blick auf Kunst: Experten der Max-Planck-Gesellschaft führen durch das Städel 1.2.2018

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Einigung: Max Beckmanns Gemälde "Eisgang" bleibt im Städel Museum 5.3.2018

Im Zuge seiner systematischen Provenienzforschung erhielt das Frankfurter Städel Museum von dritter Seite Hinweise auf die belastete Provenienz des Werkes Eisgang (1923) von Max Beckmann (1884–1950). Das im Verzeichnis national wertvollen Kulturgutes gelistete Ölgemälde zeigt das charakteristische Mainpanorama Frankfurts mit Blick auf den Eisernen Steg und wurde 1994 vom Städelschen Museums-Verein erworben. Es stellte sich heraus, dass der erste Besitzer des Werkes Fritz Neuberger war, ein jüdischer Textilfabrikant aus Frankfurt, der das Gemälde direkt von Max Beckmann gekauft hatte. Neuberger und seine Frau Hedwig wurden von den Nationalsozialisten verfolgt, deportiert und in Ostpolen ermordet. Was mit dem Bild im Einzelnen geschah, ist über weite Strecken nicht ermittelbar. Alles spricht dafür, dass Eisgang dem Ehepaar Neuberger verfolgungsbedingt abhandenkam. Nach langjährigen Forschungsarbeiten des Städel Museums und intensiven Gesprächen zwischen dem Vorstand des Städelschen Museums-Vereins und den Erben einigten sich beide Parteien nun auf eine einvernehmliche „Goodwill - Vereinbarung“ im Sinne der Washingtoner Prinzipien zur NS-Raubkunst, welche eine faire und gerechte Lösung des Falles darstellt und die den dauerhaften Verbleib des Gemäldes in Frankfurt ermöglicht. Zudem wird mit einer Tafel am Gemälde an das tragische Schicksal des Voreigentümers Fritz Neuberger und seiner Frau erinnert werden.

Großzügige finanzielle Unterstützung für die vereinbarte Einigung erhielt der Städelsche Museums-Verein von der Bundesrepublik Deutschland. Kulturstaatsministerin Monika Grütters erklärte: „Das Gemälde Eisgang, das während der Frankfurter Jahre Beckmanns entstand, ist nicht nur ein zentrales Werk im Oeuvre dieses großen deutschen Expressionisten. Durch die Darstellung des Eisernen Stegs, eines Wahrzeichens der Stadt, ist dieses Bild für alle Menschen in der Main-Metropole und darüber hinaus ein wichtiges, beliebtes und identitätsstiftendes Zeugnis. Anliegen des Bundes ist es, durch die Förderung solcher Ankäufe zu fairen und gerechten Lösungen und Einigungen im Sinne der Washingtoner Prinzipien beizutragen. Dass der Eisgang nun endgültig seinen Platz im Städel Museum gefunden hat, ist ein Gewinn nicht nur für Frankfurt, sondern für die deutsche Museumslandschaft überhaupt.“

„Wir freuen uns sehr, dass wir eine einvernehmliche und faire Lösung erzielen konnten, die Beckmanns Eisgang für die Sammlung des Städel Museums erhält und das Bild damit weiterhin am Ort seiner Entstehung der Öffentlichkeit zugänglich macht. Mit der nun gefundenen Einigung wollen wir als Städel Museum und Städelscher Museums-Verein abermals ein deutliches Zeichen setzen, dass auch wir als nichtöffentliche Institutionen die Prinzipien der Washingtoner Erklärung anerkennen und uns der Verantwortung gegenüber historischem Unrecht stellen“, kommentiert Städel Direktor Philipp Demandt.

„Max Beckmanns Eisgang ist eines jener Gemälde, die beim Frankfurter Publikum besonders beliebt sind und die Identität der Städelschen Sammlung maßgeblich prägen. Umso glücklicher bin ich, dass es uns gelungen ist, den Verbleib des Gemäldes in Frankfurt zu erreichen, dessen Erwerb schon 1994 nur durch den Städelschen Museums-Verein ermöglicht werden konnte“, so Sylvia von Metzler, die Vorsitzende des Städelschen Museums-Vereins.

Max Beckmann: Eisgang (1923)
Die 47,5 auf 59,5 cm große Leinwand ist eine der mehr als ein Dutzend Stadtansichten in Öl aus der Frankfurter Zeit von Max Beckmann. 17 Jahre seines Lebens verbrachte der bedeutende Expressionist in der Stadt. Mit dem Städel Direktor Georg Swarzenski verband ihn eine enge Freundschaft. Bis zu seiner Entlassung durch die Nationalsozialisten im April 1933 hatte Beckmann eine Professur an der Städelschule inne. Sein Gemälde Eisgang zeigt das charakteristische Mainpanorama Frankfurts. An einem stillen Wintermorgen geht der Blick von der Untermainbrücke flussaufwärts auf die Altstadt mit dem Dom St. Bartholomäus, dem Eisernen Steg und rechts dem Ufer der Sachsenhäuser Seite. Die Ansicht war Beckmann sehr vertraut – der Weg von seiner Wohnung in der Schweizer Straße zur Innenstadt führte über die Brücke. Es ist keine topografisch exakte Ansicht: Beckmanns ganze Aufmerksamkeit gilt dem Fluss, der wie ein dunkles Band zwischen den beiden Ufern liegt. Auf dem Main treiben große Eisschollen, wodurch die dynamische Bewegung des Flusses akzentuiert wird. Das kalte Licht eines Sichelmondes betont die in kühlen Farben wiedergegebene Szenerie. Die kahlen Bäume und zwei vermummte Gestalten auf Fahrrädern am Sachsenhäuser Ufer unterstreichen die melancholische Grundstimmung der nächtlich-geheimnisvollen Darstellung. Beckmanns Pessimismus gegenüber einer oftmals als kalt und gefühllos empfundenen Moderne kommt darin beispielhaft zum Ausdruck. Über das Werk, das zu den seltenen Winterbildern in Beckmanns Œuvre zählt, schrieb der Redakteur Benno Reifenberg 1924 anlässlich einer Ausstellung im Frankfurter Kunstverein in der Frankfurter Zeitung:
„Die Stadt duckt sich; als ob sie fröre, als ob sie sich fürchte vor der Gewalt des Flusses, als ob sie sich ineinanderziehe unter dem kalten, unerbittlich grauen Himmel. […] Den dunklen Strom hinab gleiten die Eisschollen. Wie seltsame Fische mit breiten Rücken, spitzen Schnauzen. Sie quellen aus dem Mainbogen. Stumm ziehen sie, gewaltiger Schub aus der Ferne, an der Stadt vorüber. Kaum dass sie den rötlichen Kai streifen. Mit bösem Knirschen.“

Seit 2011 wird das Gemälde, das 1964 auf der Documenta III gezeigt wurde, auf der Liste national wertvollen Kulturgutes geführt. Heute beherbergt das Städel Museum insgesamt fünfzehn Gemälde, zwei Skulpturen und zahlreiche Zeichnungen und Druckgrafiken von Max Beckmann. Das für Frankfurt so signifikante Gemälde Eisgang ist fester Bestandteil der dauerhaften Sammlungspräsentation in einem eigens eingerichteten Beckmann-Saal.

Die Provenienz des Werks
Der Eisgang stammt aus der Privatsammlung des jüdischen Textilfabrikanten Fritz Neuberger (1877–1943), der es vor 1928 direkt vom Künstler erwarb und in dessen Besitz es bis mindestens Dezember 1931 nachzuweisen ist. Hier bricht die bisher vorliegende faktische Dokumentation zur Provenienz des Gemäldes ab. Erst in der Nachkriegszeit tauchte das Gemälde 1952 in Frankfurter Privatbesitz wieder auf, von wo aus es 1953 über eine Galerie an einen Privatsammler verkauft wurde, von dessen Erben der Städelsche Museums-Verein das Bild 1994 erwarb. Der Verein erwarb das Bild in gutem Glauben mit Mitteln der Kulturstiftung der Länder, der Marga und Kurt Möllgaard-Stiftung und breiter Unterstützung aus den Reihen seiner Mitglieder und der Frankfurter Bürgerschaft.

Nach heutigem Forschungsstand besteht für den Eisgang eine Provenienzlücke von ca. 20 Jahren, welche die NS-Zeit mit einschließt. Die Recherchen des Städel ergaben jedoch, dass das Gemälde Fritz Neuberger mit großer Wahrscheinlichkeit während der NS-Zeit abhandengekommen ist. Das Ehepaar Neuberger wurde im Sommer 1941 aus seiner Wohnung im Frankfurter Westend vertrieben, nach einem Zwischenaufenthalt im sogenannten Ghettohaus in der Gaußstrasse 14 1942 nach Ostpolen deportiert und vermutlich im Vernichtungslager Majdanek ermordet. Das Ehepaar hinterließ einen Sohn, der den Holocaust überlebte, weil seine Eltern ihn 1939 mit einem internationalen Hilfswerk nach England schicken konnten, von wo aus er ein Jahr später in die USA emigrierte. Wie die Recherchen des Städel rekonstruieren konnten, machte der Sohn der Neubergers bereits nach dem Krieg bis noch Mitte der 1980er Jahre in mehreren Anläufen bei unterschiedlichen Behörden den Verlust des Gemäldes geltend, ohne jedoch dessen Abhandenkommen konkret beweisen zu können und ohne Kenntnis über dessen damaligen Verbleib zu haben. Dabei erwähnte er unter anderem auch, dass sich das Gemälde seiner Erinnerung nach zum Zeitpunkt seiner Emigration im Jahr 1939 noch im Besitz der Eltern befand. Er verstarb 1997 im Alter von 75 Jahren. Im Zuge seiner eigenen Provenienzforschung hatte das Städel Museum nach möglichen Erben von Fritz Neuberger gesucht. Noch bevor es diese ausfindig machen konnte, wurde das Museum von den Bevollmächtigten der Erben angesprochen.

Provenienzforschung am Städel Museum
Bereits seit 2001 erforscht das Frankfurter Städel Museum – als eines der ersten deutschen Museen – systematisch die Herkunft aller Objekte, die während der NS-Zeit erworben wurden bzw. in diesem Zeitraum den Besitzer wechselten oder gewechselt haben könnten. Grundlage für diese Forschung bildet die 1998 auf der „Konferenz über Vermögenswerte aus der Zeit des Holocaust“ in Washington formulierte „Washingtoner Erklärung“ sowie die daran anschließende „Gemeinsame Erklärung“. Für jedes Objekt, das nach 1933 erworben wurde und vor 1945 datiert werden kann, wird versucht, eine möglichst lückenlose Provenienz nachzuweisen. Parallel zu diesem laufenden Projekt beschlossen die Administration und die Direktion des Städel Museums 2008, die Geschichte der Institution während des Nationalsozialismus in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle „Entartete Kunst“ an der Universität Hamburg durch ein unabhängiges Expertenteam aufarbeiten zu lassen. Die Forschungsergebnisse wurden 2011 in der Schriftenreihe der Forschungsstelle „Entartete Kunst“ im Berliner Akademie-Verlag unter dem Titel Museum im Widerspruch publiziert.

Bisher konnte für elf Objekte aus den Gemälde- und Grafikbeständen des Städelschen Kunstinstituts und der Städtischen Galerie sowie fünf Objekte aus dem Bestand der Liebieghaus Skulpturensammlung ein verfolgungsbedingter Vermögensverlust nachgewiesen und diese restituiert bzw. zurückerworben werden.

Bildangaben:
Max Beckmann (Leipzig 1884 – New York 1950)
Eisgang, 1923
Öl auf Leinwand, 47,5 x 59,5 cm
Erworben 1994 mit Mitteln der Kulturstiftung der Länder, der Marga und Kurt Möllgaard-Stiftung und anderer Spender. Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V. sowie der Bundesrepublik Deutschland
Foto: Städel Museum - ARTOTHEK
© VG Bild Kunst Bonn

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Manuel Franke macht den Städel Garten zu einer raumgreifenden Installation 29.5.2018

Im Rahmen der Reihe „Im Städel Garten“ hat der Düsseldorfer Künstler Manuel Franke ( 1964) ein monumentales, 50 Meter langes und 2,5 Meter hohes Kunstwerk für den Garten des Städel Museums entwickelt. Vom 20. Juni bis 23. September erhält der Städel Garten zwischen Museum und Städelschule durch diese raumgreifende Geste eine neue, körperlich erfahrbare Begrenzung. Halb Skulptur, halb Malerei, setzt Colormaster F der auf drei Seiten von Gebäuden begrenzten Rasenfläche eine gebogene Membran in leuchtenden monochromen Farben entgegen. Als unüberwindliches Hindernis versperrt Frankes Objekt einerseits den gewohnten Blick, macht den Rasenhügel andererseits jedoch in ganz neuer Weise erfahrbar. Colormaster F* verändert nicht nur den Garten in seiner räumlichen Konstellation, sondern schafft auch einen weiteren, zusätzlichen Raum innerhalb des Gartens, der gleichermaßen offen wie abgeschlossen ist. Darüber hinaus lädt das Kunstwerk die Besucher zum Spielen, Erkunden und Verweilen ein und ermöglicht somit einen Sommer lang eine völlig neue und interaktive Erfahrung des vertrauten Städel Gartens.

„Wir wollten Manuel Franke für unseren Garten gewinnen, weil seine Fragestellungen sich stets mit den Grenzen von Kunst und Gesellschaft auseinandersetzen und wir unseren Garten mit einem seiner gattungsübergreifenden künstlerischen Eingriffe temporär bereichern wollen. Seine Skulptur, die auf einem mächtigen Fundament aus himmelblau eingefärbtem Beton ruht, ist ein Zwitter aus Industriefassade und Museum, aus Malerei und Skulptur, aus Halfpipe und Sitzbank. Sie regt die Besucher zur Partizipation an, indem sie diese etwa einlädt, sich ganz entspannt darauf niederzulassen“, so Martin Engler, Leiter der Sammlung Gegenwartskunst am Städel.

„Der Städel Garten ist für einen Künstler eine Herausforderung, weil er bereits perfekt durchgestaltet ist und ein Wahrzeichen für das Haus darstellt. Gerade deswegen habe ich diese Einladung gerne angenommen. Meine Welle dehnt sich mit der rosafarbenen Seite wie ein riesiges Segel über den Rasen – der dadurch wie ein grünes Farbfeld mit der gleichen Farbdominanz wirkt. Einerseits friedet das Objekt den Garten ein, andererseits schwappt das Museum quasi in einer rasanten Bewegung in knalligem Orange in den Stadtraum hinaus“, beschreibt Manuel Franke sein Kunstwerk.

Im Rahmenprogramm wird Manuel Franke am 24. Juli mit dem französischen Maler und Konzeptkünstler Daniel Buren ( 1938) ein Gespräch vor Publikum führen. Der Dialog findet sowohl vor Colormaster F* im Städel Garten als auch vor Daniel Burens Werken in der Städelschen Sammlung statt.

Colormaster F
Der Name Colormaster geht auf den Namen eines Farbtemperaturmessers zurück, wie er vor der digitalen Zeit in der professionellen Fototechnik zum Messen von Farbstichen eingesetzt wurde. Der Titel wurde von Franke wiederholt verwendet, wobei das F für die Stadt Frankfurt steht. Mit der Wahl des Titels verweist der Künstler auf die besondere Bedeutung, die Farbe in seinem Werk einnimmt – „mit der Farbe wechselt ein Objekt seine Identität“. Colormaster F ist nicht auf eine einzige Betrachterperspektive festgelegt, sondern lädt vielmehr dazu ein, mit der Skulptur zu interagieren und die verschiedenen Sehweisen zu erkunden, die durch sie ermöglicht und gleichermaßen versperrt werden. Zudem kann Colormaster F nie in seiner Gänze erfasst werden, sondern besteht immer aus zwei unvereinbaren Ansichten, je nachdem, ob man sich auf dem Hügel der Gartenhallen ausruht oder sich dem Museum und dem Kunstwerk von der Dürerstraße/Stadtseite nähert. Genauso wird auch die Architektur des Städel Gartens sowie des Städel Museums zum integralen Bestandteil von Colormaster F, indem sich die Skulptur auf ihr architektonisches Gegenüber bezieht.
Auffällig bei Frankes Intervention sind die Aussparungen im Bereich von Adolf Luthers Integration Stehlinsen (1990). Seit 2013 befindet sich diese Dauerleihgabe der Adolf-Luther-Stiftung halb auf der Wiese, halb auf der Wegfläche des Städel Gartens. Die Skulptur Colormaster F unterbricht ihren Weg von Rasenkante zu Rasenkante nicht, bezieht jedoch die Stelen mit ein. Wiederholt hat Franke das Einschließen anderer Kunstwerke zum Thema gemacht – so integrierte er 2006 James Lee Byars’ Arbeit Die Träne (1986) an der Außenmauer der Düsseldorfer Kunsthalle.

Technik und Herstellung
Für Colormaster F verwendet Manuel Franke Weißzement und Pigment; beides wird dem Künstler durch den Betonhersteller Dyckerhoff aus Wiesbaden bereitgestellt. Der gewöhnliche Charakter des Betons wird durch Benutzung von blaupigmentiertem Weißzement leuchtend aufgebrochen. Außerdem werden industriell bombiertes Wellblech und Hochglanzlack eingesetzt. Die Sinuswelle, die sonst vorrangig in der Landwirtschaft oder bei Fabrikgebäuden genutzt wird, erstrahlt in Colormaster F auf der einen Seite in hellem Rosa und auf der anderen in leuchtendem Orange und verliert somit ein Stück weit ihren industriellen, unsinnlichen Charakter. Der Künstler ließ das Blech mit genormten Farben lackieren, wodurch die Oberfläche einer Autokarosserie gleicht.

Manuel Franke
Manuel Franke studierte unter anderem bei Tony Cragg und Irmin Kamp an der Kunstakademie Düsseldorf sowie bei Daniel Buren und Pontus Hulten am Institut des hautes études en arts plastiques in Paris. In seiner künstlerischen Praxis nimmt er häufig Interventionen im Raum vor, die zwischen Skulptur, Installation und Bild changieren. Dabei arbeitet er stets ortsbezogen, indem er die architektonischen und urbanen Strukturen der Umgebung ebenso in sein Werk einbezieht wie den politischen, historischen und sozialen Kontext. Zuletzt gestaltete Franke eine U-Bahn-Station der Düsseldorfer Wehrhahnlinie mit seinem großflächigen Projekt Achat, für das er mit Hunderten von Glastafeln einen begehbaren Farbraum entstehen ließ, der eine sogartige Wirkung entfaltet.
Franke hat unter anderem im Kunstraum Düsseldorf, im Artspace Sydney sowie im Kunstverein Nürnberg ausgestellt und war im Kunstverein Mönchengladbach, in der Villa Massimo Rom und im Kunstmuseum Bonn in Gruppenausstellungen vertreten. Seine zumeist temporären Eingriffe thematisieren oft das Sehen selbst, da sie Dinge verstellen oder verdecken und dabei gleichzeitig neue und ungewohnte Sehweisen eröffnen. Charakteristisch für seine raumgreifenden und den Raum transformierenden Installationen sind die malerische Oberflächenbehandlung und eine besondere Farbigkeit.

„Im Städel Garten“
Mit der Reihe „Im Städel Garten“ öffnet das Städel Museum seine frei zugängliche Gartenfläche für wechselnde Installationen, Performances und Veranstaltungen zur Gegenwartskunst. Seit der Neupräsentation der Skulpturensammlung im Städel Garten 2013 wurde der Außenraum des Städel immer wieder zum Ort für performative und installative Arbeiten, zum Beispiel von Adrian Williams (Watering Hole, 2013), Adolf Luther (Architektur als Licht und Spiegelung, 2013), Erwin Wurm (One-Minute Sculptures, 2014), Franz Erhard Walther (Schreitsockel und Standstellen, 2014) oder David Claerbout (mit seinem Film Die reine Notwendigkeit, 2016).

IM STÄDEL GARTEN
MANUEL FRANKE, COLORMASTER F

Pressegespräch: Dienstag, 19. Juni 2018, 11.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 20. Juni bis 23. September 2018

Kuratoren: Dr. Martin Engler und Iris Hasler
Information: www.staedelmuseum.de
Besucherservice und Führungen: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So 10.00–18.00 Uhr; Do, Fr 10.00–21.00 Uhr; montags geschlossen

Der Besuch des Städel Gartens ist kostenfrei.

Eröffnung
Das Städel Museum eröffnet die Ausstellung Colormaster F am Dienstag, 19. Juni 2018 um 19.00 Uhr mit einem öffentlichen Gespräch zwischen Manuel Franke und Dr. Martin Engler. Im Anschluss können die Besucher den Abend bei Getränken und Gesprächen im Städel Garten ausklingen lassen.

Rahmenprogramm
Donnerstag, 21. Juni 2018, 18.30 Uhr
Abendführung zu Colormaster F und weiteren Skulpturen im Städel Garten

Dienstag, 24. Juli 2018, 18.00 Uhr
Daniel Buren und Manuel Franke im Gespräch (in englischer Sprache)

Donnerstag, 6. September 2018, 18.30 Uhr
Werkbegehung mit dem Künstler

Social Media: Das Städel Museum kommuniziert die Ausstellung in den sozialen Medien unter den Hashtags #ManuelFranke und #StaedelGarten.

Unterstützung: Die Realisierung der Arbeit wurde durch Dyckerhoff Beton unterstützt.

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Ursula Schulz-Dornburg. The Land In-Between – Fotografien von 1980 bis 2012 1.6.2018

*Seit über 40 Jahren befasst sich die Fotografin Ursula Schulz-Dornburg (1938)** mit Grenzlandschaften, Transitorten und Relikten vergangener Kulturen. Anhand von 13 umfangreichen Werkgruppen und insgesamt mehr als 200 Arbeiten gewährt das Städel Museum in der Ausstellung „Ursula Schulz-Dornburg. The Land In-Between – Fotografien von 1980 bis 2012“ vom 4. Juli bis 9. September 2018 erstmals einen umfassenden institutionellen Gesamtüberblick über das Schaffen der Künstlerin. Die in Berlin geborene und in Düsseldorf lebende Schulz-Dornburg widmet sich in ihren Bildern Kult- und Kulturstätten in Europa, Asien und dem Nahen Osten, vor allem aber den sichtbaren und unsichtbaren Grenzen dieser Kontinente und Regionen. Ihre analogen Schwarz-Weiß-Fotografien sind Zeugnisse verschwundener Landschaften, vergangener politischer Systeme, sich im Auflösen befindlicher Kulturkreise und erlischender Gesellschaften. Geprägt von ethnologischer Neugierde und einem archäologischen Blick, sind die Aufnahmen an den Schnittstellen von Dokumentarismus und politischer Fotografie, von Konzeptkunst und aufklärerischem Verantwortungsgefühl angesiedelt. Schulz-Dornburgs Interesse gilt sowohl den Spuren, die Menschen im Laufe lange währender historischer Prozesse in der Landschaft hinterlassen haben, als auch jüngsten politischen Veränderungen, wie sie beispielsweise durch die Golfkriege (zwischen 1980 und 2003) bewirkt worden sind.

„In der Städelschen Sammlung bildet Fotografie einen zentralen Forschungs- und Sammlungsschwerpunkt. Ursula Schulz-Dornburg ist ein exzellentes Beispiel für die Erweiterung der Gattungsgrenzen. Ihre Fotografien bewegen sich zwischen Dokumentation und Konzeptkunst. Ein Anliegen unserer, in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin entstandenen Ausstellung ist es, ihr Werk in seiner Gesamtheit erfahrbar zu machen und in die Kunstgeschichte einzuordnen“, so Städel Direktor Dr. Philipp Demandt.

„Es zeichnet Schulz-Dornburgs Werk aus, dass sie schon früh an Orte reiste, die erst in jüngerer Zeit auf der Landkarte unseres westlichen Kulturbetriebs aufgetaucht sind. Manchmal treten uns Oase und Wüste, Krieg und Antike, vergangene Schönheit und gegenwärtige Zerstörung aus ein und demselben Bild entgegen. Es ist diese oftmals unerträgliche Ambivalenz, die das Werk von Schulz-Dornburg ebenso einzigartig wie bildmächtig macht: wenn sie in ihren Fotografien scheinbar unvereinbare Gegensätze – ästhetische wie inhaltliche – zusammenführt, ohne sie zu versöhnen“, stellt Dr. Martin Engler, Sammlungsleiter Gegenwartskunst am Städel Museum, heraus.

Die Ausstellung
„The Land In-Between“ vereint zwischen 1980 und 2012 entstandene Fotografien aus der Städelschen Sammlung, aus dem Archiv der Künstlerin sowie von privaten Leihgebern und thematisiert Schulz-Dornburgs ästhetisches Dazwischen: Mit ihrer Kunst beschreitet sie den schmalen Grat zwischen Konzept und Reportage, zwischen Politik und Ästhetik. Eine ihrer bekanntesten Werkgruppen belegt dies in der Ausstellung eindrücklich: Transit Orte, Armenien (1997–2011). Die Aufnahmen rücken Bushaltestellen im postsowjetischen Armenien in den Fokus. Hier isoliert die Fotografin die Objekte aus ihrer Umgebung und lenkt so die ganze Aufmerksamkeit auf sie. Verfallene modernistische Gebäude zeugen von verlorenen Utopien.
Die Serie Verschwundene Landschaften, Irak, Marsh Arabs (1980) zeigt Architekturen, die dem Untergang geweiht sind; von den Lehmbauten am Shatt al-Gharraf reiste Schulz-Dornburg zu den Schilfbauten im Marschland. Verschwundene Landschaften, Irak, Mesopotamien (1980) verbindet historische Orte mit der unmittelbaren Gegenwart der Kriege der jüngeren Zeit.
Ihr zentrales fotografisches Interesse erstreckt sich auf vom Menschen gebaute Architekturen. Für Verschwundene Landschaften, Palmyra, Syrien (2005/2010) etwa fotografierte sie reduzierte Grabstätten, kurz bevor der sogenannte Islamische Staat die größeren Bauten zerstörte.
Wüsten stehen sinnbildlich für Transiträume – Schulz-Dornburg hat genau dort Station gemacht, sie präsentiert uns in 15 Kilometer entlang der Georgisch-Aserbaidschanischen Grenze (1998/99) eine unendlich fern scheinende Welt.
Ihr feines Gespür für Hell und Dunkel findet auch in der Serie Ararat (2004–2006) – im steten Wechsel von Sonne und Wolken, von Regen und Dunst – seinen Ausdruck.
Anlässlich der Serie Kronstadt(2002) fotografierte die Künstlerin surreal wirkende Metallkörper, die sich dem Betrachter nicht auf den ersten Blick erschließen. Auch die verlassenen Gebäude in ihren Serien Opytnoe Pole (2012) und Chagan (2012) muten geradezu fantastisch an.
Für die Serie Sonnenstand (1991/1992) hat sich Schulz-Dornburg in das Innere von Kapellen begeben, um in ihren Aufnahmen die makrokosmische Bewegung der Erde in den Mikrokosmos eines Kirchenbaus zu übertragen.

Der Schaffensprozess
Ursula Schulz-Dornburgs zum Teil mehrere Dutzend Bilder umfassenden Serien werden im Obergeschoss des Ausstellungshauses in wandfüllenden Tableaus und in rasterförmiger Anordnung präsentiert. Ungeachtet aller grundlegenden Unterschiede teilen die oft sehr umfangreichen Serien mit den ab 1960 geschaffenen Typologien (im Rasterschema arrangierte Einzelbilder, die sich so zu großen Tableaus formieren) der beiden Fotokünstler Bernd und Hilla Becher dasselbe Anliegen. Ihr aller Werkbegriff ist maßgeblich von der US-amerikanischen Konzeptkunst und der Minimal Art beeinflusst. Vor allem in der Präsentation werden aber die Unterschiede deutlich: Oft haben Schulz-Dornburgs Bildserien kein zeitliches Ende oder weisen bewusste Leerstellen auf, was ihnen eine inhaltliche und ästhetische Offenheit verleiht. Ihre Fotografien bleiben zwar immer auch Einzelbilder, ohne deren Reihung ihre Kontextualisierung jedoch nur schwer möglich ist. Befreit vom Denken in starren Disziplinen, Stilen und Weltbildern, bewegen sich ihre Arbeiten zwischen Ethnologie, Archäologie, Fotografie, Dokumentarismus, Konzeptkunst und einem gesellschaftlichen Verantwortungsgefühl.

Biografisches
Ursula Schulz-Dornburg wurde 1938 in Berlin geboren. In den Jahren 1959 und 1960 studierte sie in München am Institut für Bildjournalismus. 1967 hielt sie sich in New York auf, wo Künstler wie Dan Flavin, Michael Heizer, Lawrence Weiner und Walter De Maria sie beeinflussten. 1969 zog die Fotografin nach Düsseldorf. Seit den frühen 1980er-Jahren bereist und erkundet sie Europa, Asien und den Nahen Osten, vorwiegend mit einer Mittelformatkamera und dem gezielten Blick auf Transitorte, Grenzlandschaften, Kulturstätten und Relikte vergangener Kulturen. Ihre Werke befinden sich in Sammlungen namhafter Museen wie dem Art Institute in Chicago, der Tate Modern in London, der Pinakothek der Moderne in München, dem Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris und der National Gallery of Art in Washington, D.C. Schulz-Dornburg beteiligte sich an wegweisenden Gruppenausstellungen, beispielsweise an „Conflict, Time, Photography“ in der Tate Modern, London, 2014. Ihre letzten größeren Einzelausstellungen waren „Von Medina an die jordanische Grenze“ im Berliner Pergamonmuseum, 2011, und „Niemandslicht“ im Kunstmuseum Bochum, 2011. 2016 erhielt sie den AIMIA / AGO Photography Prize der Art Gallery of Ontario, Toronto.


URSULA SCHULZ-DORNBURG. THE LAND IN-BETWEEN –
FOTOGRAFIEN VON 1980 BIS 2012

Ausstellungsdauer: 4. Juli bis 9. September 2018
Pressevorbesichtigung: Dienstag, 3. Juli 2018, 11.00 Uhr

Kuratoren: Dr. Martin Engler (Leiter Gegenwartskunst, Städel Museum), Iris Hasler (Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Städel Museum)
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Information: www.staedelmuseum.de
Besucherservice und Führungen: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de

Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So 10.00–18.00 Uhr; Do, Fr 10.00–21.00 Uhr; montags geschlossen

Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 12 Euro, Familienkarte 24 Euro; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren; Gruppen ab 10 regulär zahlenden Personen: ermäßigter Eintrittspreis pro Person. Für Gruppen ist vorab eine Anmeldung unter Telefon +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich.
Kartenvorverkauf: tickets.staedelmuseum.de
Für Mitglieder des Städelschen Museums-Vereins ist der Eintritt in die Sonderausstellung frei.

Überblicksführungen durch die Ausstellung: donnerstags, 18.00 Uhr, sowie sonntags, 12.00 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Ausstellung wird von einem umfassenden Rahmenprogramm begleitet. Eine aktuelle Übersicht finden Sie unter www.staedelmuseum.de

Katalog: Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit dem Titel Ursula Schulz-Dornburg. The Land In-Between – Fotografien von 1980 bis 2012, herausgegeben von Dr. Martin Engler, MACK Verlag, dt. Museumsausgabe, 300 Seiten, 39,90 €, dt. und engl. Buchhandelsausgabe.

Social Media: Das Städel Museum kommuniziert die Ausstellung in den sozialen Medien mit dem Hashtag #SchulzDornburg.

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Städel erwirbt Hauptwerk des deutschen Surrealismus 11.7.2018

Das Städel Museum freut sich über einen kapitalen Neuzugang für seine Sammlung. Der Bestand der Surrealisten des Frankfurter Museums wird durch ein Hauptwerk des deutschen Surrealisten Richard Oelze (1900–1980) verstärkt. Der Städelsche Museums-Verein und das Städel Museum konnten mit großzügiger Unterstützung der Kulturstiftung der Länder sowie einem Zuschuss der Kurt und Marga Möllgaard-Stiftung das Gemälde Archaisches Fragment (1935) aus Privatbesitz erwerben. Das lange Zeit als verschollen gegoltene Werk ist eine von nur drei großformatigen Arbeiten aus Oelzes wichtigster Schaffensphase in Paris – die beiden anderen Werke, Erwartung (1935–36) sowie Tägliche Drangsale (1934) befinden sich im Museum of Modern Art in New York und in der Kunstsammlung NRW in Düsseldorf. Nach sorgsamen Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen ist das Archaische Fragment ab sofort in einer eigens eingerichteten Kabinettpräsentation in der Sammlung Kunst der Moderne des Städel Museums zu sehen.

„Richard Oelze hat in seinem Leben nur extrem wenige Großformate gemalt. Umso mehr freut es uns, dass wir – gemeinsam mit dem Städelschen Museums-Verein und mit großzügiger Unterstützung der Kulturstiftung der Länder – die Gelegenheit ergreifen konnten, eines dieser Hauptwerke des deutschen Surrealismus für unsere Sammlung zu gewinnen“, so Städel Direktor Dr. Philipp Demandt.

Archaisches Fragment steht exemplarisch für die unverkennbare Bildsprache Richard Oelzes und strahlt nach seiner Restaurierung nun wieder in neuem Glanz. Das Gemälde ergänzt unseren eigenen Bestand der Surrealisten auf ideale Art und Weise“, freut sich Dr. Alexander Eiling, Sammlungsleiter Kunst der Moderne im Städel Museum.

In seinen Pariser Jahren pflegte Richard Oelze Kontakte zu den Hauptvertretern der surrealistischen Bewegung, darunter André Breton, Max Ernst, Yves Tanguy und Salvador Dalí, deren Ideen und Gestaltungsweisen deutliche Spuren in seinem Werk hinterließen. Die Künstler dieser Gruppe waren vor allem an Themen interessiert, die sich der menschlichen Logik widersetzten. Träume, Visionen und das Erkunden des Unterbewussten waren ihr zentrales Anliegen. In Archaisches Fragment mischen sich die fantastischen Motive der Surrealisten mit der präzisen Malweise der Neuen Sachlichkeit, die Oelze durch seine Dresdner Lehrer Otto Dix und Richard Müller kennen gelernt hatte. Obwohl äußerst detailliert gemalt, entzieht sich das Dargestellte einer abschließenden Deutung: Vor dem Hintergrund einer unwirklichen Landschaft schwebt ein animiert wirkendes Mischgebilde, in dem Anklänge an Pflanzen und Tiere mit menschlichen Körperformen verschmelzen. Vertrautes und Fremdartiges treffen aufeinander und verbinden sich in der surrealistischen Logik zu einer beunruhigenden Landschaft des Inneren. Der Künstler spielt dabei auch mit erotischen Untertönen, erweckt Ängste und Begierden, die wie ein „archaisches Fragment“ in der menschlichen Psyche schlummern.

„Eine der Kernaufgaben eines lebendigen Museums ist der kontinuierliche Ausbau seiner Sammlung. Umso mehr freue ich mich, dass der Städelsche Museums-Verein, als ältester und größter Mäzen des Hauses, mit dem Ankauf des Archaischen Fragments erneut dazu beitragen konnte, die Frankfurter Sammlung auf höchstem Niveau weiterzuentwickeln“, betont Sylvia von Metzler, Vorsitzende des Städelschen Museums-Vereins.

„Richard Oelze ist neben Max Ernst der bedeutendste deutsche Vertreter des Surrealismus. Archaisches Fragment gehört zu seinen raren großformatigen Hauptwerken, das lange Zeit als verschollen galt. Ich freue mich, dass mit dieser Erwerbung die Surrealismus-Sammlung des Städel einen neuen herausragenden Mittelpunkt erhält“, kommentiert Prof. Dr. Markus Hilgert, Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder.

Restaurierung und Konservierung
Das in seiner Originalsubstanz vorzüglich erhaltene Gemälde wurde von Stephan Knobloch, dem Leiter der Gemälderestaurierung im Städel Museum, einer behutsamen Restaurierung und Konservierung unterzogen, die die Abnahme von Flicken auf der Rückseite, das Schließen von kleineren Leinwandrissen und die Abnahme zweier vergilbter Firnisschichten sowie älterer Retuschen beinhaltete. So konnte die Erscheinung des Gemäldes wieder seinem Originalzustand angenähert werden. Nicht nur das originale Kolorit ist wieder erkennbar, sondern auch die vom Künstler gewollte Perspektive der gesamten Bildkomposition. Ein in den 1920er- und 1930er-Jahren häufig verwendetes Rahmenprofil wurde für das Oelze-Gemälde passend kopiert und mit einer für die Zeit typischen Fassung versehen.

Kabinettpräsentation
Innerhalb der Städelschen Sammlung ergänzt Archaisches Fragment das bereits 1979 erworbene Oelze-Gemälde Gefährlicher Wunsch (1936). Die beiden Bilder stehen – gemeinsam mit drei weiteren Werken aus Privatbesitz – im Zentrum einer neu eingerichteten Kabinettpräsentation in der Sammlung Kunst der Moderne, die einen konzentrierten Blick auf das Werk Richard Oelzes und seine innovative und eigenständige Position innerhalb der surrealistischen Bewegung ermöglicht. Die Präsentation läuft bis zum 21. Oktober 2018 in Kabinett 1.11.1 des Städel Gartenflügels.
Im Anschluss an die Kabinettpräsentation wird das Werk Archaisches Fragment vom 1. November 2018 bis 3. Februar 2019 in der Schirn Kunsthalle Frankfurt zusammen mit rund 100 bedeutenden Arbeiten internationaler Künstlerinnen und Künstler in der Ausstellung „Wildnis“ zu sehen sein. Die umfassende Themenausstellung beleuchtet die vielfältigen Verbindungen von Wildnis und Kunst von 1900 bis zur Gegenwart.

Kurzbiografie Richard Oelze
Richard Oelze wurde 1900 in Magdeburg geboren und studierte von 1921 bis 1925 am Bauhaus in Weimar. Zwischen 1926 und 1929 lebte er in Dresden, 1933 ging er nach Paris. Auch nach seinem Aufenthalt in Paris bis 1936 verfolgte Oelze künstlerische Ziele, die Parallelen mit der Bildwelt des Surrealismus aufweisen. 1940 wurde er zum Kriegsdienst einberufen und begann nach seiner Rückkehr fünf Jahre darauf nur zögerlich erneut mit dem Malen. Nach einer ersten Einzelausstellung 1950 in der moderne galerie in Köln wurden die 1950er-Jahre zu einer seiner produktivsten Werkphasen. Auf der Documenta II (1959) war er prominent vertreten. 1969 war er einer der drei Vertreter Deutschlands auf der Biennale in Venedig. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen zählt auch der Max-Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt am Main, den er 1978, zwei Jahre vor seinem Tod, entgegennahm.
Die herausragende Bedeutung des Gemäldes Archaisches Fragment zeigt unter anderem dessen Ausstellungsgeschichte. Die 98 x 130 cm große Leinwand wurde Seite an Seite mit Arbeiten von Max Ernst, Salvador Dalí oder Man Ray auf zahlreichen bedeutenden internationalen Ausstellungen zum Surrealismus gezeigt – zum Beispiel bei der „International Surrealist Exhibition“ in den New Burlington Galleries in London 1936. In den 1930er- und 1940er-Jahren avancierte Oelze somit gerade durch dieses prominent gewordene Gemälde zu einem der bedeutendsten Vertreter des Surrealismus und wurde von wichtigen Kunsthistorikern und Händlern gefördert. Max Ernst gehörte zu Oelzes größten Bewunderern.

Werkangaben:
Richard Oelze (1900–1980)
Archaisches Fragment, 1935
Öl auf Leinwand, 98 x 130 cm
Gemeinsames Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e. V. und des Städel Museums, Frankfurt am Main
Erworben mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder sowie einem Zuschuss der Kurt und Marga Möllgaard-Stiftung
© Estate of Richard Oelze

Information: www.staedelmuseum.de
Besucherservice: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So 10.00–18.00 Uhr; Do, Fr 10.00–21.00 Uhr; montags geschlossen
Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 12 Euro, Familienkarte 24 Euro; Sommer-Special bis 31.8.: Di–So ab 15 Uhr nur 10 Euro; Gruppen ab 10 regulär zahlenden Personen: ermäßigter Eintrittspreis pro Person. Für Gruppen ist vorab eine Anmeldung unter Telefon +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich.

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Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht 1.8.2018

Vom 19. September 2018 bis 17. März 2019 präsentiert das Frankfurter Städel Museum die Malerin Lotte Laserstein (1898–1993) in einer umfassenden Einzelausstellung. Lasersteins Œuvre gehört zu den großen Wiederentdeckungen der letzten Jahre und zeichnet sich durch ebenso sensibel wie eindringlich gestaltete Porträts aus den späten Jahren der Weimarer Republik aus. Die Schau baut auf den Sammlungsbeständen des Städel Museums auf, das mit den Gemälden Russisches Mädchen mit Puderdose von 1928 und Junge mit Kasper-Puppe (Wolfgang Karger) von 1933 in den vergangenen Jahren wichtige Arbeiten der Künstlerin erwerben konnte. Anhand von rund 40 Gemälden und Zeichnungen nimmt die Ausstellung Lasersteins künstlerische Entwicklung in den Blick. Der Fokus liegt auf ihren Arbeiten der 1920er- und 1930er-Jahre, die den Glanzpunkt ihres Schaffens markieren. „Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht“ ist die erste Einzelpräsentation der Künstlerin in Deutschland außerhalb Berlins.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Ernst Max von Grunelius-Stiftung, die Rudolf-August Oetker-Stiftung und die Friede Springer Stiftung. Zusätzliche Unterstützung erfährt die Schau durch die Stadt Frankfurt am Main.

„Das Kinderporträt Junge mit Kasper-Puppe (Wolfgang Karger) war die erste Neuerwerbung in meinem Amt als Direktor des Städel Museums und auch generell begleitet mich das Werk Lotte Lasersteins persönlich und beruflich schon seit vielen Jahren. Umso mehr freut es mich, dass unsere Ausstellung die Chance bietet, einen neuen Blick auf die Arbeit dieser bedeutenden Malerin zu richten und sie einem größeren Publikum vorzustellen“, so Städel Direktor Philipp Demandt über das von ihm initiierte Ausstellungsprojekt.

Durch Porträts ihrer Zeitgenossen machte sich die Malerin Lotte Laserstein im pulsierenden Berlin der Weimarer Republik einen Namen. In ihren Gemälden zeigte die Künstlerin das sie umgebende Berliner Leben, richtete dabei den Fokus auf Darstellungen der sogenannten „Neuen Frau“ und fing ihre Bildmotive mit einem dezidiert weiblichen Blick ein. Erfolgreich beteiligte sie sich an zahlreichen Ausstellungen und Wettbewerben und erhielt viel Lob von der Kunstkritik. Nach der frühen Anerkennung endete ihre Karriere jedoch schlagartig: Aufgrund der politischen Bedingungen im Nationalsozialismus wurde die Malerin, die zwar christlich getauft war, doch aufgrund ihrer Großeltern als jüdisch deklariert wurde, zunehmend aus dem öffentlichen Kulturbetrieb ausgeschlossen. 1937 gelang es ihr, Deutschland zu verlassen und nach Schweden zu emigrieren, wo sie allerdings nicht mehr an ihre frühen Erfolge anknüpfen konnte. Abgeschnitten von der internationalen Kunstszene geriet ihr Werk weitgehend aus der öffentlichen Wahrnehmung. In den Fokus der Aufmerksamkeit rückte Laserstein im Jahr 2010 mit dem Ankauf eines ihrer Hauptwerke durch die Berliner Nationalgalerie, Abend über Potsdam von 1930, welches auch in der Frankfurter Ausstellung zu sehen sein wird.

„Lotte Laserstein teilt das Schicksal vieler ihrer Zeitgenossen, die in der Weimarer Republik anfingen, sich eine Reputation aufzubauen, deren künstlerische Laufbahn durch das NS-System aber massiv beschnitten wurde. Sie kann der sogenannten ‚verschollenen Generation‘ zugerechnet werden, da ihre realistisch gemalten Bilder in der avantgardeorientierten Nachkriegsforschung vernachlässigt wurden. Erst seit den 1990er-Jahren findet diese außergewöhnliche Künstlerin eine späte Würdigung, zu der unsere Ausstellung einen entscheidenden Teil beitragen kann.“, stellen die Kuratoren der Ausstellung, Alexander Eiling und Elena Schroll, heraus.

Stil und Motive
Die Bilder Lasersteins stehen stilistisch der Neuen Sachlichkeit nah, doch passen sie nicht recht in diese kunsthistorische Kategorie. Im Hinblick auf Sujets und Grundhaltung lassen sich in Lasersteins Arbeiten zwar Anklänge an diese Kunstströmung finden, doch ist ihr Malstil weder objektivierend unterkühlt noch gesellschaftskritisch überzeichnet, wie für die Neue Sachlichkeit typisch. Ihre Malweise verbleibt stets realistisch, mit teilweise spätimpressionistisch lockerem Pinselduktus und einem sorgsam komponierten Bildaufbau. Insgesamt ist der Einfluss ihrer akademischen Ausbildung – zu der sich Frauen damals gerade erst den Zugang erkämpft hatten – in ihren Werken deutlich erkennbar, weshalb ihr Stil als akademischer Realismus bezeichnet werden kann. Obwohl handwerklich traditionell, waren ihre Bilder inhaltlich von großer Aktualität.

Lotte Lasersteins favorisiertes Thema ist der Mensch in all seinen Facetten, weshalb sie sich hauptsächlich der Porträtmalerei widmet. In ihren Porträts setzt sie virtuos die Menschen der Zwischenkriegszeit ins Bild, wie etwa in Liegendes Mädchen auf Blau (1931) oder in Der Mongole (1927). Dabei zeichnen Nüchternheit, Modernität wie auch psychologische Tiefe ihre Darstellungen aus. In ihrem Œuvre gibt es ebenso Motive, die von der Technik- und Sportbegeisterung der Zeit künden, doch sind diese zahlenmäßig weit weniger bedeutend. In ihren Bildnissen malt Laserstein Typen des modernen Alltags: sportive Frauen, sich schminkende junge Mädchen, einen Motorradfahrer in voller Montur und modisch gekleidete Großstädterinnen. Die Künstlerin spielt mit Zitaten aus der Kunstgeschichte und baut oftmals Spiegelungen und Verdoppelungen der Figuren ein. Häufig malt sie komplexe Kompositionen, in denen sie sich auch selbst beim Malen im Atelier zeigt, um auf ihre Rolle als akademisch ausgebildete Künstlerin zu verweisen. Darüber hinaus entwirft Laserstein mit ihren modisch gekleideten Protagonistinnen den Typus der emanzipierten Städterin, die sich ohne männliche Begleitung frei und selbstbewusst im öffentlichen Raum bewegt. Dieses zeitgenössische Bild der sogenannten „Neuen Frau“ ist von besonderem Interesse für sie. So machen Frauenporträts auch den größten Teil ihrer Kunst aus, selten fertigt sie Bildnisse von Männern an.

Ihr Modell Traute Rose
Neben den professionellen Modellen an der Akademie und sich selbst porträtiert Laserstein immer wieder ihre langjährige Muse und Freundin Gertrud Rose (geb. Süssenbach), genannt Traute. Diese verkörpert den Typus der „Neuen Frau“, wie er in den Zwischenkriegsjahren in den Medien geradezu propagiert wurde, und ist damit ein ideales Modell. Rose entspricht – genau wie Laserstein selbst – dem Ideal der Zeit: eine androgyne, sportliche, emanzipierte junge Dame mit Bubikopf und locker sitzender Kleidung. In ihren Porträts erscheint Rose mal als Tennisspielerin, mal in Doppelporträts an der Seite der Künstlerin oder als Aktmodell im Kontext des Ateliers. In Abgrenzung zu herkömmlichen Darstellungen weiblicher Modelle durch männliche Künstler, in denen die Frau zum objektivierten Gegenüber des Malers wird, zeugen die Bilder Lasersteins von der gleichberechtigten und vertrauten Beziehung zwischen den beiden Freundinnen. Dies wird besonders in Vor dem Spiegel von 1930/31 und In meinem Atelier (1928) deutlich, in denen Rose jeweils nackt und Laserstein in der Rolle der Malerin zu sehen ist. Besonders diese Aktdarstellungen führten in der Forschung immer wieder zur Annahme einer homosexuellen Liebesbeziehung zwischen den beiden Frauen, wofür es jedoch keinerlei biografische Hinweise gibt. Mit Traute Rose, die in Deutschland blieb, verband Laserstein zeitlebens eine tiefe Freundschaft und die beiden führten auch während ihrer Zeit in Schweden eine umfangreiche Korrespondenz.

Biografisches
Die 1898 in Ostpreußen geborene Lotte Laserstein wuchs in bürgerlichen Verhältnissen auf. Nach dem frühen Tod des Vaters zog ihre Mutter mit ihr und der jüngeren Schwester Käte zu der verwitweten Großmutter nach Danzig. Ersten Zeichenunterricht erhielt sie ab 1908 von ihrer Tante Elsa Birnbaum, die eine private Malschule betrieb. Zwischen 1921 und 1927 besuchte sie die Berliner Hochschule für die Bildenden Künste, wo sie als eine der ersten Frauen ihr Meisterstudium abschloss. Durch ihre Beteiligung an der Frühjahrsausstellung der Preußischen Akademie der Künste 1928 erlangte sie große Aufmerksamkeit und verkaufte ihr erstes Werk an eine öffentliche Einrichtung, den Magistrat der Stadt Berlin. Das Gemälde Im Gasthaus (1927) wurde später im Rahmen der nationalsozialistischen Propaganda als „entartete Kunst“ beschlagnahmt.

Seit dem Ende der 1920er-Jahre nahm Laserstein regelmäßig an Ausstellungen teil. Es gelang ihr bald, sich einen Ruf aufzubauen und Feuilletons und Kritiker fanden geradezu hymnische Worte für ihre Kunst. 1928 beteiligte sich Laserstein an dem Wettbewerb „Das schönste deutsche Frauenporträt“, der von der Kosmetikfirma Elida zusammen mit dem Reichsverband bildender Künstler ausgeschrieben wurde. Aus den 365 eingereichten Werken wurde das heute in der Städel Sammlung befindliche Gemälde Russisches Mädchen mit Puderdose für die Endrunde nominiert und zusammen mit 25 Arbeiten von fast ausschließlich männlichen Künstlern in der angesehenen Berliner Galerie von Fritz Gurlitt gezeigt. Dort fand 1931 auch ihre erste Einzelausstellung statt.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten endete Lasersteins einsetzende Karriere unvermittelt. Sie wurde aus dem Vorstand des Vereins Berliner Künstlerinnen entlassen und konnte ab 1935 lediglich im Rahmen des jüdischen Kulturbundes in Deutschland ausstellen. Auch die kleine Malschule, welche sie zur finanziellen Absicherung seit 1927 betrieb, musste geschlossen werden. Die politischen Restriktionen erschwerten ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zunehmend. Eine Ausstellung in der Stockholmer Galerie Moderne bot ihr 1937 die Möglichkeit, Deutschland zu verlassen. Obwohl Laserstein im schwedischen Exil weiterhin äußerst produktiv war und ihren Lebensunterhalt durch Auftragsarbeiten verdiente, gelang es ihr nicht, an ihre frühen Erfolge anzuknüpfen. Ihr Werk verschwand weitgehend aus der öffentlichen Wahrnehmung.

In Deutschland wurde Laserstein 2003 durch die Ausstellung "Lotte Laserstein. Meine einzige Wirklichkeit" wiederentdeckt, die von Anna-Carola Krausse für Das Verborgene Museum in Zusammenarbeit mit der Stiftung Stadtmuseum Berlin im Ephraim-Palais kuratiert wurde. 2010 erwarb die Berliner Nationalgalerie mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder Lasersteins monumentales Hauptwerk Abend über Potsdam von 1930.

Zur Ausstellung erscheint im Prestel Verlag ein Katalog mit einem Vorwort von Philipp Demandt und einem Grußwort von Thomas Köhler. Die Publikation bietet eine Einführung in die Kunst Lasersteins von Alexander Eiling, Elena Schroll untersucht die Malerin als Teil der „verschollenen Generation“, Annelie Lütgens vergleicht Lasersteins Porträts mit Werken weiterer Künstlerinnen ihrer Zeit und die Laserstein-Expertin Anna-Carola Krausse analysiert die Neuinterpretation tradierter Bildmuster durch die Künstlerin. Außerdem enthält der Katalog Beiträge von Kristin Schroeder, Kristina Lemke, Maureen Ogrocki, Philipp von Wehrden und Valentina Bay, die Lasersteins Aktdarstellungen, ihre Exilzeit in Schweden sowie ihre künstlerischen Vermarktungsstrategien untersuchen.

Nach ihrem Auftakt im Frankfurter Städel Museum wandert die Ausstellung weiter an die Berlinische Galerie. Dort wird die Ausstellung unter anderem um Exilwerke von Lotte Laserstein ergänzt.

Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht

Ausstellungsdauer: 19. September 2018 bis 17. März 2019

Kuratoren: Dr. Alexander Eiling (Sammlungsleiter Kunst der Moderne, Städel Museum), Elena Schroll (Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Städel Museum)
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Information: www.staedelmuseum.de
Besucherservice und Führungen: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de

Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So 10.00–18.00 Uhr; Do, Fr 10.00–21.00 Uhr; montags geschlossen
Sonderöffnungszeiten: 03.10.2018 10.00–18.00 Uhr, 24.12.2018 geschlossen, 25., 26.12.2018 10.00–18.00 Uhr, 31.12.2018 geschlossen, 01.01.2019 11.00–18.00 Uhr

Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 12 Euro; Sa, So, Feiertage: 16 Euro, ermäßigt 14 Euro; Familienkarte 24 Euro; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren; Gruppen ab 10 regulär zahlenden Personen: ermäßigter Eintrittspreis pro Person. Für Gruppen ist vorab eine Anmeldung unter Telefon +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich.
Kartenvorverkauf: tickets.staedelmuseum.de
Für Mitglieder des Städelschen Museums-Vereins ist der Eintritt in die Sonderausstellung frei.

Überblicksführungen durch die Ausstellung: freitags 19.00 Uhr, sonntags 14.00 Uhr sowie Mi 3.10., Di 25.12., Mi 26.12., Di 1.1., 12.00 Uhr. Kosten: 5 Euro zzgl. Eintritt (Tickets ab zwei Stunden vor Führungsbeginn, sonntags ab 10.00 Uhr an der Kasse erhältlich)

Die Ausstellung wird von einem umfassenden Rahmenprogramm begleitet. Eine aktuelle Übersicht finden Sie unter www.staedelmuseum.de

Katalog: Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Prestel Verlag mit 192 Seiten und 159 Farbabbildungen. Mit Beiträgen von Valentina Bay, Alexander Eiling, Anna-Carola Krausse, Kristina Lemke, Annelie Lütgens, Maureen Ogrocki, Kristin Schroeder, Elena Schroll und Philipp von Wehrden. Deutsche / englische Ausgabe, 39,90 Euro (Museumsausgabe).

Audiotour: Die Audiotour führt in deutscher und englischer Sprache durch die Ausstellung. Die deutsche Audiotour wird von der Schauspielerin und Sängerin Meret Becker gesprochen. Die Tour ist als kostenlose App im Android und Apple Store verfügbar und kann bequem von zu Hause auf das Smartphone geladen werden. Vor Ort im Museum kann der Audioguide zu einem Preis von 4,50 Euro (8 Euro für zwei Audioguides) ausgeliehen werden.

Social Media: Das Städel Museum kommuniziert die Ausstellung in den sozialen Medien mit dem Hashtag #LotteLaserstein

Förderer und Partner der Ausstellung
Gefördert durch: Ernst Max von Grunelius-Stiftung, Rudolf-August Oetker-Stiftung, Friede Springer Stiftung.
Mit zusätzlicher Unterstützung: Stadt Frankfurt am Main.
Medienpartner: Frankfurter Allgemeine Zeitung

Eine Ausstellung des Städel Museums, Frankfurt am Main, in Zusammenarbeit mit der Berlinischen Galerie.

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Städel bringt van Gogh nach Deutschland: Umfassende Ausstellung im Herbst 2019 27.8.2018

Vom 23. Oktober 2019 bis zum 16. Februar 2020 zeigt das Städel Museum eine umfassende Ausstellung zu einem der berühmtesten Künstler der Welt: Vincent van Gogh (1853–1890). Die bis dato größte und aufwendigste Präsentation in der Geschichte des Frankfurter Museums thematisiert die besondere Rolle, die deutsche Galeristen, Sammler, Kritiker und Museen für die Erfolgsgeschichte des Malers spielten, der als Vorreiter der modernen Malerei gilt. Zum anderen wird die entscheidende Rolle van Goghs als Vorbild für die Kunst des deutschen Expressionismus beleuchtet. Zu sehen sind mehr als 120 Gemälde und Arbeiten auf Papier, darunter über 50 zentrale Werke von van Gogh und 70 Werke weiterer für die Moderne bedeutender Künstlerinnen und Künstler.

Das Städel wird hochkarätige Werke aus deutschen wie internationalen Sammlungen präsentieren, darunter das Museum of Fine Arts in Boston, das Cleveland Museum of Art, die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München, das Metropolitan Museum of Art in New York, die Nationalgalerie in Prag sowie die National Gallery of Art in Washington. Besondere Höhepunkte stellen die Selbstbildnisse aus dem Art Institute in Chicago und dem Kröller-Müller Museum in Otterlo dar. Weitere Höhepunkte sind die berühmte Darstellung der Berceuse Augustine Roulin (1889, Stedelijk Museum, Amsterdam) sowie die Segelboote am Strand von Les Saintes-Maries-de-la-Mer (1888, Van Gogh Museum, Amsterdam).

„Zum Zeitpunkt seines Todes in Auvers-sur-Oise 1890 war das Werk van Goghs nur wenigen Zeitgenossen vertraut. Als zur Jahrhundertwende in den Kulturmetropolen Europas die ersten Van-Gogh-Ausstellungen stattfanden, stieg die Bekanntheit seines Œuvres drastisch an. Die Sonderausstellung im Städel Museum zeigt auf, dass ohne die Rezeptionsgeschichte in Deutschland diese Entwicklung und die bis heute anhaltende Popularität Vincent van Goghs kaum denkbar wären“, so Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums.

Die Ausstellung nimmt das Œuvre van Goghs erstmalig umfassend im Kontext seiner Rezeption in Deutschland in den Blick. Den Ausgangspunkt bildet eine Auswahl von Schlüsselwerken aus allen Schaffensphasen des niederländischen Malers. Darauf aufbauend widmet sich die Präsentation der Bedeutung van Goghs für die Entwicklung der deutschen Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Wichtiger Referenzpunkt ist hierbei die umfangreiche Städel Sammlung von Werken des Expressionismus. Neben bekannten Beispielen von Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938), Erich Heckel (1883–1970), Karl Schmidt-Rottluff (1884–1976), Paula Modersohn-Becker (1876–1907), Gabriele Münter (1877–1962) oder Max Beckmann (1884–1950) werden auch wiederzuentdeckende Positionen präsentiert, für die van Gogh ebenso prägend war, darunter Peter August Böckstiegel (1889–1951), Maria Slavona (1865–1931) oder Heinrich Nauen (1880–1940). Im Zentrum des groß angelegten Ausstellungs- und Forschungsprojekts steht das Anliegen, einen entscheidenden Beitrag für das Verständnis der Kunstentwicklung in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu liefern und dabei Vincent van Goghs Rolle als Schlüsselfigur für die Kunst der deutschen Avantgarde aufzuzeigen.

Die Ausstellung wird von der Franz Dieter und Michaela Kaldewei Kulturstiftung und dem Städelschen Museums-Verein e.V. gefördert.

„Van Gogh ist tot, aber die van Gogh-Leute leben. Und wie leben sie! Überall van Goghelt’s“, formulierte Ferdinand Avenarius 1910 in der Zeitschrift „Der Kunstwart“ und beschrieb damit die Faszination, die Vincent van Goghs Malerei Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem auf junge Künstlerinnen und Künstler in Deutschland ausübte. Deutschland ist für die Erfolgsgeschichte des Niederländers von entscheidender Bedeutung: Bereits knapp fünfzehn Jahre nach seinem Tod und damit früher als in anderen Ländern wurde der Künstler hier durch das Engagement von Galeristen, Kritikern und Museumsdirektoren als einer der bedeutendsten Vorreiter der modernen Malerei wahrgenommen. Auch das Städel und sein damaliger Direktor Georg Swarzenski spielten hierfür eine zentrale Rolle. Als erstes öffentliches Museum in Deutschland erwarb das Städel mit Unterstützung seines Museums-Vereins 1908 das frühe Gemälde Bauernhaus in Nuenen und eine Zeichnung van Goghs. 1912 folgte das Gemälde Bildnis des Dr. Gachet (1890), das dem Städel Museum im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst“ entzogen wurde. Der Städel Direktor Swarzenski befürwortete darüber hinaus aktiv den Ankauf von van Goghs Werken durch andere Museen wie die Kunsthalle Bremen.

MAKING VAN GOGH. GESCHICHTE EINER DEUTSCHEN LIEBE

Kuratoren: Dr. Alexander Eiling (Leiter Kunst der Moderne, Städel Museum) und Dr. Felix Krämer (Generaldirektor, Kunstpalast Düsseldorf)
Projektleitung: Elena Schroll (Wissenschaftliche Mitarbeiterin Kunst der Moderne, Städel Museum)
Ausstellungsdauer: 23. Oktober 2019 bis 16. Februar 2020
Pressevorbesichtigung: Dienstag, 22. Oktober 2019, 11.00 Uhr

Information: www.staedelmuseum.de
Besucherservice und Führungen: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Kartenvorverkauf: Flextickets zum Preis von 25 Euro ab sofort online unter shop.staedelmuseum.de erhältlich
Gefördert durch: Franz Dieter und Michaela Kaldewei Kulturstiftung, Städelscher Museums-Verein e.V.
Zusätzliche Unterstützung durch: Stadt Frankfurt am Main

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Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne 30.8.2018

Ab dem 26. September 2018 zeigt das Städel Museum die groß angelegte Sonderausstellung „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“. Anhand von über 100 Werken präsentiert die Retrospektive den Erfinder der Op-Art der 1960er-Jahre. Victor Vasarelys (1906–1997) Œuvre erstreckt sich jedoch über mehr als 60 Jahre und bedient sich unterschiedlichster Stile und Einflüsse. Die Entwicklung des Jahrhundertkünstlers wird mit zentralen Arbeiten aller Werkphasen nachgezeichnet. Der oftmals auf seine Op-Art reduzierte Künstler verbindet die Kunst der frühen Moderne Ost- und Mitteleuropas mit den Avantgarden der Swinging Sixties in Europa und Amerika. Er bediente sich Zeit seines Lebens klassischer Medien und Genres und integrierte in den 1950er-Jahren das Multiple, die Massenproduktion und die Architektur in sein weitverzweigtes Werk. Zugleich blickt die Ausstellung mit Arbeiten wie Hommage au carré (1929) oder figurativen Malereien wie Autoportrait (1944) zurück zu Vasarelys künstlerischen Anfängen. Von diesen frühesten Werken wie Zèbres (1937) über seine Noir-et-Blanc-Periode der 1950er-Jahre erstreckt sich die Auswahl bis zu den Hauptwerken der Op-Art wie den Vega-Bildern der 1970er-Jahre. Die umfassende Retrospektive Vasarelys versteht sich als Wiederentdeckung einer zentralen Künstlerfigur des 20. Jahrhunderts, welche die Moderne wie keine andere in all ihrer Komplexität widerspiegelt.

Neben wichtigen Leihgaben etwa aus dem Centre Pompidou in Paris, der Tate Modern in London, dem Solomon R. Guggenheim Museum in New York oder der Michele Vasarely Foundation präsentiert die Ausstellung nicht zuletzt den für die Deutsche Bundesbank geschaffenen Speisesaal als herausragendes Beispiel für Vasarelys raumgreifende architektonische Gestaltungen. „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“ entstand in enger Kooperation mit dem Pariser Centre Pompidou, das direkt im Anschluss die Ausstellung „Vasarely, le partage des formes“ eröffnen wird. Die beiden Ausstellungen verbinden zentrale Leihgaben wie der eigens für die Frankfurter Präsentation ausgebaute Speisesaal.

Die Ausstellung konnte dank der Unterstützung der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturstiftung der Länder realisiert werden. Hinzu kommt die langjährige Förderung der Deutschen Bank als Partner des Städel Museums, welche die Sammlungsarbeit der Abteilung Gegenwart ermöglicht.

„Mit ‚Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne‘ widmet sich das Städel Museum nicht nur einem der vielleicht bekanntesten Unbekannten der europäischen Nachkriegskunst, sondern einmal mehr einer der zentralen Fragen der Gegenwartskunst, nämlich der nach der Kontinuität von Erster und Zweiter Moderne – und ihrer Bedeutung für die Kunst unserer Gegenwart“, so Städel Direktor Philipp Demandt.

„Vasarely holte den Raum der Renaissance, den die Moderne negierte, wieder zurück ins Bild. Die Koordinaten der Zentralperspektive waren aber nicht mehr verlässlich. Die Räume, die er entwirft, sind dynamisch einladend, labyrinthisch und problematisch zugleich. Nur wenn wir in seinen raumgreifenden Op-Art-Kompositionen auch ihre atemberaubenden formalen wie inhaltlichen Abgründe erkennen, wird seine Kunst zum faszinierenden Zeugnis jenes Jahrhundertprojekts, das wir Moderne nennen“, ergänzt Martin Engler, Kurator der Ausstellung und Sammlungsleiter Gegenwartskunst im Städel Museum.

Victor Vasarely kann heute als eine der zentralen Künstlerfiguren des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt werden, deren Bildsprache sich im kollektiven Gedächtnis festgesetzt hat, ohne eine exakte kunsthistorische Verortung erfahren zu haben. Seine künstlerischen Wurzeln liegen in der Auseinandersetzung mit der frühen Moderne. Beeinflusst wurde er durch die Theorien des Bauhauses und des Suprematismus. Später sind es seine technoiden und psychedelisch bunten Arbeiten, die durch optische Effekte in den Raum drängen und auf die Täuschung der Wahrnehmung abzielen. Diese Werke stehen stellvertretend für eine zukunftsgläubige Gesellschaft im Aufbruch. Sie prägen das Erscheinungsbild der Moderne der 1960er- und 1970er-Jahre und sind ebenso Teil der künstlerischen Avantgarde wie der Populärkultur. Durch die Verbreitung seines Werks in Form von Multiples und Auflagenwerken war Vasarely allgegenwärtig. Die Popularität, die er im Sinn einer Demokratisierung der Kunst anstrebte, machte diese auch zum Massenprodukt – im besten wie im schlechtesten Sinn. Wenn seine labyrinthischen Kompositionen, die farbigen Illusionismen, die Abgründe seiner frühen Werke und die vordergründig bunten Op-Art-Bilder malerisch wie inhaltlich im Kontext der Zeit gelesen werden, dann wird seine Kunst zum faszinierenden Zeugnis des Jahrhundertprojekts der Moderne – in seiner ganzen Widersprüchlichkeit.

Ausstellungsrundgang
Die Ausstellung „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“ erzählt über zwei Stockwerke die Entstehung und Entwicklung Vasarelys Werk entlang einer rückläufigen Chronologie. Der Besucher begegnet zunächst den Hauptwerken der 1970er- und 1960er-Jahre und wird anschließend durch das vielgestaltige Œuvre bis zum Frühwerk der 1920er- und 1930er-Jahre geführt. „Zentrales Anliegen des rückläufigen Ausstellungsrundgangs mit seinen freistehenden Display-Wänden ist es, das gesamte, von künstlerischen Verknüpfungen wie Widersprüchen durchdrungene Werk Vasarelys als eines der bekanntesten Unbekannten der Kunst des 20. Jahrhunderts visuell erfahrbar zu machen. Das Unmögliche als Möglichkeit war der Antrieb Victor Vasarelys, womit er tradierte Vorstellungen vom Raum in der bildenden Kunst erschütterte und zugleich visionär erweiterte“, erläutert Jana Baumann, Kuratorin der Ausstellung im Städel Museum. Dank der multiplen Blickachsen, die durch die offene Ausstellungsarchitektur der Berliner Architekten Kuehn Malvezzi entstehen, wird deutlich, wie sich Vasarelys Werk trotz formaler Unterschiede der einzelnen Werkgruppen über die Jahrzehnte konsistent weiterentwickelt hat.

Die Schau beginnt im Untergeschoss des Ausstellungshauses mit dem von Vasarely und seinem Sohn Yvaral gestalteten Speisesaal der Deutschen Bundesbank in Frankfurt, der für die Ausstellung im Städel Museum eigens ausgebaut wurde. Das Bestreben des Künstlers, sein Werk von der Leinwand in den Raum zu erweitern und damit ins Alltägliche vorzudringen, lässt sich an diesem Beispiel eindrücklich nachvollziehen. Vasarelys reproduzierbares Bildsystem hat die Möglichkeit einer demokratischen Verbreitung von Kunst eröffnet. Mit seinen architektonischen Integrationen und Multiples – etwa Kroa Multicolor (1963–1968) oder Pyr (1967) – verfolgt er in der Tradition des Bauhaus das Ziel, gestaltend in den Alltag einzugreifen. 1972 ist er am Höhepunkt seiner Karriere angelangt, seine Arbeit allgegenwärtig: Neben dem Entwurf für das Logo der Olympischen Spiele von München wird er von Renault beauftragt, das Logo der Marke zu überarbeiten.

Anschließend begegnet der Besucher Vasarelys psychedelisch bunter Vega-Serie. Bis heute prägen die technoiden Kompositionen das Bild der Op-Art und die Wahrnehmung des Künstlers. Die Quader, Kugeln oder Rhomben der Werkreihe schieben sich trompe-l’œil-artig in den Raum. Diesen visuellen Effekt erzielt Vasarely durch die systematisch verzerrende Vergrößerung beziehungsweise Verkleinerung einzelner Quadrate oder Kreise. In der zwei mal zwei Meter großen Arbeit Vega Pal (1969) oder in Vega 200 (1968) drängt die Komposition als dynamische Halbkugel förmlich aus dem Bild heraus. Vasarelys Malerei in Öl oder Acryl nimmt die computergenerierte Ästhetik folgender Generationen vorweg. Der nun bewusst vielstimmig sich entspinnende Parcours zeigt, wie sehr Vasarely das Erbe der Moderne – vor allem der geometrischen Abstraktion – dehnt und zum Schwingen bringt. Statt in sich ruhender Geometrie begegnet dem Besucher raumgreifende, in den Raum sich erweiternde Malerei, die den Betrachter verwirrt und in Abgründe ziehende Dynamiken entfaltet.

Von den Vega-Bildern ausgehend eröffnen verschiedene Sichtachsen den Blick auf die form- und farbgewaltige Periode der Folklore planétaire sowie die Erfindung der „Unité plastique“ (1959), aus der diese Werkphase entstanden ist. Vasarelys strenge Bildsystematik kombiniert zwei geometrische Grundformen – Quadrat und Kreis – mit einem ebenso klar umrissenen Farbspektrum, bestehend aus sechs Lokalfarben. Das Ergebnis ist ein Bildverfahren, mit dem – fast ohne künstlerische Entscheidungen – immer neue Bilder „produziert“ werden können: das „plastische Alphabet“. Auf der „plastischen Einheit“ basierende und aus dem „plastischen Alphabet“ hervorgegangene Werke wie Calota MC (1967) oder CTA 102 (1965) treten in der offenen Ausstellungsarchitektur mit den Vega-Arbeiten ebenso in Dialog wie mit jenen der vorangegangenen Noir-et-Blanc-Periode. Neben einer Reduktion auf Schwarz und Weiß vollzieht sich in dieser Schaffensphase die endgültige Hinwendung Vasarelys zur geometrischen Abstraktion – einer Abstraktion allerdings, die schon hier behutsam in Bewegung versetzt wird und die bildimmanente Dynamik der Vega-Arbeiten vorwegnimmt.

Das im Zentrum des Untergeschosses platzierte Programmbild Hommage à Malevich (1952–1958) verbindet Vasarelys Früh- und Hauptwerk und präsentiert sich als Schlüsselarbeit für sein gesamtes Œuvre, wenn Malewitschs Schwarzes Quadrat in Bewegung gerät, die geometrischen Formen in den Raum drehen, Quadrate zu Rauten werden und verschiedene Ebenen entstehen lassen. In der Ausstellung zeigt dies ähnlich eindrücklich Tlinko-II (1956), eine Arbeit, deren klares Raster durch vereinzelt aus der Bildfläche kippende – und somit zu Rauten werdende – Quadrate dynamisiert wird. Für Vasarelys Kunst, die das Sehen und die Wahrnehmung zum künstlerischen Experimentierfeld erklärt und die Statik der Moderne überwinden will, werden hier die Grundlagen gelegt.

Von ähnlicher Bedeutung für die Bildsprache Vasarelys sind die am Beginn der Noir-et-Blanc-Serie – und somit seiner Op-Art – stehenden Photographismes. Vasarely setzt sich hier mit dem Positiv-Negativ-Prinzip der Fotografie auseinander. Für die frühen Photographismes wendet er dieses Prinzip in Tuschzeichnungen an. Es scheint, als ob die positiven und negativen Versionen einer Fotografie nicht deckungsgleich übereinandergelegt worden wären. Die dicht an dicht gesetzten Streifen in Schwarz und Weiß erzeugen den Eindruck einer flirrenden Bildoberfläche. So beleuchtet der Abschnitt mit Werken wie Naissance-N (1951) oder Fugue (1958-1960) die jüngsten Anfänge und Vorstufen der Op-Art.

Die Werkchronologie weiterhin rückläufig erzählend beginnt der zweite Teil der Ausstellung im Obergeschoss des Ausstellungshauses mit drei sehr unterschiedlichen, jedoch mehr oder weniger parallel entstehenden Werkgruppen. Die Bilder der Belle-Isle-, Gordes-Cristal- und Denfert-Serien sind Abstraktionen, die ihren Gegenstand noch im Titel tragen. Es sind ebenso eigenständige wie wunderschöne, im besten Sinn spätmoderne Malereien, die, was ihre handwerkliche Faktur, ihre formale wie gedankliche Strenge betrifft, den Perfektionisten der folgenden Jahrzehnte ankündigen. In den Belle-Isle-Arbeiten wird Vasarely von am Meer gefundener Muscheln und Steinen zu organischen Farb- und Formflächen inspiriert. Die Gordes-Cristal-Arbeiten gehen dagegen auf die optischen Erfahrungen zurück, die Vasarely im Bergdorf Gordes gemacht hat. Die verwinkelten – kristallinen – Dachlandschaften kippen in die Fläche und werden zu abstrakt geometrischen Kompositionen. Bei der Betrachtung einer rechteckigen Fensteröffnung im dunklen Innern eines Hauses hingegen ist ihm diese im Licht der Sonne nicht mehr flach, sondern als Lichtkubus erschienen. Hier legt Vasarely den Grundstein für seine Idee der Umkehrbarkeit von Flächenformen und das damit verbundene räumliche Sehen. Die Denfert-Serie verdankt ihren Namen der Pariser Métro-Station Denfert-Rochereau, die er Ende der 1930er-Jahre regelmäßig passierte und die ihn mit ihren gesprungenen Kacheln inspirierte.

Der letzte Teil der Ausstellung widmet sich Victor Vasarelys Anfängen in Budapest im Umfeld der historischen Avantgarden. Schon hier, in seinen ersten bekannten Werken, etwa bei Hommage au carré (1929), deutet sich die raumgreifende Dynamik der Op-Art der 1960er-Jahre an. Die in sich ruhende Statik der Moderne gerät – vorerst nur feinstofflich – in Bewegung, wenn die verschiedenfarbigen Quadrate langsam in die Tiefe des Bildes fluchten. Schon hier wird aber deutlich, dass es um mehr geht als das rein Visuelle, die optische Spielerei. Die technisch perfekten Études de mouvement – Fingerübungen des Werbegrafikers, der Vasarely ursprünglich in Budapest und Paris war – beleuchten die Bedeutung, die der angewandten Kunst von Anfang an für sein Werk und Denken zukam. Vor allem aber ist es die Parallelität der ersten Zèbres und einer verstörenden Figuration wie Les bagnards (Sträflinge) (1935), die über alle Maßen erstaunt. Die in Anspruch und Ästhetik sehr unterschiedlichen Bilder treffen einander im reduzierten Schwarz-Weiß-Rapport, der Zebras wie Gefangene in ganz ähnlicher Weise abstrahiert und oszillieren lässt und den Betrachter optisch wie inhaltlich irritiert. Nicht zuletzt spiegelt sich hier die von totalitären Regimen geprägte Zwischenkriegszeit in Moskau und Berlin. Dem Spiel mit Rapport und Irritation haftet somit schon in seinem Frühwerk, historisch wie inhaltlich, ein dunkler, unheimlicher Unterton an. Dass die von ihm entworfenen Bildwelten in der Nachfolge der Moderne instabil und flüchtig sind, dass sie changieren und sich entziehen, ist in Anbetracht ihrer Genese am Vorababend des Zweiten Weltkrieges ebenso logisch wie aufschlussreich.

Die Geometrie löst sich auf; was zuvor statisch war, kommt ins Trudeln; die Strenge der Moderne wird von optischen Untiefen unterminiert. Ein Befund, der sich an Vasarelys frühen geometrischen Spielereien ebenso ablesen lässt wie an Vonal-Prim, Reytey oder den Vega-Arbeiten, mit denen der Ausstellungsparcours beginnt. Die Bildräume Vasarelys sind sowohl in den 1920er- als auch in den 1960er-Jahren ebenso dynamisch einladend wie labyrinthisch und problematisch. Erst dieses Moment der Verunsicherung macht die dekorativen Oberflächen seiner Kunst komplett. Nur wenn in Victor Vasarelys raumgreifenden Op-Art-Kompositionen auch ihre Abgründe erkennbar werden, wird seine Kunst zum faszinierenden Zeugnis des Jahrhundertprojekts der Moderne.

Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne

Ausstellungsdauer: 26. September 2018 bis 13. Januar 2019

Kuratoren: Dr. Martin Engler (Sammlungsleiter Gegenwartskunst, Städel Museum),
Dr. Jana Baumann (Wissenschaftliche Mitarbeiterin Sammlung Gegenwartskunst, Städel Museum)
Information: www.staedelmuseum.de
Besucherservice und Führungen: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main

Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So 10.00–18.00 Uhr; Do, Fr 10.00–21.00 Uhr; montags geschlossen
Sonderöffnungszeiten: 03.10.2018 10.00–18.00 Uhr; 24.12.2018 geschlossen; 25., 26.12.2018 10.00–18.00 Uhr; 31.12.2018 geschlossen; 01.01.2019 10.00–18.00 Uhr

Eintritt: Samstag, Sonntag und Feiertag 16 Euro, ermäßigt 14 Euro, Dienstag bis Freitag 14 Euro, ermäßigt 12 Euro, Familienkarte 24 Euro; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren; Gruppen ab 10 regulär zahlenden Personen: ermäßigter Eintrittspreis pro Person. Für Gruppen ist vorab eine Anmeldung unter Telefon +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich.
Kartenvorverkauf unter: tickets.staedelmuseum.de.
Für Mitglieder des Städelschen Museums-Vereins ist der Eintritt in die Sonderausstellung frei.

Rahmenprogramm: Die Party zur Vasarely-Ausstellung findet am 27. Oktober 2018 ab 20.00 im Städel Museum statt.

Überblicksführungen durch die Ausstellung: dienstags 15.00 Uhr, donnerstags 19.00 Uhr, samstags 14.00 (außer 13.10.) Uhr sowie 3.10., 16.00 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Tickets für die Führungen sind für 5 Euro ab zwei Stunden vor Führungsbeginn an der Kasse oder unter tickets.staedelmuseum.de erhältlich.

Katalog: Zur Ausstellung erscheint unter dem Titel „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“ im Verlag für moderne Kunst ein von Dr. Martin Engler herausgegebener Katalog mit 249 Seiten. Mit Beiträgen von Martin Engler, Györgyi Imre, Michel Gauthier, Jana Baumann und Valerie Hillings sowie einem Vorwort von Philipp Demandt. Der Katalog erscheint in einer deutschen und einer englischen Version, je 39,90 Euro (Museumsausgabe).

Begleitheft: Zur Ausstellung erscheint ein Begleitheft in deutscher Sprache, 7,50 Euro.

Audiotour: Die Audiotour führt in deutscher und englischer Sprache durch die Ausstellung. Die deutsche Audiotour wird von Theater-, Film und Fernsehschauspieler sowie Grimme-Preisträger Sebastian Blomberg gesprochen. Die Tour ist als kostenlose App im Google Play und Apple Store verfügbar und kann bequem von zu Hause auf das Smartphone geladen werden. Vor Ort im Museum kann der Audioguide zu einem Preis von 4,50 Euro (8 Euro für zwei Audioguides) ausgeliehen werden.

Digitorial®: Das Digitorial ist ab sofort unter vasarely.staedelmuseum.de abrufbar.

Social Media: Das Städel Museum kommuniziert die Ausstellung in den sozialen Medien mit dem Hashtag #Vasarely.

Gefördert durch: Kulturstiftung des Bundes und Kulturstiftung der Länder

Förderer der Gegenwartskunst im Städel Museum: Deutsche Bank AG

Medienpartner: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Handelsblatt, Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main

Kulturpartner: hr2-kultur

Ausstellungsarchitektur: Kuehn Malvezzi

Eine Ausstellung des Städel Museums, Frankfurt am Main, in Zusammenarbeit mit dem Centre Pompidou, Paris

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Wandelkonzert: Mit dem hr-Sinfonieorchester durch die Städel Sammlung 29.10.2018

Auch 2018 setzen das Städel Museum und das hr-Sinfonieorchester ihre besondere und erfolgreiche Zusammenarbeit fort und laden schon zum vierten Mal gemeinsam zu einem großen Wandelkonzert in die Galerieräume des Frankfurter Museums ein. Am Samstag, 10. November 2018, erhalten Besucherinnen und Besucher ab 20.00 Uhr die Gelegenheit einer unmittelbaren Begegnung von Musik und Bildender Kunst. In verschiedenen Besetzungen präsentieren die Musikerinnen und Musiker des hr-Sinfonieorchesters Kammermusiken diverser Stile. Zu hören sind unter anderem Kompositionen von Ludwig van Beethoven, Joseph Haydn, Antonio Caldara, Jacques Ibert, Teppo Hauta-aho und Georg Philipp Telemann, welche die Sammlungswerke des Museums auf inspirierende Weise neu erlebbar machen. Das Publikum ist eingeladen, zwischen den Epochen und musikalischen Sphären zu wandeln, sich Zeit zum Innehalten, Sehen und Hören zu nehmen.

Die Tickets im Vorverkauf sind limitiert und kosten 25 Euro, sie können unter tickets.staedelmuseum.de erworben werden. Restkarten an der Abendkasse sind für 28 Euro erhältlich.

Das Wandelkonzert wird gefördert durch die Sparda-Bank Hessen eG.

Beim Wandelkonzert mit dem hr-Sinfonieorchester werden die Sammlungsbereiche des Städel zum Klingen gebracht. Dabei begegnet etwa die monumentale Sonntagsansicht des Frankfurter Dominikaneraltars (1501) von Hans Holbein d.Ä. einer Gesamtschau von Joseph Haydns großdimensioniertem Streichquartett Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze oder Giacinto Brandis Heiliger Eremit (um 1670–1680) und Guido Renis Christus an der Geißelsäule (ca.1603) den barocken italienischen Kirchensonaten von Arcangelo Corelli und Antonio Caldara.

Lovis Corinths Gemälde Carmencita (1924) wird in Beziehung gesetzt zu einem Duett für Violoncello und Kontrabass von Gioacchino Rossini und Karl Schmidt-Rottluffs Gemälde Im Kiosk (1912) tritt in Dialog mit den Bläsertrios von Jacques Ibert und Erwin Schulhoff.

Gleich zwei Werke von Anselm Kiefer bilden in der Gegenwartskunst Ausgangspunkte für musikalische Begegnungen: Die Palette mit Flügeln (1985) trifft auf ein Adagio für Streichquartett des Belgiers Guillaume Lekeu und Die Argonauten (1990) erhalten Besuch von Oktett-Klängen des deutschen Romantikers Ferdinand Thieriot. Außerdem tritt Bernhard Schultzes tachistisches Gemälde Endymion (1955) in Beziehung zu dem 1. Streichtrio des jungen Paul Hindemith.

MUSIKALISCHES PROGRAMM
Béla Bartók Kontraste für Violine, Klarinette und Klavier
Ludwig van Beethoven Sextett für zwei Hörner und Streichquartett Es-Dur op. 81b
Antonio Caldara Sonate da chiesa
Arcangelo Corelli Sonate da chiesa
François Couperin Troisième Leçon de ténèbres
Teppo Hauta-aho Kadenza für Kontrabass solo
Joseph Haydn Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze Paul Hindemith 1. Streichtrio op. 34
Jacques Ibert Cinq pièces für Oboe, Klarinette und Fagott
Guillaume Lekeu Adagio für Streichquartett
Ottorino Respighi Antiche danze ed arie
Giacchino Rossini Duetto für Violoncello und Kontrabass D-Dur
Giacinto Scelsi Drei Stücke für Posaune Solo
Erwin Schulhoff Divertissement für Oboe, Klarinette und Fagott
Georg Philipp Telemann Fantasie für Flöte solo
Ferdinand Thieriot Oktett B-Dur op. 62

Das hr-Sinfonieorchester
Das hr-Sinfonieorchester, 1929 als eines der ersten Rundfunk-Sinfonieorchester Deutschlands gegründet, meistert erfolgreich den Spagat zwischen der Traditionspflege und den Herausforderungen eines modernen Spitzenorchesters. Konzertangebote mit unterschiedlichem stilistischen Fokus, in denen große Sinfonik auf Alte Musik und Gegenwartsmusik trifft, wie zahlreiche Projekte auch für junge Konzertbesucherinnen und –besucher markieren sein aufgeschlossenes künstlerisches Profil. Mit internationalen Gastspielen und preisgekrönten CD-Produktionen genießt das Orchester als Frankfurt Radio Symphony zugleich weltweit einen hervorragenden Ruf. Regelmäßige Konzertreisen nach Asien sind ebenso selbstverständlich wie die Präsenz auf bedeutenden europäischen Konzertpodien.

Die Städelsche Sammlung
1815 als bürgerliche Stiftung von dem Bankier und Kaufmann Johann Friedrich Städel begründet, gilt das Städel Museum als älteste und renommierteste Museumsstiftung in Deutschland. Die Vielfalt der Sammlung bietet einen nahezu lückenlosen Überblick über 700 Jahre europäische Kunstgeschichte – vom frühen 14. Jahrhundert über die Renaissance, den Barock und die klassische Moderne bis in die unmittelbare Gegenwart. Insgesamt umfasst die Sammlung des Städel rund 3.100 Gemälde, 660 Skulpturen, mehr als 4.600 Fotografien und über 100.000 Zeichnungen und Grafiken. Höhepunkte der Sammlung bilden Werke von Künstlerinnen und Künstlern wie Lucas Cranach, Albrecht Dürer, Sandro Botticelli, Rembrandt van Rijn, Jan Vermeer, Claude Monet, Pablo Picasso, Ernst Ludwig Kirchner, Max Beckmann, Alberto Giacometti, Francis Bacon, Gerhard Richter, Wolfgang Tillmans oder Corinne Wasmuht.

Die Sparda-Bank Hessen eG
Die Sparda-Bank Hessen eG ist eine Genossenschaftsbank mit hessenweitem Filialnetz und Schwerpunkt im Privatkundengeschäft. Seit vielen Jahren setzt sie sich für gemeinnützige Organisationen, Vereine und Stiftungen in den Bereichen Kultur, Soziales, Bildung, Umwelt und Sport in der Region ein. Seit 2015 fördert die Sparda-Bank Hessen eG das jährliche „Wandelkonzert“ im Städel Museum.

WANDELKONZERT MIT DEM HR-SINFONIEORCHESTER

Samstag, 10. November 2018, ab 20.00 Uhr

Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de, Telefon +49(0)69-605098-200, Fax +49(0)69-605098-112
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: Einlass ab 19.00 Uhr (Abendkasse), Beginn 20.00 Uhr
Eintritt: 25 Euro (limitierter Vorverkauf), 28 Euro (Restkarten an der Abendkasse)
Kartenvorverkauf: tickets.staedelmuseum.de

Kooperationspartner: hr-Sinfonieorchester
Gefördert durch: Sparda-Bank Hessen eG

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Ausstellungsprogramm 2019 5.11.2018

Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne
26. September 2018 bis 13. Januar 2019
Ausstellungshaus
Bis zum 13. Januar präsentiert das Städel Museum die groß angelegte Sonderausstellung „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“. Anhand von über 100 Werken zeigt die Retrospektive den Erfinder der Op-Art der 1960er-Jahre. Victor Vasarelys (1906–1997) Œuvre erstreckt sich jedoch über mehr als 60 Jahre und bedient sich unterschiedlichster Stile und Einflüsse. Die Entwicklung des Jahrhundertkünstlers wird mit zentralen Arbeiten aller Werkphasen nachgezeichnet. Der oftmals auf seine Op-Art reduzierte Künstler verbindet die Kunst der frühen Moderne Ost- und Mitteleuropas mit den Avantgarden der Swinging Sixties in Europa und Amerika. Er bediente sich Zeit seines Lebens klassischer Medien und Genres und integrierte in den 1950er-Jahren das Multiple, die Massenproduktion und die Architektur in sein weitverzweigtes Werk. Die umfassende Retrospektive Vasarelys versteht sich als Wiederentdeckung einer zentralen Künstlerfigur des 20. Jahrhunderts, welche die Moderne wie keine andere in all ihrer Komplexität widerspiegelt.
„Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“ entstand in enger Kooperation mit dem Pariser Centre Pompidou, das ab Februar 2019 die Ausstellung „Vasarely, le partage des formes“ eröffnen wird.
Kuratoren: Dr. Martin Engler (Städel Museum), Dr. Jana Baumann
Gefördert durch: Kulturstiftung des Bundes und Kulturstiftung der Länder
Förderer der Gegenwartskunst im Städel Museum: Deutsche Bank AG

Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht
19. September 2018 bis 17. März 2019
Städel Museum
Bis zum 17. März zeigt das Städel Museum die Malerin Lotte Laserstein (1898–1993) in einer umfassenden Einzelausstellung. Lasersteins Œuvre gehört zu den großen Wiederentdeckungen der letzten Jahre und zeichnet sich durch ebenso sensibel wie eindringlich gestaltete Porträts aus den späten Jahren der Weimarer Republik aus. Die Schau baut auf den Sammlungsbeständen des Städel Museums auf, das mit den Gemälden Russisches Mädchen mit Puderdose von 1928 und Junge mit Kasper-Puppe (Wolfgang Karger) von 1933 in den vergangenen Jahren wichtige Arbeiten der Künstlerin erwerben konnte. Anhand von rund 40 Gemälden und Zeichnungen nimmt die Ausstellung Lasersteins künstlerische Entwicklung in den Blick. Der Fokus liegt auf ihren Arbeiten der 1920er- und 1930er-Jahre, die den Glanzpunkt ihres Schaffens markieren. „Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht“ ist die erste Einzelpräsentation der Künstlerin in Deutschland außerhalb Berlins.
Nach ihrem Auftakt im Frankfurter Städel Museum wandert die Ausstellung weiter an die Berlinische Galerie, wo sie ab April 2019 zu sehen sein wird. Dort wird die Ausstellung unter anderem um Exilwerke von Lotte Laserstein ergänzt.
Kuratoren: Dr. Alexander Eiling (Städel Museum), Elena Schroll (Städel Museum)
Gefördert durch: Ernst Max von Grunelius-Stiftung, Rudolf-August Oetker-Stiftung, Friede Springer Stiftung.
Mit zusätzlicher Unterstützung von: Stadt Frankfurt am Main.

Tizian und die Renaissance in Venedig
13. Februar bis 26. Mai 2019
Ausstellungshaus
Im Frühjahr 2019 widmet sich das Städel Museum einem der folgenreichsten Kapitel der europäischen Kunstgeschichte: der venezianischen Malerei der Renaissance. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts entwickeln die Künstler der Lagunenstadt, allen voran der junge Tizian (um 1488/90–1576), eine eigenständige Spielart der Renaissance, die auf rein malerische Mittel und die Wirkung von Licht und Farbe setzt. Nicht nur in Venedig selbst macht diese neue Malerei Furore; ihre Vertreter verbreiten die Innovationen bald auch außerhalb der Stadtrepublik. Ab den 1540er-Jahren tritt mit Jacopo Tintoretto und Paolo Veronese erneut eine hochbegabte junge Generation auf den Plan, die in Venedig um Aufträge wetteifert.
In einer Folge von thematischen Kapiteln werden in der Ausstellung ausgewählte Aspekte vorgestellt, die für die venezianische Malerei des 16. Jahrhunderts charakteristisch sind. Dazu gehören etwa die atmosphärisch aufgeladenen Landschaftsdarstellungen, die am Beginn der Landschaftsmalerei überhaupt stehen, die Idealbilder schöner Frauen (Belle Donne) oder die Bedeutung der Farbe für die Kunst der Venezianer. Die mit über 100 Meisterwerken aus internationalen Sammlungen bestückte Schau präsentiert erstmals in Deutschland ein hochkarätiges, durch Schwerpunkte strukturiertes Panorama der Renaissancemalerei in Venedig. Allein von Tizian, der zeit seines langen Lebens die zentrale Figur in der venezianischen Kunstszene blieb, versammelt die großangelegte Ausstellung mit mehr als 20 Arbeiten die umfangreichste Werkauswahl, die in Deutschland je zu sehen war. Darüber hinaus werden unter anderem Werke von Giovanni Bellini (um 1435–1516), Jacopo Palma il Vecchio (1479/80–1528), Sebastiano del Piombo (um 1485–1547), Lorenzo Lotto (um 1480–1556/57), Jacopo Tintoretto (um 1518/19–1594) und Paolo Veronese (1528–1588) gezeigt. Die Ausstellung gewährt einen umfassenden Einblick in die künstlerische und thematische Bandbreite der Renaissance in Venedig und verdeutlicht, warum unterschiedlichste Künstler nachfolgender Jahrhunderte immer wieder an Werke dieser Zeit anknüpften.
Kurator: Dr. Bastian Eclercy (Städel Museum)
Gefördert durch: Dagmar-Westberg-Stiftung, Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH

Picasso. Druckgrafik als Experiment
3. April bis 30. Juni 2019
Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung
Pablo Picasso (1881–1973) ist der Inbegriff des modernen Künstlergenies. Mit unermüdlicher Kreativität und Schaffenskraft bediente er sich scheinbar mühelos aller Gattungen, Techniken und Materialien und beschritt dabei häufig neue, unbekannte Wege. Die Graphische Sammlung des Städel Museums macht Picassos Erfindungsfreude ab dem 3. April 2019 am Beispiel seiner Druckgrafik anschaulich. Ob Radierung, Kaltnadel, Lithografie oder Linolschnitt, mit nie schwindender Neugier und Virtuosität eignete sich der Künstler unterschiedlichste Verfahren an und befragte auf immer neue, experimentelle Weise das einmal Gefundene.
Mit einer Auswahl von etwa 60 Werken aus dem Bestand der Graphischen Sammlung des Städel Museums, ergänzt durch einige Leihgaben, gewährt die Ausstellung einen Einblick in das breite Spektrum von Picassos druckgrafischem Œuvre und verfolgt seinen innovativen Umgang mit Hoch-, Tief- und Flachdruck von den frühen Pariser Jahren bis ins Spätwerk.
Kuratorin: Dr. Theresa Nisters (Städel Museum)

Absolventinnen und Absolventen der Städelschule
20. Juni bis 14. Juli 2019
Ausstellungshaus, EG
2019 findet die Absolventenausstellung der Hochschule für Bildende Künste – Städelschule erneut im Städel Museum statt. Die Präsentation im Ausstellungshaus ermöglicht einen fundierten Einblick in das facettenreiche Schaffen der Absolventinnen und Absolventen der international renommierten Kunsthochschule.

Geheimnis der Materie. Kirchner, Heckel und Schmidt-Rottluff
26. Juni bis 13. Oktober 2019
Ausstellungshaus, 1. OG
Im Sommer 2019 spürt das Städel Museum in einer Sonderausstellung den Wechselbeziehungen zwischen Holzschnitt und Holzplastik im Schaffen von Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938), Erich Heckel (1883–1970) und Karl Schmidt-Rottluff (1884–1976) nach. Den Ausgangspunkt bildet dabei das Material Holz, das wie kein anderes mit der Kunst des deutschen Expressionismus verbunden ist. Es reizte die Künstler gerade wegen seiner Unebenheiten und Maserungen sowie der unterschiedlichen Farbigkeit und Härte.
Als sich Kirchner, Heckel und Schmidt-Rottluff im Sommer 1905 in Dresden zur Künstlervereinigung „Brücke“ zusammenschlossen, wurde der Holzschnitt zu einem ihrer wichtigsten künstlerischen Medien. In dieser Drucktechnik treten bis weit in die 1920/30er-Jahre der spezifische Ausdruck und die Experimentierfreude der drei Künstler am vielleicht deutlichsten zutage. Etwa gleichzeitig mit den ersten Holzschnitten und eng mit ihnen verbunden entstanden zudem geschnitzte Reliefs, Aktfiguren und Köpfe, die in ihrer Bearbeitung formal und inhaltlich auf den Holzschnitt zurückwirkten – und umgekehrt.
Den besonderen Umgang der Künstler mit dem Material und der Technik thematisiert die Ausstellung anhand von rund 90 Holzschnitten, fünf Druckstöcken und einer Reihe von Skulpturen. Der Großteil der Werke stammt aus dem eigenen Bestand des Städel Museums, der Sammlung des Frankfurter Mäzens Carl Hagemann.
Kuratorin: Dr. Regina Freyberger (Städel Museum)

MAKING VAN GOGH. GESCHICHTE EINER DEUTSCHEN LIEBE
23. Oktober 2019 bis 16. Februar 2020
Gartenhallen
Vom 23. Oktober 2019 bis zum 16. Februar 2020 zeigt das Städel Museum eine großangelegte Ausstellung zu Vincent van Gogh (1853–1890). Die umfangreiche Präsentation thematisiert zum einen die besondere Rolle, die deutsche Galeristen, Sammler, Kritiker und Museen für die Erfolgsgeschichte des Vorreiters der modernen Malerei spielten. Zum anderen wird die Bedeutung van Goghs als Vorbild für die Kunst des deutschen Expressionismus beleuchtet. Zu sehen sind etwa 140 Gemälde und Arbeiten auf Papier, darunter etwa 50 zentrale Werke des Künstlers.
Die Ausstellung nimmt das Œuvre van Goghs erstmalig umfassend im Kontext seiner Rezeption in Deutschland in den Blick. Den Ausgangspunkt bildet eine Auswahl von Schlüsselwerken aus allen Schaffensphasen des niederländischen Malers. Darauf aufbauend widmet sich die Präsentation der Bedeutung van Goghs für die Entwicklung der deutschen Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Wichtiger Referenzpunkt ist hierbei die umfangreiche Städel Sammlung von Werken des Expressionismus. Neben bekannten Beispielen von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Paula Modersohn-Becker, Gabriele Münter oder Max Beckmann werden auch wiederzuentdeckende Positionen präsentiert, für die van Gogh ebenso prägend war, darunter Peter August Böckstiegel, Maria Slavona oder Heinrich Nauen.
Das Städel wird hochkarätige Werke aus deutschen wie internationalen Sammlungen präsentieren, darunter das Museum of Fine Arts in Boston, das Cleveland Museum of Art, die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München, das Metropolitan Museum of Art in New York, die Nationalgalerie in Prag sowie die National Gallery of Art in Washington. Besondere Höhepunkte stellen die Selbstbildnisse aus dem Art Institute in Chicago und dem Kröller-Müller Museum in Otterlo dar. Weitere Highlights sind die berühmte Darstellung der Berceuse Augustine Roulin (1889, Stedelijk Museum, Amsterdam) sowie die Segelboote am Strand von Les Saintes-Maries-de-la-Mer (1888, Van Gogh Museum, Amsterdam).
Kuratoren: Dr. Alexander Eiling (Städel Museum), Dr. Felix Krämer (Kunstpalast Düsseldorf)
Gefördert durch: Franz Dieter und Michaela Kaldewei Kulturstiftung, Städelscher Museums-Verein e.V.
Zusätzliche Unterstützung durch: Stadt Frankfurt am Main

"Große Realistik & Große Abstraktion." Zeichnungen von Max Beckmann bis Gerhard Richter
13. November 2019 bis 16. Februar 2020
Ausstellungshaus, 1.OG
Große Realistik, Große Abstraktion – zwischen diesen beiden Polen bewegt sich der etwa 1800 Blätter umfassende Bestand an deutschen Zeichnungen des 20. Jahrhunderts in der Graphischen Sammlung des Städel Museums. Im Winter 2019 zeigt das Museum eine repräsentative Auswahl von etwa 100 Werken, die die historisch gewachsenen Schwerpunkte der Sammlung widerspiegelt.
Den Auftakt bilden Zeichnungen von Max Beckmann (1884–1950) und den „Brücke“-Künstlern, allen voran Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938). Deren zwischen Gegenstandsnähe und Abstraktion schwankende Bildsprache findet ihre Fortsetzung in den Werken von Künstlern, die sich figurativen und abstrakten Tendenzen im geteilten Deutschland der Nachkriegszeit gewidmet haben. Hierzu zählen Künstler des Informel, neoexpressionistischer Strömungen oder der Pop Art, wie etwa Karl Otto Götz (1914–2017), Joseph Beuys (1921–1986), Georg Baselitz (1938), Gerhard Richter (1932) und Sigmar Polke (1941–2010).
Die Zeichnung diente den Künstlern als unmittelbarer künstlerischer Ausdruck, ob in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs, auf den Boulevards der erwachenden Metropole Berlin oder inmitten der neu entstehenden Konsum- und Warenwelt. Im Medium der Zeichnung konstruierten sie idealistische Lebensentwürfe, begehrten gegen etablierte Traditionen in Politik und Gesellschaft auf oder reflektierten prägende Ereignisse der deutschen Geschichte. Der jeweilige Entstehungskontext bestimmte die Technik, weshalb in der Ausstellung einfache Bleistiftskizzen, farbig leuchtende Pastelle und Aquarelle, miniaturhafte Kreidezeichnungen wie auch monumentale Collagen zu sehen sind.
Mit der Ausstellung erscheint ein Katalog, der erstmals den Bestand der deutschen Zeichnungen des 20. Jahrhunderts im Städel Museum anhand ausgewählter Blätter erschließt.
Kuratorin: Dr. Jenny Graser (Städel Museum)
Gefördert durch: Stiftung Gabriele Busch-Hauck

Titel- und Laufzeitänderungen vorbehalten

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Weihnachten und Neujahr in Schirn, Städel und Liebieghaus 10.12.2018

Die Sonderöffnungszeiten der Schirn Kunsthalle Frankfurt, des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung ermöglichen den Besucherinnen und Besuchern auch während der Weihnachtsfeiertage, in der Zeit zwischen den Jahren und an den Ferientagen ausgiebigen Kunstgenuss. Während der gesamten Weihnachtsferien findet ein abwechslungsreiches Vermittlungs- und Veranstaltungsprogramm für Kinder, Familien und Erwachsene statt. Zu den aktuellen Ausstellungen werden in allen drei Häusern Überblicksführungen sowie Kinderstunden und Familienprogramm angeboten, in Städel und Liebieghaus zudem thematische Führungen durch die Sammlungen. Im Januar gibt es verschiedene Ferienangebote für Kinder von 4 bis 12 Jahren.

Sonderöffnungszeiten

SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT
Montag, 24.12.2018, geschlossen
Dienstag, 25.12.2018, 10.00–19.00 Uhr
Mittwoch, 26.12.2018, 10.00–19.00 Uhr
Montag, 31.12.2018, geschlossen
Dienstag, 1.1.2019, 11.00–19.00 Uhr
Die MINISCHIRN bleibt vom 24. bis 26.12.2018 sowie am 31.12.2018 und 1.1.2019 geschlossen.

STÄDEL MUSEUM
Montag, 24.12.2018, geschlossen
Dienstag, 25.12.2018, 10.00–18.00 Uhr
Mittwoch, 26.12.2018, 10.00–18.00 Uhr
Montag, 31.12.2018, geschlossen
Dienstag, 1.1.2019, 11.00–18.00 Uhr

LIEBIEGHAUS SKULPTURENSAMMLUNG
Montag, 24.12.2018, geschlossen
Dienstag, 25.12.2018, 10.00–18.00 Uhr
Mittwoch, 26.12.2018, 10.00–18.00 Uhr
Montag, 31.12.2018, geschlossen
Dienstag, 1.1.2019, 11.00–18.00 Uhr

Ausstellungen

Die Schirn widmet sich in einer großen Themenausstellung mit über 100 bedeutenden Kunstwerken der Faszination der „Wildnis“ von der Moderne bis zur Gegenwart. Gleichzeitig beleuchtet die Kunsthalle mit „König der Tiere. Wilhelm Kuhnert und das Bild von Afrika“ das Leben und Werk des Malers Wilhelm Kuhnert – sowohl vor dem Hintergrund der Kunst- und Naturwissenschaftsgeschichte als auch der deutschen Kolonialgeschichte.
Das Städel präsentiert die Sonderausstellung „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“. Ausgehend von Vasarelys Op-Art widmet sich die Retrospektive vor allem dem noch unbekannten Frühwerk des Künstlers. Mit „Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht“ würdigt die zweite Sonderausstellung eine über die Zeit in Vergessenheit geratene Künstlerin und zeigt das umfassende Œuvre der Berlinerin.
Das Liebieghaus erzählt in „Medeas Liebe und die Jagd nach dem Goldenen Vlies“ anhand antiker Objekte einen spannenden Mythos der griechischen Sagenwelt, die Geschichte um Medea, Jason und die Argonauten.

Vermittlungs- und Veranstaltungsprogramm während der Feiertage

SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT
Dienstag, 25. Dezember 2018
15.00 Uhr KINDERSTUNDE: FAMILIENFÜHRUNG in der Ausstellung „König der Tiere. Wilhelm Kuhnert und das Bild von Afrika“. Für Kinder ab 6 Jahren. Dauer: ca. 120 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
15.00 Uhr ÖFFENTLICHE FÜHRUNG in der Ausstellung „Wildnis“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
17.00 Uhr ÖFFENTLICHE FÜHRUNG in der Ausstellung „König der Tiere. Wilhelm Kuhnert und das Bild von Afrika“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket

Mittwoch, 26. Dezember 2018
11.00 Uhr KINDERSTUNDE XS in der Ausstellung „König der Tiere. Wilhelm Kuhnert und das Bild von Afrika“. Ästhetische Frühförderung für Kinder von 4–6 Jahren. Dauer: ca. 90 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
15.00 Uhr KINDERSTUNDE: FAMILIENFÜHRUNG in der Ausstellung „Wildnis“. Für Kinder ab 6 Jahren. Dauer: ca. 120 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
15.00 Uhr ÖFFENTLICHE FÜHRUNG in der Ausstellung „Wildnis“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
17.00 Uhr ÖFFENTLICHE FÜHRUNG in der Ausstellung „König der Tiere. Wilhelm Kuhnert und das Bild von Afrika“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket

Sonntag, 30. Dezember 2018
11.00 Uhr KINDERSTUNDE XS in der Ausstellung „Wildnis“. Ästhetische Frühförderung für Kinder von 4–6 Jahren. Dauer: ca. 90 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
15.00 Uhr KINDERSTUNDE: FAMILIENFÜHRUNG in der Ausstellung „König der Tiere. Wilhelm Kuhnert und das Bild von Afrika“. Für Kinder ab 6 Jahren. Dauer: ca. 120 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
15.00 Uhr ÖFFENTLICHE FÜHRUNG in der Ausstellung „Wildnis“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
17.00 Uhr ÖFFENTLICHE FÜHRUNG in der Ausstellung „König der Tiere. Wilhelm Kuhnert und das Bild von Afrika“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket

Dienstag, 1. Januar 2019
15.00 Uhr ÖFFENTLICHE FÜHRUNG in der Ausstellung „Wildnis“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
17.00 Uhr ÖFFENTLICHE FÜHRUNG in der Ausstellung „König der Tiere. Wilhelm Kuhnert und das Bild von Afrika“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket

Alle Informationen und Vermittlungsangebote auch unter: www.schirn.de/kalender

STÄDEL MUSEUM
Dienstag, 25. Dezember 2018
12.00 Uhr ÜBERBLICKSFÜHRUNG in der Ausstellung „Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, Online-Kombiticket oder Ticket vor Ort, Teilnehmerzahl begrenzt
15.00 Uhr ÜBERBLICKSFÜHRUNG in der Ausstellung „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, Online-Kombiticket oder Ticket vor Ort, Teilnehmerzahl begrenzt

Mittwoch, 26. Dezember 2018
12.00 Uhr ÜBERBLICKSFÜHRUNG in der Ausstellung „Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, Online-Kombiticket oder Ticket vor Ort, Teilnehmerzahl begrenzt
15.00 Uhr WEIHNACHTLICHE FAMILIENFÜHRUNG für Familien mit Kindern ab 4 Jahren: Reich beschenkt. Die Anbetung der Heiligen Drei Könige. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
15.00 Uhr KUNST UND RELIGION SPEZIAL: Pure Überwältigung. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
16.00 Uhr ÜBERBLICKSFÜHRUNG in der Ausstellung „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, Online-Kombiticket oder Ticket vor Ort, Teilnehmerzahl begrenzt

Sonntag, 30. Dezember 2018
14.00 Uhr ÜBERBLICKSFÜHRUNG in der Ausstellung „Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket

Dienstag, 1. Januar 2019
12.00 Uhr ÜBERBLICKSFÜHRUNG in der Ausstellung „Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, Online-Kombiticket oder Ticket vor Ort, Teilnehmerzahl begrenzt
15.00 Uhr ÜBERBLICKSFÜHRUNG in der Ausstellung „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, Online-Kombiticket oder Ticket vor Ort, Teilnehmerzahl begrenzt

Alle Informationen und Vermittlungsangebote auch unter: www.staedelmuseum.de/kalender

LIEBIEGHAUS SKULPTURENSAMMLUNG
Dienstag, 25. Dezember 2018
16.00 Uhr ÜBERBLICKSFÜHRUNG durch die Ausstellung „Medeas Liebe und die Jagd nach dem Goldenen Vlies“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket

Mittwoch, 26. Dezember 2018
11.00 Uhr FAMILIENFÜHRUNG: In Bethlehems Stall. Für Kinder ab 4 Jahren. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
16.00 Uhr FÜHRUNG durch die Ausstellung „Medeas Liebe und die Jagd nach dem Goldenen Vlies“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket

Sonntag, 30. Dezember 2018
11.00 Uhr SONNTAGSFÜHRUNG: Reality Check: Zaubertränke und übernatürliche Kräfte im Mythos Medea, in der Ausstellung „Medeas Liebe und die Jagd nach dem Goldenen Vlies“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
15.00 Uhr OFFENES ATELIER in der Tonwerkstatt: Helden, Götter, Fabelwesen. Zur Ausstellung „Medeas Liebe und die Jagd nach dem Goldenen Vlies“. Für Kinder ab 6 Jahren. Dauer: ca. 120 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
16.00 Uhr ÜBERBLICKSFÜHRUNG durch die Ausstellung „Medeas Liebe und die Jagd nach dem Goldenen Vlies“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket

Dienstag, 1. Januar 2019
16.00 Uhr ÜBERBLICKSFÜHRUNG durch die Ausstellung „Medeas Liebe und die Jagd nach dem Goldenen Vlies“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket

Alle Informationen und Vermittlungsangebote auch unter: www.liebieghaus.de/kalender

Vermittlungs- und Veranstaltungsprogramm in den Weihnachtsferien

SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT
Ferienprogramm „König der Tiere“, 9–12 Jahre, zweitägig
Montag und Dienstag, 8.–9. Januar sowie Mittwoch und Donnerstag, 10.–11. Januar 2019, jeweils 14–17 Uhr
Gemeinsam wird die Ausstellung des „Löwen-Malers“ Wilhelm Kuhnert entdeckt, der nach Afrika gereist ist und die dort lebenden Tiere gemalt hat.
Es gibt viel über die Tiere zu erfahren, unter anderem bei einem Besuch des Frankfurter Zoos. Vor allem aber wird gezeichnet und fotografiert.
IN KOOPERATION MIT DEM ZOO FRANKFURT
Gebühr: für die Teilnahme an zwei Tagen 20 € (KinderKunstKlub-Mitglieder 14 €)
Anmeldung: +49 069 29 98 82-112, fuehrungen@schirn.de

Ferien in der Minischirn, 6–9 Jahre, eintägig
Mittwoch, 2. Januar bis Freitag, 4. Januar 2019, jeweils 10–12 Uhr
Das große Krabbeln: An drei Tagen wird jeweils ein Habitat für einen Hexbug-Krabbelkäfer entworfen und gebaut. Diese elektronischen Spielzeuge bewegen sich durch Vibration wie kleine Käfer, wechseln die Richtung, kippen schon mal um, drehen sich wieder auf ihre Beinchen und bahnen sich ihren Weg durch selbst gebaute Labyrinthe. Dauer: 2 Stunden. Eine Betreuung der Kinder ist möglich bis 13 Uhr.
Gebühr: für die Teilnahme pro Tag 30 € (KinderKunstKlub-Mitglieder 20 €)
Anmeldung: +49 069-29 98 82-112, mini@schirn.de

STÄDEL MUSEUM
Ferienprogramm „Auf die Plätze, fertig, los! Sport im Bild“, 6–9 Jahre, dreitägig
Mittwoch, 2. Januar bis Freitag, 4. Januar 2019, 10.30–13.30 Uhr
Was haben Tennis, Fußball und Tanz gemeinsam? Alle Sportarten sind in den Werken des Städel Museums zu sehen! Unter anderem in der Ausstellung „Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht“. In den Städel Ateliers wird das Thema Sport künstlerisch bearbeitet. Mithilfe von kreativen Zeichentechniken üben die Kinder, Bewegung im Bild festzuhalten. Dazu malen und zeichnen sie im großen Format. Mit Farbe und Pinsel wird die liebste Sportart in einem Bild festgehalten.
Gebühr: für die Teilnahme an drei Tagen 30 Euro (Eintritt, Führung, Material)
Anmeldung: +49 069 605098-200, info@staedelmuseum.de

Ferienprogramm „Aufgeblasen oder Hineingesogen? Dreidimensionale Effekte in 2D“, 10–12 Jahre, viertägig
Dienstag, 8. Januar bis Freitag, 11. Januar 2019, 10.30–13.30 Uhr
Vasarelys Gemälde geben Rätsel auf: Mal wölbt sich eine Kugel aus einem Gemälde heraus und mal scheint es, als würde man in einen endlos langen Tunnel hineingesogen. Im Ferienkurs zur Ausstellung „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“ werden die Kinder selbst zu Forscherinnen und Forschern und kommen Vasarelys künstlerischen Strategien auf die Spur. In einem Skizzenbuch halten sie ihre Beobachtungen fest. Diese sind Ausgangspunkt für eigene künstlerische Experimente, die in den Städel Ateliers durchgeführt werden. Gebühr: für die Teilnahme an vier Tagen 40 Euro (Eintritt, Führung, Material)
Anmeldung: +49 069 605098-200, info@staedelmuseum.de

LIEBIEGHAUS SKULPTURENSAMMLUNG
Ferienprogramm „Tierisch was los!“, 4–6 Jahre, viertägig
Dienstag, 8. Januar bis Freitag, 11. Januar 2019, 10.30–13.30 Uhr
Gegen einen schauderhaften Drachen kämpft Ritter Georg. Ein anmutiger Panther trägt die Göttin Ariadne davon. Und welche Tiere zieren die goldenen Schmuckstücke aus Georgien? Die Kinder gehen im Liebieghaus auf Entdeckungstour und erschließen sich gemeinsam die fantastischen Geschichten rund um die tierischen Darstellungen verschiedener Kulturen. Mit dem Zeichenstift halten sie alles in ihrem Forscherbuch fest und stellen im Atelier eigene Kunstwerke her. Es wird mit Ton gearbeitet, mit Goldfolie gestaltet und mit Farbe gemalt. Gebühr: für die Teilnahme an vier Tagen 40 Euro (Eintritt, Führung, Material)
Anmeldung: +49 069 605098-200, buchungen@liebieghaus.de

Ferienprogramm „Bewegte Szenen – ein Stop-Motion-Film zur Ausstellung“, 8–12 Jahre, viertägig
Dienstag, 8. Januar bis Freitag, 11. Januar 2019, 14.30–17.30 Uhr
Zahlreiche Vasen und Wandbilder erzählen von der Geschichte rund um Jason und Medea. Obwohl die gemalten Figuren darauf allesamt stillstehen, ist eine bewegte Handlung zu erkennen – der spannende Mythos wird lebendig. Doch was wäre gewesen, hätten die Griechen bereits Kameras gehabt? Im Ferienkurs gestalten die Kinder und Jugendlichen die Heldinnen und Helden der Erzählung in Form kleiner Papierfiguren. Bewegt und digital abgelichtet, entsteht daraus im Laufe des Ferienkurses ein Stop-Motion-Film zur Ausstellung. Gebühr: für die Teilnahme an vier Tagen 40 Euro (Eintritt, Führung, Material)
Anmeldung: +49 069 605098-200, buchungen@liebieghaus.de

PRESSEKONTAKT
SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT
Pamela Rohde, Johanna Pulz, Elisabeth Pallentin
Schirn Kunsthalle Frankfurt, Römerberg, 60311 Frankfurt am Main
Telefon: +49 069 29 98 82-148, Fax +49 06929 98 82-240, E-Mail: presse@schirn.de, www.schirn.de (Texte, Bilder und Filme unter PRESSE), www.schirn-magazin.de

STÄDEL MUSEUM / LIEBIEGHAUS SKULPTURENSAMMLUNG
Jannikhe Möller, Franziska von Plocki, Theresa Franke
Städel Museum, Dürerstraße 2, 60596 Frankfurt am Main
Telefon: +49 069 60 50 98-268, Fax +49 069 60 50 98-188, E-Mail: presse@staedelmuseum.de, www.staedelmuseum.de, www.liebieghaus.de (Texte, Bilder und Filme unter PRESSE)

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Tizian und die Renaissance in Venedig 12.12.2018

PRESSEINFORMATION

Ab dem 13. Februar 2019 widmet sich das Städel Museum in der groß angelegten Sonderausstellung „Tizian und die Renaissance in Venedig“ mit über 100 Meisterwerken einem der folgenreichsten Kapitel der europäischen Kunstgeschichte: der venezianischen Malerei der Renaissance. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts entwickeln die Künstler der Lagunenstadt eine eigenständige Spielart der Renaissance, die auf rein malerische Mittel und die Wirkung von Licht und Farbe setzt. Einer der wichtigsten Vertreter ist Tizian (um 1488/90–1576), der zeit seines Lebens die zentrale Figur in der venezianischen Kunstszene bleibt. Mit über 20 seiner Werke versammelt die Frankfurter Schau die umfangreichste Auswahl, die in Deutschland je gezeigt wurde. Darüber hinaus sind unter anderem Gemälde und Zeichnungen von Giovanni Bellini (um 1435-1516), Jacopo Palma il Vecchio (1479/80-1528), Sebastiano del Piombo (um 1485-1547), Lorenzo Lotto (um 1480-1556/57), Jacopo Tintoretto (um 1518/19-1594), Jacopo Bassano (um 1510-1592) oder Paolo Veronese (1528–1588) zu sehen. Die Ausstellung bietet einen umfassenden Einblick in die künstlerische und thematische Bandbreite der Renaissance in Venedig und macht anschaulich, warum sich Künstlerinnen und Künstler der nachfolgenden Jahrhunderte immer wieder auf die Werke dieser Zeit beziehen. In einer Folge von acht thematischen Kapiteln werden ausgewählte Aspekte vorgestellt, die für die venezianische Malerei des 16. Jahrhunderts charakteristisch sind. Dazu gehören etwa atmosphärisch aufgeladene Landschaftsdarstellungen, Idealbilder schöner Frauen (die sogenannten „Belle Donne“) oder die Bedeutung der Farbe für die Kunst der Venezianer. Die thematisch angelegten Sektionen ergeben ein systematisches Panorama des umfangreichen Materials. Neben dem venezianischen Bestand der Städelschen Sammlung, zu dem etwa Tizians Bildnis eines jungen Mannes (um 1510) gehört, werden hochkarätige Leihgaben aus mehr als 60 deutschen und internationalen Museen gezeigt.

Ermöglicht wurde die Ausstellung durch die Förderung der Dagmar-Westberg-Stiftung und der Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH.

„Dieses wirkmächtige Klassikerthema der Kunstgeschichte ist in den deutschen Museen erst in jüngster Zeit stärker ins Blickfeld geraten. So erfüllt es uns mit großer Freude, dass wir in Frankfurt zum ersten Mal überhaupt in Deutschland ein so umfassendes, durch Schwerpunkte strukturiertes Panorama der venezianischen Malerei der Renaissance präsentieren können“, so Städel Direktor Philipp Demandt.

Tizians Zeitgenossen wie Sebastiano del Piombo oder Lorenzo Lotto verbreiten die Innovationen bald auch außerhalb der Stadtgrenzen Venedigs. Ab den 1540er-Jahren tritt mit Jacopo Tintoretto, Paolo Veronese und Jacopo Bassano eine neue Künstlergeneration auf den Plan, die ebenfalls um Aufträge wetteifert. Tizian setzt jedoch für Konkurrenten und Bewunderer gleichermaßen die Messlatte.
„Kaum ein Bereich der Kunstgeschichte hat eine so kontinuierliche Rezeption erfahren. Tizian, Tintoretto und Veronese ist dabei eine Bewunderung zuteilgeworden wie sonst nur Michelangelo und Raffael“, betont Bastian Eclercy, Kurator der Ausstellung.

Ausstellungsrundgang
Zum Auftakt des Ausstellungsrundgangs werden die Besucherinnen und Besucher zunächst exemplarisch ins Venedig des 16. Jahrhunderts geführt. In dem von Anton Kolb verlegten Riesenholzschnitt Ansicht von Venedig (1498–1500; Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum), basierend auf einem Entwurf von Jacopo de’ Barbari, wird durch die ungewöhnliche Vogelperspektive die einmalige Topografie der Lagunenstadt mit erstaunlicher Präzision anschaulich.

Das zentral positionierte Großformat Ruhe auf der Flucht nach Ägypten (um 1572; Sarasota, FL, The John and Mable Ringling Museum of Art) von Paolo Veronese führt unmittelbar in das erste Kapitel des Rundgangs ein, in dem eine typisch venezianische Variante des in Italien dominierenden Marienbildes thematisiert wird. Das exotische Altarbild gilt in seiner malerischen Ausführung als ein Hauptwerk der venezianischen Renaissance und markiert gleichzeitig End- und Höhepunkt der Entwicklung einer Bildgattung, der sogenannten „Sacra Conversazione“ („Heiliges Gespräch“). Diese erfährt im 16. Jahrhundert eine Belebung durch die verstärkte Interaktion der abgebildeten Figuren. Besonders in Venedig wird die traditionelle Madonna mit Kind häufig zu einer Gruppe verschiedener Akteure erweitert. Von den Mariendarstellungen in üppiger Landschaft geht der Rundgang unmittelbar zum Thema der Landschaftsmalerei über – einer der großen Errungenschaften der venezianischen Renaissance. Zwar bleibt die Landschaft stets an Figurenerzählungen geknüpft, erlangt jedoch erstmals eine zentrale Funktion als Stimmungsträger. In diesem Teil der Ausstellung werden sowohl die lyrischen Landschaften des frühen Tizian als auch die dramatisch aufgeladenen Darstellungen von Veronese oder Bassano gezeigt. Diese bilden die Grundlage für die spätere Etablierung der Landschaft als autonome Gattung. Vor allem bei mythologischen Themen lassen die Maler das in der antiken Dichtung romantisierte Arkadien als idealen Ort wiederaufleben.

Die Ausstellungsräume öffnen sich nun in eine von Arkaden durchzogene Architektur. Inhaltlich wird die zuvor bereits angedeutete Inspiration durch die Dichtkunst als eigenes Genre beleuchtet. Die mythologische Malerei des venezianischen Cinquecento gibt sich nicht mehr nur mit der Illustration literarischer Stoffe zufrieden, sondern beansprucht einen ebenbürtigen Status in der poetischen Freiheit der Erfindung. Stellvertretend hierfür stehen unter anderem Tizians Knabe mit Hunden in einer Landschaft (um 1570–76; Rotterdam, Museum Boijmans Van Beuningen) und das auf den ersten Blick ähnlich anmutende Werk Paolo Veroneses Amor mit zwei Hunden (um 1580; München, Alte Pinakothek), deren Deutung bis heute Rätsel aufgibt.

Im letzten Abschnitt des ersten Ausstellungsteils werden die Besucherinnen und Besucher nur scheinbar zurück in die Realität geführt. Denn wirklichkeitsgetreue Frauenbildnisse sind in Venedig selten, die „Idealbildnisse“ schöner Frauen jedoch zahlreich vertreten. Oftmals werden sie der Porträtmalerei zugeordnet. Bei den abgebildeten „Belle Donne“ handelt es sich aber wohl nicht um konkrete Personen, sondern vielmehr um ein poetisches Ideal weiblicher Schönheit. Sebastiano del Piombos faszinierende Dame in Blau mit Parfümbrenner (um 1510/11; Washington, National Gallery of Art), die hier durch eine neue Deutung erstmals als frühes Beispiel dieser Gattung identifiziert werden konnte, zeigt jenen Frauentypus exemplarisch: ein rundliches Gesicht, volle Lippen, ein geheimnisvoller Blick und dunkelblondes Haar. Ein Exkurs in dieser Sektion beschäftigt sich anhand des Kostümbuchs De gli habiti antichi et moderni di diverse parti del mondo (1590; Über die alten und modernen Kostüme der verschiedenen Teile der Welt) von Cesare Vecellio, einem Cousin Tizians, mit der zeitgenössischen Mode in Venedig und darüber hinaus.

Der zweite Teil des Rundgangs befindet sich im ersten Obergeschoss des Ausstellungshauses. Ausgehend vom Frankfurter Jünglingsbildnis aus Tizians Frühwerk wird zunächst untersucht, wie das venezianische Männerporträt im Cinquecento zur Blüte gelangt und die europäische Bildnismalerei nachhaltig beeinflusst. Charakteristisch sind die auf Baldassare Castigliones Libro del cortegiano (1528; Das Buch vom Hofmann) basierenden Porträts lässig-eleganter junger Männer in Schwarz, etwa von Tizian oder Tintoretto. Aber auch kostbar gekleidete Hermelinträger oder Bildnisse der Dogen, der Staatsoberhäupter der Republik Venedig, prägen das Bild jener Zeit. Im Zentrum des Raumes stehen drei Darstellungen von Männern in prachtvoller Rüstung. Die besondere Virtuosität, die den Malern dabei abverlangt wird, zeigt sich beispielhaft an Sebastiano del Piombos Mann in Rüstung (um 1511/12; Hartford, Wadsworth Atheneum Museum of Art) oder Tizians Bildnis des Alfonso d’Avalos (um 1533; Los Angeles, The J. Paul Getty Museum), deren changierende Effekte auf den Rüstungen fast einem realen Lichteindruck gleichen.
Farbe und Effekte – die Renaissance in Venedig zeichnet sich im Gegensatz zu der stärker auf der Zeichnung basierenden Malerei in Florenz und Rom vor allem durch die Kunst der Farbe, den sogenannten „Colorito“ aus. Es wird deutlich, wie Venedig als Zentrum des Farbenhandels die Malerei begünstigt. Das venezianische Kolorit reicht vom Beerenton bis zum düsteren Schwarz, vom Helldunkel bis hin zur leuchtenden Buntfarbigkeit. Im Unterschied zu den meist porzellanhaft glatten Oberflächen, wie sie die Florentiner bevorzugen, belassen die Venezianer den Pinselstrich als Spur des Malakts oft deutlich sichtbar.
Das vorletzte Kapitel der Schau erörtert die Rezeption der Florentiner Kunst im venezianischen Cinquecento. An der florentinischen Kunst beeindruckt die Venezianer vor allem die an der Antike geschulte Darstellung muskulöser männlicher Aktfiguren, die Michelangelo perfektioniert. Die Männerakte Tizians, wie seine Frankfurter Studie für den heiligen Sebastian (um 1520) und der Heilige Johannes der Täufer (um 1530–33; Venedig, Gallerie dell’Accademia), oder Tintorettos Heiliger Hieronymus (um 1571/72; Wien, Kunsthistorisches Museum) zeugen von einer eingehenden künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Vorbild und einer gegenseitigen Beeinflussung.

Im Schlusskapitel der Ausstellung sind einige exemplarische Arbeiten aus dem weiten Feld der Wirkungsgeschichte versammelt. Viele der bedeutendsten Künstlerinnen und Künstler schulen sich an der farbgewaltigen Malerei und exportieren diese, wie etwa El Greco nach Spanien. Von Tizian und Veronese lernen beispielsweise auch die großen französischen Malerinnen und Maler des 19. Jahrhunderts, wie etwa Théodore Géricault. Thomas Struth macht zuletzt die zeitgenössische Musealisierung der venezianischen Malerei zum Gegenstand seiner Fotografien und kehrt das Verhältnis um: Die Betrachtenden der Bilder werden im Bild selbst zu Betrachteten. In diesem Fall von den Besucherinnen und Besuchern im Frankfurter Städel.

TIZIAN UND DIE RENAISSANCE IN VENEDIG

Kurator: Dr. Bastian Eclercy, Sammlungsleiter italienische, französische und spanische Malerei vor 1800, Städel Museum
Wissenschaftliche Beratung: Prof. Dr. Hans Aurenhammer, Kunstgeschichtliches Institut, Goethe-Universität Frankfurt am Main
Projektleitung: Adela Kutschke, wiss. Mitarbeiterin, Städel Museum
Ausstellungsdauer: 13. Februar bis 26. Mai 2019
Information: www.staedelmuseum.de
Besucherservice und Führungen: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do + Fr 10.00–21.00 Uhr
Sonderöffnungszeiten (10.00–18.00 Uhr): 19.4., 21.4., 22.4., 1.5.
Eintritt: Sa, So + Feiertage 16 Euro, ermäßigt 14 Euro Di – Fr 14 Euro, ermäßigt 12 Euro; Familienkarte 24 Euro; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren; Gruppen ab 10 regulär zahlenden Personen: ermäßigter Eintrittspreis pro Person. Für Gruppen ist vorab eine Anmeldung unter Telefon +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich.
Early-Bird-Ticket: 12 Euro (limitiertes Angebot ab sofort online unter shop.staedelmuseum.de erhältlich)
Überblicksführungen durch die Ausstellung: Di 15.00 Uhr, Mi 13.00 Uhr, Do 18.30 Uhr, Fr 18.00 Uhr, Sa 16.00 Uhr, So 12.00 Uhr sowie Fr 19.4. und Mo 22.4. jeweils 16.00 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Tickets für die Führungen sind im Vorfeld für 5 Euro zzgl. Eintritt online unter shop.staedelmuseum.de erhältlich oder zwei Stunden vor Führungsbeginn an der Kasse.
Kartenvorverkauf: shop.staedelmuseum.de

Rahmenprogramm: Standpunkte zur Kunst: Do 28.2., 19.00 Uhr: Prof. Peter Humfrey (University of St Andrews), „Exhibiting Titian“. Vortrag in englischer Sprache. Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten; Anmeldung unter: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de Do 2.5., 19.00 Uhr: Prof. Dr. Hans Aurenhammer (Goethe-Universität Frankfurt am Main), „Allzu menschliche Götter? Parodistisches in venezianischen Mythologien von Bellini bis Tintoretto“. Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten; Anmeldung unter: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de
Die Ausstellung wird von einem umfassenden Rahmenprogramm begleitet. Eine aktuelle Übersicht finden Sie unter www.staedelmuseum.de.

Katalog: Zur Ausstellung erscheint im Prestel Verlag ein umfassender, von Bastian Eclercy und Hans Aurenhammer herausgegebener Katalog mit einem Vorwort von Philipp Demandt und Beiträgen von Maria Aresin, Hans Aurenhammer, Andrea Bayer, Anne Bloemacher, Daniela Bohde, Beverly Louise Brown, Stefanie Cossalter-Dallmann, Benjamin Couilleaux, Heiko Damm, Rita Delhées, Jill Dunkerton, Bastian Eclercy, Martina Fleischer, Iris Hasler, Frederick Ilchman, Roland Krischel, Ann Kathrin Kubitz, Adela Kutschke, Sofia Magnaguagno, Tom Nichols, Tobias Benjamin Nickel, Susanne Pollack, Volker Reinhardt, Julia Saviello, Francesca Del Torre Scheuch, Catherine Whistler und Matthias Wivel. Deutsche Ausgabe, 272 Seiten, 39,90 Euro (Museumsausgabe), englische Ausgabe, 272 Seiten, 49 Euro (Buchhandelspreis).
Begleitheft: Es erscheint ein Begleitheft in deutscher Sprache, 7,50 Euro.
Digitorial®: Das Digitorial wird durch die Fazit Stiftung ermöglicht. Es ist ab 23. Januar 2019 unter tizian.staedelmuseum.de abrufbar.
Audiotour: Die Audiotour führt in deutscher und englischer Sprache durch die Ausstellung. Die deutsche Audiotour wird von der TV-, Film- und Theaterschauspielerin Julia Jäger gesprochen. Bekannt u. a. als Paola Brunetti in der Krimireihe „Donna Leon“ oder durch den Oscar-prämierten Kurzfilm „Spielzeugland“. Die Tour ist als kostenlose App für die Betriebssysteme iOS und Android erhältlich und kann bequem von zu Hause auf das Smartphone geladen werden. Vor Ort im Museum kann der Audioguide zu einem Preis von 4,50 Euro (8 Euro für zwei Audioguides) ausgeliehen werden.
Social Media: Das Städel Museum kommuniziert die Ausstellung in den sozialen Medien mit den Hashtags #tizian, #renaissance, #venedig.

Gefördert durch: Dagmar-Westberg-Stiftung und Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH
Zusätzliche Unterstützung durch: Fazit Stiftung

Medienpartner: Süddeutsche Zeitung und Weltkunst
Kulturpartner: hr2-kultur

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Wechsel in der Städel Administration 14.12.2018

Nach fast 25-jähriger Mitgliedschaft hat in der heutigen Administrationssitzung Hilmar Kopper auf eigenen Wunsch sein Amt als Administrationsmitglied des Städelschen Kunstinstituts zum Jahresende niedergelegt. Sein Nachfolger wird Wolfgang Kirsch, der dem Städel Museum und der Liebieghaus Skulpturensammlung bereits langjährig eng verbunden ist. Die Administration bildet den Vorstand der Museumsstiftung. Sie wird nach dem Willen des Stifters Johann Friedrich Städel von fünf ehrenamtlichen Administratoren geleitet.
Hilmar Kopper wurde 1994 als Nachfolger von Hermann Josef Abs in die Administration des Städel berufen und hat seitdem die erfolgreiche Entwicklung des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung maßgeblich mitgestaltet. So begleitete er das Städel Museum – über vier Direktoren hinweg – in einer wegweisenden Phase. Die bauliche Sanierung Ende der 90er-Jahre und die signifikante Erweiterung des Museums durch die unterirdischen Gartenhallen 2012 – beides von Hilmar Kopper nachhaltig unterstützt und gefördert – waren die äußeren Meilensteine in der Entwicklung des Hauses; aber auch die innere Erweiterung und der markante Ausbau der Sammlung u.a. durch die Übergabe der Deutschen Bank von 600 Kunstwerken aus ihrer Sammlung an das Städel, sind mit seinem Namen verbunden.

„Hilmar Kopper war für das Städel Museum ein Glücksfall. Seine langjährige Erfahrung, sein großes Fachwissen und vor allem seine großzügige Unterstützung haben unser Haus sehr bereichert. Für seine immerwährende Fürsprache in den Belangen der Institution bei der Frankfurter Bürgerschaft sind wir ihm zu tiefstem Dank verpflichtet. Wir sind sehr froh, dass es uns gelingen konnte, mit Wolfgang Kirsch einen würdigen Nachfolger für Herrn Kopper in diesem Amt zu gewinnen“, betont Prof. Dr. Nikolaus Schweickart, Vorsitzender der Administration.

„Wir bedanken uns für die vielen Jahre des außerordentlichen Engagements für das Städel Museum bei Hilmar Kopper. Seine starke Persönlichkeit, die fortwährenden wertvollen Anregungen und seine herausragende Expertise werden lange in Erinnerung bleiben“ so Dr. Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung.

Neu in die Administration eintreten wird mit Jahresbeginn Wolfgang Kirsch. Er setzt sich bereits seit 2007 als Gründungsmitglied des Städelschen Kuratoriums für die Beratung und Förderung der Aktivitäten des Museums ein. Auch im Rahmen seiner Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender der DZ Bank hat er enge Verbindungen zum Städel Museum gepflegt. Neben der partnerschaftlichen Begleitung des Finanzinstituts von wichtigen Projekten und Ausstellungen war Kirsch maßgeblich dafür verantwortlich, dass 2008 zum 125-jährigen Jubiläum der DZ Bank ein Sammlungskonvolut von 220 fotografischen Werken an das Städel Museum übergeben werden konnte.

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Rubens. Kraft der Verwandlung 7.2.2018

Peter Paul Rubens (1577–1640) hat die europäische Barockmalerei geprägt wie kaum ein anderer Künstler. Vom 8. Februar bis 21. Mai 2018 widmet das Frankfurter Städel Museum dem weltbekannten Künstler die umfassende Sonderausstellung „Rubens. Kraft der Verwandlung“. Anhand von etwa 100 Arbeiten – darunter 31 Gemälde und 23 Zeichnungen von Rubens – arbeitet die Schau einen bisher wenig beachteten Aspekt im Schaffensprozess des Meisters heraus: Sie zeigt, wie tief Rubens in den Dialog mit Kunstwerken berühmter Vorgänger und Zeitgenossen eintrat und wie dies sein fünfzigjähriges Schaffen prägte. In Rubens’ umfangreichem Œuvre spiegeln sich die Einflüsse antiker Skulptur ebenso wider wie jene späterer Kunst aus Italien und nördlich der Alpen, von den Meistern des ausgehenden 15. Jahrhunderts bis zu seinen Zeitgenossen. Seine Bezugnahme auf Werke von Künstlern unterschiedlicher Epochen ist häufig erst auf den zweiten Blick erkennbar – in der aufwendig inszenierten Ausstellung kann der Besucher die zuweilen überraschenden Korrelationen nun im Detail nachvollziehen. Die Gattungsgrenzen überschreitende Schau vereint Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Skulptur und Werke der angewandten Kunst. Neben Originalskulpturen von der Antike bis zur Renaissance werden auch Gemälde und Grafiken von Rubens’ Vorläufern und Zeitgenossen zu sehen sein, darunter Schlüsselwerke von Tizian und Tintoretto, von Goltzius, Rottenhammer und Elsheimer sowie von Giambologna, Van Tetrode und Van der Schardt.

Die Ausstellung wird durch die finanzielle Unterstützung der Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH und des Städelschen Museums-Vereins e.V. ermöglicht. Sie erfährt zusätzliche Förderung durch die Sparkassen-Finanzgruppe, vertreten durch den Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, die Deutsche Leasing, die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen und die Frankfurter Sparkasse.

Städel Direktor Philipp Demandt: „Mit diesem groß angelegten Ausstellungsvorhaben können wir unserem Publikum die Genialität eines außergewöhnlichen Künstlers in all ihren Facetten präsentieren. Die umfassende Schau eröffnet einen faszinierenden Blick auf Meisterwerke des Barock, die den Betrachter – damals wie heute – in ihren Bann ziehen.“

„Rubens war einer der produktivsten und spannendsten Künstler des Barock, der nicht nur zahlreiche nachfolgende Künstlergenerationen beeinflusste, sondern auch selbst verschiedene Quellen für seine Bilderfindungen förmlich in sich einsaugte. Unsere Ausstellung bietet die einmalige Gelegenheit, diesen kreativen und schöpferischen Prozess nun direkt nachzuvollziehen“, erklärt Jochen Sander, Kurator der Ausstellung und Sammlungsleiter für Deutsche, Holländische und Flämische Malerei vor 1800 am Städel Museum.

Die Ausstellung
Auf dem nach Bildmotiven und Themen strukturierten Rundgang treffen die Besucher auf altbekannte mythologische Sujets wie Venus und Adonis, das Parisurteil oder den an den Felsen geschmiedeten Prometheus, aber auch auf zentrale Themen des Alten oder Neuen Testaments wie die Enthauptung des Holofernes oder die Grablegung Christi. Beispielhaft verdeutlicht wird Rubens’ kreativer Arbeitsprozess gleich im ersten Ausstellungsraum anhand seiner Darstellung Christi als Ecce homo (um 1612): Mittels dreier Exponate wird die metamorphotische Verwandlung der antiken Skulptur eines Kentauren zu dem einer Zuschauermenge vorgeführten Christus veranschaulicht. Von der antiken Skulptur fertigte Rubens zunächst mehrere Zeichnungen an, die er anschließend in dem Gemälde weiterentwickelte: In einer vollständigen ikonografischen Neubestimmung verwandelte er das antike Vorbild des ungezügelten, animalischen Kentauren in eine Darstellung des leidenden, vom Betrachter Empathie und Mitgefühl einfordernden Christus. Mit Rückgriff auf die Antike wird der Leib Christi so auf überraschende Weise inszeniert und mit seinem athletisch gebildeten Oberkörper regelrecht zur Schau gestellt.
Ein weiteres prägnantes Beispiel ist die antike römische Skulptur einer kauernden Venus, die sich auf ein Bad vorbereitet: Rubens verwandelt sie mit identischer Haltung, aber völlig anderem Gemütszustand nicht nur in eine frierende Venus, die Venus Frigida (1614), sondern auch in die ihren toten Geliebten Adonis beklagende Liebesgöttin (Venus um Adonis trauernd, um 1614). Eine ähnliche Motivkette entwickelt sich ausgehend von einem Gemälde des flämischen Malers Michiel Coxcie mit dem Mord Kains an seinem Bruder Abel (Der Tod Abels, nach 1539). Rubens erwarb Coxcies Zeichnungsstudie des erschlagenen Abel und überarbeitete sie in seinem Sinne (Abel erschlagen von Kain, um 1609). Wenig später formte er sie in eine Studie eines hinterrücks zu Boden gestürzten, tragisch gescheiterten Helden um (Studie eines stürzenden Mannes, um 1610/11). Diese diente Rubens als direkte Vorlage für zwei weitere in der Ausstellung präsentierte Gemälde: das auf einer Kupfertafel ausgeführte Gemälde Tod des Hippolytus (1611–1613) und die monumentale Darstellung des an den Felsen geschmiedeten Prometheus (1611/12–1618). An diesem Meisterwerk sollte sich einige Jahre später Rembrandt Harmensz. van Rijn (1606 – ca. 1669) messen: Seine Blendung Simsons (1636), ein Hauptwerk des Städel Museums, ist nicht ohne die Auseinandersetzung mit Rubens zu verstehen und daher in die Frankfurter Ausstellung integriert.
Mittels des direkten Vergleichs von Vorbildern und Rubens-Werken gewährt die Ausstellung einen faszinierenden Einblick in die Arbeits- und Denkweise des Künstlers: in seine geistreichen Bildgenesen und überraschenden Motivverwandlungen, aber auch in das intensive Ringen um das richtige Format und die rechte Form. Gerade den bewussten Rückgriffen auf identifizierbare Vorbilder, die Rubens dabei noch – im Sinne der „Aemulatio“ der zeitgenössischen Kunsttheorie – zu überbieten suchte, verdanken seine Schöpfungen häufig ihre modern anmutende, dynamische Erscheinung. Am Ende eines jeden dieser Verwandlungsprozesse stehen Werke, die den Betrachter damals wie heute unmittelbar ansprechen.

Die Sonderausstellung ist eine Kooperation zwischen dem Städel Museum und dem Kunsthistorischen Museum in Wien, aus dessen umfassenden Rubens-Beständen alleine fünf Werke nach Frankfurt reisen. Auch Rubens-Werke aus dem Städel werden in die Ausstellung eingebunden, darunter die Ölskizze Die Mystische Vermählung der heiligen Katharina (ca. 1628, Entwurf für den Augustineraltar in der Augustinerkirche in Antwerpen) sowie einige bedeutende Zeichnungen aus der Graphischen Sammlung des Städel Museums.

Zu den zahlreichen internationalen Leihgebern zählen zudem unter anderem das Koninklijk Museum voor Schone Kunsten in Antwerpen, die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die Uffizien in Florenz, das Israel Museum in Jerusalem, die National Gallery in London, das J. Paul Getty Museum in Los Angeles, der Prado und das Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid, das Musée du Louvre in Paris, das Metropolitan Museum of Art in New York, die Staatliche Eremitage in St. Petersburg, die Vatikanische Museen und die National Gallery of Art in Washington.

Der Künstler
Peter Paul Rubens wurde 1577 als sechstes von sieben Kindern in Siegen, Westfalen, geboren und starb am 30. Mai 1640 in Antwerpen. Bereits als junger Mann fand er internationale Anerkennung als außerordentlich innovativer Künstler. Doch Rubens war nicht nur Maler, sondern auch Kunsttheoretiker und -sammler, geschätzter Gesprächspartner europäischer Gelehrter und Fürsten sowie Diplomat in europäischen Diensten – all dies ausgehend von seinem Lebensmittelpunkt Antwerpen. Er wurde unter anderem bei dem Antwerpener Maler Otto van Veen (1556–1629) zum Maler ausgebildet. Mit nur 21 Jahren wurde er 1598 als Meister in die Lukasgilde, die Antwerpener Malerzunft, aufgenommen, und erhielt so Zugang zu den intellektuellen Kreisen der Stadt. Im Jahr 1600 ging er nach Italien, wo er insgesamt acht Jahre blieb – diese Zeit, vor allem der Einfluss antiker Skulpturen, hat sein Werk nachhaltig geprägt. Nach seiner Rückkehr nach Antwerpen 1608 wurde er Hofmaler der Erzherzöge Albrecht und Isabella, der katholischen Regenten der Südlichen Niederlande, und heiratete Isabella Brant, die Tochter des Stadtsekretärs von Antwerpen. Rubens war inzwischen zu einem der meist gefragten Maler Europas aufgestiegen, der Gemälde für Könige und Fürsten, Staatsmänner und Diplomaten schuf. 1610 kaufte er ein Haus, das er zu einem italienisch anmutenden kleinen Stadtpalast mit Wohnhaus und Werkstatt ausbauen ließ. Nach dem Tod seiner ersten Frau 1626 und dem des Erzherzogs wurde Rubens Berater der Erzherzogin Isabella. Er reiste in diplomatischer Mission durch Europa, um über einen möglichen Frieden zwischen Spanien und England zu verhandeln, und um für ein Ende der Auseinandersetzungen zwischen den Nördlichen und Südlichen Niederlanden zu werben. Er trug dazu bei, dass 1630 der Friedensvertrag zwischen Spanien und England unterzeichnet werden konnte. 1630 heiratete er erneut: Helena Fourment, eine junge Frau aus gutbürgerlicher Familie, mit der er fünf Kinder bekam. Gemeinsam mit seiner Familie fand Rubens seine letzte Ruhestätte in der Gedächtniskapelle der Antwerpener St.-Jakobskirche.

Ausstellungskatalog und Tagung Der Ausstellungskatalog ist im Hirmer Verlag, München, erschienen und behandelt alle in der Ausstellung in Frankfurt und Wien gezeigten Werke. Er enthält Aufsätze internationaler Rubensforscher, die in das breitgefächerte Themenfeld einführen.

Während der Laufzeit der Ausstellung findet im Städel Museum eine internationale Tagung statt, die sich dem Thema „Kunst und Katholizismus in der niederländischen Republik“ widmet. Hier wird die Auseinandersetzung mit Rubens und seiner Kunst ein zentrales Thema sein.

RUBENS. KRAFT DER VERWANDLUNG

Pressevorbesichtigung: Mittwoch, 7. Februar 2018, 11.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 8. Februar bis 21. Mai 2018

Kuratoren: Prof. Dr. Jochen Sander (Ausstellung im Städel Museum Frankfurt), Dr. Gerlinde Gruber (Ausstellung im Kunsthistorischen Museum Wien) und Dr. Stefan Weppelmann (Ausstellung im Kunsthistorischen Museum Wien)
Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de, Telefon +49(0)69-605098-200, Fax +49(0)69-605098-112
Besucherdienst: Telefon +49(0)69-605098-232, besucherdienst@staedelmuseum.de
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main

Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do + Fr 10.00–21.00 Uhr, montags geschlossen
Sonderöffnungszeiten (10.00–18.00 Uhr): 30.3., 1.4., 2.4., 1.5., 10.5., 20.5., 21.5.

Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 12 Euro; Sa, So, Feiertage: 16 Euro, ermäßigt 14 Euro; Familienkarte 24 Euro; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren; Gruppen ab 10 regulär zahlenden Personen: ermäßigter Eintrittspreis pro Person. Für Gruppen ist vorab eine frühzeitige Anmeldung unter Telefon +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich.
Kartenvorverkauf unter: tickets.staedelmuseum.de.
Für Mitglieder des Städelschen Museums-Vereins ist der Eintritt in die Sonderausstellung frei.

Überblicksführungen durch die Ausstellung: Di, 15.00 Uhr; Mi, 13.00 Uhr; Do, 18.00 Uhr; Fr, 19.00 Uhr; Sa, 16.00 Uhr; So, 12.00 Uhr. An den Feiertagen des 30.3., 2.4., 10.5. und 21.5. findet die Führung jeweils um 16.00 Uhr statt.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Tickets für die Führungen sind für 5 Euro ab zwei Stunden vor Führungsbeginn an der Kasse erhältlich.
Early-Bird Special: 10 Euro (limitiertes Angebot im Vorfeld der Ausstellung)
Kartenvorverkauf: tickets.staedelmuseum.de

Katalog: Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Hirmer Verlag mit 312 Seiten und 304 Farbabbildungen. Hg. für das Städel Museum, Frankfurt am Main, von Jochen Sander und für das Kunsthistorische Museum Wien von Gerlinde Gruber, Sabine Haag und Stefan Weppelmann. Mit Beiträgen von G. Bisacca, N. Büttner, A. Georgievska-Shine, G. Gruber, F. Healy, N. van Hout, D. Jaffé, E. Oberthaler, G. Prast, J. Sander, I. Slama, A. Vergara, S. Weppelmann und J. Wood, sowie einem Vorwort von Sabine Haag und Philipp Demandt. Deutsche Ausgabe / englische Ausgabe, 39,90 Euro (Museumsausgabe).
Begleitheft: Zur Ausstellung erscheint ein Begleitheft in deutscher Sprache, 7,50 Euro.

Städel App und Audiotour: Die Audiotour führt in deutscher und englischer Sprache durch die Ausstellung. Die deutsche Audiotour wird von dem deutschen Theater- und Filmschauspieler Thomas Wlaschiha gesprochen, der durch die Rolle des Jaqen H’ghar in der Serie Game of Thrones international bekannt wurde. Die Tour kann bequem von zu Hause auf die Städel App geladen werden. Die Städel App ist kostenfrei im Android und Apple Store verfügbar, der In-App-Kauf für gängige IOS und Android Smartphones kostet 0,99 Cent: app.staedelmuseum.de.
Vor Ort im Museum kann der Audioguide zu einem Preis von 4 Euro (7 Euro für zwei Audioguides) ausgeliehen werden. Die Audiotour wird unterstützt von der Georg und Franziska Speyer’schen Hochschulstiftung.

Digitorial: Das Digitorial ist ab Ende Januar unter rubens.staedelmuseum.de abrufbar.

Die Ausstellung wird von einem umfassenden Rahmenprogramm begleitet. Eine aktuelle Übersicht finden Sie unter www.staedelmuseum.de

Social Media: Das Städel Museum kommuniziert die Ausstellung in den sozialen Medien mit den Hashtags #Rubens und #Staedel.

Förderer und Partner der Ausstellung:
Gefördert durch: Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH, Städelscher Museums-Verein e.V. und Sparkassen-Finanzgruppe (vertreten durch den Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, die Deutsche Leasing, die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen und die Frankfurter Sparkasse)
Mit zusätzlicher Unterstützung von: Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, Die Regierung Flanderns
Medienpartner: Süddeutsche Zeitung, WirtschaftsWoche, Deutschlandfunk Kultur, ARTE
Marketingpartner: VISITFLANDERS
Kulturpartner: hr2-kultur

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