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15.10.2026Ausstellungen

Willkommen im Paradies

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Willkommen im Paradies 15.10.2026

24. Februar bis 27. Juni 2027

Ausstellungshaus

Pressevorbesichtigung: Dienstag, 23. Februar 2027, 11.00 Uhr

Das Paradies – ein Ort der Sehnsucht, der seit Jahrhunderten die menschliche Vorstellungskraft beflügelt. Als irdischer wie himmlischer Garten und als Sinnbild ursprünglicher Harmonie zwischen Mensch und Natur wurde er zum Projektionsraum religiöser, philosophischer und künstlerischer Ideen. In diesem Spannungsfeld bewegt sich die groß angelegte Ausstellung „Im Paradiesgarten. Kunst und Naturwahrnehmung um 1400“, die den Blick auf eine entscheidende Umbruchzeit in der europäischen Kunst richtet. 

Ausgangspunkt ist eines der berühmtesten und zugleich rätselhaftesten Gemälde des Städel Museums: Das Paradiesgärtlein (ca. 1410/20). Kaum größer als ein aufgeschlagenes Buch, entfaltet die Tafel eine erstaunliche Fülle von Details. Die Muttergottes erscheint darin inmitten einer höfischen Gesellschaft; der umschlossene Garten wird zugleich als religiöses Symbol und als Ort weltlicher Liebe lesbar. Besonders beeindruckt das Werk durch seine unvergleichliche Naturnähe: Mehr als 25 Pflanzen-, 12 Vogel- und 3 Insektenarten sind mit erstaunlicher Präzision dargestellt und verweisen auf ein neu erwachtes Interesse an der Natur als Beobachtungs- und Erkenntnisraum. Die Ausstellung rückt diese bahnbrechende Verbindung von Kunst und Naturwahrnehmung in den Mittelpunkt und bettet das Paradiesgärtlein umfassend in den historischen und künstlerischen Kontext der Zeit um 1400 in Europa ein – eine Zeit des Umbruchs, der Konflikte und des intellektuellen Austauschs. 

Gefördert durch: Städelscher Museums-Verein e.V.

Lesen Sie den gesamten Pressetext hier.

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Bilder

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Meister des Frankfurter Paradiesgärtlein, um 1410/20, Paradiesgärtlein, um 1410/20

Robert Campin und Werkstatt, Heilige Veronika, ca. 1428 – 1430

Nachfolger des Robert Campin, Madonna mit Kind und Heiligen im umschlossenen Garten, um 1440-60

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