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Kunstgeschichte Online – der Städel Kurs zur Moderne
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Standpunkte zur Kunst“ spricht am Donnerstag, dem 17. März 2016, um 19.00 Uhr der international renommierte, britische Bildhauer Tony Cragg (*1949) im Metzler-Saal des Städel Museums. Der mehrfache Teilnehmer der documenta und der Venedig Biennale gibt in seinem Künstlervortrag einen umfassenden Einblick in sein vielseitiges plastisches Œuvre. Anlass hierfür ist die Präsentation des bedeutenden Werks Spectrum aus dem Jahr 1979 von Tony Cragg. Dieses herausragende Frühwerk konnte jüngst dank des Engagements und der großzügigen Unterstützung der Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung für Kunst und Kulturpflege als Dauerleihgabe für den Sammlungsbereich Gegenwartskunst am Städel Museum gewonnen werden. Seit den 1970er Jahren erweitert Cragg konsequent die Grenzen plastischen Arbeitens. Das Ergebnis ist ein ausgesprochen facettenreiches Gesamtwerk, das sich thematisch aus unterschiedlichsten Lebensbereichen speist und künstlerische mit naturwissenschaftlichen Interessen verschränkt. Die Teilnahme am Vortrag ist im Eintrittspreis enthalten, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Tony Cragg, geboren 1949 in Liverpool als Sohn eines Elektroingenieurs, wurde nach seinem Studium – u.a. an der Wimbledon School of Art – zu Beginn der 1980er Jahre zunächst mit seinen farbigen Assemblagen aus Plastik bekannt und avancierte zu einem der bedeutendsten Bildhauer der Gegenwart. In den Jahren 1982 und 1987 nahm er an der Documenta in Kassel, 1986 und 1993 an der Biennale in Venedig teil. 1988 wurde er mit dem Turner-Preis ausgezeichnet und Professor an der Kunstakademie Düsseldorf. Seit 1994 ist Cragg Mitglied der Londoner Royal Academy, 2002 wurde er Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. Des Weiteren wurde Cragg in den Stand eines Commander of the British Empire (CBE) erhoben. Von 2001 bis 2006 unterrichtete er auch als Professor für Bildhauerei an der Hochschule der Künste in Berlin. 2007 erhielt er den Praemium Imperiale für Skulptur, 2010 den Preis für Non-Chinese Artists der Beijing Biennale in China. 2009 trat Cragg an der Kunstakademie Düsseldorf als Rektor die Nachfolge von Prof. Markus Lüpertz an. 2012 wurde er Ehrenprofessor der University of the Arts in London. Der Künstler lebt und arbeitet in Wuppertal.
Das für das Städel Museum gewonnene Werk Spectrum aus dem Jahr 1979 ist Teil einer Werkreihe aus den 1970/80er Jahren. Bei dem in verschiedenen Farbspektren arrangierten Plastikmosaik handelt es sich um eine Materialcollage aus Fragmenten von industriell hergestellten Produkten. Cragg spürt in dieser Arbeit dem Geist der Dinge nach und vollzieht die spannende Zusammenführung von formal-ästhetischen wie auch gesellschaftlichen Fragestellungen. Die figürliche Komposition verweigert sich der Zuordnung einer spezifischen Gattung und dokumentiert im Kontext sich wandelnder künstlerischer Strategien einen Werkbegriff, der zwischen Malerei und Skulptur, Objekt und Collage changiert. Die Idee der Malerei wird bei Spectrum mit bildnerischen Mitteln in den realen Raum überführt und thematisiert damit exemplarisch den Städelschen Gegenwartskunst-Sammlungsschwerpunkt der erweiterten Malerei.
Spectrum wird seit Kurzem gemeinsam mit Werken von unter anderem John Armleder, Jessica Stockholder oder Herman Glöckner und weiteren Künstlern an zentraler Stelle in den Gartenhallen des Städel Museums präsentiert. Nebeneinander gezeigt verdeutlichen diese Positionen der Vorkriegs- und der Nachkriegszeit, der Klassischen wie der Spät-Moderne, dass das, was heute als „erweiterte Malerei“ bezeichnet wird, eines der wesentlichen Merkmale der Kunst des 20. Jahrhunderts darstellt.
STANDPUNKTE ZUR KUNST: TONY CRAGG – KÜNSTLERVORTRAG IM STÄDEL MUSEUM
DONNERSTAG, 17. MÄRZ 2016, 19.00 UHR
Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de, Telefon +49(0)69-605098-200, Fax +49(0)69-605098-111
Ort: Metzler-Saal, Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Anmeldung: Nicht erforderlich
Eintritt: Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten
Zum Finale des Jubiläumsjahres und zugleich Auftakt für „die nächsten 200 Jahre Städel“ feierte die älteste Museumsstiftung Deutschland das bürgerschaftliche Engagement. Ein großer Benefiz-Abend am Montag, 15. Februar 2016 bot den festlichen Rahmen, um den bis heute nachhaltig wirkenden Stiftergedanken des Frankfurter Museums vor Augen zu führen und dynamisch fortzuschreiben. Insgesamt 150 Freunde und Förderer aus den Bereichen Kultur, Wirtschaft und Politik folgten der Einladung des Städel in die Gartenhallen des Museums. Die Gäste leisteten einen Beitrag in Höhe von 1.000 Euro pro Person bzw. 10.000 Euro pro Tisch. Eine großzügige Starthilfe erhielt die Veranstaltung durch eine Initiative von Freunden und Förderern, die im Zeichen des gemeinnützigen Bürgersinns dem Beispiel des historischen Stifters Johann Friedrich Städel folgten und jede einzelne Spende der Teilnehmer verdoppelten. Zusammen mit einer weiteren großzügigen Einzelspende über 500.000 Euro brachte der Abend insgesamt die beachtliche Gesamtsumme von 925.500 Euro für die Zukunft des Hauses.
Mit dem Erlös wurde der „Zukunftsfonds 200+“ ins Leben gerufen, der auch über den Benefiz-Abend hinaus bestehen und stetig weiteraufgestockt werden soll. Der Fonds dient – seinem Namen gemäß – dazu, ein tragfähiges Fundament für die Zukunft des Städel zu legen und substanzielle Projekte sicherzustellen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Bereich der digitalen Kunstvermittlung. So soll einerseits die Bandbreite der bereits bestehenden Städel Digitalprojekte, wie Städel App oder Städel Digitale Sammlung, in ihrem operativen Betrieb gesichert, beständig aktualisiert und schrittweise weiterentwickelt werden. Auf dieser bereits geschaffenen Basis ist es für das Museum andererseits von zentraler Bedeutung, seine erfolgreiche Vermittlungsarbeit im Digitalbereich kontinuierlich auszubauen. Im Zuge dessen soll die Marke „Städel Digital“ fokussiert gestärkt und bereits im März 2016 um neue Digitalinitiativen und -formate erweitert werden.
Auf dem Programm des Benefiz-Abends standen Stationenführungen, die einen ebenso unterhaltsamen wie umfangreichen Ausblick in die Zukunft des Museums boten. Als besonderes Highlight bekamen die Gäste eine exklusive Vorschau auf den Mitte März startenden Onlinekurs des Städel Museums: „Kunstgeschichte Online – der Städel Kurs zur Moderne“ (http://onlinekurs.staedelmuseum.de). Der renommierte Theater- und Filmschauspielers Sebastian Blomberg, der die Teilnehmer filmisch durch den Kurs begleiten wird, berichtete in einem Gastbeitrag von seinen Erfahrungen als Schauspieler bei den Produktionsarbeiten für den neuen Städel Onlinekurs.
Prof. Dr. h. c. mult. Nikolaus Schweickart, Vorsitzender der Administration des Städelschen Kunstinstituts, zeigte sich begeistert von der großzügigen Unterstützung durch die Gäste des Benefiz-Abends: „Die anhaltende Erfolgsgeschichte des Städel beweist die Strahlkraft einer Idee, die vor 200 Jahren ihren Anfang nahm und seitdem nichts von ihrer Energie eingebüßt hat. Mit seinem Geschenk legte der Frankfurter Bankier und Kaufmann Johann Friedrich Städel den Grundstein für eine einzigartige Kunstinstitution, die sich über Generationen hinweg durch ihre regionale Verbundenheit auszeichnet. Bis heute sind es die Identifikation und das Engagement der Bürger, die das Städel Museum von anderen Häusern in Europa unterscheiden.“
„Die beeindruckende und fortlaufende Unterstützung der Freunde und Partner des Städel freut mich über alle Maßen. Sie garantiert das erfolgreiche Fortbestehen und hilft, den Wirkungskreis des Städel weiter auszubauen. Mit unserem Gastredner Sebastian Blomberg konnten wir bei unserem diesjährigen Benefiz-Abend gemeinsam einen sehr konkreten und inspirierten Blick in die Zukunft des Museums werfen, für die unser neu gegründeter „Zukunftsfonds 200+“ ein wichtiger Baustein sein wird“, resümierte Städel Direktor Max Hollein, der den Abend nutzte, um die zahlreichen digitalen Kommunikations-, Forschungs- und Vermittlungsinitiativen des Städel vorzustellen.
Zu Beginn des Benefiz-Abends nahmen die Gäste an einer Führung mit vier Stationen teil. Bei dieser bekamen sie einen vielfältigen und unterhaltsamen Vorgeschmack auf die Zukunft des Städel Museums. Ihnen begegneten aktuelle Digitalprojekte des Museums wie: „Zeitreise – Das Städel Museum im 19. Jahrhundert“, für welche die historischen Hängungen des Städel an seinen Standorten in den Jahren 1816, 1833 und 1878 detailgenau in 3D rekonstruiert wurden, das innovative Format des neuen Städel Onlinekurses „Kunstgeschichte Online – der Städel Kurs zur Moderne“ sowie die Digitalisierung von rund 25.000 Handzeichnungen in der Graphischen Sammlung. Darüber hinaus erfuhren die Teilnehmer auch, wie sich neue Entwicklungen im Digitalbereich auf die Arbeit in den Restaurierungsabteilungen des Museums auswirken.
Anschließend erwartete die Gäste des Abends eine Präsentation des Grimme-Preisträgers Sebastian Blomberg, der eine tragende Rolle im ersten Onlinekurs des Städel zur modernen Kunst spielt. In Bad Homburg aufgewachsen, hat er auch einen starken persönlichen Bezug zum Frankfurter Museum. Sein Gastbeitrag vermittelte dank der Einstreuung von „deleted scenes“ einen lebendigen und amüsanten Eindruck von den aufwendigen Dreharbeiten zum Kurs im Städel Museum und schlug von diesem Projekt aus einen Bogen zurück zum Stiftungsanliegen Johann Friedrich Städels.
Das Gesamtbild der Veranstaltung im Städel erhielt seinen festlichen Rahmen durch die Unterstützung der folgenden Partner, die alle mit ihren großzügigen Sachspenden den Benefiz-Abend im Städel förderten und möglich machten: Meyer Catering & Service, Party Rent Frankfurt, Weingut Robert Weil, Sektmanufaktur Schloss VAUX, Medienreich, maze pictures, Marcus Arndt Blumen, Gonder Facility + Kötter Services, und Villa Kennedy, a Rocco Forte hotel.
Mit einer konzentrierten Auswahl von dreißig Werken präsentiert das Städel Museum vom 2. März bis 22. Mai 2016 die frühe Druckgrafik Sigmar Polkes (1941–2010). Polke zählt zu den herausragenden Persönlichkeiten der deutschen Kunstszene des 20. Jahrhunderts. Für seine druckgrafischen Werke aus den Jahren 1967 bis 1979 wählt er mit Offset- oder Siebdruckverfahren handwerklich weniger anspruchsvolle und künstlerisch eher triviale Techniken, mit denen er scheinbar zufällige, irritierende Kommentare zu Kunst und Gesellschaft transportiert und verbreitet. Andere Arbeiten Polkes überraschen durch die ungewöhnliche Zusammenstellung verschiedenster Drucktechniken und Materialitäten: So kombiniert er beispielsweise einen Siebdruck mit Blindprägungen und Stanzungen oder setzt haptische Oberflächenstrukturen ein. Für die Fertigung eines Offsetdrucks ist ein Künstler stets auf gelernte Drucker angewiesen. Umso nachdrücklicher konzentriert sich Polke in seiner druckgrafischen Arbeit auf die Auswahl von Motiv und Material. In einer Zeit, die vom Wachstumsglauben und von gesellschaftskritischen Unruhen geprägt ist, bleibt Polke seinen durch Beobachtung, Witz und Ironie getragenen Botschaften auch in der Druckgrafik treu. Das gedruckte Bild, massenmedial verbreitet oder vom Künstler fotografisch inszeniert, bildet eine wesentliche Grundlage seiner künstlerischen Arbeit. Die Präsentation in der Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung zeigt eine ebenso hochwertige wie fokussierte Auswahl der frühen Druckgrafik Sigmar Polkes und befragt diese auf ihre besondere Qualität.
Der 1941 im schlesischen Oels (Oleśnica) geborene Sigmar Polke absolvierte zunächst eine Glasmalerlehre, bevor er sein Studium der Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf begann. Schon während seiner Studienzeit (1961–1967) unter Gerhard Hoehme und Karl Otto Götz ging Polke in seinen Gemälden auf Distanz zur vorherrschenden Tendenz zur Abstraktion. Sein Interesse galt nicht der ungegenständlichen malerischen Geste, sondern einem künstlerischen Umgang mit den damals aktuellen verfügbaren Bildwelten des aufstrebenden westdeutschen Wirtschaftswunders. Mit den älteren Kommilitonen Manfred Kuttner (1937–2007), Konrad Lueg (1939–1996) und Gerhard Richter (geb. 1932) stellte Polke im Jahr 1963 in einem leer stehenden Düsseldorfer Laden aus. In der gemeinsamen Presseerklärung gaben sie ihrer Kunst erstmals den Begriff Kapitalistischer Realismus. Während die Pariser Kunstszene in den 1960er-Jahren durch den zunehmenden Einfluss der amerikanischen Pop-Art in den Hintergrund trat, wurden die konsumorientierte Warenwelt und die kleinbürgerliche Nachkriegsidylle der BRD, wie sie sich in Illustrierten und Werbung spiegelten, für Polke zur Grundlage eines außerordentlich reflektierten und dabei nichtsdestotrotz spielerisch wirkenden Schaffens.
Auch in seinen druckgrafischen Arbeiten greift der junge Künstler auf vorgefundene Bildwelten zurück. So diente ihm etwa eine einfarbige Zeitungsreklame als Vorlage für sein erstes druckgrafisches Werk, Freundinnen I (1967). Diesen Zeitungsdruck hat er bereits 1964/65 für Übertragungen in ein Gemälde verwendet. Der dort imitierte, eigenhändig Punkt für Punkt gemalte Raster wird in der Druckgrafik durch die Wahl des Offsetverfahrens erzeugt. Die gerasterte Struktur tritt durch die Vergrößerung des Motivs verstärkt in den Vordergrund. Die für Polke typischen Rasterpunkte dominieren auch seinen Beitrag zum 1967 erschienenen druckgrafischen Mappenwerk Grafik des kapitalistischen Realismus: das in Siebdrucktechnik ausgeführte Wochenendhaus.
Neben vorgefundenen Bildern aus Printmedien verwendet Polke für seine Drucke auch eigene Fotografien wie die eines zum Stern geformten, mit einer Polaroidkamera aufgenommenen Zollstocks (Zollstocksterne, 1970), experimentell verarbeitete Negative (Selbstbildnis, 1971), sichtbar lädierte Vergrößerungen (Fernsehbild [Kicker], 1971) oder die während einer Reise nach Amerika im Stadtbild fotografierten New Yorker Bettler (1974). Im Unterschied zu den künstlerischen Techniken des Holzschnitts, der Radierung oder Lithografie wählt Polke mit Offset und Siebdruck in der Gebrauchsgrafik übliche Drucktechniken, die sehr viel höhere Auflagen erlauben. Vor diesem Hintergrund überrascht es besonders, dass er 1972 für eine Reihe von Schuldrucken des Landes Nordrhein-Westfalen einen Siebdruck aufwendig mit Blindprägung und Stanzung versehen ließ und die einzelnen Exemplare der Auflage durch die individuelle Überarbeitung mit Glitzerfarben zu Unikaten aufwertete.
In Zusammenarbeit mit der „Griffelkunst-Vereinigung Hamburg“ entstehen 1973 mehrere Editionen, für die Polke als Druckträger hochwertige Buchbinderpapiere wählt, die sich durch mitunter haptische Oberflächenstrukturen auszeichnen. Im Druck werden die Papiere mit Bild- und Textebenen kombiniert. Die aufwendig umgesetzten Resultate dieser überblendeten Schichten verunsichern den Betrachter und lassen ihn bei allen vielversprechend erscheinenden Verweisen letztlich doch im Ungewissen. Polkes kalkulierter Umgang mit Bildern und Textzitaten aus der Physik, Biologie, aber auch Mythologie mündet in ein kreatives Spiel, das in subjektiven Bahnen um Wissenschaft und Mysterium kreist.
Die Frage nach der Inspiration alles künstlerischen Tuns beantwortet Polke mit der Äußerung „… Höhere Wesen befehlen“. Es ist eine selbstironische Entgegnung, unter deren Titel 1968 in der Edition René Block 14 Offsetdrucke in einer Auflage von nur 50 Exemplaren erscheinen. Später, in der Fotomontage seiner Druckgrafik Mu nieltnam netorruprup (1975), deren szenisches Geschehen ein riesiger Fliegenpilz beherrscht, thematisiert Polke auch die Qualität bewusstseinsverändernder Substanzen. Den Abschluss der Schau bildet Polkes Großer Kopf von 1979, ein 1989 durch den Städelschen Museums-Verein für die Graphische Sammlung erworbenes Werk. Es ist eine komplexe, auf Papier ausgeführte Arbeit, in der unterschiedliche Motive und bildnerische Techniken wie Zeichnung, Schablonendruck und Scherenschnitt miteinander verschränkt sind. Bei aller Nähe dieser vielschichtigen Gestaltung unterstreicht Großer Kopf die von Sigmar Polke mit Bedacht berücksichtigten eigenständigen Qualitäten von Zeichnung, Malerei und Druckgrafik.
Die Präsentation in der Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung gibt einen umfassenden Überblick in das druckgrafische Frühwerk von Sigmar Polke. Dank der Sammlung Deutsche Bank im Städel Museum kann diese Auswahl vollständig aus dem eigenen Bestand des Städel getroffen werden. 28 Blätter stammen aus dem Konvolut von insgesamt 600 Arbeiten aus der Sammlung Deutsche Bank die 2008 an das Städel übergeben wurden.
SIGMAR POLKE. FRÜHE DRUCKGRAFIK
Kuratorin: Dr. Jutta Schütt, Leiterin Graphische Sammlung ab 1750
Ausstellungsdauer: 2. März bis 22. Mai 2016
Pressevorbesichtigung: Dienstag, 1. März 2016, 11.00 Uhr
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt
Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de,
Telefon +49(0)69-605098-0, Fax +49(0)69-605098-111
Überblicksführungen durch die Ausstellung: Do 19.00 Uhr, So 14.00 Uhr
Sonderführungen auf Anfrage unter: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de.
Weitere Programmangebote unter www.staedelmuseum.de
Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do + Fr 10.00–21.00 Uhr
Sonderöffnungszeiten: 25., 27., 28.3. 10.00–18.00 Uhr; 1.5., 5.5., 15.5., 16.5., 17.5. 10.00–18.00 Uhr; 26.5. 10.00–18.00 Uhr
Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 12 Euro, Familienkarte 24 Euro; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren; Gruppen ab 10 Personen: ermäßigter Eintrittspreis pro Person. Für Gruppen ist vorab eine Anmeldung unter Telefon +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich.
Kartenvorverkauf unter: tickets.staedelmuseum.de
Öffnungszeiten Studiensaal, Graphische Sammlung: Mi, Fr 14.00–17.00 Uhr; Do 14.00–19.00 Uhr
Veranstaltungsprogramm März 2016
Labeltexte "Sigmar Polke. Frühe Druckgrafik"
Wandtexte "Sigmar Polke. Frühe Druckgrafik"
Ab dem 24. Februar 2016 zeigt das Städel Museum die groß angelegte Sonderausstellung „Maniera. Pontormo, Bronzino und das Florenz der Medici“. Anhand von rund 120 bedeutenden Leihgaben wird dem Publikum erstmals in Deutschland ein zentrales Kapitel der italienischen Kunstgeschichte in seiner ganzen Bandbreite vorgestellt: der Florentiner Manierismus. Zu sehen sind Werke u. a. von Jacopo Pontormo, Agnolo Bronzino, Andrea del Sarto, Rosso Fiorentino und Giorgio Vasari. Insgesamt 50 Gemälde sowie 81 Zeichnungen, Skulpturen und Exponate weiterer Gattungen bieten eine außerhalb von Florenz noch nie dagewesene Übersicht zu einer stilprägenden Epoche, die der Kunstgeschichtsschreiber Vasari mit dem schillernden Begriff „maniera“ charakterisiert hat. Die Ausstellung widmet sich Florenz als dem ersten Zentrum des europäischen Manierismus und spannt einen historischen Bogen von der Rückkehr der Medici nach Florenz 1512 und den ersten künstlerischen Gehversuchen der neuen Generation um Pontormo und Rosso bis hin zu den 1568 in der zweiten Auflage veröffentlichten, bis heute einflussreichen Viten Giorgio Vasaris. Ausgangspunkt ist ein Hauptwerk der Städelschen Sammlung, Bronzinos berühmtes Bildnis einer Dame in Rot (Francesca Salviati?) (um 1533), das zu den kostbarsten Stücken im Besitz des Hauses zählt. Besondere Unterstützung mit außerordentlichen Konvoluten von Leihgaben erfährt die Ausstellung durch die Florentiner Museen, insbesondere die Uffizien, die Galleria dell’Accademia und die Galleria Palatina. Weitere zentrale Leihgaben kommen u. a. aus dem Metropolitan Museum of Art in New York, dem J. Paul Getty Museum in Los Angeles, der National Gallery of Art in Washington, dem Louvre in Paris, dem Prado und dem Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid, der Staatsgalerie Stuttgart, dem Szépművészeti Múzeum in Budapest sowie aus der Brera in Mailand.
Die Ausstellung wird gefördert durch die Sparkassen-Finanzgruppe und den Kulturfonds Frankfurt RheinMain.
„Das Städel startet mit einem wahren Ausstellungshighlight in das Jahr 2016. Für ‚Maniera‘ ist es uns gelungen, eine ganz besonders hochkarätige Werkauswahl in Frankfurt zu versammeln. So können die Besucher im Städel den italienischen Manierismus und seinen kreativen Eigensinn in all seiner medialen Vielfalt erleben. Zu entdecken sind Meisterwerke von Pontormo, Sarto, Bronzino und vielen weiteren Künstlern“, so Max Hollein, Direktor des Städel Museums.
Mit Leonardo, Michelangelo und Raffael gilt die Epoche der Hochrenaissance zu Beginn des 16. Jahrhunderts als ein Höhepunkt der Kunstentwicklung in Italien. Die Ausstellung im Städel Museum führt nun in insgesamt acht Kapiteln mit verschiedenen zeitlichen und thematischen Schwerpunkten eindrücklich vor Augen, dass einige besonders herausragende künstlerische Leistungen erst durch die beiden auf die Hochrenaissance folgenden Künstlergenerationen erbracht wurden. „Die Kunst des Manierismus in Florenz hat viele Facetten: elegant, kultiviert, artifiziell, aber auch kapriziös und extravagant, bisweilen bizarr. Raffinierte Eleganz und kreativer Eigensinn zeichnen die Malerei der ‚maniera‘ als eines der faszinierendsten Phänomene der Kunst Italiens aus“, sagt Bastian Eclercy, Kurator der Ausstellung.
Aufbauend auf den Florentiner Ausstellungen „L’officina della maniera“ (1996/97), „Bronzino. Pittore e poeta alla corte dei Medici“ (2010/11) und „Pontormo e Rosso Fiorentino. Divergenti vie della maniera“ (2014) präsentiert die Sonderausstellung im Städel Museum eine Gesamtschau der Malerei des Manierismus in Florenz im Kontext weiterer Kunstgattungen und der Stadtgeschichte. Zeitlich und topografisch knüpft die Schau damit an die erfolgreiche Städel Ausstellung „Botticelli. Bildnis, Mythos, Andacht“ von 2009/10 an.
Rundgang durch die Ausstellung
Die Präsentation erstreckt sich über beide Etagen des Ausstellungshauses. Zu Beginn widmet sich die Ausstellung „Maniera“ mit Pontormo und Rosso Fiorentino den prominentesten Vertretern der jungen Florentiner Malergeneration. Anhand verschiedener Varianten des florentinischen Bildthemas der „Madonna mit Kind und dem Johannesknaben“ wird deutlich, dass Pontormo und Rosso sich von den künstlerischen Idealen der Hochrenaissance – hier repräsentiert durch Raffael – zunehmend abwenden und dabei bewusst mit den damals geltenden Gestaltungsregeln spielen. Mit dem Bildnis eines Goldschmiedes (um 1518, Musée du Louvre, Paris) erweist sich Pontormo zudem als innovativer Porträtist seiner Zeit. Pontormos Zeichnungen jener Phase sind von einer kaum zu überbietenden Dynamik geprägt. Besonders deutlich wird dies etwa an dem Werk Drei männliche Aktstudien (um 1517, Musée des Beaux-Arts, Lille).
Zwischen 1519 und 1525 findet Rosso z. B. in Heilige Familie mit dem Johannesknaben (um 1521, Walters Art Museum, Baltimore) zu neuen, expressiven künstlerischen Ausdrucksmitteln, wie der folgende Abschnitt der Ausstellung verdeutlicht. Pontormo entwickelt zeitgleich vor allem durch die Beschäftigung mit nordalpiner Kunst seine ganz eigene künstlerische Handschrift und übersetzt Druckgrafiken Albrecht Dürers und Lucas van Leydens in eine Mischform aus florentinischem und deutschem Stil. Hierfür steht beispielhaft seine berühmte Anbetung der Könige (um 1519–23, Galleria Palatina, Florenz), die für die Frankfurter Ausstellung erstmals aus Florenz entliehen wurde.
Wie das nächste Kapitel der Schau veranschaulicht, steht die Kunst- und Stadtgeschichte von Florenz in jenen Jahren in engem Zusammenhang mit den Ereignissen, die sich in der päpstlichen Metropole Rom zutragen. Unter dem Medici-Papst Clemens VII. versammeln sich viele junge Talente in der Stadt, darunter Rosso Fiorentino, Parmigianino, Polidoro da Caravaggio und Perino del Vaga. Mit der Plünderung Roms durch die Söldnertruppen Karls V. (Sacco di Roma) findet diese fruchtbare Konstellation 1527 ein Ende. Rosso trifft 1524 in Rom ein und schafft dort Fresken und Tafelbilder, verlagert seine Produktion jedoch bald auf das Gebiet der Druckgrafik, darunter etwa die hier gezeigte Serie der Götter in Nischen (1526) aus der Graphischen Sammlung des Städel Museums. Die Plünderung Roms ist auch für Florenz folgenreich. So vertreibt die Fraktion der Medici-Gegner die Familie aus der Stadt und ruft die Republik aus. Doch im Herbst 1529 beginnt die Belagerung der Stadt durch kaiserliche Truppen, denen sich die Republik Florenz 1530 ergeben muss. Diese Zeit politischer wie auch gesellschaftlicher Umwälzungen ist eine der kreativsten und produktivsten Perioden der Florentiner Malerei. Beispielhaft dafür stehen in der Ausstellung Hauptwerke dieser Phase, etwa Andrea del Sartos Opferung Isaaks (um 1529/30, Museo del Prado, Madrid) oder Bronzinos Heiliger Sebastian (um 1528/29, Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid). Die stadtgeschichtlichen Ereignisse der Zeit spiegeln sich auch in den vier verschiedenen Versionen des Motivs Martyrium der Zehntausend (um 1522–30) von Pontormo, Bronzino und Perino del Vaga wider, welche in der Ausstellung erstmals an einem Ort zusammengeführt werden.
Das folgende Kapitel widmet sich dem Aufstieg Bronzinos zum führenden Porträtmaler in Florenz unter dem ersten Herzog Alessandro de’ Medici. Im Mittelpunkt steht dabei Bronzinos fulminantes Bildnis einer Dame in Rot (Francesca Salviati?) im Städel (um 1533), ein Schlüsselwerk der Florentiner Porträtmalerei. Der Entstehung dieses neuen Bildtypus des monumentalen, repräsentativen Damenbildnisses geht die Ausstellung erstmals nach und versammelt um das Bildnis einer Dame in Rot eine Reihe eng verwandter Frauenporträts.
Der Auftakt der zweiten Ausstellungsetage widmet sich dem sogenannten „Paragone“ – dem Rangstreit zwischen den Gattungen Malerei und Skulptur, der in den 1540er-Jahren in der Florentiner Kunstszene diskutiert wurde. Pontormos monumentales Gemälde Venus und Amor (um 1533, Galleria dell’Accademia, Florenz), das ebenfalls erstmals außerhalb von Florenz gezeigt werden kann, führt der Künstler nach dem Entwurf Michelangelos aus. Die skulpturale Anmutung der Körperdarstellung wird hier regelrecht zum künstlerischen Argument in der Paragone-Debatte. Auch die Architektur des Florentiner Manierismus wetteifert mit der Bildhauerei: So nimmt die Treppe in Michelangelos Treppenhaus der Biblioteca Laurenziana (1524–59) skulpturale Formen an. Ein für die Ausstellung angefertigtes monumentales Modell im Maßstab von ca. 1:3 vermittelt einen Eindruck von der spielerischen Eleganz dieses Bauwerks.
Im Jahr 1539 wird Bronzino Hofmaler des neuen Herzogs Cosimo I. de’ Medici; dies wird im zweiten Raum dieses Ausstellungsteils thematisiert. Er porträtiert den Herzog, dessen Gemahlin Eleonora di Toledo und ihre Kinder in einer ganzen Bilderserie. Bronzino prägt in jener Zeit maßgeblich die Gattung des höfischen Kinderbildnisses, wie das Bildnis des Garzia de’ Medici (um 1550, Museo del Prado, Madrid) veranschaulicht. Daneben setzt er mit der Freskenausstattung von Eleonoras Privatkapelle im Palazzo Vecchio sowie mit religiösen Tafelbildern neue Maßstäbe für die Hofkunst in Florenz. 1546 lässt Cosimo I. eine Manufaktur für Tapisserien einrichten und beauftragt Bronzino mit dem Entwurf monumentaler Bildteppiche, die sich in Form von komplexen Allegorien der Herrschaft des Herzogs widmen. Gezeigt werden die erste dieser Tapisserien, die sogenannte Dovizia (1545, Galleria del Costume, Florenz), und mehrere Entwurfszeichnungen.
Abschließend widmet sich die Ausstellung dem vornehmlich als Kunstschriftsteller und Architekten bekannten Giorgio Vasari, den sie als bedeutenden Maler und Zeichner vorstellt. Ab 1555/56 führt Vasari als Hofmaler zahlreiche Freskendekorationen im Palazzo Vecchio aus, die er in Zeichnungen eingehend vorbereitet. In dieser Phase entstehen auch einige seiner eindrucksvollsten Tafelbilder wie die Toilette der Venus (um 1558, Staatsgalerie Stuttgart). Sein schriftstellerisches Hauptwerk ist die zweite Auflage seiner Künstlerviten von 1568, die erste umfassende Geschichte der italienischen Kunst von Giotto bis zu Vasari selbst. Neben den Lebensbeschreibungen verschiedener Florentiner Manieristen beinhalten die Viten auch die früheste theoretische Reflexion über die Kunst der „maniera“. Im Schlusskapitel der Ausstellung wird zudem Pontormos Tagebuch aus der Nationalbibliothek in Florenz präsentiert, das als eines der frühesten erhaltenen Künstlertagebücher einen authentischen Einblick in Werkprozess und Lebensalltag des Florentiner Malers gewährt.
Maniera. Pontormo, Bronzino und das Florenz der Medici
Kurator: Dr. Bastian Eclercy, Sammlungsleiter italienische, französische und spanische Malerei vor 1800, Städel Museum.
Ausstellungsdauer: 24. Februar bis 5. Juni 2016.
Pressevorbesichtigung: Dienstag, 23. Februar 2016, 11.00 Uhr.
Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de, Telefon +49(0)69-605098-0, Fax +49(0)69-605098-111.
Besucherdienst: Telefon +49(0)69-605098-232, besucherdienst@staedelmuseum.de.
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main.
Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do + Fr 10.00–21.00 Uhr.
Sonderöffnungszeiten: 25., 27., 28.3. 10.00–18.00 Uhr, 1.5., 5.5., 15.5., 16.5., 17.5. 10.00–18.00 Uhr, 26.5. 10.00–18.00 Uhr.
Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 12 Euro, Familienkarte 24 Euro; freier Eintritt für Kinder bis zu 12 Jahren; Kombipreis Eintritt + Führung 16 Euro (nur online buchbar); Gruppen ab 10 Personen: ermäßigter Eintrittspreis pro Person. Für Gruppen ist vorab eine Anmeldung unter Telefon +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich.
Early-Bird-Ticket: Die ersten 1.000 Online-Tickets sind zum Vorzugspreis von 10 Euro statt regulär 14 Euro buchbar unter tickets.staedelmuseum.de.
Kartenvorverkauf: tickets.staedelmuseum.de.
Rahmenprogramm:
Begleitend zur Ausstellung findet ein umfassendes Rahmenprogramm statt. Höhepunkte sind unter anderem:
Standpunkte zur Kunst:
Do. 10.3., 19.00 Uhr: Prof. Dr. Johannes Myssok (Düsseldorf), „Der Manierismus – Triumph der Malerei? Skulptur in Florenz 1500-1600“. Der Vortrag führt grundlegend in die Skulptur des Florentiner Manierismus ein und erweitert damit den Rahmen der Ausstellung, in der vor allem der Wettstreit zwischen Bildhauerei und Malerei thematisiert wird;
Do. 14.4., 19.00 Uhr: Prof. Dr. Gerd Blum (Münster), „Giorgio Vasari – Erfinder der Renaissance“. Ausgehend von seiner 2011 erschienenen Vasari-Biografie stellt Blum Giorgio Vasari als Künstler und Kunsttheoretiker vor, der die allgemeine Vorstellung von einer „Renaissance“ der Kunst maßgeblich geprägt hat.
Katalog: Zur Ausstellung erscheint im Prestel Verlag ein umfassender, von Bastian Eclercy herausgegebener Katalog mit einem Vorwort von Max Hollein und Beiträgen von Hans Aurenhammer, Nicholas Scott Baker, Katharina Bedenbender, Anne Bloemacher, Gerd Blum, Ralf Bormann, Matteo Burioni, Heiko Damm, Bastian Eclercy, Chris Fischer, David Franklin, Dennis Geronimus, Sefy Hendler, Theresa Holler, Heidi J. Hornik, Fabian Jonietz, Adela Kutschke, Johannes Myssok, Susanne Pollack, Susanne Thürigen und Linda Wolk-Simon. Deutsche und englische Ausgabe, 304 Seiten, 39,90 Euro (Museumsausgabe).
Begleitheft: Es erscheint ein Begleitheft in deutscher Sprache, 40 Seiten, 7,50 Euro.
Digitorial: Das Digitorial wird ermöglicht durch die Aventis Foundation. Design und Programmierung: Scholz & Volkmer. Es ist ab Mitte Februar 2016 abrufbar unter maniera.staedelmuseum.de.
Städel App: Die Städel App wird gefördert von der FAZIT-STIFTUNG. Die App ist für Android- und iOS-Smartphones optimiert und bietet mit Beginn der Ausstellung die Audiotour für 0,99 Euro zum Download auf das Smartphone.
Audiotour: Die Audiotour wird von Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der ZEIT, gesprochen. Deutsch und Englisch, 4 Euro, zwei Audioguides für 7 Euro. Eine Audiotour auf Deutsch speziell für Kinder ist kostenfrei erhältlich.
Social Media: Das Städel Museum kommuniziert die Ausstellung in den sozialen Medien mit den Hashtags #maniera und #staedel.
Überblicksführungen durch die Ausstellung: Di 15.00 Uhr, Mi 13.00 Uhr, Do 18.00 Uhr, Fr 19.00 Uhr, Sa 16.00 Uhr, So 11.00 Uhr sowie Fr. 25.3., Mo 28.3., Do 5.5., Mo 16.5., Do 26.5. 16.00 Uhr. Tickets für die Überblicksführungen sind für 4 Euro ab zwei Stunden vor Führungsbeginn (So ab 10.00 Uhr) an der Kasse erhältlich oder vorab zum Vorteilspreis für 16 Euro (Eintritt und Führung) online unter tickets.staedelmuseum.de bestellbar. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Gefördert durch: Sparkassen-Finanzgruppe, vertreten durch den Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, die Deutsche Leasing und die Frankfurter Sparkasse; Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH.
Medienpartner: Süddeutsche Zeitung; Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main
Mobilitätspartner: Deutsche Bahn AG
Kulturpartner: hr2-kultur
Veranstaltungsprogramm Februar 2016
In seinem 2015 gefeierten Jubiläumsjahr verzeichnet das Städel Museum mit 651.036 Besuchern die größte Publikumsresonanz in der 200-jährigen Geschichte von Deutschlands ältester bürgerlicher Museumsstiftung. Damit gehört das Städel eindeutig zu den bestbesuchten Kunstmuseen in Deutschland. Mit zusätzlich 273.763 Besuchern in der Schirn Kunsthalle Frankfurt und 56.933 Besuchern in der Liebieghaus Skulpturensammlung verbuchten die drei von Max Hollein geleiteten Frankfurter Kulturinstitutionen 2015 insgesamt 981.732 Besuche.
Das Städel Museum begeisterte in seinem Jubiläumsjahr Gäste aus dem In- und Ausland mit groß angelegten Sonderausstellungen wie „Monet und die Geburt des Impressionismus“, einer Schau zur deutschen Malerei der 1980er-Jahre, „Dialog der Meisterwerke“ (noch bis 24. Januar 2016) sowie Ausstellungen zu Jean-Jacques de Boissieu und William Hogarth. Das bislang besucherstärkste Ausstellungsjahr in der Geschichte des Städel war 2012 (447.395 Besucher), gefolgt von den Jahren 2014 (423.704) und 2013 (402.007). Die ungebrochene Relevanz des Städel Museums zeigte sich ebenfalls anhand des stark frequentierten Vermittlungsprogramms: Über 1.200 öffentliche Führungen für alle Altersgruppen, mehr als 850 Workshops, zwei international besetzte Symposien sowie zahlreiche Veranstaltungen – von Vorträgen, dem Sommerkino und dem Club Monet über das Bürgerfest bis zu einem großen Social-Media-Event – konnten erfolgreich umgesetzt werden. Doch nicht nur innerhalb des physischen Museumsgebäudes, sondern auch weit darüber hinaus ist es dem Städel Museum mit seiner groß angelegten Digitalen Erweiterung gelungen, zahlreiche Menschen für Kunst und Kultur zu begeistern und den Bildungsauftrag der 1815 gegründeten Stiftung mit einem völlig neuen Radius einzulösen. Die neu entwickelten Kommunikations- und Vermittlungsangebote wurden 2015 mit zehn Fachpreisen ausgezeichnet – vom Grimme Online Award für die Digitorials bis zur Auszeichnung als bestes Programm des Jahres für das Städel-Game Imagoras.
Max Hollein, Direktor des Städel Museums, zeigt sich über die Ereignisse im Jubiläumsjahr hoch erfreut: „Das ist ein außergewöhnlicher Erfolg in einem außergewöhnlichen Jahr. Obwohl die Reputation einer Kulturinstitution auf vielen unterschiedlichen Faktoren beruht, spiegeln die diesjährigen Besucherzahlen – im Museum und im digitalen Raum – die außerordentliche Lebendigkeit und die ungebrochene Relevanz des Museums wider. 200 Jahre nach der Museumsgründung konnten wir den Wirkungskreis des Hauses auf ein ganz neues Niveau heben.“
Prof. Dr. h. c. mult. Nikolaus Schweickart, Vorsitzender der Administration des Städelschen Kunstinstituts, ist von der vielfältigen Resonanz begeistert: „Das Städel Museum präsentiert sich als bedeutendes Zentrum kunstwissenschaftlicher Forschung, die zielgruppenspezifisch vermittelt wird und den Stiftungsgedanken von Johann Friedrich Städel auf besondere Weise mit Leben erfüllt. Das Museum hat sich einmal mehr als identitätsstiftendes Zentrum für viele unterschiedliche Gruppen der Gesellschaft erwiesen und konnte in seinem Jubiläumsjahr auf beachtliche Weise verdeutlichen, wie die ursprüngliche Idee der Bürgerstiftung traditionsbewusst wie zeitgemäß fortgeschrieben werden kann.“
Erfolg für digitale Kommunikations- und Vermittlungsinitiativen
Auch im Netz feierte das Städel Museum im Jahr 2015 Rekorde. Vor allem gelang es, den Bildungsauftrag des Hauses auf innovative Weise digital zu erweitern und immer wieder neue Zielgruppen für die Beschäftigung mit Kunst und Kultur zu begeistern. So verzeichneten die für drei Sonderausstellungen konzipierten Digitorials, die multimedial in Ausstellungsinhalte einführen, allein im vergangenen Jahr insgesamt über 288.000 Seitenaufrufe. Die 2015 entwickelte Städel App wurde bereits über 33.000 Mal heruntergeladen. Das Appgame für Kinder Imagoras – Die Rückkehr der Bilder überzeugt seit seinem Release nicht nur mit konstant hohen Nutzerzahlen in der Zielgruppe der Acht- bis Zwölfjährigen, sondern lässt die Spielfans auch in die Kunstwelten des Museums eintauchen. Die als Beta-Version veröffentlichte Städel Digitale Sammlung versammelt bereits mehr als 900 Werke und bietet einen neuartigen Zugang zu den Beständen. Derzeit arbeitet das Städel Museum gemeinsam mit der Leuphana Universität Lüneburg an einem neuartigen multimedialen Onlinekurs zur Kunst von 1750 bis in die Gegenwart („Kunstgeschichte Online – der Städel Kurs zur Moderne“), der im Frühjahr 2016 online gehen soll. Auch die Auftritte des Museums in den sozialen Netzwerken erfuhren im Jubiläumsjahr enormen Zuspruch. So wuchs im Vergleich zum vergangenen Jahr der jüngste Kanal im Social-Media-Bereich des Städel – der Instagram-Account – von 993 auf 5.120 Follower, während die Zahl der Fans des Facebook-Kanals um 63 Prozent auf nunmehr 40.427 Fans zunahm. 12.723 User folgen dem Museum auf Twitter. Derzeit arbeitet das Museum u.a. an einem neuen Format für Periscope.
Ausblick 2016
Auch in diesem Jahr erwarten die Besucher der drei Frankfurter Kulturinstitutionen zahlreiche Höhepunkte. Als nächste Sonderausstellung zeigt das Städel Museum ab 24. Februar mit „Maniera. Pontormo, Bronzino und das Florenz der Medici“ herausragende Maler des Florentiner Manierismus wie Andrea del Sarto, Pontormo, Rosso und Bronzino. Zu weiteren Glanzpunkten im Ausstellungsreigen zählen im Städel unter anderem eine große Georg-Baselitz-Einzelausstellung sowie eine Sonderausstellung zum Kampf der Geschlechter.
Die vollständigen Jahresprogramme können online eingesehen werden:
Zum Städel-Newsroom
Zum Schirn-Newsroom
Liebieghaus-Pressebereich
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de,
Telefon +49(0)69-605098-0, Fax +49(0)69-605098-111.
Besucherdienst: Telefon +49(0)69-605098-232, besucherdienst@staedelmuseum.de.
Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do + Fr 10.00–21.00 Uhr.
Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 12 Euro, Familienkarte 24 Euro; freier Eintritt für Kinder bis zu 12 Jahren; Gruppen ab 10 Personen: ermäßigter Eintrittspreis pro Person. Für Gruppen ist vorab eine Anmeldung unter Telefon +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich.
Kartenvorverkauf: tickets.staedelmuseum.de.
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