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15.10.2026Ausstellungen

SurFace. Über Haut

Texte

SurFace. Über Haut 3.11.2026

2. DEZEMBER 2026 BIS 28. FEBRUAR 2027
Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung
Pressevorbesichtigung: Dienstag, 1. Dezember 2026, 11.00 Uhr
 
Die Haut ist seit jeher ein zentrales Motiv der Kunst. Sie bedeckt und umhüllt den Körper, begrenzt und schützt ihn, ermöglicht zu fühlen. Als hoch sensibles Sinnesorgan und sichtbare Grenze zwischen Körper und Außenwelt prägt sie die menschliche Erscheinung. Mit der Ausstellung „SurFace. Über Haut“ rückt das Städel Museum die Materialität, Darstellungsweise und Ausführung der Haut als künstlerisch gestaltete Oberfläche in den Fokus. Ausgehend von ausgewählten Zeichnungen und Druckgrafiken der Graphischen Sammlung versammelt die Schau rund 70 Werke verschiedener Medien und Epochen aus den Beständen des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung, darunter auch Fotografien, Gemälde und Skulpturen. Von der Antike über die Alten Meister und die Kunst der Moderne bis zur Gegenwart entfaltet sie ein vielschichtiges Panorama, das die Wiedergabe der Haut als eine der grundlegenden Aufgaben künstlerischer Praxis beleuchtet.
 
Die Körperoberfläche in der Kunst ist Spiegel von Erfahrungen und Emotionen, von Jugend und Alter und gleichzeitig sensibler Ort von Verletzlichkeit und Begehrlichkeit. Die Ausstellung stellt Kunstwerke von Hans Baldung gen. Grien, Pierre Bonnard, Albrecht Dürer, Hendrick Goltzius, Dora Maar, Raffael, Rembrandt Harmensz. van Rijn, Tizian und anderen einander gegenüber und verdeutlicht damit die Vielfalt gestalterischer Ansätze. Die Wahl der Materialien und Techniken prägt den künstlerischen Prozess, die Oberfläche, Haptik und Plastizität der Körperoberfläche wie auch ihre individuelle Wirkung auf den Betrachter. Die Ausgestaltung von Gesicht und Körper zeigt die Besonderheiten der Haut, ihre Beweglichkeit und Veränderlichkeit. Wunden erscheinen als Eingriffe in die geschlossene Körperoberfläche, Kleidung als formende Hülle, Berührungen als Grundlage zwischenmenschlicher Kommunikation und der physische Abdruck der Haut als einzigartige, individuelle Signatur. Die Ausstellung im Städel Museum schärft den Blick für die Oberfläche in der Kunst und macht sie für die Betrachter sinnlich erfahrbar.
 
Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, über die Ausstellung: „Die Darstellung der menschlichen Haut gehört zweifellos zu den faszinierendsten und zugleich herausforderndsten Themen der Kunst. Mit ‚SurFace. Über Haut‘ präsentieren wir erneut Schätze aus unserer Graphischen Sammlung gemeinsam mit bedeutenden Gemälden, Fotografien sowie plastischen Arbeiten aus der Liebieghaus Skulpturensammlung. Die Ausstellung entfaltet damit einen epochen- und medienübergreifenden Überblick von der Antike bis ins 20. Jahrhundert. Im Zentrum stehen Fragen der künstlerischen Praxis: Mit welchen Mitteln, Techniken und Materialien gelingt es, die Sinnlichkeit, Haptik und Wandlungsfähigkeit der Körperoberfläche erfahrbar zu machen? Haut wird heute zurecht als Ausdruck von Identität verstanden; diesen Blick ergänzen möchte unsere Ausstellung um einen kunsthistorischen Ansatz, der die Darstellung und Entwicklung in den Medien der Kunst betrachtet und damit einlädt, die eigene Wahrnehmung zu schärfen.“

Astrid Reuter, Leiterin der Graphischen Sammlung bis 1800 des Städel Museums: „Bereits der Ausstellungstitel ‘SurFace‘ verweist darauf: Wenn wir uns mit der Haut beschäftigen, dann bewegen wir uns an der Oberfläche des menschlichen Körpers, die – übersetzt in Zeichnung, Malerei und Skulptur – eins mit der Oberfläche des Kunstwerks wird. Wir nehmen sie als rau oder glatt, verletzlich, spröde und hart oder verführerisch weich wahr, möchten sie fühlend erkunden oder schrecken vor der Berührung zurück. Dieses Höchstmaß an Sensibilität, Beweglichkeit und Ausdruckskraft der Haut macht sie zu einem faszinierenden Thema der Kunst, das wir in der Ausstellung anhand von bekannten, aber auch bisher selten oder noch nie gezeigten Werken beleuchten.“

„SurFace. Über Haut“ wird durch die Förderung des Städelvereins ermöglicht.

Lesen Sie den gesamten Pressetext hier.

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Bilder

Die zur Verfügung gestellte/n Bilddatei/en darf/dürfen ausschließlich im Zusammenhang mit einer aktuellen medialen Berichterstattung zur genannten Ausstellung oder zum genannten Projekt des Städel Museums verwendet und nicht bearbeitet werden. Bei Verwendung sind der Urheber des Werks und die vom Städel Museum bereitgestellten Quellenangaben vollständig zu nennen.

Dora Maar, Mannequin mit Dauerwelle, 1935

François Gérard, Orpheus versucht Eurydike festzuhalten, ca. 1791

Hans Multscher, Heilige Dreifaltigkeit, ca. 1450

Raffael, Karyatide, ca. 1520

Tizian, Bildnis eines jungen Mannes, ca. 1510

Albrecht Dürer, Adam und Eva (Der Sündenfall), 1504

Claude Mellan, Das Antlitz Christi (Formatur unicus una), 1649

Hans Baldung Grien, Brustbild einer Frau, 1527

Hendrick Goltzius, Bildnis des Gillis van Breen, 1588

Parmigianino, Bärtiger Männerkopf nach rechts, ca. 1523–1525 (?)

Pierre Bonnard, Liegender Akt auf weiß blau kariertem Grund, ca. 1909

Rembrandt Harmensz. van Rijn, Adam und Eva, 1638

Max Beckmann, Der Traum vom Krieg, 1946

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