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Städel Newsroom Städel Museum

Bilder & Texte

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Vertreibung und Leben im Exil – Gesprächsabend zu Lotte Laserstein 9.1.2019

Anlässlich der Sonderausstellung „Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht“ (noch bis 17. März 2019) lädt das Städel Museum zu einem Gesprächsabend ein. Expertinnen und Experten sprechen über Vertreibung und Leben im Exil – Themen, die nicht nur die Biografie und das Werk der Malerin Lotte Laserstein (1898–1993) prägten, sondern auch heute gesellschaftlich relevant sind. Weitere Schwerpunkte des Abends sind die Themenkomplexe Vergessen, Wiederentdeckung sowie Antisemitismus. Allesamt Aspekte, die charakteristisch für die Rezeptionsgeschichte von Lasersteins künstlerischem Schaffen sind.

Beleuchtet werden diese übergreifenden Fragestellungen sowie die spezielle Lebensgeschichte Lotte Lasersteins aus unterschiedlichen Perspektiven in Form eines Kurzvortrags und anschließendem Gespräch. Zu Gast sind Dr. Anna-Carola Krausse, Kunsthistorikerin und Laserstein-Expertin, Dr. Eva Atlan, Sammlungsleiterin und Kuratorin des Jüdischen Museums Frankfurt, und Dr. Lars Dencik, Professor emeritus für Sozialpsychologie in Schweden. Dr. Krausse verfasste die grundlegende Monografie zu Laserstein, erstellte das Werkverzeichnis und kuratierte für das Verborgene Museum e.V. die erste umfassende Retrospektive der Künstlerin, die 2003 im Stadtmuseum Berlin zu sehen war. Dr. Atlan befasst sich eingehend mit jüdischen Künstlerinnen und Künstlern sowie deren Leben und Schaffen während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Dr. Dencik forscht zu den Themen Antisemitismus und Exil. Moderiert wird der Gesprächsabend im Metzler-Saal des Städel Museums von Dr. Alexander Eiling und Elena Schroll, den Kuratoren der Städel-Ausstellung.

Durch Porträts ihrer Zeitgenossen machte sich die Malerin Lotte Laserstein im pulsierenden Berlin der Weimarer Republik einen Namen. Sie beteiligte sich an zahlreichen Ausstellungen und Wettbewerben und erhielt viel Lob von der Kunstkritik. Nach der frühen Anerkennung endete ihre Karriere jedoch schlagartig: Aufgrund der politischen Bedingungen im Nationalsozialismus wurde die Malerin, die zwar christlich getauft war, doch aufgrund ihrer Großeltern als jüdisch deklariert wurde, zunehmend aus dem öffentlichen Kulturbetrieb ausgeschlossen. Im Jahr 1937 gelang es ihr, Deutschland zu verlassen und nach Schweden zu emigrieren. Auf sich allein gestellt und die Landessprache nicht beherrschend, schaffte sie es dennoch, sich eine neue Existenz aufzubauen und nahm ihre Maltätigkeit wieder auf. Besonders zahlreiche Auftragsarbeiten ermöglichten es der Künstlerin, bis zu ihrem Tod im Jahr 1993 von der Malerei zu leben. Sie kehrte nie wieder nach Deutschland zurück, fühlte sich jedoch – wie zahlreiche Briefe belegen – auch in ihrer neuen Heimat nie ganz zu Hause. Auch künstlerisch konnte sie nicht mehr an ihre frühen Erfolge in Deutschland anknüpfen. Abgeschnitten von der internationalen Kunstszene verschwand ihr Werk weitgehend aus der öffentlichen Wahrnehmung.

GESPRÄCHSABEND: LOTTE LASERSTEIN
DONNERSTAG, 24. JANUAR 2019, 19.00 UHR

Mit Dr. Anna-Carola Krausse, Dr. Eva Atlan und Dr. Lars Dencik, moderiert von Dr. Alexander Eiling und Elena Schroll, den Kuratoren der Ausstellung „Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht“

Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de, Telefon +49(0)69-605098-200, Fax +49(0)69-605098-111
Ort: Metzler-Saal, Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Anmeldung erforderlich: unter +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de
Eintritt: Die Teilnahmegebühr ist im Eintrittspreis enthalten

Die Veranstaltung entsteht in Zusammenarbeit des Städel Museums, Frankfurt am Main, mit dem Schwedischen Honorargeneralkonsulat und dem Jüdischen Museum Frankfurt.

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Veranstaltungsprogramm Februar 2019 7.1.2019

Veranstaltungsprogramm Februar 2019

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Wechsel in der Städel Administration 14.12.2018

Nach fast 25-jähriger Mitgliedschaft hat in der heutigen Administrationssitzung Hilmar Kopper auf eigenen Wunsch sein Amt als Administrationsmitglied des Städelschen Kunstinstituts zum Jahresende niedergelegt. Sein Nachfolger wird Wolfgang Kirsch, der dem Städel Museum und der Liebieghaus Skulpturensammlung bereits langjährig eng verbunden ist. Die Administration bildet den Vorstand der Museumsstiftung. Sie wird nach dem Willen des Stifters Johann Friedrich Städel von fünf ehrenamtlichen Administratoren geleitet.
Hilmar Kopper wurde 1994 als Nachfolger von Hermann Josef Abs in die Administration des Städel berufen und hat seitdem die erfolgreiche Entwicklung des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung maßgeblich mitgestaltet. So begleitete er das Städel Museum – über vier Direktoren hinweg – in einer wegweisenden Phase. Die bauliche Sanierung Ende der 90er-Jahre und die signifikante Erweiterung des Museums durch die unterirdischen Gartenhallen 2012 – beides von Hilmar Kopper nachhaltig unterstützt und gefördert – waren die äußeren Meilensteine in der Entwicklung des Hauses; aber auch die innere Erweiterung und der markante Ausbau der Sammlung u.a. durch die Übergabe der Deutschen Bank von 600 Kunstwerken aus ihrer Sammlung an das Städel, sind mit seinem Namen verbunden.

„Hilmar Kopper war für das Städel Museum ein Glücksfall. Seine langjährige Erfahrung, sein großes Fachwissen und vor allem seine großzügige Unterstützung haben unser Haus sehr bereichert. Für seine immerwährende Fürsprache in den Belangen der Institution bei der Frankfurter Bürgerschaft sind wir ihm zu tiefstem Dank verpflichtet. Wir sind sehr froh, dass es uns gelingen konnte, mit Wolfgang Kirsch einen würdigen Nachfolger für Herrn Kopper in diesem Amt zu gewinnen“, betont Prof. Dr. Nikolaus Schweickart, Vorsitzender der Administration.

„Wir bedanken uns für die vielen Jahre des außerordentlichen Engagements für das Städel Museum bei Hilmar Kopper. Seine starke Persönlichkeit, die fortwährenden wertvollen Anregungen und seine herausragende Expertise werden lange in Erinnerung bleiben“ so Dr. Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung.

Neu in die Administration eintreten wird mit Jahresbeginn Wolfgang Kirsch. Er setzt sich bereits seit 2007 als Gründungsmitglied des Städelschen Kuratoriums für die Beratung und Förderung der Aktivitäten des Museums ein. Auch im Rahmen seiner Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender der DZ Bank hat er enge Verbindungen zum Städel Museum gepflegt. Neben der partnerschaftlichen Begleitung des Finanzinstituts von wichtigen Projekten und Ausstellungen war Kirsch maßgeblich dafür verantwortlich, dass 2008 zum 125-jährigen Jubiläum der DZ Bank ein Sammlungskonvolut von 220 fotografischen Werken an das Städel Museum übergeben werden konnte.

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Tizian und die Renaissance in Venedig 12.12.2018

PRESSEINFORMATION

Ab dem 13. Februar 2019 widmet sich das Städel Museum in der groß angelegten Sonderausstellung „Tizian und die Renaissance in Venedig“ mit über 100 Meisterwerken einem der folgenreichsten Kapitel der europäischen Kunstgeschichte: der venezianischen Malerei der Renaissance. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts entwickeln die Künstler der Lagunenstadt eine eigenständige Spielart der Renaissance, die auf rein malerische Mittel und die Wirkung von Licht und Farbe setzt. Einer der wichtigsten Vertreter ist Tizian (um 1488/90–1576), der zeit seines Lebens die zentrale Figur in der venezianischen Kunstszene bleibt. Mit über 20 seiner Werke versammelt die Frankfurter Schau die umfangreichste Auswahl, die in Deutschland je gezeigt wurde. Darüber hinaus sind unter anderem Gemälde und Zeichnungen von Giovanni Bellini (um 1435-1516), Jacopo Palma il Vecchio (1479/80-1528), Sebastiano del Piombo (um 1485-1547), Lorenzo Lotto (um 1480-1556/57), Jacopo Tintoretto (um 1518/19-1594), Jacopo Bassano (um 1510-1592) oder Paolo Veronese (1528–1588) zu sehen. Die Ausstellung bietet einen umfassenden Einblick in die künstlerische und thematische Bandbreite der Renaissance in Venedig und macht anschaulich, warum sich Künstlerinnen und Künstler der nachfolgenden Jahrhunderte immer wieder auf die Werke dieser Zeit beziehen. In einer Folge von acht thematischen Kapiteln werden ausgewählte Aspekte vorgestellt, die für die venezianische Malerei des 16. Jahrhunderts charakteristisch sind. Dazu gehören etwa atmosphärisch aufgeladene Landschaftsdarstellungen, Idealbilder schöner Frauen (die sogenannten „Belle Donne“) oder die Bedeutung der Farbe für die Kunst der Venezianer. Die thematisch angelegten Sektionen ergeben ein systematisches Panorama des umfangreichen Materials. Neben dem venezianischen Bestand der Städelschen Sammlung, zu dem etwa Tizians Bildnis eines jungen Mannes (um 1510) gehört, werden hochkarätige Leihgaben aus mehr als 60 deutschen und internationalen Museen gezeigt.

Ermöglicht wurde die Ausstellung durch die Förderung der Dagmar-Westberg-Stiftung und der Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH.

„Dieses wirkmächtige Klassikerthema der Kunstgeschichte ist in den deutschen Museen erst in jüngster Zeit stärker ins Blickfeld geraten. So erfüllt es uns mit großer Freude, dass wir in Frankfurt zum ersten Mal überhaupt in Deutschland ein so umfassendes, durch Schwerpunkte strukturiertes Panorama der venezianischen Malerei der Renaissance präsentieren können“, so Städel Direktor Philipp Demandt.

Tizians Zeitgenossen wie Sebastiano del Piombo oder Lorenzo Lotto verbreiten die Innovationen bald auch außerhalb der Stadtgrenzen Venedigs. Ab den 1540er-Jahren tritt mit Jacopo Tintoretto, Paolo Veronese und Jacopo Bassano eine neue Künstlergeneration auf den Plan, die ebenfalls um Aufträge wetteifert. Tizian setzt jedoch für Konkurrenten und Bewunderer gleichermaßen die Messlatte.
„Kaum ein Bereich der Kunstgeschichte hat eine so kontinuierliche Rezeption erfahren. Tizian, Tintoretto und Veronese ist dabei eine Bewunderung zuteilgeworden wie sonst nur Michelangelo und Raffael“, betont Bastian Eclercy, Kurator der Ausstellung.

Ausstellungsrundgang
Zum Auftakt des Ausstellungsrundgangs werden die Besucherinnen und Besucher zunächst exemplarisch ins Venedig des 16. Jahrhunderts geführt. In dem von Anton Kolb verlegten Riesenholzschnitt Ansicht von Venedig (1498–1500; Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum), basierend auf einem Entwurf von Jacopo de’ Barbari, wird durch die ungewöhnliche Vogelperspektive die einmalige Topografie der Lagunenstadt mit erstaunlicher Präzision anschaulich.

Das zentral positionierte Großformat Ruhe auf der Flucht nach Ägypten (um 1572; Sarasota, FL, The John and Mable Ringling Museum of Art) von Paolo Veronese führt unmittelbar in das erste Kapitel des Rundgangs ein, in dem eine typisch venezianische Variante des in Italien dominierenden Marienbildes thematisiert wird. Das exotische Altarbild gilt in seiner malerischen Ausführung als ein Hauptwerk der venezianischen Renaissance und markiert gleichzeitig End- und Höhepunkt der Entwicklung einer Bildgattung, der sogenannten „Sacra Conversazione“ („Heiliges Gespräch“). Diese erfährt im 16. Jahrhundert eine Belebung durch die verstärkte Interaktion der abgebildeten Figuren. Besonders in Venedig wird die traditionelle Madonna mit Kind häufig zu einer Gruppe verschiedener Akteure erweitert. Von den Mariendarstellungen in üppiger Landschaft geht der Rundgang unmittelbar zum Thema der Landschaftsmalerei über – einer der großen Errungenschaften der venezianischen Renaissance. Zwar bleibt die Landschaft stets an Figurenerzählungen geknüpft, erlangt jedoch erstmals eine zentrale Funktion als Stimmungsträger. In diesem Teil der Ausstellung werden sowohl die lyrischen Landschaften des frühen Tizian als auch die dramatisch aufgeladenen Darstellungen von Veronese oder Bassano gezeigt. Diese bilden die Grundlage für die spätere Etablierung der Landschaft als autonome Gattung. Vor allem bei mythologischen Themen lassen die Maler das in der antiken Dichtung romantisierte Arkadien als idealen Ort wiederaufleben.

Die Ausstellungsräume öffnen sich nun in eine von Arkaden durchzogene Architektur. Inhaltlich wird die zuvor bereits angedeutete Inspiration durch die Dichtkunst als eigenes Genre beleuchtet. Die mythologische Malerei des venezianischen Cinquecento gibt sich nicht mehr nur mit der Illustration literarischer Stoffe zufrieden, sondern beansprucht einen ebenbürtigen Status in der poetischen Freiheit der Erfindung. Stellvertretend hierfür stehen unter anderem Tizians Knabe mit Hunden in einer Landschaft (um 1570–76; Rotterdam, Museum Boijmans Van Beuningen) und das auf den ersten Blick ähnlich anmutende Werk Paolo Veroneses Amor mit zwei Hunden (um 1580; München, Alte Pinakothek), deren Deutung bis heute Rätsel aufgibt.

Im letzten Abschnitt des ersten Ausstellungsteils werden die Besucherinnen und Besucher nur scheinbar zurück in die Realität geführt. Denn wirklichkeitsgetreue Frauenbildnisse sind in Venedig selten, die „Idealbildnisse“ schöner Frauen jedoch zahlreich vertreten. Oftmals werden sie der Porträtmalerei zugeordnet. Bei den abgebildeten „Belle Donne“ handelt es sich aber wohl nicht um konkrete Personen, sondern vielmehr um ein poetisches Ideal weiblicher Schönheit. Sebastiano del Piombos faszinierende Dame in Blau mit Parfümbrenner (um 1510/11; Washington, National Gallery of Art), die hier durch eine neue Deutung erstmals als frühes Beispiel dieser Gattung identifiziert werden konnte, zeigt jenen Frauentypus exemplarisch: ein rundliches Gesicht, volle Lippen, ein geheimnisvoller Blick und dunkelblondes Haar. Ein Exkurs in dieser Sektion beschäftigt sich anhand des Kostümbuchs De gli habiti antichi et moderni di diverse parti del mondo (1590; Über die alten und modernen Kostüme der verschiedenen Teile der Welt) von Cesare Vecellio, einem Cousin Tizians, mit der zeitgenössischen Mode in Venedig und darüber hinaus.

Der zweite Teil des Rundgangs befindet sich im ersten Obergeschoss des Ausstellungshauses. Ausgehend vom Frankfurter Jünglingsbildnis aus Tizians Frühwerk wird zunächst untersucht, wie das venezianische Männerporträt im Cinquecento zur Blüte gelangt und die europäische Bildnismalerei nachhaltig beeinflusst. Charakteristisch sind die auf Baldassare Castigliones Libro del cortegiano (1528; Das Buch vom Hofmann) basierenden Porträts lässig-eleganter junger Männer in Schwarz, etwa von Tizian oder Tintoretto. Aber auch kostbar gekleidete Hermelinträger oder Bildnisse der Dogen, der Staatsoberhäupter der Republik Venedig, prägen das Bild jener Zeit. Im Zentrum des Raumes stehen drei Darstellungen von Männern in prachtvoller Rüstung. Die besondere Virtuosität, die den Malern dabei abverlangt wird, zeigt sich beispielhaft an Sebastiano del Piombos Mann in Rüstung (um 1511/12; Hartford, Wadsworth Atheneum Museum of Art) oder Tizians Bildnis des Alfonso d’Avalos (um 1533; Los Angeles, The J. Paul Getty Museum), deren changierende Effekte auf den Rüstungen fast einem realen Lichteindruck gleichen.
Farbe und Effekte – die Renaissance in Venedig zeichnet sich im Gegensatz zu der stärker auf der Zeichnung basierenden Malerei in Florenz und Rom vor allem durch die Kunst der Farbe, den sogenannten „Colorito“ aus. Es wird deutlich, wie Venedig als Zentrum des Farbenhandels die Malerei begünstigt. Das venezianische Kolorit reicht vom Beerenton bis zum düsteren Schwarz, vom Helldunkel bis hin zur leuchtenden Buntfarbigkeit. Im Unterschied zu den meist porzellanhaft glatten Oberflächen, wie sie die Florentiner bevorzugen, belassen die Venezianer den Pinselstrich als Spur des Malakts oft deutlich sichtbar.
Das vorletzte Kapitel der Schau erörtert die Rezeption der Florentiner Kunst im venezianischen Cinquecento. An der florentinischen Kunst beeindruckt die Venezianer vor allem die an der Antike geschulte Darstellung muskulöser männlicher Aktfiguren, die Michelangelo perfektioniert. Die Männerakte Tizians, wie seine Frankfurter Studie für den heiligen Sebastian (um 1520) und der Heilige Johannes der Täufer (um 1530–33; Venedig, Gallerie dell’Accademia), oder Tintorettos Heiliger Hieronymus (um 1571/72; Wien, Kunsthistorisches Museum) zeugen von einer eingehenden künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Vorbild und einer gegenseitigen Beeinflussung.

Im Schlusskapitel der Ausstellung sind einige exemplarische Arbeiten aus dem weiten Feld der Wirkungsgeschichte versammelt. Viele der bedeutendsten Künstlerinnen und Künstler schulen sich an der farbgewaltigen Malerei und exportieren diese, wie etwa El Greco nach Spanien. Von Tizian und Veronese lernen beispielsweise auch die großen französischen Malerinnen und Maler des 19. Jahrhunderts, wie etwa Théodore Géricault. Thomas Struth macht zuletzt die zeitgenössische Musealisierung der venezianischen Malerei zum Gegenstand seiner Fotografien und kehrt das Verhältnis um: Die Betrachtenden der Bilder werden im Bild selbst zu Betrachteten. In diesem Fall von den Besucherinnen und Besuchern im Frankfurter Städel.

TIZIAN UND DIE RENAISSANCE IN VENEDIG

Kurator: Dr. Bastian Eclercy, Sammlungsleiter italienische, französische und spanische Malerei vor 1800, Städel Museum
Wissenschaftliche Beratung: Prof. Dr. Hans Aurenhammer, Kunstgeschichtliches Institut, Goethe-Universität Frankfurt am Main
Projektleitung: Adela Kutschke, wiss. Mitarbeiterin, Städel Museum
Ausstellungsdauer: 13. Februar bis 26. Mai 2019
Information: www.staedelmuseum.de
Besucherservice und Führungen: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do + Fr 10.00–21.00 Uhr
Sonderöffnungszeiten (10.00–18.00 Uhr): 19.4., 21.4., 22.4., 1.5.
Eintritt: Sa, So + Feiertage 16 Euro, ermäßigt 14 Euro Di – Fr 14 Euro, ermäßigt 12 Euro; Familienkarte 24 Euro; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren; Gruppen ab 10 regulär zahlenden Personen: ermäßigter Eintrittspreis pro Person. Für Gruppen ist vorab eine Anmeldung unter Telefon +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich.
Early-Bird-Ticket: 12 Euro (limitiertes Angebot ab sofort online unter shop.staedelmuseum.de erhältlich)
Überblicksführungen durch die Ausstellung: Di 15.00 Uhr, Mi 13.00 Uhr, Do 18.30 Uhr, Fr 18.00 Uhr, Sa 16.00 Uhr, So 12.00 Uhr sowie Fr 19.4. und Mo 22.4. jeweils 16.00 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Tickets für die Führungen sind im Vorfeld für 5 Euro zzgl. Eintritt online unter shop.staedelmuseum.de erhältlich oder zwei Stunden vor Führungsbeginn an der Kasse.
Kartenvorverkauf: shop.staedelmuseum.de

Rahmenprogramm: Standpunkte zur Kunst: Do 28.2., 19.00 Uhr: Prof. Peter Humfrey (University of St Andrews), „Exhibiting Titian“. Vortrag in englischer Sprache. Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten; Anmeldung unter: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de Do 2.5., 19.00 Uhr: Prof. Dr. Hans Aurenhammer (Goethe-Universität Frankfurt am Main), „Allzu menschliche Götter? Parodistisches in venezianischen Mythologien von Bellini bis Tintoretto“. Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten; Anmeldung unter: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de
Die Ausstellung wird von einem umfassenden Rahmenprogramm begleitet. Eine aktuelle Übersicht finden Sie unter www.staedelmuseum.de.

Katalog: Zur Ausstellung erscheint im Prestel Verlag ein umfassender, von Bastian Eclercy und Hans Aurenhammer herausgegebener Katalog mit einem Vorwort von Philipp Demandt und Beiträgen von Maria Aresin, Hans Aurenhammer, Andrea Bayer, Anne Bloemacher, Daniela Bohde, Beverly Louise Brown, Stefanie Cossalter-Dallmann, Benjamin Couilleaux, Heiko Damm, Rita Delhées, Jill Dunkerton, Bastian Eclercy, Martina Fleischer, Iris Hasler, Frederick Ilchman, Roland Krischel, Ann Kathrin Kubitz, Adela Kutschke, Sofia Magnaguagno, Tom Nichols, Tobias Benjamin Nickel, Susanne Pollack, Volker Reinhardt, Julia Saviello, Francesca Del Torre Scheuch, Catherine Whistler und Matthias Wivel. Deutsche Ausgabe, 272 Seiten, 39,90 Euro (Museumsausgabe), englische Ausgabe, 272 Seiten, 49 Euro (Buchhandelspreis).
Begleitheft: Es erscheint ein Begleitheft in deutscher Sprache, 7,50 Euro.
Digitorial®: Das Digitorial wird durch die Fazit Stiftung ermöglicht. Es ist ab 23. Januar 2019 unter tizian.staedelmuseum.de abrufbar.
Audiotour: Die Audiotour führt in deutscher und englischer Sprache durch die Ausstellung. Die deutsche Audiotour wird von der TV-, Film- und Theaterschauspielerin Julia Jäger gesprochen. Bekannt u. a. als Paola Brunetti in der Krimireihe „Donna Leon“ oder durch den Oscar-prämierten Kurzfilm „Spielzeugland“. Die Tour ist als kostenlose App für die Betriebssysteme iOS und Android erhältlich und kann bequem von zu Hause auf das Smartphone geladen werden. Vor Ort im Museum kann der Audioguide zu einem Preis von 4,50 Euro (8 Euro für zwei Audioguides) ausgeliehen werden.
Social Media: Das Städel Museum kommuniziert die Ausstellung in den sozialen Medien mit den Hashtags #tizian, #renaissance, #venedig.

Gefördert durch: Dagmar-Westberg-Stiftung und Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH
Zusätzliche Unterstützung durch: Fazit Stiftung

Medienpartner: Süddeutsche Zeitung und Weltkunst
Kulturpartner: hr2-kultur

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Weihnachten und Neujahr in Schirn, Städel und Liebieghaus 10.12.2018

Die Sonderöffnungszeiten der Schirn Kunsthalle Frankfurt, des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung ermöglichen den Besucherinnen und Besuchern auch während der Weihnachtsfeiertage, in der Zeit zwischen den Jahren und an den Ferientagen ausgiebigen Kunstgenuss. Während der gesamten Weihnachtsferien findet ein abwechslungsreiches Vermittlungs- und Veranstaltungsprogramm für Kinder, Familien und Erwachsene statt. Zu den aktuellen Ausstellungen werden in allen drei Häusern Überblicksführungen sowie Kinderstunden und Familienprogramm angeboten, in Städel und Liebieghaus zudem thematische Führungen durch die Sammlungen. Im Januar gibt es verschiedene Ferienangebote für Kinder von 4 bis 12 Jahren.

Sonderöffnungszeiten

SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT
Montag, 24.12.2018, geschlossen
Dienstag, 25.12.2018, 10.00–19.00 Uhr
Mittwoch, 26.12.2018, 10.00–19.00 Uhr
Montag, 31.12.2018, geschlossen
Dienstag, 1.1.2019, 11.00–19.00 Uhr
Die MINISCHIRN bleibt vom 24. bis 26.12.2018 sowie am 31.12.2018 und 1.1.2019 geschlossen.

STÄDEL MUSEUM
Montag, 24.12.2018, geschlossen
Dienstag, 25.12.2018, 10.00–18.00 Uhr
Mittwoch, 26.12.2018, 10.00–18.00 Uhr
Montag, 31.12.2018, geschlossen
Dienstag, 1.1.2019, 11.00–18.00 Uhr

LIEBIEGHAUS SKULPTURENSAMMLUNG
Montag, 24.12.2018, geschlossen
Dienstag, 25.12.2018, 10.00–18.00 Uhr
Mittwoch, 26.12.2018, 10.00–18.00 Uhr
Montag, 31.12.2018, geschlossen
Dienstag, 1.1.2019, 11.00–18.00 Uhr

Ausstellungen

Die Schirn widmet sich in einer großen Themenausstellung mit über 100 bedeutenden Kunstwerken der Faszination der „Wildnis“ von der Moderne bis zur Gegenwart. Gleichzeitig beleuchtet die Kunsthalle mit „König der Tiere. Wilhelm Kuhnert und das Bild von Afrika“ das Leben und Werk des Malers Wilhelm Kuhnert – sowohl vor dem Hintergrund der Kunst- und Naturwissenschaftsgeschichte als auch der deutschen Kolonialgeschichte.
Das Städel präsentiert die Sonderausstellung „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“. Ausgehend von Vasarelys Op-Art widmet sich die Retrospektive vor allem dem noch unbekannten Frühwerk des Künstlers. Mit „Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht“ würdigt die zweite Sonderausstellung eine über die Zeit in Vergessenheit geratene Künstlerin und zeigt das umfassende Œuvre der Berlinerin.
Das Liebieghaus erzählt in „Medeas Liebe und die Jagd nach dem Goldenen Vlies“ anhand antiker Objekte einen spannenden Mythos der griechischen Sagenwelt, die Geschichte um Medea, Jason und die Argonauten.

Vermittlungs- und Veranstaltungsprogramm während der Feiertage

SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT
Dienstag, 25. Dezember 2018
15.00 Uhr KINDERSTUNDE: FAMILIENFÜHRUNG in der Ausstellung „König der Tiere. Wilhelm Kuhnert und das Bild von Afrika“. Für Kinder ab 6 Jahren. Dauer: ca. 120 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
15.00 Uhr ÖFFENTLICHE FÜHRUNG in der Ausstellung „Wildnis“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
17.00 Uhr ÖFFENTLICHE FÜHRUNG in der Ausstellung „König der Tiere. Wilhelm Kuhnert und das Bild von Afrika“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket

Mittwoch, 26. Dezember 2018
11.00 Uhr KINDERSTUNDE XS in der Ausstellung „König der Tiere. Wilhelm Kuhnert und das Bild von Afrika“. Ästhetische Frühförderung für Kinder von 4–6 Jahren. Dauer: ca. 90 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
15.00 Uhr KINDERSTUNDE: FAMILIENFÜHRUNG in der Ausstellung „Wildnis“. Für Kinder ab 6 Jahren. Dauer: ca. 120 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
15.00 Uhr ÖFFENTLICHE FÜHRUNG in der Ausstellung „Wildnis“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
17.00 Uhr ÖFFENTLICHE FÜHRUNG in der Ausstellung „König der Tiere. Wilhelm Kuhnert und das Bild von Afrika“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket

Sonntag, 30. Dezember 2018
11.00 Uhr KINDERSTUNDE XS in der Ausstellung „Wildnis“. Ästhetische Frühförderung für Kinder von 4–6 Jahren. Dauer: ca. 90 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
15.00 Uhr KINDERSTUNDE: FAMILIENFÜHRUNG in der Ausstellung „König der Tiere. Wilhelm Kuhnert und das Bild von Afrika“. Für Kinder ab 6 Jahren. Dauer: ca. 120 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
15.00 Uhr ÖFFENTLICHE FÜHRUNG in der Ausstellung „Wildnis“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
17.00 Uhr ÖFFENTLICHE FÜHRUNG in der Ausstellung „König der Tiere. Wilhelm Kuhnert und das Bild von Afrika“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket

Dienstag, 1. Januar 2019
15.00 Uhr ÖFFENTLICHE FÜHRUNG in der Ausstellung „Wildnis“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
17.00 Uhr ÖFFENTLICHE FÜHRUNG in der Ausstellung „König der Tiere. Wilhelm Kuhnert und das Bild von Afrika“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket

Alle Informationen und Vermittlungsangebote auch unter: www.schirn.de/kalender

STÄDEL MUSEUM
Dienstag, 25. Dezember 2018
12.00 Uhr ÜBERBLICKSFÜHRUNG in der Ausstellung „Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, Online-Kombiticket oder Ticket vor Ort, Teilnehmerzahl begrenzt
15.00 Uhr ÜBERBLICKSFÜHRUNG in der Ausstellung „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, Online-Kombiticket oder Ticket vor Ort, Teilnehmerzahl begrenzt

Mittwoch, 26. Dezember 2018
12.00 Uhr ÜBERBLICKSFÜHRUNG in der Ausstellung „Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, Online-Kombiticket oder Ticket vor Ort, Teilnehmerzahl begrenzt
15.00 Uhr WEIHNACHTLICHE FAMILIENFÜHRUNG für Familien mit Kindern ab 4 Jahren: Reich beschenkt. Die Anbetung der Heiligen Drei Könige. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
15.00 Uhr KUNST UND RELIGION SPEZIAL: Pure Überwältigung. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
16.00 Uhr ÜBERBLICKSFÜHRUNG in der Ausstellung „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, Online-Kombiticket oder Ticket vor Ort, Teilnehmerzahl begrenzt

Sonntag, 30. Dezember 2018
14.00 Uhr ÜBERBLICKSFÜHRUNG in der Ausstellung „Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket

Dienstag, 1. Januar 2019
12.00 Uhr ÜBERBLICKSFÜHRUNG in der Ausstellung „Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, Online-Kombiticket oder Ticket vor Ort, Teilnehmerzahl begrenzt
15.00 Uhr ÜBERBLICKSFÜHRUNG in der Ausstellung „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, Online-Kombiticket oder Ticket vor Ort, Teilnehmerzahl begrenzt

Alle Informationen und Vermittlungsangebote auch unter: www.staedelmuseum.de/kalender

LIEBIEGHAUS SKULPTURENSAMMLUNG
Dienstag, 25. Dezember 2018
16.00 Uhr ÜBERBLICKSFÜHRUNG durch die Ausstellung „Medeas Liebe und die Jagd nach dem Goldenen Vlies“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket

Mittwoch, 26. Dezember 2018
11.00 Uhr FAMILIENFÜHRUNG: In Bethlehems Stall. Für Kinder ab 4 Jahren. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
16.00 Uhr FÜHRUNG durch die Ausstellung „Medeas Liebe und die Jagd nach dem Goldenen Vlies“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket

Sonntag, 30. Dezember 2018
11.00 Uhr SONNTAGSFÜHRUNG: Reality Check: Zaubertränke und übernatürliche Kräfte im Mythos Medea, in der Ausstellung „Medeas Liebe und die Jagd nach dem Goldenen Vlies“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
15.00 Uhr OFFENES ATELIER in der Tonwerkstatt: Helden, Götter, Fabelwesen. Zur Ausstellung „Medeas Liebe und die Jagd nach dem Goldenen Vlies“. Für Kinder ab 6 Jahren. Dauer: ca. 120 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket
16.00 Uhr ÜBERBLICKSFÜHRUNG durch die Ausstellung „Medeas Liebe und die Jagd nach dem Goldenen Vlies“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket

Dienstag, 1. Januar 2019
16.00 Uhr ÜBERBLICKSFÜHRUNG durch die Ausstellung „Medeas Liebe und die Jagd nach dem Goldenen Vlies“. Dauer: ca. 60 Minuten, ohne Anmeldung, mit gültigem Ausstellungsticket

Alle Informationen und Vermittlungsangebote auch unter: www.liebieghaus.de/kalender

Vermittlungs- und Veranstaltungsprogramm in den Weihnachtsferien

SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT
Ferienprogramm „König der Tiere“, 9–12 Jahre, zweitägig
Montag und Dienstag, 8.–9. Januar sowie Mittwoch und Donnerstag, 10.–11. Januar 2019, jeweils 14–17 Uhr
Gemeinsam wird die Ausstellung des „Löwen-Malers“ Wilhelm Kuhnert entdeckt, der nach Afrika gereist ist und die dort lebenden Tiere gemalt hat.
Es gibt viel über die Tiere zu erfahren, unter anderem bei einem Besuch des Frankfurter Zoos. Vor allem aber wird gezeichnet und fotografiert.
IN KOOPERATION MIT DEM ZOO FRANKFURT
Gebühr: für die Teilnahme an zwei Tagen 20 € (KinderKunstKlub-Mitglieder 14 €)
Anmeldung: +49 069 29 98 82-112, fuehrungen@schirn.de

Ferien in der Minischirn, 6–9 Jahre, eintägig
Mittwoch, 2. Januar bis Freitag, 4. Januar 2019, jeweils 10–12 Uhr
Das große Krabbeln: An drei Tagen wird jeweils ein Habitat für einen Hexbug-Krabbelkäfer entworfen und gebaut. Diese elektronischen Spielzeuge bewegen sich durch Vibration wie kleine Käfer, wechseln die Richtung, kippen schon mal um, drehen sich wieder auf ihre Beinchen und bahnen sich ihren Weg durch selbst gebaute Labyrinthe. Dauer: 2 Stunden. Eine Betreuung der Kinder ist möglich bis 13 Uhr.
Gebühr: für die Teilnahme pro Tag 30 € (KinderKunstKlub-Mitglieder 20 €)
Anmeldung: +49 069-29 98 82-112, mini@schirn.de

STÄDEL MUSEUM
Ferienprogramm „Auf die Plätze, fertig, los! Sport im Bild“, 6–9 Jahre, dreitägig
Mittwoch, 2. Januar bis Freitag, 4. Januar 2019, 10.30–13.30 Uhr
Was haben Tennis, Fußball und Tanz gemeinsam? Alle Sportarten sind in den Werken des Städel Museums zu sehen! Unter anderem in der Ausstellung „Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht“. In den Städel Ateliers wird das Thema Sport künstlerisch bearbeitet. Mithilfe von kreativen Zeichentechniken üben die Kinder, Bewegung im Bild festzuhalten. Dazu malen und zeichnen sie im großen Format. Mit Farbe und Pinsel wird die liebste Sportart in einem Bild festgehalten.
Gebühr: für die Teilnahme an drei Tagen 30 Euro (Eintritt, Führung, Material)
Anmeldung: +49 069 605098-200, info@staedelmuseum.de

Ferienprogramm „Aufgeblasen oder Hineingesogen? Dreidimensionale Effekte in 2D“, 10–12 Jahre, viertägig
Dienstag, 8. Januar bis Freitag, 11. Januar 2019, 10.30–13.30 Uhr
Vasarelys Gemälde geben Rätsel auf: Mal wölbt sich eine Kugel aus einem Gemälde heraus und mal scheint es, als würde man in einen endlos langen Tunnel hineingesogen. Im Ferienkurs zur Ausstellung „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“ werden die Kinder selbst zu Forscherinnen und Forschern und kommen Vasarelys künstlerischen Strategien auf die Spur. In einem Skizzenbuch halten sie ihre Beobachtungen fest. Diese sind Ausgangspunkt für eigene künstlerische Experimente, die in den Städel Ateliers durchgeführt werden. Gebühr: für die Teilnahme an vier Tagen 40 Euro (Eintritt, Führung, Material)
Anmeldung: +49 069 605098-200, info@staedelmuseum.de

LIEBIEGHAUS SKULPTURENSAMMLUNG
Ferienprogramm „Tierisch was los!“, 4–6 Jahre, viertägig
Dienstag, 8. Januar bis Freitag, 11. Januar 2019, 10.30–13.30 Uhr
Gegen einen schauderhaften Drachen kämpft Ritter Georg. Ein anmutiger Panther trägt die Göttin Ariadne davon. Und welche Tiere zieren die goldenen Schmuckstücke aus Georgien? Die Kinder gehen im Liebieghaus auf Entdeckungstour und erschließen sich gemeinsam die fantastischen Geschichten rund um die tierischen Darstellungen verschiedener Kulturen. Mit dem Zeichenstift halten sie alles in ihrem Forscherbuch fest und stellen im Atelier eigene Kunstwerke her. Es wird mit Ton gearbeitet, mit Goldfolie gestaltet und mit Farbe gemalt. Gebühr: für die Teilnahme an vier Tagen 40 Euro (Eintritt, Führung, Material)
Anmeldung: +49 069 605098-200, buchungen@liebieghaus.de

Ferienprogramm „Bewegte Szenen – ein Stop-Motion-Film zur Ausstellung“, 8–12 Jahre, viertägig
Dienstag, 8. Januar bis Freitag, 11. Januar 2019, 14.30–17.30 Uhr
Zahlreiche Vasen und Wandbilder erzählen von der Geschichte rund um Jason und Medea. Obwohl die gemalten Figuren darauf allesamt stillstehen, ist eine bewegte Handlung zu erkennen – der spannende Mythos wird lebendig. Doch was wäre gewesen, hätten die Griechen bereits Kameras gehabt? Im Ferienkurs gestalten die Kinder und Jugendlichen die Heldinnen und Helden der Erzählung in Form kleiner Papierfiguren. Bewegt und digital abgelichtet, entsteht daraus im Laufe des Ferienkurses ein Stop-Motion-Film zur Ausstellung. Gebühr: für die Teilnahme an vier Tagen 40 Euro (Eintritt, Führung, Material)
Anmeldung: +49 069 605098-200, buchungen@liebieghaus.de

PRESSEKONTAKT
SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT
Pamela Rohde, Johanna Pulz, Elisabeth Pallentin
Schirn Kunsthalle Frankfurt, Römerberg, 60311 Frankfurt am Main
Telefon: +49 069 29 98 82-148, Fax +49 06929 98 82-240, E-Mail: presse@schirn.de, www.schirn.de (Texte, Bilder und Filme unter PRESSE), www.schirn-magazin.de

STÄDEL MUSEUM / LIEBIEGHAUS SKULPTURENSAMMLUNG
Jannikhe Möller, Franziska von Plocki, Theresa Franke
Städel Museum, Dürerstraße 2, 60596 Frankfurt am Main
Telefon: +49 069 60 50 98-268, Fax +49 069 60 50 98-188, E-Mail: presse@staedelmuseum.de, www.staedelmuseum.de, www.liebieghaus.de (Texte, Bilder und Filme unter PRESSE)

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Veranstaltungsprogramm Dezember 2018 6.11.2018

Veranstaltungsprogramm Dezember 2018

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Ausstellungsprogramm 2019 5.11.2018

Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne
26. September 2018 bis 13. Januar 2019
Ausstellungshaus
Bis zum 13. Januar präsentiert das Städel Museum die groß angelegte Sonderausstellung „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“. Anhand von über 100 Werken zeigt die Retrospektive den Erfinder der Op-Art der 1960er-Jahre. Victor Vasarelys (1906–1997) Œuvre erstreckt sich jedoch über mehr als 60 Jahre und bedient sich unterschiedlichster Stile und Einflüsse. Die Entwicklung des Jahrhundertkünstlers wird mit zentralen Arbeiten aller Werkphasen nachgezeichnet. Der oftmals auf seine Op-Art reduzierte Künstler verbindet die Kunst der frühen Moderne Ost- und Mitteleuropas mit den Avantgarden der Swinging Sixties in Europa und Amerika. Er bediente sich Zeit seines Lebens klassischer Medien und Genres und integrierte in den 1950er-Jahren das Multiple, die Massenproduktion und die Architektur in sein weitverzweigtes Werk. Die umfassende Retrospektive Vasarelys versteht sich als Wiederentdeckung einer zentralen Künstlerfigur des 20. Jahrhunderts, welche die Moderne wie keine andere in all ihrer Komplexität widerspiegelt.
„Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“ entstand in enger Kooperation mit dem Pariser Centre Pompidou, das ab Februar 2019 die Ausstellung „Vasarely, le partage des formes“ eröffnen wird.
Kuratoren: Dr. Martin Engler (Städel Museum), Dr. Jana Baumann
Gefördert durch: Kulturstiftung des Bundes und Kulturstiftung der Länder
Förderer der Gegenwartskunst im Städel Museum: Deutsche Bank AG

Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht
19. September 2018 bis 17. März 2019
Städel Museum
Bis zum 17. März zeigt das Städel Museum die Malerin Lotte Laserstein (1898–1993) in einer umfassenden Einzelausstellung. Lasersteins Œuvre gehört zu den großen Wiederentdeckungen der letzten Jahre und zeichnet sich durch ebenso sensibel wie eindringlich gestaltete Porträts aus den späten Jahren der Weimarer Republik aus. Die Schau baut auf den Sammlungsbeständen des Städel Museums auf, das mit den Gemälden Russisches Mädchen mit Puderdose von 1928 und Junge mit Kasper-Puppe (Wolfgang Karger) von 1933 in den vergangenen Jahren wichtige Arbeiten der Künstlerin erwerben konnte. Anhand von rund 40 Gemälden und Zeichnungen nimmt die Ausstellung Lasersteins künstlerische Entwicklung in den Blick. Der Fokus liegt auf ihren Arbeiten der 1920er- und 1930er-Jahre, die den Glanzpunkt ihres Schaffens markieren. „Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht“ ist die erste Einzelpräsentation der Künstlerin in Deutschland außerhalb Berlins.
Nach ihrem Auftakt im Frankfurter Städel Museum wandert die Ausstellung weiter an die Berlinische Galerie, wo sie ab April 2019 zu sehen sein wird. Dort wird die Ausstellung unter anderem um Exilwerke von Lotte Laserstein ergänzt.
Kuratoren: Dr. Alexander Eiling (Städel Museum), Elena Schroll (Städel Museum)
Gefördert durch: Ernst Max von Grunelius-Stiftung, Rudolf-August Oetker-Stiftung, Friede Springer Stiftung.
Mit zusätzlicher Unterstützung von: Stadt Frankfurt am Main.

Tizian und die Renaissance in Venedig
13. Februar bis 26. Mai 2019
Ausstellungshaus
Im Frühjahr 2019 widmet sich das Städel Museum einem der folgenreichsten Kapitel der europäischen Kunstgeschichte: der venezianischen Malerei der Renaissance. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts entwickeln die Künstler der Lagunenstadt, allen voran der junge Tizian (um 1488/90–1576), eine eigenständige Spielart der Renaissance, die auf rein malerische Mittel und die Wirkung von Licht und Farbe setzt. Nicht nur in Venedig selbst macht diese neue Malerei Furore; ihre Vertreter verbreiten die Innovationen bald auch außerhalb der Stadtrepublik. Ab den 1540er-Jahren tritt mit Jacopo Tintoretto und Paolo Veronese erneut eine hochbegabte junge Generation auf den Plan, die in Venedig um Aufträge wetteifert.
In einer Folge von thematischen Kapiteln werden in der Ausstellung ausgewählte Aspekte vorgestellt, die für die venezianische Malerei des 16. Jahrhunderts charakteristisch sind. Dazu gehören etwa die atmosphärisch aufgeladenen Landschaftsdarstellungen, die am Beginn der Landschaftsmalerei überhaupt stehen, die Idealbilder schöner Frauen (Belle Donne) oder die Bedeutung der Farbe für die Kunst der Venezianer. Die mit über 100 Meisterwerken aus internationalen Sammlungen bestückte Schau präsentiert erstmals in Deutschland ein hochkarätiges, durch Schwerpunkte strukturiertes Panorama der Renaissancemalerei in Venedig. Allein von Tizian, der zeit seines langen Lebens die zentrale Figur in der venezianischen Kunstszene blieb, versammelt die großangelegte Ausstellung mit mehr als 20 Arbeiten die umfangreichste Werkauswahl, die in Deutschland je zu sehen war. Darüber hinaus werden unter anderem Werke von Giovanni Bellini (um 1435–1516), Jacopo Palma il Vecchio (1479/80–1528), Sebastiano del Piombo (um 1485–1547), Lorenzo Lotto (um 1480–1556/57), Jacopo Tintoretto (um 1518/19–1594) und Paolo Veronese (1528–1588) gezeigt. Die Ausstellung gewährt einen umfassenden Einblick in die künstlerische und thematische Bandbreite der Renaissance in Venedig und verdeutlicht, warum unterschiedlichste Künstler nachfolgender Jahrhunderte immer wieder an Werke dieser Zeit anknüpften.
Kurator: Dr. Bastian Eclercy (Städel Museum)
Gefördert durch: Dagmar-Westberg-Stiftung, Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH

Picasso. Druckgrafik als Experiment
3. April bis 30. Juni 2019
Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung
Pablo Picasso (1881–1973) ist der Inbegriff des modernen Künstlergenies. Mit unermüdlicher Kreativität und Schaffenskraft bediente er sich scheinbar mühelos aller Gattungen, Techniken und Materialien und beschritt dabei häufig neue, unbekannte Wege. Die Graphische Sammlung des Städel Museums macht Picassos Erfindungsfreude ab dem 3. April 2019 am Beispiel seiner Druckgrafik anschaulich. Ob Radierung, Kaltnadel, Lithografie oder Linolschnitt, mit nie schwindender Neugier und Virtuosität eignete sich der Künstler unterschiedlichste Verfahren an und befragte auf immer neue, experimentelle Weise das einmal Gefundene.
Mit einer Auswahl von etwa 60 Werken aus dem Bestand der Graphischen Sammlung des Städel Museums, ergänzt durch einige Leihgaben, gewährt die Ausstellung einen Einblick in das breite Spektrum von Picassos druckgrafischem Œuvre und verfolgt seinen innovativen Umgang mit Hoch-, Tief- und Flachdruck von den frühen Pariser Jahren bis ins Spätwerk.
Kuratorin: Dr. Theresa Nisters (Städel Museum)

Absolventinnen und Absolventen der Städelschule
20. Juni bis 14. Juli 2019
Ausstellungshaus, EG
2019 findet die Absolventenausstellung der Hochschule für Bildende Künste – Städelschule erneut im Städel Museum statt. Die Präsentation im Ausstellungshaus ermöglicht einen fundierten Einblick in das facettenreiche Schaffen der Absolventinnen und Absolventen der international renommierten Kunsthochschule.

Geheimnis der Materie. Kirchner, Heckel und Schmidt-Rottluff
26. Juni bis 13. Oktober 2019
Ausstellungshaus, 1. OG
Im Sommer 2019 spürt das Städel Museum in einer Sonderausstellung den Wechselbeziehungen zwischen Holzschnitt und Holzplastik im Schaffen von Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938), Erich Heckel (1883–1970) und Karl Schmidt-Rottluff (1884–1976) nach. Den Ausgangspunkt bildet dabei das Material Holz, das wie kein anderes mit der Kunst des deutschen Expressionismus verbunden ist. Es reizte die Künstler gerade wegen seiner Unebenheiten und Maserungen sowie der unterschiedlichen Farbigkeit und Härte.
Als sich Kirchner, Heckel und Schmidt-Rottluff im Sommer 1905 in Dresden zur Künstlervereinigung „Brücke“ zusammenschlossen, wurde der Holzschnitt zu einem ihrer wichtigsten künstlerischen Medien. In dieser Drucktechnik treten bis weit in die 1920/30er-Jahre der spezifische Ausdruck und die Experimentierfreude der drei Künstler am vielleicht deutlichsten zutage. Etwa gleichzeitig mit den ersten Holzschnitten und eng mit ihnen verbunden entstanden zudem geschnitzte Reliefs, Aktfiguren und Köpfe, die in ihrer Bearbeitung formal und inhaltlich auf den Holzschnitt zurückwirkten – und umgekehrt.
Den besonderen Umgang der Künstler mit dem Material und der Technik thematisiert die Ausstellung anhand von rund 90 Holzschnitten, fünf Druckstöcken und einer Reihe von Skulpturen. Der Großteil der Werke stammt aus dem eigenen Bestand des Städel Museums, der Sammlung des Frankfurter Mäzens Carl Hagemann.
Kuratorin: Dr. Regina Freyberger (Städel Museum)

MAKING VAN GOGH. GESCHICHTE EINER DEUTSCHEN LIEBE
23. Oktober 2019 bis 16. Februar 2020
Gartenhallen
Vom 23. Oktober 2019 bis zum 16. Februar 2020 zeigt das Städel Museum eine großangelegte Ausstellung zu Vincent van Gogh (1853–1890). Die umfangreiche Präsentation thematisiert zum einen die besondere Rolle, die deutsche Galeristen, Sammler, Kritiker und Museen für die Erfolgsgeschichte des Vorreiters der modernen Malerei spielten. Zum anderen wird die Bedeutung van Goghs als Vorbild für die Kunst des deutschen Expressionismus beleuchtet. Zu sehen sind etwa 140 Gemälde und Arbeiten auf Papier, darunter etwa 50 zentrale Werke des Künstlers.
Die Ausstellung nimmt das Œuvre van Goghs erstmalig umfassend im Kontext seiner Rezeption in Deutschland in den Blick. Den Ausgangspunkt bildet eine Auswahl von Schlüsselwerken aus allen Schaffensphasen des niederländischen Malers. Darauf aufbauend widmet sich die Präsentation der Bedeutung van Goghs für die Entwicklung der deutschen Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Wichtiger Referenzpunkt ist hierbei die umfangreiche Städel Sammlung von Werken des Expressionismus. Neben bekannten Beispielen von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Paula Modersohn-Becker, Gabriele Münter oder Max Beckmann werden auch wiederzuentdeckende Positionen präsentiert, für die van Gogh ebenso prägend war, darunter Peter August Böckstiegel, Maria Slavona oder Heinrich Nauen.
Das Städel wird hochkarätige Werke aus deutschen wie internationalen Sammlungen präsentieren, darunter das Museum of Fine Arts in Boston, das Cleveland Museum of Art, die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München, das Metropolitan Museum of Art in New York, die Nationalgalerie in Prag sowie die National Gallery of Art in Washington. Besondere Höhepunkte stellen die Selbstbildnisse aus dem Art Institute in Chicago und dem Kröller-Müller Museum in Otterlo dar. Weitere Highlights sind die berühmte Darstellung der Berceuse Augustine Roulin (1889, Stedelijk Museum, Amsterdam) sowie die Segelboote am Strand von Les Saintes-Maries-de-la-Mer (1888, Van Gogh Museum, Amsterdam).
Kuratoren: Dr. Alexander Eiling (Städel Museum), Dr. Felix Krämer (Kunstpalast Düsseldorf)
Gefördert durch: Franz Dieter und Michaela Kaldewei Kulturstiftung, Städelscher Museums-Verein e.V.
Zusätzliche Unterstützung durch: Stadt Frankfurt am Main

"Große Realistik & Große Abstraktion." Zeichnungen von Max Beckmann bis Gerhard Richter
13. November 2019 bis 16. Februar 2020
Ausstellungshaus, 1.OG
Große Realistik, Große Abstraktion – zwischen diesen beiden Polen bewegt sich der etwa 1800 Blätter umfassende Bestand an deutschen Zeichnungen des 20. Jahrhunderts in der Graphischen Sammlung des Städel Museums. Im Winter 2019 zeigt das Museum eine repräsentative Auswahl von etwa 100 Werken, die die historisch gewachsenen Schwerpunkte der Sammlung widerspiegelt.
Den Auftakt bilden Zeichnungen von Max Beckmann (1884–1950) und den „Brücke“-Künstlern, allen voran Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938). Deren zwischen Gegenstandsnähe und Abstraktion schwankende Bildsprache findet ihre Fortsetzung in den Werken von Künstlern, die sich figurativen und abstrakten Tendenzen im geteilten Deutschland der Nachkriegszeit gewidmet haben. Hierzu zählen Künstler des Informel, neoexpressionistischer Strömungen oder der Pop Art, wie etwa Karl Otto Götz (1914–2017), Joseph Beuys (1921–1986), Georg Baselitz (1938), Gerhard Richter (1932) und Sigmar Polke (1941–2010).
Die Zeichnung diente den Künstlern als unmittelbarer künstlerischer Ausdruck, ob in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs, auf den Boulevards der erwachenden Metropole Berlin oder inmitten der neu entstehenden Konsum- und Warenwelt. Im Medium der Zeichnung konstruierten sie idealistische Lebensentwürfe, begehrten gegen etablierte Traditionen in Politik und Gesellschaft auf oder reflektierten prägende Ereignisse der deutschen Geschichte. Der jeweilige Entstehungskontext bestimmte die Technik, weshalb in der Ausstellung einfache Bleistiftskizzen, farbig leuchtende Pastelle und Aquarelle, miniaturhafte Kreidezeichnungen wie auch monumentale Collagen zu sehen sind.
Mit der Ausstellung erscheint ein Katalog, der erstmals den Bestand der deutschen Zeichnungen des 20. Jahrhunderts im Städel Museum anhand ausgewählter Blätter erschließt.
Kuratorin: Dr. Jenny Graser (Städel Museum)
Gefördert durch: Stiftung Gabriele Busch-Hauck

Titel- und Laufzeitänderungen vorbehalten

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Wandelkonzert: Mit dem hr-Sinfonieorchester durch die Städel Sammlung 29.10.2018

Auch 2018 setzen das Städel Museum und das hr-Sinfonieorchester ihre besondere und erfolgreiche Zusammenarbeit fort und laden schon zum vierten Mal gemeinsam zu einem großen Wandelkonzert in die Galerieräume des Frankfurter Museums ein. Am Samstag, 10. November 2018, erhalten Besucherinnen und Besucher ab 20.00 Uhr die Gelegenheit einer unmittelbaren Begegnung von Musik und Bildender Kunst. In verschiedenen Besetzungen präsentieren die Musikerinnen und Musiker des hr-Sinfonieorchesters Kammermusiken diverser Stile. Zu hören sind unter anderem Kompositionen von Ludwig van Beethoven, Joseph Haydn, Antonio Caldara, Jacques Ibert, Teppo Hauta-aho und Georg Philipp Telemann, welche die Sammlungswerke des Museums auf inspirierende Weise neu erlebbar machen. Das Publikum ist eingeladen, zwischen den Epochen und musikalischen Sphären zu wandeln, sich Zeit zum Innehalten, Sehen und Hören zu nehmen.

Die Tickets im Vorverkauf sind limitiert und kosten 25 Euro, sie können unter tickets.staedelmuseum.de erworben werden. Restkarten an der Abendkasse sind für 28 Euro erhältlich.

Das Wandelkonzert wird gefördert durch die Sparda-Bank Hessen eG.

Beim Wandelkonzert mit dem hr-Sinfonieorchester werden die Sammlungsbereiche des Städel zum Klingen gebracht. Dabei begegnet etwa die monumentale Sonntagsansicht des Frankfurter Dominikaneraltars (1501) von Hans Holbein d.Ä. einer Gesamtschau von Joseph Haydns großdimensioniertem Streichquartett Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze oder Giacinto Brandis Heiliger Eremit (um 1670–1680) und Guido Renis Christus an der Geißelsäule (ca.1603) den barocken italienischen Kirchensonaten von Arcangelo Corelli und Antonio Caldara.

Lovis Corinths Gemälde Carmencita (1924) wird in Beziehung gesetzt zu einem Duett für Violoncello und Kontrabass von Gioacchino Rossini und Karl Schmidt-Rottluffs Gemälde Im Kiosk (1912) tritt in Dialog mit den Bläsertrios von Jacques Ibert und Erwin Schulhoff.

Gleich zwei Werke von Anselm Kiefer bilden in der Gegenwartskunst Ausgangspunkte für musikalische Begegnungen: Die Palette mit Flügeln (1985) trifft auf ein Adagio für Streichquartett des Belgiers Guillaume Lekeu und Die Argonauten (1990) erhalten Besuch von Oktett-Klängen des deutschen Romantikers Ferdinand Thieriot. Außerdem tritt Bernhard Schultzes tachistisches Gemälde Endymion (1955) in Beziehung zu dem 1. Streichtrio des jungen Paul Hindemith.

MUSIKALISCHES PROGRAMM
Béla Bartók Kontraste für Violine, Klarinette und Klavier
Ludwig van Beethoven Sextett für zwei Hörner und Streichquartett Es-Dur op. 81b
Antonio Caldara Sonate da chiesa
Arcangelo Corelli Sonate da chiesa
François Couperin Troisième Leçon de ténèbres
Teppo Hauta-aho Kadenza für Kontrabass solo
Joseph Haydn Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze Paul Hindemith 1. Streichtrio op. 34
Jacques Ibert Cinq pièces für Oboe, Klarinette und Fagott
Guillaume Lekeu Adagio für Streichquartett
Ottorino Respighi Antiche danze ed arie
Giacchino Rossini Duetto für Violoncello und Kontrabass D-Dur
Giacinto Scelsi Drei Stücke für Posaune Solo
Erwin Schulhoff Divertissement für Oboe, Klarinette und Fagott
Georg Philipp Telemann Fantasie für Flöte solo
Ferdinand Thieriot Oktett B-Dur op. 62

Das hr-Sinfonieorchester
Das hr-Sinfonieorchester, 1929 als eines der ersten Rundfunk-Sinfonieorchester Deutschlands gegründet, meistert erfolgreich den Spagat zwischen der Traditionspflege und den Herausforderungen eines modernen Spitzenorchesters. Konzertangebote mit unterschiedlichem stilistischen Fokus, in denen große Sinfonik auf Alte Musik und Gegenwartsmusik trifft, wie zahlreiche Projekte auch für junge Konzertbesucherinnen und –besucher markieren sein aufgeschlossenes künstlerisches Profil. Mit internationalen Gastspielen und preisgekrönten CD-Produktionen genießt das Orchester als Frankfurt Radio Symphony zugleich weltweit einen hervorragenden Ruf. Regelmäßige Konzertreisen nach Asien sind ebenso selbstverständlich wie die Präsenz auf bedeutenden europäischen Konzertpodien.

Die Städelsche Sammlung
1815 als bürgerliche Stiftung von dem Bankier und Kaufmann Johann Friedrich Städel begründet, gilt das Städel Museum als älteste und renommierteste Museumsstiftung in Deutschland. Die Vielfalt der Sammlung bietet einen nahezu lückenlosen Überblick über 700 Jahre europäische Kunstgeschichte – vom frühen 14. Jahrhundert über die Renaissance, den Barock und die klassische Moderne bis in die unmittelbare Gegenwart. Insgesamt umfasst die Sammlung des Städel rund 3.100 Gemälde, 660 Skulpturen, mehr als 4.600 Fotografien und über 100.000 Zeichnungen und Grafiken. Höhepunkte der Sammlung bilden Werke von Künstlerinnen und Künstlern wie Lucas Cranach, Albrecht Dürer, Sandro Botticelli, Rembrandt van Rijn, Jan Vermeer, Claude Monet, Pablo Picasso, Ernst Ludwig Kirchner, Max Beckmann, Alberto Giacometti, Francis Bacon, Gerhard Richter, Wolfgang Tillmans oder Corinne Wasmuht.

Die Sparda-Bank Hessen eG
Die Sparda-Bank Hessen eG ist eine Genossenschaftsbank mit hessenweitem Filialnetz und Schwerpunkt im Privatkundengeschäft. Seit vielen Jahren setzt sie sich für gemeinnützige Organisationen, Vereine und Stiftungen in den Bereichen Kultur, Soziales, Bildung, Umwelt und Sport in der Region ein. Seit 2015 fördert die Sparda-Bank Hessen eG das jährliche „Wandelkonzert“ im Städel Museum.

WANDELKONZERT MIT DEM HR-SINFONIEORCHESTER

Samstag, 10. November 2018, ab 20.00 Uhr

Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de, Telefon +49(0)69-605098-200, Fax +49(0)69-605098-112
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: Einlass ab 19.00 Uhr (Abendkasse), Beginn 20.00 Uhr
Eintritt: 25 Euro (limitierter Vorverkauf), 28 Euro (Restkarten an der Abendkasse)
Kartenvorverkauf: tickets.staedelmuseum.de

Kooperationspartner: hr-Sinfonieorchester
Gefördert durch: Sparda-Bank Hessen eG

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Cube Club - Das Städel Museum lädt zur großen Vasarely-Party 22.10.2018

Anlässlich der umfassenden Sonderausstellung „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“ lädt das Städel Museum am Samstag, 27. Oktober ab 20.00 Uhr zur großen Vasarely-Party unter dem Motto „Cube Club: Pulsierende Formen und flimmernde Farben“. Die Ausstellung ist bis spät in die Nacht geöffnet und junge Kunstexperten geben in Führungen Einblicke in Vasarelys vielfältiges Schaffen. Bei „Art Dimensions“ um 21 und 22 Uhr diskutieren zwei Kunstvermittler über die verschiedenen Blickwinkel auf seine Kunst. Gleichzeitig eröffnen im Metzler-Saal DJ Sets von Alan Braxe (Vulture Music, Paris), Rikki Humphrey (Manchester) und Dietmar Wacker (Gosu, Frankfurt) flirrende Klangräume bis in die frühen Morgenstunden. Alan Braxe stammt aus Vasarelys Wahlheimatstadt Paris, wo er seit den Anfängen der elektronischen Musikszene Ende der 90er-Jahre unverzichtbar ist. Mit seinem unverwechselbaren Stil überschreitet Alan Braxe musikalische Generationen und Geschmäcker. An der Bar stehen diverse Snacks und Getränkespecials zur Abkühlung während des „Cube Club“ bereit.

Der Vorverkauf zur Veranstaltung „Cube Club“ ist limitiert und kostet 12 Euro, die Karten können unter tickets.staedelmuseum.de erworben werden. Tickets an der Abendkasse sind für 14 Euro erhältlich, der ermäßigte Eintrittspreis beträgt 12 Euro.

Die große Sonderausstellung „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“ präsentiert anhand von über 100 Werken den Erfinder der Op-Art der 1960er-Jahre. Victor Vasarelys (1906–1997) Œuvre erstreckt sich jedoch über mehr als 60 Jahre und bedient sich unterschiedlichster Stile und Einflüsse. Die Entwicklung des Jahrhundertkünstlers wird in der Ausstellung mit zentralen Arbeiten aller Werkphasen nachgezeichnet. Die umfassende Retrospektive Vasarelys versteht sich als Wiederentdeckung einer zentralen Künstlerfigur des 20. Jahrhunderts, welche die Moderne wie keine andere in all ihrer Komplexität widerspiegelt.

CUBE CLUB – DIE PARTY ZUR VASARELY-AUSSTELLUNG

Samstag, 27. Oktober 2018, ab 20.00 Uhr

Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de, Telefon +49(0)69-605098-200, Fax +49(0)69-605098-111
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: ab 20.00 Uhr bis spät in die Nacht
Eintritt: 12 Euro (limitierter Vorverkauf), 14 Euro (Abendkasse; ermäßigter Eintrittspreis 12 Euro), Zutritt ab 18 Jahren
Kartenvorverkauf: tickets.staedelmuseum.de

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Veranstaltungsprogramm November 2018 2.10.2018

Veranstaltungsprogramm Oktober 2018

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