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Philipp Demandt verlängert sein Engagement für Frankfurt 15.9.2021

Die Administration des Städelschen Kunstinstituts unter dem Vorsitz von Wolfgang Kirsch hat den Vertrag von Direktor Dr. Philipp Demandt für weitere fünf Jahre – bis 2026 – verlängert. Mit der Unterzeichnung bekräftigt Demandt sein Engagement für eines der renommiertesten Kunstmuseen Europas. Die Vertragsverlängerung umfasst wie zuvor auch die Führung der Liebieghaus Skulpturensammlung.

Auch der Schirn Kunsthalle Frankfurt bleibt Philipp Demandt als Direktor bis Ende Juni 2022 erhalten – vorbehaltlich einer entsprechenden Zustimmung des Magistrats der Stadt Frankfurt. Auf Initiative der Stadt Frankfurt sind Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig und Philipp Demandt, der in Personalunion auch Direktor der Schirn Kunsthalle Frankfurt ist, übereingekommen, die Schirn ab Mitte nächsten Jahres neu auszurichten. Im Zuge dessen soll das in den letzten fünf Jahren von Demandt erfolgreich geführte Ausstellungshaus wieder in seiner Position als eigenständige Kunstinstitution gestärkt und hierzu mit einer eigenen Leitung versehen werden.

Wolfgang Kirsch, Vorsitzender der Administration des Städelschen Kunstinstituts: „Philipp Demandt hat die Erfolgsgeschichte des Städel Museums auf eindrucksvolle Weise fortgeschrieben. Das Museum verdankt seinem Engagement jüngste Besucher- und Erwerbungsrekorde ebenso wie die nachhaltige Sicherung der Finanzausstattung. Wir sind sehr glücklich und hoch erfreut, dass er seine herausragende Arbeit am Städel Museum und der Liebieghaus Skulpturensammlung auch in den nächsten fünf Jahren fortsetzen wird. Damit geht von Frankfurt ein wichtiges Signal für die Kultur in Deutschland und die internationale Museumslandschaft aus! Für die großen Pläne und Herausforderungen der kommenden Jahre haben wir mit Philipp Demandt den besten Direktor an unserer Seite.“

Dr. Ina Hartwig, Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt am Main: „Die Schirn Kunsthalle Frankfurt soll neu ausgerichtet werden und im Kontext eines Clusters Moderne und Gegenwart an inhaltlicher und struktureller Eigenständigkeit gewinnen. Philipp Demandt gilt für seine erfolgreiche Arbeit als Direktor der Schirn mein größter Dank. Er hat in den letzten fünf Jahren mit einem international ausgerichteten, diskursiven und diversen Programm die Schirn ganz maßgeblich in ihrer Bedeutung als eine der wichtigsten Kunsthallen dieses Landes weiterentwickelt. Ich bin Philipp Demandt ausgesprochen dankbar, dass er die bevorstehende Phase des Übergangs begleiten wird. Als Direktor des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung bleibt er der Stadt Frankfurt am Main verbunden und wird mit seiner Handschrift den Kulturstandort Frankfurt weiter prägen.“

Dr. Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, der Schirn Kunsthalle Frankfurt und der Liebieghaus Skulpturensammlung: „Das Städel Museum und die Liebieghaus Skulpturensammlung sind nicht nur zwei der erfolgreichsten Museen dieses Landes, sondern erfreuen sich auch einer einzigartigen Unterstützung durch die Frankfurter Bürgerschaft, die uns trägt und täglich aufs Neue motiviert. Diese Arbeit gemeinsam mit den großartigen Teams beider Häuser fortsetzen zu können, erfüllt mich mit Stolz und Freude. Die Schirn hat sich den Ruf als einer der bedeutendsten Kunsthallen Europas erworben, die mit wegweisenden Ausstellungen ein großes Publikum erreicht. Rund 300 Künstlerinnen und Künstler aus zwei Jahrhunderten und über 40 Nationen haben wir allein in den vergangenen fünf Jahren in Frankfurt präsentiert – ein in Deutschland wohl einzigartiger Wert. Angesichts der großen Pläne am Städel Museum und der Liebieghaus Skulpturensammlung in den kommenden Jahren werde ich mich auf die Leitung dieser beiden Häuser fokussieren; zugleich unterstütze ich Kulturdezernentin Ina Hartwig in ihrem Wunsch, die Schirn zukünftig wieder eigenständiger zu denken. Auch in veränderten Konstellationen kann sich die Schirn der vollumfänglichen Unterstützung durch das Städel Museum und seinen Direktor sicher sein.“

In wenigen Wochen starten Städel, Schirn und Liebieghaus die Herbstsaison mit den großen Sonderausstellungen „Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam“ (ab 6. Oktober 2021), „Paula Modersohn-Becker“ (ab 8. Oktober 2021), „Kara Walker. A Black Hole Is Everything a Star Longs to Be” (ab 15. Oktober 2021) sowie „MISSION RIMINI. Material, Geschichte, Restaurierung. Der Rimini-Altar“ (ab 3. November 2021).

Im Städel Museum verantwortete Philipp Demandt mit „MAKING VAN GOGH. Geschichte einer deutschen Liebe“ die erfolgreichste Sonderausstellung in der Geschichte des Museums. Durch seine Initiative konnte das berühmte Gemälde „Selbstbildnis mit Sektglas“ (1919) von Max Beckmann für das Städel erworben werden – nie zuvor hatte das Museum eine einzelne Erwerbung in dieser Dimension gestemmt. Mit vielbeachteten Sonderausstellungen wie „Tizian und die Renaissance in Venedig“, „Maria Sibylla Merian und die Tradition des Blumenbildes“, „Rubens. Kraft der Verwandlung“, „Matisse – Bonnard. ‚Es lebe die Malerei!‘“ oder „Fotografien werden Bilder. Die Becher-Klasse“ konnten unter Demandts Leitung umfangreiche Ausstellungsvorhaben von der Renaissance bis in die Gegenwartskunst realisiert werden. Große Anerkennung fanden die von Philipp Demandt initiierten Wiederentdeckungen „Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht“ und „Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne“. Insgesamt präsentierte das Städel Museum in den vergangenen fünf Jahren rund 30 Sonderprojekte, von großen Publikumsausstellungen bis hin zu Restaurierungspräsentationen. Unter Philipp Demandt wurde zudem der Ausbau der Digitalen Sammlung des Städel Museums maßgeblich vorangetrieben. Neben neuen digitalen Initiativen und Vermittlungsangeboten liegt ein Schwerpunkt seiner Arbeit auch auf der baulichen Weiterentwicklung des Museums. Aktuell werden die Sammlungsräume des Städel Museums technisch saniert und umgestaltet sowie der Städel Garten neu geplant. Zuvor konnte die Fassade des historischen Mainflügels saniert sowie die Graphische Sammlung mit dem Studiensaal und Forschungsbereich saniert und neu gestaltet werden. Für alle diese Maßnahmen konnte Philipp Demandt private Mäzene gewinnen, die sich in exzeptioneller Höhe für das Haus engagierten.

Die Schirn Kunsthalle Frankfurt wurde 1986 eröffnet, und hat bislang auf rund 2000 m² mehr als 250 Ausstellungen präsentiert, die von mehr als 9,5 Millionen Besucherinnen und Besuchern gesehen wurden. Die Schirn richtet ihren Fokus auf kunst- und kulturhistorische Themen, Diskurse und Trends aus der Perspektive der unmittelbaren Gegenwart. Ihr Programm ist vielfältig, international und eröffnet neue Sichtweisen, indem sie tradierte Rezeptionsmuster aufbricht. Die Ausstellungen widmen sich zeitgenössischen Kunstpositionen und der Kunst der Moderne gleichermaßen. Unter der Führung von Philipp Demandt gehörten Ausstellungen wie „Fantastische Frauen. Surreale Welten von Meret Oppenheim bis Frida Kahlo“, „Magritte. Verrat der Bilder“ und „Basquiat. Boom for Real“ zu den Publikumsmagneten. Auch Ausstellungen wie „Ramin Haerizadeh, Rokni Haerizadeh und Hesam Rahmanian“, „Big Orchestra“, „Power to the People. Politische Kunst jetzt“ oder zuletzt „Magnetic North. Mythos Kanada in der Malerei 1910 – 1940“ und „GILBERT & GEORGE. THE GREAT EXHIBITION“ erzielten in Deutschland und international beachtliche Wirkung. Einen besonderen Fokus legte Philipp Demandt auf die Erweiterung des kunsthistorischen Kanons sowie auf die Arbeit von Künstlerinnen, etwa mit den Soloausstellungen zu „Lee Krasner“ oder „Hannah Ryggen“. Philipp Demandt hat darüber hinaus die Sanierung der Schirn im Jahr 2018 zusammen mit dem Dezernat Kultur und Wissenschaft maßgeblich vorangetrieben. So konnten in weniger als vier Monaten alle notwendigen Sanierungsmaßnahmen umgesetzt werden. Mit zahlreichen neuen Angeboten und digitalen Initiativen konnte die Bildungs- und Vermittlungsarbeit unter Philipp Demandts Führung weiter ausgebaut und gestärkt werden.

Im Liebieghaus präsentierte Demandt herausragende Sonderausstellungen aus sechs Jahrhunderten, darunter „Heilige Nacht. Die Weihnachtsgeschichte und ihre Bilderwelt“ sowie zuletzt „BUNTE GÖTTER – GOLDEN EDITION. Die Farben der Antike“ zur antiken Statuenpolychromie. Die umfangreich erweiterte Neuauflage der erfolgreichen Ausstellung wird nach ihrem Ende in weiteren internationalen Museen zu sehen sein. Zuletzt gelang Philipp Demandt die bedeutendste Erwerbung in der Geschichte des Liebieghauses: die weltweit größte Privatsammlung von barocken Elfenbeinskulpturen aus dem Besitz von Reiner Winkler. Durch diese einmalige Kollektion konnte die Liebieghaus Skulpturensammlung die eigenen, international bedeutenden Bestände auf höchstem Niveau erweitern. Demandt initiierte zudem die Ausstellung „Eindeutig bis zweifelhaft. Skulpturen und ihre Geschichten (Erworben 1933–1945)“, der ein entsprechendes Provenienzforschungsprojekt vorausgegangen war. Mit der Einrichtung eines öffentlichen Restaurierungskabinetts für den „Rimini-Altar“ und der Präsentation des aufwendig restaurierten „Schächer-Fragments“ des Meisters von Flémalle konnte der für ein Museum essenzielle Bereich der Bestandserforschung und -sicherung dem Publikum vor Ort zugänglich gemacht werden. Zudem hat Philipp Demandt mit der Ausstellung „William Kentridge. O Sentimental Machine“ einen der weltweit bekanntesten zeitgenössischen Künstler eingeladen, in direkter Auseinandersetzung mit der Sammlung nahezu alle Bereiche und Räume des Museums zu bespielen.

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Herausragende Baselitz-Schenkung für das Städel Museum 7.9.2021

Dank einer großzügigen Schenkung der Sammlerin Dr. Dorette Staab erhält das Städel Museum 11 zentrale Werke des deutschen Künstlers Georg Baselitz, darunter das Gemälde Hund und Hase abwärts (1967) und Zeichnungen sowie Druckgrafiken wie etwa Figur mit Hand (Artaud) (1962) oder Der Hirte (1965). Das Städel kann somit seinen Sammlungsbestand um bedeutende Werke aus dem Frühwerk des Künstlers erweitern. Unter dem Titel „Kreaturen. Georg Baselitz und die 1960er-Jahre“ werden Arbeiten der jüngsten Baselitz-Schenkung zusammen mit weiteren zum Großteil geschenkten Werken ab heute bis zum 28. November 2021 in einer Kabinettpräsentation in der Sammlung Gegenwartskunst gezeigt. Die Ausstellung in den Gartenhallen skizziert die Phasen, die Baselitz’ Frühwerk auszeichnen: die sogenannte Pandämonische Phase, die „Helden“ und „neuen Typen“ sowie die anschließenden Frakturbilder und den Übergang zu der vollständigen Umkehrung des Bildmotivs Ende des Jahrzehnts.

Ausstellungsdauer: Verlängert bis 9. Januar 2022 (Ursprüngliche Laufzeit: 7. September bis 28.November 2021)

Die komplette Presseinformation finden Sie hier als PDF zum Download.

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Veranstaltungsprogramm September 2021 27.8.2021

Veranstaltungsprogramm September 2021

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Kunst-Geschichten erleben Zukunft gestalten 25.8.2021

Das Schuljahr 2021 startet mit einem Highlight – der Bildungswoche des Städel Museums. Seit neun Jahren macht die Bildungswoche mit altersgerechten und kostenfreien Inhalten zur kulturellen Bildung von Kindern und Jugendlichen die Begegnung mit Kunst zu einem besonderen Erlebnis. Ab dem 1.9. und den gesamten September über stehen auf der Website des Städel Museums unter https://www.staedelmuseum.de/bildungswoche thematisch vielfältige, fächerübergreifende Arbeitsblätter für Schulen, Kindertagesstätten und Horte kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Die komplette Presseinformation finden Sie hier als PDF zum Download.

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Veranstaltungsprogramm August 2021 27.7.2021

Veranstaltungsprogramm August 2021

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Grosse Kunst in Frankfurt: Rembrandt im Städel, Paula Modersohn-Becker und Kara Walker in der Schirn, Rimini-Altar im Liebieghaus 21.7.2021

(Frankfurt am Main, 21. Juli 2021) Der Herbst gehört in Frankfurt der Kunst: Städel Museum, Schirn Kunsthalle Frankfurt und Liebieghaus Skulpturensammlung präsentieren ein abwechslungsreiches und hochkarätiges Ausstellungsprogramm. Den Anfang macht ab 6. Oktober 2021 im Städel „Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam“, eine internationale Kooperation mit der National Gallery of Canada, Ottawa. Es folgen in der Schirn ab 8. Oktober eine umfassende Retrospektive zu Paula Modersohn-Becker sowie die Soloausstellung einer der profiliertesten US-amerikanischen Künstlerinnen der Gegenwart: Kara Walker (ab 15. Oktober). Das Liebieghaus präsentiert ab 3. November eine konzentrierte Sonderausstellung zur aufwendigen Restaurierung eines seiner Hauptwerke, des Rimini-Altars. Alle Ausstellungen und ihre Besucherführungen werden entsprechend eines Hygieneplans umgesetzt, der den aktuellsten behördlichen Vorgaben entspricht.

„Es ist wieder Zeit für großartige Kunsterlebnisse. Nach der langen coronabedingten Schließzeit Anfang des Jahres können unsere Besucherinnen und Besucher mit Vorfreude auf einen hochkarätigen Kunst-Herbst in Frankfurt blicken. Unsere Teams an den drei Häusern haben in den vergangenen Monaten intensiv daran gearbeitet, dieses umfassende Ausstellungsprogramm auf die Beine zu stellen, sodass wir verantwortungsvoll und mit höchsten Hygienestandards Kunst von größter Qualität präsentieren können“, so Dr. Philipp Demandt, Direktor der drei Häuser.

DIE AUSSTELLUNGEN

NENNT MICH REMBRANDT! DURCHBRUCH IN AMSTERDAM
6. Oktober 2021 bis 30. Januar 2022
Städel Museum
In einer großen Ausstellung thematisiert das Städel Museum gemeinsam mit der National Gallery of Canada ab 6. Oktober 2021 erstmals Rembrandts Aufstieg zu internationalem Ruhm während seiner Jahre in Amsterdam. Die Schau „Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam“ vereint den Städel Bestand an Werken Rembrandt Harmensz. van Rijns (1606–1669), darunter Die Blendung Simsons (1636), mit herausragenden Leihgaben internationaler Sammlungen u. a. aus dem Amsterdamer Rijksmuseum, der Gemäldegalerie Berlin, der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden, der National Gallery in London, dem Museo del Prado in Madrid und der National Gallery of Art in Washington. Darüber hinaus tritt Rembrandts Kunst in einen unmittelbaren Dialog mit Meisterwerken der älteren und jüngeren Künstler seiner Zeit, darunter Nicolaes Eliasz. Pickenoy und Bartholomeus van der Helst oder die Rembrandt-Schüler Govaert Flinck und Ferdinand Bol.
Im Zentrum der Ausstellung werden Gruppierungen eng verwandter Gemälde stehen, die Rembrandts Rolle und die seiner Zeitgenossen in diesem kreativen Netzwerk verdeutlichen. Rembrandts Bildproduktion war erstaunlich breit und umfasste neben Landschaften, Genreszenen und Stillleben vor allem Historienbilder und Porträts. Die Auseinandersetzung mit seinen Konkurrenten prägte seine künstlerische Entwicklung wie auch seine unternehmerischen Ambitionen. In Amsterdam wetteiferte eine Vielzahl talentierter Künstler um die Aufmerksamkeit und Patronage des wohlhabenden und kunstliebenden Bürgertums. Es war genau diese ebenso aufregende wie anregende Atmosphäre, die den jungen Künstler aus Leiden zu dem weltberühmten Meister machte, der er bis heute ist: Rembrandt.
Early-Bird-Tickets für die Ausstellung im Städel sind bereits im Online-Shop verfügbar unter shop.staedelmuseum.de. Schon jetzt lädt das für die Ausstellung erstellte Digitorial® dazu ein, in die dramatische und innovative Bildwelt von Rembrandt einzutauchen: rembrandt.staedelmuseum.de.
Die Ausstellung wird organisiert vom Städel Museum, Frankfurt am Main, und von der National Gallery of Canada, Ottawa.
KURATOREN Prof. Dr. Jochen Sander (Stellvertretender Direktor und Sammlungsleiter Deutsche, Holländische und Flämische Malerei vor 1800, Städel Museum) und Prof. Dr. Stephanie Dickey (Gastkuratorin an der National Gallery of Canada, Ottawa)
GEFÖRDERT DURCH ING Deutschland, Dagmar-Westberg-Stiftung, Städelscher Museums-Verein e.V.

PAULA MODERSOHN-BECKER
8. Oktober 2021 bis 6. Februar 2022
Schirn Kunsthalle Frankfurt
Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet sich ab 8. Oktober 2021 dem Gesamtwerk von Paula Modersohn-Becker (1876–1907) und zeigt, wie entschieden sie sich über gesellschaftliche und künstlerische Konventionen ihrer Zeit hinwegsetzte und so zentrale Tendenzen der Moderne vorwegnahm. Keine andere deutsche Künstlerin der Klassischen Moderne hat in der öffentlichen Wahrnehmung einen solch legendären Status erreicht wie Paula Modersohn-Becker. In ihrem kurzen Leben schuf sie ein umfassendes, auch widersprüchliches Œuvre, das über 100 Jahre zur Projektionsfläche wurde und bis heute polarisiert. Ihre Werke sind unverwechselbar „feminin“, gleichzeitig rigoros, bisweilen geradezu radikal anders als die ihrer Zeitgenossen. Ab 1898 lebte sie in der Künstlerkolonie Worpswede, unterbrochen durch vier längere Aufenthalte in Paris. Ihre Werke entstanden in oft einsamer Auseinandersetzung mit der älteren Kunstgeschichte und aktuellen künstlerischen Tendenzen, die sie in der französischen Metropole studierte. Dabei fand Modersohn-Becker zu überzeitlichen, allgemeingültigen Bildern. Die Schirn versammelt in Frankfurt rund 120 ihrer Gemälde und Zeichnungen aus allen Schaffensphasen, darunter Hauptwerke, die heute als „Ikonen“ der Kunstgeschichte gelten, etwa das Selbstbildnis am 6. Hochzeitstag (25. Mai 1906). Präsentiert wird ein aktueller Blick auf das Œuvre dieser frühen Vertreterin der Avantgarde. Neben prägnanten Serien und Bildmotiven stehen insbesondere auch Modersohn-Beckers außergewöhnlicher Malduktus, ihre künstlerischen Methoden sowie die widersprüchliche Rezeption ihres Werks im Fokus der Präsentation.
KURATORIN Dr. Ingrid Pfeiffer (Schirn Kunsthalle Frankfurt)
GEFÖRDERT DURCH Art Mentor Foundation Lucerne und Dr. Marschner Stiftung

KARA WALKER. A BLACK HOLE IS EVERYTHING A STAR LONGS TO BE
15. Oktober 2021 bis 16. Januar 2022
Schirn Kunsthalle Frankfurt
Kara Walker ( Geb.1969) zählt zu den profiliertesten US-amerikanischen Künstlerinnen der Gegenwart. Für Furore sorgten ihre wandfüllenden Scherenschnitte und raumgreifenden Skulpturen, die provokativ und eindrücklich Rassismus, Sexualität, Unterdrückung und Gewalt in den Fokus nehmen. Für die Ausstellung „A Black Hole Is Everything a Star Longs to Be“ öffnet die Künstlerin erstmals ihr umfassendes zeichnerisches Archiv und zeigt in der Schirn Kunsthalle Frankfurt ab dem 15. Oktober über 650 Arbeiten sowie eine Auswahl ihrer Filme. Dass Walker auf Papier arbeitet, ist zentral. Virtuos bedient sie sich verschiedenster Stile, Techniken und Referenzen. Ihre intimen Skizzen und Notizen sind Austragungsort grafischer Denkprozesse und zugleich Mittel der Satire und Karikatur, der Imagination und Subversion. Unerbittlich rüttelt Walker an Geschichtsbildern, befragt in radikaler Offenheit und drastischer Bildsprache Rassismus und sexuelle Gewalt. Sie bezieht sich dabei immer wieder auf historische wie aktuelle Ereignisse und Themen – von der Sklaverei bis zur Präsidentschaft Barack Obamas. Die Künstlerin macht anhaltende Konflikte und Traumata sichtbar und verhandelt schonungslos die Entstehung der kollektiven sowie ihrer eigenen Identität.
Eine Ausstellung des Kunstmuseums Basel in Kooperation mit der Schirn Kunsthalle Frankfurt und dem De Pont Museum, Tilburg. Beratung für die Ausstellung in der Schirn durch Contemporary And (C&).
KURATORINNEN Dr. Anita Haldemann (Kunstmuseum Basel) und Katharina Dohm (Schirn Kunsthalle Frankfurt)
UNTERSTÜTZT VON Stadt Frankfurt am Main und Verein der Freunde der Schirn Kunsthalle e. V.

MISSION RIMINI. MATERIAL, GESCHICHTE, RESTAURIERUNG. DER RIMINI-ALTAR
3. November 2021 bis 24. April 2022
Liebieghaus Skulpturensammlung
Er ist weltweit eines der bedeutendsten spätmittelalterlichen Kunstwerke aus Alabaster und ein Hauptwerk der Liebieghaus Skulpturensammlung: der Rimini-Altar (um 1430). Ab dem 3. November 2021 ist er nach umfangreicher Restaurierung wieder in der herausragenden Schausammlung des Museums zu sehen. In den vergangenen vier Jahren wurden am Rimini-Altar vielfältige konservatorische und restauratorische Maßnahmen durchgeführt, vornehmlich eine besonders schonende Oberflächenreinigung durch Lasertechnologie sowie gipsgesättigte Agar-Gel-Kompressen. Zudem erfolgte eine umfassende kunsttechnologische Untersuchung des Werks. Dabei konnten nicht nur grundlegende Erkenntnisse zum werktechnischen Aufbau des Altars gewonnen werden, sondern auch durch weitere naturwissenschaftliche Forschungen des BRGM (Bureau de Recherches Géologiques et Minières) in Orléans auch das Abbaugebiet des Alabastergesteins nachgewiesen werden – Ergebnisse, die neue Impulse für die kunsthistorische Forschung zum Œuvre des Rimini-Meisters bringen. In der konzentrierten Sonderausstellung „Mission Rimini. Material, Geschichte, Restaurierung. Der Rimini-Altar“ werden die Ergebnisse dieses internationalen Restaurierungsprojekts dem Publikum eindrücklich vor Augen geführt.
In vier Bereichen erläutern die Wissenschaftler des Liebieghauses, Harald Theiss (Leiter Restaurierung) und Stefan Roller (Sammlungsleiter Mittelalter), die charakteristischen Eigenschaften des Materials Alabaster sowie einzelne Schritte der kunsttechnologischen Analyse. Daneben verdeutlichen sie die Herausforderungen der Restaurierung des hochempfindlichen Materials und setzen sich mit Fragen zur Bildhauertechnik sowie der ursprünglichen Farbigkeit des Kunstwerks auseinander. Den Höhepunkt der Sonderausstellung markiert die Präsentation des Meisterwerks in einem maßgefertigten 4,0 x 3,5 Meter großen Display, dessen Form sich an niederländischen Altären aus der Entstehungszeit orientiert.
KURATOREN Dipl. Rest. Harald Theiss (Leiter Restaurierung, Liebieghaus Skulpturensammlung) und Dr. Stefan Roller (Sammlungsleiter Mittelalter, Liebieghaus Skulpturensammlung)
GEFÖRDERT DURCH Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH, Ernst von Siemens Kunststiftung
MIT ZUSÄTZLICHER UNTERSTÜTZUNG VON Städelscher Museums-Verein e.V.

Alle Informationen für den Besuch und zum Ausstellungsprogramm der Häuser finden sich unter www.schirn.de, www.staedelmuseum.de und www.liebieghaus.de.

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Veranstaltungsprogramm Juli 2021 30.6.2021

Veranstaltungsprogramm Juli 2021

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Neu Sehen. Die Fotografie der 20er und 30er Jahre 15.6.2021

Presseinformation

Die Weimarer Republik (1918–1933) war eine Zeit großer Innovationen in der modernen Fotografie. Zahlreiche Fotografinnen und Fotografen bedienten mit ihren Werken eine immer stärkere Nachfrage nach Bildern für Presse und Werbung oder publizierten ihre Aufnahmen in aufwendigen Fotobüchern. Ein Katalysator für diese Entwicklung war die Erfindung der Kleinbildkamera in den 20er Jahren, die eine bislang nie dagewesene Bewegungsfreiheit ermöglichte. Ungewöhnliche Blickwinkel, steile Auf- und Untersichten sowie Detailaufnahmen zeugen von einer neuen Experimentierfreude in der Fotografie. Als Schlagwort für diese moderne Ästhetik bürgerte sich der Begriff „Neu Sehen“ ein – eine Aufforderung, die man gleichermaßen auf das Fotografieren wie auf das Betrachten beziehen kann. Die Bildsprache wurde direkter, klarer und vielfach grafischer. In ihrer nüchternen Strenge entsprach sie dem Bedürfnis einer Gesellschaft, die nach der Katastrophe des Ersten Weltkriegs realitätsnahe Darstellungen bevorzugte.

Vom 30. Juni bis zum 24. Oktober 2021 beleuchtet das Städel Museum die unterschiedlichen Tendenzen in der Fotografie der Moderne. Anhand von einer Einführung und sieben thematischen Kapiteln vermittelt die Ausstellung „Neu Sehen. Die Fotografie der 20er und 30er Jahre“ einen Eindruck von den verschiedenen Gebrauchskontexten der Fotografie in der Zwischenkriegszeit. Sie gibt dabei auch immer wieder Ausblicke in die 30er Jahre, in der die Fotografie zunehmend als Kommunikationsmittel für die politische Propaganda der Nationalsozialisten instrumentalisiert wurde. Die Themenbereiche umfassen die Etablierung der Fotografie an Fach- und Kunsthochschulen, die fotografische Illustration und Bildberichterstattung, die sach- und naturwissenschaftsbezogene Fotografie, die Bildnisfotografie sowie den Einsatz der Fotografie in der Werbung, Industrie und für die politische Propaganda. Historische Zeitschriften, Fotobücher und Plakate ergänzen die präsentierten Arbeiten.

Unter den über 100 Fotografien finden sich prominente Vertreterinnen und Vertreter des Mediums wie Alfred Ehrhardt, Hans Finsler, Lotte Jacobi, Felix H. Man, Albert Renger-Patzsch, Erich Salomon, August Sander, Umbo, Paul Wolff oder Yva sowie eine Reihe kaum bekannter wie Carl Albiker, Karl Theodor Gremmler und Paul W. John. Bis auf wenige Leihgaben stammen die präsentierten Aufnahmen aus dem mehr als 5.000 Fotografien umfassenden Bestand des Städel Museums.

„Innerhalb von nur wenigen Jahren ist es dem Städel Museum gelungen, eine Fotosammlung von internationaler Bedeutung aufzubauen. Einen besonderen Schwerpunkt bildet darin die Fotografie der Weimarer Republik, die eine Zeit des epochalen Wandels für das Bildmedium darstellt. Die Städel Ausstellung ‚Neu Sehen‘ präsentiert überblicksartig die Vielfalt an Gestaltungstendenzen der fotografischen Moderne in den 20er und 30er Jahren“, so Städel Direktor Philipp Demandt.

„Fotografien werden in heutigen Ausstellungen meist ohne den jeweiligen Kontext gezeigt, in dem sie entstanden sind. Als Kunstwerke von eigener Bedeutung liegt der Schwerpunkt auf der ästhetischen Wertschätzung des Originalabzugs. Die meisten Fotografien entstanden jedoch für einen spezifischen Verwendungszweck. Die Aufnahmen waren für Zeitungen, Plakate, Magazine oder Werbeanzeigen gedacht, manche wurden nachträglich zugeführt. Die Ausstellung macht diese ursprünglichen Entstehungszusammenhänge wieder sichtbar und veranschaulicht die Gebrauchsweisen der Fotografie“, erläutert Kristina Lemke, Sammlungsleiterin Fotografie und Kuratorin der Ausstellung.

Die Ausstellung „Neu Sehen. Die Fotografie der 20er und 30er Jahre“ gibt einen fundierten Einblick in neuartige Tendenzen innerhalb der Fotografielandschaft und zeigt zugleich Funktion und Wirkung der einzelnen Aufnahmen. Darüber hinaus werden die sehr unterschiedlichen und wechselvollen Biografien der einzelnen Fotografinnen und Fotografen vorgestellt, mit dem Ziel, die öffentliche Wahrnehmung wieder zu stärken.

Liste der ausgestellten Fotografinnen und Fotografen: Carl Albiker, Gertrud Arndt, Atelier Manassé, Ilse Bing, Karl Blossfeldt, Margaret Bourke-White, Walter Dexel, Hugo Erfurth, Alfred Erhardt, T. Lux Feininger, Hans Finsler, Trude Fleischmann, Max Göllner, Hein Gorny, Karl Theodor Gremmler, Elisabeth Hase, Walter Hege, Heinrich Hoffmann, Lotte Jacobi, Paul W. John, Fred Koch, Max Krajewski, Stefan Kruckenhauser, Karl Krüger, Adolf Lazi, Erna Lendvai-Dircksen, Helmar Lerski, Madame d’Ora, Felix H. Man, Lucia Moholy, Martin Munkácsi, Max Peiffer Watenphul, Georgij Petrussow, Albert Renger-Patzsch, Hans Retzlaff, Hans Robertson, Alexander Rodtschenko, Werner Rohde, Lothar Rübelt, Erich Salomon, August Sander, Arkadi Schaichet, Max Schirner, Hugo Schmölz, Fritz Schreiber, Herbert Schürmann, Friedrich Seidenstücker, Anton Stankowski, Sasha und Cami Stone, Wolf Strache, Carl Strüwe, Umbo (Otto Umbehr), Hans Volger, Kurt Warnekros, Paul Wolff, Yva, Hannelore Ziegler, Willi Zielke

NEU SEHEN. DIE FOTOGRAFIE DER 20ER UND 30ER JAHRE

Ausstellungsdauer: 30. Juni bis 24. Oktober 2021
Pressevorbesichtigung: Dienstag, 29. Juni 2021, 11.00 Uhr
Kuratorin: Kristina Lemke (Sammlungsleiterin Fotografie, Städel Museum)

Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Information: www.staedelmuseum.de
Besucherservice: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de
Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do 10.00–21.00 Uhr
Eintritt: 14 Euro; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren
Kartenvorverkauf: shop.staedelmuseum.de

Katalog: Zur Ausstellung erscheint im Kerber Verlag ein von Kristina Lemke herausgegebener Katalog in deutscher und englischer Sprache mit einem Vorwort von Philipp Demandt und Essays von Anne Vitten, Patrick Rössler, Birgit Schillak-Hammers, Wolfgang Brückle, Rolf Sachsse, Jens Bove und Steffen Siegel, 260 Seiten, deutsch/englische Ausgabe, 39,90 Euro (Museumsausgabe).

Gefördert durch: FAZIT-STIFTUNG, Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Dr. Hans Feith und Dr. Elisabeth Feith-Stiftung

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Wand- und Labeltexte Neu Sehen. Die Fotografie der 20er und 30er Jahre 15.6.2021

Wand- und Labeltexte zur Ausstellung

Die Wand- und Labeltexte zur Ausstellung „Neu Sehen. Die Fotografie der 20er und 30er Jahre“ finden Sie hier als PDF zum Download.

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Online-Veranstaltungsprogramm Juni 2021 31.5.2021

Online-Veranstaltungsprogramm Juni 2021

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