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Neue Leitung Presse und Onlinekommunikation 24.7.2025

Presseinformation

NEUE LEITUNG PRESSE UND ONLINEKOMMUNIKATION AM STÄDEL UND LIEBIEGHAUS

Franziska von Plocki übernimmt die Leitung der Abteilung Presse und Onlinekommunikation des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung. In dieser Funktion ist sie die Pressesprecherin der Museen und zuständig für die strategische Entwicklung und operative Umsetzung aller Public Relations Maßnahmen. Sie folgt auf Pamela Rohde, die künftig in neuer Position als Bereichsleiterin die Unternehmenskommunikation & Personalentwicklung des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung gesamtstrategisch führen wird.

Als stellvertretende Leiterin der Abteilung Presse und Onlinekommunikation hat Franziska von Plocki die externe Kommunikation in den letzten Jahren maßgeblich mitgeprägt: Sie verantwortete und begleitete die Public Relations großer Publikumsausstellungen, darunter „Tizian und die Renaissance in Venedig“ (2019), „Making van Gogh. Geschichte einer deutschen Liebe“ (2019/2020), „Zurück in die Gegenwart. Neue Perspektiven, neue Werke – die Sammlung von 1945 bis heute“ (2020), „Bunte Götter – Golden Edition. Die Farben der Antike“ (2020/2021), „Nennt mich Rembrandt!“ (2022), „Städel | Frauen. Künstlerinnen zwischen Frankfurt und Paris um 1900“ (2024), „Rembrandts Amsterdam. Goldene Zeiten?“ (2024) sowie „Unzensiert. Annegret Soltau – Eine Retrospektive“ (2025). Mehrere Jahre zeichnete sie sich zudem verantwortlich für die Social-Media-Kommunikation beider Museen, entwickelte neue digitale Angebote und Veranstaltungsformate mit und leitete das Projektmanagement für den Geschäftsbericht des Städel Museums. Sie betreute den Podcast „Blinded by Rembrandt“ redaktionell und koordiniert bis heute die Podcast-Reihe „Städel Mixtape“. Parallel hatte sie einen Lehrauftrag für Museologie und Onlinekommunikation an der Universität Regensburg inne. Frühere berufliche Stationen führten sie unter anderem zur Biennale für aktuelle Fotografie in Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg, zum Theaterfestival „Schwindelfrei“ des Kulturamts Mannheim oder an das Goethe-Institut in Washington D.C. Als freie Kuratorin begleitete sie Projekte in Frankfurt, Mannheim und Regensburg. Franziska von Plocki absolvierte ihren Bachelor in Sozialwissenschaften an der Universität Augsburg und ihren Master in Vergleichender Kulturwissenschaft an der Universität Regensburg.

IHR MEDIENKONTAKT FÜR DAS STÄDEL MUSEUM UND DIE LIEBIEGHAUS SKULPTURENSAMMLUNG

Franziska von Plocki
Leitung Presse und Onlinekommunikation
Städel Museum und Liebieghaus Skulpturensammlung
plocki@staedelmuseum.de
+49 69 605098 268

IHR KONTAKT ZUR BEREICHSLEITUNG

Pamela Rohde
Bereichsleitung Unternehmenskommunikation & Personalentwicklung
Städel Museum und Liebieghaus Skulpturensammlung
rohde@staedelmuseum.de
+49 69 605098-170

Den gesamten Pressetext finden Sie hier als PDF.

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Veranstaltungsprogramm August 2024 8.7.2025

Veranstaltungsprogramm August 2024

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Overture – Absolventenausstellung der Städelschule 2025 30.6.2025

PRESSEINFORMATION
Overture – Absolventenausstellung der Städelschule 2025

16. JULI BIS 10. AUGUST 2025
Städel Museum, Ausstellungshaus, Untergeschoss
Pressevorbesichtigung: Dienstag, 15. Juli 2025, 11.00 Uhr

Das Städel Museum präsentiert erneut die Absolventenausstellung der Hochschule für Bildende Künste–Städelschule. Unter dem Titel „Overture“ sind vom 16. Juli bis zum 10. August 2025 Werke in verschiedenen Medien und Disziplinen – darunter Installation, Skulptur, Malerei, Film und Performance – von insgesamt 30 Absolventinnen und Absolventen zu sehen. Die Ausstellung gibt Einblick in die jüngsten Tendenzen der Gegenwartskunst und spiegelt ein breites Spektrum künstlerischer Praktiken und Diskurse wider. Die Künstlerinnen und Künstler sind Mariia Andreeva, Charlotte Berg, Linus Berg, Sam Cottington, Arnaud Ferron, Samuel Georgy, Tomás Loureiro Gonçalo, Anima Goyal, Giulia Guidi, Aerin Hong, Gašper Kunšič, Gregor Lau, raúl itamar lima, Salome Lübke, Fuki Matsumoto, Rosa Nitzsche, Vincenzo Ottino, Deshaun Price, Emmilou Roessling, Killa Schuetze, Juri Simoncini & Elisa Diaferia, Elsa Stanyer, Nicholas Stewens, Mahmoud Tarek, Siyu Tian, Vera Varlamova, Xtina Vargas, Punch Viratmalee und Ming Yuan.

Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums über die Ausstellung: „Die Präsentation der Absolventen im Städel Museum ist Ausdruck der langjährigen, engen Verbundenheit beider Institutionen. Mit der Ausstellung ‚Overture‘ wird das Museum einmal mehr zum Resonanzraum für aktuelle künstlerische Positionen und Fragestellungen. Wir freuen uns, den jungen Künstlerinnen und Künstlern eine Bühne zu bieten, auf der sie ihre vielfältigen Perspektiven mit einem breiten Publikum teilen können – an einem Ort, an dem die Geschichte der Kunst mit ihrer Gegenwart und Zukunft in einen produktiven Dialog tritt.“

„Wir freuen uns außerordentlich, dass mit ‚Overture‘ die Wege unserer seit zwei Jahrhunderten miteinander verbundenen Institutionen zusammenlaufen, der Städelschule und dem Städel Museum. In einem Jahr von paradigmatischen Umbrüchen bedeutet uns dabei die Vielfalt der Positionen, die hier nebeneinanderstehen, besonders viel. Inmitten der Spannung unserer Zeit eröffnen die Werke der Studenten neue Räume und fordern uns dazu auf, diese zu betreten – eine Ouvertüre für das, was kommen mag“, so Barbara Clausen, Rektorin der Städelschule und Direktorin des Portikus.

Kuratorin: Johanna Laub, Hochschule für Bildende Künste–Städelschule
Projektleitung: Katja Hilbig und Ela Dutta, Städel Museum

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Geschäftsbericht: Blickpunkte 2024 18.6.2025

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Kunst verbindet: kostenfreie Bildungswoche im Städel 12.6.2025

PRESSEINFORMATION

KUNST VERBINDET: KOSTENFREIE BILDUNGSWOCHE IM STÄDEL
VOM 30. JUNI BIS 3. JULI FINDET DIE BILDUNGSWOCHE FÜR KINDER UND JUGENDLICHE UNTER DEM MOTTO „700 JAHRE KUNST: WAS UNS VERBINDET“ STATT

Bereits zum 13. Mal lädt das Städel Museum gemeinsam mit der Frankfurter Volksbank Rhein/Main Kinder und Jugendliche zur kostenfreien Bildungswoche ein. Unter dem Motto „700 Jahre Kunst: Was uns verbindet“ bietet die groß angelegte Initiative vom 30. Juni bis 3. Juli 2025 mit einem abwechslungsreichen Programm für Schulklassen, Kita- und Hortgruppen einen Museumsbesuch der besonderen Art. In der letzten Woche vor den Sommerferien verwandelt sich das Museum in einen lebendigen Lern- und Erlebnisraum, der Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart sowie Kunst und Gesellschaft sichtbar macht. Abwechslungsreiche Workshops an verschiedenen Orten der Dauerausstellung bieten die Möglichkeit zum handlungsorientierten Lernen, zur kreativen Auseinandersetzung und zum praktischen Vertiefen. Junge Kunstvermittler stellen an Wissensstationen die wichtigsten Werke des Städel Museums vor und regen zum Austausch über gesellschaftliche, historische und persönliche Themen an. Anhand der Kunstwerke erschließen sich die Kinder und Jugendlichen Themen wie Gemeinschaft, Wandel, Emotion oder Kommunikation – ganz nach dem diesjährigen Leitgedanken der verbindenden Kraft der Kunst. Die Teilnahme an der Bildungswoche ist für alle Schulklassen, Kita- und Hortgruppen nach Anmeldung kostenlos.

Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums: „Kunst verbindet sowohl Generationen, Perspektiven als auch Ideen. Genau dieses Potenzial möchten wir in der Bildungswoche anhand der mehr als 700 Jahre umfassenden Sammlung des Städel Museums erfahrbar machen. Das Programm bietet jungen Menschen die Möglichkeit, Kunst nicht nur zu betrachten, sondern auf kreative Weise zu begreifen – als Spiegel gesellschaftlicher Fragen und als Raum für eigene Gedanken. Dass dies kostenfrei möglich ist, verdanken wir nun schon seit 13 Jahren der engagierten Unterstützung der Frankfurter Volksbank Rhein/Main.“

Die Vorstandsvorsitzende der Frankfurter Volksbank Rhein/Main, Eva Wunsch-Weber, über die Bildungswoche: „Die Bildungswoche hat für uns einen ganz besonderen Stellenwert. Gemeinsam mit dem Städel Museum möchten wir Kindern und Jugendlichen die Chance geben, kulturelle Bildung auf lebendige Weise zu erfahren. Kunst fördert Empathie, Vorstellungskraft und Dialog, Eigenschaften, die in einer vielfältigen Gesellschaft unverzichtbar sind. Deshalb ist es uns ein wichtiges Anliegen, junge Menschen für die kreative Auseinandersetzung mit unserer Geschichte, unserer Gegenwart und mit sich selbst zu begeistern.“

Ermöglicht durch: Frankfurter Volksbank Rhein/Main

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Veranstaltungsprogramm Juli 2025 10.6.2025

Veranstaltungsprogramm Juli 2025

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Carl Schuch und Frankreich 4.6.2025

Presseinformation

Carl Schuch und Frankreich

24. September 2025 bis 1. Februar 2026
Ausstellungshaus

Carl Schuch (1846–1903) gehört zu den faszinierendsten Malern des 19. Jahrhunderts. Ab dem 24. September präsentiert das Städel Museum die große Herbstausstellung „Carl Schuch und Frankreich“ und wirft einen umfassenden Blick auf sein Werk sowie auf die Malerei des Impressionismus und Realismus. Schuch gilt seit Langem als Geheimtipp. Er ist vielleicht der bekannteste „Unbekannte“ der Malerei des 19. Jahrhunderts. Seine Kunst ist eine Entdeckung. Als rastloser Kosmopolit löste er sich früh von nationalen Zuschreibungen und widmete sich kompromisslos der Malerei. Zu Lebzeiten war er der Öffentlichkeit kaum bekannt, doch nach seinem Tod erkannte die Kunstwelt schnell die Qualität seines Werks, bevor es später wieder in Vergessenheit geriet.

Das Städel Museum bringt rund 70 Gemälde Schuchs in einen anregenden Dialog mit etwa 50 bedeutenden Werken französischer Künstler wie Paul Cézanne, Camille Corot, Gustave Courbet, Édouard Manet und Claude Monet. Im Fokus stehen dabei Schuchs Jahre in Paris, wo er von 1882 bis 1894 seine künstlerisch prägendste Schaffensphase erlebte. Schuchs Malerei entfaltet eine stille, aber eindrucksvolle Kraft. Seine Arbeit zeichnet sich durch eine feine Farbnuancierung, eine außergewöhnliche Sensibilität für Licht und Atmosphäre sowie einer intensiven Suche nach künstlerischer Wahrhaftigkeit aus. Er verweigerte sich jeder stilistischen Einordnung und entwickelte eine unverwechselbare Bildsprache.

Diese Ausstellung ist mehr als eine Hommage. Sie zeigt Carl Schuch als einen Künstler, der mit seinem europäischen Blick und seiner unbeirrbaren Haltung ein eigenständiges Kapitel der Kunstgeschichte schrieb. Aktuelle kunsttechnologische Untersuchungen vertiefen das Verständnis seiner Arbeitsweise und eröffnen neue Perspektiven auf sein Werk. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in der Ausstellung anschaulich und nachvollziehbar präsentiert. Mit „Carl Schuch und Frankreich“ lädt das Städel Museum zu einer Entdeckungsreise ein, die den künstlerischen Kosmopoliten und seine beeindruckende Bildwelt ins verdiente Licht rückt.

Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums: „Carl Schuch zählt zu den eigenständigsten Künstlern des 19. Jahrhunderts. Er entzog sich jeder stilistischen Einordnung und hinterließ ein Werk von leiser, aber eindrucksvoller Energie. Seine Stillleben und Landschaften entfalten eine außergewöhnliche Anziehungskraft. Seine Malerei ist ein Fest für die Sinne, ein betörendes Wechselspiel aus Licht und Farbe. Schuchs kompromissloser Anspruch an die Kunst, sein Streben nach Tiefe und Wahrhaftigkeit, standen für ihn stets über öffentlicher Anerkennung. Mit ‚Carl Schuch und Frankreich‘ präsentieren wir einen Künstler, der sich zeitlebens eingehend mit der französischen Malerei beschäftigte. Seine Gemälde behaupten sich mühelos neben Werken von Courbet, Manet oder Cézanne. Diese Ausstellung geht weit über eine Hommage hinaus. Carl Schuchs Malerei ist eine Entdeckung.“

Alexander Eiling, Juliane Betz und Neela Struck, Kuratoren der Ausstellung, betonen: „Carl Schuch verfolgte mit großer Beharrlichkeit seinen künstlerischen Weg. In seinem Werk verbinden sich deutsch-österreichische Prägung und eine langjährige, intensive Auseinandersetzung mit der französischen Malerei des 19. Jahrhunderts. Die Ausstellung lädt zum intensiven Schauen und Entdecken ein. In der Gegenüberstellung mit der französischen Moderne erschließen sich Schuchs befreiter Einsatz von Farbe und seine unverwechselbare Handschrift. Beides macht seine Malerei zu einer lohnenden Entdeckung. Carl Schuchs Motto lautete: ‚Selbst sehen und selbst finden‘ – dazu möchten wir auch die Besucherinnen und Besucher ermutigen.“

Kuratoren: Dr. Alexander Eiling (Sammlungsleiter Kunst der Moderne, Städel Museum), Dr. Juliane Betz (stellv. Sammlungsleiterin Kunst der Moderne, Städel Museum), Dr. Neela Struck (wissenschaftliche Mitarbeiterin, Kunst der Moderne, Städel Museum). In Zusammenarbeit mit Dr. Roland Dorn (Autor des Werkverzeichnisses Carl Schuch).

Gefördert durch: Sparkassen-Finanzgruppe mit Deutsche Leasing AG, Frankfurter Sparkasse & Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- & Giroverbandes, Fontana Stiftung, Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH, Städelscher Museums-Verein e.V. mit den Städelfreunden 1815.

Mit Unterstützung von: Aventis Foundation, Rudolf-August Oetker-Stiftung

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Werner Tübke. Metamorphosen 22.5.2025

PRESSEINFORMATION

Werner Tübke. Metamorphosen

2. JULI BIS 28. SEPTEMBER 2025
Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung

Im Jahr 2023 erhielt das Städel Museum aus der Sammlung von Barbara und Eduard Beaucamp ein eindrucksvolles wie auch repräsentatives Konvolut eines der bedeutendsten Maler der DDR, Werner Tübke. Diese herausragende Schenkung von 46 Zeichnungen und Aquarellen Tübkes präsentiert das Städel nun vom 2. Juli bis 28. September 2025 in einer Ausstellung, die seinem zeichnerischen Werk und seiner metaphorischen Bildsprache gewidmet ist. Tübke (1929–2004) zählt neben Bernhard Heisig und Wolfgang Mattheuer zu den Hauptvertretern der sogenannten ersten Leipziger Schule und schuf in Malerei und Zeichnung ein ebenso autarkes wie konsequentes, formal und inhaltlich dichtes Gesamtwerk. „Zeichnen ist elementares Bedürfnis“, formulierte der Künstler einst, „alles andere kommt dann.“ Tübkes Aquarelle und Zeichnungen in Grafit, Feder und Kreide zeugen von großer gestalterischer Freiheit und Eigenständigkeit. Sie sind essenzieller Teil seines künstlerischen Schaffens: Er sammelte in ihnen Ideen, stellte formale Überlegungen an und erarbeitete sich die unterschiedlichsten Themen.

Werner Tübke reflektiert in seinen vielschichtigen, von einer einfallsreichen, manchmal geradezu überbordenden Fantasie geprägten Kompositionen die Komplexität der Welt mit ihren existenziellen Fragen, Nöten und Konflikten. Dabei beweist er ein feines Gespür für die Verletzlichkeit des Menschen, der als Individuum im Mittelpunkt seiner Kunst steht. Engel, Einhörner und Zauberer, Harlekine, Verhüllte, Verschnürte und immer wieder Gefolterte sowie Maskierte bevölkern seine Werke. In seinem „Welttheater“ ist durch die schöpferische Aneignung der älteren Kunstgeschichte die Zeit aufgehoben und alles von Erinnerungen durchdrungen. Seine Kunst zeigt eine realistische Formensprache, die Bildaussagen bleiben dabei aber häufig in der Schwebe. Ihm ging es weniger um eine konkrete Wiedergabe der Wirklichkeit, sondern um „Seinsdeutung“.

Die herausragende Leistung Werner Tübkes für die deutsche Nachkriegskunst wurde schon früh von dem westdeutschen Kunstkritiker Eduard Beaucamp erkannt und gewürdigt. Er verfolgte das Schaffen des „großen Unzeitgemäßen“ seit den späten 1960er-Jahren, zunächst als Kunstkritiker der F.A.Z., dann auch als Freund und Sammler. Das Städel Museum als älteste private Museumsstiftung Deutschlands wird getragen vom Engagement privater Förderer ebenso wie von Unternehmen, Stiftungen, der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen. Das Ehepaar Barbara und Eduard Beaucamp ist dem Städel mit seinem Engagement seit Jahren verbunden. Bereits 2010 ging das Gemälde Madonna mit Kind (1621–1622) von Guercino aus der Sammlung Beaucamp als Schenkung ans Museum.

Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, zur Ausstellung: „Werner Tübke ist ein Solitär in der deutschen Nachkriegskunst. Seine Werke fordern uns heraus, das Menschliche im Abgründigen, das Zeitlose im Historischen und das Wahre im Verfremdeten zu erkennen. Dass wir sein zeichnerisches Werk heute in solcher Tiefe zeigen können, verdanken wir dem jahrzehntelangen, unermüdlichen Engagement Eduard Beaucamps. Als Kunstkritiker, Freund und Sammler hat er Tübkes Rang früh erkannt und ihn mit Leidenschaft der Öffentlichkeit vermittelt. Die großzügige Schenkung von Barbara und Eduard Beaucamp ist weit mehr als ein bedeutender Zugewinn für das Städel Museum: Sie eröffnet neue Perspektiven auf Tübkes Werk und verankert es im kunsthistorischen Bewusstsein.“

„Das scheinbar so Realistische bei Tübke täuscht, denn seine Kunst ist alles andere als abbildhaft oder einsinnig: Es gibt immer wieder ‚Kippmomente‘, Unklarheiten, Mehrdeutigkeiten. Ihn interessierten die grundlegenden menschlichen Themen, denen er sich direkt beim Malen oder Zeichnen annäherte. Er umkreiste sie geradezu mit jeder neuen Arbeit. Beaucamp hat diesen künstlerischen Ansatz sehr treffend als ‚Denken in Bildern‘ beschrieben. Es gibt bei Tübke daher selten klassische Vorzeichnungen für seine Gemälde, vielmehr sind Malerei, Zeichnung, auch Druckgrafik gleichwertige Teile eines andauernden Reflexionsprozesses. Am Ende steht nicht eine Bildlösung, sondern es gibt viele – und das medien- und jahrzehnteübergreifend. Tübkes Kunst erweist sich als permanent im Wandel, als ebenso metamorphisch wie seine Bildsprache“, ergänzt Regina Freyberger, Leiterin der Graphischen Sammlung ab 1800 am Städel Museum und Kuratorin der Ausstellung.

Kuratorin: Dr. Regina Freyberger (Leiterin Graphische Sammlung ab 1800, Städel Museum)
Gefördert durch: Heinz und Gisela Friederichs Stiftung
Mit weiterer Unterstützung durch: Fritz P. Mayer

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Veranstaltungsprogramm Juni 2025 9.5.2025

Veranstaltungsprogramm Juni 2025

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Wechsel in der Städel Administration 8.5.2025

PRESSEINFORMATION

WECHSEL IN DER STÄDEL ADMINISTRATION

MARIJA KORSCH VERABSCHIEDET SICH AUS DEM STIFTUNGSVORSTAND DES MUSEUMS / CHIARA ZILIOLI FABRITIUS WIRD NACHFOLGERIN

Nach 25 Jahren wurde Marija Korsch in der jüngsten Sitzung der Administration der Stiftung des Städelschen Kunstinstituts verdienstvoll verabschiedet. Ihre Nachfolgerin wird Prof. Dr. Chiara Zilioli Fabritius, die als Mitglied des Städelkomitees 21. Jahrhundert dem Städel Museum bereits sehr verbunden ist. Marija Korsch wurde im Jahr 2000 in die Administration berufen. Als versierte Managerin hat sie sich maßgeblich für die bauliche Erweiterung des Städel Museums und für die wissenschaftliche Bestandspflege der Städel Sammlung sowie der Liebieghaus Skulpturensammlung engagiert. Im Jahr 2012 konnte die Sammlung Gegenwartskunst in den Gartenhallen des Städel Museums erstmals umfassend präsentiert werden. Heute bietet die Dauerausstellung einen Blick auf eine Geschichte der Kunst nach 1945, die nicht für sich alleine steht, sondern im Kontext einer mehr als 700 Jahre umfassenden Erzählung europäischer Kunst.

Das Städel Museum ist die älteste Museumsstiftung Deutschlands. Die Administration ist das Vertretungsorgan der Stiftung und bildet ihren Vorstand; sie wird nach dem Willen des Museumsstifters Johann Friedrich Städel (1728–1816) aus fünf ehrenamtlichen Personen geformt. Den Vorsitz der Administration hat Wolfgang Kirsch inne. Mit einer einzigartigen Sammlung, spektakulären Sonderausstellungen und innovativen Bildungs- sowie Digitalprogrammen ist das Städel Museum ein lebendiger Ort der Begegnung, des Austauschs und der Auseinandersetzung mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Es wird von Unternehmen, Stiftungen, privaten Förderern sowie der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen unterstützt. Seit 2006 wird die Liebieghaus Skulpturensammlung als Betriebsgesellschaft durch das Städel Museum geführt. Das Museum zählt zu den international bedeutendsten Skulpturenmuseen und präsentiert 5000 Jahre Bildhauerkunst.

„Marija Korsch hat die erfolgreiche Entwicklung des Städel Museums in den letzten 25 Jahren mit großem persönlichem Engagement, viel Kraft und Freude begleitet. Mit ihrem Fachwissen und ihrem internationalen Netzwerk hat sie sich für die Idee des Bürgermuseums und für zahlreiche Projekte – auch der Liebieghaus Skulpturensammlung – außerordentlich stark gemacht. Nicht vergessen werden wir ihren nachhaltigen Einsatz für die Gartenhallen, der Erweiterungsbau der Sammlung Gegenwartskunst, mit dem wir 2012 gemeinsam Geschichte geschrieben haben. Wir freuen uns, dass wir mit Chiara Zilioli Fabritius eine überaus würdige, dem Städel sehr verbundene Nachfolgerin in der Administration begrüßen können,“ so Wolfgang Kirsch, Vorsitzender der Administration des Städel Museums.

Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung über den Abschied von Marija Korsch: „Wir bedanken uns von Herzen bei Marija Korsch für ihre langjährige und außerordentliche Unterstützung unserer Museen. Ihr Wirken in der Administration wird uns in Erinnerung bleiben. Es ist schön zu wissen, dass wir sie als große Freundin der Künste zu vielen Anlässen im Städel und im Liebieghaus wiedersehen werden.“

Mit dem 1. Juli 2025 wird Prof. Dr. Chiara Zilioli Fabritius in die Administration des Städel Museums eintreten. Sie ist Generaldirektorin des Juristischen Dienstes der Europäischen Zentralbank und Honorarprofessorin an der Frankfurter Goethe- Universität. Seit Gründung im Jahr 2007 ist sie Mitglied des Städelkomitees 21. Jahrhundert.

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