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Veranstaltungsprogramm Juli 2025 10.6.2025

Veranstaltungsprogramm Juli 2025

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Carl Schuch und Frankreich 4.6.2025

Presseinformation

Carl Schuch und Frankreich

24. September 2025 bis 1. Februar 2026
Ausstellungshaus

Carl Schuch (1846–1903) gehört zu den faszinierendsten Malern des 19. Jahrhunderts. Ab dem 24. September präsentiert das Städel Museum die große Herbstausstellung „Carl Schuch und Frankreich“ und wirft einen umfassenden Blick auf sein Werk sowie auf die Malerei des Impressionismus und Realismus. Schuch gilt seit Langem als Geheimtipp. Er ist vielleicht der bekannteste „Unbekannte“ der Malerei des 19. Jahrhunderts. Seine Kunst ist eine Entdeckung. Als rastloser Kosmopolit löste er sich früh von nationalen Zuschreibungen und widmete sich kompromisslos der Malerei. Zu Lebzeiten war er der Öffentlichkeit kaum bekannt, doch nach seinem Tod erkannte die Kunstwelt schnell die Qualität seines Werks, bevor es später wieder in Vergessenheit geriet.

Das Städel Museum bringt rund 70 Gemälde Schuchs in einen anregenden Dialog mit etwa 50 bedeutenden Werken französischer Künstler wie Paul Cézanne, Camille Corot, Gustave Courbet, Édouard Manet und Claude Monet. Im Fokus stehen dabei Schuchs Jahre in Paris, wo er von 1882 bis 1894 seine künstlerisch prägendste Schaffensphase erlebte. Schuchs Malerei entfaltet eine stille, aber eindrucksvolle Kraft. Seine Arbeit zeichnet sich durch eine feine Farbnuancierung, eine außergewöhnliche Sensibilität für Licht und Atmosphäre sowie einer intensiven Suche nach künstlerischer Wahrhaftigkeit aus. Er verweigerte sich jeder stilistischen Einordnung und entwickelte eine unverwechselbare Bildsprache.

Diese Ausstellung ist mehr als eine Hommage. Sie zeigt Carl Schuch als einen Künstler, der mit seinem europäischen Blick und seiner unbeirrbaren Haltung ein eigenständiges Kapitel der Kunstgeschichte schrieb. Aktuelle kunsttechnologische Untersuchungen vertiefen das Verständnis seiner Arbeitsweise und eröffnen neue Perspektiven auf sein Werk. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in der Ausstellung anschaulich und nachvollziehbar präsentiert. Mit „Carl Schuch und Frankreich“ lädt das Städel Museum zu einer Entdeckungsreise ein, die den künstlerischen Kosmopoliten und seine beeindruckende Bildwelt ins verdiente Licht rückt.

Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums: „Carl Schuch zählt zu den eigenständigsten Künstlern des 19. Jahrhunderts. Er entzog sich jeder stilistischen Einordnung und hinterließ ein Werk von leiser, aber eindrucksvoller Energie. Seine Stillleben und Landschaften entfalten eine außergewöhnliche Anziehungskraft. Seine Malerei ist ein Fest für die Sinne, ein betörendes Wechselspiel aus Licht und Farbe. Schuchs kompromissloser Anspruch an die Kunst, sein Streben nach Tiefe und Wahrhaftigkeit, standen für ihn stets über öffentlicher Anerkennung. Mit ‚Carl Schuch und Frankreich‘ präsentieren wir einen Künstler, der sich zeitlebens eingehend mit der französischen Malerei beschäftigte. Seine Gemälde behaupten sich mühelos neben Werken von Courbet, Manet oder Cézanne. Diese Ausstellung geht weit über eine Hommage hinaus. Carl Schuchs Malerei ist eine Entdeckung.“

Alexander Eiling, Juliane Betz und Neela Struck, Kuratoren der Ausstellung, betonen: „Carl Schuch verfolgte mit großer Beharrlichkeit seinen künstlerischen Weg. In seinem Werk verbinden sich deutsch-österreichische Prägung und eine langjährige, intensive Auseinandersetzung mit der französischen Malerei des 19. Jahrhunderts. Die Ausstellung lädt zum intensiven Schauen und Entdecken ein. In der Gegenüberstellung mit der französischen Moderne erschließen sich Schuchs befreiter Einsatz von Farbe und seine unverwechselbare Handschrift. Beides macht seine Malerei zu einer lohnenden Entdeckung. Carl Schuchs Motto lautete: ‚Selbst sehen und selbst finden‘ – dazu möchten wir auch die Besucherinnen und Besucher ermutigen.“

Kuratoren: Dr. Alexander Eiling (Sammlungsleiter Kunst der Moderne, Städel Museum), Dr. Juliane Betz (stellv. Sammlungsleiterin Kunst der Moderne, Städel Museum), Dr. Neela Struck (wissenschaftliche Mitarbeiterin, Kunst der Moderne, Städel Museum). In Zusammenarbeit mit Dr. Roland Dorn (Autor des Werkverzeichnisses Carl Schuch).

Gefördert durch: Sparkassen-Finanzgruppe mit Deutsche Leasing AG, Frankfurter Sparkasse & Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- & Giroverbandes, Fontana Stiftung, Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH, Städelscher Museums-Verein e.V. mit den Städelfreunden 1815.

Mit Unterstützung von: Aventis Foundation, Rudolf-August Oetker-Stiftung

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Werner Tübke. Metamorphosen 22.5.2025

PRESSEINFORMATION

Werner Tübke. Metamorphosen

2. JULI BIS 28. SEPTEMBER 2025
Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung

Im Jahr 2023 erhielt das Städel Museum aus der Sammlung von Barbara und Eduard Beaucamp ein eindrucksvolles wie auch repräsentatives Konvolut eines der bedeutendsten Maler der DDR, Werner Tübke. Diese herausragende Schenkung von 46 Zeichnungen und Aquarellen Tübkes präsentiert das Städel nun vom 2. Juli bis 28. September 2025 in einer Ausstellung, die seinem zeichnerischen Werk und seiner metaphorischen Bildsprache gewidmet ist. Tübke (1929–2004) zählt neben Bernhard Heisig und Wolfgang Mattheuer zu den Hauptvertretern der sogenannten ersten Leipziger Schule und schuf in Malerei und Zeichnung ein ebenso autarkes wie konsequentes, formal und inhaltlich dichtes Gesamtwerk. „Zeichnen ist elementares Bedürfnis“, formulierte der Künstler einst, „alles andere kommt dann.“ Tübkes Aquarelle und Zeichnungen in Grafit, Feder und Kreide zeugen von großer gestalterischer Freiheit und Eigenständigkeit. Sie sind essenzieller Teil seines künstlerischen Schaffens: Er sammelte in ihnen Ideen, stellte formale Überlegungen an und erarbeitete sich die unterschiedlichsten Themen.

Werner Tübke reflektiert in seinen vielschichtigen, von einer einfallsreichen, manchmal geradezu überbordenden Fantasie geprägten Kompositionen die Komplexität der Welt mit ihren existenziellen Fragen, Nöten und Konflikten. Dabei beweist er ein feines Gespür für die Verletzlichkeit des Menschen, der als Individuum im Mittelpunkt seiner Kunst steht. Engel, Einhörner und Zauberer, Harlekine, Verhüllte, Verschnürte und immer wieder Gefolterte sowie Maskierte bevölkern seine Werke. In seinem „Welttheater“ ist durch die schöpferische Aneignung der älteren Kunstgeschichte die Zeit aufgehoben und alles von Erinnerungen durchdrungen. Seine Kunst zeigt eine realistische Formensprache, die Bildaussagen bleiben dabei aber häufig in der Schwebe. Ihm ging es weniger um eine konkrete Wiedergabe der Wirklichkeit, sondern um „Seinsdeutung“.

Die herausragende Leistung Werner Tübkes für die deutsche Nachkriegskunst wurde schon früh von dem westdeutschen Kunstkritiker Eduard Beaucamp erkannt und gewürdigt. Er verfolgte das Schaffen des „großen Unzeitgemäßen“ seit den späten 1960er-Jahren, zunächst als Kunstkritiker der F.A.Z., dann auch als Freund und Sammler. Das Städel Museum als älteste private Museumsstiftung Deutschlands wird getragen vom Engagement privater Förderer ebenso wie von Unternehmen, Stiftungen, der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen. Das Ehepaar Barbara und Eduard Beaucamp ist dem Städel mit seinem Engagement seit Jahren verbunden. Bereits 2010 ging das Gemälde Madonna mit Kind (1621–1622) von Guercino aus der Sammlung Beaucamp als Schenkung ans Museum.

Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, zur Ausstellung: „Werner Tübke ist ein Solitär in der deutschen Nachkriegskunst. Seine Werke fordern uns heraus, das Menschliche im Abgründigen, das Zeitlose im Historischen und das Wahre im Verfremdeten zu erkennen. Dass wir sein zeichnerisches Werk heute in solcher Tiefe zeigen können, verdanken wir dem jahrzehntelangen, unermüdlichen Engagement Eduard Beaucamps. Als Kunstkritiker, Freund und Sammler hat er Tübkes Rang früh erkannt und ihn mit Leidenschaft der Öffentlichkeit vermittelt. Die großzügige Schenkung von Barbara und Eduard Beaucamp ist weit mehr als ein bedeutender Zugewinn für das Städel Museum: Sie eröffnet neue Perspektiven auf Tübkes Werk und verankert es im kunsthistorischen Bewusstsein.“

„Das scheinbar so Realistische bei Tübke täuscht, denn seine Kunst ist alles andere als abbildhaft oder einsinnig: Es gibt immer wieder ‚Kippmomente‘, Unklarheiten, Mehrdeutigkeiten. Ihn interessierten die grundlegenden menschlichen Themen, denen er sich direkt beim Malen oder Zeichnen annäherte. Er umkreiste sie geradezu mit jeder neuen Arbeit. Beaucamp hat diesen künstlerischen Ansatz sehr treffend als ‚Denken in Bildern‘ beschrieben. Es gibt bei Tübke daher selten klassische Vorzeichnungen für seine Gemälde, vielmehr sind Malerei, Zeichnung, auch Druckgrafik gleichwertige Teile eines andauernden Reflexionsprozesses. Am Ende steht nicht eine Bildlösung, sondern es gibt viele – und das medien- und jahrzehnteübergreifend. Tübkes Kunst erweist sich als permanent im Wandel, als ebenso metamorphisch wie seine Bildsprache“, ergänzt Regina Freyberger, Leiterin der Graphischen Sammlung ab 1800 am Städel Museum und Kuratorin der Ausstellung.

Kuratorin: Dr. Regina Freyberger (Leiterin Graphische Sammlung ab 1800, Städel Museum)
Gefördert durch: Heinz und Gisela Friederichs Stiftung
Mit weiterer Unterstützung durch: Fritz P. Mayer

Den gesamten Pressetext finden Sie hier als PDF.

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Veranstaltungsprogramm Juni 2025 9.5.2025

Veranstaltungsprogramm Juni 2025

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Wechsel in der Städel Administration 8.5.2025

PRESSEINFORMATION

WECHSEL IN DER STÄDEL ADMINISTRATION

MARIJA KORSCH VERABSCHIEDET SICH AUS DEM STIFTUNGSVORSTAND DES MUSEUMS / CHIARA ZILIOLI FABRITIUS WIRD NACHFOLGERIN

Nach 25 Jahren wurde Marija Korsch in der jüngsten Sitzung der Administration der Stiftung des Städelschen Kunstinstituts verdienstvoll verabschiedet. Ihre Nachfolgerin wird Prof. Dr. Chiara Zilioli Fabritius, die als Mitglied des Städelkomitees 21. Jahrhundert dem Städel Museum bereits sehr verbunden ist. Marija Korsch wurde im Jahr 2000 in die Administration berufen. Als versierte Managerin hat sie sich maßgeblich für die bauliche Erweiterung des Städel Museums und für die wissenschaftliche Bestandspflege der Städel Sammlung sowie der Liebieghaus Skulpturensammlung engagiert. Im Jahr 2012 konnte die Sammlung Gegenwartskunst in den Gartenhallen des Städel Museums erstmals umfassend präsentiert werden. Heute bietet die Dauerausstellung einen Blick auf eine Geschichte der Kunst nach 1945, die nicht für sich alleine steht, sondern im Kontext einer mehr als 700 Jahre umfassenden Erzählung europäischer Kunst.

Das Städel Museum ist die älteste Museumsstiftung Deutschlands. Die Administration ist das Vertretungsorgan der Stiftung und bildet ihren Vorstand; sie wird nach dem Willen des Museumsstifters Johann Friedrich Städel (1728–1816) aus fünf ehrenamtlichen Personen geformt. Den Vorsitz der Administration hat Wolfgang Kirsch inne. Mit einer einzigartigen Sammlung, spektakulären Sonderausstellungen und innovativen Bildungs- sowie Digitalprogrammen ist das Städel Museum ein lebendiger Ort der Begegnung, des Austauschs und der Auseinandersetzung mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Es wird von Unternehmen, Stiftungen, privaten Förderern sowie der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen unterstützt. Seit 2006 wird die Liebieghaus Skulpturensammlung als Betriebsgesellschaft durch das Städel Museum geführt. Das Museum zählt zu den international bedeutendsten Skulpturenmuseen und präsentiert 5000 Jahre Bildhauerkunst.

„Marija Korsch hat die erfolgreiche Entwicklung des Städel Museums in den letzten 25 Jahren mit großem persönlichem Engagement, viel Kraft und Freude begleitet. Mit ihrem Fachwissen und ihrem internationalen Netzwerk hat sie sich für die Idee des Bürgermuseums und für zahlreiche Projekte – auch der Liebieghaus Skulpturensammlung – außerordentlich stark gemacht. Nicht vergessen werden wir ihren nachhaltigen Einsatz für die Gartenhallen, der Erweiterungsbau der Sammlung Gegenwartskunst, mit dem wir 2012 gemeinsam Geschichte geschrieben haben. Wir freuen uns, dass wir mit Chiara Zilioli Fabritius eine überaus würdige, dem Städel sehr verbundene Nachfolgerin in der Administration begrüßen können,“ so Wolfgang Kirsch, Vorsitzender der Administration des Städel Museums.

Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung über den Abschied von Marija Korsch: „Wir bedanken uns von Herzen bei Marija Korsch für ihre langjährige und außerordentliche Unterstützung unserer Museen. Ihr Wirken in der Administration wird uns in Erinnerung bleiben. Es ist schön zu wissen, dass wir sie als große Freundin der Künste zu vielen Anlässen im Städel und im Liebieghaus wiedersehen werden.“

Mit dem 1. Juli 2025 wird Prof. Dr. Chiara Zilioli Fabritius in die Administration des Städel Museums eintreten. Sie ist Generaldirektorin des Juristischen Dienstes der Europäischen Zentralbank und Honorarprofessorin an der Frankfurter Goethe- Universität. Seit Gründung im Jahr 2007 ist sie Mitglied des Städelkomitees 21. Jahrhundert.

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Sommer im Städel Garten: Städel Sunday Sessions sind zurück 29.4.2025

SOMMER IM STÄDEL GARTEN: STÄDEL SUNDAY SESSIONS SIND ZURÜCK
ENTSPANNTE SONNTAGE MIT LIVE-MUSIK, KUNST UND DRINKS IM STÄDEL GARTEN // STÄDEL X RIVERSIDE SESSION X AMP

Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr kehren die STÄDEL SUNDAY SESSIONS zurück in den Städel Garten. An drei Sonntagen im Mai, Juni und August verwandelt sich der Außenbereich des Städel Museums erneut in einen sommerlichen Begegnungsort mit Musik, Kunst und Kulinarik. Die beliebte Veranstaltungsreihe – in Kooperation mit Riverside Session und der Frankfurter Bar AMP – lädt Besucher ein, das Wochenende in entspannter Atmosphäre auf dem grünen Gartenhügel ausklingen zu lassen. Live-Musik und DJ-Sets, kühle Drinks, kulinarische Highlights sowie Kurzführungen zur Gegenwartskunst sorgen für ein abwechslungsreiches Programm an lauen Sommerabenden.

Termine: Sonntag, 25. Mai, 15. Juni und 24. August 2025, jeweils 16.00 bis 20.00 Uhr
Kooperationspartner: Riverside Session und Amp Yourself
Tickets: Im Vorverkauf erhältlich online unter staedelmuseum.de/tickets und vor Ort an der Abendkasse bis jeweils 18.00 Uhr des Veranstaltungstags

Lesen Sie den vollständigen Pressetext hier.

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Veranstaltungsprogramm Mai 2025 10.4.2025

Veranstaltungsprogramm Mai 2025

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Unzensiert. Annegret Soltau - Eine Retrospektive 24.3.2025

PRESSEINFORMATION

UNZENSIERT. ANNEGRET SOLTAU – EINE RETROSPEKTIVE

8. MAI BIS 17. AUGUST 2025
Ausstellungshaus

Der Körper ist politisch – das zeigen die Arbeiten der Künstlerin Annegret Soltau (*1946) wirkungsvoll. Seit den 1970er-Jahren erregt ihre Kunst Aufsehen und hat bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren. Galt Soltau trotz ihrer kunsthistorischen Bedeutung lange Zeit als Geheimtipp, zählt ihr Werk heute zu den wichtigsten Positionen feministisch inszenierter Fotografie und Body Art.
In mehr als fünf Jahrzehnten hat sich die Künstlerin mit ihrer eigenständigen, radikal feministischen Bildsprache allen Widerständen zum Trotz als unverzichtbare Stimme der Gegenwartskunst etabliert. Das Städel Museum widmet ihr erstmals eine Retrospektive, die gemeinsam mit der Künstlerin entwickelt wurde. Mit über 80 Werken gibt die Ausstellung einen umfassenden Einblick in ihr vielschichtiges Gesamtwerk: von Zeichnungen über erweiterte Fotografie und Video bis hin zu Installationen. Darunter sind wegweisende, zum Teil bisher noch nicht veröffentlichte Arbeiten aus Soltaus Studio. Wichtige Leihgaben aus renommierten Institutionen wie der Sammlung Verbund in Wien, dem Louisiana Museum of Modern Art in Humlebaek, dem Lenbachhaus in München und dem ZKM Karlsruhe ergänzen die Ausstellung.

Die Ausstellung wird gefördert von der Art Mentor Foundation Lucerne, der Hessischen Kulturstiftung, der Alexander Tutsek-Stiftung und vom Städelschen Museums-Verein e. V. Weitere Unterstützung erhält sie durch Yoram Roth sowie die Georg und Franziska Speyer’sche Hochschulstiftung.

Feminismus, Körperpolitik und die Herausforderung der menschlichen und weiblichen Identität sind zentrale Themen in Soltaus Werk. Dafür entwickelt sie eigene, innovative Techniken, die die Grenzen der Fotografie überschreiten – die Fotoübernähung und -vernähung sowie die Fotoradierung. In ihren Selbstporträts hinterfragt Soltau Rollenbilder von Frauen und beleuchtet gesellschaftliche Normen, indem sie komplexe Gefühlswelten, innere Konflikte und emotionale Zustände sichtbar macht. Seit Ende der 1970er-Jahre widmet sie sich der künstlerischen Auseinandersetzung mit Schwangerschaft und Mutterschaft – Themen, die über Jahrhunderte in der Kunst unterrepräsentiert waren und erst in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus von Gesellschaft und Kunstwelt gerückt sind. Das Altern des weiblichen Körpers und Fragen der Vergänglichkeit finden in ihren Arbeiten eine eindringliche Form. Soltaus Werke waren immer wieder der öffentlichen Zensur ausgesetzt, ihre Darstellungen wichen von etablierten ästhetischen Konventionen ab und wurden als provokant empfunden. Die Ausstellung im Städel Museum leistet eine wichtige Korrektur dieser Rezeption und ist zugleich eine längst überfällige Würdigung dieser großen Feministin und Künstlerin.

„Mit Annegret Soltaus radikaler Formensprache und ihrer furchtlosen Dekonstruktion des menschlichen Körpers eröffnen sich uns neue Perspektiven auf Identität, Körperlichkeit und künstlerische Selbstbestimmung. Ihre Kunst ist ausdrucksstark und war ihrer Zeit voraus. Mit dieser ersten Retrospektive würdigen wir mehr als fünf Jahrzehnte künstlerisches Schaffen von Annegret Soltau. Gleichzeitig unterstreicht das Städel Museum seinen Anspruch, wegweisende Künstlerinnen sichtbar zu machen und ein breites Publikum zur Auseinandersetzung mit essenziellen Themen der Gegenwartskunst anzuregen“, so Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums.

Svenja Grosser, Leiterin der Sammlung Gegenwartskunst und Kuratorin der Ausstellung, fasst zusammen: „Annegret Soltau nutzt den Körper, ihr eigenes Selbst als Austragungsort für die Verhandlung von gesellschaftlichen Strukturen. Mit ihren radikalen Fotovernähungen hat sie eine völlig neue künstlerische Formensprache geschaffen und den weiblichen Körper als Medium der Selbstermächtigung etabliert. Während sie international anerkannt ist, machte sie hierzulande wiederholt einschneidende Erfahrungen mit Zensur. Wir möchten diese gegensätzliche Rezeption korrigieren und die Künstlerin Annegret Soltau als das vorstellen, was sie ist: eine Pionierin der feministischen Kunst in Deutschland.“

Den gesamten Pressetext finden Sie hier als PDF.

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Rembrandts Amsterdam. Goldene Zeiten? 24.3.2025

PRESSEINFORMATION

STÄDEL MUSEUM FEIERT BESUCHERERFOLG

„REMBRANDTS AMSTERDAM“ ERFOLGREICHSTE AUSSTELLUNG DER LETZTEN FÜNF JAHRE / 150.000 BEGEISTERTE BESUCHER

Mit 150.193 Besuchern ist die große Ausstellung „Rembrandts Amsterdam. Goldene Zeiten?“ gestern zu Ende gegangen. Sie ist damit die erfolgreichste Ausstellung des Städel Museums der letzten fünf Jahre. Vom 27. November 2024 bis 23. März 2025 präsentierte das Städel Museum in Kooperation mit dem Amsterdam Museum die Bildniskunst der Rembrandt-Zeit. Im Mittelpunkt standen die einzigartigen Gruppenbildnisse des Amsterdam Museums, die in dieser Fülle erstmals außerhalb der Niederlande zu sehen waren. Rund 100 Gemälde, Skulpturen und Druckgrafiken sowie kulturhistorische Objekte aus weiteren führenden niederländischen und internationalen Museen wurden dafür in Frankfurt vereint. Dieser Bestand wurde durch herausragende Werke Rembrandts und seiner Zeitgenossen aus der Sammlung des Städel Museums ergänzt.

„Unsere Ausstellung ‚Rembrandts Amsterdam. Goldene Zeiten?‘ hat auf ganzer Linie überzeugt. 150.000 Besucherinnen und Besucher folgten der Erzählung über das Amsterdam der Rembrandt-Zeit und entdeckten in Führungen, Veranstaltungen sowie mit den kostenfreien digitalen Angeboten die vielfältige Wirklichkeit der Niederlande im 17. Jahrhundert. Der großartige Erfolg dieser Ausstellung bedeutet dem Städel-Team viel: Für seinen überwältigenden Zuspruch danken wir unserem wunderbaren Publikum ebenso wie den großzügigen Leihgebern, insbesondere dem Amsterdam Museum, für ihr Vertrauen. Ganz besonderer Dank gilt unserem Hauptförderer, der ING Deutschland, die mit ihrer exzeptionellen Unterstützung abermals ein kraftvolles Zeichen der Verbundenheit mit dem Städel Museum gesendet hat. Mit der großen Retrospektive zu Annegret Soltau und der einzigartigen Malerei-Ausstellung zu Impressionismus und Realismus um 1900 ‚Carl Schuch und Frankreich‘ setzen wir unser starkes Programm in den nächsten Monaten fort,“ so Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums.

Den gesamten Pressetext lesen Sie hier als PDF.

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Veranstaltungsprogramm April 2025 9.3.2025

Veranstaltungsprogramm April 2025

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