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Städel Newsroom Städel Museum

Bilder & Texte

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Programm an Ostern in Städel und Liebieghaus 24.3.2023

Presseinformation
Programm an Ostern in Städel und Liebieghaus

SONDERÖFFNUNGSZEITEN, RAHMENPROGRAMM ZU ITALIEN VOR AUGEN UND MICHAEL MÜLLER IM STÄDEL SOWIE ZU MASCHINENRAUM DER GÖTTER IM LIEBIEGHAUS, FERIENKURSE FÜR KINDER UND JUGENDLICHE

Mit den Sonderöffnungszeiten laden das Städel Museum und die Liebieghaus Skulpturensammlung die Besucher während der Osterfeiertage zum ausgiebigen Kunstgenuss am Museumsufer ein.

Das Städel Museum präsentiert in der Sonderausstellung „Italien vor Augen. Frühe Fotografien ewiger Sehnsuchtsorte“ eine Auswahl früher Italienfotografie. Die Ausstellung versammelt insgesamt 90 bedeutende Aufnahmen der Jahre 1850 bis 1880 aus der eigenen Sammlung. Es ist eine fotografische Tour entlang der bekanntesten Routen mit den Stationen Mailand, Venedig, Florenz, Rom und Neapel.

Mit der Ausstellung „Der geschenkte Tag. Kastor & Polydeukes“ führt der deutsch-britische Künstler Michael Anthony Müller die Besucher in die mythologische Welt der griechischen Antike. Er entfaltet im Städel Museum eine vielschichtige künstlerische Reflexion über die Bedeutung von Zeit, Sterblichkeit sowie überzeitlicher Liebe. Die Einzelausstellung ist noch bis zum 23. April zu sehen.

Im Liebieghaus widmet sich die große Sonderausstellung „Maschinenraum der Götter. Wie unsere Zukunft erfunden wurde“ einer der aufregendsten Verbindungen in der Geschichte der Menschheit – jener zwischen Kunst und Technik. Es ist eine globale Erzählung voller Mythen und Visionen, geheimnisvoller Fabeln, fiktiver und realer Innovationen und herausragender Meisterwerke. Die Ausstellung berichtet von der Geschichte der Wissenschaften in den antiken, arabischen und asiatischen Kulturen und ihrem Einfluss auf die Entwicklung der Kunst. Eine multimediale Ausstellungsarchitektur verwandelt das Liebieghaus in ein Museum, in dem Kunst und Wissenschaft aus über fünf Jahrtausenden lebendig werden.

Während der Osterfeiertage findet in beiden Häusern ein umfassendes Programm für Erwachsene, Kinder und Familien statt. Zu den aktuellen Sonderausstellungen werden regelmäßige Überblicks- und Abendführungen, Online-Touren, Atelierkurse sowie Sonderveranstaltungen angeboten.

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Philipp Fürhofer. Phantominseln 22.3.2023

Philipp Fürhofer. Phantominseln
12. Mai bis 5. November 2023
Sammlung Gegenwartskunst

Die Illusion und das Hinterfragen der Realität sind zentrale Motive im Schaffen des Künstlers Philipp Fürhofer (geb. 1982). An der Schnittstelle von Installation und Malerei zeigen seine Werke komplexe Bildwelten. Das Städel Museum präsentiert vom 12. Mai bis 5. November 2023 in einer Einzelausstellung des Künstlers insgesamt 16 Werke, darunter eine raumspezifische Arbeit. In der Sammlung Gegenwartskunst entwirft Fürhofer eine mystische Dschungellandschaft, in der nichts ist, wie es scheint. Den Besuchern strahlen Sonnenuntergänge und tropische Wälder aus Gemälden und Leuchtkästen entgegen, deren langsam pulsierendes Licht eine geheimnisvolle Atmosphäre erzeugt. Mit einer eigens für die Ausstellung konzipierten Arbeit reagiert Fürhofer zudem auf die Architektur des Raumes: Ein knapp sechs Meter hoher Vorhang greift die Motive der umliegenden vermeintlich paradiesischen Landschaften auf. Die Besucher sind eingeladen, durch den Vorhang hindurchzutreten und einen Blick dahinter zu werfen. Mit dem Ausstellungstitel Phantominseln bezieht sich Fürhofer auf einst kartografierte Inseln, deren Existenz später widerlegt wurde. Auch die Naturromantik von Fürhofers Wäldern und Stränden erweist sich als Trugbild: Unter aufgekratzten Schichten von Malerei offenbart sich die Frage nach der existenziellen, wechselseitigen Beeinflussung von Mensch und Natur, einer kapitalistischen Zivilisation und der stetigen Zerstörung ihres eigenen Lebensraums. Mit Referenzen aus der Pop-Kultur verdeutlicht Fürhofer den in Zeiten des Umbruchs und der Unsicherheit stetig wachsenden Wunsch des Menschen nach Kontrolle über seine unmittelbare Umgebung und sein Selbst.

Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums: „Philipp Fürhofers künstlerische Mittel sind die Illusion und das Hinterfragen der Realität. In seinen Werken stellt er den Menschen und die Natur in den Fokus. Er geht dabei über das Medium der Leinwand hinaus und entwickelt eine zeitgenössische Antwort auf die Malerei der Romantik. Fürhofers Werke fordern uns auf, über uns und die Welt, in der wir leben, nachzudenken und uns mit den drängenden Fragen unserer Zeit auseinanderzusetzen.“

„Durch das Addieren und Subtrahieren von Farbschichten sowie den Einsatz von Spiegel und Licht erzeugt Philipp Fürhofer ein schier endloses Wechselspiel zwischen Mensch und Natur, Utopie und Dystopie. Das rhythmisch auf- und abklingende Licht seiner Leuchtkästen offenbart dabei die Fragilität des Menschen als Teil des natürlichen Kreislaufes“, sagt Svenja Grosser, Kuratorin der Ausstellung.

Kuratorin: Svenja Grosser (stellv. Leiterin Sammlung Gegenwartskunst, Städel Museum)

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Nur noch bis 5. März: Der Göttliche Guido Reni im Städel 6.2.2023

PRESSEINFORMATION

NUR NOCH BIS 5. MÄRZ: DER GÖTTLICHE GUIDO RENI IM STÄDEL

WIEDERENTDECKUNG DES ITALIENISCHEN MALERSTARS: PROGRAMMHÖHEPUNKTE IN DER AUSSTELLUNG UND LIVE-RUNDGANG AUF INSTAGRAM // LIMITIERTE 2 FOR 1-FLEXTICKETS

Nur noch bis zum 5. März zeigt das Städel Museum die große Ausstellung „GUIDO RENI. Der Göttliche“ und entdeckt mit rund 130 seiner faszinierenden Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken Guido Reni, den einstigen Malerstar des Barock, wieder. Mit seiner Kunst prägte er die europäische Bildwelt tiefgreifend und übersetzte wie kein anderer die Schönheit des Göttlichen in Malerei. Die enorme Wirkung seines Schaffens zeigt sich etwa in den unzähligen Varianten seiner Darstellungen des Hauptes Christi und Mariens mit zum Himmel gewandtem Blick, deren Reproduktionen sich noch heute als Einlegeblätter in katholischen Gebetsbüchern finden. Das Städel Museum präsentiert erstmals seit über 30 Jahren in Zusammenarbeit mit dem Museo Nacional del Prado in Madrid eine Ausstellung zu Guido Reni und vereint die größte Anzahl seiner eigenhändigen Werke, die je an einem Ort zusammenkam. Ein umfassendes Programm zur Ausstellung macht die Vielfalt und beeindruckende Qualität von Renis Schaffen im Museum und digital erlebbar: Überblicksführungen sowie Abendführungen mit u. a. dem Kurator Dr. Bastian Eclercy, ein Instagram-Live-Rundgang, das Digitorial®, die Audioguide-App sowie ein eigens produzierter Film liefern Einblicke und Hintergründe zur Ausstellung. Als besonderes Angebot sind ab sofort im Online-Shop jeweils zwei Flextickets zum Preis von einem für die Sonderausstellung erhältlich.

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CLUB DIVINE – Die Party zur Ausstellung „GUIDO RENI. Der Göttliche“ 18.1.2023

PRESSEINFORMATION
CLUB DIVINE – DIE PARTY ZUR AUSSTELLUNG „GUIDO RENI. DER GÖTTLICHE“

Samstag, 4. Februar 2023, Einlass ab 21.00 Uhr / Ausstellung bis nach Mitternacht geöffnet / Tickets sind nur noch an der Abendkasse verfügbar

Mit CLUB DIVINE – der Party zur großen Sonderausstellung „GUIDO RENI. Der Göttliche“ lädt das Städel Museum am Samstag, dem 4. Februar 2023 zu einer Partynacht zwischen göttlichem Glamour und berauschender Extravaganz. Junge Kunstexperten geben spannende Einblicke in die Ausstellung, und Kunstvermittler diskutieren bei Art Battles das schillernde Leben und Werk des Künstlers. Der Frankfurter DJ Richard Oberscheven entführt in seine Welt elektronischer Beats, bevor TERR, aus dem Berliner Berghain, für tanzbare Ekstase sorgt.

Die DJ/Produzentin und Labelbetreiberin Daniela Caldellas, bekannt unter dem Namen TERR, bereichert den Abend mit elektronischen Sounds. Ihre einzigartigen Produktionen sind geprägt durch Einflüsse von Grunge bis Electroclash über klassische Disco, Acid House und populärer brasilianischer Musik.
Richard Oberscheven ist keine Unbekanntheit in der lokalen Musik- und Tanzszene. Durch seinen tänzerischen Hintergrund ist er mit diversen Musikstilen in Berührung gekommen und entdeckte früh seine Liebe zur 90er-House-Musik. Ob Vocal, Deep oder zeitgenössischer House – seine Sets sind kraftvoll, spielerisch und emotional.

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Italien vor Augen. Frühe Fotografien ewiger Sehnsuchtsorte 17.1.2023

PRESSEINFORMATION
ITALIEN VOR AUGEN. FRÜHE FOTOGRAFIEN EWIGER SEHSUCHTSORTE
23. FEBRUAR BIS 3. SEPTEMBER 2023
Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung

Auf dem Canal Grande schippernde Gondolieri, der Schiefe Turm von Pisa oder die Altertümer Roms: Zahlreiche Fotografien von Giorgio Sommer, dem Unternehmen der Gebrüder Alinari, Carlo Naya oder auch Robert Macpherson prägten das Bild von Italien als Sehnsuchtsort. Das Städel Museum präsentiert vom 23. Februar bis 3. September 2023 eine Auswahl früher Italienfotografie. Die Ausstellung versammelt insgesamt 90 bedeutende Aufnahmen der Jahre 1850 bis 1880 aus der eigenen Sammlung. Es ist eine fotografische Tour entlang der bekanntesten Routen mit den Stationen Mailand, Venedig, Florenz, Rom und Neapel.
Seit Generationen träumen sich die Menschen nach Italien: Das mediterrane Klima, die facettenreiche Natur und die vielfältige Kultur machten das Land schon früh zu einem bevorzugten Reiseziel. Als mit dem Ausbau der Eisenbahnstrecken in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein reger Tourismus entstand, eröffneten an den Orten mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Fotografenstudios. Für Reisende wurden die dort angebotenen Aufnahmen noch vor Erfindung der Bildpostkarte zu einem beliebten Souvenir, das auch per Versandhandel international vertrieben wurde. Bereits in den 1850er-Jahren erwarb der damalige Direktor Johann David Passavant Fotografien für die Sammlung des Städel Museums. Sowohl das kunstinteressierte Publikum als auch die Schüler der angegliederten Kunstakademie sollten sich anhand der Abzüge eine Vorstellung vom Süden Europas und seinen Kunst- und Naturschätzen machen. Damit rückte die Ferne näher und gleichzeitig bestimmten die im Umlauf befindlichen Motive, was als sehenswürdig zu erachten ist. Noch heute wirken die Szenerien von damals fotografisch nach.

Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums über die Ausstellung: „‚Italien vor Augen‘ lädt zu einer fotografischen Reise ein: von Mailand über Venedig und Florenz bis nach Rom und Neapel. Zugleich gibt die Schau einen Einblick in die Geschichte der fotografischen Sammlung des Städel Museums: Der damalige Direktor Johann David Passavant erkannte früh die Möglichkeit, durch das Medium der Fotografie Kunstwerke und Kulturschätze uneingeschränkt zugänglich zu machen. Damit führte er die Leitidee unseres Museumsgründers, Johann Friedrich Städel, vortrefflich fort.“

Kuratorin: Dr. Kristina Lemke (Sammlungsleiterin Fotografie, Städel Museum)

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Städel und Liebieghaus begeistern 2022 über 360.000 Besucher 9.1.2023

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Städel und Liebieghaus begeistern 2022 über 360.000 Besucher

SAISONSTART MIT „ITALIEN VOR AUGEN“ AB 23. FEBRUAR IM STÄDEL UND „MASCHINENRAUM DER GÖTTER“ AB 8. MÄRZ IM LIEBIEGHAUS / GROSSE AUSSTELLUNG ZUM BAROCKEN MALERSTAR GUIDO RENI NOCH BIS 5. MÄRZ IM STÄDEL

Im Jahr 2022 begeisterten das Städel Museum und die Liebieghaus Skulpturensammlung insgesamt 361.756 Besucher und konnten so ihre Besucherzahl im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln. Überzeugen konnte das vielfältige Programm aus Sonderausstellungen, etwa „RENOIR. ROCOCO REVIVAL“, die Retrospektive zur Malerin Ottilie W. Roederstein oder, ganz aktuell, die Kunst des italienischen Barockmalers Guido Reni. Die Neupräsentation des Städel Gartens sowie die Umgestaltung der Sammlung Kunst der Moderne mit Meisterwerken der europäischen Malerei- und Skulpturengeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts lockten das Publikum in die bedeutende Sammlung des Städel Museums. Das Städel erreichte im letzten Jahr wieder nahezu 90 % seines regulären Besucher-aufkommens. Die Liebieghaus Skulpturensammlung konnte 2022 mit der Ausstellung „Splendid White“, die Sammlung kostbarer Elfenbeinskulpturen des Barock und Rokoko aus dem Besitz des Mäzens Reiner Winkler vervollständigen. In „MISSION RIMINI“ wurde eines der bedeutendsten spätmittelalterlichen Kunstwerke aus Alabaster und ein Hauptwerk des Liebieghauses nach umfangreicher Restaurierung wieder präsentiert. Das abwechslungsreiche Bildungs- und Vermittlungsprogramm aus Führungen, digitalen Angeboten, der jährlichen Bildungswoche für Kinder und Jugendliche, dem CLOSE UP zur Gegenwartskunst oder den Sommer-Events LIEBIEGHAUS LIVE und SECRET GARDEN erreichte ein breites Publikum. Das letzte Jahr markierte zudem den Start der großen kulturellen Bildungsinitiative „Meinungsbilder. Anders sehen. Einander verstehen“, die das Städel Museum als Ort der Kunst und der Debatte erlebbar macht. 2023 wird das Kunstvermittlungsprogramm um neue, auch digitale Formate erweitert, darunter etwa diskursive Führungen, kunstpraktische Seminare und Workshops sowie spezifische Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen.

Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung sagt dazu: „Das Städel Museum und die Liebieghaus Skulpturensammlung sind zwei Frankfurter Museen von Weltrang, die im letzten Jahr über 360.000 Besucherinnen und Besucher mit einem überzeugenden Programm begeistern konnten. War das Jahr 2021 noch stark von der Pandemie gekennzeichnet, konnten wir die Besucherzahl in beiden Häusern 2022 verdoppeln. Diesen Erfolg haben wir unserem Publikum und der überwältigenden Unterstützung unserer Häuser durch Frankfurter Bürger, Stiftungen und Unternehmen zu verdanken. 2023 erwartet unsere Besucherinnen und Besucher ebenfalls ein vielversprechendes Programm: Im Städel beginnen wir das Jahr mit Meisterwerken der frühen Italien-Fotografie und im Liebieghaus widmet sich die Ausstellung ‚Maschinenraum der Götter. Wie unsere Zukunft erfunden wurde‘ der aufregenden Verbindung zwischen Kunst und Technik in der Antike.“

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Allgemeine Informationen Städel Museum 1.1.2023

DAS STÄDEL MUSEUM

700 Jahre Kunst unter einem Dach

Kunst erleben, Neues entdecken, zusammenkommen und sich bilden: Das Städel Museum versteht sich als Ort der Begegnung, des Austauschs und der Auseinandersetzung mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Als eine private Stiftung gegründet, fußt das Städel Museum bis heute maßgeblich auf der großzügigen Förderung durch die Bürger, Stiftungen und Unternehmen von Stadt und Region. Es werden Werke aus über 700 Jahren Kunst gesammelt, bewahrt, erforscht und vermittelt. Mit einem Programm im Museum und digitalen Angeboten ermöglicht das Städel Museum – ganz im Sinne seines Stifters Johann Friedrich Städel – einen einzigartigen Zugang zur Kunst über Generationen, Epochen und Stilrichtungen hinweg. Es sind Räume für sinnliches Erleben und für wichtige Fragen. Wer sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Darauf geben Kunstwerke inspirierende Antworten.

Das Städel Museum wurde 1815 als bürgerliche Stiftung gegründet. Der Bankier und Kaufmann Johann Friedrich Städel verfügte es in seinem Testament. Dank seiner Sammlertätigkeit und seinem Engagement kann das Museum seinen Besuchern heute einen nahezu lückenlosen Überblick über 700 Jahre Kunst bieten – vom frühen 14. Jahrhundert über die Renaissance, den Barock und die klassische Moderne bis in die unmittelbare Gegenwart. Auf mehr als 15.000 Quadratmetern können sich die Besucher von Gemälden und Skulpturen, von Fotografien, Zeichnungen und Grafiken inspirieren lassen. Höhepunkte der Sammlung bilden Werke von Künstlerinnen und Künstlern wie Lucas Cranach, Albrecht Dürer, Sandro Botticelli, Rembrandt van Rijn, Jan Vermeer, Maria Sibylla Merian, Claude Monet, Pablo Picasso, Max Beckmann, Lotte Laserstein, Francis Bacon, Louise Bourgeois, Gerhard Richter oder Wolfgang Tillmans.

Mit seiner Digitalstrategie verfolgt das Städel Museum seinen Bildungs- und Vermittlungsauftrag auch im digitalen Raum, um verschiedene Besuchergruppen für die Beschäftigung mit Kunst und Kultur zu begeistern. Seitdem wurden zahlreiche innovative Digitale Angebote entwickelt, etwa die Digitale Sammlung, Digitorials®, App- und Podcast-Angebote, der Onlinekurs zur Kunst der Moderne, das Oral-History-Projekt Café Deutschland sowie Film- und Bewegtbildserien.

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Weihnachten und Neujahr in Städel und Liebieghaus 16.12.2022

PRESSEINFORMATION
Weihnachten und Neujahr in Städel und Liebieghaus

SONDERÖFFNUNGSZEITEN, RAHMENPROGRAMM ZU GUIDO RENI, VOR DÜRER, MICHAEL MÜLLER IM STÄDEL UND SPLENDID WHITE IM LIEBIEGHAUS, PROGRAMM-HIGHLIGHTS ZU GUIDO RENI AB JANUAR

Mit den Sonderöffnungszeiten laden das Städel Museum und die Liebieghaus Skulpturensammlung die Besucher während der gesamten Weihnachtsfeiertage, zwischen den Jahren und über Neujahr hinaus zum ausgiebigen Kunstgenuss am Museumsufer ein.

Das Städel Museum entdeckt in der großen Sonderausstellung „GUIDO RENI. Der Göttliche“ noch bis zum 5. März 2023 den einstigen Malerstar des italienischen Barock wieder. Zu seiner Zeit war Reni einer der erfolgreichsten und gefeiertsten Maler Europas und begehrt bei den bedeutendsten Auftraggebern. Im 19. Jahrhundert aufgrund anderer ästhetischer Vorlieben kaum geschätzt und später in die zweite Reihe verdrängt, hat er heute im allgemeinen Bewusstsein nicht mehr den Platz, den er verdient. Erstmals seit über 30 Jahren sind nun rund 130 seiner faszinierenden Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken in einer Ausstellung vereint und eröffnen damit einen neuen Blick auf Guido Reni.

In der Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung ist bis zum 22. Januar 2023 die Ausstellung „VOR DÜRER. Kupferstich wird Kunst“ zu sehen, mit der sich das Städel Museum dem frühen Kupferstich als künstlerischem Bildmedium widmet und an die 130 bedeutende deutsche und niederländische Blätter aus dem eigenen Bestand zeigt. Parallel dazu präsentiert das Städel Museum eine Einzelausstellung des deutsch-britischen Künstlers Michael Anthony Müller (geb. 1970). Mit „Michael Müller: Der geschenkte Tag. Kastor & Polydeukes“ führt der Künstler die Besucher in die mythologische Welt der griechischen Antike ein und reflektiert dabei über die Bedeutung von Zeit, Sterblichkeit sowie überzeitlicher Liebe.

Im Liebieghaus ist die Sammlungspräsentation „Splendid White“ mit mehr als 200 Elfenbeinkunstwerken aus der Zeit des Barock zu sehen. Damit ist die Elfenbein-Sammlung Reiner Winkler im Liebieghaus komplett und kann in ihrer ganzen Vielfalt und Pracht erlebt werden. Ein weiteres Highlight ist der kürzlich wiedereröffnete Sammlungsbereich Mittelalter mit wesentlichen Neuerwerbungen.

Während der Weihnachtsfeiertage sowie im neuen Jahr findet in beiden Häusern ein umfassendes Programm für Erwachsene, Kinder und Familien statt. Zu den aktuellen Sonderausstellungen werden regelmäßige Überblicks- und Abendführungen, Online-Touren, Atelierkurse sowie Sonderveranstaltungen angeboten.

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Ausstellungsvorschau 2023 1.12.2022

PRESSEINFORMATION
Ausstellungsvorschau 2023
Frühe Meisterwerke der Italien-Fotografie / Von Rodin bis Picasso – Das Relief in der Kunst / Holbein und die Renaissance im Norden / Gegenwartskunst von Philipp Fürhofer, Ugo Rondinone, Victor Man und Miron Schmückle

Italien vor Augen. Frühe Fotografien ewiger Sehnsuchtsorte
23. Februar bis 3. September 2023
Auf dem Canal Grande schippernde Gondolieri, der schiefe Turm von Pisa oder die Altertümer Roms: Zahlreiche Fotografien von Giorgio Sommer (1834–1914), dem Unternehmen der Gebrüder Alinari (gegr. 1854), von Carlo Naya (1816–1882) oder auch von Robert Macpherson (1814–1872) prägten das Bild von Italien als Sehnsuchtsort. Das Städel Museum präsentiert in einer Ausstellung mit 90 Werken eine Auswahl der frühen Italienfotografie der Jahre 1850 bis 1880 aus der eigenen Sammlung. Noch heute wirken die Szenerien von damals fotografisch nach.

Philipp Fürhofer. Phantominseln
12. Mai bis 5. November 2023
Palmenblätter, Sonnenuntergänge, Wälder – an der Schnittstelle von Installation und Malerei strahlen dem Publikum in Leuchtkästen und Gemälden tropische Landschaften des Künstlers Philipp Fürhofer (*1982) entgegen. Doch die Naturromantik trügt: Unter aufgeplatzten Schichten von Malerei offenbart sich die Frage nach der existenziellen, wechselseitigen Beeinflussung von Mensch und Natur, einer kapitalistischen Zivilisation und der stetigen Zerstörung ihres eigenen Lebensraums. In einer konzentrierten Einzelausstellung präsentiert das Städel Museum neueste Werke des Künstlers.

Herausragend! Das Relief von Rodin bis Picasso
24. Mai bis 17. September 2023
Ist es Malerei, ist es Skulptur? Kein anderes künstlerisches Medium sprengt die Grenzen unseres Sehens wie das Relief. Es ist diese Unbestimmtheit, die es für die berühmtesten Künstlerinnen und Künstler seit jeher so reizvoll macht. Das Städel Museum präsentiert im Frühjahr 2023 eine große Überblicksausstellung über die Möglichkeiten des Reliefs von 1800 bis in die 1960er-Jahre. Gezeigt werden im wahrsten Sinne des Wortes herausragende Arbeiten aus rund 150 Jahren von Künstlerinnen und Künstlern wie Bertel Thorvaldsen, Jules Dalou, Auguste Rodin, Medardo Rosso, Paul Gauguin, Henri Matisse, Pablo Picasso und Alexander Archipenko sowie Hans Arp, Kurt Schwitters, Sophie Taeuber-Arp, Yves Klein, Louise Nevelson oder Lee Bontecou. Dafür vereint das Städel Museum – in Kooperation mit der Hamburger Kunsthalle – bedeutende Kunstwerke aus europäischen Museen in Frankfurt, etwa aus dem Petit Palais und dem Centre Pompidou in Paris, dem Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam, dem Kunstmuseum Basel oder dem Musée des Beaux-Arts Lyon, sowie selten zu sehende Arbeiten aus Privatsammlungen. Mit der Ausstellung wirft das Städel Museum einzigartige Schlaglichter auf den heute wenig bekannten Diskurs rund um dieses aufregende künstlerische Medium.

Ugo Rondinone. sunrise. east.
28. Juni bis 5. November 2023
Es sind groteske Wesen, die das Publikum im Städel Garten empfangen werden. Der Schweizer Künstler Ugo Rondinone (1964) verwandelt den markanten Hügel über den Gartenhallen in eine sonderbare Landschaft. In der Werkgruppe sunrise. east.* ordnet Rondinone jedem Monat einen Kopf mit charakteristischen und gleichsam stark reduzierten Gesichtszügen zu. Die Besucher des Städel Gartens sind eingeladen, allen zwölf Wesen – und damit allen Monaten – von Angesicht zu Angesicht zu begegnen, und die unterschiedlichen Freuden, Widrigkeiten und Emotionen eines ganzen Jahres im Schnelldurchlauf zu erleben.

Victor Man. Die Linien des Lebens
14. Oktober bis 4. Februar 2023
Intime, vorrangig kleinformatige und der Zeit scheinbar entrückte Gemälde zeichnen das Schaffen des rumänischen Künstlers Victor Man (*1974, Cluj) aus. Subtile Einflüsse der Vorrenaissance, aber auch Anklänge an den Symbolismus scheinen in seiner melancholischen Bildwelt auf. Das Städel Museum präsentiert inmitten der Sammlung Alte Meister eine Ausstellung mit Arbeiten der letzten zehn Jahre, die dem künstlerischen Schwerpunkt des Malers, Selbstbildnissen und Porträts, gewidmet ist. Sein Œuvre eröffnet zahlreiche kunsthistorische Referenzen und stellt zugleich eine einzigartige Position der zeitgenössischen Malerei dar. Es entsteht ein faszinierender Dialog zwischen Geschichte und Gegenwart.

Holbein und die Renaissance im Norden
2. November 2023 bis 18. Februar 2024
Die Maler Hans Holbein der Ältere und Hans Burgkmair der Ältere gelten neben Albrecht Dürer als Wegbereiter einer neuen Kunst: der Malerei der Renaissance. Das Zentrum dieser Kunst ist die Reichs- und Handelsmetropole Augsburg, die sich in nur wenigen Jahrzehnten zur Hauptstadt einer deutschen und zugleich internationalen Renaissance entwickelte. Das Städel Museum widmet – zusammen mit dem Kunsthistorischen Museum, Wien – dieser Zeitenwende in der Geschichte der Kunst im Herbst 2023 eine große Sonderausstellung. Erstmals werden eine bedeutende Anzahl der wichtigsten Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken von Hans Holbein d. Ä. (ca. 1460/70–1524) und Hans Burgkmair d. Ä. (1473–1531) in einer Ausstellung zusammengeführt. Ergänzt werden sie um Arbeiten weiterer Augsburger Künstler aus der Zeit von ca. 1480/90 bis etwa 1530 sowie um ausgewählte deutsche, italienische und niederländische Kunstwerke u. a. von Albrecht Dürer, Andrea Solario oder Hugo van der Goes, die entweder für städtische Auftraggeber entstanden oder aber das Schaffen von Holbein und Burgkmair vorbildhaft prägten. Die Ausstellung präsentiert so einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der Kunst Nordeuropas von der Spätgotik hin zur beginnenden Neuzeit.

Miron Schmückle. Flesh for Fantasy
1. Dezember 2023 bis 14. April 2024
Der rumänisch-deutsche Künstler Miron Schmückle (*1966, Sibiu/Hermannstadt) gehört zu den singulären Protagonisten der Gegenwartskunst. Aufgewachsen in Rumänien unter Ceausescu, träumte sich der Künstler bereits als Kind in andere Welten, die durch den Eisernen Vorhang jedoch für immer unerreichbar schienen. Die früh einsetzende Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte einerseits wie mit der Flora und Fauna ferner Länder andererseits mündete in einem einzigartig kohärenten künstlerischen Werk.

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GUIDO RENI. Der Göttliche 22.11.2022

PRESSEINFORMATION
GUIDO RENI. DER GÖTTLICHE
23. NOVEMBER 2022 BIS 5. MÄRZ 2023

Ausstellungshaus
Pressevorbesichtigung: Dienstag, 22. November 2022, 11.00 Uhr

In einer groß angelegten Ausstellung entdeckt das Städel Museum ab dem 23. November 2022 den einstigen Malerstar des italienischen Barock wieder: Guido Reni (1575–1642). Zu seiner Zeit war Reni einer der erfolgreichsten und gefeiertsten Maler Europas, begehrt bei den bedeutendsten Auftraggebern, zu denen etwa der Borghese-Papst Paul V., der Herzog von Mantua oder die englische Königin zählten. Im 19. Jahrhundert aufgrund anderer ästhetischer Vorlieben kaum geschätzt und später durch die einseitige Konzentration auf seinen zeitweisen Rivalen Caravaggio in die zweite Reihe verdrängt, hat er heute im allgemeinen Bewusstsein nicht mehr den Platz, den er verdient.

Erstmals seit über 30 Jahren führt das Städel Museum in Zusammenarbeit mit dem Museo Nacional del Prado in Madrid rund 130 seiner faszinierenden Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken zusammen und eröffnet einen neuen Blick auf Guido Reni. Der Maler war zutiefst religiös und zugleich abergläubisch, sagenhaft erfolgreich und hoffnungslos spielsüchtig, wie eine zeitgenössische Biografie mitteilt. Den ehrenvollen Beinamen Il divino (dt. „Der Göttliche“) erhielt Reni schon zu Lebzeiten – dieser bezieht sich auf seinen Ruhm als Künstlerstar, der sich im Wissen um sein Können gelegentlich auch divenhaft verhielt. „Der Göttliche“ verweist aber auch auf seine Themen: Reni ist der Maler des Göttlichen. Mit seiner Kunst prägte er die europäische Bildwelt tiefgreifend und übersetzte wie kein anderer die Schönheit des Göttlichen in Malerei – gleich ob es sich um den christlichen Himmel oder die antike Götterwelt handelte. Die enorme Wirkung seines Schaffens zeigt sich etwa in den unzähligen Varianten seiner Darstellungen des Hauptes Christi und Mariens mit zum Himmel gewandtem Blick, deren Reproduktionen sich noch heute als Einlegeblätter in katholischen Gebetsbüchern finden. Diese beispiellose Rezeptionsgeschichte hat Renis Image lange negativ geprägt und die eigentlichen Qualitäten sowie andere faszinierende Aspekte seiner Kunst aus dem Bewusstsein verdrängt.

Neben Hauptwerken aus der Sammlung des Städel Museums wie dem bedeutenden Frühwerk Himmelfahrt Mariens (um 1598/99) oder dem jüngst restaurierten Gemälde Christus an der Geißelsäule (um 1604) präsentiert die Ausstellung herausragende Arbeiten aus über 60 internationalen Museen und privaten Sammlungen, u. a. aus dem Museo Nacional del Prado, Madrid, der Pinacoteca Nazionale in Bologna, den Uffizien in Florenz, dem J. Paul Getty Museum und dem LACMA in Los Angeles, dem Metropolitan Museum of Art in New York und dem Louvre in Paris. Zudem ist eine Reihe von neu entdeckten und noch nie ausgestellten Werken Renis im Städel Museum zu sehen. Ergänzt wird diese Auswahl punktuell durch Gegenüberstellungen mit Werken von Vorbildern und Zeitgenossen, mit denen sich der Maler auseinandergesetzt hat (darunter Raffael, Parmigianino oder Annibale Carracci), sowie durch rare historische Dokumente, wie sein Rechnungsbuch der Jahre 1609–1612.

Kurator: Dr. Bastian Eclercy (Sammlungsleiter italienische, französische und spanische Malerei vor 1800, Städel Museum)
Projektleitung: Aleksandra Rentzsch (Wissenschaftliche Mitarbeiterin italienische, französische und spanische Malerei vor 1800, Städel Museum)
Gefördert durch: Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH, Städelscher Museums-Verein e. V.
Medienpartner: Tagesspiegel, ARTE, Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main Kulturpartner: hr2-kultur

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