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Städel Newsroom Städel Museum

8.3.2021Archiv

2021

Texte

Ab dem 11. März 2021 wieder geöffnet 8.3.2021

Die Schirn Kunsthalle Frankfurt, das Städel Museum und die Liebieghaus Skulpturensammlung sind für Besucherinnen und Besucher ab dem 11. März 2021 wieder geöffnet.

Dr. Philipp Demandt, Direktor der Häuser, über die Wiedereröffnungen: „Wir freuen uns außerordentlich, dass wir die Schirn, das Städel Museum und die Liebieghaus Skulpturensammlung wieder öffnen können. Die Gesellschaft braucht Kunst und Kultur, und die Museen leisten dafür einen wesentlichen Beitrag. Die Öffnungen erfolgen kontrolliert, verantwortungsvoll und entsprechen höchsten Hygienestandards. Auf diesen Moment haben wir monatelang hingearbeitet und sind glücklich, dass wir unseren Besuchern nun wieder unser international herausragendes Ausstellungsprogramm präsentieren können.“

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Neugestaltung des Städel Gartens beginnt 24.3.2021

Das Städel Museum beginnt im Frühjahr mit umfangreichen Arbeiten zur Neugestaltung des Städel Gartens. Vorbereitend werden insgesamt 11 Skulpturen, wie etwa Markus Lüpertz’ Hirte (1986) und Per Kirkebys Tor II (1987–1991), abgebaut. Die Arbeiten im Städel Garten in den nächsten Monaten betreffen eine Fläche von rund 5.200 m². Der reguläre Museumsbetrieb wird nicht beeinträchtigt. Die Maßnahmen erfolgen primär in den vorderen und seitlichen Gartenteilen rund um den historischen Museumsbau und umfassen u. a. die Anlage eines Vorplatzes als zentralen Besuchertreffpunkt vor dem Haupteingang, die Begrünung nach einem saisonal wechselnden Pflanzkonzept sowie die Installation einer energiesparenden, klimaschützenden Beleuchtung der 2019 aufwendig sanierten und restaurierten Mainuferfassade.

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Online-Veranstaltungsprogramm April 2021 30.3.2021

Online-Veranstaltungsprogramm April 2021

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Roederstein-Ausstellung erst im Sommer 2022 23.4.2021

Presseinformation

ROEDERSTEIN-AUSSTELLUNG ERST IM SOMMER 2022
STÄDEL MUSEUM VERSCHIEBT AUSSTELLUNG ÜBER MALERIN OTTILIE W. ROEDERSTEIN

Die ab dem 19. Mai 2021 geplante umfassende Retrospektive „Frei. Schaffend. Die Malerin Ottilie W. Roederstein“ im Städel Museum wird um ein Jahr verschoben. Die Ausstellung, die mit 75 Gemälden und Zeichnungen einen konzentrierten Überblick über die künstlerische Entwicklung der stilistisch vielseitigen Malerin gibt, wird angesichts der aktuellen pandemischen Lage in Deutschland und den weitreichenden Folgen für den Museumsbetrieb nun erst im Sommer 2022 im Städel Museum präsentiert. Die deutsch-schweizerische Malerin Ottilie W. Roederstein (1859–1937) zählte zu den herausragenden Künstlerinnen der Zeit um 1900. Nach Ausbildungsstationen in Zürich, Berlin und Paris lebte sie ab 1891 in Frankfurt am Main. 1909 ließ sie sich mit ihrer Lebenspartnerin, der Gynäkologin Elisabeth Winterhalter, im benachbarten Hofheim am Taunus nieder. Roederstein war als freischaffende Porträtmalerin eine feste Größe im männlich dominierten Kunst- und Kulturbetrieb und präsentierte ihre Werke in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen, von Zürich über Paris und Frankfurt bis nach London und Chicago. Heute ist die Malerin trotz ihrer regen Ausstellungstätigkeit und ihres einstigen Renommees einem größeren Publikum nahezu unbekannt.

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Online-Veranstaltungsprogramm Mai 2021 3.5.2021

Online-Veranstaltungsprogramm Mai 2021

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Jahresbericht 2020 19.5.2021

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Ab dem 27. Mai wieder geöffnet 25.5.2021

Die Schirn Kunsthalle Frankfurt, das Städel Museum und die Liebieghaus Skulpturensammlung sind für Besucherinnen und Besucher ab dem 27. Mai 2021 wieder geöffnet.

In der Schirn Kunsthalle Frankfurt wurden die bislang nur wenige Tage geöffneten Ausstellungen verlängert und sind wieder zu sehen: „Magnetic North. Mythos Kanada in der Malerei 1910-1940“ (verlängert bis 29. August 2021) und „GILBERT & GEORGE. THE GREAT EXHIBITION“ (verlängert bis 5. September 2021). Zudem wird in der öffentlich zugänglichen Rotunde die Installation „Caroline Monnet. Transatlantic“ (verlängert bis 5. September 2021) gezeigt.

Neben der Sammlung präsentiert das Städel Museum die Sonderausstellung „Städels Beckmann / Beckmanns Städel. Die Jahre in Frankfurt“ (verlängert bis 29. August 2021). Ab dem 30. Juni ist zudem die Ausstellung „Neu Sehen. Die Fotografie der 20er und 30er Jahre“ (bis 24. Oktober 2021) erstmals für die Besucherinnen und Besucher geöffnet.

In der Liebieghaus Skulpturensammlung sind die vielbeachtete Sonderausstellung „BUNTE GÖTTER – GOLDEN EDITION. Die Farben der Antike“ (verlängert bis 26. September 2021) sowie die Sammlungspräsentation wieder zu sehen.

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Online-Veranstaltungsprogramm Juni 2021 31.5.2021

Online-Veranstaltungsprogramm Juni 2021

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Veranstaltungsprogramm Juli 2021 30.6.2021

Veranstaltungsprogramm Juli 2021

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Grosse Kunst in Frankfurt: Rembrandt im Städel, Paula Modersohn-Becker und Kara Walker in der Schirn, Rimini-Altar im Liebieghaus 21.7.2021

(Frankfurt am Main, 21. Juli 2021) Der Herbst gehört in Frankfurt der Kunst: Städel Museum, Schirn Kunsthalle Frankfurt und Liebieghaus Skulpturensammlung präsentieren ein abwechslungsreiches und hochkarätiges Ausstellungsprogramm. Den Anfang macht ab 6. Oktober 2021 im Städel „Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam“, eine internationale Kooperation mit der National Gallery of Canada, Ottawa. Es folgen in der Schirn ab 8. Oktober eine umfassende Retrospektive zu Paula Modersohn-Becker sowie die Soloausstellung einer der profiliertesten US-amerikanischen Künstlerinnen der Gegenwart: Kara Walker (ab 15. Oktober). Das Liebieghaus präsentiert ab 3. November eine konzentrierte Sonderausstellung zur aufwendigen Restaurierung eines seiner Hauptwerke, des Rimini-Altars. Alle Ausstellungen und ihre Besucherführungen werden entsprechend eines Hygieneplans umgesetzt, der den aktuellsten behördlichen Vorgaben entspricht.

„Es ist wieder Zeit für großartige Kunsterlebnisse. Nach der langen coronabedingten Schließzeit Anfang des Jahres können unsere Besucherinnen und Besucher mit Vorfreude auf einen hochkarätigen Kunst-Herbst in Frankfurt blicken. Unsere Teams an den drei Häusern haben in den vergangenen Monaten intensiv daran gearbeitet, dieses umfassende Ausstellungsprogramm auf die Beine zu stellen, sodass wir verantwortungsvoll und mit höchsten Hygienestandards Kunst von größter Qualität präsentieren können“, so Dr. Philipp Demandt, Direktor der drei Häuser.

DIE AUSSTELLUNGEN

NENNT MICH REMBRANDT! DURCHBRUCH IN AMSTERDAM
6. Oktober 2021 bis 30. Januar 2022
Städel Museum
In einer großen Ausstellung thematisiert das Städel Museum gemeinsam mit der National Gallery of Canada ab 6. Oktober 2021 erstmals Rembrandts Aufstieg zu internationalem Ruhm während seiner Jahre in Amsterdam. Die Schau „Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam“ vereint den Städel Bestand an Werken Rembrandt Harmensz. van Rijns (1606–1669), darunter Die Blendung Simsons (1636), mit herausragenden Leihgaben internationaler Sammlungen u. a. aus dem Amsterdamer Rijksmuseum, der Gemäldegalerie Berlin, der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden, der National Gallery in London, dem Museo del Prado in Madrid und der National Gallery of Art in Washington. Darüber hinaus tritt Rembrandts Kunst in einen unmittelbaren Dialog mit Meisterwerken der älteren und jüngeren Künstler seiner Zeit, darunter Nicolaes Eliasz. Pickenoy und Bartholomeus van der Helst oder die Rembrandt-Schüler Govaert Flinck und Ferdinand Bol.
Im Zentrum der Ausstellung werden Gruppierungen eng verwandter Gemälde stehen, die Rembrandts Rolle und die seiner Zeitgenossen in diesem kreativen Netzwerk verdeutlichen. Rembrandts Bildproduktion war erstaunlich breit und umfasste neben Landschaften, Genreszenen und Stillleben vor allem Historienbilder und Porträts. Die Auseinandersetzung mit seinen Konkurrenten prägte seine künstlerische Entwicklung wie auch seine unternehmerischen Ambitionen. In Amsterdam wetteiferte eine Vielzahl talentierter Künstler um die Aufmerksamkeit und Patronage des wohlhabenden und kunstliebenden Bürgertums. Es war genau diese ebenso aufregende wie anregende Atmosphäre, die den jungen Künstler aus Leiden zu dem weltberühmten Meister machte, der er bis heute ist: Rembrandt.
Early-Bird-Tickets für die Ausstellung im Städel sind bereits im Online-Shop verfügbar unter shop.staedelmuseum.de. Schon jetzt lädt das für die Ausstellung erstellte Digitorial® dazu ein, in die dramatische und innovative Bildwelt von Rembrandt einzutauchen: rembrandt.staedelmuseum.de.
Die Ausstellung wird organisiert vom Städel Museum, Frankfurt am Main, und von der National Gallery of Canada, Ottawa.
KURATOREN Prof. Dr. Jochen Sander (Stellvertretender Direktor und Sammlungsleiter Deutsche, Holländische und Flämische Malerei vor 1800, Städel Museum) und Prof. Dr. Stephanie Dickey (Gastkuratorin an der National Gallery of Canada, Ottawa)
GEFÖRDERT DURCH ING Deutschland, Dagmar-Westberg-Stiftung, Städelscher Museums-Verein e.V.

PAULA MODERSOHN-BECKER
8. Oktober 2021 bis 6. Februar 2022
Schirn Kunsthalle Frankfurt
Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet sich ab 8. Oktober 2021 dem Gesamtwerk von Paula Modersohn-Becker (1876–1907) und zeigt, wie entschieden sie sich über gesellschaftliche und künstlerische Konventionen ihrer Zeit hinwegsetzte und so zentrale Tendenzen der Moderne vorwegnahm. Keine andere deutsche Künstlerin der Klassischen Moderne hat in der öffentlichen Wahrnehmung einen solch legendären Status erreicht wie Paula Modersohn-Becker. In ihrem kurzen Leben schuf sie ein umfassendes, auch widersprüchliches Œuvre, das über 100 Jahre zur Projektionsfläche wurde und bis heute polarisiert. Ihre Werke sind unverwechselbar „feminin“, gleichzeitig rigoros, bisweilen geradezu radikal anders als die ihrer Zeitgenossen. Ab 1898 lebte sie in der Künstlerkolonie Worpswede, unterbrochen durch vier längere Aufenthalte in Paris. Ihre Werke entstanden in oft einsamer Auseinandersetzung mit der älteren Kunstgeschichte und aktuellen künstlerischen Tendenzen, die sie in der französischen Metropole studierte. Dabei fand Modersohn-Becker zu überzeitlichen, allgemeingültigen Bildern. Die Schirn versammelt in Frankfurt rund 120 ihrer Gemälde und Zeichnungen aus allen Schaffensphasen, darunter Hauptwerke, die heute als „Ikonen“ der Kunstgeschichte gelten, etwa das Selbstbildnis am 6. Hochzeitstag (25. Mai 1906). Präsentiert wird ein aktueller Blick auf das Œuvre dieser frühen Vertreterin der Avantgarde. Neben prägnanten Serien und Bildmotiven stehen insbesondere auch Modersohn-Beckers außergewöhnlicher Malduktus, ihre künstlerischen Methoden sowie die widersprüchliche Rezeption ihres Werks im Fokus der Präsentation.
KURATORIN Dr. Ingrid Pfeiffer (Schirn Kunsthalle Frankfurt)
GEFÖRDERT DURCH Art Mentor Foundation Lucerne und Dr. Marschner Stiftung

KARA WALKER. A BLACK HOLE IS EVERYTHING A STAR LONGS TO BE
15. Oktober 2021 bis 16. Januar 2022
Schirn Kunsthalle Frankfurt
Kara Walker ( Geb.1969) zählt zu den profiliertesten US-amerikanischen Künstlerinnen der Gegenwart. Für Furore sorgten ihre wandfüllenden Scherenschnitte und raumgreifenden Skulpturen, die provokativ und eindrücklich Rassismus, Sexualität, Unterdrückung und Gewalt in den Fokus nehmen. Für die Ausstellung „A Black Hole Is Everything a Star Longs to Be“ öffnet die Künstlerin erstmals ihr umfassendes zeichnerisches Archiv und zeigt in der Schirn Kunsthalle Frankfurt ab dem 15. Oktober über 650 Arbeiten sowie eine Auswahl ihrer Filme. Dass Walker auf Papier arbeitet, ist zentral. Virtuos bedient sie sich verschiedenster Stile, Techniken und Referenzen. Ihre intimen Skizzen und Notizen sind Austragungsort grafischer Denkprozesse und zugleich Mittel der Satire und Karikatur, der Imagination und Subversion. Unerbittlich rüttelt Walker an Geschichtsbildern, befragt in radikaler Offenheit und drastischer Bildsprache Rassismus und sexuelle Gewalt. Sie bezieht sich dabei immer wieder auf historische wie aktuelle Ereignisse und Themen – von der Sklaverei bis zur Präsidentschaft Barack Obamas. Die Künstlerin macht anhaltende Konflikte und Traumata sichtbar und verhandelt schonungslos die Entstehung der kollektiven sowie ihrer eigenen Identität.
Eine Ausstellung des Kunstmuseums Basel in Kooperation mit der Schirn Kunsthalle Frankfurt und dem De Pont Museum, Tilburg. Beratung für die Ausstellung in der Schirn durch Contemporary And (C&).
KURATORINNEN Dr. Anita Haldemann (Kunstmuseum Basel) und Katharina Dohm (Schirn Kunsthalle Frankfurt)
UNTERSTÜTZT VON Stadt Frankfurt am Main und Verein der Freunde der Schirn Kunsthalle e. V.

MISSION RIMINI. MATERIAL, GESCHICHTE, RESTAURIERUNG. DER RIMINI-ALTAR
3. November 2021 bis 24. April 2022
Liebieghaus Skulpturensammlung
Er ist weltweit eines der bedeutendsten spätmittelalterlichen Kunstwerke aus Alabaster und ein Hauptwerk der Liebieghaus Skulpturensammlung: der Rimini-Altar (um 1430). Ab dem 3. November 2021 ist er nach umfangreicher Restaurierung wieder in der herausragenden Schausammlung des Museums zu sehen. In den vergangenen vier Jahren wurden am Rimini-Altar vielfältige konservatorische und restauratorische Maßnahmen durchgeführt, vornehmlich eine besonders schonende Oberflächenreinigung durch Lasertechnologie sowie gipsgesättigte Agar-Gel-Kompressen. Zudem erfolgte eine umfassende kunsttechnologische Untersuchung des Werks. Dabei konnten nicht nur grundlegende Erkenntnisse zum werktechnischen Aufbau des Altars gewonnen werden, sondern auch durch weitere naturwissenschaftliche Forschungen des BRGM (Bureau de Recherches Géologiques et Minières) in Orléans auch das Abbaugebiet des Alabastergesteins nachgewiesen werden – Ergebnisse, die neue Impulse für die kunsthistorische Forschung zum Œuvre des Rimini-Meisters bringen. In der konzentrierten Sonderausstellung „Mission Rimini. Material, Geschichte, Restaurierung. Der Rimini-Altar“ werden die Ergebnisse dieses internationalen Restaurierungsprojekts dem Publikum eindrücklich vor Augen geführt.
In vier Bereichen erläutern die Wissenschaftler des Liebieghauses, Harald Theiss (Leiter Restaurierung) und Stefan Roller (Sammlungsleiter Mittelalter), die charakteristischen Eigenschaften des Materials Alabaster sowie einzelne Schritte der kunsttechnologischen Analyse. Daneben verdeutlichen sie die Herausforderungen der Restaurierung des hochempfindlichen Materials und setzen sich mit Fragen zur Bildhauertechnik sowie der ursprünglichen Farbigkeit des Kunstwerks auseinander. Den Höhepunkt der Sonderausstellung markiert die Präsentation des Meisterwerks in einem maßgefertigten 4,0 x 3,5 Meter großen Display, dessen Form sich an niederländischen Altären aus der Entstehungszeit orientiert.
KURATOREN Dipl. Rest. Harald Theiss (Leiter Restaurierung, Liebieghaus Skulpturensammlung) und Dr. Stefan Roller (Sammlungsleiter Mittelalter, Liebieghaus Skulpturensammlung)
GEFÖRDERT DURCH Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH, Ernst von Siemens Kunststiftung
MIT ZUSÄTZLICHER UNTERSTÜTZUNG VON Städelscher Museums-Verein e.V.

Alle Informationen für den Besuch und zum Ausstellungsprogramm der Häuser finden sich unter www.schirn.de, www.staedelmuseum.de und www.liebieghaus.de.

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Veranstaltungsprogramm August 2021 27.7.2021

Veranstaltungsprogramm August 2021

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Kunst-Geschichten erleben Zukunft gestalten 25.8.2021

Das Schuljahr 2021 startet mit einem Highlight – der Bildungswoche des Städel Museums. Seit neun Jahren macht die Bildungswoche mit altersgerechten und kostenfreien Inhalten zur kulturellen Bildung von Kindern und Jugendlichen die Begegnung mit Kunst zu einem besonderen Erlebnis. Ab dem 1.9. und den gesamten September über stehen auf der Website des Städel Museums unter https://www.staedelmuseum.de/bildungswoche thematisch vielfältige, fächerübergreifende Arbeitsblätter für Schulen, Kindertagesstätten und Horte kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Die komplette Presseinformation finden Sie hier als PDF zum Download.

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Veranstaltungsprogramm September 2021 27.8.2021

Veranstaltungsprogramm September 2021

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Philipp Demandt verlängert sein Engagement für Frankfurt 15.9.2021

Die Administration des Städelschen Kunstinstituts unter dem Vorsitz von Wolfgang Kirsch hat den Vertrag von Direktor Dr. Philipp Demandt für weitere fünf Jahre – bis 2026 – verlängert. Mit der Unterzeichnung bekräftigt Demandt sein Engagement für eines der renommiertesten Kunstmuseen Europas. Die Vertragsverlängerung umfasst wie zuvor auch die Führung der Liebieghaus Skulpturensammlung.

Auch der Schirn Kunsthalle Frankfurt bleibt Philipp Demandt als Direktor bis Ende Juni 2022 erhalten – vorbehaltlich einer entsprechenden Zustimmung des Magistrats der Stadt Frankfurt. Auf Initiative der Stadt Frankfurt sind Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig und Philipp Demandt, der in Personalunion auch Direktor der Schirn Kunsthalle Frankfurt ist, übereingekommen, die Schirn ab Mitte nächsten Jahres neu auszurichten. Im Zuge dessen soll das in den letzten fünf Jahren von Demandt erfolgreich geführte Ausstellungshaus wieder in seiner Position als eigenständige Kunstinstitution gestärkt und hierzu mit einer eigenen Leitung versehen werden.

Wolfgang Kirsch, Vorsitzender der Administration des Städelschen Kunstinstituts: „Philipp Demandt hat die Erfolgsgeschichte des Städel Museums auf eindrucksvolle Weise fortgeschrieben. Das Museum verdankt seinem Engagement jüngste Besucher- und Erwerbungsrekorde ebenso wie die nachhaltige Sicherung der Finanzausstattung. Wir sind sehr glücklich und hoch erfreut, dass er seine herausragende Arbeit am Städel Museum und der Liebieghaus Skulpturensammlung auch in den nächsten fünf Jahren fortsetzen wird. Damit geht von Frankfurt ein wichtiges Signal für die Kultur in Deutschland und die internationale Museumslandschaft aus! Für die großen Pläne und Herausforderungen der kommenden Jahre haben wir mit Philipp Demandt den besten Direktor an unserer Seite.“

Dr. Ina Hartwig, Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt am Main: „Die Schirn Kunsthalle Frankfurt soll neu ausgerichtet werden und im Kontext eines Clusters Moderne und Gegenwart an inhaltlicher und struktureller Eigenständigkeit gewinnen. Philipp Demandt gilt für seine erfolgreiche Arbeit als Direktor der Schirn mein größter Dank. Er hat in den letzten fünf Jahren mit einem international ausgerichteten, diskursiven und diversen Programm die Schirn ganz maßgeblich in ihrer Bedeutung als eine der wichtigsten Kunsthallen dieses Landes weiterentwickelt. Ich bin Philipp Demandt ausgesprochen dankbar, dass er die bevorstehende Phase des Übergangs begleiten wird. Als Direktor des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung bleibt er der Stadt Frankfurt am Main verbunden und wird mit seiner Handschrift den Kulturstandort Frankfurt weiter prägen.“

Dr. Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, der Schirn Kunsthalle Frankfurt und der Liebieghaus Skulpturensammlung: „Das Städel Museum und die Liebieghaus Skulpturensammlung sind nicht nur zwei der erfolgreichsten Museen dieses Landes, sondern erfreuen sich auch einer einzigartigen Unterstützung durch die Frankfurter Bürgerschaft, die uns trägt und täglich aufs Neue motiviert. Diese Arbeit gemeinsam mit den großartigen Teams beider Häuser fortsetzen zu können, erfüllt mich mit Stolz und Freude. Die Schirn hat sich den Ruf als einer der bedeutendsten Kunsthallen Europas erworben, die mit wegweisenden Ausstellungen ein großes Publikum erreicht. Rund 300 Künstlerinnen und Künstler aus zwei Jahrhunderten und über 40 Nationen haben wir allein in den vergangenen fünf Jahren in Frankfurt präsentiert – ein in Deutschland wohl einzigartiger Wert. Angesichts der großen Pläne am Städel Museum und der Liebieghaus Skulpturensammlung in den kommenden Jahren werde ich mich auf die Leitung dieser beiden Häuser fokussieren; zugleich unterstütze ich Kulturdezernentin Ina Hartwig in ihrem Wunsch, die Schirn zukünftig wieder eigenständiger zu denken. Auch in veränderten Konstellationen kann sich die Schirn der vollumfänglichen Unterstützung durch das Städel Museum und seinen Direktor sicher sein.“

In wenigen Wochen starten Städel, Schirn und Liebieghaus die Herbstsaison mit den großen Sonderausstellungen „Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam“ (ab 6. Oktober 2021), „Paula Modersohn-Becker“ (ab 8. Oktober 2021), „Kara Walker. A Black Hole Is Everything a Star Longs to Be” (ab 15. Oktober 2021) sowie „MISSION RIMINI. Material, Geschichte, Restaurierung. Der Rimini-Altar“ (ab 3. November 2021).

Im Städel Museum verantwortete Philipp Demandt mit „MAKING VAN GOGH. Geschichte einer deutschen Liebe“ die erfolgreichste Sonderausstellung in der Geschichte des Museums. Durch seine Initiative konnte das berühmte Gemälde „Selbstbildnis mit Sektglas“ (1919) von Max Beckmann für das Städel erworben werden – nie zuvor hatte das Museum eine einzelne Erwerbung in dieser Dimension gestemmt. Mit vielbeachteten Sonderausstellungen wie „Tizian und die Renaissance in Venedig“, „Maria Sibylla Merian und die Tradition des Blumenbildes“, „Rubens. Kraft der Verwandlung“, „Matisse – Bonnard. ‚Es lebe die Malerei!‘“ oder „Fotografien werden Bilder. Die Becher-Klasse“ konnten unter Demandts Leitung umfangreiche Ausstellungsvorhaben von der Renaissance bis in die Gegenwartskunst realisiert werden. Große Anerkennung fanden die von Philipp Demandt initiierten Wiederentdeckungen „Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht“ und „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“. Insgesamt präsentierte das Städel Museum in den vergangenen fünf Jahren rund 30 Sonderprojekte, von großen Publikumsausstellungen bis hin zu Restaurierungspräsentationen. Unter Philipp Demandt wurde zudem der Ausbau der Digitalen Sammlung des Städel Museums maßgeblich vorangetrieben. Neben neuen digitalen Initiativen und Vermittlungsangeboten liegt ein Schwerpunkt seiner Arbeit auch auf der baulichen Weiterentwicklung des Museums. Aktuell werden die Sammlungsräume des Städel Museums technisch saniert und umgestaltet sowie der Städel Garten neu geplant. Zuvor konnte die Fassade des historischen Mainflügels saniert sowie die Graphische Sammlung mit dem Studiensaal und Forschungsbereich saniert und neu gestaltet werden. Für alle diese Maßnahmen konnte Philipp Demandt private Mäzene gewinnen, die sich in exzeptioneller Höhe für das Haus engagierten.

Die Schirn Kunsthalle Frankfurt wurde 1986 eröffnet, und hat bislang auf rund 2000 m² mehr als 250 Ausstellungen präsentiert, die von mehr als 9,5 Millionen Besucherinnen und Besuchern gesehen wurden. Die Schirn richtet ihren Fokus auf kunst- und kulturhistorische Themen, Diskurse und Trends aus der Perspektive der unmittelbaren Gegenwart. Ihr Programm ist vielfältig, international und eröffnet neue Sichtweisen, indem sie tradierte Rezeptionsmuster aufbricht. Die Ausstellungen widmen sich zeitgenössischen Kunstpositionen und der Kunst der Moderne gleichermaßen. Unter der Führung von Philipp Demandt gehörten Ausstellungen wie „Fantastische Frauen. Surreale Welten von Meret Oppenheim bis Frida Kahlo“, „Magritte. Verrat der Bilder“ und „Basquiat. Boom for Real“ zu den Publikumsmagneten. Auch Ausstellungen wie „Ramin Haerizadeh, Rokni Haerizadeh und Hesam Rahmanian“, „Big Orchestra“, „Power to the People. Politische Kunst jetzt“ oder zuletzt „Magnetic North. Mythos Kanada in der Malerei 1910 – 1940“ und „GILBERT & GEORGE. THE GREAT EXHIBITION“ erzielten in Deutschland und international beachtliche Wirkung. Einen besonderen Fokus legte Philipp Demandt auf die Erweiterung des kunsthistorischen Kanons sowie auf die Arbeit von Künstlerinnen, etwa mit den Soloausstellungen zu „Lee Krasner“ oder „Hannah Ryggen“. Philipp Demandt hat darüber hinaus die Sanierung der Schirn im Jahr 2018 zusammen mit dem Dezernat Kultur und Wissenschaft maßgeblich vorangetrieben. So konnten in weniger als vier Monaten alle notwendigen Sanierungsmaßnahmen umgesetzt werden. Mit zahlreichen neuen Angeboten und digitalen Initiativen konnte die Bildungs- und Vermittlungsarbeit unter Philipp Demandts Führung weiter ausgebaut und gestärkt werden.

Im Liebieghaus präsentierte Demandt herausragende Sonderausstellungen aus sechs Jahrhunderten, darunter „Heilige Nacht. Die Weihnachtsgeschichte und ihre Bilderwelt“ sowie zuletzt „BUNTE GÖTTER – GOLDEN EDITION. Die Farben der Antike“ zur antiken Statuenpolychromie. Die umfangreich erweiterte Neuauflage der erfolgreichen Ausstellung wird nach ihrem Ende in weiteren internationalen Museen zu sehen sein. Zuletzt gelang Philipp Demandt die bedeutendste Erwerbung in der Geschichte des Liebieghauses: die weltweit größte Privatsammlung von barocken Elfenbeinskulpturen aus dem Besitz von Reiner Winkler. Durch diese einmalige Kollektion konnte die Liebieghaus Skulpturensammlung die eigenen, international bedeutenden Bestände auf höchstem Niveau erweitern. Demandt initiierte zudem die Ausstellung „Eindeutig bis zweifelhaft. Skulpturen und ihre Geschichten (Erworben 1933–1945)“, der ein entsprechendes Provenienzforschungsprojekt vorausgegangen war. Mit der Einrichtung eines öffentlichen Restaurierungskabinetts für den „Rimini-Altar“ und der Präsentation des aufwendig restaurierten „Schächer-Fragments“ des Meisters von Flémalle konnte der für ein Museum essenzielle Bereich der Bestandserforschung und -sicherung dem Publikum vor Ort zugänglich gemacht werden. Zudem hat Philipp Demandt mit der Ausstellung „William Kentridge. O Sentimental Machine“ einen der weltweit bekanntesten zeitgenössischen Künstler eingeladen, in direkter Auseinandersetzung mit der Sammlung nahezu alle Bereiche und Räume des Museums zu bespielen.

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Veranstaltungsprogramm Oktober 2021 16.9.2021

Veranstaltungsprogramm Oktober 2021

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Veranstaltungsprogramm November 2021 12.10.2021

Veranstaltungsprogramm November 2021

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Veranstaltungsprogramm Dezember 2021 10.11.2021

Veranstaltungsprogramm Dezember 2021

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Weihnachten und Neujahr in Schirn, Städel und Liebieghaus 13.12.2021

Presseinformation

WEIHNACHTEN UND NEUJAHR IN SCHIRN, STÄDEL UND LIEBIEGHAUS

Mit Sonderöffnungszeiten ermöglichen die Schirn Kunsthalle Frankfurt, das Städel Museum und die Liebieghaus Skulpturensammlung ihren Besucherinnen und Besuchern ausgiebigen Kunstgenuss während der Weihnachtsfeiertage, in der Zeit zwischen den Jahren und an den Ferientagen.

Die Schirn widmet sich mit „Paula Modersohn-Becker“ dem Gesamtwerk einer der bekanntesten deutschen Künstlerin der Klassischen Moderne. Die umfassende Retrospektive zeigt wie entschieden sie sich über gesellschaftliche und künstlerische Konventionen ihrer Zeit hinwegsetzte und so zentrale Tendenzen der Avantgarde vorwegnahm. Die Kunsthalle versammelt 116 ihrer Gemälde und Zeichnungen aus allen Schaffensphasen, darunter Hauptwerke, die heute als Ikonen der Kunstgeschichte gelten, etwa das Selbstbildnis am 6. Hochzeitstag (1906). In der Ausstellung „A Black Hole is Everything a Star Longs to Be“ öffnet die profilierte US-amerikanische Künstlerin Kara Walker erstmals ihr Archiv und zeigt in der Schirn rund 650 Arbeiten, die provokativ und eindrücklich Rassismus, Sexismus und andere Formen der Unterdrückung und Gewalt in den Fokus nehmen. Ihre intimen Skizzen und Notizen sind Austragungsort grafischer Denkprozesse und zugleich Mittel der Satire und Karikatur, der Imagination und Subversion.

Das Städel Museum betrachtet mit „Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam“ erstmalig die Erfolgsgeschichte Rembrandts vom jungen, ambitionierten Künstler aus Leiden hin zum berühmten Meister in Amsterdam. 60 Kunstwerke Rembrandts treten dafür in Dialog mit Bildern anderer Künstler seiner Zeit. Insgesamt 140 Gemälde, Druckgrafiken und Zeichnungen von Rembrandt und seinen Zeitgenossen beleuchten den eindrucksvollen Aufstieg und Durchbruch des Künstlers in der Mitte des 17. Jahrhunderts. In der Sammlung Gegenwartskunst präsentiert das Städel die Einzelausstellung „Marc Brandenburg: Hirnsturm II“. Die rund 130 Zeichnungen, ergänzt durch eine Videoarbeit, wirken wie ein visuelles Tagebuch aus Gedanken, Erinnerungen und Sinneseindrücken der letzten 30 Jahre. Parallel ist in der Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung „Zeichen der Freundschaft“ zu sehen, in der die großzügige Schenkung der Frankfurter Fotografin Ulrike Crespo präsentiert wird. Sie hinterließ dem Haus über 90 Gemälde und Arbeiten auf Papier der Klassischen Moderne und internationalen Nachkriegskunst, darunter Werke von Wassily Kandinsky, Franz Marc, Otto Dix, Max Ernst, Fernand Léger, Jean Dubuffet, Cy Twombly und anderen. Ein Spitzenstück des Vermächtnisses ist Oskar Schlemmers Aquarell zu seinem weltberühmten Gemälde Bauhaustreppe (New York, Museum of Modern Art).

Das Liebieghaus präsentiert nach umfangreicher Restaurierung mit „MISSION RIMINI. Material, Geschichte, Restaurierung. Der Rimini Altar“ eines der weltweit bedeutendsten spätmittelalterlichen Kunstwerke aus Alabaster. Gleichzeitig sind mit „White Wedding. Die Elfenbein-Sammlung Reiner Winkler im Liebieghaus. Für immer“ kostbare Elfenbeinskulpturen aus Mittelalter, Barock und Rokoko sowie die Sammlung mit rund 3.000 Skulpturen aus der Zeit vom Alten Ägypten bis zum Klassizismus zu sehen.

Während der gesamten Weihnachtsferien findet in allen drei Häusern ein abwechslungsreiches Vermittlungs- und Veranstaltungsprogramm für Kinder, Familien und Erwachsene statt. Zu den aktuellen Ausstellungen werden Überblicksführungen, Online-Touren sowie Kinderstunden und Familienprogramm angeboten. Im Januar gibt es verschiedene Ferienangebote für Kinder von 4 bis 12 Jahren.

Für einen Besuch in Schirn, Städel und Liebieghaus sowie für die Teilnahme an öffentlichen Führungen und Veranstaltungen vor Ort gilt die 2G-Regel (geimpft oder genesen). Für Kinder ab 6 Jahren und Jugendliche bis 18 Jahren gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet).

Änderungen vorbehalten. Aktuelle Informationen und mögliche Änderungen aufgrund der Corona-Pandemie sowie Hygiene- und Verhaltensregelungen auf den Webseiten der Häuser.

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Städel Museum und Deutsche Börse werden Partner 20.1.2021

PRESSEINFORMATION

Städel Museum und Deutsche Börse werden Partner

Die Deutsche Börse und das Städel Museum werden Partner. Die Partnerschaft ist zunächst für eine Laufzeit von vier Jahren vereinbart. Als älteste und renommierteste Museumsstiftung in Deutschland steht das Städel seit mehr als 200 Jahren für hohe Qualität in der Museumsarbeit, die stets von herausragenden Partnern begleitet wird. Die Vielfalt der Städel Sammlung bietet einen nahezu lückenlosen Überblick über 700 Jahre europäische Kunstgeschichte – vom frühen 14. Jahrhundert über die Renaissance, den Barock und die klassische Moderne bis in die Gegenwart. Neben dem Bewahren und kontinuierlichen Erweitern der Sammlung bilden die wissenschaftliche Erforschung des Bestandes sowie die Entwicklung von international beachteten Sonderausstellungen die Schwerpunkte des Hauses. Darüber hinaus steht das Städel für zeitgemäße Kunstvermittlung, die den Einsatz von neuesten digitalen Technologien mit hohem wissenschaftlichem wie pädagogischem Anspruch verbindet. Möglich wird diese Museumsarbeit vor allem durch das Engagement zahlreicher Partner, Förderer und Unterstützer. Mit der Deutschen Börse gewinnt das Städel 2021 einen wichtigen neuen Partner, der das Haus mit einer hohen jährlichen Fördersumme unterstützt. Den international tätigen Marktinfrastrukturanbieter und das Städel verbinden Qualitätsbewusstsein, Innovationsanspruch und Fortschrittlichkeit; in ihren Bereichen leisten sie einen wesentlichen Beitrag für die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung in der Metropolregion Rhein-Main – und weit darüber hinaus.

„Die Erfolgsgeschichte des Städel Museums als Bürgerstiftung war immer auch die Geschichte seiner großzügigen Förderung durch herausragende Partner. Dass sich die Deutsche Börse nun dazu entschieden hat, das Städel mit einer Partnerschaft in exzeptioneller Dimension für vier Jahre zu begleiten, ist sowohl ein starkes Signal der Anerkennung für unsere Arbeit als auch ein wichtiges Zeichen für Frankfurt und die Rhein-Main-Region. Mich persönlich freut diese Partnerschaft umso mehr, als die Deutsche Börse unter Führung von Theodor Weimer schon lange ein ganz besonderer Wunschpartner meines Hauses war“, so der Direktor des Städel Museums, Philipp Demandt.

„Diese Partnerschaft ist uns eine Herzensangelegenheit,“ sagt Theodor Weimer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Börse. „Das Städel ist ein Museum von Weltrang und steht für ein breites bürgerschaftliches Engagement. Es ist uns daher eine Ehre und besondere Verpflichtung, künftig die herausragende Arbeit dieser bedeutenden Bürgerstiftung zu unterstützen.“

Innerhalb des Förderzeitraums der neuen Partnerschaft entwickelt das Städel Museum Kunstvermittlungs- und Veranstaltungsformate, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Kundinnen und Kunden sowie Geschäftspartnern der Deutschen Börse einen besonderen Zugang zur Sammlung wie auch zum Sonderausstellungsprogramm des Hauses bietet. Das Städel plant 2021 im Besonderen die Ausstellung „Frei. Schaffend. Die Malerin Ottilie W. Roederstein“ (19. Mai – 5. September 2021) sowie die große internationale Schau „Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam“ (6. Oktober 2021 – 30. Januar 2022).

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Städel in Concert – Livestream: ABOUT HUMANS 15.3.2021

„Städel in Concert: ABOUT HUMANS“ lädt am Freitag, den 19. März 2021, um 20 Uhr zu einem einzigartigen Zusammenspiel von Gegenwartskunst und klassischer Musik per Livestream ein. Mit diesem neuartigen Streamingformat setzen das Städel Museum und das hr-Sinfonieorchester ihre langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Eindrucksvolle Werke der Gegenwartskunst des Städel Museums treten in Beziehung zu großartigen Musikwerken zweier Komponisten, deren Schaffen das Thema Mensch auf vielfältige Weise spiegelt. Musikerinnen und Musiker des hr-Sinfonieorchesters präsentieren dabei Ludwig van Beethovens „Streichquartett C-Dur op. 59 Nr. 3“ sowie Arvo Pärts „Psalom“ live aus den Gartenhallen des Städel Museums.

Die komplette Presseinformation finden Sie hier als PDF zum Download.

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Das Digitorial® zur Rembrandt-Ausstellung geht online 20.4.2021

Digitorial® zur Rembrandt-Ausstellung
Die komplette Presseinformation zum Rembrandt- Digitorial® finden Sie hier als PDF zum Download.

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Städel Museum ernennt Leiterin für die Sammlung Fotografie 26.5.2021

Das Städel Museum ernennt Dr. des. Kristina Lemke zur Leiterin des Sammlungsbereichs Fotografie. Damit wird im Frankfurter Städel eine neue Position zur Erforschung und Vermittlung des über 5.000 Arbeiten umfassenden fotografischen Bestands geschaffen. Die Kunsthistorikerin Dr. des. Kristina Lemke arbeitet seit 2018 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Haus. Mit „Neu Sehen. Die Fotografie der 20er und 30er Jahre“ wird ab dem 30. Juni die erste von ihr kuratierte Ausstellung im Städel präsentiert. Zur Vorbereitung der Ausstellung wurde letztes Jahr ein Symposium über die Fotografie der Zwischenkriegsjahre im Museum abgehalten.

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Neu Sehen. Die Fotografie der 20er und 30er Jahre 15.6.2021

Presseinformation

Die Weimarer Republik (1918–1933) war eine Zeit großer Innovationen in der modernen Fotografie. Zahlreiche Fotografinnen und Fotografen bedienten mit ihren Werken eine immer stärkere Nachfrage nach Bildern für Presse und Werbung oder publizierten ihre Aufnahmen in aufwendigen Fotobüchern. Ein Katalysator für diese Entwicklung war die Erfindung der Kleinbildkamera in den 20er Jahren, die eine bislang nie dagewesene Bewegungsfreiheit ermöglichte. Ungewöhnliche Blickwinkel, steile Auf- und Untersichten sowie Detailaufnahmen zeugen von einer neuen Experimentierfreude in der Fotografie. Als Schlagwort für diese moderne Ästhetik bürgerte sich der Begriff „Neu Sehen“ ein – eine Aufforderung, die man gleichermaßen auf das Fotografieren wie auf das Betrachten beziehen kann. Die Bildsprache wurde direkter, klarer und vielfach grafischer. In ihrer nüchternen Strenge entsprach sie dem Bedürfnis einer Gesellschaft, die nach der Katastrophe des Ersten Weltkriegs realitätsnahe Darstellungen bevorzugte.

Vom 30. Juni bis zum 24. Oktober 2021 beleuchtet das Städel Museum die unterschiedlichen Tendenzen in der Fotografie der Moderne. Anhand von einer Einführung und sieben thematischen Kapiteln vermittelt die Ausstellung „Neu Sehen. Die Fotografie der 20er und 30er Jahre“ einen Eindruck von den verschiedenen Gebrauchskontexten der Fotografie in der Zwischenkriegszeit. Sie gibt dabei auch immer wieder Ausblicke in die 30er Jahre, in der die Fotografie zunehmend als Kommunikationsmittel für die politische Propaganda der Nationalsozialisten instrumentalisiert wurde. Die Themenbereiche umfassen die Etablierung der Fotografie an Fach- und Kunsthochschulen, die fotografische Illustration und Bildberichterstattung, die sach- und naturwissenschaftsbezogene Fotografie, die Bildnisfotografie sowie den Einsatz der Fotografie in der Werbung, Industrie und für die politische Propaganda. Historische Zeitschriften, Fotobücher und Plakate ergänzen die präsentierten Arbeiten.

Unter den über 100 Fotografien finden sich prominente Vertreterinnen und Vertreter des Mediums wie Alfred Ehrhardt, Hans Finsler, Lotte Jacobi, Felix H. Man, Albert Renger-Patzsch, Erich Salomon, August Sander, Umbo, Paul Wolff oder Yva sowie eine Reihe kaum bekannter wie Carl Albiker, Karl Theodor Gremmler und Paul W. John. Bis auf wenige Leihgaben stammen die präsentierten Aufnahmen aus dem mehr als 5.000 Fotografien umfassenden Bestand des Städel Museums.

„Innerhalb von nur wenigen Jahren ist es dem Städel Museum gelungen, eine Fotosammlung von internationaler Bedeutung aufzubauen. Einen besonderen Schwerpunkt bildet darin die Fotografie der Weimarer Republik, die eine Zeit des epochalen Wandels für das Bildmedium darstellt. Die Städel Ausstellung ‚Neu Sehen‘ präsentiert überblicksartig die Vielfalt an Gestaltungstendenzen der fotografischen Moderne in den 20er und 30er Jahren“, so Städel Direktor Philipp Demandt.

„Fotografien werden in heutigen Ausstellungen meist ohne den jeweiligen Kontext gezeigt, in dem sie entstanden sind. Als Kunstwerke von eigener Bedeutung liegt der Schwerpunkt auf der ästhetischen Wertschätzung des Originalabzugs. Die meisten Fotografien entstanden jedoch für einen spezifischen Verwendungszweck. Die Aufnahmen waren für Zeitungen, Plakate, Magazine oder Werbeanzeigen gedacht, manche wurden nachträglich zugeführt. Die Ausstellung macht diese ursprünglichen Entstehungszusammenhänge wieder sichtbar und veranschaulicht die Gebrauchsweisen der Fotografie“, erläutert Kristina Lemke, Sammlungsleiterin Fotografie und Kuratorin der Ausstellung.

Die Ausstellung „Neu Sehen. Die Fotografie der 20er und 30er Jahre“ gibt einen fundierten Einblick in neuartige Tendenzen innerhalb der Fotografielandschaft und zeigt zugleich Funktion und Wirkung der einzelnen Aufnahmen. Darüber hinaus werden die sehr unterschiedlichen und wechselvollen Biografien der einzelnen Fotografinnen und Fotografen vorgestellt, mit dem Ziel, die öffentliche Wahrnehmung wieder zu stärken.

Liste der ausgestellten Fotografinnen und Fotografen: Carl Albiker, Gertrud Arndt, Atelier Manassé, Ilse Bing, Karl Blossfeldt, Margaret Bourke-White, Walter Dexel, Hugo Erfurth, Alfred Erhardt, T. Lux Feininger, Hans Finsler, Trude Fleischmann, Max Göllner, Hein Gorny, Karl Theodor Gremmler, Elisabeth Hase, Walter Hege, Heinrich Hoffmann, Lotte Jacobi, Paul W. John, Fred Koch, Max Krajewski, Stefan Kruckenhauser, Karl Krüger, Adolf Lazi, Erna Lendvai-Dircksen, Helmar Lerski, Madame d’Ora, Felix H. Man, Lucia Moholy, Martin Munkácsi, Max Peiffer Watenphul, Georgij Petrussow, Albert Renger-Patzsch, Hans Retzlaff, Hans Robertson, Alexander Rodtschenko, Werner Rohde, Lothar Rübelt, Erich Salomon, August Sander, Arkadi Schaichet, Max Schirner, Hugo Schmölz, Fritz Schreiber, Herbert Schürmann, Friedrich Seidenstücker, Anton Stankowski, Sasha und Cami Stone, Wolf Strache, Carl Strüwe, Umbo (Otto Umbehr), Hans Volger, Kurt Warnekros, Paul Wolff, Yva, Hannelore Ziegler, Willi Zielke

NEU SEHEN. DIE FOTOGRAFIE DER 20ER UND 30ER JAHRE

Ausstellungsdauer: 30. Juni bis 24. Oktober 2021
Pressevorbesichtigung: Dienstag, 29. Juni 2021, 11.00 Uhr
Kuratorin: Kristina Lemke (Sammlungsleiterin Fotografie, Städel Museum)

Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Information: www.staedelmuseum.de
Besucherservice: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de
Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do 10.00–21.00 Uhr
Eintritt: 14 Euro; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren
Kartenvorverkauf: shop.staedelmuseum.de

Katalog: Zur Ausstellung erscheint im Kerber Verlag ein von Kristina Lemke herausgegebener Katalog in deutscher und englischer Sprache mit einem Vorwort von Philipp Demandt und Essays von Anne Vitten, Patrick Rössler, Birgit Schillak-Hammers, Wolfgang Brückle, Rolf Sachsse, Jens Bove und Steffen Siegel, 260 Seiten, deutsch/englische Ausgabe, 39,90 Euro (Museumsausgabe).

Gefördert durch: FAZIT-STIFTUNG, Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Dr. Hans Feith und Dr. Elisabeth Feith-Stiftung

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Städel Blog: Noch mehr Geschichten und Hintergründe zur Sammlung und den Sonderausstellungen unter blog.staedelmuseum.de / keinen Artikel verpassen, blog.staedelmuseum.de/blog-abonnieren

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Wand- und Labeltexte Neu Sehen. Die Fotografie der 20er und 30er Jahre 15.6.2021

Wand- und Labeltexte zur Ausstellung

Die Wand- und Labeltexte zur Ausstellung „Neu Sehen. Die Fotografie der 20er und 30er Jahre“ finden Sie hier als PDF zum Download.

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Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam 4.10.2021

Presseinformation
Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam
6. OKTOBER 2021 BIS 30. JANUAR 2022

Das Städel Museum feiert im Herbst dieses Jahres den größten Künstler des niederländischen 17. Jahrhunderts: Rembrandt van Rijn. Die Ausstellung „Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam“ betrachtet erstmalig die Erfolgsgeschichte Rembrandts vom jungen, ambitionierten Künstler aus Leiden hin zum berühmten Meister in Amsterdam. 60 Kunstwerke Rembrandts treten dafür in Dialog mit Bildern anderer Künstler seiner Zeit. Die Schau vereint den bedeutenden Frankfurter Bestand an Arbeiten Rembrandts, darunter Die Blendung Simsons (1636), mit herausragenden Leihgaben internationaler Museen. Insgesamt rund 140 Gemälde, Druckgrafiken und Zeichnungen von Rembrandt und seinen Zeitgenossen – aus dem Amsterdamer Rijksmuseum, der Gemäldegalerie Berlin, der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden, der National Gallery in London, dem Museo Nacional del Prado in Madrid oder der National Gallery of Art in Washington – beleuchten den eindrucksvollen Aufstieg und Durchbruch des Künstlers in den Jahren 1630 bis zur Mitte der 1650er-Jahre.

Rembrandts Bildproduktion war erstaunlich reich und umfasste neben Landschaften, Genreszenen und Stillleben vor allem dramatische Historienbilder und lebensnahe Porträts. Dabei prägte die Auseinandersetzung mit anderen Malern seine künstlerische Entwicklung ebenso wie seine unternehmerischen Ambitionen. In der anregenden Atmosphäre von Wettstreit und Konkurrenz in Amsterdam, wo viele talentierte Künstler um die Gunst des wohlhabenden Bürgertums warben, entwickelte Rembrandt jene einzigartig expressive Bildsprache, mit welcher er sich schließlich auf dem hart umkämpften Kunstmarkt durchsetzen konnte.

Die Ausstellung wird gefördert durch ING Deutschland, die Dagmar-Westberg-Stiftung und den Städelschen Museums-Verein e.V.

„Mit ‚Nennt mich Rembrandt!‘ nimmt das Städel Museum eine weltberühmte Künstlerpersönlichkeit in den Blick. Ausgehend von über 40 Werken aus unserer Sammlung und bereichert um 94 wichtige Leihgaben aus aller Welt, zeichnen wir die entscheidenden Jahre von Rembrandts Karriere nach und folgen ihm auf seinem Weg zu Erfolg und Meisterschaft. Zwei Jahre nach ‚Making van Gogh‘ ist unsere Rembrandt-Ausstellung auch ein Zeichen des Aufbruchs für Frankfurt – und ein großer Dank an die Förderer dieses herausragenden Projektes ebenso wie an alle Bürgerinnen und Bürger, Partner, Stiftungen und Unternehmen, deren überwältigende Solidarität unser Haus über die vergangenen Monate mehr denn je getragen hat“, so Städel Direktor Philipp Demandt.

„Rembrandt ging seinen Weg – mit Inspiration und Innovation, einem Gespür für Netzwerke, aber auch einem starken Eigensinn und hohen Maß an Willens- und Durchsetzungskraft. Diese Eigenschaften spielen bis heute eine wichtige Rolle bei der Verwirklichung eigener Projekte. Denn wir glauben an die Kraft der Kunst, Innovation und Wandel anzuregen. Als ING Deutschland mit Hauptsitz in Frankfurt und starken Verbindungen nach Amsterdam freuen wir uns sehr, diese einzigartige Ausstellung im Städel Museum zu fördern und gemeinsam auf Rembrandts Spuren zu wandeln“, erläutert Nick Jue, Vorstandsvorsitzender, ING Deutschland, das Engagement.

„Der Städelsche Museums-Verein unterstützt das Städel seit mehr als 120 Jahren in seiner Museumsarbeit, und so freuen wir uns, auch dieses Ausstellungsvorhaben begleiten zu können. Bei Rembrandt denken wir nicht nur an den innovativsten Künstler seiner Zeit, sondern auch an den spektakulären Ankauf seines großen Historiengemäldes Die Blendung Simsons für die Sammlung des Städel Museums –auch dank unseres Engagements konnte der Ankauf dieses aufregenden Bildes 1905 gelingen. So nimmt es nicht von ungefähr einen wesentlichen Platz in der Ausstellung ein und erhält zudem mit einem eigenen Podcast eine zeitgemäße Vermittlung“, so die Vorsitzende des Städelschen Museums-Vereins e.V., Sylvia von Metzler, über die Ausstellung.

„Bis heute ist der Name Rembrandt eine internationale Marke und die Kunstwerke des Künstlers sind heiß begehrte ‚Blue Chips‘. Dabei musste er sich schon zu Lebzeiten auf dem äußerst kompetitiven Kunstmarkt in Amsterdam durchsetzen, der in der Geschichte seinesgleichen sucht. Rembrandts einzigartige Fähigkeit, seine dargestellten Figuren psychologisch so überzeugend zu durchdringen, ist bis heute sein Markenzeichen. Die Ausstellung beleuchtet Rembrandts Arbeiten und die seiner Konkurrenten, Kollegen und Schüler in der künstlerischen Umgebung Amsterdams in der Mitte des 17. Jahrhunderts“, erläutert Jochen Sander, Kurator der Ausstellung, Stellvertretender Direktor und Sammlungsleiter für Holländische, Flämische und Deutsche Malerei vor 1800 am Städel Museum.

DIE AUSSTELLUNG
„Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam“ folgt einem thematisch strukturierten Rundgang. In einer offenen Architektur können die Werke Rembrandts jenen seiner Zeitgenossen begegnen und in Dialog miteinander treten.

Als Rembrandt Harmensz. van Rijn zu Anfang der 1630er-Jahre in Amsterdam ankommt, ist er durchaus kein Unbekannter. In der Welthandelsmetropole Amsterdam sind Kunstwerke nicht nur bei wohlhabenden Kaufleuten, sondern selbst bei Handwerkern und Seeleuten begehrt. Um sich nicht nur stilistisch von seinen Mitstreitern abzusetzen, signiert Rembrandt seine Werke kurz nach seiner Ankunft in Amsterdam nur noch mit seinem Vornamen, was bis heute zu einem seiner Markenzeichen werden sollte. Sein Erfindungsreichtum beeindruckt schnell die Bürgerschaft der Stadt, die ihn durch ihre Aufträge zunächst zum gefragten Porträtmaler werden lässt. Seine Werke, wie das in der Ausstellung präsentierte Bildnis des Andries de Graeff von 1639 (Gemäldegalerie Alte Meister, Museumslandschaft Hessen, Kassel), legen ihren Fokus auf den unmittelbaren und lebendigen Ausdruck des Porträtierten. In der Gegenüberstellung mit Bildnissen seiner Amsterdamer Konkurrenten, etwa mit Nicolaes Eliasz. Pickenoys lebensgroßen, repräsentativen Bildnis eines stehenden Mannes (1628, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe), wird das besonders deutlich.

Neben Auftragsbildnissen begleiten Selbstporträts Rembrandts Schaffen sein ganzes Leben lang. Das Studium seines eigenen Gesichts – ob im Gemälde, der Zeichnung oder der Druckgrafik – ermöglicht ihm die Erkundung des Ausdrucks aller nur denkbaren Gefühle und Gemütszustände. Selbstbildnisse und Kopfstudien dienen Rembrandt auch als Werbung für sich und seine künstlerischen Fähigkeiten. Auch sie werden zu einem Wiedererkennungszeichen seiner Kunst, denn er verwendet seine eigenen Gesichtszüge auch in Rollenporträts, den sogenannten „Tronies“. Ein beeindruckendes Beispiel hierfür ist etwa sein Tronie eines Mannes mit Federbarett (um 1635-40, Mauritshuis, Den Haag).

Schon nach kurzer Zeit in Amsterdam tritt Rembrandt 1634 der Lukasgilde bei. Als Mitglied des Berufsverbands der Künstler ist es ihm möglich, eine eigene Werkstatt aufzubauen, unternehmerische Unabhängigkeit zu erlangen und Schüler zu unterrichten. Mindestens vierzig junge Künstler durchlaufen seine Werkstatt in Amsterdam. Jeder Schüler trägt mit seinen Werken aktiv dazu bei, den Ruf der Marke Rembrandt zu mehren. Dabei ermutigt Rembrandt seine Schüler, seine Werke nicht bloß zu kopieren, sondern eigene kreative Variationen zu entwickeln. Seine eigene Kunst wird daher ebenso wie die seiner Werkstattmitarbeiter stets vom kreativen Austausch mit talentierten Künstlern geprägt.

Rembrandt beherrscht sämtliche Gattungen der Malerei: Porträts und Tronies, erzählende Historienbilder, Landschaften, Stillleben und Genreszenen. So gilt Rembrandt unter seinen Zeitgenossen als Universalkünstler. Er vermag es, kostbare Materialien durch Licht- und Farbeffekte ins Bild zu bannen, wie etwa seine rätselhafte Heldin des Alten Testaments (1632–33, National Gallery of Canada, Ottawa) eindrücklich zeigt. Wie kein Zweiter spitzt Rembrandt seine erzählenden Bilder auf eine einzige entscheidende Szene zu. Seine Historienbilder sind mitreißende Momentaufnahmen, die berühren, aufwühlen und erschrecken können. Gerade in der Darstellung des menschlichen Gesichtsausdrucks fängt Rembrandt Zwischentöne und Mehrdeutigkeit ein, so auch in der Figur des Königs Saul im Werk David spielt die Harfe vor Saul (um 1630/31, Städel Museum). Rembrandt verfolgt zuweilen auch eine derbe und humorvolle Herangehensweise. Seinen Sinn für Drastik und Ironie lässt er in seinem Gemälde Ganymed in den Fängen des Adlers (1635, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister) durchscheinen, wenn er Ganymed nicht der ikonografischen Tradition entsprechend als attraktiven Jüngling nach dem damals verbreiteten Vorbild von Michelangelo darstellt, sondern als feistes Kleinkind.

Rembrandts Naturdarstellungen, wie die Radierung Die drei Bäume (1643, Städel Museum) oder die Landschaft mit Steinbrücke (um 1638, Rijksmuseum, Amsterdam), verdeutlichen, wie er mit optischen Effekten versucht, Licht- und Wetterphänomene und Bewegung in der Natur greifbar zu machen – eine Alternative zu den Werken derjenigen Maler, die sich auf südliche Landschaften in italienischem Licht spezialisierten und damit ihrerseits auf dem Kunstmarkt großen Erfolg haben.

Wie zuvor schon in Frankreich orientieren sich die Künstler in Amsterdam ab der Mitte des 17. Jahrhunderts an den Regeln der klassischen Antike: Helle Farben und klare Strukturen werden beliebter. Diese neue, klassizistische Kunst unterscheidet sich stark von Rembrandts Malweise. Dies zeigt sich besonders prägnant in der Gegenüberstellung von Rembrandts Gemälde Das Bad der Diana mit Aktaion und Callisto (1634, Sammlung der Fürsten zu Salm-Salm, Wasserburg Anholt, Isselburg) und Jacob van Loos Diana und ihre Nymphen (1654, Statens Museum for Kunst, Kopenhagen). In den seit der Mitte der 1650er-Jahren entstehenden Gemälden seines Spätwerks sollte sich Rembrandt mit dunkler Palette und dickem, pastosem Farbauftrag vom Zeitgeschmack übrigens immer weiter entfernen, wodurch seine beherrschende Stellung auf dem Amsterdamer Kunstmarkt schon zu seinen Lebzeiten endete.

Die Ausstellung wird organisiert vom Städel Museum, Frankfurt am Main, und von der National Gallery of Canada, Ottawa.

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Herausragende Baselitz-Schenkung für das Städel Museum 7.9.2021

Dank einer großzügigen Schenkung der Sammlerin Dr. Dorette Staab erhält das Städel Museum 11 zentrale Werke des deutschen Künstlers Georg Baselitz, darunter das Gemälde Hund und Hase abwärts (1967) und Zeichnungen sowie Druckgrafiken wie etwa Figur mit Hand (Artaud) (1962) oder Der Hirte (1965). Das Städel kann somit seinen Sammlungsbestand um bedeutende Werke aus dem Frühwerk des Künstlers erweitern. Unter dem Titel „Kreaturen. Georg Baselitz und die 1960er-Jahre“ werden Arbeiten der jüngsten Baselitz-Schenkung zusammen mit weiteren zum Großteil geschenkten Werken ab heute bis zum 28. November 2021 in einer Kabinettpräsentation in der Sammlung Gegenwartskunst gezeigt. Die Ausstellung in den Gartenhallen skizziert die Phasen, die Baselitz’ Frühwerk auszeichnen: die sogenannte Pandämonische Phase, die „Helden“ und „neuen Typen“ sowie die anschließenden Frakturbilder und den Übergang zu der vollständigen Umkehrung des Bildmotivs Ende des Jahrzehnts.

Ausstellungsdauer: Verlängert bis 9. Januar 2022 (Ursprüngliche Laufzeit: 7. September bis 28.November 2021)

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Umgestaltung des Sammlungsbereichs Alte Meister 2021 1.10.2021

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Umgestaltung des sammlungsbereichs Alte Meister 2021

FAKTEN
• Erste Umgestaltung dieser Größenordnung nach 10 Jahren
• Wiedereröffnung des Sammlungsbereichs für das Publikum am 6. Oktober 2021

MASSNAHMEN DER UMGESTALTUNG
• Neues Farbschema der Sammlungsräume Alte Meister
• Neues Beleuchtungskonzept und Umrüstung auf LED-Oberlichter für die Seitenkabinette
• Erstmalige Präsentation von Neuerwerbungen

ZIELE
• Verbesserung der Bild- und Raumwirkung
• Optische Aufwertung der Seitenkabinette
• Klimaschutz, u. a. Reduzierung des Stromverbrauchs durch Umrüstung auf LED

AUSFÜHRENDE GEWERKE / PROJEKTBETEILIGTE
• Neukonzeption Farbe und Licht (Städel Museum)
• Bach Dolder GmbH (Gestaltung und Planung der Neukonzeption sowie Farbkonzept)
• Zumtobel (Lichtlösung)
• Technische Umsetzung (Städel Museum)

KOSTEN
Die Umgestaltung des Sammlungsbereichs Alte Meister wurde durch zahlreiche private Spenden ermöglicht. Die Kosten belaufen sich auf rund EUR 750.000.

DER UMBAU IN ZAHLEN
• 544 neue LED Leuchten für die Kabinette
• 380 neue LED Leuchten für die Oberlichtsäle
• 12 Tragroste für die Lichtdecken
• 80 Strahler
• 3620 m² Wandfläche neu gestrichen (1.100 l Farbe)
• 400 Label- und 22 Saaltexte für die Vermittlung
• Die Sammlung der Alten Meister umfasst 1080 Werke, rund 400 sind ausgestellt

NEUERWERBUNGEN IN DER SAMMLUNGSPRÄSENTATION ALTE MEISTER
• Gottfried de Wedig (auch Gotthardt), Stillleben mit gerösteten Maronen, ca. 1630, Mischtechnik auf Holz
• Michiel van Mierevelt und Werkstatt, Bildnis Friedrichs V. von der Pfalz (1596‐1632), der „Winterkönig“ um 1630, Öl auf Holz
• Michiel van Mierevelt und Werkstatt, Bildnis der Elisabeth Stuart (1596‐1662), die „Winterkönigin“, zweite Hälfte der 1620er Jahre, Öl auf Eichenholz

Alle Informationen finden Sie hier als PDF zum Download.

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Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam – Wandtexte 4.10.2021

Wandtexte
Die Wandtexte zur Ausstellung „Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam“ finden Sie hier als PDF zum Download.

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Blinded by Rembrandt – der neue Städel Podcast 20.4.2021

Blinded by Rembrandt – der neue Städel Podcast
Die komplette Presseinformation zum neuen Podcast finden Sie hier als PDF zum Download.

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Zeichen der Freundschaft. Ulrike Crespo beschenkt das Städel Museum 22.11.2021

Presseinformation

Zeichen der Freundschaft
Ulrike Crespo beschenkt das Städel Museum
24. NOVEMBER 2021 BIS 6. MÄRZ 2022

Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung

Es ist eines der bedeutendsten Vermächtnisse der letzten Jahrzehnte: Die Frankfurter Fotografin und Mäzenin Ulrike Crespo hinterlässt dem Städel Museum über 90 herausragende Gemälde und Arbeiten auf Papier der Klassischen Moderne und der internationalen Nachkriegskunst, darunter Werke von Wassily Kandinsky, Franz Marc, Otto Dix, Max Ernst, Fernand Léger, Jean Dubuffet, Cy Twombly und anderen. Ein Spitzenstück des Vermächtnisses ist Oskar Schlemmers Aquarell zu seinem weltberühmten Gemälde Bauhaustreppe (New York, Museum of Modern Art).

Das Städel Museum würdigt diese beeindruckende Geste Ulrike Crespos mit einer Sonderausstellung. Unter dem Titel „Zeichen der Freundschaft. Ulrike Crespo beschenkt das Städel Museum“ treten vom 24. November 2021 bis zum 6. März 2022 ausgewählte Arbeiten aus dem Vermächtnis in einen Dialog mit Werken aus der Sammlung des Städel Museums. Es werden insgesamt 72 Arbeiten gezeigt, darunter 44 aus dem Vermächtnis von Ulrike Crespo. Die geschenkten Werkgruppen und Einzelpositionen korrespondieren in der Ausstellung immer wieder mit Arbeiten aus dem Bestand des Städel Museums: Sie beziehen sich aufeinander, bereichern sich gegenseitig und schließen auch Lücken, die beispielsweise 1937 durch die Beschlagnahme von Kunstwerken im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst“ durch die Nationalsozialisten entstanden sind.

„Mit ihrem Vermächtnis reiht sich Ulrike Crespo ein in beste Frankfurter Bürgertradition, verdankt sich doch schon die Gründung des Städel Museums solch einer mäzenatischen Tat. Dabei ergänzen die Meisterwerke aus dem Nachlass von Ulrike Crespo die Bestände des Städel Museums auf das Schönste. Mit unserer Sonderausstellung möchten wir der Stifterin gedenken und ihr großartiges Geschenk für Frankfurt feiern. Das Städel Museum ist Ulrike Crespo zu größtem Dank verpflichtet“, so Städel Direktor Philipp Demandt.

„Ulli Crespo war eines sehr wichtig: Die Kunst sollte der ganzen Gesellschaft zugänglich sein. Sie wollte es noch mehr Menschen ermöglichen, ihre Persönlichkeit durch die sinnlich-ästhetische Erfahrung von Kunst und Kultur zu entfalten – und gründete auch dafür ihre Stiftung, die Crespo Foundation. Ihr Vermächtnis an das Städel Museum folgt dieser Logik. Wir sind sehr glücklich, nun diese Ausstellung zu Ehren der Werke und Werte von Ulli Crespo zu erleben“, so Christiane Riedel, Vorständin, Crespo Foundation.

Den kompletten Pressetext finden Sie hier als PDF zum Download.

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Marc Brandenburg: Hirnsturm II 27.10.2021

Presseinformation

Marc Brandenburg: Hirnsturm II
28. OKTOBER 2021 BIS 30. JANUAR 2022
Sammlung Gegenwartskunst

Das Städel Museum präsentiert vom 28. Oktober 2021 bis zum 30. Januar 2022 eine Einzelausstellung des Künstlers Marc Brandenburg. Rund 130 Zeichnungen und eine Videoarbeit werden in einer Rauminstallation gezeigt: In Schwarzlicht gehüllt, wirken Brandenburgs ins Negativ verkehrte Zeichnungen wie ein visuelles Tagebuch aus Gedanken, Erinnerungen und Sinneseindrücken der letzten 30 Jahre.

„Der Künstler Marc Brandenburg arbeitet seit annähernd drei Jahrzehnten an einem zeichnerischen Gesamtkunstwerk. Dabei erweitert er stetig die Grenzen des tradierten Mediums und überführt es in unsere heutige Gegenwart – immer auch an der Schnittstelle zur Fotografie, dem bewegten Bild, Sound oder Performance. Seine Kunst schlägt eine Brücke zum Städel Museum als Museum der Bilder, das allein mit mehr als 100.000 Arbeiten auf Papier eine der bedeutendsten grafischen Sammlungen Deutschlands bewahrt. Das Publikum des Städel Museums ist eingeladen, mit Marc Brandenburg eine unverwechselbare künstlerische Stimme unserer Gegenwart zu erleben“, so Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums.

Im Zentrum des künstlerischen Schaffens von Marc Brandenburg steht die Zeichnung. Seit Anfang der 1990er-Jahre entwickelt der Künstler sein zeichnerisches Werk, das auch als eine schier endlose Serie aufgefasst werden kann. Dafür greift er auf einfachste Mittel zurück: die Kamera, einen Kopierer, später Computer sowie Papier und Bleistift. Als Ausgangspunkt für seine Zeichnungen dienen ihm überwiegend selbst aufgenommene Fotografien, aber auch Fremdmaterial. Mithilfe des Kopierers oder eines Bildbearbeitungsprogramms invertiert er diese Fotografien und überträgt die so ins Negativ verkehrten Bildmotive in die Zeichnungen. Mal führt er dabei den Hintergrund genauestens aus, mal ist das Motiv freigestellt; mitunter ist es auf den leeren Bildgrund montiert, sodass es im Raum zu schweben scheint. Die Präsentation seiner Werke in Schwarzlicht erweitert die Bleistiftzeichnungen um eine zusätzliche Ebene und vereinheitlicht die unterschiedlichen Inhalte zu einer einzigen Flut an Bildern – oder wie es der Ausstellungstitel beschreibt: einem Hirnsturm.

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Zeichen der Freundschaft. Ulrike Crespo beschenkt das Städel Museum – Wandtexte 20.11.2021

Wandtexte
Die Wandtexte zur Ausstellung „Zeichen der Freundschaft. Ulrike Crespo beschenkt das Städel Museum“ finden Sie hier als PDF zum Download.

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Andreas Mühe. Stories of Conflict 13.12.2021

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Andreas Mühe
Stories of Conflict
Verlängert bis 11. September 2022

Sammlung Gegenwartskunst

Andreas Mühe zählt zu den bekanntesten Künstlern in Deutschland. In seinen Fotografien befasst er sich mit soziologischen, historischen und politischen Themen, die er in besonderen Umgebungen aufwendig mit Lichtkontrasten inszeniert. Das Städel Museum zeigt vom 16. Februar bis zum 11. September 2022 eine Einzelausstellung mit rund 45 Arbeiten, darunter bekannte und unbekannte Werkzyklen aus seinem bisherigen Œuvre sowie die erstmals präsentierte Serie Biorobots II. Mühe beschäftigt sich in seinen Werken mit der Zuschreibung zu kollektiven Kategorien wie Familie, Nationalität, Politik oder Kultur als Konstrukt einer sozialen Ordnung. Ikonisch sind seine Porträts von Angela Merkel, die er als Bundeskanzlerin auf mehreren Reisen begleitete und deren Habitus er eingängig analysierte. Wie sehr diese Aufnahmen von einer politischen Bildsprache bestimmt sind, wird in weiteren Fotografien der Kanzlerin deutlich, auf denen die Mutter des Künstlers als Double zu sehen ist. Was echt, was inszeniert ist, verschwimmt – sowohl in den offiziellen wie in den nachgestellten Fotografien. Auch Mühes in Wandlitz fotografierte Häuser der SED-Führung wirken im dunklen Umraum wie Attrappen und lassen ihre historische Rolle nicht erkennen. Mühe verwendet eine Großbildkamera, die aufgrund ihrer schweren Handhabung eine komplexe Komposition voraussetzt. Mit pointierter Ästhetik zeigt er historische Ereignisse oder deren Orte in einer überzeitlichen Nachinszenierung. Er sucht nicht Abbilder, sondern Bilder, in denen er die gegebenen Inhalte – Menschen, Architektur oder Landschaften – neu interpretieren kann. Mit den Sehgewohnheiten des Betrachters spielend, schließen Mühes Arbeiten an Städel Werke seiner Fotografen-Kollegen Rodney Graham oder Thomas Demand an.

„Es sind die Auseinandersetzungen mit Brüchen in der Gesellschaft, mit Gewalt, mit deutsch-deutscher Identität sowie die Befragung seiner selbst und der eigenen, komplexen Familiengeschichte, die sein Schaffen bestimmen. Das Städel Museum präsentiert als erste Ausstellung im Jahr 2022 Fotografien von Andreas Mühe. Erst jüngst konnten wir für die Sammlung sein Werk Unterm Baum aus dem Jahr 2008 erwerben. Wie kaum ein anderer Fotograf der Gegenwart wühlt Andreas Mühe akribisch in der deutschen Geschichte und unserer Erinnerungskultur“, so Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums.
 
Kristina Lemke, Sammlungsleiterin Fotografie und Kuratorin, über die Ausstellung: „Andreas Mühes Fotografien fordern wie in einem Vexierspiel immer einen zweiten Blick. Seine Arbeiten wirken zunächst bekannt, doch Mühe bricht mit den Erwartungen und zeigt, wie trügerisch ästhetisierte Bilderwelten sein können.“
 
Andreas Mühe (geb. 1979 in Karl-Marx-Stadt, heute Chemnitz) lebt und arbeitet in Berlin. Nach einer klassischen Ausbildung zum Fotolaboranten bei PPS Berlin und Labor Pixel Grain machte sich Mühe 2001 als freischaffender Fotograf selbstständig. Spezialisiert auf Porträt- und Magazinfotografie nahm er in den ersten zehn Jahren seiner Karriere Aufträge für das „Süddeutsche Magazin“, „Die Zeit“, „Monopol“ oder „Vanity Fair“ an. Die Arbeiten von Mühe wurden national und international präsentiert. Großangelegte Einzelausstellungen fanden in den Deichtorhallen Hamburg (2017) und in der Berliner Nationalgalerie Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwartskunst, Berlin (2019) statt, und sorgten für viel Aufsehen. Der Künstler erhielt zahlreiche Fotografie-Preise.

Kuratorin: Dr. des. Kristina Lemke (Sammlungsleiterin Fotografie, Städel Museum) in enger Zusammenarbeit mit Andreas Mühe

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