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Das Frankfurter Städel Museum hat seine Sammlungswerke „auf die Couch gesetzt“ und ein völlig neues Webfilmformat entwickelt. Ab sofort ist „Talk im Rahmen“ auf dem YouTube-Kanal des Städel Museums zu sehen (www.youtube.com/staedelmuseum). Das ebenso unterhaltsame wie informative und innovative Filmformat bedient sich des klassischen TV-Formats der Talkshow. Der bekannte TV-Moderator Gert Scobel (3sat) spricht mit Gästen im Städel über ausgewählte Themen. Das Besondere dabei: Die Studiogäste sind Kunstwerke aus allen Sammlungsbereichen des Museums. „Alte Meister“ treten in den etwa zehnminütigen Episoden in hitzige Diskussionen mit Werken der Kunst der Moderne sowie der Gegenwartskunst. Synchronsprecher verleihen den Gemälden eine prägnante Stimme und eine fiktive Persönlichkeit. Die Serie spielt auf ironische Weise mit gängigen Talkshow-Klischees, wie einem klassisch eingerichteten Studio mit Wasserglas für den Moderator, biederen Sitzmöbeln für die Gäste und stereotypischen Kameraeinstellungen, die die Konversation verfolgen. Die Talkgäste von „Talk im Rahmen“ werden jeweils durch kurze Einspiel-Filme vorgestellt, in denen der Zuschauer sie näher kennenlernt und erfährt, wer sie geschaffen hat, in welcher Zeit und unter welchen Umständen sie entstanden sind. Gemeinsam mit den spitz artikulierten Diskussionsbeiträgen erfährt der Zuschauer so auf eine völlig untypische, neuartige und unterhaltsame Art und Weise zentrale Inhalte und Besonderheiten über alle teilnehmenden Kunstwerke.
In jeder Folge sind drei Gemälde aus verschiedenen Epochen zu einem Thema zu Gast, das sie verbindet oder auch gegeneinander abgrenzt. So diskutieren beispielsweise zum Thema „Emanzipation“ Lucas Cranachs Venus (1532) als „Femme fatale“, die bewusst ihre Reize einsetzt, um ihre Ziele zu erreichen, Ottilie W. Roedersteins Selbstbildnis mit verschränkten Armen (1926) als Werk einer selbstbewussten Künstlerin, die sich in der männerdominierten Kunstwelt ihrer Zeit zu behaupten wusste, und Carl Spitzwegs Der Witwer (1844), der wenig von Roedersteins Plädoyer für starke Frauen hält. In dieser Folge leiht u. a. Sonja Deutsch, Synchronsprecherin der britischen Schauspielerin Helen Mirren, dem Selbstbildnis der Ottilie W. Roederstein ihre Stimme.
Produziert wurde das neue Webfilmformat vom Städel Museum und den Berliner Readymade-Films. Hintergrund des Projekts ist, dass das Städel im Rahmen seiner Digitalen Erweiterung derzeit auch ganz neue Formate für unterschiedlichste Zielgruppen und Kommunikationskanäle entwickelt.
„Unsere neue Webfilmserie ‚Talk im Rahmen‘ ist beispiellos und ein faszinierendes neues Bildungs-, Unterhaltungs- und Vermittlungsformat. Kunstwerke, die zu den großen Themen unserer Zeit diskutieren – das bedeutet nicht nur einen innovativen, überraschenden und spielerischen Zugang zu Werken der Städelschen Sammlung, sondern auch eine vollkommen neue Art die brisanten Themen und fortwährende Relevanz dieser Bilder für uns heute evident zu machen. ‚Talk im Rahmen‘ ist ein weiteres, wesentliches Element unserer umfassenden digitalen Vermittlungsinitiative und wird als YouTube-Format neben unserem bereits bestehenden Publikum auch ganz neue Zielgruppen ansprechen“, sagt Max Hollein, Direktor des Städel Museums.
Moderator Gert Scobel kommentiert seine Erfahrung beim Dreh wie folgt: „Das Projekt ‚Talk im Rahmen‘ stellte mich als Moderator vor ganz neue Herausforderungen. Stellen Sie sich vor, Sie müssen mit jemandem ein angeregtes, kontroverses Gespräch führen, der ihnen einfach nicht antwortet und stumm dasitzt. Und weiter, dass derjenige, der da sitzt, gar keine Person ist, sondern ein Gemälde. Zusammen mit den Machern dieser Filmserie habe ich mich auf ein spannendes filmisches Experiment eingelassen. Ob es gelungen ist, wird die öffentliche Resonanz zeigen, auf die ich sehr gespannt bin. Ich hoffe, dass die Folgen dieses neuen, innovativen Formats etwas von der Erfahrung, lange Zeit mit den Originalbildern in einem Raum zu verbringen und tatsächlich zu versuchen, mit ihnen zu sprechen, zu den Betrachtern transportieren können.“
Die Digitale Erweiterung des Städel Die Produktion des neuen Webfilmformats ist eingebettet in die Digitale Erweiterung des Städel Museums. Das 200-jährige Bestehen des Städel in diesem Jahr ist Anlass für Deutschlands älteste bürgerliche Museumsstiftung, sowohl ihr vielfältiges Vermittlungsprogramm als auch das Erlebnis des Museumsbesuchs völlig neu zu definieren. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung des Alltags ist die Erweiterung des Bildungsauftrags in den digitalen Raum ein zentrales Anliegen des Frankfurter Museums. Im Rahmen der Digitalen Erweiterung wird unter anderem das Webfilmprogramm des Städel massiv ausgebaut. Neben bereits etablierten Formaten wie klassischen Ausstellungsfilmen zu Sonderausstellungen, Filmen über Künstler aus der Städelschen Sammlung und der Dokumentation von Veranstaltungen werden derzeit weitere Formate produziert, die auf den museumseigenen Kommunikationskanälen veröffentlicht werden.
Der Moderator
Gert Scobel (*1959 in Aachen) führt als Moderator durch das Format. Von 1995 bis 2007 war Scobel Moderator der 3sat-Sendung „Kulturzeit“. Seit April 2008 präsentiert er bei 3sat die einmal wöchentlich ausgestrahlte Sendung „scobel“. Nachdem er 1999 und 2001 bereits für den Adolf-Grimme-Preis nominiert war, wurde Scobel 2005 für die Moderation von „Kulturzeit“ und „delta“ mit diesem Preis ausgezeichnet und vom Medium Magazin zum „Kulturjournalisten des Jahres“ gewählt.
Die Themen und Gäste der Episoden
Ist Emanzipation noch zeitgemäß? – Zu Gast:
Lucas Cranach d. Ä. (1472–1553): Venus (1532)
Ottilie W. Roederstein (1859–1937): Selbstbildnis mit verschränkten Armen (1926)
Carl Spitzweg (1808–1885): Der Witwer (1844)
https://www.youtube.com/watch?v=ocSS_Km502U
Ich poste, also bin ich. Authentizität, Selfies und das Netz – Zu Gast:
Maria Lassnig (1919–2014): Selbstbildnis mit Affen (2001)
Gerhard Hoehme (1920–1989): Zimbal (1966)
Hans Holbein d. J. (1497/98–1543): Bildnis des Simon George of Cornwall (um 1535–1540)
https://www.youtube.com/watch?v=Xcrma-9OLdU
TALK IM RAHMEN
URL: www.youtube.de/staedelmuseum
Playlist mit allen Folgen: https://www.youtube.com/playlist?list=PL2P7h0ecB-f_SxBUagvb1NmegMIXv2EY8
Redaktion: Städel Museum, Readymade-Films
Moderator: Gert Scobel
Musik: Wolfram Gruss
Bühnenbau: set:art GmbH
Produktion: www.readymade-films.com
Postproduktion: www.goodguys.de
Soundmischung: www.hofkapellmeister.com
Social Media: Das Städel Museum kommuniziert die Webfilmserie mit den Hashtags #TalkImRahmen und #staedel.
Beim diesjährigen Museumsuferfest von Freitag, 28. August, bis Sonntag, 30. August 2015, erhalten Besucher aller Altersgruppen im Jubiläumsjahr des Städel Museums mit einem vielfältigen Programm spannende Einblicke in 700 Jahre Kunstgeschichte. In abwechslungsreichen Führungen durch alle Sammlungsbereiche des Hauses werden unter anderem Licht und Atmosphäre in Gemälden genauer untersucht, die Werkstätten der Alten Meister unter die Lupe genommen und expressive Gegenwartskunstwerke entdeckt. Bei Führungen in den aktuellen Sonderausstellungen „Die 80er. Figurative Malerei in der BRD“ und „Laster des Lebens. Druckgrafik von William Hogarth“ können die Besucher tiefer in die vielfältigen Themen der beiden Präsentationen eintauchen. Am Freitag, 28. August 2015, um 19.00 Uhr diskutiert der Kunstwissenschaftler und freie Autor Dr. Jörn Schafaff (Berlin) im Gespräch mit Dr. Martin Engler (Sammlungsleiter Gegenwartskunst, Städel Museum) unter dem Titel „Malerei nach der Avantgarde oder Avantgarde der Malerei“ Hintergründe zur 80er-Ausstellung. Das Programm wartet mit zahlreichen weiteren Höhepunkten auf und gibt zudem bereits einen Vorgeschmack auf die große Jubiläumsausstellung „Dialog der Meisterwerke“ ab 7. Oktober 2015. Auch die kleinen Städel-Besucher kommen nicht zu kurz: Sie erwartet ein buntes Workshop-Angebot, bei dem sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen können, sowie unterhaltsame Familienführungen in der Sammlung.
Programm
Freitag, 28. August 2015
16.00 Uhr Laster des Lebens. Druckgrafik von William Hogarth, Führung in der Ausstellung
17.30 Uhr Städel Double: Mit Warhol, Dürer und Co. durchs Museum, Führung
18.30 Uhr Lust und Leid in der Kunst der Alten Meister, Führung
19.00 Uhr Die 80er. Figurative Malerei in der BRD, Führung in der Ausstellung
19.00 Uhr Malerei nach der Avantgarde oder Avantgarde der Malerei. Standpunkte zur Kunst (Gespräch) mit Dr. Jörn Schafaff (Kunstwissenschaftler und freier Autor, Berlin) und Dr. Martin Engler (Sammlungsleiter Gegenwartskunst, Städel Museum), Metzler-Saal
20.00 Uhr Und plötzlich diese Atmosphäre! Von Licht und Stimmung in der Kunst der Moderne, Führung
Samstag, 29. August 2015
11.00–18.00 Uhr Dialog der Porträts, Workshop für Kinder vor dem Museum
11.00–18.00 Uhr Jubiläumsschleifen, Workshop für Kinder vor dem Museum
11.00–18.00 Uhr Glückwunschkarten, Workshop für Kinder vor dem Museum
11.00 Uhr Was sich liebt… Von Familie und Freundschaft, Familienführung
11.30 Uhr Die 80er. Figurative Malerei in der BRD, Führung in der Ausstellung
12.00 Uhr Laster des Lebens. Druckgrafik von William Hogarth, Führung in der Ausstellung
12.30 Uhr Städel Double: Mit Warhol, Dürer und Co. durchs Museum, Führung
13.00 Uhr Teamwork oder Einzelkämpfer? In den Werkstätten der Alten Meister, Führung
14.00 Uhr Von Schlangenhaut bis Schokolade. Materialien der Gegenwartskunst, Führung
15.00 Uhr Ein Fest der Farben. Führung zum Mitmalen für Kinder ab 6 Jahren
15.00 Uhr Kunst und Religion Führung
16.30 Uhr Städel Double: Mit Warhol, Dürer und Co. durchs Museum, Führung
17.00 Uhr Impressionismus, Expressionismus, Surrealismus. Kunst der Moderne, Führung
17.30 Uhr Laster des Lebens. Druckgrafik von William Hogarth, Führung in der Ausstellung
18.30 Uhr Im Auftrag Ihrer Majestät! Repräsentation bei den Alten Meistern, Führung
19.00 Uhr Städel Double: Mit Warhol, Dürer und Co. durchs Museum, Führung
19.30 Uhr Farbe an die Macht! Expressive Gegenwartskunst, Führung
20.30 Uhr Die 80er. Figurative Malerei in der BRD, Führung in der Ausstellung
21.00 Uhr Durch die Nacht. Künstler der Moderne malen die späten Stunden, Führung
Sonntag, 30. August 2015
11.00–18.00 Uhr Dialog der Porträts, Workshop für Kinder vor dem Museum
11.00–18.00 Uhr Jubiläumsschleifen, Workshop für Kinder vor dem Museum
11.00–18.00 Uhr Glückwunschkarten, Workshop für Kinder vor dem Museum
11.00 Uhr Die 80er. Figurative Malerei in der BRD, Führung in der Ausstellung
11.00 Uhr Eins, zwei, drei: Geschichten aus dem Ei. Märchenreise durchs Städel für Kinder
12.00 Uhr Städel Double: Mit Warhol, Dürer und Co. durchs Museum, Führung
12.30 Uhr Wunder gescheh’n! Unglaubliches bei den Alten Meistern, Führung
13.30 Uhr Fernreisen um 1800. Wie Künstler der Moderne sich inspirieren ließen, Führung
14.00 Uhr Crash Boom Bang! Kunst, bei der‘s heiß hergeht, Familienführung
15.00 Uhr Laster des Lebens. Druckgrafik von William Hogarth, Führung in der Ausstellung
15.30 Uhr Von Bordellbesuchen, Marktweibern und Bauerngeschichten. Sozialstudie bei den Alten Meistern, Führung
16.00 Uhr Städel Double: Mit Warhol, Dürer und Co. durchs Museum, Führung
16.30 Uhr Die 80er. Figurative Malerei in der BRD, Führung in der Ausstellung
17.00 Uhr Neue Formen braucht die Kunst: Von der Moderne bis in die Gegenwart, Führung
17.30 Uhr Städel Double: Mit Warhol, Dürer und Co. durchs Museum, Führung
18.00 Uhr Fake or real? Gegenwartskunst zwischen Dokumentation und Inszenierung, Führung
19.00 Uhr Laster des Lebens. Druckgrafik von William Hogarth, Führung in der Ausstellung
Treffpunkt für Führungen zu „Die 80er“: Ausstellungshaus, OG
Treffpunkt für Führungen zu „William Hogarth“: Graphische Sammlung
Treffpunkt für alle weiteren Führungen: Metzler-Foyer
AKTUELLE AUSSTELLUNGEN IM STÄDEL MUSEUM
DIE 80ER. FIGURATIVE MALEREI IN DER BRD
In einer groß angelegten Sonderausstellung präsentiert das Städel Museum noch bis zum 18. Oktober 2015 „Die 80er. Figurative Malerei in der BRD“. Mit 90 Werken von insgesamt 27 Künstlerinnen und Künstlern beleuchtet die Schau jene neuartige, irritierende und überaus dynamische figurative Malerei, die sich in den 1980er-Jahren nahezu zeitgleich vor allem in den Zentren Berlin, Hamburg und dem Rheinland entwickelte. Zu sehen sind Arbeiten u. a. von Ina Barfuss, Werner Büttner, Walter Dahn, Jiří Georg Dokoupil, Rainer Fetting, Georg Herold, Martin Kippenberger, Helmut Middendorf, Christa Näher, Albert Oehlen, Salomé oder Andreas Schulze. Die Ausstellung beleuchtet die künstlerischen Zentren der BRD – etwa den Berliner Moritzplatz oder die Mülheimer Freiheit in Köln – und macht zugleich die figurative Malerei jener Jahre in ihrer ganzen Komplexität und Differenziertheit sichtbar.
LASTER DES LEBENS. DRUCKGRAFIK VON WILLIAM HOGARTH
Im Jubiläumsjahr „200 Jahre Städel“ zeigt das Frankfurter Städel noch bis zum 6. September 2015 druckgrafische Arbeiten des englischen Malers, Kupferstechers und Radierers William Hogarth (1697–1764). Insgesamt 70 Werke, darunter die berühmten druckgrafischen Folgen A Harlot’s Progress (Der Weg einer Dirne, 1732), A Rake’s Progress (Der Weg eines Liederlichen, 1735) und Marriage à la Mode (Heirat nach der Mode, 1745), sind in der Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung zu sehen. In diesen Bildromanen aus dem Sammlungsbestand des Städel thematisierte Hogarth die Moden, Laster und Kehrseiten des modernen Lebens in der Weltmetropole London.
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Datum: Freitag, 28., bis Sonntag, 30. August 2015
Öffnungszeiten während des Museumsuferfestes: Freitag 10.00–21.00 Uhr, Samstag 10.00–22.00 Uhr, Sonntag 10.00–20.00 Uhr. Der Städel Garten ist zudem am Freitag und Samstag bis 1.00 Uhr und Sonntag bis 0.00 Uhr geöffnet.
Information: www.staedelmuseum.de, E-Mail: info@staedelmuseum.de,Telefon: +49-69 60 50 98-0, Fax: +49-69 60 50 98-111
Eintritt zum Museumsuferfest: Der Museumsuferfest-Button zum Preis von 7 € berechtigt zum freien Eintritt in den teilnehmenden Museen für die Dauer des Festes – von Freitag, dem 28. August, ab 15 Uhr bis Sonntag, dem 30. August 2015. Für Kinder bis 6 Jahre ist der Eintritt frei.
Zu seinem 200. Geburtstag erwartet das Städel Museum hohen Besuch: Vom 7. Oktober 2015 bis zum 24. Januar 2016 werden ausgewählte Städel Werke mit 65 Meisterwerken aus den renommiertesten Museen der Welt zusammengebracht, die während der Jubiläumsausstellung mit ihnen in einen „Dialog der Meisterwerke“ treten. Die herausragenden Arbeiten aus dem Städel stellen einen Querschnitt der Geschichte des Hauses dar und bieten zugleich einen Überblick über die in 200 Jahren gewachsene Sammlung. Internationale Begleiter werden ihnen an die Seite gestellt, um temporäre Partnerschaften und lang ersehnte Zusammenkünfte zu ermöglichen. Die von allen Städel Kuratoren gemeinsam konzipierte Schau erstreckt sich erstmals über die gesamte Sammlungsfläche des Museums. Zur Sonderausstellung reisen Leihgaben unter anderem aus der Albertina in Wien, dem Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid, dem Londoner Victoria and Albert Museum, dem Musée d’Orsay in Paris, der National Gallery of Ireland in Dublin, dem Den Haager Mauritshuis, der Tate in London, den Vatikanischen Museen und der National Gallery of Art in Washington nach Frankfurt am Main. Die hochkarätigen „Jubiläumsgäste“ erlauben es, überraschende kunstgeschichtliche Bezüge herzustellen sowie die Bestände der 700 Jahre Kunstgeschichte umfassenden Sammlung des Städel neu zu beleuchten und zu hinterfragen. „Dialog der Meisterwerke. Hoher Besuch zum Jubiläum“ wird von einer Vortragsreihe der Städel Kuratoren zur Geschichte des Museums begleitet, die Eröffnungsrede der Ausstellung hält der Schriftsteller Daniel Kehlmann.
Dieses Jubiläumsprojekt wurde durch finanzielle Unterstützung der DZ Bank als Corporate Sponsor und der Förderer Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH, Art Mentor Foundation Lucerne sowie der Kulturstiftung der Länder ermöglicht.
„Im Jubiläumsjahr treffen Städel-Lieblinge auf Stars aus der ganzen Welt! Dieses große Jubiläumsprojekt ist ein idealer Anlass, um sowohl unsere Sammlung – als Kern und Identität des Städel – neu zu entdecken als auch durch die verblüffenden und kunsthistorisch einmaligen Dialoge der Meisterwerke einen weiteren Höhepunkt in der Ausstellungsgeschichte des Hauses zu erleben. Die kapitalen und in ihrer Qualität, Fülle und Bandbreite einzigartigen Leihgaben sind auch ein Zeichen der internationalen Wertschätzung des Städel. Für diese außergewöhnliche Unterstützung durch die bedeutendsten Sammlungen der Welt aus Anlass unseres 200. Geburtstags sind wir besonders dankbar“, sagt Max Hollein, Direktor des Städel Museums.
Die Jubiläumsausstellung erstreckt sich über alle vier Etagen und Sammlungsbereiche des Städel. So begegnet der Besucher beim Rundgang durch das Museum in der Sammlung Alte Meister prominenten „Jubiläumsgästen“ wie Jan van Eyck, Fra Angelico, Johannes Vermeer oder Nicolas Poussin, die in enger Beziehung zu Werken aus der Städelschen Sammlung stehen. In der Sammlung Kunst der Moderne reisen Meisterwerke von Edgar Degas, Max Liebermann, Pablo Picasso und Franz Marc an, und in der Sammlung Gegenwartskunst sind unter anderem Konstellationen mit Arbeiten von Martin Kippenberger, Georg Baselitz, Thomas Struth, Daniel Richter und Corinne Wasmuht zu entdecken. Die Graphische Sammlung präsentiert – Seite an Seite mit Städel-Schätzen – Meisterwerke von Adam Elsheimer, Edgar Degas, Ernst Ludwig Kirchner, Max Beckmann und Rembrandt Harmensz. van Rijn. Die insgesamt 40 auf diese Art gebildeten thematischen Paarungen werden durch eigens konzipierte farbige Podeste verbunden, sodass die entstehenden Dialoge nicht nur erläutert, sondern innerhalb der Sammlungspräsentationen besonders hervorgehoben werden.
Dialoge in der Sammlung Alte Meister
In der Galerie für Alte Meister trifft etwa das aus der National Gallery of Art in Washington angereiste Werk Verkündigung an Maria (um 1434/36) von Jan van Eyck (1390–1441) auf dessen Lucca-Madonna (1437) aus dem Städel. Die beiden Gemälde zählen zu den schönsten und inhaltlich komplexesten Marienbildern des bekanntesten altniederländischen Künstlers. Auch fast 600 Jahre nach ihrer Entstehung werden sie noch für ihre reiche künstlerische Gestaltung bewundert; sie zeichnen sich durch einen verblüffenden Detailrealismus und eine vielschichtige Raum- und Zeitstruktur aus. Bis 1850 befanden sich beide Werke in der glanzvollen Altmeistersammlung König Willems II. der Niederlande, nun sind sie erstmals nach 165 Jahren Seite an Seite zu sehen.
Eine nicht minder spektakuläre Zusammenkunft bilden zwei Frauenporträts aus dem 15. und 19. Jahrhundert: Dem um 1480/85 entstandenen Weiblichen Idealbildnis (Bildnis der Simonetta Vespucci als Nymphe) von Sandro Botticelli (1445–1510) wird das Damenbildnis Fazio’s Mistress (Aurelia) (1863) von Dante Gabriel Rossetti (1828–1882) aus der Londoner Tate als Pendant gegenübergestellt. Damit treffen nicht nur erstmals zwei der berühmtesten Werke ihrer jeweiligen Sammlungen aufeinander, der unmittelbare Vergleich veranschaulicht auch erstaunliche Bezüge über eine Distanz von fast vier Jahrhunderten hinweg: Auf welch vielschichtige Weise das Gemälde des Präraffaeliten Rossetti die Simonetta von Botticelli kompositorisch reflektiert, blieb bislang unerkannt und wird in der direkten Gegenüberstellung eindringlich erfahrbar. Beide Bilder stehen im Kontext eines literarischen und künstlerischen Diskurses um das Idealbild weiblicher Schönheit, den die Präraffaeliten in Auseinandersetzung mit ihren italienischen Vorbildern wiederbelebten.
Dialoge in der Sammlung Kunst der Moderne
Kaum ein anderes Gemälde des Städel Museums ist in der Öffentlichkeit so präsent wie Johann Heinrich Wilhelm Tischbeins (1751–1829) Porträt Goethe in der römischen Campagna von 1787. Von Zeugnissen der Antike umgeben lagert der in einen Reisemantel gehüllte Dichterfürst hier sinnend in einer arkadischen Ideallandschaft. Anlässlich der Ausstellung wird dieses Herzstück der Frankfurter Sammlung mehreren Vorstudien gegenübergestellt. Zudem zeigen auf das Gemälde rekurrierende Werke einmal mehr die Beliebtheit des zur Ikone gewordenen, weltberühmten Goethe-Porträts. Tischbein begann das Bild 1786, als Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) während seiner Italienreise gemeinsam mit ihm und anderen Künstlern in einer Wohngemeinschaft in Rom lebte. In späteren Darstellungen wurde das Gemälde immer wieder teils ehrfürchtig, teils ironisch zitiert, darunter in einem von Adolf von Donndorf (1835–1916) angefertigten Entwurf für das Berliner Goethe-Denkmal sowie dem 1982 entstandenen und seit 2000 in der Städel Sammlung befindlichen Siebdruck von Andy Warhol (1928–1987).
In der Sammlung Kunst der Moderne treffen des Weiteren drei eng verwandte Arbeiten der expressionistischen Künstler Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938), Max Pechstein (1881–1955) und Erich Heckel (1883–1970) aufeinander. Entstanden sind die drei Darstellungen einer Badeszene vermutlich 1910 während eines gemeinsamen Aufenthaltes an den in der Nähe von Dresden gelegenen Moritzburger Teichen. Die in einem synchronen Arbeitsprozess geschaffenen Werke stellten eine Art Wettstreit unter Gleichen dar, in dem jeder der Maler sein eigenes Potenzial an dem seiner Kollegen messen konnte. Kirchners später überarbeitete Version befindet sich auf einer beidseitig bemalten Leinwand und wurde erst 2010 entdeckt. Die Arbeiten werden im Rahmen der Ausstellung zum ersten Mal gemeinsam präsentiert und bieten eine einzigartige Möglichkeit, die Protagonisten der Künstlergruppe „Brücke“ unmittelbar in einen spannenden Vergleich zu setzen.
Dialoge in der Sammlung Gegenwartskunst
Das Frühwerk des Malers Georg Baselitz (1938) wird durch die Zusammenführung der Werke Geschlecht mit Klößen (1963) und Große Nacht im Eimer (1962/63) (Leihgaben aus Privatsammlungen) mit dem Gemälde Acker (1962) aus der Sammlung des Städel Museums als bedeutender Moment westdeutscher Malereigeschichte im 20. Jahrhundert präsentiert. Die im Rahmen des „Dialogs der Meisterwerke“ gezeigten Werke waren allesamt Teil von Baselitz’ erster Einzelausstellung 1963. Aufgrund ihrer malerischen Radikalität riefen sie einen legendär gewordenen Skandal hervor. Die Diskussion über die ausgestellten Bilder avancierte zum Politikum – es folgte die Beschlagnahmung von Gemälden wie Die große Nacht im Eimer (1962/63). Der Ideologiestreit um abstrakte und gegenständliche Malerei in der jungen Bundesrepublik kulminierte in den provokanten Gemälden Baselitz’, in denen das Fleischliche formal wie inhaltlich in den Vordergrund rückt und sich die Befindlichkeit der deutschen Nachkriegszeit zu spiegeln scheint – eine eindrucksvolle Begegnung mit dem epochalen Frühwerk von Georg Baselitz wird möglich.
Eine andere Gruppierung in der Sammlung Gegenwartskunst thematisiert im Jubiläumsjahr des Städel das Museum als Institution: Aus Sicht des Fotografen Thomas Struth (1954) ist das Museum nicht nur ein Ort des Bewahrens von Kunst, sondern auch einer, an dem Kunst entsteht. Der in der Städel Sammlung befindlichen Fotografie Louvre 3, Paris 1989 (1989) werden anlässlich der Jubiläumsausstellung fünf weitere Arbeiten (Leihgaben aus dem Atelier Thomas Struth) aus seiner Werkreihe der Museumsbilder gegenübergestellt, die in der National Gallery in London, dem Kunsthistorischen Museum in Wien und dem Art Institute of Chicago entstanden sind. Struth machte das Verhalten von Besuchern und die Beziehung zwischen Werk und Betrachter zum Thema seiner Reihe. Die Bandbreite der Szenen reicht von der gleichgültigen Haltung touristischer Besuchergruppen bis hin zur meditativen Versenkung eines einzelnen Kunstbetrachters, etwa zu sehen in dem 1989 entstandenen Werk Kunsthistorisches Museum 3, Wien. Der serielle Charakter der Werke wird durch die Gegenüberstellung besonders hervorgehoben.
Dialoge in der Graphischen Sammlung
In der Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung treffen beim „Dialog der Meisterwerke“ außergewöhnliche Zeichnungen, Gemälde und Druckgrafiken aufeinander. So werden unter anderem zwei Werke des Ende des 16. Jahrhunderts äußerst geschätzten Kupferstechers und Zeichners Hendrick Goltzius (1558–1617) gegenübergestellt, die die erstaunliche Entwicklung von Goltzius’ Fähigkeiten in der Zeichentechnik innerhalb weniger Jahre zeigen. Aus der Sammlung des Stifters Johann Friedrich Städel stammt die virtuose Zeichnung Bildnis des Gillis van Breen, die Goltzius 1588 mit farbigen Kreiden anfertigte. Das drei Jahre später entstandene Bildnis des Giambologna aus dem Haarlemer Teylers Museum verdeutlicht, dass Goltzius mit sparsamsten Mitteln eine verblüffend malerische Wirkung erzielen konnte.
Einen weiteren Dialog gehen zwei grafische Arbeiten des Ausnahmekünstlers Pablo Picasso (1881–1973) ein. Auf sein bewegtes, produktives Leben verwies der Künstler mit Darstellungen des Minotaurus, der ihm zum Alter Ego wurde. Die Figur des Minotaurus ließ Picasso in Zeichnungen und Druckgrafiken auftreten, wobei ihn weniger die Sage interessierte. Stattdessen war er fasziniert von der männlichen Kreatürlichkeit, die er mal animalisch, triebhaft und kraftvoll, mal zärtlich und hilfsbedürftig darstellte. Die beiden im Städel ausgestellten Grafiken aus der Suite Vollard veranschaulichen den Zwiespalt von Stärke und Schwäche in der Figur des Minotaurus auf hervorragende Weise. In der aus Privatbesitz geliehenen Grafik Minotaurus, eine schlafende Frau liebkosend aus dem Jahr 1933 kniet der Minotaurus vor einer ruhig Schlafenden und beugt seinen muskulösen Körper über sie. Der bedrohlich wirkende Stierkopf kontrastiert mit der irritierend zärtlichen Geste, mit der das Untier den Handrücken der Frau berührt. Diesem Werk wird die aus der Städel Sammlung stammende Grafik Blinder Minotaurus, von einem Mädchen durch die Nacht geführt (1934) gegenübergestellt, die aus technischer Sicht zu den anspruchsvollsten Grafiken des Künstlers zählt. Der Inszenierung einer Theaterbühne gleich wird die Komposition von Licht und Dunkelheit getragen.
200 Jahre Städel
Die Ausstellung ist Teil des umfassenden Jubiläumsprogramms, mit dem das Städel 2015 sein 200-jähriges Bestehen feiert. Am 15. März 1815 unterzeichnete der Frankfurter Bankier und Kaufmann Johann Friedrich Städel die letzte Version seines Testaments, in dem er sein Vermögen und seine Kunstsammlung der nach ihm zu benennenden Stiftung vermachte. 200 Jahre später gilt das Städel Museum als älteste und renommierteste Museumsstiftung Deutschlands. Die Sammlungsbereiche Alte Meister, Kunst der Moderne und Gegenwartskunst sowie die Graphische Sammlung bieten einen Überblick über 700 Jahre europäische Kunstgeschichte – vom frühen 14. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart. Die Sammlung umfasst rund 3.000 Gemälde, 600 Skulpturen, über 4.000 Fotografien und über 100.000 Zeichnungen und Grafiken. Das Städel feiert sein Jubiläum mit hochkarätigen Ausstellungs- und Forschungsprojekten, bedeutenden Sammlungserweiterungen sowie einem massiven Ausbau seines digitalen Vermittlungsprogramms.
LEIHGEBER DER AUSSTELLUNG
Lindenau-Museum, Altenburg;
Musée de Picardie, Amiens, Frankreich;
Atelier Thomas Struth, Berlin;
Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie, Berlin;
Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett, Berlin;
Schlossmuseum, Braunfels;
Mauritshuis, Den Haag, Niederlande; Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kupferstich-Kabinett, Dresden;
National Gallery of Ireland, Dublin, Irland;
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf;
Freies Deutsches Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum, Frankfurt am Main;
Teylers Museum, Haarlem, Niederlande;
Deichtorhallen Hamburg / Sammlung Falckenberg, Hamburg;
Hamburger Kunsthalle, Hamburg;
Klosterkammer Hannover / Ev. Damenstift Kloster Ebstorf;
Ateneum Art Museum, Finnish National Gallery (Collection von Willebrand), Helsinki, Finnland;
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Karlsruhe;
Franz Marc Museum, Kochel am See;
Museum Ludwig, Köln;
Davids Samling, Kopenhagen, Dänemark;
Hessische Hausstiftung, Kronberg im Taunus / Museum Schloss Fasanerie, Schloss Fasanerie;
Museum der bildenden Künste Leipzig, Leipzig;
Tate, London, Großbritannien;
The Fine Art Society Contemporary, London, Großbritannien;
Victoria and Albert Museum, London, Großbritannien;
Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid, Spanien;
Bayerisches Nationalmuseum, München;
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München;
Museo e Gallerie Nazionali di Capodimonte, Neapel, Italien;
Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Staatsgalerie Neuburg an der Donau, Neuburg an der Donau;
Musée d’Orsay, Paris, Frankreich;
Arp Museum Bahnhof Rolandseck / Sammlung Rau für UNICEF, Remagen;
Vatikanische Museen, Rom, Italien;
Musée des Beaux-Arts, Rouen, Frankreich;
Nationalmuseum, Stockholm, Schweden;
Museum Sønderjylland – Kunstmuseet i Tønder, Tønder, Dänemark;
National Gallery of Art, Washington, USA;
Goethe-Nationalmuseum, Klassik Stiftung Weimar, Weimar;
Albertina, Wien, Österreich;
Muntean / Rosenblum & Georg Kargl Fine Arts, Wien, Österreich;
Kunstmuseum Winterthur, Winterthur, Schweiz;
Martin von Wagner-Museum der Universität Würzburg, Würzburg;
Friedrich Christian Flick Collection;
Merzbacher Kunststiftung;
Sammlung Prof. Dr. A.-W. Scheer
sowie private Leihgeber, die namentlich ungenannt bleiben möchten
DIALOG DER MEISTERWERKE. HOHER BESUCH ZUM JUBILÄUM
Kuratoren: Dr. Bastian Eclercy, Dr. Martin Engler, Dr. Felix Krämer, Prof. Dr. Jochen Sander, Dr. Jutta Schütt, Dr. Martin Sonnabend
Projektleitung: Dr. Eva Mongi-Vollmer, Kuratorin für Sonderprojekte
Ausstellungsdauer: 7. Oktober 2015 bis 24. Januar 2016
Pressevorbesichtigung: Dienstag, 6. Oktober 2015, 11.00 Uhr
Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de,Telefon +49(0)69-605098-0, Fax +49(0)69-605098-111
Besucherdienst: Telefon +49(0)69-605098-232, besucherdienst@staedelmuseum.de
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So + Feiertage 10.00–18.00 Uhr, Do + Fr 10.00–21.00 Uhr
Sonderöffnungszeiten: 24.12.2015 geschlossen, 25., 26. und 28.12.2015 10.00–18.00 Uhr, 31.12.2015 geschlossen, 1.1.2016 11.00–18.00 Uhr, 4.1.2016 10.00–18.00 Uhr
Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 12 Euro, Familienkarte 24 Euro; freier Eintritt für Kinder bis zu 12 Jahren; Gruppen ab 10 Personen: ermäßigter Eintrittspreis pro Person. Für Gruppen ist vorab eine Anmeldung unter Telefon +49(0)69-605098-200 oder info@staedelmuseum.de erforderlich.
Kartenvorverkauf: tickets.staedelmuseum.de
Katalog: Zur Ausstellung erscheint im Wienand Verlag ein umfassender, von Max Hollein herausgegebener Katalog mit einem Vorwort von Max Hollein und Texten von Jana Baumann, Bastian Eclercy, Martin Engler, Anna Helfer, Felicity Korn, Felix Krämer, Kristina Lemke, Eva Mongi-Vollmer, Maureen Ogrocki, Susanne Pollack, Almut Pollmer-Schmidt, Annabel Ruckdeschel, Jochen Sander, Jutta Schütt, Martin Sonnabend, Fabian Wolf und Daniel Zamani, deutsche und englische Ausgabe, 280 Seiten, 34,90 Euro (Museumsausgabe)
Begleitheft: Es erscheint ein Begleitheft in deutscher Sprache, 40 Seiten, 7,50 Euro
Digitorial: Das Digitorial wird ermöglicht durch die Aventis Foundation. Design und Programmierung: Scholz & Volkmer. Es ist ab dem 7.9.2015 abrufbar unter meisterwerke.staedelmuseum.de
Städel App: Die Städel App wird gefördert von der FAZIT-STIFTUNG. Die App ist für Android- und iOS-Smartphones in den aktuellen Versionen optimiert und bietet den Audioguide zur Ausstellung zum Download auf das eigene Smartphone für 0,99 Euro an. Download unter www.staedelmuseum.de/de/angebote/staedel-app.
Audiotour: Die Audiotour wird von Schauspielerin Martina Gedeck gesprochen. Deutsch und englisch, 4 Euro, zwei Audioguides für 7 Euro.
Social Media: Das Städel Museum kommuniziert die Ausstellung in den sozialen Medien mit den Hashtags #dialogdermeisterwerke, #starstreffenstars und #200jahrestaedel.
Überblicksführungen durch die Ausstellung:: Di 15.00 Uhr, Do 18.00 Uhr, Fr 19.00 Uhr, Sa 16.00 Uhr, So 11.00 Uhr sowie Fr 25.12.2015 und Fr 1.1.2016 15.00 Uhr.
Tickets sind für 4 Euro für die Überblicksführungen ab zwei Stunden vor Führungsbeginn (So ab 10.00 Uhr) an der Kasse erhältlich oder vorab zum Vorteilspreis für 16 Euro (Eintritt und Führung) online unter tickets.staedelmuseum.de bestellbar. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Corporate Sponsor: DZ Bank Förderer: Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH, Art Mentor Foundation Lucerne, Kulturstiftung der Länder
Medienpartner: Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur,
Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main
Veranstaltungsprogramm September 2015
Am Samstag, 17. Oktober 2015, lädt das Städel Museum ab 20.00 Uhr zum Wandelkonzert mit dem hr-Sinfonieorchester. Anlässlich der großen Jubiläumsausstellung „Dialog der Meisterwerke. Hoher Besuch zum Jubiläum“ wird dem Publikum dabei die seltene Chance einer direkten Begegnung von Musik und bildender Kunst geboten. In unterschiedlichen Besetzungen präsentieren die Orchestermusiker im Rahmen der Kooperation von Städel Museum und hr-Sinfonieorchester Kompositionen von Johann Sebastian Bach, Paul Hindemith, Claude Debussy, John Cage und anderen und machen die ausgestellten Kunstwerke auf anregende Weise neu erlebbar. So tritt dem bildnerischen Dialog der Jubiläumsausstellung ein musikalischer hinzu. Die Besucher sind eingeladen, zwischen den Epochen und musikalischen Sphären zu wandeln, inne zu halten, sich Zeit zum Betrachten und Lauschen zu nehmen. Die Tickets im Vorverkauf zum Wandelkonzert sind limitiert und kosten 20 Euro, sie können unter tickets.staedelmuseum.de erworben werden. Karten an der Abendkasse sind für 22 Euro erhältlich.
Das Wandelkonzert wird gefördert durch die Sparda-Bank Hessen eG.
Beim Wandelkonzert mit dem hr-Sinfonieorchester werden zahlreiche Galerieräume des Städel zum Klingen gebracht. So begegnet der wiedervereinigte mittelalterliche Altenberger Altar (um 1330) dem berühmten Streichquartett Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze von Joseph Haydn, während die Trias der Orchestermusiker-Bilder von Edgar Degas auf profane und sakrale Tänze des französischen Musikimpressionisten Claude Debussy trifft. Bläsermusik von Paul Hindemith erklingt zu Max Beckmanns Der Eiserne Steg (1922). Neben Haydn, Debussy und Hindemith werden auch Kammermusiken von Johann Sebastian Bach, Maurice Ravel, Niccolò Paganini, Alexander Glasunow, John Cage und anderen zu erleben sein.
Zur Ausstellung
Zu seinem 200. Geburtstag empfängt das Städel Museum hohen Besuch: Vom 7. Oktober 2015 bis zum 24. Januar 2016 werden ausgewählte Städel Werke mit 65 Meisterwerken aus den renommiertesten Museen der Welt zusammengebracht, die während der Jubiläumsausstellung mit ihnen in einen „Dialog der Meisterwerke“ treten. Die herausragenden Arbeiten aus dem Städel stellen einen Querschnitt der Geschichte des Hauses dar und bieten zugleich einen Überblick über die in 200 Jahren gewachsene Sammlung. Die von allen Städel Kuratoren gemeinsam konzipierte Schau erstreckt sich erstmals über die gesamte Sammlungsfläche des Museums. Zur Sonderausstellung reisen Leihgaben unter anderem aus der Albertina in Wien, dem Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid, dem Londoner Victoria and Albert Museum, dem Musée d’Orsay in Paris, der National Gallery of Ireland in Dublin, dem Den Haager Mauritshuis, der Tate in London, den Vatikanischen Museen und der National Gallery of Art in Washington nach Frankfurt am Main. Die hochkarätigen „Jubiläumsgäste“ erlauben es, überraschende kunstgeschichtliche Bezüge herzustellen sowie die Bestände der 700 Jahre Kunstgeschichte umfassenden Sammlung des Städel neu zu beleuchten und zu hinterfragen.
Programm
Gegenwartskunst, Untergeschoss
20.00 Uhr, Raum 25
Begrüßung
Max Hollein, Direktor Städel Museum
Dr. Heinz Sommer, hr Hörfunkdirektor
20.15 Uhr, Raum 25
Steve Reich: Violin Phase für vier Violinen
Nadine Blumenstein / Fanny Fröde / Ulrike Mäding / Sonja Metzendorf – Violine
20.45 Uhr, Raum 25
Johann Sebastian Bach:
Suite Nr. 2 d-Moll für Violoncello solo, Sarabande
Suite Nr. 1 G-Dur für Violoncello solo, Sarabande
Ulrich Horn – Violoncello
21.15 Uhr, Raum 16
Claude Debussy: Streichquartett g-Moll op. 10
Stefano Succi – Violine / Charys Schuler – Violine / Wolfgang Tluck – Viola / Ulrich Horn – Violoncello
21.45 Uhr, Raum 25
Michael Reudenbach: Mirlitonnades für Piccolo solo
Bernd Alois Zimmermann: Tempus Loquendi
Thaddeus Watson – Flöten
22.15 Uhr, Raum 23
Maurice Ravel: Sonate für Violine und Violoncello, 1. Satz. Allegro, 4. Satz. Vif, avec entrain
Charys Schuler – Violine / Maja Schwamm – Violoncello
22.45 Uhr, Raum 25
John Cage: Solo für Posaune
Oliver Siefert – Posaune
23.00 Uhr, Raum 25
Joseph Haydn:
Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze op. 51, Introduktion. Maestoso ed adagio
Sonata 7. Largo
Il terremoto (Das Erdbeben). Presto e con tutta la forza
Streichquartett der Akademisten: Ofir Shner – Violine / Anna Katherine Claus – Violine / Matthias Schnorbusch – Viola / Laura Mehlin – Violoncello
Kunst der Moderne, 1. Obergeschoss
20.15 Uhr, Raum 9
Paul Hindemith: Sonate für Harfe
Anne-Sophie Bertrand – Harfe
20.35 Uhr, Raum 9
Paul Hindemith: Bläserquintett
Clara Andrada de la Calle – Flöte / Nicolas Cock-Vassilliou – Oboe / Sven van der Kuip – Klarinette / Daniel Mohrmann – Fagott / John Stobart – Horn
21.00 Uhr, Raum 6
Alexander Glasunow: Noveletten op. 15 für Streicher Nr. 2, 3 und 4
Elisabeth Krause – Violine / Thomas Mehlin – Violine / Iris Mühlnickel – Viola / Laura Mehlin – Violoncello
21.15 Uhr, Raum 4
Claude Debussy: Danse sacrée und Danse profane für Harfe und Streichquintett
Anne-Sophie Bertrand – Harfe / Nadine Blumenstein – Violine / Ulrike Mäding – Violine / Ingrid Albert – Viola / Christiane Steppan – Violoncello / Simon Backhaus – Kontrabass
21.45 Uhr, Raum 11
John Cage: Solo für Posaune
Oliver Siefert – Posaune
22.00 Uhr, Raum 4
Alexander Glasunow: Idyll für Horn und Streichquartett op. 14 Nr. 1
John Stobart – Horn / Elisabeth Krause – Violine / Thomas Mehlin – Violine / Iris Mühlnickel – Viola / Laura Mehlin – Cello
22.15 Uhr, Raum 6
Johann Sebastian Bach: Suite Nr. 1 G-Dur für Violoncello solo, Prélude, Sarabande
Ulrich Horn – Violoncello
22.30 Uhr, Raum 4
Alexander Zemlinsky: Streichquartett A-Dur op. 4
Elisabeth Krause - Violine / Thomas Mehlin – Violine / Iris Mühlnickel – Viola / Laura Mehlin – Violoncello
22.45 Uhr, Raum 4
Maurice Ravel: Sonate für Violine und Violoncello, 1. Satz. Allegro, 4. Satz. Vif, avec entrain
Charys Schuler – Violine / Maja Schwamm – Violoncello
23.00 Uhr, Raum 4
Tangos von Enrique Mario Francini bis Astor Piazzolla
Nadine Blumenstein – Violine / Ulrike Mäding – Violine / Ingrid Albert – Viola / Christiane Steppan – Violoncello
Alte Meister, 2. Obergeschoss
20.15 Uhr, Raum 2
Joseph Haydn:
Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze op. 51, Introduktion. Maestoso ed adagio
Sonata 7. Largo
Il terremoto (Das Erdbeben). Presto e con tutta la forza
Streichquartett der Akademisten: Ofir Shner – Violine / Anna Katherine Claus – Violine / Matthias Schnorbusch – Viola / Laura Mehlin – Violoncello
20.35 Uhr, Raum 2
Michael Reudenbach: Mirlitonnades für Piccolo solo
Bernd Alois Zimmermann: Tempus Loquendi
Thaddeus Watson – Flöten
21.00 Uhr, Raum 11
Johann Sebastian Bach: Triosonate G-Dur für zwei Flöten und Basso continuo BWV 1039
Clara Andrada de la Calle / Sebastian Wittiber – Flöte /Valentin Scharff – Violoncello / Felice Venanzoni – Cembalo
21.15 Uhr, Raum 15
Niccolò Paganini: Duos für Violine und Violoncello
Artur Podlesniy – Violine / Valentin Scharff – Violoncello
21.35 Uhr, Raum 2
Antonín Dvořák: Streichquintett G-Dur op. 77, 1. Satz. Allegro con fuoco
Nadine Blumenstein – Violine / Ulrike Mäding – Violine / Kerstin Hüllemann – Viola / Christiane Steppan – Violoncello / Simon Backhaus – Kontrabass
21.45 Uhr, Raum 11
Georg Philipp Telemann: Aus den Sechs Duetten für zwei Flöten, Sonata Nr. 4 g-Moll
Clara Andrada de la Calle / Sebastian Wittiber – Flöte
22.00 Uhr, Raum 15
Paul Hindemith: Sonate für Harfe
Anne-Sophie Bertrand – Harfe
22.40 Uhr, Raum 6
Johann Sebastian Bach: Suite Nr. 1 G-Dur für Violoncello, solo, Prélude, Sarabande
Ulrich Horn – Violoncello
23.00 Uhr, Raum 11
Wilhelm Friedemann Bach: 3. Triosonate a-Moll für zwei Flöten und Basso continuo
Clara Andrada de la Calle / Sebastian Wittiber – Flöte / Valentin Scharff – Violoncello / Felice Venanzoni – Cembalo
Wandelkonzert mit dem hr-Sinfonieorchester
Samstag, 17. Oktober 2015, ab 20.00 Uhr
Information: www.staedelmuseum.de, info@staedelmuseum.de, Telefon +49(0)69-605098-0, Fax +49(0)69-605098-111
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: Einlass ab 19.00 Uhr, Beginn 20.00 Uhr
Eintritt: 20 Euro (limitierter Vorverkauf), 22 Euro (Abendkasse)
Kartenvorverkauf: tickets.staedelmuseum.de
Kooperationspartner: hr-Sinfonieorchester
Gefördert durch: Sparda-Bank Hessen eG
Medienpartner: hr-INFO
10.000 KINDER IN DREI JAHREN - FRANKFURTER VOLKSBANK UND STÄDEL MUSEUM VEREINBAREN FORTSETZUNG VON „STÄDEL OHNE GRENZEN“
Frankfurt am Main, 28. Juli 2015. Bereits zum dritten Mal veranstaltete in diesem Jahr das Frankfurter Städel Museum gemeinsam mit der Frankfurter Volksbank in der Woche vor den hessischen Sommerferien die Bildungswoche „Städel ohne Grenzen: Auf zu neuen Horizonten! 700 Jahre Kunstgeschichte.“ Das Städel Museum und die Frankfurter Volksbank als Partner der Bildungswoche konnten jetzt eine ausgezeichnete Bilanz ziehen: Seit der ersten Auflage im Jahr 2013 wurde das kostenfreie Angebot ästhetischer Bildung im Museum von insgesamt über 10.000 Kindern und Jugendlichen genutzt. Die Gruppen kamen dabei nicht nur aus Frankfurt am Main, sondern aus der gesamten Region und reisten beispielsweise aus Gießen, Kassel, Bensheim oder Seligenstadt an, in diesem Jahr nahm sogar eine Schule aus China teil.
In der Bildungswoche im Städel erwarten die Kinder und Jugendliche abwechslungsreiche, altersgerechte Workshops zu verschiedensten Themen in allen Sammlungsbereichen des Museums. In praktischen Kursen wird die Möglichkeit geboten, zu fächerübergreifenden Themen das spielerisch erworbene Wissen zu vertiefen. In allen Sammlungsbereichen des Hauses finden die vielfältigen Übungen direkt vor den Originalen statt.
Die zum Abschluss jeder Bildungswoche stattfindenden Familiensonntage, für die alle teilnehmenden Schul-, Kita- und Hortkinder einen exklusiven Gutschein erhalten, erfreuen sich unverändert großer Beliebtheit, da die Kinder mit ihren Familien den Tag zum kostenfreien Museumsbesuch nutzen und teilen können, was sie in der Woche erlebt und kreiert haben.
Entsprechend positiv fällt auch das Resümee der beiden Partner aus: „Über 10.000 Kinder und Jugendliche konnten wir in den vergangenen drei Jahren mit der Bildungswoche für Kunst begeistern. Dass wir dies nun fortführen können ist nicht nur für das Städel, sondern vor allem für die vielen jungen Teilnehmer ein großer Gewinn“, sagt Max Hollein, Direktor des Städel Museums. Warum sich Deutschlands zweitgrößte Volksbank erneut so intensiv in dieses Projekt einbringt, begründet deren Vorstandsvorsitzende Eva Wunsch-Weber wie folgt: „Das Interesse von Kindern an Kunst kann gar nicht früh genug geweckt werden und der Erfolg der Bildungswoche hat ihre nachhaltige und sinnvolle Wirkung eindrücklich verdeutlicht. Die Frankfurter Volksbank ist wie das Städel Museum in der Region tief verwurzelt, sodass wir beschlossen haben, diesen wichtigen Beitrag für Vielfalt und kulturelle Bildung hier vor Ort auch weiterhin zu ermöglichen.“
Durch eine erneute Förderungszusage der Frankfurter Volksbank kann das beliebte Vermittlungsangebot auch in Zukunft weiter stattfinden. Der große Erfolg und die überaus positive Resonanz auf die seit 2013 veranstaltete Bildungswoche, sind für die Frankfurter Volksbank Ansporn, die Erfolgsgeschichte von „Städel ohne Grenzen“ fortzusetzen, sodass das innovative Format mit Anregungen zum handlungsorientierten Lernen und zur kreativen Auseinandersetzung mit Originalen auch in Zukunft stattfinden kann.
STÄDEL OHNE GRENZEN – AUF ZU NEUEN HORIZONTEN! 700 JAHRE KULTURGESCHICHTE
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt
Pressekontakt Städel Museum: Silke Janßen (stellv. Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit); Telefon +49(0)69-605098-234; Fax +49(0)69-605098-188; janssen@staedelmuseum.de
Pressekontakt Frankfurter Volksbank: Michael Kröhle (Leiter Vorstandssekretariat und Pressesprecher); Telefon +49(0)69-2172-10193; Fax +49(0)69-2172-20199; michael.kroehle@frankfurter-volksbank.de
Zum neunten Mal veranstalten die Schirn Kunsthalle Frankfurt, das Städel Museum und die Liebieghaus Skulpturensammlung die Sommerakademie – ein einzigartiges museumspädagogisches Projekt zur Berufsorientierung. Noch bis zum 24. August 2015 können Plätze unter www.sommerakademie-am-main.de gesichert werden. Das erfolgreiche Gemeinschaftsprojekt der drei Häuser bietet in diesem Jahr vom 31. August bis 4. September ein ebenso intensives wie kreatives Fortbildungsangebot für Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 19 Jahren und unterstützt sie somit in der spannenden und herausfordernden Phase der Berufsorientierung. Die jährlich stattfindende Sommerakademie bietet seit 2007 anhand von unterschiedlichen aufeinander aufbauenden Modulen und Workshops eine Plattform, die Schülerinnen und Schüler frühzeitig bei der Erkennung und Entwicklung ihrer eigenen Fähigkeiten und Stärken fördert und ihnen durch praxisorientierte Veranstaltungen die Wahl einer passenden Ausbildung oder eines passenden Studiums erleichtert. Auch in diesem Jahr liegt ein besonderer Fokus auf der Kommunikation mit digitalen Medien. Teilnehmende Schülerinnen und Schüler erfahren aus erster Hand, wie sich Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram & Co. im beruflichen Umfeld nutzen lassen und lernen, wie die Nutzung von Web 2.0-Applikationen die Außenwahrnehmung von Institutionen beeinflussen kann.
Die Sommerakademie 2015 wird unterstützt durch DWS Investments, die Accenture-Stiftung, die Fraport AG, die Hannelore Krempa Stiftung sowie die PPI AG. Als Technikpartner begleitet die MedienReich GmbH das Projekt.
Das abwechslungsreiche Programm der Sommerakademie bietet über schulische Maßnahmen rund um das Thema Bewerbung hinaus eine zusätzliche Vorbereitung auf die berufliche Praxis und unterstützt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Hinblick auf steigende Leistungsanforderungen in Bewerbungsverfahren. Sie ermöglicht Schülerinnen und Schülern eine erste Orientierung auf dem Weg in die Arbeitswelt. Der einwöchige Einblick in das „Unternehmen Kulturinstitution“ bietet den Jugendlichen und jungen Erwachsenen vielfältige Möglichkeiten, ihre eigenen Talente auszuloten, sich dabei ihrer Stärken bewusst zu werden, sich aber auch mit möglichen Schwächen zu konfrontieren. Die Teilnahmegebühr beträgt 95 Euro.
Eine begrenzte Zahl von Stipendien für finanziell förderungswürdige Jugendliche wird von der Hannelore Krempa Stiftung, der Fraport AG und der PPI AG zur Verfügung gestellt und kostenlos vergeben. Die Vergabe der Plätze erfolgt in der Reihenfolge der schriftlichen Anmeldung.
Zum Auftakt der Sommerakademie 2015 spricht am Montag, dem 31. August, Andreas Gahlert, Gründer und Geschäftsführer der COBI GmbH, in einem Impulsvortrag über Veränderungen und Herausforderungen der Digitalisierung, mit denen sich Jugendliche in ihrer beruflichen Zukunft auseinander setzen werden. Als Pionier in der Entwicklung digitaler Produkte und Geschäftsmodelle entwickelt er seit Jahren neue Strategien an der Schnittstelle zwischen der realen und digitalen Welt. Zuletzt konzipierte und realisierte er mit seinem Team der COBI GmbH das sogenannte „Smart Bike“, für das das junge Unternehmen in diesem Jahr den Frankfurter Gründerpreis erhielt.
Ein weiterer zentraler Programmpunkt der Sommerakademie 2015 ist die Podiumsdiskussion am Mittwoch, dem 2. September, an der Vertreter aus ganz unterschiedlichen Berufsbranchen über ihren individuellen Werdegang und ihre beruflichen Erfahrungen berichten und Tipps für den erfolgreichen Berufseinstieg geben. In diesem Jahr sind u. a. Eva Buch-Erkens, die etwa in der Accenture-Stiftung freiwillige Einsätze der Mitarbeiter des Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters koordiniert, oder Jorma Foth, einer der Gründer von Tumult, einem Live Escape Game-Angebot in Frankfurt zum Gespräch eingeladen.
Die fünftägige Orientierungswoche teilt sich in unterschiedliche Programmeinheiten auf. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlernen verschiedene verbale und non-verbale Präsentations- und Kommunikationstechniken kennen und üben sich im Projekt- und Konfliktmanagement. Mit Unterstützung der international tätigen Unternehmensberatung Accenture GmbH wird ein gezieltes Bewerbungstraining durchgeführt. Die Jugendlichen haben die Möglichkeit mit Experten zu diskutieren und dadurch ihr Selbstvertrauen für zukünftige Bewerbungssituationen zu stärken. Während der gesamten Woche wird außerdem experimentelles sowie themenbezogenes künstlerisches Arbeiten angeboten. Darüber hinaus werden die aktuellen Ausstellungen in den drei Häusern besucht. Praktische Einblicke in die verschiedenen Arbeitsfelder der Schirn Kunsthalle Frankfurt, des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung gewährt das Modul Projektmanagement: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren, welche konkreten Anforderungen in den unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen wie der Betreuung der Sammlung, dem Sponsoring, der Bildung und Vermittlung, der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder dem Marketing gestellt werden und können diese anhand eines Planspiels exemplarisch umsetzen.
Am letzten Tag der Sommerakademie 2015 werden die Schülerinnen und Schüler eine Selbstpräsentation vorbereiten, in die ihre Arbeitsergebnisse und Erfahrungen der Woche einfließen. Seinen Abschluss findet das Projekt mit einer gemeinsamen Auswertungs- und Reflexionsrunde sowie der Aushändigung eines Zertifikats über die erfolgreiche Teilnahme.
Alles zur Sommerakademie im Web und Anmeldung unter: www.sommerakademie-am-main.de
PRESSE SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT
Axel Braun (Leitung Presse/PR), Pamela Rohde (Pressesprecherin), Simone Krämer, Timo Weissberg (Volontär).
SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT, Römerberg, D-60311 Frankfurt,
Telefon: +49.69.29 98 82-148, Fax: +49.69.29 98 82-240, E-Mail: presse@schirn.de,
www.schirn.de (Texte, Bilder und Filme zum Download unter PRESSE), www.schirn-magazin.de.
PRESSE STÄDEL MUSEUM/LIEBIEGHAUS SKULPTURENSAMMLUNG
Axel Braun (Leitung Presse/PR), Silke Janßen (stv. Leitung Presse/PR), Karoline Leibfried (Pressereferentin), Jannikhe Möller (Pressereferentin), Paula Stuckatz (Volontärin).
Städel Museum, Dürerstraße 2, D-60596 Frankfurt, Telefon: +49 (0)69 60 50 98-212,
Fax: +49 (0)69 60 50 98-188, E-Mail: presse@staedelmuseum.de, www.staedelmuseum.de (Texte, Bilder und Filme zum Download unter PRESSE).
Digitale Angebote des Städel Museums
Mit einem spannenden Programm in den Sommerferien bieten die Schirn Kunsthalle Frankfurt, das Städel Museum und die Liebieghaus Skulpturensammlung von Dienstag, dem 28. Juli bis Sonntag, dem 6. September 2015 zahlreiche Gelegenheiten, die Kunst für sich zu entdecken. In vielseitigen Ferienprojekten werden Kinder und Jugendliche gezielt und abwechslungsreich an Themen aus Kunst und Kultur herangeführt. In der MINISCHIRN ebenso wie in den Ausstellungen von Schirn, Städel und Liebieghaus können sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen und sich gleichzeitig auf spielerische Weise mit verschiedenen künstlerischen Positionen auseinandersetzen.
Die MINISCHIRN ist ein dauerhaft installierter, kreativer Erlebnis- und Erfahrungsraum für Kinder ab drei Jahren bis zum Grundschulalter in der Schirn Kunsthalle Frankfurt. Während begleitende Erwachsene die Ausstellungen der Schirn genießen, erobern die Kinder unter Aufsicht von geschultem pädagogischem Personal in der MINISCHIRN die Welt der Farben, Formen und Strukturen. Der innovative Spiel- und Lernparcours regt zum eigenen Entdecken ästhetischer Phänomene, zum Gestalten und Experimentieren an. Farbphänomene, Kompositionsprinzipien, physikalische Gesetzmäßigkeiten und andere ästhetische Grundsätze: Was kompliziert oder abstrakt klingt, ist in der MINISCHIRN im wahrsten Sinn des Wortes ganz leicht zu begreifen. Im Sommer werden ergänzend zu den Inhalten der MINISCHIRN wechselnde Workshops angeboten. Darüber hinaus bietet die Schirn zur aktuellen Sommer-Ausstellung „Doug Aitken“ ein kreatives Filmprojekt an, nimmt hiermit die vorwiegende Technik des US-amerikanischen Multimedia-künstlers auf und setzt sie spielerisch um.
In der Liebieghaus Skulpturensammlung inspirieren Skulpturen und fantastische Gestalten aus der Welt der Götter und Sagen zu eigenen künstlerischen Werken. Zudem können Kinder hier selbst zu Archäologen werden und ferne Kulturen wie das alte Ägypten dabei neu entdecken.
Im Städel Museum geht es auf künstlerische Spurensuche: Inspiriert durch die Reise in ferne Länder oder durch die Faszination der Großstadt entstehen in den Städel Ateliers selbst kreierte Werke und Jugendliche können im Ferienkurs unter anderem interessante Kameraperspektiven ausprobieren.
Das Ferienangebot wird mit der großen jährlichen Sommerakademie aller drei Häuser unter dem Motto „Heiß auf Wissen“ beschlossen.
Die MINISCHIRN wird durch die großzügige Förderung der Dr. Marschner Stiftung ermöglicht. Zusätzlich wird sie durch die Stadt Frankfurt unterstützt. Die Sommerakademie 2015 wird unterstützt von DWS Investment, Accenture Stiftung, Hannelore Krempa Stiftung und der Fraport AG. Die Sommerferienkurse der drei Häuser werden zusätzlich unterstützt von der Fraport AG.
Zum dritten Mal in Folge laden das Städel Museum und die Frankfurter Volksbank alle Schulen, Kindertagesstätten und Horte der Region zur großen Bildungswoche ins Städel. Unter dem Motto „Städel ohne Grenzen: Auf zu neuen Horizonten! 700 Jahre Kulturgeschichte“ öffnet das Museum vom 20. bis 23. Juli 2015 in der Woche vor den hessischen Sommerferien seine Pforten für ein einzigartiges und kostenfreies Erlebnis ästhetischer Bildung.
Die Kinder und Jugendlichen erwarten abwechslungsreiche, altersgerechte Workshops zu verschiedensten Themen in allen Sammlungsbereichen des Museums. Workshops u.a. zur Hell-Dunkel-Malerei, Schreibspiele oder ein Kurs über Wortgefechte und Malereikonzepte in der Gegenwartskunst bieten die Möglichkeit zum handlungsorientierten Lernen, zur kreativen Auseinandersetzung und zum praktischen Vertiefen. Darüber hinaus stellen junge Kunstvermittler die wichtigsten Werke der Städel Sammlung vor und geben an zahlreichen Wissensstationen im gesamten Museum Auskunft über spannende Themen aus mehreren Jahrhunderten Kunstgeschichte: von der Entdeckung der Ölmalerei über impressionistische Pleinairmalerei bis zum „German Pop“. Schließlich führt ein Quiz die Teilnehmer auf spielerische Weise durch die Sammlung des Städel und 700 Jahre Kunst und Kultur.
Am Sonntag, 26. Juli 2015, geht die Bildungswoche weiter – denn alle teilnehmenden Schul-, Kita- und Hortkinder erhalten einen exklusiven Eintrittsgutschein, der sie und ihre Familien für diesen Tag zum kostenfreien Museumsbesuch einlädt. So können die Kinder ihren Eltern am „Familiensonntag“ zeigen, was sie in der Woche erlebt haben.
Ermöglicht wird die Bildungswoche durch die Frankfurter Volksbank.
Auf der Städel Website (www.staedelmuseum.de/de/angebote/bildungswoche) bzw. unter info@staedelmuseum.de können sich Schulklassen, Kita- und Hortgruppen noch bis Freitag, den 17. Juli, kostenfrei für die Bildungswoche anmelden. Es sind noch Plätze frei.
STÄDEL OHNE GRENZEN – AUF ZU NEUEN HORIZONTEN! 700 JAHRE KULTURGESCHICHTE
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt
Veranstaltungsdauer: 20. bis 23. Juli 2015 jeweils zwischen 9.00 Uhr und 14.00 Uhr für Schulklassen, Kindertagesstätten und Horte, 26. Juli 2015 zwischen 10.00 Uhr und 18.00 Uhr für Familien
Download des Anmeldeformulars unter www.staedelmuseum.de/de/angebote/bildungswoche
Pressekontakt Städel Museum: Axel Braun (Pressesprecher); Telefon +49(0)69-605098-170; Fax +49(0)69-605098-188; braun@staedelmuseum.de
Pressekontakt Frankfurter Volksbank: Michael Kröhle (Leiter Vorstandssekretariat und Pressesprecher); Telefon +49(0)69-2172-10193; Fax +49(0)69-2172-20199; michael.kroehle@frankfurter-volksbank.de
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