20. Mai 2026 bis 17. Januar 2027
Städel Museum
Elmgreen & Dragset (Michael Elmgreen, *1961 und Ingar Dragset, *1969) arbeiten seit Mitte der 1990er-Jahre zusammen und zählen zu den einflussreichsten zeitgenössischen Künstlern. Obwohl sie oft als Bildhauer bezeichnet werden, sind sie in einem weiten Spektrum tätig, das auch Installation, Performance und Architektur umfasst. Ihre Werke hinterfragen gewohnte räumliche Strukturen und laden sowohl öffentliche als auch institutionelle Orte atmosphärisch auf. Vom 20. Mai 2026 bis 17. Januar 2027 verwandelt das in Berlin lebende und arbeitende Künstlerduo das Städel Museum in ein faszinierendes Spiel aus Realität und Illusion. Die Ausstellung „Stillleben mit Gemüse“ präsentiert Skulpturen und Installationen von Elmgreen & Dragset, die mit der Architektur und der über 700 Jahre umfassenden Sammlung des Städel Museums in einen Dialog treten und neue Perspektiven eröffnen.
Elmgreen & Dragset arrangieren ihre figurativen Skulpturen so, dass sie das Publikum aktiv in das Erzählen von Geschichten einbeziehen. Indem sie den Blick der Besucher lenken und verschieben, rücken die Künstler alltägliche, leicht übersehene Momente in den Fokus und verwandeln diese in poetische Szenen, die gleichermaßen von Kritik und Humor geprägt sind. Mit ihrer durchdachten Art der Präsentation stellen Elmgreen & Dragset auf anschauliche statt didaktische Weise dringliche Fragen zu sozialen Strukturen sowie in Konventionen und institutionellen Routinen verankerten Verhaltensmustern. Das Künstlerduo beleuchtet auch, wie Museen unsere Wahrnehmung der Kunstgeschichte prägen. Subtil unterlaufen sie traditionelle Präsentationsformen und experimentieren mit den Regeln der Ausstellungsgestaltung.
Im Unterschied zu anderen Ausstellungen erstreckt sich „Stillleben mit Gemüse“ über das gesamte Städel Museum. Zwei große Installationen in der Sammlung Gegenwartskunst bilden den Kern der Präsentation, die sich mit Skulpturen und Interventionen der Künstler durch das gesamte Haus bis in die benachbarte Liebieghaus Skulpturensammlung entfaltet. Die Ausstellung lädt die Besucher zu einer Schatzsuche ein und stellt sie in den Mittelpunkt. Die Kunstwerke von Elmgreen & Dragset können an ungewöhnlichen Orten entdeckt werden, oft in einem fast surrealen Dialog mit den Werken der Städel Sammlung.
Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, zur Ausstellung: „Das Städel Museum ist international für seine hochkarätige Sammlung bekannt, zu der seit 2020 auch die im Garten präsentierte Bronzeplastik Si par une nuit d’hiver un voyageur von Elmgreen & Dragset gehört. Umso mehr freue ich mich, dass wir das weltweit gefeierte Künstlerduo nun mit einer umfassenden Ausstellung im Städel präsentieren können. Mit feinsinnigem Humor und der Fähigkeit, durch minimale Eingriffe große Erzählungen zu entfalten, verändern Elmgreen & Dragset den Blick auf unsere Sammlung von den Alten Meistern über die Moderne bis zur Gegenwart und schenken unserem Publikum auf seinem Weg durchs Museum ganz außergewöhnliche Momente.“
Svenja Grosser, Kuratorin der Ausstellung und Leiterin der Sammlung Gegenwartskunst: „Elmgreen & Dragset gelingt es, durch nuancierte Verschiebungen vertraute museale Strukturen neu erfahrbar zu machen. Durch ihre gezielten Interventionen eröffnen sie Zwischenräume und hinterfragen gewohnte Blickrichtungen und Erwartungen. Das Herzstück der Ausstellung bilden die beiden großangelegten, begehbaren Installationen The Cloud und Garden of Eden, die nicht zuletzt einen kritischen Blick auf die Spannungen zwischen Arbeit und Luxus, Ambition und Illusion werfen. Das Museum wird dabei zur Bühne von Elmgreen & Dragset und ihrer künstlerischen Praxis, in der nichts so eindeutig ist, wie es zunächst scheint.“
Kuratorin: Svenja Grosser (Leiterin Sammlung Gegenwartskunst, Städel Museum)
Projektleitung: Maja Lisewski (Wissenschaftliche Mitarbeiterin Sammlung Gegenwartskunst, Städel Museum
Gefördert durch: Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH, SEB, Städelscher Museums-Verein e.V.
Mit weiterer Unterstützung von: New Carlsberg Foundation, Danish Arts Foundation
Medienpartner: Monopol – Magazin für Kunst und Leben, Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main
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