Ostern im Städel Museum und in der Liebieghaus Skulpturensammlung
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Schillerschultag im Städel Museum
PRESSEINFORMATION
RENOIR. ROCOCO REVIVAL.
DER IMPRESSIONISMUS UND DIE FRANZÖSISCHE KUNST DES 18. JAHRHUNDERTS
2. MÄRZ BIS 19. JUNI 2022
Ausstellungshaus
Pierre-Auguste Renoir ist einer der herausragenden Maler des französischen Impressionismus – und weit mehr als das. Das Städel Museum befasst sich vom 2. März bis 19. Juni 2022 in einer groß angelegten Sonderausstellung erstmals intensiv mit den überraschenden Bezügen seiner Kunst zur Malerei des Rokoko. Galt diese nach der Französischen Revolution zunächst als frivol und unmoralisch, so erlebte sie im 19. Jahrhundert eine fulminante Wiederbelebung und war zu Lebzeiten Renoirs überaus präsent. Als Porzellanmaler ausgebildet, war der Maler selbst bestens mit der Motivwelt von Künstlern wie Antoine Watteau, Jean-Baptiste Siméon Chardin, François Boucher und Jean-Honoré Fragonard vertraut. Renoir teilt mit dem Rokoko die Vorliebe für bestimmte Themen wie das Flanieren in Parkanlagen und am Flussufer, die Rast im Freien oder das Gartenfest. Ebenso widmete er sich der Darstellung häuslicher Szenen und befasste sich wiederholt mit dem familiären Beieinander sowie mit intimen Momenten wie dem Baden, Lesen oder Musizieren. Neben seiner Orientierung an der Motivwelt des Rokoko schätzte Renoir besonders die lockere und skizzenhafte Malweise sowie die leuchtende Palette dieser Werke, die sowohl für ihn als auch für zahlreiche weitere Künstlerinnen und Künstler im Umfeld des Impressionismus vorbildhaft waren.
Die Ausstellung im Städel stellt die komplexe Rezeptionsgeschichte des Rokoko im 19. Jahrhundert in Frankreich vor. Durch treffende Gegenüberstellungen der Kunst Renoirs mit Werken des 18. Jahrhunderts sowie seiner Zeitgenossen – Edgar Degas, Édouard Manet, Claude Monet oder Berthe Morisot – entsteht ein Einblick in die vielschichtige Auseinandersetzung mit dem Rokoko im Impressionismus.
Kuratorinnen und Kurator: Dr. Alexander Eiling (Sammlungsleiter Kunst der Moderne, Städel Museum), Dr. Juliane Betz (stellv. Sammlungsleiterin Kunst der Moderne, Städel Museum), Dr. Fabienne Ruppen (Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Sammlung Kunst der Moderne)
Gefördert durch: Gefördert durch: Sparkassen-Finanzgruppe mit der Deutsche Leasing AG, der Frankfurter Sparkasse und dem Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes; Städelscher Museums-Verein e. V. mit den STÄDELFREUNDEN 1815; Dagmar-Westberg-Stiftung
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SEIT DER ERÖFFNUNG 100.000 BESUCHER BEI „NENNT MICH REMBRANDT!“ – GROSSER ERFOLG ANGESICHTS DER CORONA-EINSCHRÄNKUNGEN
Seit Eröffnung von „Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam“ haben bereits 100.000 Besucher die Ausstellung im Städel Museum gesehen. Trotz geltender pandemiebedingter Einschränkungen begeistern die Werke Rembrandts – des größten Künstlers des niederländischen 17. Jahrhunderts – ein breites Publikum in Frankfurt. Die Schau mit herausragenden internationalen Leihgaben musste um fast ein Jahr verschoben werden und konnte am 6. Oktober 2021 ihre Türen öffnen. Großen Zuspruch erfahren auch die digitalen Vermittlungsangebote, die das Städel Museum entwickelt hat und die einen selbstständigen Ausstellungsbesuch ermöglichen. So haben über 1.300 Interessierte an dem Online-Angebot Museum für zu Hause – Live zur Rembrandt-Ausstellung teilgenommen. Das umfangreiche Digitorial® wurde bislang über 50.000 Mal aufgerufen und der eigens produzierte Podcast „Blinded by Rembrandt“ mehr als 69.000 Mal gestreamt. Auch die im Rahmen des geltenden Hygienekonzepts entwickelten Überblicksführungen vor Ort erfreuen sich reger Nachfrage, bisher konnten über 3.300 Besucher die Ausstellung in Führungen erleben. Die Ausstellung ist noch zwei Wochen bis einschließlich 30. Januar geöffnet.
„Wir sind sehr glücklich, dass unsere Rembrandt-Ausstellung bereits von 100.000 Besucherinnen und Besuchern gesehen wurde. Dieser Publikumszuspruch ist deutliches Zeichen eines ungebrochenen Kunstbedürfnisses in Zeiten der Pandemie. Mit einem klugen Hygienekonzept, Zeitfenstertickets im Online-Shop, einer digitalen Ausstellungsvorbereitung und vor allem durch Jochen Sanders faszinierende Ausstellungsidee wird eine Begegnung mit Rembrandt im Städel möglich. Das tiefe Vertrauen des Städel Publikums, unserer Förderer und Partner in unsere Arbeit motiviert uns ungemein und bestätigt uns, auch zukünftig Ausstellungsprojekte in dieser Größenordnung umzusetzen. Und so dürfen sich schon jetzt alle auf das nächste Highlight in Frankfurt ‚Renoir. Rococo Revival‘ freuen“ so Städel Direktor, Philipp Demandt.
Die Ausstellung „Nennt mich Rembrandt!“ beleuchtet die Erfolgsgeschichte des jungen, ambitionierten Künstlers aus Leiden hin zum berühmten Meister in Amsterdam. 60 Kunstwerke Rembrandts treten dafür in Dialog mit Bildern anderer Künstler seiner Zeit, insgesamt werden rund 140 Gemälde, Druckgrafiken und Zeichnungen gezeigt. Vereint wird der bedeutende Frankfurter Bestand an Arbeiten Rembrandts – darunter Die Blendung Simsons (1636) – mit Leihgaben aus dem Amsterdamer Rijksmuseum, der Gemäldegalerie Berlin, der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden, der National Gallery in London, dem Museo Nacional del Prado in Madrid oder der National Gallery of Art in Washington. Tickets sind über den Online-Shop erhältlich.
Im Rahmen der Ausstellung veranstaltet das Städel Museum am 21. und 22. Januar die internationale Tagung „Rembrandt im Spiegel neuer technologischer Untersuchungen: Gemälde – Zeichnungen – Druckgrafik“, die sich aktuellen kunsttechnologischen Forschungen zu Rembrandts Gemälden und Arbeiten auf Papier widmet. Das ausführliche Programm zur digital stattfindenden Tagung ist über www.staedelmuseum.de/de/angebote/internationale-tagung-rembrandt abrufbar. Interessierte können sich dort auch via Zoom registrieren.
Im Anschluss an die Rembrandt-Ausstellung präsentiert das Städel Museum ab 16. Februar „Andreas Mühe. Stories of Conflict“ und ab 2. März widmet sich die Ausstellung „RENOIR. ROCOCO REVIVAL. Der Impressionismus und die französische Kunst des 18. Jahrhunderts“ einem der herausragendsten Maler des französischen Impressionismus Pierre-Auguste Renoir und seinen Bezügen zum Rokoko. Early-Bird-Tickets sind ab sofort im Online-Shop erhältlich.
NENNT MICH REMBRANDT! DURCHBRUCH IN AMSTERDAM
Kurator: Prof. Dr. Jochen Sander (Stellvertretender Direktor und Sammlungsleiter Holländische, Flämische und Deutsche Malerei vor 1800, Städel Museum)
Wissenschaftliche Mitarbeit: Dr. Friederike Schütt (Abteilung Holländische, Flämische und Deutsche Malerei vor 1800, Städel Museum)
Ausstellungsdauer: 6. Oktober 2021 bis 30. Januar 2022
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Information: www.staedelmuseum.de
Besucherservice: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de sowie über das Kontaktformular unter www.staedelmuseum.de/kontakt
Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do 10.00–21.00 Uhr
Tickets und Eintritt: Tickets online buchbar unter shop.staedelmuseum.de. Di–Fr 16 Euro, ermäßigt 14 Euro; Sa, So + Feiertage 18 Euro, ermäßigt 16 Euro; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren; Gruppen ab 10 regulär zahlenden Personen: 14 Euro pro Person, Wochenende 16 Euro. Für alle Gruppen ist generell eine Anmeldung unter Telefon +49-(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich.
Städelscher Museums-Verein e.V.: Für Mitglieder des Städelvereins und des Städelclubs ist der Eintritt in die Sammlung und alle Ausstellungen jederzeit kostenfrei. Eine Anmeldung ist vor Ort oder unter www.staedelverein.de möglich. Bei Abschluss einer Neumitgliedschaft bis 30. Januar 2022 erhalten alle Neumitglieder einen Ausstellungskatalog von „Nennt mich Rembrandt!“ als Geschenk.
Vermittlungsprogramm: Die Ausstellung wird von einem vielfältigen Programm begleitet: zum einen online für eine ideale Vorbereitung des Museumsbesuchs und zum anderen vor Ort mit einer pandemiekonformen Auswahl an Führungsangeboten. Aktuelle Übersicht unter www.staedelmuseum.de.
Aktuelle Corona-Informationen für den Besuch: Eine Übersicht der jeweils geltenden behördlichen Vorgaben für Einzelbesucher und Gruppen ist auf www.staedelmuseum.de/corona-infos zu finden und unmittelbar vor dem Museumsbesuch tagesaktuell zu konsultieren.
Digitorial®: Das Digitorial® zur Ausstellung wurde entwickelt vom Städel Museum, Frankfurt, in Zusammenarbeit mit der National Gallery of Canada, Ottawa. Es ist in deutscher, englischer und französischer Sprache erschienen und abrufbar unter rembrandt.staedelmuseum.de. Das Digitorial® ist eine Marke von SCHIRN, Städel und Liebieghaus und wurde als digitales Vermittlungsangebot von den drei Frankfurter Häusern konzipiert und vielfach realisiert.
Audioguide-App: Die Audiotour führt mit einzelnen Tracks zu Kunstwerken der Ausstellung durch den Amsterdamer Kunstmarkt im 17. Jahrhundert. Dabei trifft Dirk Nowitzki, der ehemalige Profi-Basketballer und ING-Markenbotschafter, auf Rembrandt und holt die Besucher mit persönlichen Erzählungen immer wieder zurück in die Gegenwart. Die Tour ist als kostenlose App für die Betriebssysteme iOS und Android erhältlich und kann entweder bequem von zu Hause oder im Städel WiFi auf das Smartphone geladen werden. Vor Ort im Museum kann der Audioguide zu einem Preis von 5 Euro (8 Euro für zwei Audioguides) ausgeliehen werden.
Podcast: Ein Blind Date mit einem Meisterwerk in vier Folgen: Der Journalist Michel Abdollahi nähert sich in seiner bekannten Gentleman-Manier Rembrandts Gemälde Die Blendung Simsons. Und nebenbei bespricht er auch noch einige wichtige Fragen der Menschheit. Überall dort, wo es Podcasts gibt. Der Podcast wurde unterstützt durch den Städelclub des Städelschen Museums-Vereins e.V.
Katalog: Zur Ausstellung ist im Hirmer Verlag, München, ein von Stephanie S. Dickey und Jochen Sander herausgegebener Katalog erschienen: „Nennt mich Rembrandt. Kreativität und Wettbewerb in Amsterdam 1630–55“. Mit einem Grußwort von Nick Jue und einem Vorwort von Philipp Demandt und Sasha Suda sowie mit Beiträgen von Jonathan Bikker, Jan Blanc, Sonia Del Re, Stephanie S. Dickey, Rudi Ekkart und Claire van den Donk, Robert Fucci, Jasper Hillegers, Maarten Prak, Jochen Sander, Friederike Schütt und Martin Sonnabend. Deutsche und englische Ausgabe, 384 Seiten, 39,90 Euro (Museumsausgabe).
Begleitheft: Zur Ausstellung ist ein Begleitheft in deutscher Sprache erschienen, 9,50 Euro.
Die Ausstellung wird organisiert vom Städel Museum, Frankfurt am Main, und von der National Gallery of Canada, Ottawa.
Gefördert durch: ING Deutschland, Dagmar-Westberg-Stiftung, Städelscher Museums-Verein e.V.
Medienpartner: Süddeutsche Zeitung, ARTE
Kulturpartner: hr2-kultur
@staedelmuseum auf Social Media: #Rembrandt auf Instagram / Facebook / Twitter / YouTube / Pinterest / Städel Blog: keinen Artikel verpassen, blog.staedelmuseum.de/blog-abonnieren
Wandtexte
Die Wandtexte zur Ausstellung „RENOIR. ROCOCO REVIVAL. Der Impressionismus und die französische Kunst des 18. Jahrhunderts“ finden Sie hier als PDF zum Download.
Presseinformation
Into the New. Menschsein: Von Pollock bis Bourgeois
6. APRIL BIS 17. JULI 2022
Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung
Nach mehr als 25 Jahren widmet das Städel Museum der US-amerikanischen Kunst auf Papier von 1945 bis heute wieder eine Ausstellung. Vom 6. April bis 17. Juli 2022 werden rund 50 herausragende Druckgrafiken, Zeichnungen und Multiples etwa von Louise Bourgeois, Chuck Close, Jim Dine, Jasper Johns, Bruce Nauman, Jackson Pollock, Larry Rivers, Kiki Smith oder Kara Walker präsentiert, die das Thema des Menschseins verhandeln.
Die US-amerikanische Kunst der letzten achtzig Jahre ist voller Grenzüberschreitungen und Widersprüche. Sie ist so unkonventionell wie vielgestaltig: Abstrakter Expressionismus, Pop Art, Konzeptkunst, Minimal und Performance Art – in relativ kurzer Zeit entwickelten sich nach 1945 in New York und (später) an der Westküste verschiedene, teils gegensätzliche ästhetische Konzepte. Künstlerinnen und Künstler wählten Medium und Material frei und strategisch – je nach der Aussage, die sie treffen wollten. Der Druckgrafik kam dabei eine Schlüsselrolle zu. Als Labor formaler wie inhaltlicher Experimente erschloss sie Künstlerinnen und Künstlern neue Wege. Hand in Hand ging dies seit den 1960er-Jahren mit der Gründung neuer Druck- und Papierwerkstätten. In enger Zusammenarbeit entstanden dort Drucke und vervielfältigte Objekte von ausgeklügelter technischer Raffinesse, oft in selbstbewusst großem Format. Als „Graphic Boom“ ging diese druckgrafische Revolution in die Kunstgeschichte ein.
Geprägt von immer neuen politischen, wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Umbrüchen und Krisen verhandeln dabei viele Werke die Frage nach der menschlichen Existenz. An die Stelle einer naturgemäßen Darstellung der menschlichen Figur tritt das zeichenhaft Abstrahierte, das Fragment, der Abdruck, auch die Leerstelle. Menschliche Wahrnehmung und Erfahrung wird als ausschnitthaft reflektiert und Sprache als Instrument zur Beschreibung der Welt beleuchtet.
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Presseinformation
PARTNERSCHAFT VON STÄDEL MUSEUM UND DEUTSCHE BANK VERLÄNGERT
STÄDEL MUSEUM ERHÄLT ZUSÄTZLICH BEDEUTENDE WERKE VON LOHSE-WÄCHTLER, BECKMANN und WOLS
Die Deutsche Bank bekräftigt ihr weitreichendes Engagement für das Städel Museum und verlängert die Partnerschaft um weitere fünf Jahre. Zugleich erhält das Städel Museum zusätzlich weitere bedeutende Kunstwerke der Klassischen Moderne und Gegenwartskunst aus der Sammlung Deutsche Bank als langfristige Leihgaben: ein Selbstbildnis von Elfriede Lohse-Wächtler, zwei Zeichnungen von Max Beckmann sowie ein Gemälde von Wols. Die vier Kunstwerke bereichern fortan vortrefflich die Bestände des Städel Museums. Mit dem Aquarell Selbstporträt (in phantastischer Gesellschaft) (1931) ist erstmals ein Werk der Künstlerin Elfriede Lohse-Wächtler in der Sammlung des Museums vertreten.
„Zusammen mit der Deutschen Bank blicken wir auf eine langjährige und vertrauensvolle Partnerschaft. Es freut mich außerordentlich, dass wir diese Kooperation in den nächsten fünf Jahren fortführen können. Viele Meilensteine der jüngeren Geschichte des Städel Museums konnten wir dank engagierter und großzügiger Förderer erreichen. Mit der Deutschen Bank wissen wir einen solchen verlässlichen Partner an unserer Seite. Unterstrichen wird diese Verbundenheit durch weitere langfristige Leihgaben bedeutender Kunstwerke der Klassischen Moderne und Gegenwartskunst aus der Sammlung Deutsche Bank“, so Städel Direktor Philipp Demandt bei der Übergabe der Kunstwerke.
Karl von Rohr, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, sagte: „In der Kunstförderung der Deutschen Bank nimmt das Frankfurter Städel Museum einen ganz besonderen Platz ein. Das liegt auch an der großen Gegenseitigkeit, von der die Zusammenarbeit zwischen Bank und Museum seit jeher geprägt ist. Schon seit Beginn der Partnerschaft in den späten 1960er-Jahren ging das Engagement weit über finanzielle Förderungen hinaus. Heute bereichern über 600 bedeutende Leihgaben aus unserer Sammlung das Städel. Umso mehr sind wir stolz, diese einzigartige Kooperation fortführen zu können. Sie ist auch ein Bekenntnis zur Stadt Frankfurt und der Region Rhein-Main als unserem zentralen Standort.“
Besucherinnen und Besucher des Städel Museums können sich die Werke von Elfriede Lohse-Wächtler und Max Beckmann im Studiensaal der Graphischen Sammlung vorlegen lassen. Das Gemälde von Wols ist in der Sammlung Gegenwartskunst dauerhaft ausgestellt.
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Presseinformation
NOCH VIER WOCHEN „RENOIR. ROCOCO REVIVAL“ IM STÄDEL
BEGLEITET VON EINEM UMFASSENDEN RAHMENPROGRAMM UND EINER GROSSEN PARTY IST RENOIR BIS ZUM 19. JUNI IM STÄDEL ZU ERLEBEN
Nur noch bis zum 19. Juni 2022 präsentiert das Städel Museum die Ausstellung „RENOIR. ROCOCO REVIVAL. Der Impressionismus und die französische Kunst des 18. Jahrhunderts“ und lädt mit einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm dazu ein, sowohl mehr über den Maler Pierre-Auguste Renoir als auch über die Rezeptionsgeschichte des Rokoko im 19. Jahrhundert in Frankreich zu erfahren. Überblicksführungen, eine Online-Tour, ein Digitorial®, eine Audioguide-App sowie ein eigens produzierter Film machen analog und digital die Renoir-Ausstellung zu einem vielfältigen Erlebnis. Mit LA FÊTE – der großen Party zur Ausstellung am Samstag, dem 11. Juni können Besucher sich auf ein ganz besonderes Veranstaltungs-Highlight freuen. In französischem Flair lebt das Rokoko an diesem Abend wieder auf und es kann zu DJ-Sets von Chloé und Karotte bis spät in die Nacht getanzt werden. Die Ausstellung bleibt bis 1.00 Uhr geöffnet, Tickets sind im VVK für 18 Euro bzw. ermäßigt 12 Euro im Online-Shop erhältlich. Unter dem Motto „Au revoir Renoir!“ kann die Ausstellung am letzten Wochenende der Laufzeit am Freitag, dem 17. Juni sowie am Samstag, dem 18. Juni bei verlängerten Öffnungszeiten bis jeweils 22.00 Uhr besucht werden. Die Sommerabende finden im Vorgarten des Museums bei Drinks und Snacks ihren Ausklang.
Presseinformation
SEIT ERÖFFNUNG HABEN BEREITS MEHR ALS 100.000 BESUCHER „RENOIR. ROCOCO REVIVAL“ GESEHEN
NOCH BIS 19. JUNI // VERLÄNGERTE ÖFFNUNGSZEITEN AM LETZTEN BESUCHERWOCHENENDE
Das erste Ausstellungshighlight 2022 des Städel Museums fasziniert: Bereits mehr als 100.000 Besucher haben die Ausstellung „RENOIR. ROCOCO REVIVAL. Der Impressionismus und die französische Kunst des 18. Jahrhunderts“ gesehen. Die Sonderausstellung öffnete am 2. März und stellt erstmals die überraschenden Bezüge der Kunst Pierre-Auguste Renoirs zur Malerei des Rokoko vor. Durch treffende Gegenüberstellungen der Kunst Renoirs mit Werken des 18. Jahrhunderts sowie seiner Zeitgenossen – Edgar Degas, Édouard Manet, Claude Monet oder Berthe Morisot – entsteht ein Einblick in die vielschichtige Auseinandersetzung mit dem Rokoko im Impressionismus. Galt dieses nach der Französischen Revolution zunächst als frivol und unmoralisch, so erlebte es im 19. Jahrhundert eine fulminante Wiederbelebung und war zu Lebzeiten Renoirs überaus gegenwärtig. Als Porzellanmaler ausgebildet, war Renoir bestens mit der Motivwelt von Künstlern wie Antoine Watteau, Jean-Baptiste Siméon Chardin, François Boucher und Jean-Honoré Fragonard vertraut. Ausgehend von bedeutenden Kunstwerken aus der Sammlung des Städel Museums präsentiert die Ausstellung insgesamt rund 120 herausragende Gemälde, Arbeiten auf Papier, Skulpturen und kunsthandwerkliche Objekte aus internationalen Museen, darunter die National Gallery of Art in Washington, D.C., das Musée d’Orsay in Paris, die National Gallery in London, das Metropolitan Museum of Art in New York und das J. Paul Getty Museum in Los Angeles, sowie aus privaten Sammlungen. Das Vermittlungsprogramm der Ausstellung erfreut sich großer Beliebtheit: Das Digitorial® zur Ausstellung wurde bislang über 33.000 Mal unter renoir.staedelmuseum.de aufgerufen. Die speziell entwickelte Audioguide-App mit Abbildungen und von der Schauspielerin Saskia Rosendahl gelesenen Texten wurde mehr als 20.300 Mal heruntergeladen. Der Ausstellungsfilm auf dem YouTube-Kanal des Museums verzeichnet rund 23.000 Aufrufe. Über 210 Überblicksführungen durch die Ausstellung fanden bereits statt und 654 Interessierte nahmen bisher von zu Hause aus an der Renoir-Online-Tour teil. Die Schau ist noch bis einschließlich Sonntag, dem 19. Juni geöffnet. Unter dem Motto „Au revoir Renoir!“ kann die Ausstellung am letzten Wochenende der Laufzeit am Freitag, dem 17. Juni sowie am Samstag, dem 18. Juni bei verlängerten Öffnungszeiten bis jeweils 22.00 Uhr besucht werden. Die Sommerabende finden im Vorgarten des Museums bei Drinks und Snacks ihren Ausklang.
„Der Meister des Impressionismus und seine Rokoko-Leidenschaft faszinieren unsere Besucher. Wir freuen uns außerordentlich, dass bereits mehr als 100.000 Besucher die Renoir-Ausstellung gesehen haben: Die Schau überzeugt nicht nur mit einer neuen Perspektive auf den Impressionismus, sondern schließt auch so manche wissenschaftliche Lücke in diesem Themenfeld. Unseren Förderern und Partnern der Ausstellung sei für ihre großzügige Unterstützung gedankt, und vor allem unserem Publikum: Das Bedürfnis nach Kunst ist einfach ungebrochen. Schon jetzt dürfen sich die Besucher auf den Sommer freuen, denn das Städel widmet der Porträtmalerin Ottilie W. Roederstein ab dem 20. Juli eine große Retrospektive“, sagt Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums.
Im Anschluss an die Renoir-Ausstellung präsentiert das Städel Museum ab 20. Juli die Ausstellung „FREI. SCHAFFEND. Die Malerin Ottilie W. Roederstein“. Tickets sind bereits im Online-Shop unter shop.staedelmuseum.de verfügbar. Die aktuellen Sonderausstellungen „Into The New. Menschsein: Von Pollock bis Bourgeois“ und „Andreas Mühe. Stories of Conflict“ sind noch bis zum 17. Juli bzw. bis zum 11. September zu sehen.
PRESSEINFORMATION
FREI. SCHAFFEND. DIE MALERIN OTTILIE W. ROEDERSTEIN
20. JULI BIS 16. OKTOBER 2022
Ausstellungshaus
Die deutsch-schweizerische Malerin Ottilie W. Roederstein (1859–1937) zählte zu den erfolgreichsten Künstlerinnen der Zeit um 1900. Diesen Sommer präsentiert das Städel Museum eine umfassende Retrospektive, die mit 75 Gemälden und Zeichnungen einen Überblick über die künstlerische Entwicklung der stilistisch vielseitigen Malerin gibt. Nach Ausbildungsstationen in Zürich, Berlin und Paris lebte Roederstein ab 1891 in Frankfurt am Main. 1909 ließ sie sich mit ihrer Lebensgefährtin, der Gynäkologin Elisabeth H. Winterhalter, im benachbarten Hofheim am Taunus nieder. Roederstein war als freischaffende Porträtmalerin eine feste Größe im männlich dominierten Kunstbetrieb und setzte sich selbstbewusst über die vorherrschenden gesellschaftlichen Normen hinweg. Ihre Werke wurden in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen, von Zürich über Paris und Frankfurt bis nach London und Chicago, gezeigt und fanden große Anerkennung. Heute ist die Malerin trotz ihrer regen Ausstellungstätigkeit und ihres einstigen Renommees einem größeren Publikum nahezu unbekannt. Das Schaffen von Ottilie Roederstein ist von der Geschichte des Städel Museums und der Stadt Frankfurt nicht zu trennen. Nur wenige Meter lagen zwischen ihrem Atelier in der Städelschule und dem Museum, das sie regelmäßig besuchte und von dessen Sammlung sie sich inspirieren ließ. Ihre eigenen Werke fanden schon zu Lebzeiten Eingang in die Sammlung. 1902 erwarb das Städel Museum Roedersteins Gemälde Lesende alte Frau als erstes Werk einer zeitgenössischen Künstlerin. Die Grundlage der Ausstellung bildet demnach die Sammlung des Städel Museums, die mit 28 Werken der Künstlerin neben dem Stadtmuseum Hofheim am Taunus und dem Kunsthaus Zürich über einen der bedeutendsten Bestände verfügt.
Kuratoren: Dr. Alexander Eiling (Sammlungsleiter Kunst der Moderne, Städel Museum), Eva-Maria Höllerer (Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Sammlung Kunst der Moderne, Städel Museum)
Archiv: Dr. Iris Schmeisser (Leiterin Provenienzforschung und historisches Archiv, Städel Museum)
Gefördert durch: Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH
Mit Unterstützung von: Friede Springer Stiftung, Ernst Max von Grunelius-Stiftung, Damengesellschaft des Städelschen Museums-Vereins e. V.
Die Erschließung des Roederstein-Jughenn-Archivs wird unterstützt durch: Rudolf-August Oetker-Stiftung, die Damengesellschaft des Städelschen Museums-Vereins e. V. sowie durch eine private Spende
Medienpartner: Frankfurter Rundschau
Kulturpartner: hr2-kultur
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PRESSEINFORMATION
„MEINUNGSBILDER. ANDERS SEHEN. EINANDER VERSTEHEN“
Wissen, was ist, was gewesen ist und was kommen könnte, sich Meinungen zu bilden, Debatten und Diskurse zu führen, um eine lebendige demokratische Kultur zu leben, steht im Zentrum einer großen kulturellen Bildungsinitiative des Städel Museums unter dem Titel „Meinungsbilder. Anders sehen. Einander verstehen“. Dem Verständnis folgend, dass ein Museum ein Ort für vielfältige gesellschaftliche Aspekte des Lebens ist, entwickelt das Städel Museum seit Jahren eine zeitgemäße publikumsorientierte Kunstvermittlung. Das Projekt „Meinungsbilder“ soll demokratieförderndes Denken und Handeln unterstützen: Durch eine aktive Auseinandersetzung mit Kunstwerken des Städel Museums lassen sich historische Entwicklungen und Prozesse, die das gesellschaftliche Wertesystem von Freiheit und Demokratie herausgebildet haben, eindrücklich nachvollziehen. Die Kunstwerke der Sammlung von 1300 bis zur Gegenwart erzählen Geschichten u. a. von Globalisierung, Widerstand, Utopie, Emanzipation, Macht, Unterdrückung oder Populismus.
„Das Museum ist ein Ort der Kunst und der Debatte. In der Kunst lassen sich immer auch größere politische und gesellschaftliche Zusammenhänge entdecken. Das Städel Museum als Bürgermuseum in der Tradition des Humanismus zeigt mit der Bildungsinitiative ‚Meinungsbilder‘, dass durch die Beschäftigung mit Kunst historisches Urteilsvermögen ausgebildet und gestärkt werden kann. Das Gestern kann uns viel über das Heute mitteilen und uns befähigen, wach und meinungsstark der Lebensrealität zu begegnen“, so Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums.
„Wie bilden sich Meinungen und wie werden sie in der Kunst wiedergegeben? Bilder lesen zu lernen, darüber zu sprechen, gemeinsam zu diskutieren und so gesellschaftliche Entwicklungen und Phänomene unserer Zeit besser verstehen zu lernen, ist der Vermittlungsansatz von ‚Meinungsbilder‘. Wir verstehen Kunst als eine Möglichkeit, demokratische Diskurse zu fördern. Auch das Herausbilden von Kompetenzen in Bereichen der Interkulturalität und Multiperspektivität oder der souveräne Umgang mit der Informations- und Bilderflut des Digitalzeitalters sind wesentliche Ziele der Vermittlungsarbeit unserer Bildungsinitiative,“ so Chantal Eschenfelder, Leiterin Bildung und Vermittlung, Städel Museum.
Im Rahmen der Bildungsinitiative „Meinungsbilder“ wird ein wachsendes Kunstvermittlungsprogramm aus verschiedenen neuen Formaten für ein breites Publikum entstehen, wie etwa diskursive Führungen, digitale Angebote, kunstpraktische Seminare und Workshops oder spezifische Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. In zahlreichen aktuellen Vermittlungsangeboten, u. a. den Online-Touren, dem CLOSE UP, dem Städel Podcast „Blinded by Rembrandt“, den Digitorials® oder den pädagogischen Materialien der Bildungswoche, werden bereits jetzt demokratiefördernde Themen und Inhalte behandelt. Die Begegnung und die Beschäftigung mit Kunst soll kulturelle Teilhabe fördern und zur aktiven Mitgestaltung einer vielfältigen demokratischen Gesellschaft ermächtigen. Deshalb richtet sich das Städel Museum mit „Meinungsbilder“ auch explizit an Kitas, Schulen und Einrichtungen der Erwachsenenbildung.
MEINUNGSBILDER. ANDERS SEHEN. EINANDER VERSTEHEN
Projektleitung: Dr. Chantal Eschenfelder, Leiterin Bildung & Vermittlung, Städel Museum
Projektkoordination: Anne Dribbisch, wissenschaftliche Mitarbeiterin Bildung & Vermittlung, Städel Museum
Gefördert durch: Dr. Harald Hack Stiftung
Einzelne erwähnte Vermittlungsangebote werden unterstützt von: Frankfurter Volksbank, Fazit-Stiftung und Städelscher Museums-Verein e.V.
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Presseinformation
REIN INS MUSEUM – 10 JAHRE BILDUNGSWOCHE IM STÄDEL MUSEUM
VOM 18. BIS 21. JULI 2022 ENTDECKEN KINDER UND JUGENDLICHE WIEDER DIE KUNSTWERKE IM STÄDEL / FAMILIENSONNTAG AM 24. JULI 2022
Die Bildungswoche des Städel Museums feiert Jubiläum: Zum zehnten Mal findet die kostenfreie, groß angelegte Bildungswoche für Kinder und Jugendliche im Städel Museum statt. Vom 18. bis 21. Juli 2022 lädt das Städel gemeinsam mit der Frankfurter Volksbank Rhein/Main Schulklassen, Kita- und Hortgruppen ein, die Kunstwerke des Museums vor Ort zu entdecken. Nachdem die Bildungswoche in den vergangenen zwei Jahren aufgrund der pandemischen Lage hauptsächlich über digitale Angebote erlebbar war, kommt das jüngste Publikum diesen Sommer wieder ins Museum. Unter dem Motto „Die Welt in Bildern“ wird das Städel in der letzten Woche vor den Sommerferien wieder zu einem interaktiven Lernort: Spielerische und altersgerechte Wissensstationen in den Sammlungsbereichen Alte Meister und Gegenwartskunst, kreative Workshops und ein Kunstquiz regen zur aktiven Beschäftigung mit den Kunstwerken an und fördern das eigenständige Lernen und Erkunden. Kunstvermittler erzählen Geschichten zu den Highlights der Sammlung, beantworten Fragen und ermuntern zum Austausch untereinander. Im neu gestalteten Städel Garten ergänzen eine Skulpturenwerkstatt sowie eine Kreativstation als Anregung für 3-Minuten-Skizzen für alle Altersklassen das Angebot im Freien. Zum Abschluss der Bildungswoche am 24. Juli 2022 findet der Familiensonntag statt. Alle teilnehmenden Schul-, Kita- und Hortkinder erhalten einen Eintrittsgutschein, um gemeinsam mit ihren Eltern nochmals das Städel Museum zu besuchen.
Ermöglicht durch: Frankfurter Volksbank Rhein/Main
Wandtexte
FREI. SCHAFFEND. DIE MALERIN OTTILIE W. ROEDERSTEIN
20. JULI BIS 16. OKTOBER 2022
Einführung
Die deutsch-schweizerische Malerin Ottilie W. Roederstein (1859–1937) zählte zu den herausragenden Künstlerinnen der Zeit um 1900. Sie war eine feste Größe im männlich dominierten Kunstbetrieb und fand Anerkennung in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen. Roedersteins facettenreiches Werk spiegelt unterschiedliche stilistische Tendenzen der frühen Moderne wider: von der akademischen Malerei, über symbolistische und impressionistische Ausdrucksmittel bis hin zu einer reduzierten, sachlichen Malweise. Den Schritt in die Abstraktion wagte sie jedoch nie, sondern blieb stets dem Naturvorbild verpflichtet. Als freischaffende Künstlerin setzte sich Roederstein bewusst über die gesellschaftlichen Normen ihrer Zeit hinweg, die Frauen keinen Raum für persönliche oder berufliche Entfaltung ließen. Ihre Selbstporträts, die in großer Zahl und über den gesamt en Zeitraum ihrer langen Karriere hinweg entstanden, verdeutlichen diese kritische Haltung gegenüber den tradierten Geschlechterrollen. Nach Ausbildungsstationen in Zürich, Berlin und Paris lebte Roederstein ab 1891 mit ihrer Lebensgefährtin, der Ärztin Elisabeth Winterhalter, in Frankfurt am Main. Die Malerin war bestens im Kreis der hiesigen Künstlerschaft vernetzt und pflegte intensiven Kontakt zu vielen führenden Frankfurter Familien, deren Mitglieder sie in großer Zahl porträtierte. Das Schaffen der Künstlerin ist eng mit der Geschichte des Städel Museums und der Stadt Frankfurt verbunden. Nur wenige Meter trennten ihr Atelier in der Städelschen Kunstschule vom Museum, das sie regelmäßig besuchte und von dessen Sammlung sie sich für ihre eigenen Werke inspirieren ließ. 1909 zogen Roederstein und Winterhalter ins benachbarte Hofheim am Taunus. Dort konnte sich die Malerin gegen Ende ihr er Karriere neuen künstlerischen Experimenten widmen und fand – wie sie es selbst nannte – zu ihrer ‚eigenen Handschrift‘. Die Ausstellung zeichnet die stilistische Entwicklung Roedersteins und ihre außergewöhnliche, erfolgreiche Karriere nach.
PRESSEINFORMATION
OTTO HOFMANN. MALEREI ALS NOTWENDIGKEIT
27. JULI BIS 3. OKTOBER 2022
Ausstellungshaus
Vor zwei Jahren schenkte die Privatsammlerin Helga Knoll dem Städel Museum ein großes Konvolut an Werken des Bauhaus-Schülers Otto Hofmann (1907–1996), darunter Gemälde, Porzellan und Arbeiten auf Papier. Ab dem 27. Juli bis zum 3. Oktober 2022 werden nun 32 Werke gezeigt – aus der Schenkung zusammen mit Leihgaben der MKM Stiftung aus dem Nachlass des Künstlers. Das Städel Museum stellt mit Otto Hofmann eine Künstlerbiographie des 20. Jahrhunderts vor, in der in mehr als sechs Jahrzehnten ein beachtliches malerisches Gesamtwerk entstand. „Meine Bilder sind keine romantischen Erlebnisse, literarische Stimmungen oder politische Aktionen, sondern Bilder, nichts mehr. Sie sind gewachsen auf dem Boden formaler Überlegungen und Einfälle, parallel den Auseinandersetzungen zwischen Mensch, Welt und Zeit“, schreibt Otto Hofmann 1932. Trotz seines bewegten, von unzähligen Um- und Aufbrüchen geprägten Lebens findet er immer wieder den Weg zur Malerei, zur Kunst und Gestaltung. Mit seiner ebenso ausdrucksstarken wie klaren Formensprache entwickelt er ein Bildvokabular im Spannungsfeld der Moderne der Vor- und Nachkriegszeit. Zwischen Abstraktion und Figuration changierend, spiegeln sich in seinen Werken insbesondere die Einflüsse des Bauhauses wider.
Kuratorin: Svenja Grosser (stellv. Leiterin Sammlung Gegenwartskunst, Städel Museum)
Projektleiterin: Gioia Mattner (Sammlung Gegenwartskunst, Städel Museum)
Digitale Sammlung: Werke des Künstlers Otto Hofmann im Städel Museum sind in der Digitalen Sammlung frei zugänglich.
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PRESSEINFORMATION
DER NEUE STÄDEL GARTEN
NEUPRÄSENTATION DER SKULPTUREN / WEITERE ENERGIESPARENDE BAUMASSNAHMEN ABGESCHLOSSEN / BESUCHERTERRASSE AUF DEM DACH DES MUSEUMS GEPLANT
Ab sofort lädt der neue Städel Garten als erster Sammlungsraum des Museums die Besucher ein, herausragende Werke der Moderne und Gegenwartskunst zu entdecken. Präsentiert werden insgesamt 14 Skulpturen aus dem eigenen Bestand – die jüngste Erwerbung von Elmgreen & Dragset Si par une nuit d’hiver un voyageur (2017) ist erstmals zu sehen. In einem neuen Ambiente verdeutlicht die Auswahl an Kunstwerken von August Gauls Der Eselreiter (1912), Georg Kolbes Verkündung (1912/1913) über Reg Butlers Figure in Space (1958/1959), Per Kirkebys Tor II (1987–1991) bis hin zu Tobias Rehbergers Capri Moon (2011) die Entwicklung der Bildhauerei in den letzten 100 Jahren. Der Zugang zum Städel Garten ist kostenfrei.
Die Neupräsentation der Skulpturen erfolgte nach dem Entwurf der Landschaftsarchitekten Levin Monsigny, die durch ihr Großprojekt Museumsinsel Berlin bekannt sind. Im Städel Garten wurden auf einer Fläche von rund 5.200 m² verschiedene bauliche Maßnahmen umgesetzt: Die Skulpturen sind nun auf eigenen Sandsteinsockeln in mit Efeu und Weißblühern bepflanzten Feldern aufgestellt. Vor dem Haupteingang des Städel Museums wurde ein großer Vorplatz als zentraler Besuchertreffpunkt angelegt. Um das gesamte Museumsgebäude erfolgte eine einheitliche Bepflasterung mit Mayener Basaltlava unter Anhebung des Bodenniveaus. Zusätzlich wurde eine energiesparende, klimaschützende LED-Beleuchtung der bereits 2019 aufwendig restaurierten und mit neuen Fenstern versehenen historischen Mainuferfassade installiert. Auf Sitzgruppen, Stühlen und Bänken lässt es sich im neuen Städel Garten verweilen.
Um einen ressourcenschonenden Umgang mit Trinkwasser zu gewährleisten, wurden zwei Zisternen zur Regenwassergewinnung für die Bewässerung der Grünflächen des Gartens errichtet. Im Zuge dessen wurden auch die Abwassersysteme erneuert. Am Haupteingang des Museums wurde zudem ein barrierefreier Zugang mit Aufzuganlage eingerichtet, über den jetzt mobilitätseingeschränkte Besucher das Städel schnell und zentral erreichen können. Als nächstes Vorhaben wird ab Ende August eine Besucherterrasse auf dem Dach des Städel Museums gebaut. Beide Bauprojekte wurden von den Architekten schneider+schumacher entworfen, die auch den 2012 eröffneten Erweiterungsbau des Städel Museums, die Gartenhallen für die Sammlung Gegenwartskunst, konzipiert haben.
PRESSEINFORMATION
GUIDO RENI. DER GÖTTLICHE
23. NOVEMBER 2022 BIS 5. MÄRZ 2023
Ausstellungshaus
Pressevorbesichtigung: Dienstag, 22. November 2022, 11.00 Uhr
In einer groß angelegten Ausstellung entdeckt das Städel Museum ab dem 23. November 2022 den einstigen Malerstar des italienischen Barock wieder: Guido Reni (1575–1642). Zu seiner Zeit war Reni einer der erfolgreichsten und gefeiertsten Maler Europas, begehrt bei den bedeutendsten Auftraggebern, zu denen etwa der Borghese-Papst Paul V., der Herzog von Mantua oder die englische Königin zählten. Im 19. Jahrhundert aufgrund anderer ästhetischer Vorlieben kaum geschätzt und später durch die einseitige Konzentration auf seinen zeitweisen Rivalen Caravaggio in die zweite Reihe verdrängt, hat er heute im allgemeinen Bewusstsein nicht mehr den Platz, den er verdient.
Erstmals seit über 30 Jahren führt das Städel Museum in Zusammenarbeit mit dem Museo Nacional del Prado in Madrid rund 130 seiner faszinierenden Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken zusammen und eröffnet einen neuen Blick auf Guido Reni. Der Maler war zutiefst religiös und zugleich abergläubisch, sagenhaft erfolgreich und hoffnungslos spielsüchtig, wie eine zeitgenössische Biografie mitteilt. Den ehrenvollen Beinamen Il divino (dt. „Der Göttliche“) erhielt Reni schon zu Lebzeiten – dieser bezieht sich auf seinen Ruhm als Künstlerstar, der sich im Wissen um sein Können gelegentlich auch divenhaft verhielt. „Der Göttliche“ verweist aber auch auf seine Themen: Reni ist der Maler des Göttlichen. Mit seiner Kunst prägte er die europäische Bildwelt tiefgreifend und übersetzte wie kein anderer die Schönheit des Göttlichen in Malerei – gleich ob es sich um den christlichen Himmel oder die antike Götterwelt handelte. Die enorme Wirkung seines Schaffens zeigt sich etwa in den unzähligen Varianten seiner Darstellungen des Hauptes Christi und Mariens mit zum Himmel gewandtem Blick, deren Reproduktionen sich noch heute als Einlegeblätter in katholischen Gebetsbüchern finden. Diese beispiellose Rezeptionsgeschichte hat Renis Image lange negativ geprägt und die eigentlichen Qualitäten sowie andere faszinierende Aspekte seiner Kunst aus dem Bewusstsein verdrängt.
Neben Hauptwerken aus der Sammlung des Städel Museums wie dem bedeutenden Frühwerk Himmelfahrt Mariens (um 1598/99) oder dem jüngst restaurierten Gemälde Christus an der Geißelsäule (um 1604) präsentiert die Ausstellung herausragende Arbeiten aus über 60 internationalen Museen und privaten Sammlungen, u. a. aus dem Museo Nacional del Prado, Madrid, der Pinacoteca Nazionale in Bologna, den Uffizien in Florenz, dem J. Paul Getty Museum und dem LACMA in Los Angeles, dem Metropolitan Museum of Art in New York und dem Louvre in Paris. Zudem ist eine Reihe von neu entdeckten und noch nie ausgestellten Werken Renis im Städel Museum zu sehen. Ergänzt wird diese Auswahl punktuell durch Gegenüberstellungen mit Werken von Vorbildern und Zeitgenossen, mit denen sich der Maler auseinandergesetzt hat (darunter Raffael, Parmigianino oder Annibale Carracci), sowie durch rare historische Dokumente, wie sein Rechnungsbuch der Jahre 1609–1612.
Kurator: Dr. Bastian Eclercy (Sammlungsleiter italienische, französische und spanische Malerei vor 1800, Städel Museum)
Projektleitung: Aleksandra Rentzsch (Wissenschaftliche Mitarbeiterin italienische, französische und spanische Malerei vor 1800, Städel Museum)
Gefördert durch: Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH, Städelscher Museums-Verein e. V.
Medienpartner: Tagesspiegel, ARTE, Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main
Kulturpartner: hr2-kultur
Den kompletten Pressetext können Sie hier als PDF herunterladen.
PRESSEINFORMATION
VOR DÜRER. KUPFERSTICH WIRD KUNST
28. SEPTEMBER 2022 BIS 22. JANUAR 2023
Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung
Pressevorbesichtigung: 27. September 2022, 11.00 Uhr
Das Städel Museum widmet dem frühen Kupferstich als künstlerischem Bildmedium eine eigene Ausstellung. Vom 28. September 2022 bis 22. Januar 2023 werden etwa 130 bedeutende deutsche und niederländische Kupferstiche des 15. Jahrhunderts präsentiert. Die Ausstellung zeichnet die Entwicklung des Kupferstichs von einfachen Anfängen zu immer anspruchsvolleren Schöpfungen nach. Zu sehen sind herausragende Blätter u. a. von Martin Schongauer, Wenzel von Olmütz oder Israhel van Meckenem sowie von frühen, anonymen Stechern wie dem Meister ES, dem Meister mit den Bandrollen oder dem Meister b(x)g. Den Abschluss bilden einige der ersten Kupferstiche des großen deutschen Renaissancekünstlers Albrecht Dürer.
Der Kupferstich zählt zu den ältesten Techniken des europäischen Bilddrucks. Das Tiefdruckverfahren entwickelte sich um 1430/1440 aus der Kunst des Gravierens von Metall in den Goldschmiedewerkstätten. An Ober- und Niederrhein, etwas später auch in Italien, begannen Goldschmiede und Maler, religiöse und weltliche Darstellungen in Kupferplatten zu stechen, die sie anschließend auf Papier abdruckten. Die vervielfältigten Bilder wurden für die private Andacht genutzt oder dienten als Vorlagenmaterial für Maler, Glasmaler und Bildhauer – oder andere Kupferstecher. Nach und nach entstand eine im Druck verbreitete neue Bilderwelt, deren Reiz auch heute noch in einer einfachen und doch wirkungsvollen grafischen Gestaltung und einer unmittelbaren, faszinierenden Erzählfreude liegt.
Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, über die Ausstellung: „Die überaus seltenen frühen Kupferstiche geben nicht nur Einblicke in die Welt des Spätmittelalters. Sie spielen als gedruckte, vervielfältigte und verbreitete Bilder in der Kunstgeschichte eine eigene und folgenreiche Rolle. Das Städel Museum verfügt dank seines ersten Sammlungsinspektors Johann David Passavant über einen herausragenden Bestand. Unsere Ausstellung präsentiert anschaulich, wie sich der Kupferstich zu einem neuartigen, dynamischen Bildmedium entwickelte und so auch dem größten deutschen Renaissancekünstler, Albrecht Dürer, später zu Ruhm verhalf.“
Kurator: Dr. Martin Sonnabend (Leiter Graphische Sammlung bis 1750, Städel Museum)
Öffnungszeiten Studiensaal Graphische Sammlung: Mi, Fr 14.00–17.00 Uhr, Do 14.00–19.00 Uhr. Eine vorherige Anmeldung mit Angabe der Uhrzeit und Aufenthaltsdauer per E-Mail an graphischesammlung@staedelmuseum.de ist erforderlich.
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MICHAEL MÜLLER: DER GESCHENKTE TAG. KASTOR & POLYDEUKES
VERLÄNGERT BIS 23. APRIL 2023
Sammlung Gegenwartskunst
Das Städel Museum präsentiert vom 14. Oktober 2022 bis 23. April 2023 eine Einzelausstellung des deutsch-britischen Künstlers Michael Anthony Müller (geb. 1970). In drei Ausstellungsteilen führt der Künstler die Besucher mit einer raumfüllenden Arbeit, Zeichnungen, Gemälden und einer Skulptur in die mythologische Welt der griechischen Antike.
Im Zentrum der Ausstellung steht die Arbeit Der geschenkte Tag (2021–2022), die auf dem Mythos der Dioskuren, der Zwillinge Kastor und Polydeukes, basiert. Nachdem das unzertrennliche Brüderpaar durch den Tod des sterblichen Kastor im Kampf auseinandergerissen worden ist, gewährt ihm Zeus abwechselnd je einen Tag im Hades, dem Reich der Toten, und einen Tag im Olymp unter den Göttern. Ein Prolog mit Zeichnungen und einer Skulptur des Künstlers im Zusammenspiel mit Papierarbeiten aus der Sammlung des Städel Museums führt in den Mythos ein. Mit der ortsspezifischen Arbeit Der geschenkte Tag lässt Müller zudem unterschiedliche Konzepte von Zeit in einen Dialog treten: zum einen die physikalische Vorstellung von Zeit, die eine Unterteilung von Zeitabschnitten in objektive Einheiten erlaubt, zum anderen die menschlich-existenzielle Zeit, die sich dieser strikten Unterteilung entzieht. Die Arbeit misst insgesamt 6 × 65 Meter und besteht aus 24 großformatigen Leinwänden. Sie symbolisieren die 24 Stunden des Tages und wurden vom Künstler ausschließlich zur jeweiligen Stunde, für die die jeweilige Leinwand steht, bemalt. Die Ausstellung findet ihren Abschluss in den Gartenhallen, wo Müller weitere Werkgruppen präsentiert und die Besucher buchstäblich in die „Unterwelt“ begleitet.
Im Städel Museum entfaltet Müller mit den Mitteln der Malerei und über ihre Grenzen hinaus eine vielschichtige künstlerische Reflexion über die Bedeutung von Zeit, Sterblichkeit sowie überzeitlicher Liebe. Dabei wägt er auch die Möglichkeiten der Abstraktion ab und stellt die entscheidende Frage: Kann ein abstraktes Kunstwerk eine Geschichte erzählen?
„Die Besucher des Städel Museums sind eingeladen, in die Bildwelt Michael Müllers einzutauchen. Seine Gemälde zeigen eine kontemplative, nahezu meditative Arbeitsweise, die den Entstehungsprozess der Werke mitdenkt und thematisiert. Das Städel Museum präsentiert mit der Einzelausstellung zu Michael Müller einen Künstler, der in seinen neuesten Werken die Bedeutung und Grenzen der Malerei im 21. Jahrhundert reflektiert“, so Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums.
Svenja Grosser, Kuratorin der Ausstellung, führt weiter aus: „Vermeintliche Gegensätze wie Tag und Nacht, Tod und Leben, Realität und Abstraktion, Abbild und Bild werden in den Arbeiten Michael Müllers nicht nur gegenübergestellt, sondern auf der Leinwand zusammengefügt. Dabei spielen kulturelle und historische Bedingungen ebenso eine Rolle wie das Ausloten der Möglichkeiten von Malerei – ein elementarer Bestandteil von Müllers konzeptueller Arbeitsweise.“
Kuratorin: Svenja Grosser (Stellvertretende Leiterin Sammlung Gegenwartskunst, Städel Museum)
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ROEDERSTEIN: MIT ÜBER 50.000 BESUCHERN HEUTE SO ERFOLGREICH WIE DAMALS
SEIT DER ERÖFFNUNG HABEN BEREITS MEHR ALS 50.000 BESUCHER DIE RETROSPEKTIVE DER PORTRÄTMALERIN OTTILIE W. ROEDERSTEIN IM STÄDEL GESEHEN // NOCH BIS 16. OKTOBER
Über 50.000 Besucher haben die Ausstellung „FREI. SCHAFFEND. Die Malerin Ottilie W. Roederstein“ bereits seit ihrer Eröffnung im Städel Museum gesehen. Ottilie W. Roederstein (1859–1937), die einen Großteil ihres Lebens in Frankfurt und Hofheim verbrachte, zählte zu den erfolgreichsten Künstlerinnen der Zeit um 1900. Die umfassende Retrospektive öffnete am 20. Juli 2022 für das Publikum und gibt mit 75 Gemälden und Zeichnungen einen Überblick über die künstlerische Entwicklung der stilistisch vielseitigen Künstlerin. Als freischaffende Porträtmalerin war Ottilie W. Roederstein eine feste Größe im männlich dominierten Kunstbetrieb und setzte sich selbstbewusst über die vorherrschenden gesellschaftlichen Normen hinweg. Ihre Werke wurden in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen von Zürich über Paris und Frankfurt bis nach London und Chicago gezeigt und fanden große Anerkennung. Das Städel Museum erwarb 1902 Roedersteins Gemälde Lesende alte Frau als erstes Werk einer zeitgenössischen Künstlerin. Die Grundlage der Ausstellung bildet demnach die Sammlung des Städel Museums, die mit 28 Werken der Malerin neben dem Stadtmuseum Hofheim am Taunus und dem Kunsthaus Zürich über einen der bedeutendsten Bestände verfügt. Wie eng ihr Schaffen mit der Geschichte des Städel Museums und der Stadt Frankfurt verbunden ist, zeigt die Ausstellung ebenso anhand historischer Dokumente, Fotografien und Briefe aus dem Nachlass der Künstlerin, die dem Städel Museum 2019 von den Erben ihres Biografen Hermann Jughenn übereignet wurden.
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NEUE LEITERIN FÜR DIE GRAPHISCHE SAMMLUNG BIS 1800 IM STÄDEL MUSEUM
DR. ASTRID REUTER WECHSELT ZUM 1. NOVEMBER 2022 VON DER STAATLICHEN KUNSTHALLE KARLSRUHE NACH FRANKFURT
Das Städel Museum hat eine neue Leiterin der Graphischen Sammlung für die Kunst bis 1800. Die Kunsthistorikerin Dr. Astrid Reuter wechselt zum 1. November 2022 von Karlsruhe nach Frankfurt. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen vor allem im Bereich der französischen und deutschen Zeichenkunst und Druckgrafik vom 15. bis zum 19. Jahrhundert. Darüber hinaus bilden die Beschäftigung mit Künstlerinnen sowie der Sammlungs- und Mediengeschichte Akzente ihrer Arbeit. Sie ist Autorin zahlreicher Publikationen und wissenschaftlicher Beiträge. Astrid Reuter tritt die Nachfolge von Dr. Martin Sonnabend an, der als Sammlungsleiter der Graphischen Sammlung Ende September in den Ruhestand treten wird.
„Die Graphische Sammlung des Städel Museums verfügt über einen exzellenten Altmeisterbestand, für den wir als neue Sammlungsleiterin Astrid Reuter gewinnen konnten. Sie wird zukünftig für die wissenschaftliche Erforschung und publikumsorientierte Vermittlung des Sammlungsbestands zuständig sein. Mit Astrid Reuter kommt eine überaus erfahrene Kunsthistorikerin an das Städel Museum, die seit mehr als zwei Jahrzehnten in der Museums- und Ausstellungspraxis tätig ist. Ich freue mich, sie ab dem 1. November im Städel Museum begrüßen zu können“, kommentiert Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, die Neubesetzung.
Öffnungszeiten Studiensaal Graphische Sammlung: Mi, Fr 14.00–17.00 Uhr, Do 14.00–19.00 Uhr. Eine vorherige Anmeldung mit Angabe der Uhrzeit und Aufenthaltsdauer per E-Mail an graphischesammlung@staedelmuseum.de ist erforderlich.
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Gegenwartskunst hautnah erleben – Städel und BMW laden zu Live-Event
14. OKTOBER 2022, 19.00 Uhr
Das Städel Museum und BMW laden zu einer neuen Veranstaltungsreihe in die Sammlung Gegenwartskunst ein: STÄDEL INVITES – ein Live-Event mit Künstlerinnen und Künstlern. Den Auftakt bildet die Ausstellung „Michael Müller: Der geschenkte Tag. Kastor & Polydeukes“. Die Kuratorin und stellv. Sammlungsleiterin für Gegenwartskunst Svenja Grosser spricht am 14. Oktober 2022 um 19 Uhr mit dem deutsch-britischen Künstler Michael Anthony Müller über seine Kunst, Momente der Inspiration und die Ideen hinter seiner aktuellen Einzelausstellung. In dieser entfaltet Michael Müller mit den Mitteln der Malerei und über ihre Grenzen hinaus eine vielschichtige künstlerische Reflexion über die Bedeutung von Zeit, Sterblichkeit sowie überzeitlicher Liebe. Dabei wägt er auch die Möglichkeiten der Abstraktion ab und stellt die entscheidende Frage: Kann ein abstraktes Kunstwerk eine Geschichte erzählen?
Im Anschluss an das Gespräch laden Kurzführungen die Besucher ein, Verbindungen zwischen Michael Müllers Kunst und den Werken der Sammlung Gegenwartskunst zu entdecken. Auf mehr als 3000 m² fächert sich in den Gartenhallen des Museums eine Geschichte der Kunst nach 1945 auf. Rund 230 Arbeiten von 170 Künstlerinnen und Künstlern aus verschiedenen Schulen, Stilen und Gruppen eröffnen überraschende Vergleiche, Blickwinkel und Sichtachsen zwischen der unmittelbaren Gegenwart und ihren Wurzeln in den zurückliegenden Jahrzehnten. Drinks und ein DJ-Set von chimney runden den Abend ab.
Für STÄDEL INVITES MICHAEL MÜLLER sind Tickets im Online-Shop des Städel Museums sowie an der Abendkasse erhältlich.
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Wiedereröffnung Sammlung Kunst der Moderne
Meisterwerke der moderne ab dem 22. Oktober wieder zu sehen
Die Meisterwerke der Kunst der Moderne im Städel Museum sind ab dem 22. Oktober 2022 wieder für das Publikum zu sehen. In den zurückliegenden Sommermonaten wurde der Sammlungsbereich aufwendig umgestaltet. Die wiedereingerichtete Sammlung Kunst der Moderne präsentiert auf ca. 1100 m2 rund 180 herausragende Kunstwerke – darunter solche von Max Beckmann, Edgar Degas, Ernst-Ludwig Kirchner, Franz Marc, Lotte Laserstein, Paula Modersohn-Becker, Claude Monet oder Pierre-Auguste Renoir sowie jüngste Erwerbungen und Schenkungen etwa von Max Ernst und Wassily Kandinsky, neue Dauerleihgaben und lange nicht gezeigte, überraschende Arbeiten aus den reichen Beständen des Museums. Zudem sind weitere Werke von Künstlerinnen in der Sammlungspräsentation zu sehen, zum Beispiel von Eugenie Bandell, Gabriele Münter, Ottilie W. Roederstein oder Milly Steger. Außerdem öffnet ein dauerhaftes Kabinett für die Fotografie, in dem zukünftig wechselnde Ausstellungen wegweisender Fotografen gezeigt werden. Im Zuge der Umgestaltung wurde ein verändertes Farbkonzept umgesetzt, neueste Klimatechnik eingebaut und die gesamte Beleuchtung auf energiesparende LED-Technik umgerüstet.
Museumsdirektor Philipp Demandt über die Wiedereröffnung der Sammlung Kunst der Moderne: „Die Sammlung Kunst der Moderne zählt zu den großen Publikumslieblingen im Städel Museum. Sie gibt einen ausgezeichneten Überblick über die Entwicklung der europäischen Malerei- und Skulpturengeschichte im 19. und 20. Jahrhundert, ergänzt durch bedeutende Beiträge der Fotografie. Die Besucherinnen und Besucher können sich auf ein Wiedersehen mit Meisterwerken freuen und auf ein neues Kennenlernen herausragender Künstlerinnen und Künstler. Es gilt den kunsthistorischen Blick stetig zu öffnen, und das nicht nur in Überblicksausstellungen wie etwa zu Lotte Laserstein, Max Beckmann, Pierre-Auguste Renoir oder Ottilie W. Roederstein, sondern auch in der dauerhaften Präsentation unserer Sammlung.“
Kuratoren: Dr. Alexander Eiling (Sammlungsleiter Kunst der Moderne, Städel Museum), Dr. Juliane Betz (stellv. Sammlungsleiterin Kunst der Moderne, Städel Museum), Dr. des. Kristina Lemke (Sammlungsleiterin Fotografie, Städel Museum)
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HEREINSPAZIERT! STÄDEL LÄDT ZUM KOSTENFREIEN MUSEUMSBESUCH
STÄDEL OPEN HOUSE: Freier Eintritt ins Museum am 26. und 27. November mit Führungen und Workshop-Programm
Das Städel Museum lädt am ersten Adventswochenende – dem 26. und 27. November 2022 – zum kostenfreien Museumsbesuch ein. Mit STÄDEL OPEN HOUSE öffnet das Museum von 10 bis 18 Uhr seine Türen: Besucher können 700 Jahre europäische Kunstgeschichte entdecken – vom Mittelalter über die Renaissance, den Barock und die klassische Moderne bis in die unmittelbare Gegenwart. Ein Highlight ist die kürzlich wiedereröffnete Sammlung Kunst der Moderne mit Meisterwerken von Max Beckmann, Edgar Degas, Lotte Laserstein, Paula Modersohn-Becker, Claude Monet oder Pierre-Auguste Renoir. Die neue große Sonderausstellung „GUIDO RENI. Der Göttliche“ sowie „VOR DÜRER. Kupferstich wird Kunst“ und „Michael Müller: Der geschenkte Tag. Kastor & Polydeukes“ sind ebenfalls geöffnet. Während des gesamten Wochenendes können die Besucher an verschiedenen thematischen Führungen teilnehmen und durch die Sammlung flanieren. Bei offenen Workshops können Kinder nachmittags selbst kreativ werden. Familienführungen bieten zudem ein gemeinsames Erleben der Kunstwerke an. Unter freiem Himmel lockt der neu gestaltete Städel Garten zu einer Erkundungstour durch die Bildhauerei der letzten 100 Jahre.
„Mit STÄDEL OPEN HOUSE starten wir in eine Kunstsaison voller Meisterwerke! Dafür öffnen wir am ersten Adventswochenende kostenfrei die Türen für alle Besucherinnen und Besucher. Die jüngst neugestalteten Sammlungsräume des Städel Museums werden ebenso zu erleben sein wie die gerade eröffnete Sonderausstellung ‚GUIDO RENI. Der Göttliche‘. Mit dieser Einladung möchte das Städel Danke sagen für die überwältigende Unterstützung unseres Hauses durch Frankfurts Bürger, Stiftungen und Unternehmen in den zurückliegenden zwei Jahren“, so Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums.
Den vollständigen Pressetext mit dem gesamten Programm können Sie hier als PDF herunterladen.
WANDTEXTE
GUIDO RENI. Der Göttliche
23. NOVEMBER 2022 BIS 5. MÄRZ 2023
Ausstellungshaus
Einführung
Diese Ausstellung präsentiert den Malerstar des italienischen Barock: Guido Reni (1575–1642). Im 19. Jahrhundert geringgeschätzt und später von seinem Zeitgenossen Caravaggio an Popularität überflügelt, hat er heute im allgemeinen Bewusstsein nicht mehr den Platz inne, der ihm gebührt. In seiner Epoche hingegen ist Reni einer der erfolgreichsten und gefeiertsten Maler nicht nur in Italien, sondern in ganz Europa. Bedeutende Auftraggeber aus Adel und Klerus reißen sich um Werke von seiner Hand.
Schon zu Lebzeiten erhält Reni den Beinamen „der Göttliche“. Dieser bezieht sich zum einen auf seinen Ruhm als ein Künstler, der sich im Wissen um sein Können gelegentlich auch divenhaft gebärdet. Zum anderen verweist der Ehrentitel il divino auf seine Themenwelt: Guido ist der Maler des Göttlichen, gleich ob es um den christlichen Himmel oder die Götterwelt der antiken Mythologie geht. Mittels seiner anschaulichen Bildsprache übersetzt er die Unsichtbarkeit des Himmlischen in die Schönheit der Malerei.
Die Schau führt als erste seit über 30 Jahren Guido Renis Gemälde, Zeichnungen und Radierungen zusammen und eröffnet neue Perspektiven auf diese faszinierende Künstlerpersönlichkeit.
Die kompletten Wandtexte können Sie hier als PDF herunterladen.
PRESSEINFORMATION
Ausstellungsvorschau 2023
Frühe Meisterwerke der Italien-Fotografie / Von Rodin bis Picasso – Das Relief in der Kunst / Holbein und die Renaissance im Norden / Gegenwartskunst von Philipp Fürhofer, Ugo Rondinone, Victor Man und Miron Schmückle
Italien vor Augen. Frühe Fotografien ewiger Sehnsuchtsorte
23. Februar bis 3. September 2023
Auf dem Canal Grande schippernde Gondolieri, der schiefe Turm von Pisa oder die Altertümer Roms: Zahlreiche Fotografien von Giorgio Sommer (1834–1914), dem Unternehmen der Gebrüder Alinari (gegr. 1854), von Carlo Naya (1816–1882) oder auch von Robert Macpherson (1814–1872) prägten das Bild von Italien als Sehnsuchtsort. Das Städel Museum präsentiert in einer Ausstellung mit 90 Werken eine Auswahl der frühen Italienfotografie der Jahre 1850 bis 1880 aus der eigenen Sammlung. Noch heute wirken die Szenerien von damals fotografisch nach.
Philipp Fürhofer. Phantominseln
12. Mai bis 5. November 2023
Palmenblätter, Sonnenuntergänge, Wälder – an der Schnittstelle von Installation und Malerei strahlen dem Publikum in Leuchtkästen und Gemälden tropische Landschaften des Künstlers Philipp Fürhofer (*1982) entgegen. Doch die Naturromantik trügt: Unter aufgeplatzten Schichten von Malerei offenbart sich die Frage nach der existenziellen, wechselseitigen Beeinflussung von Mensch und Natur, einer kapitalistischen Zivilisation und der stetigen Zerstörung ihres eigenen Lebensraums. In einer konzentrierten Einzelausstellung präsentiert das Städel Museum neueste Werke des Künstlers.
Herausragend! Das Relief von Rodin bis Picasso
24. Mai bis 17. September 2023
Ist es Malerei, ist es Skulptur? Kein anderes künstlerisches Medium sprengt die Grenzen unseres Sehens wie das Relief. Es ist diese Unbestimmtheit, die es für die berühmtesten Künstlerinnen und Künstler seit jeher so reizvoll macht. Das Städel Museum präsentiert im Frühjahr 2023 eine große Überblicksausstellung über die Möglichkeiten des Reliefs von 1800 bis in die 1960er-Jahre. Gezeigt werden im wahrsten Sinne des Wortes herausragende Arbeiten aus rund 150 Jahren von Künstlerinnen und Künstlern wie Bertel Thorvaldsen, Jules Dalou, Auguste Rodin, Medardo Rosso, Paul Gauguin, Henri Matisse, Pablo Picasso und Alexander Archipenko sowie Hans Arp, Kurt Schwitters, Sophie Taeuber-Arp, Yves Klein, Louise Nevelson oder Lee Bontecou. Dafür vereint das Städel Museum – in Kooperation mit der Hamburger Kunsthalle – bedeutende Kunstwerke aus europäischen Museen in Frankfurt, etwa aus dem Petit Palais und dem Centre Pompidou in Paris, dem Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam, dem Kunstmuseum Basel oder dem Musée des Beaux-Arts Lyon, sowie selten zu sehende Arbeiten aus Privatsammlungen. Mit der Ausstellung wirft das Städel Museum einzigartige Schlaglichter auf den heute wenig bekannten Diskurs rund um dieses aufregende künstlerische Medium.
Ugo Rondinone. sunrise. east.
28. Juni bis 5. November 2023
Es sind groteske Wesen, die das Publikum im Städel Garten empfangen werden. Der Schweizer Künstler Ugo Rondinone (1964) verwandelt den markanten Hügel über den Gartenhallen in eine sonderbare Landschaft. In der Werkgruppe sunrise. east.* ordnet Rondinone jedem Monat einen Kopf mit charakteristischen und gleichsam stark reduzierten Gesichtszügen zu. Die Besucher des Städel Gartens sind eingeladen, allen zwölf Wesen – und damit allen Monaten – von Angesicht zu Angesicht zu begegnen, und die unterschiedlichen Freuden, Widrigkeiten und Emotionen eines ganzen Jahres im Schnelldurchlauf zu erleben.
Victor Man. Die Linien des Lebens
14. Oktober bis 4. Februar 2023
Intime, vorrangig kleinformatige und der Zeit scheinbar entrückte Gemälde zeichnen das Schaffen des rumänischen Künstlers Victor Man (*1974, Cluj) aus. Subtile Einflüsse der Vorrenaissance, aber auch Anklänge an den Symbolismus scheinen in seiner melancholischen Bildwelt auf. Das Städel Museum präsentiert inmitten der Sammlung Alte Meister eine Ausstellung mit Arbeiten der letzten zehn Jahre, die dem künstlerischen Schwerpunkt des Malers, Selbstbildnissen und Porträts, gewidmet ist. Sein Œuvre eröffnet zahlreiche kunsthistorische Referenzen und stellt zugleich eine einzigartige Position der zeitgenössischen Malerei dar. Es entsteht ein faszinierender Dialog zwischen Geschichte und Gegenwart.
Holbein und die Renaissance im Norden
2. November 2023 bis 18. Februar 2024
Die Maler Hans Holbein der Ältere und Hans Burgkmair der Ältere gelten neben Albrecht Dürer als Wegbereiter einer neuen Kunst: der Malerei der Renaissance. Das Zentrum dieser Kunst ist die Reichs- und Handelsmetropole Augsburg, die sich in nur wenigen Jahrzehnten zur Hauptstadt einer deutschen und zugleich internationalen Renaissance entwickelte. Das Städel Museum widmet – zusammen mit dem Kunsthistorischen Museum, Wien – dieser Zeitenwende in der Geschichte der Kunst im Herbst 2023 eine große Sonderausstellung. Erstmals werden eine bedeutende Anzahl der wichtigsten Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken von Hans Holbein d. Ä. (ca. 1460/70–1524) und Hans Burgkmair d. Ä. (1473–1531) in einer Ausstellung zusammengeführt. Ergänzt werden sie um Arbeiten weiterer Augsburger Künstler aus der Zeit von ca. 1480/90 bis etwa 1530 sowie um ausgewählte deutsche, italienische und niederländische Kunstwerke u. a. von Albrecht Dürer, Andrea Solario oder Hugo van der Goes, die entweder für städtische Auftraggeber entstanden oder aber das Schaffen von Holbein und Burgkmair vorbildhaft prägten. Die Ausstellung präsentiert so einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der Kunst Nordeuropas von der Spätgotik hin zur beginnenden Neuzeit.
Miron Schmückle. Flesh for Fantasy
1. Dezember 2023 bis 14. April 2024
Der rumänisch-deutsche Künstler Miron Schmückle (*1966, Sibiu/Hermannstadt) gehört zu den singulären Protagonisten der Gegenwartskunst. Aufgewachsen in Rumänien unter Ceausescu, träumte sich der Künstler bereits als Kind in andere Welten, die durch den Eisernen Vorhang jedoch für immer unerreichbar schienen. Die früh einsetzende Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte einerseits wie mit der Flora und Fauna ferner Länder andererseits mündete in einem einzigartig kohärenten künstlerischen Werk.
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PRESSEINFORMATION
Weihnachten und Neujahr in Städel und Liebieghaus
SONDERÖFFNUNGSZEITEN, RAHMENPROGRAMM ZU GUIDO RENI, VOR DÜRER, MICHAEL MÜLLER IM STÄDEL UND SPLENDID WHITE IM LIEBIEGHAUS, PROGRAMM-HIGHLIGHTS ZU GUIDO RENI AB JANUAR
Mit den Sonderöffnungszeiten laden das Städel Museum und die Liebieghaus Skulpturensammlung die Besucher während der gesamten Weihnachtsfeiertage, zwischen den Jahren und über Neujahr hinaus zum ausgiebigen Kunstgenuss am Museumsufer ein.
Das Städel Museum entdeckt in der großen Sonderausstellung „GUIDO RENI. Der Göttliche“ noch bis zum 5. März 2023 den einstigen Malerstar des italienischen Barock wieder. Zu seiner Zeit war Reni einer der erfolgreichsten und gefeiertsten Maler Europas und begehrt bei den bedeutendsten Auftraggebern. Im 19. Jahrhundert aufgrund anderer ästhetischer Vorlieben kaum geschätzt und später in die zweite Reihe verdrängt, hat er heute im allgemeinen Bewusstsein nicht mehr den Platz, den er verdient. Erstmals seit über 30 Jahren sind nun rund 130 seiner faszinierenden Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken in einer Ausstellung vereint und eröffnen damit einen neuen Blick auf Guido Reni.
In der Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung ist bis zum 22. Januar 2023 die Ausstellung „VOR DÜRER. Kupferstich wird Kunst“ zu sehen, mit der sich das Städel Museum dem frühen Kupferstich als künstlerischem Bildmedium widmet und an die 130 bedeutende deutsche und niederländische Blätter aus dem eigenen Bestand zeigt. Parallel dazu präsentiert das Städel Museum eine Einzelausstellung des deutsch-britischen Künstlers Michael Anthony Müller (geb. 1970). Mit „Michael Müller: Der geschenkte Tag. Kastor & Polydeukes“ führt der Künstler die Besucher in die mythologische Welt der griechischen Antike ein und reflektiert dabei über die Bedeutung von Zeit, Sterblichkeit sowie überzeitlicher Liebe.
Im Liebieghaus ist die Sammlungspräsentation „Splendid White“ mit mehr als 200 Elfenbeinkunstwerken aus der Zeit des Barock zu sehen. Damit ist die Elfenbein-Sammlung Reiner Winkler im Liebieghaus komplett und kann in ihrer ganzen Vielfalt und Pracht erlebt werden. Ein weiteres Highlight ist der kürzlich wiedereröffnete Sammlungsbereich Mittelalter mit wesentlichen Neuerwerbungen.
Während der Weihnachtsfeiertage sowie im neuen Jahr findet in beiden Häusern ein umfassendes Programm für Erwachsene, Kinder und Familien statt. Zu den aktuellen Sonderausstellungen werden regelmäßige Überblicks- und Abendführungen, Online-Touren, Atelierkurse sowie Sonderveranstaltungen angeboten.
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