Hier finden Sie alle unseren aktuellen Pressematerialien in der Übersicht. Nutzen Sie gern die Filter oder die Suchfunktion, um gezielt zu suchen.
PRESSEINFORMATION
HOLBEIN UND DIE RENAISSANCE IM NORDEN
2. NOVEMBER 2023 BIS 18. FEBRUAR 2024
Ausstellungshaus
Pressevorbesichtigung: Dienstag, 31. Oktober 2023, 11.00 Uhr
Sie ist eine Zeitenwende in der Geschichte der Kunst: die Malerei der Renaissance. Was in Italien seinen Anfang nahm, entwickelte sich im Norden Europas zu etwas völlig Neuem – mit den Malern Hans Holbein d. Ä. (um 1464–1524) und Hans Burgkmair (1473–1531) als Wegbereiter dieser einzigartigen Kunst. Ihr Zentrum war die freie Reichs- und Handelsstadt Augsburg, die sich in nur wenigen Jahrzehnten zur Hauptstadt einer deutschen und zugleich internationalen Renaissance entwickelte. Kein anderer als einer der größten deutschen Renaissancemaler der Zeit, Hans Holbein d. J. (1497–1543), machte diese Kunst schließlich europaweit bekannt. Das Städel Museum widmet sich vom 2. November 2023 bis zum 18. Februar 2024 dieser faszinierenden Epoche der Kunst. Erstmals werden die wichtigsten Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken Holbeins d. Ä. und Burgkmairs in einer Ausstellung zusammengeführt, ergänzt durch Arbeiten weiterer Augsburger Künstler aus der Zeit von ca. 1480 bis 1530 sowie durch bedeutende Werke deutscher, italienischer und niederländischer Meister. Albrecht Dürer, Donatello, Jan van Eyck oder Hugo van der Goes haben das Schaffen von Holbein d. Ä. und Burgkmair nachhaltig geprägt. Mit rund 180 bedeutenden Kunstwerken aus führenden internationalen Museumssammlungen entsteht ein Überblick über die verschiedenen stilistischen Besonderheiten der Malerei der Renaissance im Norden. Ein Höhepunkt der Frankfurter Ausstellung ist die Präsentation der beiden Meisterwerke von Hans Holbein d. J., der Madonna des Bürgermeisters Jacob Meyer zum Hasen (1526–1528) aus der Sammlung Würth und der Solothurner Madonna (1522) aus dem Kunstmuseum Solothurn.
Städel Direktor Philipp Demandt über die Ausstellung: „Das Städel Museum wird weithin für seine großen Altmeister-Ausstellungen geschätzt. Nach Rubens, Rembrandt und Reni darf sich das Publikum abermals auf eine außergewöhnliche Schau freuen. Das Städel Museum präsentiert die Renaissance im Norden – eine neue, ganz einzigartige Malerei, die vor mehr als 500 Jahren im Norden Europas an der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit entstanden ist. Mit rund 180 bedeutenden Kunstwerken aus den führenden internationalen Museumssammlungen feiern wir die großen deutschen Renaissancemaler und ihre Vorbilder in einer Ausstellung. Berühmte Gemälde von Hans Holbein dem Älteren, Hans Burgkmair und Holbein dem Jüngeren treten in einen Dialog mit Werken von Albrecht Dürer, Jan van Eyck oder Donatello. Ein Schlüsselwerk der Ausstellung ist die Madonna von Holbein dem Jüngeren aus der Sammlung Würth, die als eines der größten Meisterwerke der deutschen Renaissance gilt. Dass dieses Gemälde zusammen mit der Madonna aus dem Kunstmuseum Solothurn in Frankfurt zu sehen ist, sollte man sich nicht entgehen lassen.“
„Um 1500 war Augsburg eines der führenden Kunstzentren nördlich der Alpen. Unter den Künstlern dieser Zeit stechen die Kollegen und Konkurrenten Holbein der Ältere und Burgkmair der Ältere besonders hervor: Ihre Werke stehen beispielhaft für die unterschiedlichen stilistischen Möglichkeiten der Renaissancemalerei im Norden und beeinflussten auch nachfolgende Künstlergenerationen, wie die Werke von Holbein dem Jüngeren zeigen. Wie wegweisend seine Auseinandersetzung mit der Kunst aus Augsburg war, lässt sich eindrücklich in seinem Frühwerk nachvollziehen. In weniger als zehn Jahren hat Holbein der Jüngere eine unverwechselbare, eigene künstlerische Ausdrucksweise entwickelt, die seinen Rang als eines der bedeutendsten europäischen Künstler des 16. Jahrhunderts ausmacht“, erläutert Jochen Sander, Kurator der Ausstellung, Stellvertretender Direktor und Sammlungsleiter für Deutsche, Holländische und Flämische Malerei vor 1800 am Städel Museum.
KURATOR STÄDEL MUSEUM: Prof. Dr. Jochen Sander (Stellvertretender Direktor und Sammlungsleiter holländische, flämische und deutsche Malerei vor 1800)
AUSSTELLUNGSDAUER: 2. November 2023 bis 18. Februar 2024
PRESSEVORBESICHTIGUNG: Dienstag, 31. Oktober 2023, 11.00 Uhr
GEFÖRDERT DURCH: Sparkassen-Finanzgruppe mit Deutsche Leasing AG, Frankfurter Sparkasse & Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- & Giroverbandes; Städelscher Museums-Verein e.V., Dagmar-Westberg-Stiftung
Den kompletten Pressetext können Sie hier als PDF herunterladen.
PRESSEINFORMATION
Victor Man. Die Linien des Lebens
14. OKTOBER 2023 BIS 4. FEBRUAR 2024
Sammlung Alte Meister
Der rumänische Künstler Victor Man (geb. 1974) gilt seit Jahren als einer der gefragtesten und gleichzeitig rarsten Künstler der Gegenwartskunst. Seine intimen und der Zeit scheinbar entrückten Gemälde entziehen sich einer unmittelbaren Interpretation. Inmitten der Sammlung Alte Meister präsentiert das Städel Museum vom 14. Oktober 2023 bis 4. Februar 2024 eine Ausstellung mit 20 Werken des Malers aus den vergangenen zehn Jahren. Sie ist seinem künstlerischen Schwerpunkt gewidmet, dem Porträt. In tiefem Dunkelgrün, Blau und Schwarz entfaltet Man ebenso feinfühlige wie rätselhafte Bildnisse, die von einem existenzialistischen, düsteren und introspektiven Ton bestimmt sind. Es sind subtile Einflüsse der Vorrenaissance, verdichtet mit Metaphern, die in seiner melancholischen Bildwelt aufscheinen. Stilistisch schwer einzuordnen und doch unverkennbar eröffnet Mans Œuvre zahlreiche kunsthistorische Referenzen und stellt zugleich eine einzigartige Position der zeitgenössischen Malerei dar. Im Städel Museum entsteht ein faszinierender Dialog zwischen Geschichte und Gegenwart.
Der Titel der Ausstellung Die Linien des Lebens ist ein Zitat aus Friedrich Hölderlins Gedicht An Zimmern (1812) und verweist auf die enge Verbindung Victor Mans zur Lyrik und zu Literatur allgemein. Diese Bezüge finden sich immer wieder in seiner Malerei, wie auch Verbindungen zur eigenen Lebensrealität. So stammen etwa die in den Porträts dargestellten Personen im Hauptteil der Ausstellung aus seinem familiären Umfeld und Freundeskreis. In überwiegend dunkle Szenerien getaucht und mit gedankenversunkenem Blick, sind die Porträtierten in eine existenzielle Schwere gehüllt. Die Gemälde zeugen von einer intensiven Auseinandersetzung mit der menschlichen Existenz und erzählen von der poetischen wie auch tragischen Ambivalenz des Lebens. Im zweiten Teil der Ausstellung wird die Gattung Porträt mit der Werkserie The Chandler (seit 2013) fortgesetzt und zugleich aufgebrochen, womit die Möglichkeit einer neuen Lesart entsteht. Victor Man präsentiert in verschiedenen Gemälden das gleiche Motiv in stets leicht abgewandelter Form – eine sitzende Figur mit einem Kopf auf dem Schoß – und lädt dazu ein, die eigene Wahrnehmung zu erkunden. Das Städel Museum vereint in der Ausstellung vollständig die bisher entstandenen Arbeiten dieser Serie, die selten in ihrer Gesamtheit zu sehen ist – darunter auch das jüngste Werk, welches zuvor noch nie gezeigt wurde.
„Das Städel als Bildermuseum ist der perfekte Ort für die erste institutionelle Einzelausstellung mit Werken Victor Mans in Deutschland nach fast einem Jahrzehnt. Victor Mans Œuvre ist der Malerei verpflichtet. Seine Gemälde eröffnen inmitten der 700 Jahre umfassenden Sammlung einen in der Fülle der Kunstgeschichte verankerten Dialog. Die stillen und zeitlosen Porträts wirken wie ein Gegenentwurf zu unserer hoch technologisierten und komplexen Lebenswelt. Verstehen wir sie als Angebot, auf die Suche zu gehen, nach der Essenz unseres Daseins“, so Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums.
Svenja Grosser, Kuratorin der Ausstellung, führt weiter aus: „Victor Mans Kunst ist zeitlos, und so verweigern sich seine Gemälde einer kunsthistorischen Einordnung nach Kriterien wie Stil und Entstehungszeit, selbst der Epochenzugehörigkeit. Vielschichtige Referenzen aus der Kunstgeschichte und Literatur eröffnen dabei eine Fülle an Deutungsmöglichkeiten. Eines steht jedoch immer im Mittelpunkt: Victor Mans gesamtes Œuvre kreist um die Malerei und die ihr innewohnenden Möglichkeiten, uns als Betrachter auf die Probe zu stellen.“
Kuratorin: Svenja Grosser (Stellvertretende Leiterin Sammlung Gegenwartskunst, Städel Museum)
Projektleiterin: Maja Lisewski (wissenschaftliche Volontärin, Sammlung Gegenwartskunst, Städel Museum)
Gefördert durch: Deutsche Bank, Städelscher Museums-Verein e.V.
Den kompletten Pressetext können Sie hier als PDF herunterladen.
PRESSEINFORMATION
„SELBST & PORTRÄT“ – NEUES CLOSE UP IN DER SAMMLUNG GEGENWARTSKUNST
DIGITALE ANWENDUNG IM MUSEUM UND FÜR ZUHAUSE // FÜHRUNGSANGEBOT
Bereits seit der Antike beschäftigen sich Künstler mit dem Thema des menschlichen Abbildes: Unter dem Titel „Selbst & Porträt“ widmet sich das neue CLOSE UP der Auseinandersetzung mit dem Selbstbild in der Kunst. Vier Arbeiten von Maria Lassnig (1919–2014), Francis Bacon (1909–1992), Jonathan Meese (geb. 1970) und Gabriele Stötzer (geb. 1953) aus der Sammlung des Städel Museums zeigen, wie künstlerisch vielfältig die Beschäftigung mit dem Ich sein kann. Fühlend, spielend und abstrahierend gehen sie der Frage nach, wer oder was das Selbst ist. Zwischen Innensicht und Außensicht werden im (Selbst-)Porträt künstlerische Fertigkeiten, äußere Merkmale sowie das zugrundeliegende Selbstverständnis für den Betrachter sichtbar. Im Zentrum der gezeigten Arbeiten stehen das Erkunden des Ichs, die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Rollenbildern und das Ausloten der künstlerischen Darstellbarkeit des Selbst. Die ausgewählten Künstlerinnen und Künstler stehen dabei beispielhaft für unterschiedliche Positionen im 20. und 21. Jahrhundert. Wie in einer Nahaufnahme widmet sich CLOSE UP einem zentralen Thema der Sammlung Gegenwartskunst – als Kunst- und Vermittlungsraum vor Ort und als digitale Anwendung. Im Museum bietet CLOSE UP mit einer konzentrierten Werkauswahl Zugänge und Vertiefungsmöglichkeiten und setzt auf das Zusammenspiel von originalen Kunstwerken, Wandtexten und einer digitalen Anwendung. Durch die vielfältigen Recherchemöglichkeiten können sich die Besucher intensiv wie auch interaktiv mit dem Thema „Selbst & Porträt“ beschäftigen und dabei ihre Bild- und Informationskompetenz schärfen.
„Me, Myself and I – in der neuen Präsentation von CLOSE UP widmen wir uns der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Selbst. Wer bin ich? Was will ich? Wie zeige ich mich anderen? Sich selbst im rechten Licht zu präsentieren, ist durch die Sozialen Medien omnipräsent und trotzdem kein Phänomen des 21. Jahrhunderts, auch nicht in der Kunst. Die Werke der ausgewählten Künstlerinnen und Künstler zeigen eindrücklich, wie unterschiedlich die Auseinandersetzung mit dem Selbstbild sein kann. Mit der digitalen Anwendung und weiteren Möglichkeiten für eine vertiefende Recherche können sich die Besucherinnen und Besucher im CLOSE UP übergreifende Zusammenhänge selbständig erschließen und dabei Wissenswertes entdecken“, erläutern die beiden Projektleiterinnen Anne Dribbisch, Bildung und Vermittlung, und Maja Lisewski, Sammlung Gegenwartskunst.
Projektleitung und Konzept: Anne Dribbisch (Städel Museum, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Bildung und Vermittlung) und Maja Lisewski (Städel Museum, Wissenschaftliche Volontärin Sammlung Gegenwartskunst)
Digitale Begleitung: Alexandra Reißer (Städel Museum, Projektmanagerin Digitale Kultur)
URL der digitalen Anwendung: closeup.staedelmuseum.de/selbstundportraet
Den kompletten Pressetext können Sie hier als PDF herunterladen.
PRESSEINFORMATION
WIEDERSEHEN MIT HOLBEINS MADONNA – STÄDEL ERHÄLT BEDEUTENDE LEIHGABE FÜR AUSSTELLUNG „HOLBEIN UND DIE RENAISSANCE IM NORDEN“
MEISTERWERK DER RENAISSANCEMALEREI AUS DER SAMMLUNG WÜRTH NACH 10 JAHREN WIEDER IN FRANKFURT ZU SEHEN // ERSTE TICKETS AB SOFORT IM ONLINE-SHOP ERHÄLTLICH
Sie gilt als eines der größten Meisterwerke der deutschen Renaissance: Die Madonna des Bürgermeisters Jacob Meyer zum Hasen (1526–1528) von Hans Holbein dem Jüngeren. Ab dem 2. November 2023 wird das berühmte Gemälde in der großen Ausstellung „Holbein und die Renaissance im Norden“ im Städel Museum präsentiert. Damit ist das Werk nach mehr als 10 Jahren wieder in Frankfurt zu sehen.
Seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war das Gemälde im Besitz der Großherzöge von Hessen und bei Rhein und bis 2003 im Schlossmuseum Darmstadt gezeigt worden, ehe es ab dem Jahr 2004 im Städel Museum ausgestellt wurde. 2009 fiel der Entschluss der Eigentümer, das Gemälde zu verkaufen. Trotz gemeinsamer Anstrengungen von Eigentümern und Städel Museum ließ sich weder ein Erwerb durch das Städel Museum noch eine Sicherung des Bildes für die Öffentlichkeit realisieren. Das Gemälde, welches auf der Liste national wertvollen Kulturgutes verzeichnet und damit vor dem Export geschützt ist, wurde in der Folge durch den Unternehmer, Sammler und Mäzen Reinhold Würth erworben, der es der Öffentlichkeit seit 2012 in der Johanniterkirche zu Schwäbisch Hall zugänglich macht. Als bedeutende Leihgabe der Sammlung Würth wird Holbeins Madonna gemeinsam mit rund 130 herausragenden Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken von weiteren wegweisenden Künstlern der Renaissance aus den bedeutendsten Museen Europas in einer Ausstellung gezeigt.
Städel Direktor Philipp Demandt sagt: „Holbeins Madonna ist ein Schlüsselwerk unserer großen Ausstellung zur Malerei der Renaissance. Als Städel Direktor bin ich sehr glücklich über diese bedeutende Leihgabe aus der Sammlung Würth. Dem Hohenloher Unternehmer, Kunstsammler und Mäzen ist es zu verdanken, dass dieses Meisterwerk noch immer zu sehen ist – er allein war es, der die Verpflichtung wahrnahm, dieses Werk zu sichern und für die Öffentlichkeit zu erhalten. Das Städel Museum, vor mehr als 200 Jahren aus privatem Stiftergeist entstanden, betrachtet diese großzügige Leihgabe auch als Würdigung seiner Arbeit. Denn mit Reinhold Würth, der seine bedeutende Kunstsammlung in fünf Museen und zehn Kunstdependancen kostenfrei dem Publikum zur Verfügung stellt, verbindet uns die Absicht, Kunst für Menschen zugänglich zu machen und immer wieder neu zu betrachten.“
Der Sammler und Unternehmer Reinhold Würth über sein Engagement: „Kunst verbindet Menschen, und sie inspiriert, zum Nachdenken und zum Eintauchen in andere Welten. Unsere Museen sind im Prinzip die demokratischsten Orte, hier sind alle gleich. Seit 2012 begeistert die Madonna von Hans Holbein dem Jüngeren nun die Besucherinnen und Besucher aus nah und fern in Schwäbisch Hall. Es ist mir eine große Freude, dass das Gemälde ab diesen Herbst in der großen Ausstellung zur Malerei der Renaissance des Nordens in Frankfurt präsentiert wird. Ich bin mir sicher, dass dem Städel Museum einmal mehr eine ebenso innovative wie wunderschöne Ausstellung gelingen wird.“
Ein Höhepunkt der Ausstellung ist das Zusammentreffen von Holbeins Madonna aus der Sammlung Würth mit der Solothurner Madonna (1522, Kunstmuseum Solothurn), die ebenfalls von Holbein dem Jüngeren gemalt wurde. Die Städel Schau „Holbein und die Renaissance im Norden“ (2. November 2023 – 18. Februar 2024) zeigt mit Blick auf die bedeutende Reichsstadt und Handelsmetropole Augsburg einen Überblick über die Entwicklung der Kunst zwischen Spätgotik und beginnender Neuzeit. Allen voran waren es die Maler Hans Holbein der Ältere und Hans Burgkmair der Ältere, die in Augsburg neue Möglichkeiten der Malerei erprobten. Nicht umsonst gelten sie neben Albrecht Dürer als Wegbereiter der deutschen Renaissance, die Holbein der Jüngere endgültig europaweit bekannt machte.
Kurator Städel Museum: Prof. Dr. Jochen Sander (Stellvertretender Direktor und Sammlungsleiter holländische, flämische und deutsche Malerei vor 1800)
Ausstellungsdauer: 2. November 2023 bis 18. Februar 2024
Pressevorbesichtigung: Dienstag, 31. Oktober 2023, 11.00 Uhr
Gefördert durch: Sparkassen-Finanzgruppe mit Deutsche Leasing AG, Frankfurter Sparkasse & Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- & Giroverbandes; Städelscher Museums-Verein e.V., Dagmar-Westberg-Stiftung
Den kompletten Pressetext können Sie hier als PDF herunterladen.
Presseinformation
Was uns stark macht. Kunst und Leben – Die Bildungswoche im Städel Museum
VOM 17. BIS 20. JULI 2023 ENTDECKEN KINDER UND JUGENDLICHE DIE KUNSTWERKE AUS ÜBER 700 JAHREN KUNSTGESCHICHTE IM STÄDEL
Das Städel Museum lädt gemeinsam mit der Frankfurter Volksbank Rhein/Main unter dem Motto „Was uns stark macht. Kunst und Leben“ bereits zum elften Mal Kinder und Jugendliche zur Bildungswoche ein. Während des Programms in der letzten Woche vor den Sommerferien vom 17. bis 20. Juli können die jungen Besucher die Kunstwerke der Sammlung des Städel Museums interaktiv entdecken. Die fächerübergreifenden Themen der Bildungswoche sollen Neugier auf die Kunst wecken und Kunstgeschichte erlebbar und erfahrbar machen. Dafür stellen junge Kunstvermittler an Wissensstationen in der Dauerausstellung einzelne Werke und Themen vor und kommen mit den Kindern und Jugendlichen ins Gespräch. Interaktive Stationen und Workshops regen zum handlungsorientierten Lernen, zur kreativen Auseinandersetzung und zum praktischen Vertiefen an. Die Teilnahme an der Bildungswoche ist für alle Schulklassen, Kita- und Hortgruppen kostenfrei.
„Die jährliche Bildungswoche ist eine wunderbare Gelegenheit für Kinder und Jugendliche, die faszinierende Welt der Kunst im Städel Museum zu entdecken. Mit unserem kostenfreien Angebot ermöglichen wir einen breiten Zugang für Kinder und Jugendliche. Wir sind außerordentlich glücklich, dass wir gemeinsam mit der Frankfurter Volksbank Rhein/Main einen Bildungspartner an unserer Seite wissen, mit dem wir bereits zum elften Mal zu diesem Programm einladen können. Wir verstehen das Museum als einen Ort der Kunst und der Debatte – die Teilnehmer durch die Auseinandersetzung mit Kunst für die Herausforderungen des Lebens zu stärken, das ist ein Ziel der Bildungswoche 2023“, so Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums.
Den kompletten Pressetext können Sie hier als PDF herunterladen.
PRESSEINFORMATION
UGO RONDINONE. SUNRISE. EAST.
VERLÄNGERT BIS 9. JUNI 2024
Städel Garten
Es sind groteske Wesen, die das Publikum ab dem Sommer im Städel Garten empfangen. Der Schweizer Konzept- und Installationskünstler Ugo Rondinone (geb. 1964) verwandelt den markanten Hügel über den Gartenhallen in eine sonderbare Landschaft. In der Werkgruppe sunrise. east. (2005) ordnet Rondinone jedem Monat einen Kopf mit charakteristischen und gleichsam stark reduzierten Gesichtszügen zu. Überlebensgroß und in silbern glänzendem Aluminium sind die klobigen, zwei Meter hohen Skulpturenköpfe auf ihre Mimik reduziert: Mit aufgerissenen Mündern blicken sie aus kleinen Augen von freundlich naiv über skeptisch und überrascht bis hin zu schaudererregend. Sie lösen die unterschiedlichsten Assoziationen aus, lassen an rituelle Masken und Geister, aber auch an die Bildsprache von Comics, Emoticons oder Memes denken. Die Besucher des Städel Gartens sind eingeladen, allen zwölf Wesen – und damit allen Monaten – von Angesicht zu Angesicht zu begegnen und die unterschiedlichen Freuden, Widrigkeiten und Emotionen eines ganzen Jahres im Schnelldurchlauf zu erleben.
Ugo Rondinones Schaffen umfasst neben der Skulptur unterschiedliche Medien wie Malerei, Video und Installation. Besondere Bekanntheit erlangte der Künstler durch seine Arbeiten im öffentlichen Raum, die er seit den 1990er-Jahren kreiert. Im Sinne einer „Kunst für alle“ möchte er mit seinen charakteristischen Skulpturen im Außenraum ein breites Publikum erreichen. In seinen poetischen und konzeptuellen Arbeiten thematisiert Rondinone die Widersprüche des Lebens und schafft einen Dialog zwischen Künstlichkeit und Natur, Kultur und Gesellschaft sowie Ewigkeit und Vergänglichkeit.
Kuratorin: Svenja Grosser (Stellvertretende Leiterin Sammlung Gegenwartskunst, Städel Museum)
Gefördert durch: Freunde der Tat – Städelscher Museums-Verein e. V.
FAKTENBLATT
STÄDEL DACH – DIE NEUE BESUCHERTERRASSE
BAUHERR:
Städelsches Kunstinstitut und Städtische Galerie
BAUMASSNAHME UND BEGLEITENDE ARBEITEN:
• Bau einer Dachterrasse
• Zuwegung zum Städel Dach
PROJEKTBETEILIGTE PLANUNG:
• schneider+schumacher (Planung und Entwurf)
• Architekt Hans Eschmann (Projektsteuerung)
• Bollinger+Grohmann (Statik, Tragwerksplanung)
• IBO Ingenieurbüro Dieter Bohlmann (Technische Gebäudeausrüstung)
• brendel Ingenieure GmbH (Elektroplanung)
• Hilla Wichert Brandschutz (Brandschutzkonzept)
• Conceptlicht GmbH
Das gesamte Faktenblatt können Sie hier herunterladen.
„EIN AUSGEZEICHNETES FRAUENPORTRÄT“ – BILDNIS VON THERESE KARL FÜR DAS STÄDEL WIEDERERWORBEN
Das Städel Museum hat das eindrückliche Damenbildnis (Porträt Therese Karl) (1890) von Fritz von Uhde für die Sammlung wiedererworben. Die Stadt Frankfurt hatte das Gemälde aus dem Bestand der Städtischen Galerie im Jahr 2022 an die Erben des im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Eigentümers Gustav Rüdenberg restituiert. Dank des großzügigen Entgegenkommens der Erben, vertreten durch das Holocaust Claims Processing Office (HCPO) in New York, konnte es zurückerworben werden und verbleibt im Städel. Das Gemälde ist in der Dauerausstellung der Sammlung Kunst der Moderne zu sehen. Eine Gedenktafel am Werk erinnert an die tragische Geschichte von Gustav Rüdenberg.
Dr. Ina Hartwig, Kultur- und Wissenschaftsdezernentin der Stadt Frankfurt am Main, über die erfolgte Restitution: „Es ist wichtig, die historische Verantwortung der Stadt Frankfurt zu benennen und Ergebnisse der Provenienzforschung zu teilen und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im letzten Jahr konnten wir ein Gemälde von Fritz von Uhde aus dem Bestand der Städtischen Galerie des Städel Museums an die Erben Gustav Rüdenbergs restituieren. Ich danke den Erben und dem Holocaust Claims Processing Office in New York aufs Herzlichste für ihr Vertrauen.“
Dr. Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, sagt: „Die Provenienzforschung gehört zu den Kernaufgaben der Museumsarbeit am Städel. Es ist unser Ziel, für jedes Objekt, das nach 1933 in die Sammlung aufgenommen wurde und vor 1946 datiert werden kann, eine möglichst lückenlose Provenienz nachzuweisen. Unser ‚Damenbildnis‘ des Malers Fritz von Uhde befand sich einst im Besitz des Unternehmers und Kunstsammlers Gustav Rüdenberg, bis dieser es unter dem Druck der NS-Diktatur veräußern musste. An sein Leben und Schicksal zu erinnern und es im Museum sichtbar zu machen, ist unsere historische und gesellschaftliche Verantwortung. Mein tief empfundener Dank geht an die Erben nach Gustav Rüdenberg, die dem Wiederankauf des Gemäldes zustimmten, und an das Holocaust Claims Processing Office für die Vermittlung. Durch das großzügige Entgegenkommen der Erben bleibt dieses herausragende Porträt für das Städel Museum erhalten.“
Das Damenbildnis stellt Therese Karl dar, die Uhdes Lieblingsmodell und Tänzerin am königlichen Hoftheaterballett in München war. Es handelt sich dabei um eines der wenigen Porträts, die der eher für seine religiösen und genrehaften Szenen bekannte Künstler Fritz von Uhde (1848–1911) malte. Er hatte sich 1880 in München niedergelassen und mit Max Liebermann angefreundet, der ihn zur Freilichtmalerei und dem Anfertigen von Porträts animierte. Uhde zeigt sich in diesem Werk auf der Höhe der Bildniskunst seiner Zeit. Souverän erfasst der zwischen Realismus und Impressionismus stehende Künstler mit lockerem Duktus die verschiedenen Stofflichkeiten, die dem Gemälde seine Leichtigkeit verleihen. Das Porträt erhielt bereits kurz nach seiner Entstehung lobende Kommentare in der zeitgenössischen Presse und trug zu Uhdes Popularität entscheidend bei. So bezeichnete die Zeitschrift „Kunst für alle“ das Gemälde schon im Entstehungsjahr 1890 als „ein ausgezeichnetes Frauenporträt“.
Den kompletten Pressetext können Sie hier als PDF herunterladen.
PRESSEINFORMATION
HERAUSRAGEND! DAS RELIEF VON RODIN BIS PICASSO
24. MAI BIS 17. SEPTEMBER 2023
Ausstellungshaus
Rodin, Matisse, Gauguin, Picasso, Hans Arp oder Yves Klein – sie alle schufen im wahrsten Sinne des Wortes herausragende Kunst: Reliefs. Das Städel Museum präsentiert diesen Sommer eine große Ausstellung über das Relief von 1800 bis in die 1960er-Jahre. Ist es Malerei oder Skulptur, Fläche oder Raum? Kaum ein anderes künstlerisches Medium fordert unser Sehen so heraus wie das Relief: Das macht es für die berühmtesten Künstlerinnen und Künstler seit jeher so reizvoll. Die Ausstellung zeigt vom 24. Mai bis 17. September 2023 bedeutende Kunstwerke aus rund 160 Jahren von Bertel Thorvaldsen, Jules Dalou, Auguste Rodin, Medardo Rosso, Paul Gauguin, Henri Matisse, Pablo Picasso und Alexander Archipenko sowie Hans Arp, Kurt Schwitters, Sophie Taeuber-Arp, Yves Klein, Louise Nevelson, Lee Bontecou und anderen. Dafür vereint das Städel Museum – in Kooperation mit der Hamburger Kunsthalle – Kunstwerke aus den eigenen Sammlungen und aus führenden europäischen Museen in Frankfurt, etwa aus dem Musée d’Orsay, dem Musée Picasso und dem Centre Pompidou in Paris, dem Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam, dem Kunstmuseum Basel oder dem Musée des Beaux-Arts de Lyon. Darüber hinaus werden auch selten zu sehende Arbeiten aus Privatsammlungen vorgestellt.
„Herausragend! Das Relief von Rodin bis Picasso“ wird durch die Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH und den Städelschen Museums-Verein e. V. mit den Städelfreunden 1815 gefördert. Zusätzliche Unterstützung erfährt die Ausstellung durch die Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung.
Städel Direktor Philipp Demandt über die Ausstellung: „Diesen Sommer können unsere Besucherinnen und Besucher im Städel Museum einem aufregenden künstlerischen Medium begegnen: dem Relief. Eine Kunstform zwischen Malerei und Skulptur, die den sprichwörtlichen Rahmen und die Grenzen unseres Sehens sprengt! Wir widmen dieser bisweilen verkannten Kunstform eine große Ausstellung. Es ist eine einmalige Chance, rund 140 bedeutende Werke von knapp 100 wegweisenden Künstlerinnen und Künstlern des 19. Jahrhunderts, der Klassischen Moderne und der internationalen Nachkriegskunst in Frankfurt zu erleben und das Relief als das zu würdigen, was es ist: Ausdruck großer Kunst.“
„Das Relief ist eines der ältesten Bildmedien der Menschheit. Als Hybrid steht es nicht nur zwischen den künstlerischen Gattungen Malerei und Skulptur, sondern in der Wahrnehmung auch im Spannungsfeld zwischen Sehen und Berühren. Unsere Ausstellung widmet sich den besonderen Möglichkeiten und Chancen des Reliefs in der Kunst vom Klassizismus bis in die 1960er-Jahre. Mit der Rückbindung an die klassische Antike beginnt um 1800 eine deutliche Zäsur für die Bedeutung und die Ästhetik des Reliefs und in den 1960er-Jahren markieren der ‚Ausstieg aus dem Bild‘ und der damit verbundene Transfer bildhauerischer Konzepte in Raumkonzepte einen abermaligen Dreh- und Angelpunkt. Die Ausstellung liefert keine umfassende Geschichte des Reliefs, sie wirft vielmehr einzigartige Schlaglichter auf den heute wenig bekannten Diskurs rund um die Kunst des Reliefs“, erläutern die Kuratoren der Ausstellung, Alexander Eiling und Eva Mongi-Vollmer.
Eine Ausstellung des Städel Museums, Frankfurt am Main und der Hamburger Kunsthalle.
Kuratoren: Dr. Alexander Eiling (Sammlungsleiter Kunst der Moderne), Dr. Eva Mongi-Vollmer (Kuratorin für Sonderprojekte)
Projektleitung: Dr. Friederike Schütt
Gefördert durch: Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH, Städelscher Museums-Verein e.V. – Städelfreunde 1815
Mit Unterstützung von: Georg und Franziska Speyer'sche Hochschulstiftung
Medienpartner: Süddeutsche Zeitung, ARTE, Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main
Kulturpartner: hr2-kultur
Den kompletten Pressetext können Sie hier als PDF herunterladen.
Presseverteiler abonnieren
und nichts mehr verpassen.
Aktuelle Presseinformationen und Pressebilder unserer Ausstellungen und Projekte direkt in Ihr Mail-Postfach.