Navigation menu

Städel Newsroom Städel Museum

Bilder & Texte

Hier finden Sie alle unseren aktuellen Pressematerialien in der Übersicht. Nutzen Sie gern die Filter oder die Suchfunktion, um gezielt zu suchen.

Frankfurt forever! Fotografien von Carl Friedrich Mylius 19.12.2024

Presseinformation

Frankfurt forever! Fotografien von Carl Friedrich Mylius

12. Februar bis 1. Juni 2025
Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung

Seine Fotografien sind eine Reise durch die Zeit. Wie kaum ein anderer Fotograf prägte Carl Friedrich Mylius (1827–1916) das Bild Frankfurts. Von der Zeil, dem Eschenheimer Turm, dem Goethe-Denkmal über den Römer bis hin zum Mainufer hielt er die berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt fest. Damit wurde er vor mehr als 150 Jahren zum Wegbereiter der Architekturfotografie. Das Städel Museum widmet Carl Friedrich Mylius mit rund 80 seiner Arbeiten vom 12. Februar bis zum 1. Juni 2025 die erste große Einzelausstellung. Anlass ist eine Schenkung aus Privatbesitz von 180 Fotografien, die den Bestand mit Aufnahmen von Carl Friedrich Mylius in der Städel Sammlung vortrefflich ergänzt und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht.

Frankfurt war als Ort der Kaiserkrönungen, als Messestadt und durch seine geografische Lage in der Nähe des Mittelrheins im 19. Jahrhundert ein bedeutender Anziehungspunkt für Reisende. Durch den sich etablierenden Tourismus wurden Carl Friedrich Mylius’ Fotografien noch heute bekannter Sehenswürdigkeiten zu beliebten Souvenirs. Viele seiner Ansichten zeigen eine Stadt im Wandel. Frankfurt erlebte damals nicht nur eine politische Neuordnung durch die preußische Annexion, sondern auch eine rasante wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung. Industrialisierung und Verstädterung führten zu einschneidenden baulichen Veränderungen – ganze Straßenzüge in der Alt- und Innenstadt verschwanden. Als Chronist dieser Zeit dokumentierte Mylius die historischen Orte seiner Stadt genauso wie Neubauten, Industrieanlagen und die moderne Infrastruktur. Es zog ihn auch ins Frankfurter Umland – der Feldberg im Taunus, die Städte Kronberg, Königstein und Gelnhausen –, und er hinterließ die teils ersten existierenden Aufnahmen dieser Orte. Ein besonderes Werk der Ausstellung ist eine 7,60 Meter lange Ansicht des Mains. Es ist das erste fotografische Panorama Deutschlands.

„Seit seinen Anfängen ist die Faszination für das Medium Fotografie ungebrochen. Die Fotografien des Frankfurters Carl Friedrich Mylius sind ein wertvolles visuelles Erbe – künstlerisch herausragende Werke und zugleich bedeutende Dokumente der Stadtgeschichte. Mylius’ Ausbildungs- und Lebensgeschichte ist mit dem Städel Museum verbunden: Noch während seiner aktiven Schaffenszeit übergab er seine Fotografien an das Städel. Im Jahr 2023 wurde dieser einmalige historische Bestand durch eine großzügige private Schenkung erweitert. Mit dieser Ausstellung können wir Carl Friedrich Mylius’ Gesamtwerk erstmals umfassend vorstellen“, so Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums.

„Carl Friedrich Mylius spezialisierte sich als einer der Ersten in der jungen Frankfurter Fotografieszene Ende der 1850er-Jahre auf Architekturansichten. Als Fotograf war er neutraler Beobachter, indem er seine Motive sachlich und unvoreingenommen festhielt. Gleichzeitig setzte er künstlerische Gestaltungsmittel wie die Zentralperspektive und einen ausgewogenen Bildaufbau ein, was sein sensibles Gespür für Komposition zeigt. Bereits in diesen frühen Anfängen war die Fotografie mehr als bloße Abbildung – sie war ein Mittel, um die Stadt in einer ästhetischen Dimension zu erfassen. Das machte Mylius zu einem frühen Wegbereiter der Architekturfotografie“, erläutert Kristina Lemke, Kuratorin der Ausstellung und Sammlungsleiterin Fotografie.

Kuratorin: Dr. Kristina Lemke (Sammlungsleiterin Fotografie, Städel Museum) mit Unterstützung durch Dr. Brigitte Sahler
Gefördert durch: Dr. Marschner Stiftung
Mit weiterer Unterstützung durch: Dr. Ina Petzschke-Lauermann
Kulturpartner: hr2-kultur

Die vollständige Presseinformation finden Sie hier als PDF.

PDF anzeigen

Ausstellungsvorschau 2025 und Ausblick 2026 11.12.2024

PRESSEINFORMATION

AUSSTELLUNGSVORSCHAU 2025 UND AUSBLICK 2026

FOTOGRAFISCHE REISE INS FRANKFURT DES 19. JAHRHUNDERTS, ERSTE UMFASSENDE RETROSPEKTIVE ZU ANNEGRET SOLTAU, DER ZEICHNER WERNER TÜBKE, ASTA GRÖTING IN DER SAMMLUNG GEGENWARTSKUNST, GROSSE HERBSTAUSSTELLUNG ZU CARL SCHUCH UND DER FRANZÖSISCHEN MODERNE, MAX BECKMANN AUF PAPIER SOWIE IM FRÜHJAHR 2026 MONETS KÜSTE – DIE ENTDECKUNG VON ÉTRETAT

Den vollständigen Pressetext finden Sie hier als PDF.

PDF anzeigen

Rineke Dijkstra. Beach Portraits 31.10.2024

PRESSEINFORMATION

RINEKE DIJKSTRA
BEACH PORTRAITS

VERÄNGERT BIS 27. JULI 2025
SAMMLUNG GEGENWARTSKUNST

Das Meer, ein Blick: An verschiedenen Stränden der Welt – in Polen, Großbritannien, der Ukraine, Kroatien, den USA – zeigt die Künstlerin Rineke Dijkstra junge Menschen, die direkt in die Kamera schauen. Die komponierten Fotografien sind eine Suche nach der Essenz des menschlichen Daseins: einfühlsame Begegnungen, mit denen die Künstlerin auch die Frage nach Authentizität und Wahrhaftigkeit in der Porträtfotografie aufwirft. Vom 13. Dezember 2024 bis 27. Juli 2025 präsentiert das Städel Museum in einer Einzelausstellung insgesamt 27 Arbeiten, davon 23 Bilder aus der Beach-Portraits-Serie, mit der Rineke Dijkstra (*1959) international bekannt wurde und sich als eine der wichtigsten Fotografinnen der Gegenwartskunst etablierte. Erweitert wird die Ausstellung mit Werken der Streets-Serie sowie einem Selbstporträt.
In der überwiegend in den 1990er Jahren entstandenen Werkreihe der Beach Portraits verbindet Dijkstra die dargestellten Jugendlichen über Ländergrenzen hinweg durch eine immer gleiche Komposition. Vor dem klaren, einfachen Hintergrund des Meeres, in Kontext wie Kleidung reduziert, liegt der Fokus ganz auf den Dargestellten, ihrem Wesen und ihrer jugendlichen Natürlichkeit, die sich in kleinsten Nuancen von Mimik und Haltung manifestieren – vor allem, wenn ihre Gefühlswelt trotz all ihrer Anstrengung doch spürbar wird. Dieses Moment macht die konzentrierten Aufnahmen ebenso zu zeitlosen Bildern, die das Menschsein verkörpern und in denen sich zentrale Aspekte und Herausforderungen des Lebens bündeln: Unsicherheit, Neugier und die Suche nach der eigenen Identität. Mit ihrer einzigartigen Bildsprache, die kunsthistorische Bezüge auf Werke von Sandro Botticelli bis August Sander aufweist, werden die Fotografien zum Ausdruck einer zeitgeschichtlichen Beobachtung der Ära nach dem Kalten Krieg.

Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, zur Ausstellung: „Rineke Dijkstras Porträts könnten gegenwärtiger nicht sein und sind zugleich heute schon große Werke der Kunstgeschichte: Sie sind längst Ikonen der Fotografie. Das fotografische Medium spielt eine zentrale Rolle in der Sammlung des Städel Museums. Bereits in den 1850er-Jahren wurden Fotografien für die Lehrsammlung erworben. Heute umfasst das Konvolut über 5.000 Werke – von den Anfängen der Fotografie bis zur unmittelbaren Gegenwart, darunter zentrale Arbeiten von wegweisenden Fotografinnen. Umso mehr freue ich mich, dass wir nun im Städel Museum mit Rineke Dijkstra eine so bedeutsame Fotokünstlerin präsentieren können.“

„In ihren Arbeiten gelingt es Rineke Dijkstra, sich dem Wesen des Menschen auf einfühlsame Weise anzunähern – ein Anspruch, den die Fototheorie und die Kunstgeschichte teilen. Rineke Dijkstras Protagonisten sind Menschen, die, über kulturelle Grenzen hinweg, nicht nur auf der Suche nach ihrer Identität sind, sondern die auch eine überzeitliche Frage verbindet: ‚Wann und wie verstehe ich mich selbst und wie möchte ich von meiner Umwelt wahrgenommen werden?‘ Es ist dieses empathische, allzu menschliche Moment, das in Dijkstras Arbeiten zum Ausdruck kommt und sie damit so zeitlos macht“, ergänzt Maja Lisewski, wissenschaftliche Mitarbeiterin Sammlung Gegenwartskunst und Kuratorin der Ausstellung.

Ausstellungsdauer: 13. Dezember 2024 bis 18. Mai 2025
Kuratorin: Maja Lisewski, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Sammlung Gegenwartskunst
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Städel Invites Rineke Dijkstra: 13. Dezember 2024, in Partnerschaft mit BMW

Lesen Sie den vollständigen Pressetext hier.

PDF anzeigen

Mehr als 100.000 Besucher – „Städel | Frauen“ begeisterten das Publikum 29.10.2024

PRESSEINFORMATION

MEHR ALS 100.000 BESUCHER – „STÄDEL | FRAUEN“ BEGEISTERTEN DAS PUBLIKUM

AUSSTELLUNG ENDETE MIT BESUCHERERFOLG / VERMITTLUNGS-PROGRAMM UND VERANSTALTUNGEN BEGEISTERTEN

Mit über 100.000 Besuchern ist die Ausstellung „Städel | Frauen. Künstlerinnen zwischen Frankfurt und Paris um 1900“ am Sonntag, 27. Oktober 2024, erfolgreich zu Ende gegangen. Die Ausstellung präsentierte 26 Malerinnen und Bildhauerinnen, die sich um 1900 mit Erfolg im Kunstbetrieb behaupteten. Neben bekannten Namen wie Louise Breslau, Ottilie W. Roederstein und Marg Moll wurden auch zahlreiche weniger bekannte Künstlerinnen wie Erna Auerbach, Mathilde Battenberg, Ida Gerhardi, Annie Stebler-Hopf, Elizabeth Nourse und Louise Schmidt vorgestellt. Von Paris und Frankfurt aus knüpften sie internationale Netzwerke, unterstützten sich gegenseitig und prägten als einflussreiche Lehrerinnen und Kunstagentinnen die Geschichte des Städel Museums und der Städelschule. Die Ausstellung, die sich gezielt dem Schaffen von Künstlerinnen widmete, eröffnete zudem wertvolle Chancen für die langfristige Erweiterung der Sammlung. So konnten drei herausragende Werke aus der Präsentation erworben werden: Pauline Kowarziks Stilleben mit bunten Blumen, Zwiebeln und Steinkrug, 1913; Mathilde Battenbergs Porträt Peter Carl MacKay, 1915 sowie Anna Krügers Sitzender Frauenakt, ca. 1930 – 1939. Diese Erwerbungen markieren einen wichtigen Schritt, um mit der Städel Sammlung die Vielfalt der Kunstgeschichte umfassender abzubilden.

„26 fast unbekannte Künstlerinnen – und dann über 100.000 Besucher! Die ‚Städel I Frauen‘ haben einmal mehr gezeigt, wie gut recherchierte, klug vermittelte und ansprechend präsentierte Ausstellungen ein großes Publikum auf den Weg in eine breitere Kunstgeschichte mitzunehmen vermögen. Das Städel Museum hat es sich zur Aufgabe gemacht, nicht nur die großen Namen der Kunst immer wieder neu zu kontextualisieren, sondern zugleich den Blick auf die Kunstgeschichte, ihre Mechanismen und Hintergründe kontinuierlich zu erweitern – und das ohne vorgefasste Meinungen, sondern mit Mut und hohem wissenschaftlichen Anspruch. Dass unser Publikum dieses Programm mit überwältigendem Zuspruch belohnt, macht uns stolz und glücklich, zumal wir mit jedem dieser Forschungs- und Ausstellungsprojekte nicht nur unser Wissen, sondern auch die Sammlung des Städel Museums dauerhaft vergrößern. Dieser Erfolg ist das Ergebnis einer großartigen Teamleistung. Mein besonderer Dank gilt den Kuratorinnen und dem Kurator, dem gesamten Städel-Team, unseren Förderern – und natürlich unserem Publikum“, sagt Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums.

Das vielfältige Vermittlungsprogramm und die Sonderveranstaltungen wurden sehr gut angenommen. Die kostenlose Audioguide-App für den Ausstellungsrundgang wurde von jedem sechsten Besucher heruntergeladen und ermöglichte einen tieferen Einblick in die Werke und Geschichten der Künstlerinnen. Auch die angebotenen Führungen wurden stark nachgefragt. Besonders beliebt waren die Überblicksführungen mit insgesamt 1.850 Teilnehmern. Auch die 362 Buchungen für private Führungen belegen das große Interesse an den vielfältigen künstlerischen Perspektiven und historischen Kontexten. Der Film zur Ausstellung wurde in den Social Media Kanälen über 63.600 Mal aufgerufen. Innovative Veranstaltungsformate schafften Plattformen für Austausch und Vernetzung. Beim schnell ausgebuchten Networking-Event „Städel Women Connect“ boten Impulsvorträge von Dr. Siri Hummel und Tijen Onaran sowie eine Einführung von Kuratorin Eva-Maria Höllerer, moderiert von Bärbel Schäfer, aktuelle Einblicke in die Themen der Ausstellung. Ein weiteres Highlight war das erfolgreiche Community Event zur Ausstellung in Kooperation mit Catrice Cosmetics: Influencer aus ganz Deutschland und Teilnehmer unserer Social Media Community waren an diesem Abend eingeladen, sich kreativ mit den Inhalten der Ausstellung auseinanderzusetzen.

Den gesamten Pressetext finden Sie hier als PDF.

PDF anzeigen

Bereits mehr als 70.000 Besucher – „Städel | Frauen“ noch bis 27. Oktober zu sehen 30.9.2024

PRESSEINFORMATION
BEREITS MEHR ALS 70.000 BESUCHER – „STÄDEL | FRAUEN“ NOCH BIS 27. OKTOBER ZU SEHEN

Noch bis zum 27. Oktober präsentiert das Städel Museum die Ausstellung „Städel | Frauen. Künstlerinnen zwischen Frankfurt und Paris um 1900“. Das Interesse des Publikums ist ungebrochen: Mehr als 70.000 Besucher haben die rund 80 Gemälde und Skulpturen von 26 Künstlerinnen bereits neu entdeckt. Neben bekannten Malerinnen und Bildhauerinnen wie Louise Breslau, Ottilie W. Roederstein und Marg Moll zeigt die Ausstellung zahlreiche weitere Frauen, die sich um 1900 erfolgreich im Kunstbetrieb behaupteten. Von Frankfurt und Paris aus knüpften sie internationale Netzwerke, unterstützten sich gegenseitig und prägten als einflussreiche Lehrerinnen und Kunstagentinnen nicht nur die Kunstgeschichte, sondern auch das Städel Museum und die Städelschule.

Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, über die Ausstellung: „Mehr als 70.000 Besucherinnen und Besucher haben bereits die Möglichkeit wahrgenommen, unsere Städel-Frauen-Ausstellung zu sehen und belegen damit, wie relevant die Schau aktuell ist. Mit ‚Städel | Frauen. Künstlerinnen zwischen Frankfurt und Paris um 1900‘ ist es uns nicht nur gelungen, Künstlerinnenbiografien zu rekonstruieren und verschollene Werke aufzuspüren, sondern auch einen neuen Blick auf die Rolle der Künstlerinnen für die Entwicklung der Moderne zu werfen. Wir laden alle ein, sich die Chance auf eine Begegnung mit diesen Kunstwerken nicht entgehen zu lassen.“

Die Ausstellung wird von einem vielfältigen Vermittlungsprogramm begleitet: Regelmäßige Überblicksführungen bieten Hintergründe und Einblicke in die Biografien der Künstlerinnen. Highlights wie das Gesprächsformat „SinnBilder“ ermöglichen eine intensive Auseinandersetzung online und in der Ausstellung. Mit der kostenlosen Audioguide-App kann „Städel I Frauen“ ganz individuell erkundet werden. Der begleitende Katalog, herausgegeben von den Kuratoren Alexander Eiling, Eva-Maria Höllerer und Aude-Line Schamschula, ist im Städel Museumsshop erhältlich.

Lesen Sie den vollständigen Pressetext hier.

PDF anzeigen

Neues CLOSE UP „Malerei & Raum“ 10.9.2024

PRESSEINFORMATION

NEUES CLOSE UP „MALEREI & RAUM“
DIGITALE ANWENDUNG IM MUSEUM UND FÜR ZUHAUSE / FÜHRUNGSANGEBOT IM KUNST- UND VERMITTLUNGSRAUM DER SAMMLUNG GEGENWARTSKUNST

Was haben Nägel, Schwämme oder Holz mit Malerei zu tun? Unter dem Titel „Malerei & Raum“ widmet sich das neue CLOSE UP des Städel Museums dieser Frage und zeigt, wie Künstlerinnen und Künstler die Malerei nach 1945 weiterentwickelten, indem sie die Malerei mit Alltagsmaterialien raumgreifend erweiterten. Die drei im CLOSE UP vorgestellten Werke aus der Sammlung Gegenwartskunst von Günther Uecker (*1930), Yves Klein (1928–1962) und Louise Nevelson (1899–1988) bewegen sich beispielhaft im Spannungsfeld zwischen den physischen Grenzen des Materials und den konzeptuellen Möglichkeiten der Malerei. Im Ansatz greifen Uecker, Klein und Nevelson das tradierte Konzept von Malerei auf, um es zugleich zu brechen. Statt auf Leinwand oder Holz mit Farbe eine malerische Illusion zu erzeugen, montieren sie Gebrauchsgegenstände auf den Bildgrund und erproben die räumlichen Grenzen des Materials. Dabei orientieren sie sich an künstlerischen Bewegungen der Moderne wie Dada und an Konzepten wie dem Readymade, die bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine grundlegende Neuausrichtung malerischer Kunst anstrebten, um einer industrialisierten, technisierten und tiefgreifend modernisierten Gesellschaft gerecht zu werden. Obwohl die drei in CLOSE UP versammelten Arbeiten auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben, geben sie in Materialität und Wirkung Antworten auf die Frage zur Rolle der Malerei in der zeitgenössischen Kunst.

Wie in einer Nahaufnahme widmet sich CLOSE UP einem zentralen Thema der Sammlung Gegenwartskunst – als Kunst- und Vermittlungsraum vor Ort und als digitale Anwendung. Das CLOSE UP „Malerei & Raum“ wird gefördert durch die Interessensgemeinschaft Frankfurter Kreditinstitute.

„Im CLOSE UP ‚Malerei & Raum‘ präsentieren wir drei verschiedene künstlerische Ansätze, wie die Malerei nach 1945 neu gedacht wurde. Anhand bedeutender Werke von Günther Uecker, Yves Klein und Louise Nevelson aus der Sammlung Gegenwartskunst wird dies eindrucksvoll erlebbar. Die Besucherinnen und Besucher des Städel Museums können sich im Kunst- und Vermittlungsraum auf verschiedene Weise dem Thema ‚Malerei & Raum‘ nähern: Die Originale laden zu intensiver Betrachtung ein, die Wandtexte und die vor Ort verfügbare Literatur bieten Hintergrundinformationen zu den Werken, eine digitale Anwendung ermöglicht im Museum sowie Zuhause eine interaktive und spielerische Erkundung der Kunstwerke“,erläutern die Projektleiterinnen Anne Dribbisch, Bildung und Vermittlung, und Gioia Mattner, Volontärin der Sammlung Gegenwartskunst.

Projektleitung: Anne Dribbisch (Städel Museum, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Bildung und Vermittlung) und Gioia Mattner (Städel Museum, Volontärin Sammlung Gegenwartskunst)
Konzept: Anne Dribbisch (Städel Museum, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Bildung und Vermittlung), Chantal Eschenfelder (Städel Museum, Leitung Bildung und Vermittlung und Digitale Sammlung), Svenja Grosser (Leiterin Sammlung Gegenwartskunst) und Gioia Mattner (Städel Museum, Volontärin Sammlung Gegenwartskunst)
Mit Unterstützung von: Anna Huber (Stellvertretende Leitung Bildung & Vermittlung)
Gefördert durch: Interessengemeinschaft Frankfurter Kreditinstitute GmbH

Lesen Sie den vollständigen Pressetext hier.

PDF anzeigen

FANTASIE UND LEIDENSCHAFT: ZEICHNEN VON CARRACCI BIS BERNINI 4.9.2024

PRESSEINFORMATION

FANTASIE UND LEIDENSCHAFT: ZEICHNEN VON CARRACCI BIS BERNINI
10. OKTOBER 2024 BIS 12. JANUAR 2025
Städel Museum, Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung

Das Städel Museum präsentiert die großen Meister der Zeichenkunst des italienischen Barocks. Für die Brüder Agostino und Annibale Carracci, Guercino, Stefano della Bella oder Gian Lorenzo Bernini war das Zeichnen ein zentraler Bestandteil ihrer künstlerischen Arbeit. In ihren Zeichnungen legten sie nicht nur die Grundlagen für ihre Gemälde, Skulpturen oder Druckgrafiken, sondern stellten auch die Eigenständigkeit des Mediums unter Beweis. Die mit Feder und Pinsel, schwarzer Kreide oder Rötel ausgeführten Blätter sind Skizzen, Studien oder präzise Einzelwerke. Sie beeindrucken durch ihre schwungvolle Linienführung, ihr dramatisches Hell-Dunkel und ihre außergewöhnliche Ausdruckskraft. Parallel zur Buchmesse mit dem diesjährigen Gastland Italien zeigt das Städel Museum vom 10. Oktober 2024 bis zum 12. Januar 2025 in einer Ausstellung 90 dieser bemerkenswerten italienischen Barockzeichnungen aus der eigenen Sammlung und lädt zu einer intimen Begegnung mit den künstlerischen Handschriften einer vergangenen Epoche ein.

Die wissenschaftliche Bearbeitung der Zeichnungen wurde ermöglicht durch die großzügige Förderung der Frankfurter Stiftung Gabriele Busch-Hauck. Im Rahmen eines mehrjährigen Forschungsprojekts konnten zahlreiche neue Erkenntnisse zu einzelnen Künstlern und ihrer Arbeitsweise, zu den dargestellten Themen und verwendeten Techniken sowie zeitgenössischen und späteren Sammlern gewonnen werden.

Das 17. Jahrhundert war in Italien eine Zeit der Veränderungen. Die Kunst des Barocks setzte auf Bewegung und Dynamik, Kontraste und das Spiel von Licht und Schatten. Diese Merkmale sind nicht nur in den Gemälden und Skulpturen, sondern auch in den Zeichnungen der Zeit zu beobachten. Die Künstler studierten Einzelmotive, Figurengruppen, Haltungen, Gewänder und Bewegungsabläufe. Sie zeichneten nach der Natur, entwickelten komplexe Bilderzählungen und schufen Entwürfe für großformatige Werke. Die emotionale Bandbreite reicht von zarten und introspektiven bis hin zu ekstatischen, expressiven und teils grausamen Darstellungen. Die Arbeiten auf Papier bildeten vielfach die Grundlage für Gemälde, Skulpturen oder Druckgrafiken und verweisen auf den Austausch zwischen Künstlern und Auftraggebern. Sie sind daher nicht nur Ausdruck individueller künstlerischer Kreativität, sondern auch ein Spiegel größerer kultureller Zusammenhänge.

Lesen Sie den vollständigen Pressetext hier.

PDF anzeigen

Rembrandts Amsterdam. Goldene Zeiten? 3.9.2024

PRESSEINFORMATION

REMBRANDTS AMSTERDAM. GOLDENE ZEITEN?

27. NOVEMBER 2024 BIS 23. MÄRZ 2025
Ausstellungshaus

Amsterdam – eine Stadt, viele Gesichter. Im 17. Jahrhundert ist Amsterdam die Metropole Europas. Wirtschaft und Handel boomen, die Bevölkerung wächst rasant, Kunst und Wissenschaft florieren. Eine einflussreiche Bürgerschaft prägt die Geschicke der Stadt, festgehalten in bedeutenden Gemälden der größten niederländischen Meister. Allen voran Rembrandt Harmensz. van Rijn, aber auch die Künstler Jacob Backer, Ferdinand Bol, Govert Flinck, Bartholomeus van der Helst, Nicolaes Eliasz. Pickenoy oder Jan Victors spiegeln in Amsterdamer Gruppenbildnissen das Selbstverständnis der bürgerlichen Stadtgesellschaft. Das Städel Museum präsentiert in Kooperation mit dem Amsterdam Museum vom 27. November 2024 bis 23. März 2025 die Bildniskunst der Rembrandt-Zeit in einer großen Ausstellung. Im Mittelpunkt stehen die herausragenden Gruppenbildnisse des Amsterdam Museums, die höchst selten ausgeliehen und in diesem großen Umfang erstmals in Deutschland zu sehen sind. In Frankfurt werden rund 100 Gemälde, Skulpturen und Druckgrafiken sowie kulturhistorische Gebrauchsgegenstände aus weiteren führenden niederländischen und internationalen Museen vereint, darunter Meisterwerke aus dem Rijksmuseum in Amsterdam, dem Metropolitan Museum of Art in New York, dem Koninklijk Museum voor Schone Kunsten in Antwerpen oder dem Muzeum Narodowe in Warschau. Dieser Bestand wird durch herausragende Werke Rembrandts und seiner Zeitgenossen aus der Sammlung des Städel Museums ergänzt.

„Rembrandts Amsterdam. Goldene Zeiten?“ wird gefördert durch ING Deutschland, den Städelschen Museums-Verein e. V., die Dagmar-Westberg-Stiftung und die Fontana Stiftung. Weitere Unterstützung erfährt das Vorhaben durch die Ernst von Siemens Kunststiftung.

Die Ausstellung hinterfragt die traditionelle Vorstellung des 17. Jahrhunderts als „Goldenes Zeitalter“ der Niederlande. Die wirtschaftliche und kulturelle Blüte der Rembrandt-Zeit beruhte auch auf einer aggressiven Handelspolitik der Vereinigten Niederlande, deren Grundlage der Aufbau von Kolonien in Asien und Südamerika sowie die Versklavung und Ausbeutung von Menschen war. Kriege, Armut sowie religiöse und politische Verfolgung in Europa sorgten für eine stetig wachsende Migration in die Niederländische Republik, insbesondere nach Amsterdam. Ein starker Arbeitsmarkt und eine im damaligen Europa einzigartige religiöse Toleranz ließen viele auf ein besseres und freieres Leben hoffen, was aber nicht allen gelang. Es ist vor allem die städtische Elite Amsterdams, die sich aufwendig ins Bild setzen ließ: Angehörige der Schützenverbände, Mitglieder der Handwerksgilden und die Vorstände der von der Bürgergesellschaft getragenen sozialen Einrichtungen. Das Städel Museum zeigt diese Repräsentationsgemälde und öffnet den Blick zugleich auf Darstellungen von Angehörigen anderer gesellschaftlicher Gruppen. Es sind Bilder und Geschichten einer pluralen Amsterdamer Gesellschaft, die von Reichtum und Armut, Glück und Verderben, Macht und Ohnmacht berichten.

Städel Direktor Philipp Demandt: „Mit dieser Ausstellung bringen wir Rembrandts Amsterdam ins Städel Museum. Wir werfen einen ungeschönten Blick auf die Amsterdamer Wirklichkeit im 17. Jahrhundert und nehmen Bezug zur aktuellen Diskussion um eine Neubewertung des ‚Goldenen Zeitalters‘ in den Niederlanden. In den Meisterwerken Rembrandts und seiner berühmten Zeitgenossen zeigt sich eine Stadt im Umbruch, gekennzeichnet durch tiefgreifende ökonomische und gesellschaftliche Veränderungen. Kein anderes Museum der Welt verfügt über mehr Gruppenbildnisse aus dieser Zeit als das Amsterdam Museum. Im Städel bringen wir sie mit weiteren internationalen Leihgaben und dem herausragenden Städel-Bestand an Gemälden und Druckgrafiken Rembrandts zusammen, die schon unser Museumsgründer leidenschaftlich sammelte. Wir danken allen Leihgebern und unseren Förderern für ihre Bereitschaft, uns bei dieser Schau großzügig zu unterstützen. Es ist ihr Engagement, das dieses ambitionierte Ausstellungsprojekt möglich macht.“

„Amsterdam ist europäische Metropole, allseits beliebtes Reiseziel und die Heimat von Kunst und Kultur, damals wie heute. Zu Lebzeiten Rembrandts erlebte die Stadt einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Davon und von den Auswirkungen wird uns diese Ausstellung erzählen. Nachdem wir bereits im Jahr 2021 Rembrandt als einzigartige Künstlerpersönlichkeit im Städel Museum kennenlernen konnten, tauchen wir nun ein in die Stadt, in der er mit vielen anderen wegweisenden Künstlern lebte und wirkte. Als ING Deutschland ist es uns eine Freude, diese Ausstellung zu unterstützen und dem Städel-Publikum einmal mehr niederländische Kunst zugänglich zu machen“, erläutert Nick Jue, Vorstandsvorsitzender der ING Deutschland, das Engagement.

Sylvia von Metzler, Vorsitzende des Vorstands des Städelschen Museums-Vereins e. V., über die Ausstellung: „‚Rembrandts Amsterdam‘ bildet den Höhepunkt des Jubiläumsjahres des Städelvereins. Seit 125 Jahren stärken wir das Städel Museum in all seinen Vorhaben, und die in der Ausstellung präsentierten Kunstwerke Rembrandts aus der Städel Sammlung sind gleichsam Abbild dieses außerordentlichen privaten Engagements. Wir freuen uns, dass dieser große Meister der niederländischen Kunst zusammen mit vielen seiner Künstlerkollegen wieder im Zentrum einer großen Ausstellung steht. Wir werden ein Bild von Rembrandts Amsterdam sehen, das für viele überraschend sein wird.“

„Unsere Stiftungsgründerin Dagmar Westberg war eine große Mäzenin und Freundin des Städel Museums. Es war vor allem die Kunst der Alten Meister, die sie zeitlebens begeisterte und mit der sie die Sammlung des Museums bedachte. Die Förderung der Ausstellung ‚Rembrandts Amsterdam‘ entspricht ihrem Wunsch, die Faszination altmeisterlicher Malerei einem breiten Publikum zu vermitteln und die Geschichten hinter den Kunstwerken zu erzählen. Die Dagmar-Westberg-Stiftung wünscht dem Städel Museum viel Erfolg und viele interessierte Besucherinnen und Besucher“, so Daniel Hoster, Vorsitzender des Vorstands der Dagmar-Westberg-Stiftung.

„Das holländische Gruppenporträt entstand im Wesentlichen in Amsterdam. Es ist das wohl markanteste Beispiel der niederländischen Kunst der Rembrandtzeit und nur durch die besonderen Bedingungen der zutiefst bürgerlich und protestantisch geprägten Handelsstadt Amsterdam zu erklären. Die Stadt stieg in dieser Zeit als wahre Boomtown zur Welthandelsmetropole auf. Die regierende Elite feierte sich und ihren Einsatz für die Stadt in repräsentativen Gemälden, hergestellt von den führenden Künstlern. Die traditionelle Selbstverständlichkeit, mit der – auch durch diese Werke – der Begriff ‚Goldenes Zeitalter‘ in den Niederlanden bis vor wenigen Jahren angewendet wurde, ist brüchig geworden. Unsere Ausstellung reagiert auf diese Veränderung, indem sie auch jene Menschen der Stadt vorstellt, die zu dieser Zeit als ‚nicht bildwürdig‘ galten und deswegen in vielen Gemälden kaum porträthafte Spuren hinterlassen haben. Es ist dennoch eine überfällige und lohnenswerte Suche, mit der wir Rembrandts Amsterdam besser verstehen lernen“, erläutert Jochen Sander, Kurator der Ausstellung, Stellvertretender Direktor und Sammlungsleiter für Holländische, Flämische und Deutsche Malerei vor 1800 am Städel Museum.

Gefördert durch: ING Deutschland, Städelscher Museums-Verein e. V., Dagmar-Westberg-Stiftung, Fontana Stiftung
Mit weiterer Unterstützung durch: Ernst von Siemens Kunststiftung

Die vollständige Presseinformation finden Sie hier als PDF.

PDF anzeigen

Partnerschaft vereinbart: Städel und Fresenius 7.8.2024

PRESSEINFORMATION

PARTNERSCHAFT VEREINBART: STÄDEL UND FRESENIUS

Das Städel Museum und Fresenius vereinbaren für die nächsten zwei Jahre eine Partnerschaft und bekräftigen damit ihren gemeinsamen Auftrag für die Gesellschaft. Als älteste deutsche Museumsstiftung wird das Städel durch Unternehmen, Stiftungen, private Förderer sowie durch die Stadt Frankfurt und das Land Hessen getragen. Das Städel Museum versteht sich als Ort der Begegnung, des Austauschs und der Auseinandersetzung mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Mit seiner Sammlung aus über 700 Jahren Kunst, großen Sonderausstellungen, einem Bildungsprogramm und digitalen Angeboten ermöglicht es – ganz im Sinne seines Stifters Johann Friedrich Städel – einen einzigartigen Zugang zur Kunst über Generationen, Epochen und Stilrichtungen hinweg. Für das Gesundheitsunternehmen Fresenius steht das Wohl der Menschen im Mittelpunkt. Seit mehr als 100 Jahren folgt Fresenius dem Anspruch, Leben zu retten und die Lebensqualität und die Gesundheit der Menschen zu verbessern. Für das Unternehmen ist die Partnerschaft mit dem Städel Museum Teil seiner gesellschaftlichen Verantwortung und ein Zeichen der Verbundenheit mit der Rhein-Main-Region. Hier wurde das Unternehmen gegründet, hier befindet sich die Konzernzentrale und hier sind viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Hause. Mit dieser Partnerschaft bekennt sich Fresenius zu Frankfurt und der Rhein-Main-Region.

Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums zum Start der Partnerschaft mit Fresenius: „Unser Stifter Johann Friedrich Städel hatte vor mehr als 200 Jahren die visionäre Idee, seine Kunstsammlung der Öffentlichkeit zu schenken und begründete damit das Städel Museum. Bis heute ist er damit für viele ein Vorbild in Weitsicht und Großzügigkeit. Diesem Handeln zum Wohle der Gesellschaft fühlen sich unsere Partner und Förderer verpflichtet, in dem auch sie ihr Städel unterstützen. Als unser neuer Corporate Partner schließt sich Fresenius diesem besonderen Engagement an. Als Museum haben wir einen gesellschaftlichen Auftrag: Wir vermitteln Wissen und machen Kunst vielfältig erlebbar. Dass wir mit Fresenius einen Partner gewinnen konnten, der uns dabei unterstützt, freut mich sehr.“

Michael Sen, Vorstandsvorsitzender Fresenius, über die Partnerschaft: „Die Förderung und Finanzierung der Künste ist eine wesentliche Voraussetzung für eine vielfältige, aufgeschlossene und pluralistische Gesellschaft. Institutionen wie das Städel Museum machen Kunstwerke von Weltrang für jedermann zugänglich – eine Aufgabe, die auch Fresenius am Herzen liegt. Committed to Life – das Leben der Menschen verbessern – so lautet unser Anspruch. Dazu leisten auch Kunst und die Arbeit des Städel Museums einen wichtigen Beitrag. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit einer so herausragenden Kultureinrichtung.“

Als neuer Corporate Partner ab August 2024 wird Fresenius das Städel Museum in seiner Museumsarbeit unterstützen. Darüber hinaus wird Fresenius gemeinsam mit dem Städel Museum unter anderem Veranstaltungsformate entwickeln, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einzigartige Zugänge zur Sammlung ermöglichen, die von der Kunst des Spätmittelalters über die Renaissance, den Barock und die Klassische Moderne bis in die unmittelbare Gegenwart reicht.

PARTNERSCHAFT VEREINBART: STÄDEL UND FRESENIUS

Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Information: staedelmuseum.de
Besucherservice: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de
Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do 10.00–21.00 Uhr
Sonderöffnungszeiten: Aktuelle Informationen zu besonderen Öffnungszeiten unter staedelmuseum.de

@staedelmuseum auf Social Media: #staedel auf Instagram / YouTube / TikTok / Facebook / LinkedIn / STÄDEL STORIES: Noch mehr Geschichten und Hintergründe zur Sammlung und den

PDF anzeigen

Jubiläumserwerbung: Bedeutende Bronzeplastik von Rembrandt Bugatti im Städel 21.6.2024

JUBILÄUMSERWERBUNG: BEDEUTENDE BRONZEPLASTIK VON REMBRANDT BUGATTI IM STÄDEL

ERWERBUNG DES „FRESSENDEN LÖWEN“ AUS DER SAMMLUNG VON ALAIN DELON AUS ANLASS DES 125. JUBILÄUMS DES STÄDELSCHEN MUSEUMS-VEREINS

Der Städelsche Museums-Verein feiert sein 125-jähriges Bestehen mit einer bedeutenden Erwerbung: der Bronzeplastik Fressender Löwe von Rembrandt Bugatti (1884–1916). Mit dieser Figur aus dem Jahr 1908 erhält das Frankfurter Städel Museum ein Hauptwerk des italienischen Künstlers und kann seinem Publikum nun – als eines von nur zwei Museen in Deutschland – eine Bronze dieses herausragenden Bildhauers präsentieren. Die Plastik wurde vom Städelschen Museums-Verein mit Mitteln von Volker Westerborg und privaten Spenden erworben. Zuvor gehörte der Fressende Löwe zur Kunstsammlung des Schauspielers Alain Delon, der eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen von Werken Rembrandt Bugattis besitzt. Im Städel Museum waren Plastiken des Bildhauers zuletzt im Jahr 2020 in der Sonderausstellung „En Passant. Impressionismus in Skulptur“ zu sehen. Die Jubiläumserwerbung gelangt als Leihgabe des Fördervereins in die Sammlungspräsentation „Kunst der Moderne“ des Städel Museums und ist im Impressionisten-Saal im Dialog mit Plastiken von Edgar Degas und Auguste Rodin zu sehen. Der Städelsche Museums-Verein wurde am 27. Juni 1899 gegründet und ist damit heute einer der ältesten und größten Fördervereine eines deutschen Museums.

„Rembrandt Bugatti zählt zu den größten bildhauerischen Talenten der Kunstgeschichte. Bis zu seinem frühen Tod mit 31 Jahren schuf er ein unvergleichliches Gesamtwerk von etwa 300 Plastiken, unter denen der Fressende Löwe aus der Sammlung von Alain Delon eine der wichtigsten ist. Wie stets hat Bugatti in nur einem Arbeitsgang von wenigen Stunden das Wesen, die Erscheinung und die Anspannung seines Modells in ein plastisches Werk übertragen, das die Grenzen von Gegenstand und Abstraktion sprengt und aufzulösen scheint. Der Fressende Löwe ist ein Meilenstein der Skulptur im frühen 20. Jahrhundert und ein außerordentlicher Zugewinn für das Städel Museum. Meine Glückwünsche gelten dem Städelschen Museums-Verein für diese besondere Jubiläumserwerbung. Danken möchte ich zudem Véronique Fromanger, Paris, und Edward Horswell, Sladmore Gallery London, für ihre selbstlose Begleitung dieses exzeptionellen Ankaufes“, so Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums.

„Seit 125 Jahren unterstützt der Städelsche Museums-Verein das Städel Museum durch Erwerbungen bei der Ergänzung seines Sammlungsbestandes, bei publikumswirksamen Sonderausstellungen oder Forschungs- und Restaurierungsvorhaben. Mit dem Ankauf dieser herausragenden Skulptur von Rembrandt Bugatti anlässlich unseres Jubiläums können wir unseren Förderauftrag einmal mehr bekräftigen. Als Vorsitzende danke ich den mehr als 10.000 Mitgliedern und Kunstfreunden von Herzen für ihren Einsatz. Sie zeigen vorbildhaft, wie bürgerschaftliches Engagement für das Städel Museum aussehen kann“, sagt Sylvia von Metzler, Vorsitzende des Vorstands des Städelschen Museums-Vereins.

Maßgeblich ermöglicht wurde die Erwerbung durch eine großzügige Spende von Volker Westerborg (1940–2022), der sowohl das Städel Museum als auch den Städelschen Museums-Verein bedacht hat. Westerborgs Förderschwerpunkt lag auf Werken von Künstlern, die im Ersten Weltkrieg ihr Leben verloren haben und deren Gedenken an die Folgen des Krieges gemahnen sollte. Zuvor konnte dank Westerborgs Unterstützung das Gemälde Astrale Komposition VI, 1912 von Wilhelm Morgner erworben werden. Mit einem Hauptwerk von Rembrandt Bugatti, der sich 1916 unter dem Eindruck des Ersten Weltkrieges das Leben nahm, entspricht und würdigt das Städel Museum erneut Westerborgs Mäzenatentum.

Den vollständigen Pressetext finden Sie hier.

PDF anzeigen

Städel Newsroom

Presseverteiler abonnieren
und nichts mehr verpassen.

Aktuelle Presseinformationen und Pressebilder unserer Ausstellungen und Projekte direkt in Ihr Mail-Postfach.