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ENDSPURT FÜR „HOLBEIN UND DIE RENAISSANCE IM NORDEN“ – NOCH VIER WOCHEN IM STÄDEL
GROSSE ALTMEISTER-AUSSTELLUNG NOCH BIS ZUM 18. FEBRUAR / UMFASSENDES PROGRAMM VOR ORT UND ONLINE / STÄDEL NIGHT. CLUB RENAISSANCE AM 3. FEBRUAR
Nur noch bis zum 18. Februar 2024 präsentiert das Städel Museum die Ausstellung „Holbein und die Renaissance im Norden“ und lädt mit einem abwechslungsreichen Programm ein, mehr über die herausragenden Werke von Hans Holbein d. J., Hans Holbein d. Ä., Hans Burgkmair, Albrecht Dürer und weiteren berühmten Künstlern zu erfahren. Als besonderes Highlight ist nach mehr als 10 Jahren die meisterhafte Holbein-Madonna wieder in Frankfurt zu sehen. In der Ausstellung erwartet die Besucher eine Begegnung mit der faszinierenden Malerei der Renaissance des Nordens, die in Augsburg ihre prachtvolle Blütezeit begann. In den nächsten vier Wochen wird es weitere Überblicksführungen auf Deutsch und Englisch in der Ausstellung, eine Online-Tour, Termine für das Offene Atelier für Kinder sowie eine internationale Tagung geben. Weitere Veranstaltungen und die digitalen Angebote wie das Digitorial® in Deutsch und Englisch, die Audioguide-App oder der Film zur Ausstellung machen die Schau zu einem umfassenden Erlebnis. Mit der großen Party „Städel Night. Club Renaissance“ am Samstag, dem 3. Februar können sich die Besucher auf ein ganz besonderes Veranstaltungshighlight freuen – mit aufregenden Einblicken in die Kunst durch junge Experten, nationalen und internationalen DJs, Drinks, Food und einer außergewöhnlichen Atmosphäre.
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UNVERGESSLICHE SOMMERSONNTAGE MIT LIVE-MUSIK IM STÄDEL GARTEN
NEUE VERANSTALTUNGSREIHE SUNDAY SESSIONS // STÄDEL X RIVERSIDE X AMP // SONNTAG, 26. MAI, 9. JUNI UND 18. AUGUST 2024 VON 16.00 BIS 20.00 UHR
Die SUNDAY SESSIONS laden an drei Sonntagen im Mai, Juni und August zu lauen Sommerabenden im Städel Garten ein. Bei der neuen Veranstaltungsreihe des Städel Museums in Kooperation mit Riverside Session und der Frankfurter Bar AMP erwarten die Besucher Live-Musik und DJ-Sets, Kurzführungen zur Gegenwartskunst, kühle Drinks sowie kulinarische Köstlichkeiten in entspannter Atmosphäre. Auf dem beliebten Gartenhügel kann man das Wochenende mit Freunden und der Familie perfekt ausklingen lassen und dabei die Sonnenstrahlen genießen.
Das Künstlerkollektiv Riverside Session belebt seit 2022 vom Mainufer aus die Frankfurter Musikszene mit Funk, Jazz, Hip-Hop, Afro, Latin und Soul und schafft Treffpunkte mit internationalem Flair. Rund um das Kollektiv treffen Musiker und Künstler verschiedenster Genres aufeinander und improvisieren gemeinsam. Jede Session ist ein einzigartiges Erlebnis, schafft Inspiration und verbindet Menschen durch Musik. An allen drei Terminen führen junge Kunstvermittler zu ausgewählten Kunstwerken im Städel Garten und in der Sammlung Gegenwartskunst, die mit mehr als 230 Werken von 170 Künstlerinnen und Künstlern verschiedener Schulen, Stilrichtungen und Gruppierungen einen Überblick über die Kunst nach 1945 bietet. Zudem finden Kurzführungen durch die Ausstellung „Mirror of Thoughts“ des Künstlerduos Muntean/Rosenblum statt. Im Städel Garten besteht zur SUNDAY SESSION am 9. Juni letztmals die Gelegenheit, den grotesken Kreaturen der Werkgruppe sunrise. east. (2005) des Installationskünstlers Ugo Rondinone von Angesicht zu Angesicht zu begegnen.
Das AMP sorgt bei den SUNDAY SESSIONS für die Kulinarik und rundet die Sommerabende mit speziellen Drinks und köstlichem Essen ab. Mit einer Mischung aus internationalen Klassikern und Eigenkreationen gehören die Highballs im AMP zu den besten der Stadt. Das Hamptons Eis & Café liefert mit Eis aus regionalen Zutaten zusätzliche Abkühlung.
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NEUES CLOSE UP „MALEREI & RAUM“
DIGITALE ANWENDUNG IM MUSEUM UND FÜR ZUHAUSE / FÜHRUNGSANGEBOT IM KUNST- UND VERMITTLUNGSRAUM DER SAMMLUNG GEGENWARTSKUNST
Was haben Nägel, Schwämme oder Holz mit Malerei zu tun? Unter dem Titel „Malerei & Raum“ widmet sich das neue CLOSE UP des Städel Museums dieser Frage und zeigt, wie Künstlerinnen und Künstler die Malerei nach 1945 weiterentwickelten, indem sie die Malerei mit Alltagsmaterialien raumgreifend erweiterten. Die drei im CLOSE UP vorgestellten Werke aus der Sammlung Gegenwartskunst von Günther Uecker (*1930), Yves Klein (1928–1962) und Louise Nevelson (1899–1988) bewegen sich beispielhaft im Spannungsfeld zwischen den physischen Grenzen des Materials und den konzeptuellen Möglichkeiten der Malerei. Im Ansatz greifen Uecker, Klein und Nevelson das tradierte Konzept von Malerei auf, um es zugleich zu brechen. Statt auf Leinwand oder Holz mit Farbe eine malerische Illusion zu erzeugen, montieren sie Gebrauchsgegenstände auf den Bildgrund und erproben die räumlichen Grenzen des Materials. Dabei orientieren sie sich an künstlerischen Bewegungen der Moderne wie Dada und an Konzepten wie dem Readymade, die bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine grundlegende Neuausrichtung malerischer Kunst anstrebten, um einer industrialisierten, technisierten und tiefgreifend modernisierten Gesellschaft gerecht zu werden. Obwohl die drei in CLOSE UP versammelten Arbeiten auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben, geben sie in Materialität und Wirkung Antworten auf die Frage zur Rolle der Malerei in der zeitgenössischen Kunst.
Wie in einer Nahaufnahme widmet sich CLOSE UP einem zentralen Thema der Sammlung Gegenwartskunst – als Kunst- und Vermittlungsraum vor Ort und als digitale Anwendung. Das CLOSE UP „Malerei & Raum“ wird gefördert durch die Interessensgemeinschaft Frankfurter Kreditinstitute.
„Im CLOSE UP ‚Malerei & Raum‘ präsentieren wir drei verschiedene künstlerische Ansätze, wie die Malerei nach 1945 neu gedacht wurde. Anhand bedeutender Werke von Günther Uecker, Yves Klein und Louise Nevelson aus der Sammlung Gegenwartskunst wird dies eindrucksvoll erlebbar. Die Besucherinnen und Besucher des Städel Museums können sich im Kunst- und Vermittlungsraum auf verschiedene Weise dem Thema ‚Malerei & Raum‘ nähern: Die Originale laden zu intensiver Betrachtung ein, die Wandtexte und die vor Ort verfügbare Literatur bieten Hintergrundinformationen zu den Werken, eine digitale Anwendung ermöglicht im Museum sowie Zuhause eine interaktive und spielerische Erkundung der Kunstwerke“,erläutern die Projektleiterinnen Anne Dribbisch, Bildung und Vermittlung, und Gioia Mattner, Volontärin der Sammlung Gegenwartskunst.
Projektleitung: Anne Dribbisch (Städel Museum, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Bildung und Vermittlung) und Gioia Mattner (Städel Museum, Volontärin Sammlung Gegenwartskunst)
Konzept: Anne Dribbisch (Städel Museum, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Bildung und Vermittlung), Chantal Eschenfelder (Städel Museum, Leitung Bildung und Vermittlung und Digitale Sammlung), Svenja Grosser (Leiterin Sammlung Gegenwartskunst) und Gioia Mattner (Städel Museum, Volontärin Sammlung Gegenwartskunst)
Mit Unterstützung von: Anna Huber (Stellvertretende Leitung Bildung & Vermittlung)
Gefördert durch: Interessengemeinschaft Frankfurter Kreditinstitute GmbH
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JUBILÄUMSSCHENKUNG: HERAUSRAGENDE PRIVATSAMMLUNG MIT WERKEN VON HONORÉ DAUMIER IM STÄDEL
SCHENKUNG AUS ANLASS DES 125. JUBILÄUMS DES STÄDELSCHEN MUSEUMS-VEREINS / AUSSTELLUNG HONORÉ DAUMIER. DIE SAMMLUNG HELLWIG AB DEM 24. JANUAR IM STÄDEL MUSEUM
Das Städel Museum präsentiert anlässlich des 125-jährigen Jubiläums des Städelschen Museums-Vereins ab dem 24. Januar 2024 eine Ausstellung mit Werken des französischen Künstlers Honoré Daumier (1808–1879). Sie sind Teil der herausragenden privaten Sammlung des Frankfurter Mäzens Hans-Jürgen Hellwig, die zu den bedeutendsten Daumier-Sammlungen außerhalb Frankreichs gehört: Der Bestand umfasst insgesamt 4.200 Lithografien und Holzstiche, 19 Zeichnungen, zwei Gemälde und 36 Bronzeplastiken – viele von ihnen wurden noch nie ausgestellt. Die Privatsammlung besticht durch ihre einzigartige Qualität und bildet die ganze Breite des künstlerischen Gesamtwerks von Honoré Daumier ab. Das Städel Museum stellt mit einer Auswahl von rund 120 Werken die Sammlung Hellwig vor und macht sie erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Als Jubiläumsschenkung geht die Sammlung vollständig an den Städelschen Museums-Verein und von diesem als Dauerleihgabe an das Städel Museum, das sie zukünftig bewahrt, erforscht und vermittelt. Honoré Daumier gehört zu den größten Zeichnern Frankreichs. Als genauer Beobachter und streitbarer Zeitgenosse machte er sich im politischen Paris des 19. Jahrhunderts vor allem mit seinen Karikaturen einen Namen, die er für die Zeitungen La Caricature und Le Charivari schuf. Gefürchtet und geliebt wurde Daumier zum Gewissen einer von sozialen und politischen Umbrüchen und einem tiefgreifenden Wandel gekennzeichneten Epoche. Sein Einsatz für republikanische und liberale Ideen, für die Presse- und Meinungsfreiheit, sein waches Interesse an modernen Neuerungen und sein kritischer, aber auch zutiefst menschlicher Blick auf die Umstände der Zeit werden in seinen Werken eindrücklich sichtbar.
Die Ausstellung im Städel Museum wird gefördert durch den Städelschen Museums-Verein.
Städel Direktor Philipp Demandt über den Mäzen und die Bedeutung der Schenkung für das Städel Museum: „Hans-Jürgen Hellwig ist ein Sammler par excellence: leidenschaftlich, beharrlich, begeisterungsfähig und kenntnisreich. Es ist eine große Freude, dass wir seine exzellente Daumier-Sammlung in einer Auswahl von rund 120 Werken im Städel Museum als erste Ausstellung im neuen Jahr präsentieren können. Eine Schau, die für alle Besucher sinnliches Vergnügen bereithält, den Geist schärft und zur Auseinandersetzung mit Grundfragen unserer Zeit einlädt. Die Sammlung Hellwig ist als Jubiläumsschenkung an den Städelschen Museums-Verein und als Dauerleihgabe an uns eine unschätzbare Bereicherung unserer Sammlungsbestände. Sie wird das Städel Museum dauerhaft zu einem der wichtigsten Orte der Daumier-Forschung in Deutschland machen. Mein tiefempfundener Dank gilt Hans-Jürgen Hellwig, der sich mit seiner Arbeit im Vorstand des Museumsvereins seit Jahrzehnten für die Belange des Städel Museums einsetzt. Mit seiner außerordentlich großzügigen Schenkung schreibt er sich ein in die Geschichte des Mäzenatentums für das Städel, die mit dem Gründer Johann Friedrich Städel begann und bis heute vielfältig fortgeführt wird. Das Museum wird getragen von einem solchen Engagement der Menschen in unserer Stadt.“
Der Sammler Hans-Jürgen Hellwig über die Schenkung: „Viele Sammler beschäftigt die Frage, was einmal aus ihrer Sammlung werden soll. Für mich hat sich diese Frage nicht wirklich gestellt. Ich habe in meinen mehr als 60 Sammlerjahren Kunst ihrer selbst wegen gesammelt und nicht als Kapitalanlage. Und in dem mehr als einem halben Jahrhundert, das ich inzwischen in Frankfurt lebe, habe ich die hiesige großartige Tradition verinnerlicht, dass die Bürger die Kultur- und Sozialeinrichtungen ihrer Stadt nicht nur als öffentliche Aufgabe, sondern auch als eigene Aufgabe ansehen. Die ehemalige Leiterin der Graphischen Sammlung des Städel Museums, Margret Stuffmann, hat mich mit ihrer Kennerschaft der französischen Kunst des 19. Jahrhunderts als Privatsammler begleitet. Lange hatte ich in Honoré Daumier lediglich den Karikaturisten des politischen Geschehens gesehen. Sie hat mir die Augen für den Künstler Daumier geöffnet: für seine künstlerische Qualität, die in jeder einzelnen Lithografie liegt, für die Breite seines Schaffens, das alle Themen der menschlichen Existenz umfasst, und für seine reichen Kenntnisse der Geschichte und der Kunst. Auch zum Dank dafür soll meine Sammlung dem Städel Museum zukommen – als Schenkung zu meinen Lebzeiten an den Städelschen Museums-Verein.“
Sylvia von Metzler, Vorsitzende des Vorstands des Städelschen Museums-Vereins e. V., über das Jubiläum und die Schenkung: „In diesem Jahr feiert der Städelsche Museums-Verein den 125. Geburtstag und damit zugleich 125 Jahre Engagement der Frankfurter Bürgerschaft für das Städel Museum. Als Förderverein ist es seit Gründung am 27. Juni 1899 unser erstes Anliegen, das Städel Museum beim Aufbau und Ausbau der Sammlung zu unterstützen – darüber hinaus auch bei wichtigen Forschungsvorhaben oder großen Sonderausstellungen. In mehr als 30 Jahren hat sich unser Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Hellwig um den Städelschen Museums-Verein außerordentlich verdient gemacht: Mit seinem Einsatz für Frankfurt und das Städel Museum macht er deutlich, wie wichtig das bürgerliche Engagement des Einzelnen für den Zusammenhalt der Gesellschaft ist. Seiner Großherzigkeit verdanken wir diese Ausstellung und vor allem dieses einzigartige Geschenk. Seine eindrucksvolle Daumier-Sammlung wird nun anlässlich unseres Vereinsjubiläums in den Besitz der Stiftung des Städelschen Museums-Vereins übergehen und im Städel Museum bewahrt. Ein wahrhaft großartiger Anlass zum Feiern!“
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KOLLWITZ
20. MÄRZ BIS 9. JUNI 2024
Ausstellungshaus
Sie ist die berühmteste deutsche Künstlerin des 20. Jahrhunderts und doch eine Ausnahmeerscheinung: Käthe Kollwitz (1867–1945). In diesem Frühjahr widmet ihr das Städel Museum eine große Ausstellung und nimmt die Vielfalt, Sprengkraft und Modernität ihres Werks in den Blick. Kollwitz ging als Künstlerin eigene Wege: Sie entschied sich ebenso kühn wie zielstrebig nicht für Malerei, sondern vor allem für Druckgrafik und Zeichnung und fand darin zu einer eigenständigen Bildsprache von eindringlicher Unmittelbarkeit. In ihrer Kunst verhandelte sie aus neuer Perspektive existenziell menschliche Fragen, auch unbequeme Themen, und wollte damit auf die Gesellschaft einwirken. Künstlerin und Werk wurden nicht zuletzt deshalb in Deutschland nach 1945 politisch vereinnahmt – eine Rezeption, die in der breiten Öffentlichkeit bis heute nachwirkt.
Ausgehend von dieser komplexen Rezeptionsgeschichte sowie dem umfangreichen, eigenen Bestand und bereichert um Werke aus führenden Museen und Privatsammlungen zeigt die Ausstellung mehr als 110 eindrucksvolle Arbeiten auf Papier, Plastiken und frühe Gemälde der Künstlerin, darunter herausragende Leihgaben unter anderem aus dem Berliner Kupferstichkabinett, dem Käthe Kollwitz Museum Köln, dem Art Institute of Chicago, dem Sprengel Museum Hannover oder der Staatsgalerie Stuttgart. Pointiert bezeugen diese Werke Kollwitz’ Entscheidung für das Medium Grafik sowie ihre Experimentierfreude und Unangepasstheit. Sie offenbaren die Besonderheit ihrer Themen, ihres Formenvokabulars und ihrer kompositorischen Dramaturgie. Darüber hinaus befasst sich die Ausstellung mit dem Spannungsfeld zwischen Ästhetik und Politik in ihrem Werk. Ein Überblick über die deutsch-deutschen Lesarten der Künstlerin nach 1945 reflektiert abschließend die Wirkmacht kulturpolitischer Erzählungen.
Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, über die Ausstellung: „Es gibt neben Käthe Kollwitz wohl keine andere Künstlerin in Deutschland, die sich so selbstbestimmt und zielstrebig eine derart frühe und anhaltende Karriere erstritt. Ihr Schaffen wirkte bis in die USA und nach China – und wurde von vielen gesellschaftlichen wie politischen Ismen instrumentalisiert, gerade auch im Nachkriegsdeutschland. Diesen deutschen ‚Mythos Kollwitz‘ zu beleuchten und das Gesamtwerk dieser bedeutenden Künstlerin der Klassischen Moderne in den Blick zu nehmen, erscheint daher umso zwingender. Für unser Haus gilt dies erst recht, als das Städel Museum Werke von Käthe Kollwitz bereits zu ihren Lebzeiten erwarb und seit dem Ankauf der Sammlung Goedeckemeyer durch die Stadt Frankfurt 1964 einen fundierten Bestand vor allem ihrer Druckgrafik bewahrt. Unsere Besucherinnen und Besucher erwartet im Frühjahr die Begegnung mit einer Künstlerin, deren Werk bis heute nichts an Aktualität verloren hat.“
Regina Freyberger, Leiterin der Graphischen Sammlung ab 1800 am Städel Museum und Kuratorin der Ausstellung: „Es ist äußerst herausfordernd, völlig unvoreingenommen zu bleiben, denn wir tragen immer – bewusst oder unbewusst – unsere eigenen Vorstellungen und Erfahrungen mit uns. Dies gilt besonders bei einer Künstlerin wie Kollwitz, die durch Schul- oder Straßennamen, Briefmarken und Reproduktionen ihrer Werke seit Jahrzehnten zu unserem Alltag gehört. Dass sie zu den großen Ausnahmeerscheinungen in der Kunst der Klassischen Moderne zählt, kann dadurch schnell in Vergessenheit geraten. Dabei ist das Werk von Kollwitz experimentierfreudig, unkonventionell und außerordentlich konsequent. Kollwitz weigerte sich, Kunst nur um ihrer selbst willen zu schaffen, und traf daher die radikale Entscheidung, vor allem grafisch zu arbeiten. Sie wählte anti-bürgerliche, letztlich auch politische Themen und verhandelte sie aus neuen Blickwinkeln in einer einprägsamen, bis heute packenden Bildsprache. Ihre Kunst ist, wie große Kunst immer, zeitlos und zeitlos aktuell.“
Kuratorin: Dr. Regina Freyberger (Leiterin Graphische Sammlung ab 1800, Städel Museum)
Gefördert durch: DZ BANK, Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH, Städelscher Museums-Verein e.V. mit den Städelfreunden 1815
Mit weiterer Unterstützung durch: Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung, Wolfgang Ratjen Stiftung, Aventis Foundation
Medienpartner: Süddeutsche Zeitung, ARTE, Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main
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Muntean/Rosenblum. Mirror of Thoughts
Sammlung Gegenwartskunst
Seit den 1990er-Jahren arbeiten die beiden Künstler Markus Muntean (geb. 1962) und Adi Rosenblum (geb. 1962) zusammen. In ihrem vornehmlich malerischen Œuvre verbinden sie ihre Identitäten auf eindrucksvolle Weise zu einer künstlerischen Handschrift. Das Städel Museum präsentiert in der Sammlung Gegenwartskunst eine Einzelausstellung des Künstlerduos mit einer Videoarbeit und elf großformatigen Gemälden – darunter zwei neue Werke –, deren Schauplätze Orte des Transits sind: Einkaufszentren, Flughafenhallen, Hotels oder Büros. Vertieft in ihre eigenen Gedanken blicken die jugendlichen Protagonisten konzentriert auf Smartphones oder in die Ferne, sind in Bewegung oder schauen die Betrachter gelangweilt oder genervt an. Muntean/Rosenblums Arbeiten bewegen sich zwischen den Einflüssen vergangener Kunstepochen und popkulturellen Phänomenen der Gegenwart. Während ihre Kompositionen fest im Bildgedächtnis der Kunstgeschichte verankert sind und sich auf berühmte Meisterwerke von der Renaissance bis zur Moderne beziehen, sind ihre Figuren voll und ganz der Jetztzeit entnommen. Sie entstammen einem über die Jahre angelegten Bildarchiv, das sich aus gefundenen Fotografien in Lifestyle-Magazinen, dem Internet oder aus eigenen Fotoshootings speist. Basierend auf diesem reichen Bilderfundus entwirft das Künstlerduo mit den Mitteln der Malerei eigentümliche Szenerien: Inmitten von anonymen Großstadtkulissen wirken die dramatisch arrangierten jungen Menschen wie isolierte Statisten in einem zeitgenössischen Schauspiel. In ihrer Komposition fremd und gleichzeitig vertraut, vermitteln die Gemälde eine Atmosphäre von Lethargie und Gleichgültigkeit. Es ist ein schmerzvoller, aber auch befreiender Moment, der den Übergang von der Jugend zum Erwachsenenalter markiert – ein Schwebezustand. Wie unter einem Brennglas nähern sich Muntean/Rosenblum zentralen Themen unserer Zeit: den Ambivalenzen der menschlichen Existenz, der wachsenden Unsicherheit des Individuums und dem durchdringenden Gefühl der Vergänglichkeit.
Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums: „Mit ihrer Verklammerung von Vergangenheit und Gegenwart fügen sich die Arbeiten des Künstlerduos Muntean/Rosenblum auf beste Weise in die mehr als 700 Jahre Kunst umfassende Sammlung des Städel Museums ein. Als Bildermuseum legen wir mit regelmäßig wechselnden Ausstellungen in der Sammlung Gegenwartskunst den Fokus auf malerische Positionen und verfolgen somit epochenübergreifend, wie sich die Malerei ausbreitet, neu definiert und ungeahnte Wege beschreitet. Muntean/Rosenblum stehen mit ihrer Kunst für diese Grenz- und Gratwanderung der Malerei in der zeitgenössischen Kunst: Aus Fotografien schöpfend entwerfen sie surreale, collagierte Gemälde an der Schnittstelle zwischen Konzeptkunst und figurativer Genremalerei.“
Svenja Grosser, Leiterin der Sammlung Gegenwartskunst und Kuratorin der Ausstellung, ergänzt: „Nicht-Orte untermauern das Werkprinzip von Muntean/Rosenblum, das sich vor allen Dingen mit den Möglichkeiten der figurativen Malerei beschäftigt. Bereits mit der Entscheidung des Künstlerpaars, ihre Motive aus einem Archiv zu beziehen und ihre jeweiligen Identitäten zugunsten einer gemeinsamen Handschrift aufzugeben, stellen sie die Malerei vor eine Herausforderung: die der fehlenden Autorschaft. Das Konzept der Nicht-Orte ist die konsequente Weiterführung dieser Überlegungen. Indem Muntean/Rosenblum ihren Werken eine thematische Aussage mit größter Sorgfalt entziehen, wird der Betrachter in seiner eigenen Wahrnehmung herausgefordert: Was möchte er sehen? Wie interpretiert er die Szenerie? Was ist real und was nicht? Innerhalb dieses Spannungsverhältnisses, dieser Pole entfaltet sich das Kunstwerk und ist damit womöglich sogar der Abstraktion näher als der Figuration.“
Kuratorin: Svenja Grosser (Leiterin Sammlung Gegenwartskunst, Städel Museum)
Projektleitung: Maja Lisewski (wissenschaftliche Volontärin Gegenwartskunst, Städel Museum)
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SKYLINEBLICK VOM MUSEUMSDACH – DAS STÄDEL DACH IST ERÖFFNET
NEUE BESUCHERTERRASSE AB 28. MÄRZ ZUGÄNGLICH / 500 FREITICKETS SICHERN
Ab morgen, dem 28. März, ist die neue Besucherterrasse auf dem Dach des Städel Museums für das Publikum zugänglich. Vom Städel Dach können die Besucher einen unvergesslichen Panoramablick auf die Frankfurter Skyline genießen. Der Zugang zum Städel Dach ist im Eintrittspreis des Städel Museums enthalten. Zur Eröffnung der neuen Besucherterrasse gibt es 500 Freikarten, die zum Besuch der Dauerausstellung und des Städel Dachs berechtigen. Die Freikarten sind ausschließlich an der Museumskasse erhältlich.
Mike Josef, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, hat das Städel Dach heute eröffnet: „Mit dem Städel Dach haben wir einen neuen Place-to-be, der für Frankfurterinnen und Frankfurter und auch für Touristen ein besonderer Anziehungspunkt sein wird. Von hier aus lässt sich ein großartiger Panoramablick auf unsere Stadt erleben, die Skyline und das Städel gehören fest zu Frankfurt. Das Städel überrascht Besucherinnen und Besucher nicht nur mit Ausstellungen und vielfältigen Bildungsangeboten, sondern auch mit beherzten Bauprojekten wie diesem. Mein Dank gilt allen, die die Besucherterasse geplant und möglich gemacht haben.“
Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, über die Idee des Städel Dachs: „Unsere neue Besucherterrasse ist die Krönung des Museumsbesuchs. Der Blick vom Städel Dach ist spektakulär und steht für die einzigartige Verbindung des Museums mit der Stadt und seiner Bürgergesellschaft. Als Frankfurter Museum wird das Städel getragen von zahlreichen privaten Förderern, Unternehmen und Stiftungen. Bis heute ermöglicht dieses außergewöhnliche Engagement, dass unsere Besucher in ‚ihrem Städel‘ Kunst erleben, Neues entdecken und zusammenkommen können – an einem Ort, an dem sie gerne sind, sei es in der Sammlung, im Städel Garten oder auf dem neuen Städel Dach. Ich danke den privaten Spendern für ihre Großzügigkeit, die den Bau der Besucherterrasse erst ermöglicht hat, und den Architekten schneider+schumacher sowie allen Projektbeteiligten für ihren Einsatz und die Vorfreude, mit der sie dieses Bauvorhaben begleitet haben. Das Städel Dach ist wie der Städel Garten und die weiteren baulichen Um- und Neubauten der letzten Jahre Teil eines großen Masterplans, mit dem die Attraktivität und Aufenthaltsqualität des Museums gestärkt werden soll.“
Auf einer Höhe von 15 Metern erstrahlt das Städel Dach über dem Haupteingang des Museums. Es befindet sich auf dem Mittelrisalit der historischen Mainuferfassade. Die Arbeit an der von schneider+schumacher konzipierten und mit zahlreichen Projektbeteiligten umgesetzten Besucherterrasse wurde im August 2022 begonnen. Den Architekten war es ein Anliegen, einen Ort zu schaffen, der einen außergewöhnlichen Blick auf die Stadt ermöglicht. Dabei wurde die unter Denkmalschutz stehende Fassade nicht verändert; im Inneren wurde eine platzsparende Lösung für den Aufgang auf die neue Besucherterrasse geschaffen. Dies gelang durch den Einbau zweier Spindeltreppen aus Stahl. Die zwei Zylinder mit jeweils 50 Stufen sind je zwölf Meter hoch und schaffen eine Verbindung zwischen Alt und Neu.
Das Städel Dach ist ganzjährig für die Museumsbesucher geöffnet und über die Sammlung Alte Meister erreichbar. Im Zuge der Baumaßnahme für die neue Besucherterrasse ist im Zentrum der Sammlung Alte Meister ein Stifter-Saal entstanden, der dem Gründer und Namensgeber des Museums Johann Friedrich Städel und seiner Vision eines Bürgermuseums gewidmet ist. Das Städel Museum als älteste deutsche Museumsstiftung ist bis heute eine größtenteils privat finanzierte Stiftung bürgerlichen Rechts. Zahlreiche Freunde und Förderer folgen der Tradition des Stifters und bedenken das Städel Museum mit Kunstwerken, mit Vermögen oder in Testamenten. Auch das Städel Dach wurde vollständig aus privaten Spenden finanziert.
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Neue Leiterin für die Sammlung Gegenwartskunst
Das Städel Museum hat eine neue Leiterin für die Sammlung Gegenwartskunst: Svenja Grosser. Seit 2018 am Städel Museum hat sie als stellvertretende Leiterin in den letzten drei Jahren den Sammlungsbereich wissenschaftlich betreut und zahlreiche Ausstellungen kuratiert – zuletzt „Victor Man. Die Linien des Lebens“ und „Ugo Rondinone. Sunrise. East.“ Ihr Forschungsgebiet umfasst die Malerei der Gegenwart, die inszenierte Fotografie des 20. und 21. Jahrhunderts sowie museologische und gendertheoretische Fragestellungen. Ab dem 3. Mai 2024 wird sie mit „Muntean/Rosenblum. Mirror of Thoughts“ eine neue Ausstellung zeigen.
„Seit seiner Gründung vor mehr als 200 Jahren erweitert das Städel Museum die eigene Sammlung kontinuierlich, stets auch im Hinblick auf die jeweilige künstlerische Gegenwart. Heute kann im Städel die Kunst nach 1945 mit dem Schwerpunkt Malerei im internationalen Kontext auf mehr als 3.000 m² in den ikonischen Gartenhallen erlebt werden. Es ist mir eine besondere Freude, Svenja Grosser zur neuen Leiterin für die Sammlung Gegenwartskunst zu ernennen. Sie hat sich durch ihre hervorragende Expertise und ihren Einsatz für eine zeitgemäße Vermittlung ausgezeichnet. Zukünftig wird sie sich weiter intensiv mit dem Ausbau der Sammlung und seiner publikumsorientierten Präsentation befassen“, kommentiert Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, die Besetzung.
Svenja Grosser wurde 1991 in Köln geboren und studierte Kunstgeschichte sowie Germanistik und Philosophie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Seit 2018 arbeitet sie am Städel Museum. Als Projektleiterin war sie 2020 für die Neupräsentation der Sammlung Gegenwartskunst mitverantwortlich und kuratierte im Anschluss verschiedene Ausstellungen zeitgenössischer Künstler, darunter Marc Brandenburg, Michael Müller oder Philipp Fürhofer. Begleitend dazu hat sie zahlreiche Aufsätze veröffentlicht und Publikationen herausgegeben. Als Mitinitiatorin des mit dem DigAMus-Award ausgezeichneten Kunst- und Vermittlungsraums CLOSE UP sowie der gleichnamigen digitalen Anwendung setzt sich Svenja Grosser für eine breite Wahrnehmung von und Auseinandersetzung mit Gegenwartskunst ein. Das von ihr mitentwickelte Veranstaltungsformat „Städel Invites“ bietet dem Publikum die Gelegenheit, zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler zu treffen und im Gespräch mehr über ihre Motivation, Ideen und Themen zu erfahren. Für die Sammlung Gegenwartskunst konnte Grosser zudem bereits mehrere Ankäufe tätigen, darunter Werke von Louise Nevelson oder Leiko Ikemura. Darüber hinaus konzipiert sie regelmäßig thematische Sammlungspräsentationen innerhalb der Dauerausstellung, mit denen Werke in neue inhaltliche Zusammenhänge gestellt werden.
„Die Sammlung Gegenwartskunst im Städel ist für unsere Besucherinnen und Besucher wie auch für mich als Leiterin ein Ort von Inspiration und Kreativität, der Antworten geben kann auf Themen unserer Zeit. In den kommenden Jahren werde ich an einem Ausstellungsprogramm mit feministischem Fokus sowie thematischen Fragestellungen rund um die zeitgenössische Malerei und epochenübergreifenden Interventionen arbeiten. Aktuelle Diskurse und Fragen werden ebenso in die Arbeit mit der Sammlung einfließen wie der Wissensschatz einer kontinuierlichen Beobachtung des zeitgenössischen Kunstsektors. Ich freue mich sehr über die Ernennung und darüber, diese hochkarätige Sammlung auch weiterhin einem breiten Publikum zugänglich machen zu können“, betont Svenja Grosser.
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STÄDEL | FRAUEN
KÜNSTLERINNEN ZWISCHEN FRANKFURT UND PARIS UM 1900
10. JULI BIS 27. OKTOBER 2024
Ausstellungshaus
Pressevorbesichtigung: Dienstag, 9. Juli 2024, 11.00 Uhr
Die Moderne ist ohne den Beitrag von Künstlerinnen nicht zu denken. Neben bekannten Malerinnen und Bildhauerinnen wie Louise Breslau, Ottilie W. Roederstein und Marg Moll haben sich viele weitere erfolgreich im Kunstbetrieb der Zeit um 1900 behauptet. Sie heißen Erna Auerbach, Eugenie Bandell, Mathilde Battenberg, Marie Bertuch, Ida Gerhardi, Dora Hitz, Annie Stebler-Hopf, Elizabeth Nourse oder Louise Schmidt. Von Paris und Frankfurt aus knüpften sie internationale Netzwerke und unterstützten sich gegenseitig. Als einflussreiche Lehrerinnen und Kunstagentinnen prägten einige von ihnen auch die Geschichte des Städel Museums und der Städelschule. Zeit, diesen Künstlerinnen erstmals eine große Ausstellung zu widmen und sie neu zu entdecken. Vom 10. Juli bis 27. Oktober 2024 präsentiert das Städel Museum rund 80 Gemälde und Skulpturen von insgesamt 26 Künstlerinnen. Darunter befinden sich Kunstwerke aus renommierten US-amerikanischen und europäischen Museen sowie zahlreiche Arbeiten aus Privatbesitz, die zum ersten Mal gezeigt werden. Ergänzt werden sie durch bislang unveröffentlichtes Archivmaterial. Fotografien und Briefe erzählen von internationalen Ateliergemeinschaften, von der strategischen Bedeutung professioneller Künstlerinnenverbände, von Erfolgen, aber auch vom andauernden Streben um Anerkennung.
Die Ausstellung zeigt Künstlerinnen, die sich mit großer Eigenständigkeit und Professionalität in einem durch männliche „Künstlergenies“ bestimmten Kulturbetrieb durchsetzten. Unter dem Blickwinkel der Netzwerke entsteht ein komplexes Bild der Ausbildungs- und Arbeitssituation von Künstlerinnen in der Moderne: vom Kampf der Wegbereiterinnen im Paris der 1880er-Jahre über die ersten Bildhauerinnen an der Kunstschule des Städel um 1900 bis hin zu einer jungen selbstbestimmten Generation von Künstlerinnen im Neuen Frankfurt der 1920er- und 1930er-Jahre. Die stilistisch sehr unterschiedlichen Arbeiten zeigen dabei die Vielfalt weiblicher Positionen in der Kunst auf und spiegeln die radikalen gesellschaftlichen und ästhetischen Umbrüche der Zeit. In ihren Werken setzten sich die Malerinnen und Bildhauerinnen mit ihrer eigenen Existenz als Künstlerinnen in einem männlich dominierten Umfeld auseinander. Sie zeigten sich selbstbewusst im Kreis ihrer Freundinnen und Mitstreiterinnen und stellten die überkommenen Geschlechterrollen infrage. Mit Darstellungen des menschlichen Aktes reklamierten sie einen zuvor den Männern vorbehaltenen Motivkomplex auch für sich. Dabei bedienten sie sich nicht nur der Malerei und Zeichnung, sondern eroberten zunehmend auch die Bildhauerei, die aufgrund der physischen Anstrengung sowie der technischen und materiellen Anforderungen als vermeintlich „männlichste“ Gattung der Kunst galt.
Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, über die Ausstellung: „Mit Käthe Kollwitz, Lotte Laserstein oder Ottilie Roederstein widmete sich das Städel Museum in großen Schauen erfolgreichen Künstlerinnen. Diesen Sommer präsentieren wir unserem Publikum die Städel / Frauen – 26 Malerinnen und Bildhauerinnen der Moderne in einer Ausstellung. Als Ergebnis eines weitreichenden Forschungsprojekts zur Geschichte unserer Institution und seiner Sammlung ist es dem Städel Museum gelungen, bemerkenswerte Künstlerinnenbiografien zu rekonstruieren, verschollene Werke zu lokalisieren und damit Lücken in der Forschung zu schließen und wiederum Türen für weiterführende Recherchen zu öffnen. Der Blick auf die Situation von Künstlerinnen um die Jahrhundertwende und ihren Einfluss auf die Entwicklung der modernen Kunst wird sich mit dieser Ausstellung nachhaltig verändern. Unseren Leihgebern und Förderern gilt mein großer Dank: Sie haben wieder einmal gezeigt, wie wesentlich ihr Engagement für die Kernaufgaben unserer Museumsarbeit ist.“
Alexander Eiling, Eva-Maria Höllerer und Aude-Line Schamschula, Kuratoren der Ausstellung: „Unsere Ausstellung konzentriert sich auf das künstlerische Schaffen von Malerinnen und Bildhauerinnen zwischen 1880 und den 1930er-Jahren. Wir widmen uns drei Generationen von Künstlerinnen sowie den vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen dem Frankfurter Kunstbetrieb und der französischen Kunstmetropole. Nach einem Prolog, der sich mit dem Pariser Künstlerinnenkreis um Ottilie Roederstein befasst, wird die Ausbildungssituation von Frauen an der Städelschule sowie an der neuen Kunstgewerbeschule in den 1920er-Jahren ins Zentrum gerückt. Wir stellen diese Künstlerinnen mit ihren individuellen Leistungen vor und machen ihre weitverzweigten Netzwerke sichtbar, mit denen sie sich gegenseitig unterstützten und förderten. Es ist eine Ausstellung über die Selbstermächtigung von Künstlerinnen, die zu ihrer Zeit keine Ausnahmeerscheinungen waren.“
Kuratoren Städel Museum: Dr. Alexander Eiling (Sammlungsleiter Kunst der Moderne), Eva-Maria Höllerer (wissenschaftliche Mitarbeiterin, Sammlung Kunst der Moderne), Aude-Line Schamschula (wissenschaftliche Mitarbeiterin, Sammlung Kunst der Moderne)
Gefördert durch: Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Damengesellschaft des Städelschen Museums-Vereins e. V., Dr. Marschner Stiftung, Ernst von Siemens Kunststiftung, CATRICE
Mit weiterer Unterstützung durch: Ernst von Siemens Kunststiftung
Medienpartner: FAZ, hr2-kultur
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LETZTE CHANCE: NOCH ZWEI WOCHEN „KOLLWITZ“ IM STÄDEL
Noch bis zum 9. Juni zeigt das Städel Museum die Ausstellung „KOLLWITZ“ und lädt ein, die Vielfalt, Sprengkraft und Modernität der Künstlerin Käthe Kollwitz zu entdecken. In den nächsten zwei Wochen wird es noch Workshops und zahlreiche Überblicksführungen auf Deutsch und Englisch sowie Online-Touren geben. Zu einem umfassenden Besuchserlebnis wird die Schau durch die digitalen Angebote wie das Digitorial® in Deutsch und Englisch oder den Film zur Ausstellung sowie durch weitere Veranstaltungen, etwa eine Lesung in der Romanfabrik mit Birgitta Assheuer und Wolfram Koch.
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Geschäftsbericht 2023
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DIE BILDUNGSWOCHE LÄDT KINDER UND JUGENDLICHE KOSTENFREI INS STÄDEL MUSEUM EIN
VOM 8. BIS 11. JULI FINDET DIE BILDUNGSWOCHE UNTER DEM MOTTO „UNIVERSUM DER KUNST. STÄDEL OHNE GRENZEN“ STATT
„Universum der Kunst. Städel ohne Grenzen“: Die Teilnehmer der diesjährigen Bildungswoche im Städel Museum erwartet vom 8. bis 11. Juli wieder ein Museumsbesuch der besonderen Art. Gemeinsam mit der Frankfurter Volksbank Rhein/Main lädt das Städel Museum bereits zum zwölften Mal zur groß angelegten und kostenfreien Bildungswoche ein. In der letzten Woche vor den Sommerferien wird das Museum zum „Städel ohne Grenzen“, einem interaktiven Lernort, an dem die jungen Gäste auf spielerische Art die Städel Sammlung und die Vielfalt der Kunst erleben können. Die fächerübergreifenden Themen der Bildungswoche sollen Neugier auf Kunst wecken und historische sowie aktuelle gesellschaftliche Zusammenhänge veranschaulichen: Werke und Themen werden von jungen Kunstvermittlern an Wissensstationen in der Dauerausstellung vorgestellt und mit den Teilnehmern diskutiert. Altersgerechte spielerische Stationen sowie kreative Workshops fördern handlungsorientiertes Lernen, gestalterische Auseinandersetzung und praktisches Vertiefen. Teil des Programms ist u. a. das neue Game STÄDEL UNIVERSE, mit dem Schüler der Sekundarstufe II ausgewählte Werke selbstständig mit ihrem Smartphone entdecken können. Die Teilnahme an der Bildungswoche ist für alle Schulklassen, Kita- und Hortgruppen nach Anmeldung kostenlos.
„Die Bildungswoche im Städel Museum bietet Kindern und Jugendlichen jedes Jahr die Gelegenheit, der Welt der Kunst zu begegnen – und das dank der großzügigen Unterstützung unseres Partners, der Frankfurter Volksbank Rhein/Main. Das kostenfreie Programm lädt die jungen Teilnehmer ein, die beeindruckende Städel Sammlung zu erkunden, mit Kunst aus über 700 Jahren. Die Werke erzählen faszinierende Geschichten über unsere Gesellschaft und ihre Entwicklung. Es ist eine einmalige Chance, in ein Universum der Kunst einzutauchen und ihre erstaunliche Vielfalt und Kraft zu entdecken – ganz spielerisch ist das nun auch mit dem neuen Game STÄDEL UNIVERSE möglich“, so Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums.
Veranstaltungsdauer: 8. bis 11. Juli 2024, jeweils zwischen 9.00 und 14.00 Uhr
Familiensonntag am 14. Juli 2024 zwischen 10.00 und 18.00 Uhr
Programm: Online unter staedelmuseum.de/bildungswoche
Anmeldung: Nur angemeldete Gruppen können an der Bildungswoche teilnehmen. Gruppentickets sind online buchbar unter https://shop.staedelmuseum.de/bildungswoche2024
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JUBILÄUMSERWERBUNG: BEDEUTENDE BRONZEPLASTIK VON REMBRANDT BUGATTI IM STÄDEL
ERWERBUNG DES „FRESSENDEN LÖWEN“ AUS DER SAMMLUNG VON ALAIN DELON AUS ANLASS DES 125. JUBILÄUMS DES STÄDELSCHEN MUSEUMS-VEREINS
Der Städelsche Museums-Verein feiert sein 125-jähriges Bestehen mit einer bedeutenden Erwerbung: der Bronzeplastik Fressender Löwe von Rembrandt Bugatti (1884–1916). Mit dieser Figur aus dem Jahr 1908 erhält das Frankfurter Städel Museum ein Hauptwerk des italienischen Künstlers und kann seinem Publikum nun – als eines von nur zwei Museen in Deutschland – eine Bronze dieses herausragenden Bildhauers präsentieren. Die Plastik wurde vom Städelschen Museums-Verein mit Mitteln von Volker Westerborg und privaten Spenden erworben. Zuvor gehörte der Fressende Löwe zur Kunstsammlung des Schauspielers Alain Delon, der eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen von Werken Rembrandt Bugattis besitzt. Im Städel Museum waren Plastiken des Bildhauers zuletzt im Jahr 2020 in der Sonderausstellung „En Passant. Impressionismus in Skulptur“ zu sehen. Die Jubiläumserwerbung gelangt als Leihgabe des Fördervereins in die Sammlungspräsentation „Kunst der Moderne“ des Städel Museums und ist im Impressionisten-Saal im Dialog mit Plastiken von Edgar Degas und Auguste Rodin zu sehen. Der Städelsche Museums-Verein wurde am 27. Juni 1899 gegründet und ist damit heute einer der ältesten und größten Fördervereine eines deutschen Museums.
„Rembrandt Bugatti zählt zu den größten bildhauerischen Talenten der Kunstgeschichte. Bis zu seinem frühen Tod mit 31 Jahren schuf er ein unvergleichliches Gesamtwerk von etwa 300 Plastiken, unter denen der Fressende Löwe aus der Sammlung von Alain Delon eine der wichtigsten ist. Wie stets hat Bugatti in nur einem Arbeitsgang von wenigen Stunden das Wesen, die Erscheinung und die Anspannung seines Modells in ein plastisches Werk übertragen, das die Grenzen von Gegenstand und Abstraktion sprengt und aufzulösen scheint. Der Fressende Löwe ist ein Meilenstein der Skulptur im frühen 20. Jahrhundert und ein außerordentlicher Zugewinn für das Städel Museum. Meine Glückwünsche gelten dem Städelschen Museums-Verein für diese besondere Jubiläumserwerbung. Danken möchte ich zudem Véronique Fromanger, Paris, und Edward Horswell, Sladmore Gallery London, für ihre selbstlose Begleitung dieses exzeptionellen Ankaufes“, so Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums.
„Seit 125 Jahren unterstützt der Städelsche Museums-Verein das Städel Museum durch Erwerbungen bei der Ergänzung seines Sammlungsbestandes, bei publikumswirksamen Sonderausstellungen oder Forschungs- und Restaurierungsvorhaben. Mit dem Ankauf dieser herausragenden Skulptur von Rembrandt Bugatti anlässlich unseres Jubiläums können wir unseren Förderauftrag einmal mehr bekräftigen. Als Vorsitzende danke ich den mehr als 10.000 Mitgliedern und Kunstfreunden von Herzen für ihren Einsatz. Sie zeigen vorbildhaft, wie bürgerschaftliches Engagement für das Städel Museum aussehen kann“, sagt Sylvia von Metzler, Vorsitzende des Vorstands des Städelschen Museums-Vereins.
Maßgeblich ermöglicht wurde die Erwerbung durch eine großzügige Spende von Volker Westerborg (1940–2022), der sowohl das Städel Museum als auch den Städelschen Museums-Verein bedacht hat. Westerborgs Förderschwerpunkt lag auf Werken von Künstlern, die im Ersten Weltkrieg ihr Leben verloren haben und deren Gedenken an die Folgen des Krieges gemahnen sollte. Zuvor konnte dank Westerborgs Unterstützung das Gemälde Astrale Komposition VI, 1912 von Wilhelm Morgner erworben werden. Mit einem Hauptwerk von Rembrandt Bugatti, der sich 1916 unter dem Eindruck des Ersten Weltkrieges das Leben nahm, entspricht und würdigt das Städel Museum erneut Westerborgs Mäzenatentum.
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PARTNERSCHAFT VEREINBART: STÄDEL UND FRESENIUS
Das Städel Museum und Fresenius vereinbaren für die nächsten zwei Jahre eine Partnerschaft und bekräftigen damit ihren gemeinsamen Auftrag für die Gesellschaft. Als älteste deutsche Museumsstiftung wird das Städel durch Unternehmen, Stiftungen, private Förderer sowie durch die Stadt Frankfurt und das Land Hessen getragen. Das Städel Museum versteht sich als Ort der Begegnung, des Austauschs und der Auseinandersetzung mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Mit seiner Sammlung aus über 700 Jahren Kunst, großen Sonderausstellungen, einem Bildungsprogramm und digitalen Angeboten ermöglicht es – ganz im Sinne seines Stifters Johann Friedrich Städel – einen einzigartigen Zugang zur Kunst über Generationen, Epochen und Stilrichtungen hinweg. Für das Gesundheitsunternehmen Fresenius steht das Wohl der Menschen im Mittelpunkt. Seit mehr als 100 Jahren folgt Fresenius dem Anspruch, Leben zu retten und die Lebensqualität und die Gesundheit der Menschen zu verbessern. Für das Unternehmen ist die Partnerschaft mit dem Städel Museum Teil seiner gesellschaftlichen Verantwortung und ein Zeichen der Verbundenheit mit der Rhein-Main-Region. Hier wurde das Unternehmen gegründet, hier befindet sich die Konzernzentrale und hier sind viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Hause. Mit dieser Partnerschaft bekennt sich Fresenius zu Frankfurt und der Rhein-Main-Region.
Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums zum Start der Partnerschaft mit Fresenius: „Unser Stifter Johann Friedrich Städel hatte vor mehr als 200 Jahren die visionäre Idee, seine Kunstsammlung der Öffentlichkeit zu schenken und begründete damit das Städel Museum. Bis heute ist er damit für viele ein Vorbild in Weitsicht und Großzügigkeit. Diesem Handeln zum Wohle der Gesellschaft fühlen sich unsere Partner und Förderer verpflichtet, in dem auch sie ihr Städel unterstützen. Als unser neuer Corporate Partner schließt sich Fresenius diesem besonderen Engagement an. Als Museum haben wir einen gesellschaftlichen Auftrag: Wir vermitteln Wissen und machen Kunst vielfältig erlebbar. Dass wir mit Fresenius einen Partner gewinnen konnten, der uns dabei unterstützt, freut mich sehr.“
Michael Sen, Vorstandsvorsitzender Fresenius, über die Partnerschaft: „Die Förderung und Finanzierung der Künste ist eine wesentliche Voraussetzung für eine vielfältige, aufgeschlossene und pluralistische Gesellschaft. Institutionen wie das Städel Museum machen Kunstwerke von Weltrang für jedermann zugänglich – eine Aufgabe, die auch Fresenius am Herzen liegt. Committed to Life – das Leben der Menschen verbessern – so lautet unser Anspruch. Dazu leisten auch Kunst und die Arbeit des Städel Museums einen wichtigen Beitrag. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit einer so herausragenden Kultureinrichtung.“
Als neuer Corporate Partner ab August 2024 wird Fresenius das Städel Museum in seiner Museumsarbeit unterstützen. Darüber hinaus wird Fresenius gemeinsam mit dem Städel Museum unter anderem Veranstaltungsformate entwickeln, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einzigartige Zugänge zur Sammlung ermöglichen, die von der Kunst des Spätmittelalters über die Renaissance, den Barock und die Klassische Moderne bis in die unmittelbare Gegenwart reicht.
PARTNERSCHAFT VEREINBART: STÄDEL UND FRESENIUS
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Information: staedelmuseum.de
Besucherservice: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de
Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do 10.00–21.00 Uhr
Sonderöffnungszeiten: Aktuelle Informationen zu besonderen Öffnungszeiten unter staedelmuseum.de
@staedelmuseum auf Social Media: #staedel auf Instagram / YouTube / TikTok / Facebook / LinkedIn / STÄDEL STORIES: Noch mehr Geschichten und Hintergründe zur Sammlung und den
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REMBRANDTS AMSTERDAM. GOLDENE ZEITEN?
27. NOVEMBER 2024 BIS 23. MÄRZ 2025
Ausstellungshaus
Amsterdam – eine Stadt, viele Gesichter. Im 17. Jahrhundert ist Amsterdam die Metropole Europas. Wirtschaft und Handel boomen, die Bevölkerung wächst rasant, Kunst und Wissenschaft florieren. Eine einflussreiche Bürgerschaft prägt die Geschicke der Stadt, festgehalten in bedeutenden Gemälden der größten niederländischen Meister. Allen voran Rembrandt Harmensz. van Rijn, aber auch die Künstler Jacob Backer, Ferdinand Bol, Govert Flinck, Bartholomeus van der Helst, Nicolaes Eliasz. Pickenoy oder Jan Victors spiegeln in Amsterdamer Gruppenbildnissen das Selbstverständnis der bürgerlichen Stadtgesellschaft. Das Städel Museum präsentiert in Kooperation mit dem Amsterdam Museum vom 27. November 2024 bis 23. März 2025 die Bildniskunst der Rembrandt-Zeit in einer großen Ausstellung. Im Mittelpunkt stehen die herausragenden Gruppenbildnisse des Amsterdam Museums, die höchst selten ausgeliehen und in diesem großen Umfang erstmals in Deutschland zu sehen sind. In Frankfurt werden rund 100 Gemälde, Skulpturen und Druckgrafiken sowie kulturhistorische Gebrauchsgegenstände aus weiteren führenden niederländischen und internationalen Museen vereint, darunter Meisterwerke aus dem Rijksmuseum in Amsterdam, dem Metropolitan Museum of Art in New York, dem Koninklijk Museum voor Schone Kunsten in Antwerpen oder dem Muzeum Narodowe in Warschau. Dieser Bestand wird durch herausragende Werke Rembrandts und seiner Zeitgenossen aus der Sammlung des Städel Museums ergänzt.
„Rembrandts Amsterdam. Goldene Zeiten?“ wird gefördert durch ING Deutschland, den Städelschen Museums-Verein e. V., die Dagmar-Westberg-Stiftung und die Fontana Stiftung. Weitere Unterstützung erfährt das Vorhaben durch die Ernst von Siemens Kunststiftung.
Die Ausstellung hinterfragt die traditionelle Vorstellung des 17. Jahrhunderts als „Goldenes Zeitalter“ der Niederlande. Die wirtschaftliche und kulturelle Blüte der Rembrandt-Zeit beruhte auch auf einer aggressiven Handelspolitik der Vereinigten Niederlande, deren Grundlage der Aufbau von Kolonien in Asien und Südamerika sowie die Versklavung und Ausbeutung von Menschen war. Kriege, Armut sowie religiöse und politische Verfolgung in Europa sorgten für eine stetig wachsende Migration in die Niederländische Republik, insbesondere nach Amsterdam. Ein starker Arbeitsmarkt und eine im damaligen Europa einzigartige religiöse Toleranz ließen viele auf ein besseres und freieres Leben hoffen, was aber nicht allen gelang. Es ist vor allem die städtische Elite Amsterdams, die sich aufwendig ins Bild setzen ließ: Angehörige der Schützenverbände, Mitglieder der Handwerksgilden und die Vorstände der von der Bürgergesellschaft getragenen sozialen Einrichtungen. Das Städel Museum zeigt diese Repräsentationsgemälde und öffnet den Blick zugleich auf Darstellungen von Angehörigen anderer gesellschaftlicher Gruppen. Es sind Bilder und Geschichten einer pluralen Amsterdamer Gesellschaft, die von Reichtum und Armut, Glück und Verderben, Macht und Ohnmacht berichten.
Städel Direktor Philipp Demandt: „Mit dieser Ausstellung bringen wir Rembrandts Amsterdam ins Städel Museum. Wir werfen einen ungeschönten Blick auf die Amsterdamer Wirklichkeit im 17. Jahrhundert und nehmen Bezug zur aktuellen Diskussion um eine Neubewertung des ‚Goldenen Zeitalters‘ in den Niederlanden. In den Meisterwerken Rembrandts und seiner berühmten Zeitgenossen zeigt sich eine Stadt im Umbruch, gekennzeichnet durch tiefgreifende ökonomische und gesellschaftliche Veränderungen. Kein anderes Museum der Welt verfügt über mehr Gruppenbildnisse aus dieser Zeit als das Amsterdam Museum. Im Städel bringen wir sie mit weiteren internationalen Leihgaben und dem herausragenden Städel-Bestand an Gemälden und Druckgrafiken Rembrandts zusammen, die schon unser Museumsgründer leidenschaftlich sammelte. Wir danken allen Leihgebern und unseren Förderern für ihre Bereitschaft, uns bei dieser Schau großzügig zu unterstützen. Es ist ihr Engagement, das dieses ambitionierte Ausstellungsprojekt möglich macht.“
„Amsterdam ist europäische Metropole, allseits beliebtes Reiseziel und die Heimat von Kunst und Kultur, damals wie heute. Zu Lebzeiten Rembrandts erlebte die Stadt einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Davon und von den Auswirkungen wird uns diese Ausstellung erzählen. Nachdem wir bereits im Jahr 2021 Rembrandt als einzigartige Künstlerpersönlichkeit im Städel Museum kennenlernen konnten, tauchen wir nun ein in die Stadt, in der er mit vielen anderen wegweisenden Künstlern lebte und wirkte. Als ING Deutschland ist es uns eine Freude, diese Ausstellung zu unterstützen und dem Städel-Publikum einmal mehr niederländische Kunst zugänglich zu machen“, erläutert Nick Jue, Vorstandsvorsitzender der ING Deutschland, das Engagement.
Sylvia von Metzler, Vorsitzende des Vorstands des Städelschen Museums-Vereins e. V., über die Ausstellung: „‚Rembrandts Amsterdam‘ bildet den Höhepunkt des Jubiläumsjahres des Städelvereins. Seit 125 Jahren stärken wir das Städel Museum in all seinen Vorhaben, und die in der Ausstellung präsentierten Kunstwerke Rembrandts aus der Städel Sammlung sind gleichsam Abbild dieses außerordentlichen privaten Engagements. Wir freuen uns, dass dieser große Meister der niederländischen Kunst zusammen mit vielen seiner Künstlerkollegen wieder im Zentrum einer großen Ausstellung steht. Wir werden ein Bild von Rembrandts Amsterdam sehen, das für viele überraschend sein wird.“
„Unsere Stiftungsgründerin Dagmar Westberg war eine große Mäzenin und Freundin des Städel Museums. Es war vor allem die Kunst der Alten Meister, die sie zeitlebens begeisterte und mit der sie die Sammlung des Museums bedachte. Die Förderung der Ausstellung ‚Rembrandts Amsterdam‘ entspricht ihrem Wunsch, die Faszination altmeisterlicher Malerei einem breiten Publikum zu vermitteln und die Geschichten hinter den Kunstwerken zu erzählen. Die Dagmar-Westberg-Stiftung wünscht dem Städel Museum viel Erfolg und viele interessierte Besucherinnen und Besucher“, so Daniel Hoster, Vorsitzender des Vorstands der Dagmar-Westberg-Stiftung.
„Das holländische Gruppenporträt entstand im Wesentlichen in Amsterdam. Es ist das wohl markanteste Beispiel der niederländischen Kunst der Rembrandtzeit und nur durch die besonderen Bedingungen der zutiefst bürgerlich und protestantisch geprägten Handelsstadt Amsterdam zu erklären. Die Stadt stieg in dieser Zeit als wahre Boomtown zur Welthandelsmetropole auf. Die regierende Elite feierte sich und ihren Einsatz für die Stadt in repräsentativen Gemälden, hergestellt von den führenden Künstlern. Die traditionelle Selbstverständlichkeit, mit der – auch durch diese Werke – der Begriff ‚Goldenes Zeitalter‘ in den Niederlanden bis vor wenigen Jahren angewendet wurde, ist brüchig geworden. Unsere Ausstellung reagiert auf diese Veränderung, indem sie auch jene Menschen der Stadt vorstellt, die zu dieser Zeit als ‚nicht bildwürdig‘ galten und deswegen in vielen Gemälden kaum porträthafte Spuren hinterlassen haben. Es ist dennoch eine überfällige und lohnenswerte Suche, mit der wir Rembrandts Amsterdam besser verstehen lernen“, erläutert Jochen Sander, Kurator der Ausstellung, Stellvertretender Direktor und Sammlungsleiter für Holländische, Flämische und Deutsche Malerei vor 1800 am Städel Museum.
Gefördert durch: ING Deutschland, Städelscher Museums-Verein e. V., Dagmar-Westberg-Stiftung, Fontana Stiftung
Mit weiterer Unterstützung durch: Ernst von Siemens Kunststiftung
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FANTASIE UND LEIDENSCHAFT: ZEICHNEN VON CARRACCI BIS BERNINI
10. OKTOBER 2024 BIS 12. JANUAR 2025
Städel Museum, Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung
Das Städel Museum präsentiert die großen Meister der Zeichenkunst des italienischen Barocks. Für die Brüder Agostino und Annibale Carracci, Guercino, Stefano della Bella oder Gian Lorenzo Bernini war das Zeichnen ein zentraler Bestandteil ihrer künstlerischen Arbeit. In ihren Zeichnungen legten sie nicht nur die Grundlagen für ihre Gemälde, Skulpturen oder Druckgrafiken, sondern stellten auch die Eigenständigkeit des Mediums unter Beweis. Die mit Feder und Pinsel, schwarzer Kreide oder Rötel ausgeführten Blätter sind Skizzen, Studien oder präzise Einzelwerke. Sie beeindrucken durch ihre schwungvolle Linienführung, ihr dramatisches Hell-Dunkel und ihre außergewöhnliche Ausdruckskraft. Parallel zur Buchmesse mit dem diesjährigen Gastland Italien zeigt das Städel Museum vom 10. Oktober 2024 bis zum 12. Januar 2025 in einer Ausstellung 90 dieser bemerkenswerten italienischen Barockzeichnungen aus der eigenen Sammlung und lädt zu einer intimen Begegnung mit den künstlerischen Handschriften einer vergangenen Epoche ein.
Die wissenschaftliche Bearbeitung der Zeichnungen wurde ermöglicht durch die großzügige Förderung der Frankfurter Stiftung Gabriele Busch-Hauck. Im Rahmen eines mehrjährigen Forschungsprojekts konnten zahlreiche neue Erkenntnisse zu einzelnen Künstlern und ihrer Arbeitsweise, zu den dargestellten Themen und verwendeten Techniken sowie zeitgenössischen und späteren Sammlern gewonnen werden.
Das 17. Jahrhundert war in Italien eine Zeit der Veränderungen. Die Kunst des Barocks setzte auf Bewegung und Dynamik, Kontraste und das Spiel von Licht und Schatten. Diese Merkmale sind nicht nur in den Gemälden und Skulpturen, sondern auch in den Zeichnungen der Zeit zu beobachten. Die Künstler studierten Einzelmotive, Figurengruppen, Haltungen, Gewänder und Bewegungsabläufe. Sie zeichneten nach der Natur, entwickelten komplexe Bilderzählungen und schufen Entwürfe für großformatige Werke. Die emotionale Bandbreite reicht von zarten und introspektiven bis hin zu ekstatischen, expressiven und teils grausamen Darstellungen. Die Arbeiten auf Papier bildeten vielfach die Grundlage für Gemälde, Skulpturen oder Druckgrafiken und verweisen auf den Austausch zwischen Künstlern und Auftraggebern. Sie sind daher nicht nur Ausdruck individueller künstlerischer Kreativität, sondern auch ein Spiegel größerer kultureller Zusammenhänge.
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BEREITS MEHR ALS 70.000 BESUCHER – „STÄDEL | FRAUEN“ NOCH BIS 27. OKTOBER ZU SEHEN
Noch bis zum 27. Oktober präsentiert das Städel Museum die Ausstellung „Städel | Frauen. Künstlerinnen zwischen Frankfurt und Paris um 1900“. Das Interesse des Publikums ist ungebrochen: Mehr als 70.000 Besucher haben die rund 80 Gemälde und Skulpturen von 26 Künstlerinnen bereits neu entdeckt. Neben bekannten Malerinnen und Bildhauerinnen wie Louise Breslau, Ottilie W. Roederstein und Marg Moll zeigt die Ausstellung zahlreiche weitere Frauen, die sich um 1900 erfolgreich im Kunstbetrieb behaupteten. Von Frankfurt und Paris aus knüpften sie internationale Netzwerke, unterstützten sich gegenseitig und prägten als einflussreiche Lehrerinnen und Kunstagentinnen nicht nur die Kunstgeschichte, sondern auch das Städel Museum und die Städelschule.
Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, über die Ausstellung: „Mehr als 70.000 Besucherinnen und Besucher haben bereits die Möglichkeit wahrgenommen, unsere Städel-Frauen-Ausstellung zu sehen und belegen damit, wie relevant die Schau aktuell ist. Mit ‚Städel | Frauen. Künstlerinnen zwischen Frankfurt und Paris um 1900‘ ist es uns nicht nur gelungen, Künstlerinnenbiografien zu rekonstruieren und verschollene Werke aufzuspüren, sondern auch einen neuen Blick auf die Rolle der Künstlerinnen für die Entwicklung der Moderne zu werfen. Wir laden alle ein, sich die Chance auf eine Begegnung mit diesen Kunstwerken nicht entgehen zu lassen.“
Die Ausstellung wird von einem vielfältigen Vermittlungsprogramm begleitet: Regelmäßige Überblicksführungen bieten Hintergründe und Einblicke in die Biografien der Künstlerinnen. Highlights wie das Gesprächsformat „SinnBilder“ ermöglichen eine intensive Auseinandersetzung online und in der Ausstellung. Mit der kostenlosen Audioguide-App kann „Städel I Frauen“ ganz individuell erkundet werden. Der begleitende Katalog, herausgegeben von den Kuratoren Alexander Eiling, Eva-Maria Höllerer und Aude-Line Schamschula, ist im Städel Museumsshop erhältlich.
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MEHR ALS 100.000 BESUCHER – „STÄDEL | FRAUEN“ BEGEISTERTEN DAS PUBLIKUM
AUSSTELLUNG ENDETE MIT BESUCHERERFOLG / VERMITTLUNGS-PROGRAMM UND VERANSTALTUNGEN BEGEISTERTEN
Mit über 100.000 Besuchern ist die Ausstellung „Städel | Frauen. Künstlerinnen zwischen Frankfurt und Paris um 1900“ am Sonntag, 27. Oktober 2024, erfolgreich zu Ende gegangen. Die Ausstellung präsentierte 26 Malerinnen und Bildhauerinnen, die sich um 1900 mit Erfolg im Kunstbetrieb behaupteten. Neben bekannten Namen wie Louise Breslau, Ottilie W. Roederstein und Marg Moll wurden auch zahlreiche weniger bekannte Künstlerinnen wie Erna Auerbach, Mathilde Battenberg, Ida Gerhardi, Annie Stebler-Hopf, Elizabeth Nourse und Louise Schmidt vorgestellt. Von Paris und Frankfurt aus knüpften sie internationale Netzwerke, unterstützten sich gegenseitig und prägten als einflussreiche Lehrerinnen und Kunstagentinnen die Geschichte des Städel Museums und der Städelschule. Die Ausstellung, die sich gezielt dem Schaffen von Künstlerinnen widmete, eröffnete zudem wertvolle Chancen für die langfristige Erweiterung der Sammlung. So konnten drei herausragende Werke aus der Präsentation erworben werden: Pauline Kowarziks Stilleben mit bunten Blumen, Zwiebeln und Steinkrug, 1913; Mathilde Battenbergs Porträt Peter Carl MacKay, 1915 sowie Anna Krügers Sitzender Frauenakt, ca. 1930 – 1939. Diese Erwerbungen markieren einen wichtigen Schritt, um mit der Städel Sammlung die Vielfalt der Kunstgeschichte umfassender abzubilden.
„26 fast unbekannte Künstlerinnen – und dann über 100.000 Besucher! Die ‚Städel I Frauen‘ haben einmal mehr gezeigt, wie gut recherchierte, klug vermittelte und ansprechend präsentierte Ausstellungen ein großes Publikum auf den Weg in eine breitere Kunstgeschichte mitzunehmen vermögen. Das Städel Museum hat es sich zur Aufgabe gemacht, nicht nur die großen Namen der Kunst immer wieder neu zu kontextualisieren, sondern zugleich den Blick auf die Kunstgeschichte, ihre Mechanismen und Hintergründe kontinuierlich zu erweitern – und das ohne vorgefasste Meinungen, sondern mit Mut und hohem wissenschaftlichen Anspruch. Dass unser Publikum dieses Programm mit überwältigendem Zuspruch belohnt, macht uns stolz und glücklich, zumal wir mit jedem dieser Forschungs- und Ausstellungsprojekte nicht nur unser Wissen, sondern auch die Sammlung des Städel Museums dauerhaft vergrößern. Dieser Erfolg ist das Ergebnis einer großartigen Teamleistung. Mein besonderer Dank gilt den Kuratorinnen und dem Kurator, dem gesamten Städel-Team, unseren Förderern – und natürlich unserem Publikum“, sagt Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums.
Das vielfältige Vermittlungsprogramm und die Sonderveranstaltungen wurden sehr gut angenommen. Die kostenlose Audioguide-App für den Ausstellungsrundgang wurde von jedem sechsten Besucher heruntergeladen und ermöglichte einen tieferen Einblick in die Werke und Geschichten der Künstlerinnen. Auch die angebotenen Führungen wurden stark nachgefragt. Besonders beliebt waren die Überblicksführungen mit insgesamt 1.850 Teilnehmern. Auch die 362 Buchungen für private Führungen belegen das große Interesse an den vielfältigen künstlerischen Perspektiven und historischen Kontexten. Der Film zur Ausstellung wurde in den Social Media Kanälen über 63.600 Mal aufgerufen. Innovative Veranstaltungsformate schafften Plattformen für Austausch und Vernetzung. Beim schnell ausgebuchten Networking-Event „Städel Women Connect“ boten Impulsvorträge von Dr. Siri Hummel und Tijen Onaran sowie eine Einführung von Kuratorin Eva-Maria Höllerer, moderiert von Bärbel Schäfer, aktuelle Einblicke in die Themen der Ausstellung. Ein weiteres Highlight war das erfolgreiche Community Event zur Ausstellung in Kooperation mit Catrice Cosmetics: Influencer aus ganz Deutschland und Teilnehmer unserer Social Media Community waren an diesem Abend eingeladen, sich kreativ mit den Inhalten der Ausstellung auseinanderzusetzen.
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AUSSTELLUNGSVORSCHAU 2025 UND AUSBLICK 2026
FOTOGRAFISCHE REISE INS FRANKFURT DES 19. JAHRHUNDERTS, ERSTE UMFASSENDE RETROSPEKTIVE ZU ANNEGRET SOLTAU, DER ZEICHNER WERNER TÜBKE, ASTA GRÖTING IN DER SAMMLUNG GEGENWARTSKUNST, GROSSE HERBSTAUSSTELLUNG ZU CARL SCHUCH UND DER FRANZÖSISCHEN MODERNE, MAX BECKMANN AUF PAPIER SOWIE IM FRÜHJAHR 2026 MONETS KÜSTE – DIE ENTDECKUNG VON ÉTRETAT
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