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Sammlungsbereich Gegenwartskunst

31.10.2015

Sammlungsbereich Gegenwartskunst

31.10.2015

KULTURGESPRÄCH, SOUNDWALK UND HÖRSPIEL-LESUNG: DEUTSCHLANDFUNK ZU GAST IM STÄDEL 29.10.2015

Am Freitag, 6. November 2015, laden das Städel Museum und Deutschlandfunk ab 18.30 Uhr zu einem Abend voller auditiver Eindrücke. In einem von Stefan Koldehoff moderierten Kulturgespräch mit Christina Végh (Direktorin kestnergesellschaft), Isabel Pfeiffer-Poensgen (Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder) und Max Hollein (Direktor Städel Museum) werden Fragen zum bürgerschaftlichen Engagement und der Lage der Museen diskutiert. Im Anschluss führt der Städel Soundwalk Besucher auf eine eigenwillige und eigenständige Route durch die Sammlung: Aus Anlass des 200. Städel Geburtstages haben Künstler-Musiker, wie Johannes Kreidler, Schorsch Kamerun oder Gabi Schaffner die Sammlungsräume des Museums zum Klingen gebracht. Durchsagen des Sicherheitspersonals, Klänge aus der Vergangenheit, wahre und halbwahre Geschichten rund um die Kunst, das Haus und die mit ihm verbundenen Menschen sind zu hören. Jim Avignon wird den Soundwalk mit einer Performance im Metzler-Saal eröffnen. Den Abschluss des Abends bildet eine Lesung von der Lyrikerin Sabine Scho, die derzeit ein Hörspiel entwickelt, das sich mit Farben beschäftigt und dabei auch Werke aus dem Städel Museum in akustische Erfahrungen verwandelt. Der Eintritt ist im regulären Eintrittspreis des Städel enthalten, um Anmeldung wird gebeten unter info@staedelmuseum.de oder +49(0)69-605098-200.

Programm
18.30 Uhr (Metzler-Saal)
Kulturgespräch „Zu Fragen bürgerschaftlichen Engagements“
Mit Christina Végh (Direktorin kestnergesellschaft), Isabel Pfeiffer-Poensgen (Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder), Max Hollein (Direktor Städel Museum, Schirn Kunsthalle Frankfurt und Liebieghaus Skulpturensammlung)
Moderation: Stefan Koldehoff

200 Jahre Städel bedeuten auch 200 Jahre bürgerschaftliches Engagement für die Gesellschaft – denn anders als viele andere Kunsthäuser ist das Städel Museum keine höfische Gründung oder kommunal unterhaltene Einrichtung: Es ist nach wie vor ein Bürgermuseum, dass von einem breiten mäzenatischen Engagement getragen wird und sich zu über 85 Prozent aus privaten Geldern finanziert. Zentrale Fragen, die in diesem Gespräch diskutiert werden, sind: Wie lässt sich der Anspruch des bürgerlichen Engagements angesichts veränderter Rahmenbedingungen aufrechterhalten? Wie wahrt die Institution auf der einen Seite ihre Möglichkeiten, auf der anderen Seite aber auch ihre Unabhängigkeit – beispielsweise von Sammler- und Sponsoreninteressen? Wo verläuft der schmale Grat zwischen Bildungsinstitut und öffentlicher Einrichtung?

19.15 Uhr (Metzler-Saal)
Städel – Der Soundwalk. Durchs Museum in 8 Tracks
Einführung: Tina Klopp
Eröffnung des Städel Soundwalks mit Audioguide DJ Jim Avignon

Zum 200. Geburtstag des Städel Museums gratuliert der Deutschlandfunk mit einem Audioguide. Darin bringen Künstler-Musiker die Sammlungsräume des Städel auf unterschiedlichste Weise zum Klingen. Durchsagen des Sicherheitspersonals, Klänge aus der Vergangenheit, wahre und halbwahre Geschichten rund um die Kunst, das Haus und der mit ihm verbundenen Menschen sind zu hören. Am Ende entsteht ein Soundwalk, der den Besucher auf einer eigenwilligen Route durch die Sammlung führt. Der Audioguide wird so selbst zu einem kollektiven Kunstwerk, das mit der Wahrnehmung von Zeit und Raum spielt und zugleich als imaginative Klangreise im Radio funktioniert. Track 1: In einem Garten, Frau Kraushaar; Track 2: Petersburger Hängung, Jim Avignon; Track 3: Allegorie der Künste, Schorsch Kamerun; Track 4: Der Goethe, Die Buben im Pelz; Track 5: Die Gemäldeakustikerin, Gabi Schaffner; Track 6: Schwarze Romantik, Beißpony; Track 7: Der Vorhang, Johannes Kreidler; Track 8: Unter dem Garten, Mark Schröppel.
Die Audioguides sind im Metzler-Foyer erhältlich.

20.15 Uhr (Metzler-Saal)
„farben“
Gespräch und Lesung mit Sabine Scho zum Deutschlandfunk-Hörspielprojekt
Moderation: Sabine Küchler

Wie verhalten sich Sehsinn und Hörsinn zueinander? Wie könnte ein Hörspiel klingen, das sich mit Farben beschäftigt und visuelle Erlebnisse zu akustischen Erfahrungen macht? Was passiert, wenn die „Gegenstandsgewissheit” des Gemäldes aufbricht und die Farbe übernimmt? Wenn Farben selbst zu schillernden Begriffen gelangen wie mindful gray oder atomic tangerine, noch bevor mit ihnen ein Bild gemalt wird? Für das Jahr 2016 entsteht ein Hörspiel mit der Lyrikerin Sabine Scho im Deutschlandfunk, das sich mit „farben“ beschäftigt. Dazu unternahm die Lyrikerin einen Rundgang durch die Sammlung des Städel Museums, u.a. zu Gustave Courbets Die Woge (1869) und zu dem mittlerweile weltberühmten Paradiesgärtlein (um 1410-1420) eines oberrheinischen Meisters.

KULTURGESPRÄCH, SOUNDWALK UND HÖRSPIEL-LESUNG: DEUTSCHLANDFUNK ZU GAST IM STÄDEL
Termin: Freitag, 6. November 2015, ab 18.30 Uhr
Öffnungszeiten: Einlass ab 18.00 Uhr, Beginn 18.30 Uhr
Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de, Telefon +49(0)69-605098-0, Fax +49(0)69-605098-111
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Eintritt: Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten, Anmeldungen unter info@staedelmuseum.de
Kartenvorverkauf: tickets.staedelmuseum.de

Medienpartner: Deutschlandfunk

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Passavant-Kolloquium: Aus der Nähe betrachtet. Bilder am Hochaltar und ihre Funktionen im Mittelalter 28.10.2015

Das Städel Museum richtet am 13. und 14. November 2015 ein international besetztes Kolloquium aus. Unter dem Titel „Aus der Nähe betrachtet. Bilder am Hochaltar und ihre Funktionen im Mittelalter“ sprechen 17 Gastredner auf der wissenschaftlichen Fachtagung. Ausgangspunkt des Kolloquiums ist das wandelbare Retabel aus der Kirche des Prämonstratenserinnenklosters in Altenberg an der Lahn. Seit ca. 1330 schmückte es als Ausstattungskernstück den Hauptaltar der zwischen 1260 und 1270 errichteten Kirche. Die Flügel des Altarretabels gingen bereits 1925 in die Städelsche Sammlung über und gehören seitdem zum herausragenden Bestand der frühen deutschen Malerei des Museums. 2014 gelangte der dem Retabel zugehörige, ursprüngliche Altarschrein aus Schloss Braunfels als Leihgabe ins Städel. Seitdem wird er dort wissenschaftlich analysiert. Das Altenberger Altarretabel ist aktuell bereits eines der Exponate der groß angelegten Sonderausstellung „Dialog der Meisterwerke. Hoher Besuch zum Jubiläum“. Anlässlich dieser Zusammenführung und anknüpfend an die jüngsten Forschungen von Stefanie Seeberg zum Ensemble der Altenberger Hochaltarausstattung sowie der jüngsten Entdeckung einer ursprünglichen Seiten- und Rückwandbemalung des Schreinkastens widmet das Städel Museum sein diesjähriges Passavant-Kolloquium dem mittelalterlichen Hochaltarbild.

Die Veranstaltung findet im Metzler-Saal des Städel Museums statt. Der Teilnehmerbeitrag ist im Eintrittspreis des Museums enthalten. Um Anmeldung unter +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de wird gebeten.

Das Passavant-Kolloquium wird ermöglicht durch die großzügige finanzielle Unterstützung eines privaten Förderers. Die Reihe der wissenschaftlichen Johann David Passavant-Kolloquien wie die Verleihung des Johann David Passavant-Preises an herausragende kunsthistorische Forschung finden seit 1996 in regelmäßigen Abständen am Städel Museum und der Liebieghaus Skulpturensammlung statt.

Der Fokus der diesjährigen Fachtagung liegt auf Bildern und Inschriften am Hochaltar. Diese waren, wie neue Funde am Altenberger Retabel nahelegen, offensichtlich dafür konzipiert, bei näherem Herantreten oder Umschreiten des Altares gesehen zu werden. Das Kolloquium widmet sich daher Fragen zur Zugänglichkeit des Chor- und Altarbereichs sowie zur zeitgenössischen, Gattungsgrenzen überschreitenden Rezeption, insbesondere bemalter Retabelrückseiten. Die Erkenntnisse des Passavant-Kolloquiums werden im Rahmen der Ausstellung „Schaufenster des Himmels. Der Altenberger Altar und seine Bildausstattung“, die vom 15. Juni bis zum 25. September 2016 im Städel Museum zu sehen sein wird, aufgegriffen und vertieft werden.

PROGRAMM FÜR FREITAG, 13. NOVEMBER 2015

9.45 Uhr: Begrüßung und Einführung durch Jochen Sander und Stefanie Seeberg

Das Altenberger Altarretabel (I)
10.00 Uhr: Stefanie Seeberg (Köln): Der Altenberger Hochaltar um 1330: Seine Ausstattung im medialen und funktionalen Kontext
10.45 Uhr: Christiane Weber (Frankfurt/Wiesbaden): Ergebnisse der gemäldetechnologischen Untersuchung des Altenberger Altars
11.30 Uhr: Jochen Sander (Frankfurt): Zur nachmittelalterlichen Nutzung des Altenberger Altarretabels

12.30–14.30 Uhr: Mittagspause

Das Altenberger Altarretabel (II)
14.30 Uhr: Angela Kappeler-Meyer (Marburg): Die Außenseiten der Altenberger Altarretabelflügel
15.15 Uhr: Fabian Wolf (Frankfurt): Aus der Nähe betrachtet. Ergänzende Überlegungen zum Bildprogramm des Altenberger Retabels aus kunsthistorischer und frömmigkeitsgeschichtlicher Sicht

16.00–16.30 Uhr: Pause

Die Zugänglichkeit des Chor- bzw. Altarbereichs und die Nutzungsmöglichkeiten von Retabelrückseiten
16.30 Uhr: Christian N. Opitz (London/Wien): „...warum in der gothischen Zeit auch die Rückseiten der Altäre mit Bildern geschmückt worden seyen...“ – Neue Antworten auf eine alte Frage
17.15 Uhr: Stephan Kemperdick (Berlin): Außerliturgische Wandlungen. Die Zugänglichkeit von Retabeln außerhalb des Gottesdienstes
18.00 Uhr: Johannes Tripps (Leipzig): Flügel in Retabelrückseiten. Eine Bestandsaufnahme und sich erhebende Fragen

Öffentlicher Abendvortrag
19.30 Uhr: Thomas Lentes (Münster): Liturgie und Bild im Mittelalter

PROGRAMM FÜR SAMSTAG, 14. NOVEMBER 2015

Fallbeispiele (I)
09.00 Uhr: Xenia Stolzenburg (Marburg): In, um und auf dem Hochaltar der Elisabethkirche in Marburg
09.45 Uhr: Gerhard Weilandt (Greifswald): Das Hochaltarretabel im Kontext der Chorausstattung des Doberaner Münsters

10.30–10.45 Uhr: Pause

10.45 Uhr: Peter Knüvener (Hannover): Hochkunst im Neusiedelland. Überlegungen zur Altarausstattung um 1300 im Brandenburger und im Havelberger Dom
11.30 Uhr: Susanne Wittekind (Köln): „Miserere mei deus“ – Überlegungen zur Umgestaltung des Klosterneuburger Ambos in ein Flügelretabel

12.30–14.00 Uhr: Mittagspause

Blick über den Tellerrand
14.00 Uhr: Jörg Widmaier (Tübingen): Das Gotländische Altarensemble. Der Hochaltar im Kontext seines Kirchenraumes
14.45 Uhr: Victor M. Schmidt (Utrecht): Polyptychon vs. Flügelretabel. Zur Herausbildung zweier Altartypen im 14. Jahrhundert

15.15–15.45 Uhr: Pause

Fallbeispiele (II)
15.45 Uhr: Matthias Weniger (München): Graffiti als Zeugen der Kirchenraumnutzung
16.30 Uhr: Iris Grötecke (Passau/Köln): Nahsicht und Fernwirkung: Schrift, Zeichen und Pseudo-Heraldik am Wildunger Retabel

17.15 Uhr: Abschlussdiskussion

PASSAVANT-KOLLOQUIUM: AUS DER NÄHE BETRACHTET. BILDER AM HOCHALTAR UND IHRE FUNKTIONEN IM MITTELALTER

Projektleitung: Prof. Dr. Jochen Sander, Sammlungsleiter Deutsche, Holländische und Flämische Malerei vor 1800 am Städel Museum
Termin: Freitag, 13. November 2015, ab 9.45 Uhr; Samstag, 14. November 2015, ab 9.00 Uhr
Eintritt: Der Teilnehmerbeitrag ist im Eintrittspreis des Museums enthalten.
Anmeldung: info@staedelmuseum.de oder 069-605098-200
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de, Telefon +49(0)69-605098-0, Fax +49(0)69-605098-111

Die Veranstaltung wird ermöglicht durch einen privaten Förderer.

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Veranstaltungsprogramm November 2015 13.10.2015

Veranstaltungsprogramm November 2015

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Geburtstagsgeschenk an das Städel: Museum erhält bedeutende Arbeit von Cindy Sherman und Richard Prince 5.10.2015

Anlässlich seines 200-jährigen Jubiläums erhält das Frankfurter Städel Museum ein großzügiges Geschenk aus der renommierten DZ Bank Kunstsammlung für zeitgenössische Fotografie: Die Gemeinschaftsarbeit von Richard Prince (geb. 1949) und Cindy Sherman (geb. 1954) Untitled (Richard Prince and Cindy Sherman) (1980) aus der Serie Double Portrait bereichert ab sofort die Abteilung Gegenwartskunst im Städel. Die 1980 entstandene Fotoarbeit ist ein Portrait-Diptychon der beiden US-amerikanischen Künstler, die sich in gleicher Pose, mit gleichem Anzug und Perücke abgelichtet haben. Das Werk ist einer der frühesten künstlerischen Beiträge zur aufkommenden Genderdiskussion in den 1980er-Jahren und eine zentrale Arbeit im Oeuvre von Sherman, die sich konzeptuell mit wesentlichen Fragen zu Identität, Rollenbild oder Sexualität auseinandersetzt. Die Arbeit ergänzt im Städel das bereits bestehende Konvolut zeitgenössischer Fotografie aus der DZ Bank Kunstsammlung, welches 2008 im Rahmen der Erweiterung des Städel Museums ans Haus gekommen ist. Die aktuelle Übergabe markiert damit einen weiteren Höhepunkt in der langjährigen Partnerschaft zwischen dem Städel Museum und der DZ Bank.

Das zweiteilige Doppelportrait zeigt zwei androgyn wirkende Personen in fast identischer Aufmachung und Pose. Beide tragen einen schwarzen Anzug und Krawatte, markante Perücken und sind stark geschminkt. Sie halten die jeweils rechte Hand in Höhe des Mundes und imitieren eine klassische Denkerpose. Das Ergebnis der Kollaboration von Cindy Sherman und Richard Prince steht ganz im Zeichen einer introvertierten Androgynität (und heimlichen Zärtlichkeit). Beide sind die Autoren des jeweils anderen. Daher kann die Darstellung weniger als Paarbildnis als vielmehr als Allegorie des „cross-dressing“ und „gender-crossing“ gelesen werden, in der Geschlecht nichts anderes als Maskerade zu sein scheint.

Die 1954 in New Jersey, USA, geborene Cindy Sherman zählt zu den wichtigsten Künstlerinnen ihrer Generation. Das Museum of Modern Art (MoMA) zeigte 2012 eine groß angelegte Retrospektive zum Werk der in New York lebenden Sherman. Berühmt wurde sie mit ihren zwischen 1976 und 1980 entstandenen Film Stills, in denen Sherman sich selbst mit äußerster Präzision und großem Aufwand als 69 verschiedene, klischeehafte Frauentypen inszenierte und damit den männlichen Blick und die mediale Stereotypisierung des (keineswegs nur weiblichen) Menschenbildes in Hollywood-Produktionen thematisierte. In folgenden Werkreihen realisierte Sherman – vorzugsweise am eigenen Körper – eine Vielfalt von Arbeiten, in der die Frau als Projektionsfläche unterschiedlicher Fiktionen dient. Neben Untitled (Richard Prince and Cindy Sherman), Double Portrait (1980) besitzt das Städel zwei Film Stills von 1980, Ohne Titel #77 und Ohne Titel #78, die ebenfalls Teil der DZ Bank Kunstsammlung im Städel Museum sind.

DZ Bank und Städel
Das Frankfurter Städel Museum und die DZ Bank verbindet eine lange Partnerschaft, die immer wieder neue Wege in der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Kultur beschritten hat. Im Vorfeld der baulichen Erweiterung erhielt das Städel Museum 2008 ein Konvolut von 220 Werken der zeitgenössischen Fotografie aus der DZ Bank Kunstsammlung. Die Zuwendung anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Bank umfasste Werke und Werkkomplexe von 76 Fotokünstlerinnen und -künstlern, darunter Arbeiten von Richard Avedon, Olafur Eliasson, Gilbert & George, Nan Goldin, Andreas Gursky, Robert Mapplethorpe, Thomas Ruff, Cindy Sherman, Katharina Sieverding, Thomas Struth und Hiroshi Sugimoto und bildete die Grundlage für den neuen Sammlungsschwerpunkt „Fotografie“ im Städel Museum. Darüber hinaus steht die DZ Bank dem Städel Museum als Förderer zur Seite: sei es als Sponsor der ersten Fotografie-Ausstellung am Städel, „REAL“ (2008), oder zuletzt mit einer Förderung der Digitalen Erweiterung des Museums. Aktuell unterstützt die DZ Bank im Städel Museum die Sonderausstellung „Dialog der Meisterwerke. Hoher Besuch zum Jubiläum“ (7. Oktober 2015 bis 24. Januar 2016) als Corporate Sponsor.

Bildangaben
Richard Prince (1949) und Cindy Sherman (1954)
„Untitled (Richard Prince and Cindy Sherman)“, 1980
aus der Serie „Double Portrait"
Farbfotografie
2-teilig
je 50 x 80 cm
DZ Bank Kunstsammlung im Städel Museum, Frankfurt am Main
© Richard Prince und Cindy Sherman

Städel Museum

Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de, Telefon +49(0)69-605098-0, Fax +49(0)69-605098-111
Besucherdienst: +49(0)69-605098-232, besucherdienst@staedelmuseum.de

Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So, 10.00–18.00 Uhr; Do, Fr 10.00–21.00 Uhr; montags geschlossen
Sonderöffnungszeiten: 3.10.2015, 10.00–18.00 Uhr; 24.12.2015 geschlossen; 25.12.2015, 10.00–18.00 Uhr; 26.12.2015, 10.00–18.00 Uhr; 28.12.2015 10.00–18.00 Uhr; 31.12.2015 geschlossen; 1.1.2016, 11.00–18.00 Uhr; 4.1.2016, 10.00–18.00 Uhr

Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 12 Euro, Familienkarte 24 Euro; freier Eintritt für Kinder unter 12 Jahren; Gruppen ab 10 Personen: ermäßigter Eintrittspreis pro Person. Für Gruppen ist eine Anmeldung unter +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich.
Kartenvorverkauf: tickets.staedelmuseum.de

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Presseinformation: John Baldessari. The Städel Paintings 24.9.2015

Zum krönenden Abschluss des Jubiläumsjahres „200 Jahre Städel“ präsentiert das Frankfurter Städel Museum vom 5. November 2015 bis zum 24. Januar 2016 eine Einzelausstellung des international renommierten US-Künstlers John Baldessari (*1931). Für „John Baldessari. The Städel Paintings“ hat der Künstler, der zu den einflussreichsten der Gegenwart zählt, insgesamt 16 neue Werke geschaffen, die sich explizit auf die 700 Jahre europäische Kunstgeschichte umfassende Sammlung des Städel Museums beziehen. Als visuelles Material für seine großformatigen Bildcollagen dienten ihm ganz unterschiedliche Arbeiten aus der Städel’schen Sammlung – Meisterwerke oder ungewöhnliche Depot-Fundstücke –, unter anderem von Lucas Cranach d. Ä., Agnolo Bronzino, Dirck van Baburen, Bartolomeo Veneto, Justus Juncker, Erró und Maria Lassnig. Anhand der ausgewählten Sammlungswerke setzt sich der Künstler mit dem Verhältnis von Malerei und Fotografie sowie von Bild und Sprache auseinander. Dabei isoliert er nicht nur spezifische Details der Städel Bilder, sondern übermalt diese Details partiell und kombiniert sie mit Texten, die in ihrer Form an Ausschnitte aus Hollywood-Drehbüchern erinnern, zu großen horizontal oder vertikal geteilten Diptychen. Auf diese Weise entsteht ein spannungsreiches und vielschichtiges Gegen- und Miteinander, das alte wie neue Kunst gleichermaßen befragt und mit etablierten Wahrnehmungsmustern bricht. Der Katalog, der begleitend zur Ausstellung auf Deutsch und Englisch erscheint, spannt den Bogen der Schau weiter und ordnet die jüngst entstandene Werkgruppe Baldessaris in das äußerst vielseitige Gesamtwerk dieses bedeutenden Wegbereiters der amerikanischen Konzeptkunst ein.

„Ich könnte mir keinen besseren Abschluss des 200-jährigen Städel Jubiläums vorstellen. Die Tatsache, dass sich John Baldessari, diese Ikone des zeitgenössischen Kunstgeschehens, derart ausführlich unserer Sammlung widmet, unterstreicht die internationale Strahlkraft des Städel und seines Programms. Wir sind sehr stolz, Baldessaris neue Arbeiten nun im Städel Museum zeigen zu können“, kommentiert Städel Direktor Max Hollein.

John Baldessari, 1931 in National City, Kalifornien, geboren, wendet sich in den späten 1960er-Jahren der für seine Kunst charakteristischen Zusammenführung von Bild und Text zu. 1970 beschließt er, alle seine zwischen 1953 und 1966 entstandenen und in seinem Besitz befindlichen Gemälde zu verbrennen, und betitelt die symbolträchtige Aktion als „Cremation Project“. Was auf diese radikale Geste folgt, ist jedoch nicht das Ende seiner künstlerischen Tätigkeit, sondern vielmehr der Neubeginn einer intensiven Bildproduktion. Hierbei schöpft Baldessari sowohl aus der zeitgenössischen US-amerikanischen Massenkultur als auch aus dem Kanon der Kunstgeschichte. In seinen Bildern greift er künstlerische Strategien der klassischen Moderne wie Montage oder die Integration von Alltagselementen auf und verbindet diese mit Themen der Nachkriegsavantgarden, etwa den Konsum- und Mediendiskursen. So verwendet er für seine Werke Found Footage aus Filmen und anderen Massenmedien, die er neu kombiniert und teilweise malerisch bearbeitet. Neben Bild und Sprache verknüpft Baldessari Malerei und Fotografie, indem er bereits in seinem Frühwerk mit Fotoemulsion auf Leinwand experimentiert. Durch seine interdisziplinäre Arbeitsweise sowie die Verbindung ganz unterschiedlicher Motivwelten, Medien und Materialien schafft er völlig neue Bedeutungszusammenhänge. John Baldessari wurde unter anderem mit dem Goldenen Löwen der 53. Biennale von Venedig und 2012 dem Kaiserring der Stadt Goslar ausgezeichnet.

„Baldessaris Städel Paintings zeugen von Respekt und Ironie gegenüber der Malereigeschichte gleichermaßen sowie von jener anderen, besseren Welt, die uns die Malerei über Jahrhunderte hinweg versprochen hat – und zugleich können sie nicht anders, als dieser Verheißung zu misstrauen“, so Martin Engler, Kurator der Ausstellung und Sammlungsleiter für Gegenwartskunst im Städel Museum.

Mit der Werkgruppe der 16 Diptychen, die im Rahmen von „John Baldessari. The Städel Paintings“ im Städel Museum gezeigt werden, verhandelt der Künstler grundlegende Fragen zur Entstehung und Rezeption, zum Wert und zur Bewertung von Kunst. Die Arbeit Movie Scripts / Art: Hang in there (2014) zeigt einen Ausschnitt von Agnolo Bronzinos (1503–1572) Bildnis einer Dame mit Schoßhündchen (1537–1540), ein Schlüsselwerk der Sammlung Alte Meister des Städel Museums. Zu sehen ist neben den Händen der Dame lediglich ein Teil des Hündchens, das in ihrem Schoß ruht. Kleine Partien sind monochrom übermalt und stellen so einen abstrakten Gegenpart zum Illusionsraum der Malerei dar. Der kurze Text im Drehbuchstil, der darunter zu lesen ist, bezieht sich auf eine fiktive Sotheby’s-Auktion in New York. Die zwei Protagonisten, Arthur und Hans, sitzen in der VIP-Lounge und konkurrieren um ein Bild; zuletzt hat Arthur 1,2 Millionen Dollar geboten. Hans hält einen Moment inne und fragt seine Begleitung um Rat. Sie erinnert ihn an seine Yacht, die er bereits besitze, und in der er das Bild aufhängen könne.
Für Movie Scripts / Art: I wouldn’t even try (2014) hat John Baldessari ein Fragment aus Idealbildnis einer Kurtisane als Flora (um 1520) von Bartolomeo Veneto (1502–1531) bearbeitet. Der Drehbuchtext in der linken Bildhälfte beschreibt die Autofahrt eines Pärchens in der Nähe von Albuquerque, New Mexico. Sie fahren auf ein riesiges Billboard zu. Die knappe Beschreibung des darauf zu erkennenden Bildes scheint sich unmittelbar auf ein Detail des Veneto-Werks zu beziehen. Im Gespräch merkt die Frau im Auto an, sie wünschte sich, ebenso malen zu können, würde es aber gar nicht erst versuchen. Der Mann entgegnet unumwunden: „I’m thinking about it, baby!“ Klischees über Kunst, Qualität und Handwerk treffen auf ein Symbol der amerikanischen Alltagskultur und auf die verbreitete Annahme, Kunst beruhe allein auf Könnerschaft und künstlerischer Fertigkeit.

Wie diese zwei Werke wirft die gesamte Reihe einen kritischen und pointierten Blick auf die Institutionen und Mechanismen des Betriebssystems Kunst. Thematisiert werden dabei die vielschichtigen und teils absurden kommerziellen Auswüchse in der zeitgenössischen Kunstwelt und ihrem Markt.

Der von Martin Engler herausgegebene und im Hirmer Verlag erscheinende Begleitkatalog zur Ausstellung „John Baldessari. The Städel Paintings“ verortet die im Städel gezeigte Reihe im vielfältigen Œuvre Baldessaris und beleuchtet gleichzeitig entscheidende kunsthistorische und institutionelle Bezüge. Die Publikation stellt diesen herausragenden Vertreter der Konzept- und Medienkunst als eine zentrale Figur vor, die eine wichtige Position in der jüngeren Kunstgeschichte markiert.

Mit der Schau aktueller Bilder von John Baldessari, die auf der Städel’schen Sammlung basieren, fragt das Frankfurter Museum auch nach dem gegenwärtigen Status der Malerei. Als „Malerei-Museum“ schlägt das Städel am Ende seines Jubiläumsjahres so eine Brücke von der Vergangenheit in die unmittelbare Gegenwart und blickt gespannt in die Zukunft.

John Baldessari. The Städel Paintings

Kurator: Dr. Martin Engler (Sammlungsleiter Gegenwartskunst, Städel Museum)
Ausstellungsdauer: 5. November 2015 bis 24. Januar 2016
Pressevorbesichtigung: Mittwoch, 4. November 2015, 11.00 Uhr
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt

Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de,
Telefon +49(0)69-605098-0, Fax +49(0)69-605098-111
Besucherdienst: +49(0)69-605098-232, besucherdienst@staedelmuseum.de

Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So, 10.00–18.00 Uhr; Do, Fr 10.00–21.00 Uhr; montags geschlossen
Sonderöffnungszeiten: 3.10.2015, 10.00–18.00 Uhr; 24.12.2015 geschlossen; 25.12.2015, 10.00–18.00 Uhr; 26.12.2015, 10.00–18.00 Uhr; 28.12.2015 10.00–18.00 Uhr; 31.12.2015 geschlossen; 1.1.2016, 11.00–18.00 Uhr; 4.1.2016, 10.00–18.00 Uhr

Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 12 Euro, Familienkarte 24 Euro; freier Eintritt für Kinder bis zu 12 Jahren; Gruppen ab 10 Personen: ermäßigter Eintrittspreis pro Person. Für Gruppen ist eine Anmeldung unter +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich.
Kartenvorverkauf: tickets.staedelmuseum.de

Katalog: Zur Ausstellung erscheint im Hirmer Verlag ein von Martin Engler herausgegebener Katalog mit Beiträgen von Jana Baumann, Martin Engler, David Salle, Philipp Kaiser, deutsch/englisch, 184 Seiten, ca. 35,00 Euro (Museumsausgabe).

Social Media: Das Städel Museum kommuniziert die Ausstellung in den sozialen Medien mit den Hashtags #baldessari und #staedel.

Überblicksführungen durch die Ausstellung: Do, 19.00 Uhr; So, 14.00 Uhr (die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten)
Sonderführungen auf Anfrage unter: +49(0)69-605098-200, info@staedelmuseum.de
Weitere Programmangebote unter: www.staedelmuseum.de

Medienpartner: Andy Warhol's INTERVIEW Magazin, Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main

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Wild Nite – Städel Museum feiert mit den 80ern durch die Nacht 21.9.2015

Am Samstag, 26. September 2015, lässt das Städel Museum ab 20.00 Uhr die ausschweifenden Nächte der 80er-Jahre wieder aufleben. Anlässlich der Ausstellung „Die 80er. Figurative Malerei in der BRD“ steigt eine Party, die wenig mit Schulterpolstern, Dauerwelle und Neonfarben gemein hat, sondern vielmehr die Undergroundbewegung des New Wave und Punk jenes lauten Jahrzehnts feiert. Aus dem Metzler-Saal tönen kosmisch bis verruchte Diskosounds von Midnight Magic (DJ-Set) aus New York, Thomas Hammann (Robert Johnson, Frankfurt) und Jackmode (Frankfurt). Die 80er-Ausstellung bleibt bis tief in die Nacht geöffnet, junge Kunstexperten geben dort Einblick in die dynamischen figurativen Werke der 27 vertretenen Künstler wie Ina Barfuss, Werner Büttner, Walter Dahn, Jiří Georg Dokoupil, Rainer Fetting, Georg Herold, Martin Kippenberger, Helmut Middendorf, Christa Näher, Albert Oehlen, Salomé oder Andreas Schulze. An den Bars im Metzler-Saal und im Städel Garten reicht das Getränkeangebot an diesem Abend von Schampus bis Dosenbier.

Der Vorverkauf zur Veranstaltung „Wild Nite“ ist limitiert und kostet 10 Euro, die Karten können unter tickets.staedelmuseum.de erworben werden. Tickets an der Abendkasse sind für 14 Euro erhältlich, Studenten zahlen dort 12 Euro.

In einer groß angelegten Sonderausstellung präsentiert das Städel Museum bis zum 18. Oktober 2015 „Die 80er. Figurative Malerei in der BRD“. Mit rund 90 Werken von insgesamt 27 Künstlerinnen und Künstlern beleuchtet die Schau die künstlerischen Zentren der BRD – etwa den Berliner Moritzplatz oder die Mülheimer Freiheit in Köln – und macht zugleich die figurative Malerei jener Jahre in ihrer ganzen Komplexität und Differenziertheit sichtbar. Die Künstlerinnen und Künstler, die den Kunstbetrieb um 1980 mit einer ungezügelten Intensität und hohem malerischen Tempo auf den Kopf stellten, schufen figurative Bilder, die eine kritische Auseinandersetzung mit der Tradition der Malerei, den Nachkriegsavantgarden und ihrer unmittelbaren Gegenwart wagten. Die Themen entstammten in erster Linie dem unmittelbaren Umfeld der Künstler. Der etablierte Kunstbetrieb wird dabei genauso zum Inhalt der Bilder, wie die homosexuelle Emanzipation oder die rauschende Geschwindigkeit der internationalen Club- und Musikszene, die ab Mitte der 1970er-Jahre durch New Wave und Punk vermittelt wurde. Die Protagonisten der Zeit waren dennoch alles andere als eine homogene malerische Bewegung.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Deutsche Bank AG.

WILD NITE – DIE PARTY ZUR 80ER-AUSSTELLUNG

Samstag, 26. September 2015, ab 20.00 Uhr

Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de, Telefon +49(0)69-605098-0, Fax +49(0)69-605098-111
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: ab 20.00 Uhr bis spät in die Nacht
Eintritt: 10 Euro (limitierter Vorverkauf), 14 Euro (Abendkasse; reduzierter Eintrittspreis von 12 Euro für Studenten)
Kartenvorverkauf: tickets.staedelmuseum.de

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'Ungläubiges Staunen. Über das Christentum' 16.9.2015

Der designierte Preisträger des diesjährigen Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, Navid Kermani, liest am Dienstag, den 22. September 2015, um 19.00 Uhr im Städel Museum aus seinem neuesten Buch „Ungläubiges Staunen. Über das Christentum“. Im Anschluss diskutiert der Schriftsteller, Publizist und habilitierte Orientalist mit Schriftsteller Martin Mosebach und Städel-Kurator Jochen Sander über die christliche Bildwelt. Die Veranstaltung findet im Metzler-Saal des Städel Museums statt. Der Eintritt für Lesung und Gespräch ist im regulären Eintrittspreis des Städel enthalten, um Anmeldung wird gebeten unter info@staedelmuseum.de oder +49(0)69-605098-200.

Was geschieht, wenn einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller, der selbst ein Muslim ist, sich in die christliche Bildwelt versenkt? Navid Kermani sieht staunend eine Religion voller Opfer und Klage, Liebe und Wunder, unvernünftig und abgründig, zutiefst menschlich und göttlich – ein Christentum, von dem Christen in dieser Ernsthaftigkeit, Kühnheit und auch Begeisterung nur noch selten sprechen. Kermanis geschriebene Meditationen geben dem Christentum den Schrecken und die Schönheit zurück. Er hadert mit dem Kreuz, verliebt sich in den Blick der Maria, erlebt die orthodoxe Messe und ermisst die Größe des heiligen Franziskus. Er lehrt uns, in den Bildern der Alten Meister auch die Fragen unserer heutigen Existenz zu erkennen.

Navid Kermani, geboren 1967 in Siegen, lebt als freier Schriftsteller in Köln. Für sein literarisches und akademisches Werk erhielt er unter anderem die Buber-Rosenzweig-Medaille, den Hannah Arendt-Preis, den Kleist-Preis und zuletzt den Joseph Breitbach-Preis. Am 18. Juni 2015 wurde ihm der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels zuerkannt. Navid Kermani „ist eine der wichtigsten Stimmen in unserer Gesellschaft, die sich mehr denn je den Erfahrungswelten von Menschen unterschiedlichster nationaler und religiöser Herkunft stellen muss, um ein friedliches, an den Menschenrechten orientiertes Zusammenleben zu ermöglichen“ (aus der Begründung des Stiftungsrats für den Friedenspreis des deutschen Buchhandels).
Kermanis Sachbücher erscheinen bei C. H. Beck, seine literarischen Werke im Carl Hanser Verlag. Sein unlängst erschienenes Sachbuch „Ungläubiges Staunen. Über das Christentum“ steht derzeit auf Platz eins der Sachbuchbestenliste von Süddeutsche Zeitung und NDR und auf Platz vier der Spiegel-Bestsellerliste.

'Ungläubiges Staunen. Über das Christentum' – Lesung und Gespräch mit Navid Kermani, Martin Mosebach und Jochen Sander

Termin: Dienstag, 22. September 2015, 19.00 Uhr
Ort: Städel Museum, Metzler-Saal, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main

Eintritt frei (im Rahmen des Museumsbesuchs)
Anmeldung unter: info@staedelmuseum.de oder +49(0)69-605098-200
Kartenvorverkauf: tickets.staedelmuseum.de

Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de, Telefon +49(0)69-605098-0, Fax +49(0)69-605098-111

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Veranstaltungsprogramm Oktober 2015 10.9.2015

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